Familien-Tag beim Wolsfelder Bergrennen

6. Juni 2017

Lang, lang ist´s her, dass ein Vater-Sohn-Gespann gemeinsam auf dem Gesamtsiegerpodium eines Berg-DM Laufes stand. In den letzten 30 Jahren war dies jedenfalls nicht der Fall. Die Schweinfurter Familie Lang, schrieb somit beim 55. Wolsfelder ADAC Bergrennen des Pfingstwochenendes 2017 Geschichte. Doch der Reihe nach. Bereits im, oder besser gesagt nach dem ersten Trainingslauf, der in Wolsfeld traditionell am Pfingstsonntag stattfindet, schrumpfte der Kreis der Sieganwärter, nachdem der Osella PA 2000 Honda des Vorarlbergers Christoph Lampert schlagartig in Flammen stand. So geschehen nach der Zieldurchfahrt. Nach seinem 10. Gesamtplatz beim EM-Lauf am Rechberg, zudem als bester Österreicher, hatte sich Lampert bei seinem zweiten Start mit dem neu angeschafften Rennsportwagen einiges vorgenommen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme im Fahrerlager wurde ein Schaden von 15-20.000 € geschätzt. Karosserie, Verkabelung und der Unterboden hatte einiges abbekommen. Die in Reitnau und St. Anton geplanten Rennteilnahmen fallen erst einmal flach für den akribischen Österreicher. Aber auch der Dauergast in Wolsfeld, der Schweizer Bruno Ianniello, muss sich langsam aber sicher aus seinem „Wohnzimmer“ verdrängen lassen. Der legendäre Lancia Delta S4 von „Raketen Bruno“ lief am Renntag nicht rund und man musste schon die zweite Seite des Rennergebnis aufschlagen um den Namen Ianniello zu finden. Neben Uwe Lang und Frank Debruyne konnten Thomas Conrad und Ralf Kroll in den Trainingsläufen ihre Einstufung in den Favoritenkreis bestätigen. Georg Lang hielt sich im Formel Tatuus Renault vornehm auf Rang 9 zurück und wiegte die Konkurrenz derweil in Sicherheit. Nachdem die Nacht zum Renntag von Regenschauern verschont blieb, konnten die drei Rennläufe am Pfingstmontag bei optimalen Bedingungen beginnen. Mit 1:02,39 min setzte Uwe Lang im bewerten Osella PA 20 BMW Evo gleich die Bestzeit des ganzen Wochenendes und legte den Grundstein zu seinem dritten Wolsfeld-Gesamtsieg nach 2010 und 2011. Frank Debruyne im Dallara Formel 3, unter Bewerbung des pfälzischen CR Racing Teams, musste im zweiten Durchgang schon einem Rückstand von mehr als einer Sekunde auf Lang Senior nachlaufen und konnte mit persönlicher Bestzeit den Abstand nahezu halten. Doch im letzten Lauf, wo Debruyne nach einem Ausrutscher des mittlerweile 79-jährigen Luxemburger Formel 3-Legende Leon Linden mit rot gestoppt wurde und eine Startwiederholung erhielt, zog Uwe Lang weiter davon und schnappte sich das goldene Bit-Fässchen für den Tagessieg mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Debruyne. Die eigentliche Überraschung des Tages war der junge Georg Lang, Sohn des Siegers. Lang Junior verblüffte seine Gegnerschaft am Montagmorgen mit einem Zeitensprung von weit über zwei Sekunden zu […]

