Regentropfen verhindern Streckenrekord in Homburg

15. Juli 2019

Die Überraschung des Wochenendes, beim 46. Homburger ADAC Bergrennen auf der Käshofer Straße, war nicht die Tatsache dass sich Alexander Hin (Elzach)den Gesamtsieg erstmals in der Saarpfalz holte, sondern die Art und Weise wie er dies bewerkstelligte. Schon mit seine Trainingsbestzeit von 1:07, 818 min, deutlich vor dem Rest des 150 Fahrer starten Feldes, meldete der Schwarzwälder seine Ansprüche auf diesen Wertungslauf der Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft deutlich an. Als „Spielverderber“ brachte sich am Sonntagmorgen ein Regenschauer in das Geschehen ein. Die Bedingungen auf der so schon sehr anspruchsvollen Bergstraße hinauf nach Käshofen verschlechterten sich. Die gefahrenen Zeiten und Erfahrungen aus den Trainingsläufen waren Makulatur und man war im Schnitt zwischen 15 und 20 Sekunden länger unterwegs. Nach und nach trockneten die 2,6 kurvenreichen Kilometer ab und die Bestzeiten purzelten wieder. Am Anfang noch unter Druck von Thomas Conrad (Dettenhausen) im CRS MTK Renault und Christian Triebstein (Dörnberg) im Dallara F302 Formel 3 vermochte sich Alexander Hin in seinem feuerroten „Spielmobil“ à la Osella PA 30 Zytek deutlicher zu steigern als seine ärgsten Gegner. Im abschließenden dritten Lauf, der wie im Vorjahr bereits kurz vor 16 Uhr 30 beendet war, waren die Bedingungen wieder fast optimal und Hin fuhr mit seinem über 500 PS starken Boliden aus Italien allen davon. Dabei verfehlte der Zimmerermeister den bestehenden Streckenrekord des Luxemburger David  Hauser (Dallara GP2), der vor drei Jahren in 1:05,404 das Ziel sah, nur um hauchdünne 3/10 Sekunden. „Ein zweiter Lauf trockener  Lauf, mit top Konditionen hat mir gefehlt, dann wäre die Rekordmarke sicher gefallen“, blicke Hin auf den Tagesverlauf zurück. „Aber ich weiß jetzt was das Auto zu leisten im Stande ist“. Wie im Vorjahr sicherte sich Thomas Conrad Rang zwei. Rund 1,5 Sekunden dahinter, besetzte Christian Triebstein den dritten Platz. In den Klassen und Gruppen der Tourenwagen, die erneut die Masse des Teilnehmerfeldes am Karlsberg stellten, lockte der morgendliche Regenschauer einige passionierte „Regenspezialisten“ auf den Plan. Der Luxemburger Bergmeister Canio Marchione fuhr im ersten Lauf absolute Bestzeit und rangierte, im Ziel angekommen, auf Rang vier der Gesamtwertung vor etlichen reinrassigen Rennsportfahrzeugen. Der Italo-Luxemburger im BMW 320 STW ließ auch später nichts anbrennen und wurde Tourenwagen-Gesamtsieger. Vier der schnelleren Rennsportwagen konnte er zwar nicht halten, aber Rang 8 in der Tageswertung, vor Publikumsliebling Holger Hovemann (Bödigheim) im Opel Kadett  GT/R V8 belegen. In der E1-Klasse bis 2000 ccm des KW Berg-Cup spielten sich unterdessen Dramen ab. Patrick Orth (Bergweiler) witterte […]

