Servus Kämpfernatur – Hermann Waldy sen. ist tot

20. September 2017

Nun hat er doch noch seinen langen und erbittert geführten Kampf gegen den Krebs verloren. Hermann Waldy Senior ist tot. Der 70-jährige Kärntner war einer der erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs und gewann zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft im Formel 3000. Bereits 1968 begann die motorsportliche Laufbahn des Hermann Waldy in den Disziplinen Autocross und Skijöring. Seit Mitte der 1980er betätigte sich Waldy im Bergrennsport, was zu seiner großen Leidenschaft wurde. Zu seinen  Meistertiteln gesellten sich zahlreiche Gesamtsiege bei nationalen und internationalen Bergrennen. Waldy war eine beispielhafte Kämpfernatur und machte immer das Beste aus seiner Situation. In Folge seiner Krebserkrankung  laborierte er Anfang dieses Jahres auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April hatte sich Waldy wieder soweit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann leider verwehrt. Der Bergrennsport in Österreich und ganz Europa verliert mit Hermann Waldy Senior einen Ausnahmekönner und große Persönlichkeit, die am 19. September 2017 verstarb. Der Trauergottesdient wird am Samstag, den 23. September, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Radweg gelesen.    

Unfallserie am Schweizer Berg reiß nicht ab

28. August 2017

Die Schweizer Bergmeisterschaft steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Beim Bergrennen Oberhallau, das auch zum deutschen KW Berg-Cup zählt, ereignete sich am Rennsonntag (27.08.) gegen 18 Uhr ein folgenschwerer Unfall. Der Schweizer Pilot Martin Wittwer (Forst bei Längenbühl) ist mit seinem Peugeot 205 während des dritten Wertungslaufs im Streckenbereich Wäldchen, gleich nach der berüchtigten Brotlaube, schwer verunglückt. Der Fahrer aus dem Kanton Bern schleuderte mit seinem Tourenwagen über die Leitplanken und traf einen Baum. Die umgehend durch Streckenposten, Rettungssanitäter und Ambulanz eingeleiteten Rettungsmaßnahmen konnten nicht verhindern, dass der verunglückte Pilot auf dem Weg mit dem Rettungshelikopter ins Krankenhaus verstarb. Tragischer Weise stand im Moment des Unfalls Martin Wittwers jüngerer Bruder Daniel Wittwer mit seinem VW Golf an der Startlinie und wartet auf seine Startfreigabe. Die fünfte Veranstaltung zur Schweizer Automobil Berg Meisterschaft wurde umgehend abgebrochen und aus Respekt vor dem Verunglückten keine Siegerehrung und Preisverteilung abgehalten.  Bedauerlicherweise ist die Tragödie um den dreiunddreißigjährigen Martin Wittwer der folgenschwerste von bislang drei gravierenden Unfällen in der aktuellen Saison. Beim Hembergrennen Mitte Juni hatte bereits der schwere Unfall von Top-Gear Schauspieler Richard Hammond bei Showfahrten für großes Aufsehen gesorgt. Hier sind mittlerweile von der FiA und Autosport Schweiz empfindliche Strafen an die Rennleitung und den Veranstalterverein ausgesprochen worden. Zwei Wochen später beim Bergrennen Reitnau, musste die Veranstaltung nach einem Crash von Chris Steiner (Porsche) abgebrochen werden, der mit komplizierten Beinverletzungen per Helikopter abtransportiert wurde. Für die Meisterschaften wurde das Resultat aus Oberhallau nach dem zweiten Durchgang als Wertungsgrundlage herangezogen. Über einen Erfolg freute sich unter diesen Umständen niemand, auch Marcel Steiner nicht, der bis zum Abbruch die Nase seines LobArt Mugen V8 hauchdünne 25/100 Sekunden von derer von Eric Berguerands Lola Cosworth in der Tageswertung hatte. Das Podium komplettierte der Vorarlberger Christoph Lampert im Osella PA 2000 Honda. Für Reto Meisel ging die Saison bereits am Trainingstag vorzeitig zu Ende. Der Mercedes SLK 340 V8 fing im letzten Probelauf im Heckbereich Feuer und bekam einiges ab. Eine schnelle Reparatur ist ausgeschlossen. Den Tourenwagensieg trug Roger Schnellmann im rund 700 PS starken Mitsubishi  Evo VIII davon. Bergrennen in Deutschland entbietet der Familie den Verwandten und Freunden von Martin Wittwer ihr tiefes Beileid und ist in Gedanken bei den Bergrennsportfreunden in der Schweiz. Foto: Teambeyou