Eschdorfer Königssprint bei wechselnden Bedingungen

10. Mai 2017

Das luxemburgische Eschdorf war der zweite Auftrittsort des KW Berg-Cups in seiner 30. Saison. 149 Teilnehmer aus 7 Nationen nahmen am Samstag das Training auf, 141 davon starteten sonntags zum Rennen. An beiden Tagen zeigte sich das Wetter wechselhaft. Zum leicht verspäteten Beginn der Übungsauffahrten war es trocken und kühl, trotz Sonne lag die Temperatur anfangs bei nur 9° Celsius. Zwei Läufe lang waren Slicks angesagt, unmittelbar vor dem dritten und letzten Probe-Heat setzte Regen ein. Leicht zunächst, später an Intensität zunehmend. Es wurde Zeit zum Reifenwechsel eingeräumt, gegen 18:25 Uhr war das Trainingsgeschehen beendet. Es lieferte – fein säuberlich voneinander getrennt – Trocken- und Nasszeiten. Zum Rennstart dienten die Letztgenannten als Referenz, denn die Niederschläge hatten über Nacht angehalten. Das schloss bei ähnlichen Temperaturen wie am Vortag jeglichen Reifenpoker aus, profiliert war erste Wahl. Für den zweiten Run änderte sich die Situation. Denn schon bald hörte der Regen auf, die Strecke begann Stück für Stück aufzutrocknen, besonders im oberen Teil. Dennoch blieb es bei nur zwei Rennläufen. Diesen Beschluss traf die Rennleitung zu einem sehr frühen Zeitpunkt, konnte diesen später – als der Ablauf flüssiger wurde – auch nicht mehr rückgängig machen. Da in Eschdorf nur die schnellste Einzelzeit Grundlage der Wertung war, fielen alle Entscheidungen im zweiten und finalen Heat. Für die KW Berg-Cup’ler ist dieser um 15:31 Uhr beendet. Wer bis dahin am erfolgreichsten operierte, das wollen wir uns nun genau ansehen. Der NSU-Bergpokal fehlt 2017 in Luxemburg. Als nationale Rennserie darf er nur ein einziges Auslandsrennen in seinem Terminkalender haben. Die NSU’ler hatten sich in dieser Angelegenheit für etwas Neues entschieden, sie werden in diesem Jahr erstmals im niederösterreichischen St. Anton an der Jeßnitz auftreten. Nur Michael Vogel hatte die vom Veranstalter Union Des Pilotes angebotene Möglichkeit genutzt und war mit seinem Davidovic TT als „Alleinunterhalter“ nach Luxemburg gekommen. Womit wir ungewohnt schnell bei den Hubraumklassen der stark verbesserten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 mit KW Berg-Cup Beteiligung angelangt sind. Als Quintett genannt, als Quartett begonnen und schlussendlich als Trio aufgespielt. Das ist die 1,15-Liter Eschdorf-Kurzbeschreibung. Bernd Deutsch laboriert noch an den Schottenring-Nachwehen seines Schneider Audi 50, Jörg Davidovic ist zwar im Nassen Übungsdritter, zieht aber den 16V NSU anschließend wegen verdächtigen Geräuschen aus dem Ventiltrieb vorsichtshalber zurück. Also bleiben noch Drei, die sich im weiteren Verlauf hinter dem Gewinner etwas überraschend sortieren. Thomas Stelberg ist immer vorn, düst mit seinem Schneider Polo 16V zu seinem […]