Berguerand lässt’s auch in Massongex krachen

9. Juli 2019

Eric Berguerand bleibt in der Schweizer Bergmeisterschaft ungeschlagen. Auch bei seinem Heimspiel in Massongex war der Walliser eine Klasse für sich. Mangelnden Einsatz kann man Marcel Steiner, dem amtierenden Schweizer Bergmeister in der Kategorie Rennwagen, nicht vorwerfen. Der Berner unternimmt alles, um Herausforderer Eric Berguerand am Siegen zu hindern. Doch Steiner ist zurzeit machtlos gegen den Mann aus Charrat und seinen Lola FA99. «Ich habe alles versucht – leider erfolglos», sagt Steiner. «Grundsätzlich bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Aber es reicht im Augenblick einfach nicht, um Eric zu bezwingen.» Schon im Training hatte Berguerand mit einer Zeit von 1:47,4 min aufhorchen lassen. Doch das war noch nicht alles. Am Renntag packte der fünfmalige Schweizer Meister den Hammer aus. In den ersten beiden Läufen stanzte Berguerand jeweils eine 1:45er-Zeit in den Asphalt. Weil bei Steiner die Uhr bei 1:47,7 respektive 1:47,6 min stehengeblieben war, war die Entscheidung schon vor dem dritten Durchgang zugunsten des Lokalmatadors gefallen. Doch Berguerand hatte noch nicht genug. Im letzten Heat verbesserte er seine bisherige Bestzeit um 1,5 Sekunden und liess sich mit 1:43,714 min den dritten Streckenrekord in diesem Jahr respektive den fünften in Folge notieren, wenn man die beiden Rennen am Gurnigel und in Les Paccots von 2018 dazunimmt. Berguerand, der auf seiner Rekordfahrt sieben Zehntelsekunden schneller war als Steiner 2012, liess sich im Ziel feiern, blieb aber mit seiner Analyse gewohnt sachlich. «Es läuft von Rennen zu Rennen immer besser. Die neuen Aeroteile, die ich im Winter ans Auto geschraubt habe, funktionieren. Und wie es scheint habe ich die technischen Probleme aus dem Vorjahr im Griff.» Berguerand gilt unter diesen Voraussetzungen auch für den weiteren Verlauf der Saison als haushoher Favorit. In Anzère beim nächsten Rennen (27./28. Juli) könnte ihm neben Steiner allerdings auch sein Walliser Kollege Joël Volluz gefährlich werden. Der greift mit seinem Osella FA30 auf seiner Heimstrecke erstmals ins Geschehen ein, fühlt sich nach international gefahrenen Bergrennen aber bestens vorbereitet. Hinter Berguerand und Steiner sicherte sich Robin Faustini in Massongex den dritten Gesamtrang. Der 21-Jährige aus Suhr im Kanton Aargau fuhr bei seinem ersten Start auf der 3150 Meter langen Strecke eine persönliche Bestzeit von 1:52,666 min. Allerdings sparte sich der Fahrer des Reynard Formel Nippon neue Reifen für das nächste Rennen in Anzère auf. Nur 1,5 Sekunden hinter Faustini kam Christian Balmer auf seinem Tatuus FM als Vierter ins Ziel. Nicht am Start war Vorjahressieger Marcel Maurer. Der Berner […]

Hitzeschlacht am Iberg schweißt Rahn-Team weiter zusammen

6. Juli 2019

Nach dem eisigen Berg-Saisonstart beim Eschdorfer Hillrace Anfang Mai, ist die Deutsche Bergmeisterschaft beim ADAC Ibergrennen in Heilbad Heiligenstadt, einstweilen auf dem Siedepunkt angelangt. Die am Renntag erreichte Temperatur von knapp 39 Grad stellte besondere Anforderungen an alle, die an diesem letzten Juni-Wochenende dem Bergrennsport in Thüringen frönten. Am angenehmsten hatten es da noch die Zuschauer, die sich entlang der bewaldeten 2,050 km langen Strecke, ein schattiges Plätzchen suchen konnten. Für die Akteure in ihren Rennfahrzeugen, samt den Teammitgliedern, hieß es schwitzen und nochmal schwitzen im Fahrerlager in der Innenstadt des kleinen Kur-Städtchens und am Vorstart. Patrick Rahn und seinem Team erhielten vom Veranstalter ihren Platz direkt an der Kreuzung mitten im Paddock.  Der noch von den Hitzegraden her erträgliche Trainingstag verlief für Patrick sehr zufriedenstellend. Erneut hatte der Lipper eine für ihn unbekannte Streckenführung vor der Brust, schoss sich aber sehr schnell ein. Am Renntag hieß die Losung, gleich im ersten Lauf die noch einigermaßen kühlen Bedingungen in der Früh zu nutzen, was Patrick auch mit der sechst schnellsten Zeit des über 120 Fahrer starken Feldes gelang. Was danach abzusehen war, trat ein. „Mit den steigenden Temperaturen war eine weitere zeitliche Steigerung nicht möglich“, kommentierte Patrick Rahn. „Das Steuergerät des Opel-Spiess Motors reduziert bei derart hohen Temperaturen die Zündung, was zu Leistungsverlusten führt. So waren in den Läufen zwei und drei keine Zeitverbesserung mehr möglich. Ein weiterer Punkt sind die Reifen, die nicht das gewohnte Grippniveau halten. Mit diesen Begleiterscheinungen hatte aber auch meine Mitstreiter zu kämpfen“. Am Ende bleib es bei einem hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung und Rang vier in der Klasse der Formel-Rennwagen bis 2000 ccm Hubraum. Im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge rangiert das Team Rahn F3 auf dem sechsten Platz in der Zwischenwertung. A apropos Team – Der Pilot des Dallara F306 möchte sich bei seiner Helfermannschaft diesmal besonders für die hervorragende Betreuung, gerade unter den erschwerten Bedingungen bedanken. Nach der bereits angesprochenen familiären Pause, soll es erst Anfang August für Patrick in die nächste Runde gehen. Das Osnabrücker Bergrennen lockt und auch am Teutoburger Wald wird es sicherlich wieder heiß hergehen.