Adieu Karl-Heinz Conrad

4. April 2017

Karl-Heinz Conrad, der Gründer und Ehrenteamchef von Conrad Racing Sport, ist am vergangen Freitag, den 31. März 2017, an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Der Vater des Berg DM-Vizemeisters von 2015, Thomas Conrad wurde 75 Jahre alt. Zeit seines Lebens war der Schwabe vom Motorsport begeistert. Bereits in den 1960er Jahren begann er mit dem Slalomsport auf einem BMW 700, gefolgt vom Aufstieg zur Rundstrecke und zum Berg. Hier erreichte der Dettenhausener auch seine größten Erfolge. Ein Highlight in der Karriere von Karl-Heinz Conrad war die Vize-Meisterschaft, hinter dem unvergessenen Peter Stürz, im Deutschen –Sportwagen-Pokal, der damals ausschließlich am Berg ausgetragen wurde und viele klangvolle Namen zu den Bergrennen zog. In diesen Jahren begann Conrad auch mit der Fertigung von Eigenbau-Sportwagen, ganz so wie es heutzutage auch seine beiden Söhne Thomas und Manuel betreiben. In den 1980er Jahren konzentrierte sich Conrad auf den Bergrennsport und betätige sich in der Deutschen Bergmeisterschaft und nahm an zahlreichen EM-Läufen, wie Truckheim, Trento-Bondone oder St. Ursanne-Les Rangiers teil. Auch bei den Bergrennen in Luxemburg war er öfters zu Gast, was ihm 1994 den Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Sportwagen einbrachte. Neben seinen Eigenkonstruktionen pilotierte er lange einen Chevron B26 Gruppe 6-Rennwagen mit BMW-Formel 2 Motor. Zu den vielen Klassen und Gruppensiegen wurde der Tüftler und Pilot auch mit dem ADAC Sportabzeichen in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Im Jahr 1995 beendete Conrad Senior eine Karriere als Aktiver und widmete sich als Teamchef den Aktivitäten seinen Sohnes Thomas auf der Rundstrecke, die ihn 2014 wieder zu seiner alten Liebe Bergrennen zurück führte. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 13.04.2017 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Dettenhausen bei Tübingen statt. Homburger ADAC Bergrennen 1988 bei Posten 10 Teufelskopf Bergrennen, Reichweiler bei Kusel 1985 – „Mietwagenfahrer“ Günter Schmid (Neu-Ulm) unter Betreuung von Karl-Heinz Conrad

Luxemburger Autosport-Legende Nicolas Koob verstorben

28. Oktober 2016

Der Luxemburger Automobilsport ist in Trauer. In der Nacht zum Samstag, den 22. Oktober 2016, verstarb im Alter von 86 Jahren Nicolas Koob. Im Volksmund „Kuebe Néckel“ genannt, darf er als einer der größten Luxemburger Rennfahrer bezeichnet werden. Aufgrund seiner Erfolge im In-, und vor allem im Ausland, war der am 26. Juli 1930 im luxemburgischen Bettborn geborene Koob äußerst populär. Seine zahlreichen Erfolge feierte der frühere Busunternehmer und Diskothekenbetreiber auf der Rundstrecke sowie bei Rallyes und Bergrennen. 1970  wurde er zum Luxemburger Sportler des Jahres gewählt, und anlässlich des Jahrtausendwende verlieh ihm die Sportkommission des Luxemburger Automobil Club (ACL) den Titel des Luxemburger Automobilsportlers des Jahrhunderts. Mit dem Motorsport kam er spät in Berührung. 1957 erwarb er einen Triumph TR3, mit dem er bei nationalen Rallyes an den Start ging. Sein erstes Bergrennen absolvierte er 1958 in Bourscheid (L). International zum ersten Mal in Erscheinung trat er 1962, als er beim 1000-km-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings am Start war. Gemeinsam mit dem Deutschen Bruno Rente fuhr er einen Porsche 718 GTR, schied jedoch durch Defekt aus. Bis Mitte der 1970er-Jahre bestritt er vor allem Langstreckenrennen. Er war mehrmals beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Fahrer und Teamchef einer kleinen Rennmannschaft gemeldet. In Spa war seine beste Platzierung der sechste Gesamtrang 1967 und in Le Mans der siebte Platz 1970, gemeinsam mit Erwin Kremer im Porsche 911. In den 1970er-Jahren war er auch als Rallyefahrer aktiv. 1976 und 1977 kam er, jeweils als Neunter, unter die ersten zehn der Schlusswertung der Rallye Monte Carlo. 1990, im Alter von 60 Jahren, ging er in Spa noch einmal an den Start, fiel aber vorzeitig aus. von Jean-Marie Resch / Thomas Bubel Foto oben: Henri Schwirtz