Jelle de Coninck siegt im Turbo-Schlussspurt in Eschdorf

8. Mai 2017

Die 29. Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens in Luxemburg fand am Wochenende vor einer weniger starken Publikumskulisse als gewohnt statt (etwas mehr als 2000 zahlende Zuschauer), dies in erster Linie aufgrund der am Sonntagmorgen wenig einladenden Witterungsbedingungen, die sich jedoch im Laufe des Vormittags verbesserten und es der Strecke erlaubten, zum finalen Rennlauf abzutrocknen, der bereits kurz nach 16.30 Uhr zu Ende ging, bedingt durch die im Nachhinein doch wohl etwas verfrühte Entscheidung der Rennleitung, bereits nach Ende des langwierigen, von auf noch feuchter und rutschiger Strecke etlichen Ausrutschern und dadurch bedingten Streckensäuberungsmassnahmen (Ölspur) und Leitplankenreparaturen herausgezögerten ersten Laufs die Zahl der Durchgänge von 3 auf 2 zu reduzieren, eine Entscheidung, die danach aus Reglementsgründen nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Während sich am Vormittag die Fahrer der Allradautos wie z.B. dem Escort Cosworth des Schweizers Romeo Nüssli (3.), dem Mitsubishi Lancer von Mario Fuchs (10.), dem Lancia Delta Integrale von Norbert Handa (11.) und dem Porsche GT2 des sechsfachen französischen Tourenwagenmeisters Nicolas Werver (14.) auf der noch feuchten Strecke unters Rennsportwagenfeld mischten, so konnten letztere am Ende doch die ersten 26. Gesamtränge für sich beanspruchen. In 1.00,027 min. hatte nach dem ersten Lauf der vierfache Schweizer Meister Eric Berguerand die Nase seines Lola-Cosworth Fa99 ex-F3000 vorne, gefolgt vom mehr als überzeugenden Franzosen Anthony Loeuilleux (anderthalb Sekunden zurück) im Tatuus-Honda Master, Nüssli, Cyrille Frantz (F, Norma-BMW 4L) und Marcel Steiner (LobArt-Mugen 3L), die alle drei nur durch 23 Hundertstel getrennt waren und zwei weitere Sekunden auf den Leader eingebüßt hatten. Als Neunter dieses ersten Rennlaufs mit 5,6 Sekunden Rückstand auf Berguerand, aber auch Trainingsschnellster am Samstag auf während zwei Läufen trockener Strecke (nur der 3. Trainingslauf fand bei leichtem Nieselregen statt, der sich erst zur letzten Startgruppe verstärkte, wobei Nüssli im ex-Gabat-Cossie Bestzeit fuhr), legte Jelle de Coninck im letzten Rennlauf in 50,536 sec. für die 1850 m lange Strecke die Latte zu hoch, als dass noch einer seiner nachfolgenden Rivalen diese Bestmarke hätte unterbieten können, womit der 34-Jährige den ersten Eschdorf-Tagessieg nach Belgien holte: „Obwohl ich natürlich mit klaren Siegesambitionen hier hin kam, hätte ich dennoch nicht gedacht, dass dies bereits beim dritten Einsatz meines neuen Autos möglich sein würde. Aber das samstägliche Training stärkte mein Vertrauen ins Auto, dessen Fahrverhalten und vor allem auch die Leistung des Turbomotors sich als bestens dosierbar erweisen. Hier in Eschdorf zu gewinnen, das ist der schönste Sieg meiner Karriere, ein Traum!“ Das Fahrtalent […]

Gelungener Start in die 30. Berg-Cup-Saison

5. Mai 2017

„…und das ganz ohne Schnee und Winterreifen“ wurde im Fahrerlager in Anspielung auf die Wetterkapriolen des Vorjahres häufig gewitzelt. 2017 präsentierte sich das für den „14. ADAC Bergpreis Schottenring“ (28. bis 30. April) genutzte, 3,033 Kilometer lange Teilstück des legendären Schottenrings, das von der Fahrerlager-Gastgeber-Ortschaft Rudingshain über den Poppenstruth zum Ludwigsbrunnen führt, beständig trocken, mit am Rennsonntag durchaus annehmbaren Temperaturen. Die Strecke wurde bereits am Freitagnachmittag im Rahmen der vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten angebotenen Einstellfahrten für letzte Funktionstests sehr gut genutzt. Dank der idealen Möglichkeit, nach der Zieldurchfahrt über Wirtschaftswege sofort, ohne klassische Rückführung, wieder ins Fahrerlager zurück gelangen zu können, verliefen sowohl das Freitagsprogramm als auch die beiden Wettbewerbstage echt flüssig, ein frühes Rennende nach den vier Wertungsläufen kurz vor 16 Uhr inklusive. Der Bergpreis Schottenring ist den Tourenwagen der Kategorie 1 vorbehalten, dazu gibt der DMSB dort grünes Licht für E2-Silhouetten Fahrzeuge. 74 Starter nehmen am Samstag das Training auf, 66 davon beenden die Veranstaltung im hessischen Vogelsbergkreis sonntags in Wertung. Wer das in den Klassen mit Beteiligung von Aktiven des Berg-Cup e.V. ist, das wollen wir uns nun gemeinsam genauer ansehen. Wie immer in der Reihenfolge, in der die Mädels und Jungs bei den Veranstaltungen auf die Piste gehen. Im NSU-Bergpokal setzt Thomas Krystofiak im zweiten Run die drittbeste Zeit der Übungsdurchgänge. Danach verurteilt ihn ein Motorschaden zum Zuschauen. Trainingsposition eins holt sich Jörg Höber, 1,69 Sekunden vor Karsten Steinert (TP2). Am Sonntag werden die finalen Platzierungen gleich im ersten Heat bezogen. Jörg Höber fährt zum Sieg vor Karsten Steinert (P2) und Uwe Schindler, der Dritter wird. Wobei Letztgenannter ab Rennmitte auf Karsten aufholt, nach dem letzten Run hat er seinen zwischenzeitlichen 1,016-Sekunden-Rückstand bis auf 146 Tausendstel eingedampft. Auf Ehrenplatz Nummer vier läuft Wolfgang Schwalbe ein, Fünfter der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge wird Alexander Follmann. Damit zu den stark verbesserten Tourenwagen der gemeinsam gewerteten Fzg.-Gruppen H, FS und E1. Bei den 1150ern teilt Bernd Deutsch das Schicksal von Thomas Krystofiak. Bereits am Samstag muss er mit technischen Problemen an seinem Schneider Audi 50 die Segel streichen. Der Mann des Wochenendes heißt bei den 1,15-Litern Thomas Stelberg. Im neu gestylten Schneider Polo 16V sichert er sich die imaginäre Pole-Position und einen souveränen Rennsieg. Ein heißer Fight entbrennt um Platz zwei zwischen Walter Voigt (VW Polo 16V) und Steffen Hofmann im NSU 16V RPM Evo 2. Die Probe-Heats beendet Steffen als Zweiter, hat da sogar noch leichte Tuchfühlung zu […]