Wieder Rekord und Tagessieg für Berguerand

1. Juli 2019

Eric Berguerand ist nicht zu bremsen. Auch beim zweiten Lauf zur Schweizer Berg-Meisterschaft in Reitnau war der Walliser auf seinem Lola FA99 eine Klasse für sich. Der amtierende Schweizer Marcel Steiner hat schon vor der Saison gewarnt: «Wenn Berguerand seinen Lola FA99 technisch im Griff hat, ist er schwer zu schlagen.» Steiner hat bisher Recht behalten. Auch beim zweiten Aufeinandertreffen am Berg im aargauischen Reitnau ist der Walliser klar der Schnellere. Damit liegt Berguerand nach zwei von acht Bewerben mit dem Punktemaximum von 54 Zählern bereits 14 Punkte vor Steiner. Berguerand hatte in Reitnau schon im ersten Training den Tarif durchgegeben. Den Streckenrekord von Steiner aus dem Vorjahr (47,86 sec) verpasste der 40-Jährige aus Charrat bei Martigny nur um knapp vier Zehntelsekunden. Doch es war nur eine Frage der Zeit, ehe Berguerand die Bestmarke knacken würde. Schon im Wertungslauf war es dann soweit: Berguerand absolvierte die 1605 Meter kurze Strecke in 47,35 sec. Bei Steiner indes blieb die Uhr erst bei 48,98 stehen. Weil die Addition der beiden Wertungsläufe über den Tagessieg entscheidet, lag Steiner also schon vor dem zweiten Lauf deutlich zurück. Diesen absolvierte er dann in 48,51 sec. Doch das reichte bei Weitem nicht. Eric Berguerand pulverisierte den Rekord abermals und liess sich im zweiten Heat eine Zeit von 47,22 sec notieren. Damit lag der Mann mit der Startnummer 45 in der Addition fast drei Sekunden vor Steiner. «Ich bin sehr zufrieden, wie es momentan läuft», sagt Berguerand. «All die Arbeit, die ich ins Auto investiert habe, scheint sich auszuzahlen. Ich hoffe, dass es am kommenden Wochenende in Massongex, beim dritten Lauf, ähnlich gut läuft.» Steiner gab zu, dass er auf seinem LobArt LA01 in Reitnau kein Mittel gegen Berguerand gefunden hatte. «Der erste Lauf war nicht perfekt. Im zweiten dachte ich, ich sei vom Gefühl her schneller. Aber es kommen noch andere Rennen. Und ich habe Eric im letzten Jahr auch geschlagen. Also einfach weiter konzentriert arbeiten und Gas geben.» Genau das muss Steiner auch. Denn von hinten droht die Konkurrenz näher zu kommen. Thomas Amweg, der in beim Auftakt in Hemberg bereits den dritten Platz für sich beanspruchte, war auch in Reitnau «Best oft he Rest». Und der Abstand zu Steiner ist geschmolzen. Auf der 153 Meter längeren Piste in St.Gallen verlor Amweg mit seinem Lola B99/50 auf Steiner noch 5,5 Sekunden. In Reitnau waren es nur noch 2,2 Sekunden. Dazu Amwegs Kommentar: «Ich bin ganz […]

