Zum Tode von Klaus Debbert

6. März 2018

In der Nacht zum 1. März 2018 ist Klaus Debbert von uns gegangen. Über 43 Jahre hatte er das Steuer fest in der Hand und lenkte seinen MSC Odenkirchen sicher um alle Hindernisse herum. Jetzt hat er seine letzte Fahrt angetreten. Erst im vergangen November trat der 73jährige Rickelrather nach intensiven Ehrenamts-Jahrzehnten für den Motorsport und den MSC Odenkirchen als 1. Vorsitzender zurück. Mit seiner Ehefrau Anne hatte er vor sein Leben nun in vollen Zügen zu genießen, was ihm jetzt verwehrt blieb. Den im Jahr 1924 gegründeten MSC Odenkirchen, dem der ehemalige Verkaufsleiter seit 1963 angehörte, führte Klaus Debbert sage und schreibe 43 Jahre als Vorsitzender über so manche Höhen und Tiefen. Seit seinem Rückzug ist er, übrigens genau wie seine Ehefrau Anne, Ehrenmitglied. Debbert begeisterte zahlreiche aktive Bergrennfahrer aus ganz Deutschland für den MSC Odenkirchen und war mit seiner Gattin oft bei Bergrennen vor Ort um seine aktiven Clubfahrer zu betreuen. War Not am Mann halfen Klaus und Anne oftmals vor Ort in der Organisation aus. Beide waren in den vergangen Jahrzehnten oft die guten Seelen in den Fahrerlagern an Deutschlands Bergrennstrecken. Bergrennen in Deutschland ist erschüttert und möchte seiner Frau Anne und der Familie das herzliche Beileid aussprechen.

Dietrich Risse ist nicht mehr unter uns

6. Februar 2018

Ende Januar 2018 verstarb überraschend Wolf-Dietrich Risse, der Firmengründer von RISSE-Motorsport in Soest (Nordrhein-Westfalen). Auf Basis seiner 22jährigen Erfahrungen im Motorsport und seinem Maschinenbaustudium gründete Wolf-Dietrich Risse, der von allen nur „Bimbo“ genannt wurde im Jahr 1990 die Firma Risse Motorsport. Im Laufe der Jahre entwickelte er diese zu einer der renommiertesten Adressen sowohl im Bereich Wettbewerbsmotoren als auch im Tuning von Straßenfahrzeugen. In ganz Europa hat sich RISSE-Motorsport zwischenzeitlich einen Namen gemacht. Nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 2004 musste Dietrich Risse die Geschäftsleitung der Firma abgeben, diese führte zunächst seine Frau Elgin erfolgreich weiter, bis schließlich 2014 sein Schwiegersohn Claus Patzschke die Firma übernahm. Seine zweite große Leidenschaft neben dem Motorsport galt dem Basketball. „Bimbo“ war Gründungsmitglied und Gönner der Risse Baskets Soest. Bis zuletzt was er Ehrenvorsitzender des Vereins. Dietrich Risse war es, der 2004 neun Jugendliche sammelte und ihnen mit dem Basketballverein Risse Baskets Soest die Möglichkeit gab, ihren Träumen nach einem eigenen Basketballverein nachzukommen. Seine intensive Arbeit in dem Aufbauprozess 2004 war unersetzlich. Seine plötzliche Erkrankung traf ihn seinerzeit schwer. Dennoch blieb Bimbo Risse bis zum Jahr 2013 Vorsitzender der Risse Baskets Soest. R.I.P. Bimbo!

R.I.P. Manfred Behnke

29. Januar 2018

Bereits am 05. Januar diesen Jahres verstarb Manfred Behnke, Bruder von Rennwagenkonstrukteur Peter Behnke Senior und Onkel der im Bergrennsport aktiven Michael und Peter Behnke, im Alter von 80 Jahren. Manfred Behnke lebte in der bayrischen Landeshauptstadt München und war Zeit seines Lebens mit dem Motorsport verbunden. Anfangs mit Tourenwagen vom Typ BMW 700 und Mini Cooper, war er seit 1961 aktiv. Zur Saison 1966 wechselte Behnke in die Sportwagenklasse auf einen Lotus Elan Werkswagen, mit dem er in diesem Jahr sogar den Gesamtsieg beim Bergrennen in Mickhausen einfuhr, dass damals noch Augusta-Bergrennen hieß. Die Behnkes betrieben in diesen Jahren ein Autohaus in München und waren in 1960er Jahren offizieller Lotus-Importeur für Deutschland, was auch für den Rennsport von Vorteil war, weshalb das Fahrgestell der ersten Behnke-Rennwagen die ab 1966 von Peter Behnke Senior gebaut wurden, sehr stark an den Aufbau des Rahmens eines Lotus 23 erinnert. Manfred steuerte 1966 auch schon sporadischen den ersten Behnke-Rennwagen vom Typ Condor und pilotierte ab 1969 einen Lotus Formel 2. Von 1976 bis zu seinem Karriereende im Jahr 1985, war dann ein Osella PA8 angesagter Rennuntersatz. Manfred Behnke fuhr Berg- als auch Rundstreckenrennen, in den letzten aktiven Jahren in der Interserie. Seine Gegner hießen damals John Winter, Klaus Niedzwiedz, Bob Wollek, Klaus Ludwig, Walter Lechner, Jörg van Ommen, Henri Pescarolo und am Berg beispielsweise Sepp Greger, Johann Abt sen., Karl Wendlinger sen., Kurt Ahrens und Mauro Nesti. Das Bild oben vom Bergrennen Mickhausen im Jahr 2010 zeigt v.l.n.r. Michael Behnke, Peter Behnke Sen., Peter Behnke Jun., Manfred Behnke