Wimpernschlagsieg von Stolz vor Handa in Schotten

4. Mai 2017

Es war gewissermaßen ein Tanz in den Mai und der vielleicht spannendste ADAC Bergpreis Schottenring in der Geschichte bei dessen 14. Auflage.  Das Parkett war die bekannte 3.033 Meter lange Strecke von Rudingshain über den Bereich Poppenstruth Richtung Götzen. Beim Saisonstart der deutschen Bergszene beim gastgebenden MSC Rund um Schotten mit dessen Chef Wolfgang Wagner- Sachs, Orgaleiter Alexander Hirth und Rennleiterin Sabine Fischer ging es um erste Punkte im DMSB Automobil Berg Cup, dem DMSB Berg Team Cup, dem KW Berg Cup und dem NSU Bergpokal im KW Berg Cup. Mit 71 Startern in der Bestzeitwertung und 35 in der Gleichmäßigkeitswertung (GLP) hatte man ein gutes Starterfeld und noch dazu optimale Rennbedingungen bei herlichem Frühlingswetter. Mit Spannung wurde der Kampf um den Bestzeitgesamtsieg, nicht nur von den rund 2.000 Zuschauern, verfolgt. An der Spitze kam es zu einem sehenswerten Duell zweier Deutscher Bergmeister der Vergangenheit, zwischen dem Österreicher und Sieger von 2013, Herbert Stolz im dp Porsche 935 II und Norbert Handa aus dem Kreis Kitzingen im Lancia Delta Integrale EVO III. Mit rund 650 PS waren beide etwa gleichstark motorisiert, doch Handa hatte in Schotten sein Debüt. Zudem wurde sein Lancia erst kurz vor dem Rennen fertig. Die Teilnahme des Unterfranken am Schottenring war also bis zuletzt ungewiss. Der Zweikampf der beiden Routiniers deutete sich bereits am Samstag nach vier Trainingsläufen an, die Handa mit knappen 00:00,152 sec. vor Stolz gewann. Dem Innsbrucker war bewusst, dass er am Sonntag volle Attacke gehen musste und legte im ersten von vier Wertungsläufen mit 1:18,346 min. vor. Doch Handa konterte in Lauf zwei. Nach Stolz´ Bestzeit im dritten Lauf, lag Handa mit 1, 7 sec. zurück. Den finalen Lauf gewann zwar der  Lancia- Fahrer, doch es reichte nicht. Stolz holte mit minimalen 00:00,887 sec. vor Handa seinen zweiten Schotten-Gesamtsieg nach 2013. Dritter wurde Ralf Kroll aus Mudau im Silver Car S2G mit zwar deutlicheren 13, 690 sec. dahinter, doch der Odenwälder vermochte erstmals das große Potential der „CM-Rennwagen“ auf großer Bühne zu zeigen. Sein wieselflinkes und hochdrehendes Renngerät der Marke Silver Car hat Kroll nun immer besser im Griff. Dennoch konnte man nicht unbedingt erwarten das der deutsche „CM-Pionier“ an diesem doch sehr schnellen Berg die komplette Elite der KW Berg-Cup-Klassen bis und über 2-Liter Hubraum würde schlagen können. Um knapp vier Sekunden in der Summe verpasste der Österreicher Thomas „Tom“ Strasser im VW Scirocco 16V einen Rang auf dem Podium. Das […]