Hin überzeugt am Iberg in seiner neuen Italo-Granate

1. Juli 2019

Das 24. Ibergrennen von Heilbad Heiligenstadt war für Alexander Hin ein Quantensprung. Erstmals saß der Schwarzwälder „Häuslebauer“ unter Wettbewerbsbedingungen im idealen Osella PA 30 Zytek V8 und dominierte gleich den fünften Lauf der diesjährigen Deutschen Bergmeisterschaft in Thüringen. Bereits im zweiten Probelauf unterbot der zuletzt noch glücklose Routinier den Streckenrekord (53, 124 sek.) von Patrick Zajelsnik aus dem Jahr 2014. Mit 53,079 Sekunden ging die Trainingsbestzeit aller 120 gestarteten Fahrer (plus 17 GLP-Teilnehmer) klar an Hin. Zur Erinnerung, Zajelsnik war ein Jahr später zwar noch schneller auf dem Holzweg unterwegs, wurde aber damals von den Sportkommissaren nach einer Spritprobe aus der Wertung genommen. Zu den Rennläufen am Sonntag prognostizierte der Wetterdienst bis zu 39 Grad. Die Rennleitung , die am Samstag den Teilnehmern noch vier Durchgänge auf der 2,050 km langen Strecke ermöglichte, ließ es mit drei Rennläufen gut sein, um alle Beteiligten nicht länger als nötig der großen Hitze auszusetzen. Kurz nach 16 Uhr war dann bereits Schluss mit der „Hitzeschlacht“ am Iberg – das war auch gut so! Doch zuvor ließ es Alexander Hin noch einmal krachen und nutze die etwas kühleren Grade am Morgen zur seiner neuen Rekordfahrt in 52,080 Sekunden. Danach waren seine Zeiten nur etwas langsamer und der erste Gesamtsieg der Saison nur noch Formsache. Am Ende fast 10 Sekunden dahinter langen Peter Behnke (Tatuus Master) und Georg Lang (MSW-HS F3) im Klinsch. Wobei Lang Junior um gut eine Sekunde schneller fuhr als im Vorjahr,  zwar Behnke im letzten Lauf einen Schnitzer hatte, aber dennoch auf Rang zwei landete. Christian Triebstein (Dallara F3) auf Rang vier, war nach den Erfolgen der letzten Rennen, nicht ganz glücklich. Er konnte seine Zeiten aus dem Vorjahr, im Gegensatz zu Georg Lang, kaum steigern und hatte das Nachsehen (4.). Dahinter fand sich Thomas Conrad (CRS Renault), als Klassensieger der 2-Liter Sportwagen wieder. „Berg-Neuling“ Patrick Rahn konnte mit seinem ex-Waldy-Dallara Formel 3 als Sechster, erneut erstaunlich gut mithalten. Vernünftig und gefasst präsentierte sich Bernd Simon bei seinem Comeback  nach elf Jahren im potenten, an die 500 PS starken Reynard 97D Judd Formel 3000. Der Dillenburger, der in den 2000er Jahren im Osella PA 20 BMW CN zum Inventar der Berg DM zählte, zeigte sich mit seinen Zeiten deutlich unter der Minutengrenze zufrieden, reklamierte für sich aber eine weitere „Einarbeitungszeit“ ein. In einer anderen Art auf einem guten Stand, befindet sich aktuell Holger Hovemann mit seinem „Berg-Monster“ á la Opel Kadett […]