Berg-Cup Familie trauert um Jürgen Gehrig

22. August 2016

Am Samstagabend machte im kleinen Örtchen Hausen, dem Fahrerlager des ADAC Hauenstein-Bergrennen, die traurige Nachricht vom Ableben des langjährigen KW Berg-Cup Piloten Jürgen Gehrig die Runde. In der Nacht von Freitag auf Samstag erlag der 48-jährige KfZ-Meister und Reifenhändler einem Krebsleiden. Jürgen Gehrig betrieb im badischen Moosbrunn eine Autowerkstatt, war verheiratet und hatte einen Sohn. Im Bergrennsport begann er um die Jahrtausendwende in der Gruppe G mit einem BMW M30 E30. So ab 2004 pilotierte er dann den selbst aufgebauten VW Polo in der Gruppe H bis 1300 ccm. Jürgen Gehrig experimentierte auch, wie einige seiner Klassengegner mit Motorrad-Zylinderköpfen für den Polo-Motor. Zwischen 2007 und 2010 pausierte er aus beruflichen Gründen. Sein letzten Rennen im Rahmen des KW Berg-Cup fuhr er in Mickhausen 2012, danach wurde der blaue Polo an Volker Angelberger verkauft, der am Hauenstein-Wochenende von Angelbergers Team-Kollegen Nicolas Dietz pilotiert wurde. Die BiD-Redaktion ist in Gedanken bei Jürgens Familie und den Freunden. R.I.P und Servus Jürgen!