EM-Auftakt nach Maß am Rechberg – Schreckmoment für Waldy

23. April 2017

Der Auftakt zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Österreich hielt alles, was sich die Kenner der Szene erhofft hatten. Das Almenland in der Gegend um Fladnitz in der Steiermark präsentierte sich gottlob schneefrei und vor allem trocken. Dennoch war es genauso stürmisch und „saukalt“ wie in 2016. Die rund 200 Teilnehmer aus neun europäischen Nationen mussten teilweise eine Anreise durch tief verschneite Regionen in Kauf nehmen. Die neue Organisation um Erich Weber funktionierte sehr gut, vor allem das neue Konzept im Training das vorsieht mit rot aufgehaltene Fahrer nicht mehr zurückzuholen und neu starten zu lassen, sondern nach italienischem Vorbild nach Beseitigung der Blockade einfach weiter Richtung Ziel zu schicken, brachte Vorteile. Lediglich eine um fast eineinhalb Stunden verzögerte Siegerehrung hätte man bemängeln können. Doch es bleibt festzuhalten, das neue Orgateam hat sich bewährt. Was vor Wochen noch als „ein Ding der Unmöglichkeit“ angesehen wurde, entpuppte sich am Rennwochenende wider erwarten zur Realität. Österreichs Berg-Legende Herrmann Waldy, der sich über Monate mit Hilfe von Ärzten und Rehateams schindete, um seine inkomplette Querschnittslähmung zu überwinden, hatte es tatsächlich geschafft und steuerte am Trainingstag seinen Tatuus-Formula Master mit 2-Liter Honda-Motor die Rechberg-Bundesstraße hinauf. Der 69-Jährige hatte sein Ziel wieder in seinen Rennwagen zurückzukehren, mit unbändigem Willen erreicht. Doch am Renntag musste Waldy Senior einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Im Streckenabschnitt Harrer-Höhe überschlug sich Waldy mit seinem Auto mehrfach, der Bolide blieb auf dem Rücken liegen. Der Kärntner war sofort ansprechbar, wurde von Streckenposten aus dem Auto geholt und konnte gestützt selbstständig gehen. Waldy wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Eine Computer Tomographie zeigte aber keinerlei Verletzungen. Auch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Gesellschaft bei der Untersuchung im Spital hatte Waldy leider auch vom Deutschen Sportwagen-Senior Erich Öppinger, der sich mit seinem Osella PA16 BMW ebenfalls überschlug. In beiden Fällen gab es aber später Entwarnung von der Rennleitung. Rein sportlich gesehen stand das Duell der beiden italienischen Elitefahrer Simone Faggioli und Christian Merli einmal mehr im Brennpunkt des Interesses. Vor allem wie der neue Fortech-V8-Motor in Merlis Osella FA30 einschlagen würde, war die große Frage. Und er schlug ein! Doch zuerst donnerte Serieneuropameister Simone Faggioli in 1:53,783 von Tulwitz nach Rechberg. Der Norma-Pilot verbesserte damit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Aber Vorjahressieger Christian Merli war noch schneller. In 1:52,916 war Merli zwei Sekunden schneller als Faggioli im Vorjahr und der erste Mensch der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 160 km/h den Rechberg bezwang, was die Sicherheitsexperten der […]

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