Wetterkapriolen forderten Patrick Rahn und sein Team beim Glasbachrennen

24. Juni 2019

Für Berg-Neueinsteiger Patrick Rahn stand am mittleren Juni-Wochenenden der erst zweite Einsatz mit dem neu erworbenen Dallara F306 Formel 3 auf dem Plan. Der Mann aus der Region Lippe hatte beim 24. Internationalen ADAC Glasbachrennen genannt, dem einzigen Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschem Boden. Zugleich wurde das Rennen am Rennsteig in Thüringen zur Deutschen Bergmeisterschaft gewertet. Die 5,5 km lange Bergpiste bei Bad Liebenstein, ist sehr anspruchsvoll und auf Grund der Länge und des Höhenunterschieds eine Herausforderung für jeden Rennfahrer, besonders aber für Neulinge an diesem „längsten Berg“ Deutschlands. In den drei Trainingsläufen am Samstag und dem Warm-Up am Sonntag in der Früh, herrschten sommerliche und trockene Bedingungen. Patrick schaffte es sich von Lauf zu Lauf im Kurvenlabyrinth der Glasbachstraße, die sich die ersten zwei Kilometer oberhalb des Örtchens Steinbach entlang schlängelt, besser und besser zu Recht zu finden. Doch pünktlich zu den beiden entscheidenden Rennläufen zur sonntäglichen Mittagszeit, drehte das Wetter und kurze Schauer überquerten mehrfach das Renngelände. So wurde die Reifenwahl zum Lotteriespiel, da zwischendurch der Asphalt immer wieder am Abtrocknen war. Im Gegensatz zur einigen Tourenwagenklassen hatten die Starter in den Klassen und Gruppen der Rennsportfahrzeuge zwei Mal das Los „feuchte Strecke“ gezogen, was es für unseren Formel 3-Newcomer besonders schwer machte. Die im Training gesammelten Eindrücke waren somit dahin und die Fahrzeiten purzelten nicht mehr, sondern wuchsen an. Zudem summieren sich die Abstände auf einer so langen Strecke deutlich heraus. Die Chancen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung „schwammen“ für Patrick Rahn mit dem Regenwasser förmlich davon. Am Ende stand ein 52. Platz in der Gesamtwertung von knapp 140 Teilnehmern zu Buche. In der Klasse E2-SS bis 2000 ccm der Formel-Rennwagen belegte er Platz vier, hinter seinen Konkurrenten, die die Strecke und ihre Tücken bereits aus den Vorjahren kannten. Am letzten Wochenende in Juni folgt für das Team von und mit Patrick Rahn das nächste Neuland, mit dem ADAC Ibergrennen in Heiligenstadt, dann auf dem nur rund zwei Kilometer kurzen, sogenannten Holzweg. Zuvor wird das Team ihr „Schmuckstück“ auf einer lokalen Ausstellung zeigen den zahlreichen Besuchern und im Lokalradio dabei Rede und Antwort stehen. Da Patrick und seine Frau bald Nachwuchs erwarten, ist für den Hochsommer eine „Babypause“ ohne Renneinsätze eine Selbstverständlichkeit für den werdenden Vater. Frühestens Anfang August zur seinem Heimspiel beim Osnabrücker Bergrennen möchte sich Patrick wieder hinter das Lenkrad seines weiß-grünen Renners klemmen.