Berg- und Tuninglegende Günther Gabat verstorben

25. Oktober 2017

Nur knapp vier Wochen nach der Todesnachricht von Hermann Waldy, verstarb jetzt mit Ing. Günther Gabat eine weitere Bergrennsport-Legende Österreichs. Noch am 7. August diesen Jahres feierte der Aichfelder seinen 80zigsten Geburtstag. Günther Gabat war 40 Jahre im Motorsport aktiv und sowohl auf der Rundstrecke als auch am Berg einer der erfolgreichsten steirischen Motorsportler auf vier Rädern. In den 1970er bis Mitte 80er Jahren steuerte Gabat Senior Renntourenwagen der Marke BMW, bevor er 1987 zu Ford wechselte und dabei blieb. Die Ford Sierra und Escort-Modelle, meist vom Typ Cosworth, waren durchweg schwarz lackiert, was sein Markenzeichen war. Neben dem internationalen Bergrennsport war Günther Gabat auch im Bergrallye-Cup sehr aktiv, wo er in den Jahren 2000 und 2008 zu Meisterehren kam. Zwei Mal war der Begründer von Ing. Gabat Tuning auch Österreichischer Vize-Staatsmeister im Bergrennsport. Das war 2001 und 2002. Sein letztes Rennen fuhr Gabat im Jahr 2013 am Rechberg. Nach seiner aktiven Laufbahn galt sein ganzes Engagement dem Tuningbetrieb in St. Stefan ob Leoben im Ortsteil Kaisersberg, den seinem Sohn Ing. Andreas Gabat zwischenzeitlich übernommen hatte. R.I.P. Günther!

Servus Kämpfernatur – Hermann Waldy sen. ist tot

20. September 2017

Nun hat er doch noch seinen langen und erbittert geführten Kampf gegen den Krebs verloren. Hermann Waldy Senior ist tot. Der 70-jährige Kärntner war einer der erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs und gewann zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft im Formel 3000. Bereits 1968 begann die motorsportliche Laufbahn des Hermann Waldy in den Disziplinen Autocross und Skijöring. Seit Mitte der 1980er betätigte sich Waldy im Bergrennsport, was zu seiner großen Leidenschaft wurde. Zu seinen  Meistertiteln gesellten sich zahlreiche Gesamtsiege bei nationalen und internationalen Bergrennen. Waldy war eine beispielhafte Kämpfernatur und machte immer das Beste aus seiner Situation. In Folge seiner Krebserkrankung  laborierte er Anfang dieses Jahres auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April hatte sich Waldy wieder soweit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann leider verwehrt. Der Bergrennsport in Österreich und ganz Europa verliert mit Hermann Waldy Senior einen Ausnahmekönner und große Persönlichkeit, die am 19. September 2017 verstarb. Der Trauergottesdient wird am Samstag, den 23. September, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Radweg gelesen.    

