Porträt Pascal Achen – Rennfahrer und Filmberichterstatter

2. Februar 2017

Was mit filmischen und fotografischen Ausflügen als junger Mann zu diversen Autorennen begann, sollte sich sehr schnell in einer langen Karriere hinterm Lenkrad fortsetzen und seit 2010 vergnügt sich Pascal Achen wieder exklusiv mit der Kamera bei Motorsportveranstaltungen. Luxemburger Motorsport ohne Pascal Achen ist für mich kaum denkbar. Beides ist eng miteinander verknüpft, denn seit meinen Anfängen als Foto-Journalist Ende der 1980er Jahre war dieser Mann mit der Kamera oder als spektakulärer Rennfahrer immer präsent. 1978 besuchte er als Zuschauer sein erstes Autorennen, ausstaffiert mit einem Fotoapparat der einfachsten Art, aber zutiefst fasziniert von diesem Sport. 1986 sollte er seine erste Filmkamera geschenkt bekommen, und sogleich zog er damit hinaus zur Deutschland Rallye. Heute kennt man ihn nur noch so, denn kaum eine Rallye, ein Slalom, ein Bergrennen oder was weiß der Geier noch mal, wird ohne seine Präsenz abgewickelt. Rund 50 Motorsportveranstaltungen pro Jahr sucht er auf und stellt daraus seine Sendungen auf dok.tv und als RacingMag her. Seine aktive Rennfahrerkarriere begann 1993. Alf Gaspar verkaufte ihm sein erstes Auto, Pascal Achen legte zwei Drittel des Kaufpreises bar auf den Tisch und den Rest verdiente er sich mit kleineren Jobs, um nach und nach seine Schulden abzuzahlen. Aber erst als der letzte Cent überwiesen war, bestritt er sein allererstes Autorennen, und zwar das Bergrennen Nommern 1993. Gott sei Dank führte er genau Buch und hielt alles in seinem Archiv fest, so dass wir sagen können, von 1993 bis Ende 2009 ging Pascal Achen 193 Mal bei Autorennen an den Start und hat hierbei 19 verschiedene Rennwagen eingesetzt. Da er ein Faible für Rallyes besitzt, verschliss er hierbei 19 verschiedene Beifahrer, die aber alle diese Rennabenteuer mit dem absoluten Quertreiber nicht bereut haben. Stammbeifahrer waren Alf Gaspar und Annick Steichen, die mit ihm bis heute zusammen lebt und beide erfreuen sich an ihrer gemeinsamen Tochter. Mit ein Bisschen Glück wird sie auch einmal Autoverrückt und ahmt ihren Eltern nach. Denn Annick Steichen begleitet ihren Pascal so oft sie kann zu Motorsportveranstaltungen und filmt mit genauso viel Hingabe wie ihre Schwiegermutter, die auch zum festen Team von Pascal Achen gehört. Eine echte Familienaffäre demnach, die sympathischer nicht sein könnte. Werfen wir einen kurzen Blick auf Pascal Achens Palmarès und picken uns aus dem Sammelsurium der Resultate die Highlights heraus: 1994 krönte er seine erste komplette Premierensaison mit dem Meistertitel bei den Débutant und beispielsweise einem beachtlichen 4. Gesamtrang beim Schwebsbinger Slalom. […]

Boxengeflüster 01/2017: Wussten Sie schon dass…?

1. Februar 2017

DASS in Sommerkahl bei Aschaffenburg am 18. Januar zum dritten Mal mit einer „Berglöwen Party“ an die am 21. April 2014 verstorbene Bergrennlegende Herbert Stenger erinnert wurde. Der Geburtstag des mehrfachen Deutschen- und Europameisters am 11. Januar gab den Anlass für ein Treffen von ehemaligen Teammitgliedern und Mechanikern im sogenannten Berglöwenmuseum auf dem Anwesen der Stengers. Der Sonntag begann um 10 Uhr mit einem Gottesdienst für Herbert in der örtlichen Kirche, danach wurde in gemütlicher Runde an die alten Zeiten erinnert. Mit dabei waren Herberts Ehefrau Evi Stenger, Tochter Kristina Stenger dazu Markus Stenger und die Mechaniker Harry Möginger, Alex Bückner, Falk Eulitz, Bernd Eulitz, Günther Gebhart, Klaus Rosenberger, Heiko Klapper, Dieter Maier, Jens Saparautzki und Seppl Lederberger. Das Abschlussfeuerwerk steuerte „Volvoman“ Wolfgang Mager bei. DASS einer, der früher immer das Fahrerlager um den Renntransporter der Equipe Stenger unsicher machte, bei der 3. Berglöwenparty fehlte. Unser Foto oben zeigt René Mandel, der heute 25-jährige Enkel des Berglöwen beim Homburger Bergrennen im Jahr 2000. Mandel weilte zum Zeitpunkt der „Berglöwenparty“ bereits in Lappland um sich unter den Fittichen der Rallyelegende Armin Schwarz auf die Arctic-Rallye vorzubereiten. René Mandel und Co-Pilot Denis Zenz erhielten im Ford Fiesta R5 von der einheimischen Rallyeelite auf Schnee und Eis eine Lehrstunde. Dabei hinterließen die winterlichen Prüfungen und ein kurzer Abflug auf WP3 einen bleibenden Eindruck. Am Ende landete das Team auf  Platz 54 der Gesamtwertung. DASS Porsche-Werkspilot Timo Bernhard am 15. und 16. Juli diesen Jahres wieder nicht beim Homburger ADAC Bergrennen seines Heimatclubs Homburger Automobilclub an den Start gehen kann. Ausgerechnet an diesem Wochenende sitzt der 35-jährige Profi beim Deutschen Lauf der Langstreckenweltmeisterschaft WEC auf dem Nürburgring im Cockpit des Porsche 919 Hybrid. Aber vielleicht hat sich Timo schon ein anderes Bergrennen in Deutschland heraus gekuckt, das in seinen engen Terminkalender passt. Schau´mer mal.

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