Glasbacher Gruppen und Klassen-Highlights

20. Juni 2019

Bei wechselndem Wetter zeigten die internationalen Rennfahrer des 24. Internationalen Glasbachrennens am Wochenende ihr Können. 139 Fahrer starteten am Samstag zum 24. Internationalen Glasbachrennen 2019 bei sonnigem Wetter in die Trainingsfahrten. Bereits in diesen Läufen schien es spannend zu werden, hatten doch Jörg Weidinger im Tribute-Plasa BMW E36 Judd V8 und Porsche-Profi Timo Bernhard im Porsche GT3-R den Streckenrekord für Tourenwagen inoffiziell gebrochen. Wieder einmal konnte die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. ihre organisatorische Leistungsfähigkeit für diesen internationalen Lauf unter Beweis stellen. Viel Lob gab es von den Fahrern, Zuschauern und auch den FIA-Kommissionsmitgliedern für eine rundum gelungene Veranstaltung. Beginnen wir mit einem Blick in die Gruppe N/CTC bis 1400 ccm. Hier verzeichnete der Klassensieger von Wolsfeld Boris Schmidt bereits im Training einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung seines Citroen AX GTi, der vor Ort nicht in den Griff zu bekommen war. Markenkollege Rüdiger Zahn, vergriff sich wohl bei er Reifenwahl, siegte jedoch dennoch vor seinem Neffen Daniel Zahn und Publikumsliebling Holger Stracke im Wartburg 312/1. Die Gruppe F bot zwei gut gefüllte Klassen, die bis 1600 ccm und natürlich die bis zwei Liter. In ersterer machte Markus Fink im Citroen C2 VTS das Rennen vor seinem fränkischen Fahrerkollege Florian Hildner im ex-DTC Procar Ford Fiesta. Eine Etage höher bremsten die wechselhaften Bedingungen den Homburger Kai Neu ein, der Ford Focus-Pilot gewann dennoch, aber nur um 1/10 Sekunde vor Kevin Veit im Wiebe-Megane Leihwagen und 3/10 Sekunden vor Markus Goldbach in einem weiteren Wiebe-Megane. Die schnellste Dame am Berg kam mit Sophia Faulhaber im Honda Civic Type R, ebenfalls aus dieser Klasse. Der Gruppensieg ging an Lars Bröker im Mitsubishi Lancer. Kommen wir in den Bereich des KW Berg-Cup. Die NSU-Meute führte am Ende Jörg Davidovic an, vor Uwe Schindler und Thomas Krystofiak. Mit 16V-Schneider-Power hatte Dominik Schlott im VW  Polo (Foto oben) diesmal leichtes Spiel gegen die 8V´ler Jürgen Hessberger und Tobias Stegmann in der E1-1150 ccm. Eine Stufe höher gibt weiter Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco den Ton an. Der aktuell auf Rang zwei der Deutschen Bergmeisterschaft rangierende Allgäuer, dominierte über Franz Weissdorn im VW Polo und dem 8V-Besten Nils Abb. Bis 1600 ccm war der Klassensieg diesmal Nebensache für Stefan Faulhaber im Opel Kadett C 16V. Der Badener hatte doppeltes Wetterglück und landete mit Fortüne sogar auf dem dritten Platz der Gesamtwertung. Ohne Wenn und Aber gelang Thomas Strasser in der E1-Klasse bis 2000 ccm der Sieg, vor […]

Ein neues Kapitel im virtuellen Bergrennsport beginnt

17. Juni 2019

virtual racing e.V. ist aktuell die Größte deutschsprachige Gemeinschaft von Simracingbegeisterten. In vier Simulationen werden in rund 20 Liegen regelmäßig Rennen organisiert, an denen in Summe rund 500 Fahrer teilnehmen. Ab diesem Sommer beginnen die Aktivitäten im virtuellen Bergrennsport, um auch dieser traditionsreichen motorsportlichen Disziplin ein adäquates virtuelles Abbild zu geben. Dazu bieten virtual racing e.V. aktuell Zeitfahrevents an. Das Glasbachrennen machte dabei den Anfang der neuen Zeitfahrmeisterschaft. In der vergangenen Woche vor dem realen Event, konnte jeder versuchen in einem von sechs Bergmonstern eine bestmögliche Zeit zu setzen. Über 50 Fahrer haben sich der Herausgorderung gestellt und an der Spitze entwickelte sich schnell ein Dreikampf, bei dem sich die Fahrer immer wieder gegenseitig unterboten. Am Ende konnte sich in einem deutsch-schweizerischen Duell Florian aus Thüringen mit 0,2 Sekunden durchsetzen und durfte sich über zwei Freikarten und ein Fanpaket vom Glasbachrennen freuen. So konnte er dann zwei Tage Bergrennsport erleben und sah mit dem Tribute-Plasa-BMW E36 Judd das Fahrzeug Live, mit dem er virtuell gefahren ist. Ein großes Danbkeschön richtete virtual racing e.V. anschließend an die RSG Altensteiner Oberland, die Oragnisatoren des Glasbachrennens, für die Bereitstellung des Preises für den Sieger. Das virtuale Event soll jedoch nicht etwas einmaliges gewesen sein, sondern ist der Beginn einer Meisterschaft, die in den folgenden Wochen und Monaten die realen Rennen von Berg DM, KW Berg-Cup und der Berg EM begleiten, sodass es immer in der Woche vor den „echten“ Verantaltungen ein Zeifahren im Internet geben wird. Folgende Termine stehen dieses Jahr an: 07.06.2019          Glasbachrennen 28.06.2019          Trento Bondone 05.07.2019          Homburger Bergrennen 19.07.2019          Hauenstein Bergrennen 26.07.2019          Osnabrücker Bergrennen 02.08.2019          Le Mont Dore 09.08.2019          St. Ursanne 16.08.2019          Bergrennen Oberhallau 30.08.2019          Bergrennen Eichenbühl 05.09.2019          Buzetski dani 27.09.2019          Bergrennen Mickhausen 11.10.2019           Arona-La Escalona Bei den Events stehen virtual racing e.V. im Kontakt mit den realen Veranstaltern, um diesen die Möglichkeit zu bieten ihre aktuellen Sponsoren und Partner auch auf der virtuellen Strecke zu platzieren, sodass für sie eine weitere Präsentationsmöglichkeit entsteht und es noch realer abgebildet werden kann. Teilnehmen kann jeder, der einen passenden Computer und die Simulation Assetto Corsa besitzt. Zusätzlich empfiehlt sich ein Lenkrad um präzise genug fahren zu können. Bei Fragen können sich Interessierte im Forum vom virtuel racing e.V. melden. Informationen zur Meisterschaft: https://forum.virtualracing.org/showthread.php/115147-VR-BC-Zeitfahrmeisterschaft-Ank%C3%BCndigung „Uns ist aber bewusst, dass ein Zeitfahren mit unendlich vielen Versuchen nicht so ganz zum Bergrennsport […]