Erinnerungen an «Conny», Roman und all die Andern

24. Mai 2016

Die Motorsportwelt und ganz besonders die groβe Familie des Bergrennsports stand unter Schock, als Mitte Februar die Nachricht sich wie ein Lauffeuer ausbreitete: Marco Conrardy, besser bekannt unter seinem Pseudonym “Conny”, hat uns im Alter von 61 Jahren verlassen. Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Rennsportler des Groβherzogtums hatte den Start zu seinem allerletzten Rennlauf genommen. Nachdem “Conny” die Anfangsjahre des Eschdorfer Bergrennens mit seinen spannenden und siegreichen Kämpfen gegen die damaligen deutschen Messlatten wie Klaus Koch, Frank Taubert oder Werner Eckert in der Formel 3-Klasse geprägt hatte, drückte der Moutforter Krauskopf besonders ab 1994 dem “European Hill Race” seinen Stempel auf, nachdem er sich über Winter einen Ralt Rt23 F3000 mit Ford-Cosworth-Motor (Foto unten) zugelegt hatte, einen der ersten Formel 3000 überhaupt im Bergrennsport. Bereits am 1. Mai des gleichen Jahres konnte sich “Conny”, nach einem nervenraubenden Zweikampf-Krimi gegen den Schweizer Heinz Steiner im Martini-BMW Mk69 Formel 2, wobei mehrfach die Führung und der Streckenrekord den Besitzer wechselten, erstmals den Eschdorf-Gesamtsieg sichern und war damit nach Christian Hauser 1991 erst der zweite Luxemburger, der seinen Namen in die Siegerliste eintragen durfte. Konnte sich Heinz Steiner, der Papa von Marcel, anschlieβend 1995 und 1996 durchsetzen, gefolgt von Christian Hauser 1997, so fand “Conny” 1998 zum Ende seiner Karriere zurück auf das oberste Podiumstreppchen unseres Bergrennen, erneut nach einem knappen Kampf um Hundertstelsekunden mit dem Franzosen Christian Debias im Martini-BMW Mk74 Formel 2. Mit drei internationalen Luxemburger Bergmeistertiteln 1994, 96 und 97, dem belgischen Bergmeistertitel 1997, aber auch 12 (!) Luxemburger Slalommeistertiteln und mehreren Siegen in der “Trophée Honoré Wagner”, damals inoffizielle nationale Luxemburger Bergmeisterschaft, sowie natürlich unzähligen Gesamtsiegen und Podiumsplätzen in Luxemburg (Holtz, Nommern, Lorentzweiler…) und im Ausland stellt das Palmarès von “Conny” eines der besten sämtlicher Luxemburger Rennfahrer aller Zeiten dar. Bereits knapp drei Monate zuvor, und fatalerweise unter ähnlich dramatischen Umständen, war Roman Sonderbauer zu seinem letzten Rennen aufgebrochen. Im bildschönen weiβen Opel Kadett (Foto oben) zählte der Niederbayer seit einigen Jahren zu den Pfeilern im Startfeld des “KW-Berg-Cups”, das seit 1989 bereits in Eschdorf gastiert. In den Jahren 2012 und 2013 konnte Roman sich in Eschdorf den Sieg in der stark besetzten und stets hart umkämpften 2 Liter-Klasse der (damaligen) Gruppe H sichern. Insgesamt gingen seit seinem Debüt im “Berg-Cup” 2009 5 Klassensiege, 22 Podiumsplätze und 54 Top10-Ränge auf Romans Konto, was ihm zwei dritte Gesamtränge in der Endwertung des “KW-Berg-Cups” 2013 und 2015, sowie den Vize-Meistertitel seiner […]

Boxengeflüster 06/2016: Wussten Sie schon dass…?

5. Mai 2016

DASS der 25jährige Sauerländer Fabian Rath derzeit Besitzer zweier Opel Kadett C-Renntourenwagen ist. Das über den Winter erworbene ex-Michael Wensorra 16V-CQP ist momentan noch in Lauerstellung und soll ab dem Ibergrennen Ende Juni das gelb-blauen 8V-CQP ersetzten. An die Performance des ehemaligen, sozusagen RISSE-Werksautos, das zuletzt Henning Göbel gehörte und zeitweise Holger Hovemann während der Bauphase seines V8-Kadetts fuhr um in Form zu bleiben, will sich der junge KW Berg-Cup Pilot behutsam herantasten. Bis zum Ibergrennen sind die letzten Anpassungen, wie die Modernisierung von Gurten und Sitz, sowie die vorerste Rücknahme der Motordrehzahlen fertiggestellt. DASS der junge Belgier Andy Heindrichs beim Saisonauftakt beim Bergpreis Schottenring schon am Freitag im Rahmen der Test- und Einstellfahrten ein „Big Moment“ hatte, und dass noch nicht einmal auf der Rennpiste. Dem Sieger der KW Berg-Cup Youngster-Wertung 2015 wurde es auf der Zufahrt in den Startbereich plötzlich trotz der spätwinterlichen Kälte doch recht heiß, als sein Opel Corsa 16V Feuer fing. Schnelle Hilfe war jedoch nicht weit. Die GLP-Teams von Manfred Pape und Daniel Null sowie Jan-Philip Rinne aus der Mannschaft von Herbert Stolz, waren sofort zur Stelle und konnten einen größeren Schaden verhindern. DASS die lebende Luxemburger Motorsport-Legende Leon Linden auch 2016 in seinem Dallara Formel 3 um die heimische Bergmeisterschaft fahren wird. An diesem Wochenende beim Hill Race Eschdorf, wird der 77-jährige sein genau 679. Rennen absolvieren. Der Pesionist der Luxemburger Eisenbahn befindet sich nun im 55 Jahr seiner Motorsportkarriere. DASS am 11. April 2016 der langjährige Bergrennteilnehmer Josef Wölfl nach langer schwerer Parkinson-Krankheit verstorben ist. Josef Wölfl war 62 Jahre alt. Der Pilot des MSC Wiesau war in den 1980ern und Anfang der 90ern zuerst in einem Formel Ford 1600, später mit einem Formel Ford 2000 am Berg sehr erfolgreich.

