Abreschviller: Hervorragender 2. Platz für Hauser

25. April 2016

Mit dem zweiten Platz hinter dem sechsfachen französischen Bergmeister Nicolas Schatz und vor Vize-Meister Sébastien Petit gelang David Hauser eine gelungene Rückkehr ins Cockpit des Dallara GP2. Das Bergrennen Abreschviller, Lauf zur Luxemburger und französischen Bergmeisterschaft, wurde von zwei Comebacks gekennzeichnet: jenem des von David Hauser pilotierten Dallara GP2 und jenem des Winters, der mit sehr niedrigen Temperaturen und sogar dem einen oder anderen Schneegestöber den Ablauf der 2016er Ausgabe des Rennens arg beeinträchtigte und schließlich sogar zum vorzeitigen Rennabbruch mitten im 3. Rennlauf führte. Sonntagvormittag machten einige Schneeflocken, die kurz vor dem ersten Rennlauf der zweisitzigen Sportwagen fielen, die Reifenwahl zum Rätselraten für die Fahrer, die sich dann jedoch mehrheitlich doch für profillose Slickreifen entschieden. David Hauser seinerseits pokerte und entschied sich für Regenreifen, deren Gummi sich schneller aufheizt, die sich jedoch als die schlechtere Wahl erweisen sollten: während der französische Bergmeister 2010 bis 2015 Nicolas Schatz und Vize-Meister Sébastien Petit ihre Norma-BMW 4L V8 in trotz der Kälte ausgezeichneten 48,280 bzw. 49,825 Sekunden den Berg hochjagen, findet der Luxemburger sich in 54,496 auf jenem 5. Platz wieder, den er bereits im samstäglichen Training bei anhaltendem Nieselregen belegt hatte. Theatercoup dann im 2. Rennlauf: gerade in dem Augenblick, wo David die Ziellinie in 49,697 Sekunden überfährt, kommt der direkt nach ihm gestartete Cyrille Frantz recht spektakulär gleich nach der Haarnadelkurve im ersten Drittel von der Strecke ab, ohne dass dabei jedoch sein Norma V8 allzu großen Schaden nahm. Bevor das Auto jedoch abgeschleppt werden konnte, geht erneut eine Mischung aus Schnee und Regen auf die Strecke nieder, sehr zum Frust der noch an der Startlinie ausharrenden Schatz und Petit. Während Schatz den Sieg damit bereits, ohne es zu wissen, sicher hat, sieht Petit seine Hoffnung, den Luxemburger wieder vom 2. Podiumsplatz zu verdrängen, machtlos dahinschwimmen. Bei seiner vom trotz der ungemütlichen Temperaturen recht zahlreichen Publikum begeistert aufgenommenen Rückkehr in den Dallara GP2 feiert David Hauser also einen schönen 2. Gesamtrang: “Es war aufgrund der stetig wechselnden Temperaturen und Bedingungen ein mental extrem anstrengendes Rennen, aber auf jeden Fall dürfen wir sehr zufrieden sein, das Auto funktionierte perfekt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich noch weiter an die Kraft des 4 Liter-V8-Motors auf einer Bergrennstrecke gewöhnen muss. Natürlich tut es mir leid für Seb, aber leider gehören die Zufälligkeiten des Wetters zum Bergrennsport hinzu. Und nun freu ich mich auf mein Heimspiel in zwei Wochen in Eschdorf!” von […]

Col St. Pierre: Ein trockener Lauf brachte die Entscheidung

18. April 2016

Die erste Runde in der Berg Europameisterschaft 2016 liegt hinter uns und es wurde äußerst spannender Bergrennsport im Süden Frankreichs geboten. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und machte das Rennen zu einem Reifenroulett, wobei sich schlussendlich doch die Favoriten durchsetzten. Jedoch zögerte sich der Renntag dadurch leider in die Länge und der 3. Rennlauf ging recht spät, erst gegen 18 Uhr 45 zu Ende. So startete der amtierende Berg-Europameister Simone Faggioli aus Italien mit einem vollen Erfolg in die neue Saison. Mit einer herausragenden Leistung am Steuer seines Norma M20 FC Zytek konnte er sich gegen die starke internationale und nationale Konkurrenz durchsetzen und sich zum Gesamtsieger am Col St. Pierre küren. Dabei konnte er sowohl die EBM-Wertung als auch die Tageswertung, wo nur der schnellste Lauf in die Wertung kam für sich entscheiden. In der Berg Europameisterschaft ging der zweite Platz an seinen italienischen Landsmann Christian Merli, der mit seinem weiter verbesserten Osella FA30 RPE Evo noch ein paar Probleme zu meistern hatte, jedoch trotzdem volle Punkte für die Berg-EM Endwertung mit dem Sieg in der Gruppe D, E2-SS einfahren konnte. Das Podium komplettierte der junge Italiener Paride Macario mit einem weiteren Osella FA30 Zytek (Foto oben), der sich bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft hervorragend in Szene setzen konnte und dabei eine fantastische Leistung ablieferte, was auch mit dem zweiten Rang in der Gruppe D, E2-SS belohnt wurde. Dahinter folgte der Franzose David Guillaumard mit einem 2l Dallara F307 Mercedes, der sich bei schwierigen Bedingungen beeindruckend in Szene setzen konnte und großartige Zeiten ablieferte, womit er sich auch gegen seinen französischen Landsmann Billy Ritchen im neuen Dallara Mercedes F311 durchsetzen konnte und diesen auf den sechsten Gesamtrang im Zuge der Berg-EM Wertung verdrängen konnte. Die Top 6 komplettierte der junge Italiener Andrea Bormolini, der mit seinem Osella PA 21 mit 2l Honda Motor ebenfalls fabelhafte Zeiten ablieferte und zudem die Gruppe CN für sich entscheiden konnte. Der Blick in die Gruppe E2-SH der Berg-EM Kategorie 2 brachte in Frankreich eine kleine Überraschung. Der bislang fast nur in Italien aktive Fulvio Giuliani konnte mit einer beeindruckenden Performance, bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft für Furore sorgen, was schlussendlich mit dem Klassensieg in der Gruppe E2-SH mit dem brachialen Lancia Delta Evo (Foto) belohnt wurde. Auf dem zweiten Platz folgte der Tscheche Vladimir Vitver mit seinem einmalig klingenden Audi WTTR-DTM mit einer ebenfalls starken […]

1 7 8 9