Wetterkrimi am Glasbach – Favorit Lampert siegt dennoch

17. Juni 2019

Manchmal ist das Leben ungerecht. Das 24. Internationale Glasbachrennen, einziger Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschen Boden, litt diesmal pünktlich zu den beiden Rennläufen unter den Wetterkapriolen, wie schon lange kein Bergrennen hierzulande mehr. Kurze Schauer zogen mehrfach über das Renngelände am Fuße des Rennsteigs. Die Reifenwahl wurde zum Lotteriespiel, zumal die Verhältnisse auf der 5,5 km langen Glasbachstraße aus dem Fahrerlager heraus, schlecht einzuschätzen waren. Die WhatsApp-Drähte glühten, und man war über jeden noch so kleinen Hinweis von der Strecke dankbar. Nach einem vierten Trainingslauf am Sonntagmorgen, der sich durch einen Zwischenfall im Rahmenprogramm verzögerte, stieg man kurz nach der Mittagsstunde in die für die EM-Wertung geforderten zwei Rennenläufe, zur Erzielung der Mindestdistanz von 10 Renn-Kilometern, ein. Die meist gestellte Frage am Wochenende betraf das Fernbleiben der italienischen Superstars der Bergszene, Simone Faggiloli und Christian Merli. Dies ist dem Wertungsmodus der Berg EM geschuldet, der pro Saisonhälfte (2x sechs Rennen) ein Streichresultat vorsieht. Da beide EM-Favoriten, in ihre Gruppen (E2-SC und  E2-SS) in den ersten fünf Veranstaltungen jeweils bereits die Maximalpunktzahl erreicht hatten, zogen es beide Piloten vor sich an diesem Wochenende in der Italienischen Meisterschaft zu duellieren. Der Spannung tat dies aber eher gut, denn so war der Kreis der Favoriten auf den Gesamtsieg auf einmal erheblich größer als sonst. Doch der Regengott sollte das Drehbuch noch einige Male umschreiben. Gleich zwei Mal Wetter-Glück hatten nur wenige. Diese Piloten kamen aus Teilen der Tourenwagenklassen E1-1400 und 1600 ccm. Dies machte erst eine etwas längere Unterbrechung durch den Motorschaden am Opel Kadett C 16V von Edi Bodenmüller im ersten Lauf und ein Wolkenbruch in Lauf zwei möglich. Die Top-Rennsportpiloten fanden eine langsam abtrocknende Piste vor, sodass sich nach dem ersten Durchgang der amtierende KW Berg-Cup Gesamtsieger Thomas „Tom“ Strasser (VW Scirocco 16V) von seinem österreichischen Landsmann Christoph Lampert  im Osella FA 30 Zytek (Foto oben) und der Luxemburger Guy Demuth (Norma M20F Judd), eingerahmt sah. Diego Degasperi in einem Osella des Faggioli-Teams folgte auf Rang vier, vor den glücklichen Berg-Cup´lern Stefan Faulhaber, Hansi Eller und Roland Christall. Der zweite Lauf brachte dann einen mächtigen Regenguss, sodass sich wenigsten die Frage der Reifenwahl nicht mehr stellte. Um Regenreifen kam nun niemand mehr herum. Bis zur E1-Klasse bis 1600 ccm hatte es aber gehalten, sodass vor dem Start der großen Tourenwagen, GT3 und den Rennsportfahrzeuge der Name Stefan Faulhaber im Opel Kadett C mit Minichberger-Triebwerk (Foto Mitte) ganz oben auf den Zwischenresultaten […]