Unfallserie am Schweizer Berg reiß nicht ab

28. August 2017

Die Schweizer Bergmeisterschaft steht in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Beim Bergrennen Oberhallau, das auch zum deutschen KW Berg-Cup zählt, ereignete sich am Rennsonntag (27.08.) gegen 18 Uhr ein folgenschwerer Unfall. Der Schweizer Pilot Martin Wittwer (Forst bei Längenbühl) ist mit seinem Peugeot 205 während des dritten Wertungslaufs im Streckenbereich Wäldchen, gleich nach der berüchtigten Brotlaube, schwer verunglückt. Der Fahrer aus dem Kanton Bern schleuderte mit seinem Tourenwagen über die Leitplanken und traf einen Baum. Die umgehend durch Streckenposten, Rettungssanitäter und Ambulanz eingeleiteten Rettungsmaßnahmen konnten nicht verhindern, dass der verunglückte Pilot auf dem Weg mit dem Rettungshelikopter ins Krankenhaus verstarb. Tragischer Weise stand im Moment des Unfalls Martin Wittwers jüngerer Bruder Daniel Wittwer mit seinem VW Golf an der Startlinie und wartet auf seine Startfreigabe. Die fünfte Veranstaltung zur Schweizer Automobil Berg Meisterschaft wurde umgehend abgebrochen und aus Respekt vor dem Verunglückten keine Siegerehrung und Preisverteilung abgehalten.  Bedauerlicherweise ist die Tragödie um den dreiunddreißigjährigen Martin Wittwer der folgenschwerste von bislang drei gravierenden Unfällen in der aktuellen Saison. Beim Hembergrennen Mitte Juni hatte bereits der schwere Unfall von Top-Gear Schauspieler Richard Hammond bei Showfahrten für großes Aufsehen gesorgt. Hier sind mittlerweile von der FiA und Autosport Schweiz empfindliche Strafen an die Rennleitung und den Veranstalterverein ausgesprochen worden. Zwei Wochen später beim Bergrennen Reitnau, musste die Veranstaltung nach einem Crash von Chris Steiner (Porsche) abgebrochen werden, der mit komplizierten Beinverletzungen per Helikopter abtransportiert wurde. Für die Meisterschaften wurde das Resultat aus Oberhallau nach dem zweiten Durchgang als Wertungsgrundlage herangezogen. Über einen Erfolg freute sich unter diesen Umständen niemand, auch Marcel Steiner nicht, der bis zum Abbruch die Nase seines LobArt Mugen V8 hauchdünne 25/100 Sekunden von derer von Eric Berguerands Lola Cosworth in der Tageswertung hatte. Das Podium komplettierte der Vorarlberger Christoph Lampert im Osella PA 2000 Honda. Für Reto Meisel ging die Saison bereits am Trainingstag vorzeitig zu Ende. Der Mercedes SLK 340 V8 fing im letzten Probelauf im Heckbereich Feuer und bekam einiges ab. Eine schnelle Reparatur ist ausgeschlossen. Den Tourenwagensieg trug Roger Schnellmann im rund 700 PS starken Mitsubishi  Evo VIII davon. Bergrennen in Deutschland entbietet der Familie den Verwandten und Freunden von Martin Wittwer ihr tiefes Beileid und ist in Gedanken bei den Bergrennsportfreunden in der Schweiz. Foto: Teambeyou

Adieu Karl-Heinz Conrad

4. April 2017

Karl-Heinz Conrad, der Gründer und Ehrenteamchef von Conrad Racing Sport, ist am vergangen Freitag, den 31. März 2017, an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Der Vater des Berg DM-Vizemeisters von 2015, Thomas Conrad wurde 75 Jahre alt. Zeit seines Lebens war der Schwabe vom Motorsport begeistert. Bereits in den 1960er Jahren begann er mit dem Slalomsport auf einem BMW 700, gefolgt vom Aufstieg zur Rundstrecke und zum Berg. Hier erreichte der Dettenhausener auch seine größten Erfolge. Ein Highlight in der Karriere von Karl-Heinz Conrad war die Vize-Meisterschaft, hinter dem unvergessenen Peter Stürz, im Deutschen –Sportwagen-Pokal, der damals ausschließlich am Berg ausgetragen wurde und viele klangvolle Namen zu den Bergrennen zog. In diesen Jahren begann Conrad auch mit der Fertigung von Eigenbau-Sportwagen, ganz so wie es heutzutage auch seine beiden Söhne Thomas und Manuel betreiben. In den 1980er Jahren konzentrierte sich Conrad auf den Bergrennsport und betätige sich in der Deutschen Bergmeisterschaft und nahm an zahlreichen EM-Läufen, wie Truckheim, Trento-Bondone oder St. Ursanne-Les Rangiers teil. Auch bei den Bergrennen in Luxemburg war er öfters zu Gast, was ihm 1994 den Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Sportwagen einbrachte. Neben seinen Eigenkonstruktionen pilotierte er lange einen Chevron B26 Gruppe 6-Rennwagen mit BMW-Formel 2 Motor. Zu den vielen Klassen und Gruppensiegen wurde der Tüftler und Pilot auch mit dem ADAC Sportabzeichen in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Im Jahr 1995 beendete Conrad Senior eine Karriere als Aktiver und widmete sich als Teamchef den Aktivitäten seinen Sohnes Thomas auf der Rundstrecke, die ihn 2014 wieder zu seiner alten Liebe Bergrennen zurück führte. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 13.04.2017 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Dettenhausen bei Tübingen statt. Homburger ADAC Bergrennen 1988 bei Posten 10 Teufelskopf Bergrennen, Reichweiler bei Kusel 1985 – „Mietwagenfahrer“ Günter Schmid (Neu-Ulm) unter Betreuung von Karl-Heinz Conrad