Trauriger Saisonstart in Frankreich – R.I.P Steve Cabelo

3. April 2016

Der erste Lauf der Französischen Bergmeisterschaft 2016 im südfranzösischen Bagnols-Sabran wurde am Sonntag, den 3. April von einem schwerwiegenden Unfall überschattet und im Verlauf des zweiten Durchgangs abgebrochen. Die schon bei optimalen äußeren Bedingungen diffizile Streckenführung im Departement Gard, wurde durch die an diesem Tag vorherrschenden Wetterverhältnisse noch anspruchsvoller. Bei sich just weiter intensivierenden Regen, starte gegen 13 Uhr 30 Steve Cabelo mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 Gruppe A zu seinem zweiten Rennlauf. Der 32-jährige Autohaus- und Werkstattbetreiber aus Bourogne, in der Grenzregion an das südliche Elsass, war hingegen anderslautender Meldungen und nach dem Bulletin des Veranstalters nicht auf Slik-Reifen unterwegs gewesen, als er von der Strecke abkam und gegen einen Baum prallte. Steve Cabelo fand dabei den Tod und hinterlässt eine Ehefrau und einen sechs Monate alten Jungen. R.I.P Steve!

Äddi Conny

15. Februar 2016

Heute, am Montag den 15. Februar 2016 erreichte uns die erschütternde und traurige Nachricht vom Tod von Marco Conrady, in der Bergrennszene besser bekannt unter seinem Pseudonym „Conny“. Der insgesamt 18-fache Luxemburger Meister in den Motorsportdisziplinen Slalom und Bergrennen wurde erst am 6. Januar diesen Jahres 61 Jahre alt. Seine Motorsportkarriere umfasste die 1980er und 90er Jahre. Sein letztes Bergrennen fuhr er 1997. In den letzten Jahren traf man den langjährigen Formel 3 und Formel 3000-Piloten immer mal wieder beim Hill Race in Eschdorf als Zuschauer und Gast im ViP-Bereich. „Conny“ war während seiner gesamten Laufbahn als spektakulärer und dennoch schneller Pilot bekannt und beliebt. Seine Powerslides im Ralt RT3 Formel 3 und ab 1993 im Ralt RT23 Cosworth Formel 3000 sind noch heute legendär. Marco Conrady war auch einer der ersten Piloten die an Europas Bergrennen einen Formel 3000-Rennwagen pilotierten. Unvergessen ist auch seine Aussage in einem TV-Interview von RTL aus dieser Zeit. „So ein Formel 3000 am Berg ist schon etwas Barbarisches“. „Conny“ zählt ohne Zweifel zu den besten Motorsportler Luxemburgs aller Zeiten. Gegen starke nationale und internationale Konkurrenz gelangen ihm 1994 und 1998 insgesamt zwei Gesamtsiege beim Bergrennen in Eschdorf. Neben beachtlichen 12 nationalen Titel im Slalomsport, auch auf Formel 3, gewann der später passionierten Motorradfahrer die nationalen Bergmeistertitel in den Jahren 1990, ´91, ´92, ´94, ´96 und 1997, meist in den Sponsor-Farben von LuxbaZar, einem Blatt für Kleinanzeigen. Machs gut und äddi Conny!

Ehemaliger CBC-Präsident Richard Herl verstorben

9. Februar 2016

Am Samstag, den 6. Februar 2016 verstarb im Alter von 74 Jahren der Pirmasenser Motorsportfreund, Homburger AC-Mitglied und ehemalige Präsident des Classic-Berg-Cup e.V. (2008-2010), Richard Herl. Der Schornsteinfegermeister und Besitzers des Ausflugslokals Eichelsbachermühle bei Pirmasens, ist der Vater von Andreas Herl, der auf einem Ford Escort RS 2000 im Jahr 2009 den Classic-Berg-Cup gewann. Richard Herl erlag einer akuten Herzschwäche. Wir werden Ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Die Beisetzung findet am Freitag, den 12. Februar 2016 um 12:30 Uhr auf dem Waldfriedhof Pirmasens statt.

1 2