Eine Wolsfelder Klassen und Gruppen-Bilanz

12. Juni 2019

Kommen wir zu den Highlights in den einzelnen Klassen und Gruppen beim 57. Wolsfelder ADAC Bergrennen, dass aktuell das älteste noch gefahrene Bergrennen Deutschlands ist. Die zusammengelegte Gruppe G gewann Harald Ludwig im Audi R8 doch weniger deutlich aus erwartet vor Frank Bamberg im BMW 130i. Im „Citroen AX GTI-Pokal“ der Gruppe N bis 1400 ccm setzte sich Boris Schmidt überraschend deutlich gegen Rüdiger Zahn durch. Die blau-weiß-rote Truppe plant an allen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft an den Start zu gehen. Ein Dauersieger in dieser Klasse hat also in der Bergmeisterschaft gute Aussichten auf eine vordere Platzierung am Jahresende. In der Gruppe F bis 1400 ccm kehre Slalom-Spezialist Jürgen Plumm nach zweijähriger Abstinenz wieder an den Wolsfelder Berg zurück und dominierte wie in früheren Zeiten gleich wieder im quirligen Daihatsu Charade 4×4, fast 9 Sekunden vor Robert Maslonka im Polo. In der F-1600 machten zwei Saarländer den Sieg unter sich aus. Lukas Bodtländer im Citroen C2 (Foto Mitte) setzte sich gegen Giosi Galati durch. Der Deutsch-Italiener war erstmals nach seinem Überschlag in Homburg vor zwei Jahren, im neu aufgebauten Citroen Saxo wieder am Berg unterwegs und freut sich schon auf sein Heimrennen in Homburg. Etwas geboten wurde den vielen Zuschauern in der Bit-Kurve auch von den Akteuren der Klasse bis 2000 ccm. Auf die im letzten Training ausgelobten Zusatzpunkte in der Berg DM musste Kai Neu verzichten. Der Ford Focus ST rollte nach der Bit-Kurve aus und ließ sich nicht mehr starten. Nach einer mühevollen Suche entdeckte man ein beschädigtes Kabel, das schnell repariert war. Am Renn-Pfingstmontag lief dann alles nach Plan und der Mann vom Homburger Automobilclub (HAC) konnte seine Stärken wie gewohnt ausspielen. Markus Goldbach mit dem Wiebe Renault Megane hatte erneut das Nachsehen, doch sein zweiter Platz war am Ende gut gefestigt. Danach folgten mit Abstand zwei weitere HAC´ler mit Martin Kraus (VW Polo G60), der immer besser in Form kommt und Gino Kruhs, dem im zweiten Trainingslauf am rallyeerprobten Citroen DS3 R3T eine Felge brach. Gottlob in der langsamen Bit-Kehre. In der F/A über 2000 ccm verpasste der Luxemburger Marc Zenners den Klassensieg durch einen verunglückten Startvorgang im Subaru Imprezza. Roland Herget (Mitsubishi) sagte Danke, und gewann. Nicolas Uenzen (BMW E36) und Albert Vogt (Subaru) zogen ebenfalls noch an Zenners vorbei. Nicht viel zu sagen gibt es über die NSU-Fraktion aus dem KW Berg-Cup. Mehr als deutlich siegte Steffen Hofmann, fast 10 Sekunden in drei Läufen […]

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