Merli gewinnt auch in Portugal – Petit mit Highspeed-Crash

13. Mai 2019

Nach den Bergrennen Col St. Pierre (Frankreich) und Rechberg (Österreich) gewinnt Christian Merli auch den dritten Lauf der diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Portugal. Beim 40. Internationalen Rampa da Falperra vor den Toren der Stadt Braga, nordöstlich von Porto, bricht der Osella-Werksfahrer auch zum dritten Mal in dieser Saison den Streckenrekord. Bereits die Bestmarke aus dem Vorjahr war vom Fahrer der Scuderia Vimotorsport auf den 5.200 Meter langen Highspeed-Strecke in 1:47,890 min aufgestellt worden. Diesmal war Merli noch einmal  nahezu eine Sekunde schneller in 1:46,944 min. An manchen Stellen der Strecke erreichte Merli, wie auch ein Großteil der Topfahrer eine Spitzengeschwindigkeit von über 250 km/h. Seinem ärgsten Widersacher und Landsmann Simon Faggioli im Norma M20 FC fehlten am Ende, das unerwartet kommen sollte,  wieder einmal 3,3 Sekunden. Ein Ausrufezeichen setzte der Vorarlberger Christoph Lampert, auf der für ihn gänzlich unbekannten Strecke. Ohne echten Druck von Sebastien Petit oder Guy Demuth zu verspüren, dafür aber erneut mit Unterstützung des Blue City-Teams von Christian Merli, gelang Lampert ein unglaublicher dritter Gesamtrang. „Sehr gut. Wir freuen uns über unser Ergebnis und auch über Rang 3 von Lampert“, kommentierte Merli. „Versuchen wir so weiterzumachen. Wir haben eine Reihe kleiner Änderungen und Aktualisierungen an meinem Osella FA 30 vorgenommen, mit denen wir Rekorde und Siege fahren konnten. Gleich Morgen nehmen wir die Arbeit an den beiden Sportarten wieder auf und ziehen dann nördlich von Oviedo nach Spanien, um an der 4. Runde der Berg EM, der Subida al Fito „, teilzunehmen“. Wie schon in Eschdorf war der Franzose Sebastien Petit im Norma M20 FC nicht in Bestform, was mit dem im letzten Lauf passierten Unfall, aber nichts zu tun hatte. Auf einer der Hochgeschwindigkeitspassagen geriet Petits Norma im dritten Lauf plötzlich außer Kontrolle und krachte beidseitig mehrfach in die Leitplanken, die in Portugal nur einfach ausgebaut sind. Wie durch ein Wunder stieg der Französische Meister völlig unverletzt aus dem Wrack aus. Mehrfach war anschließend die Rede von einem Bruch des Heckflügels, was die unheilvolle Situation auslöste. Die darauf folgenden Piloten verzichteten danach auf eine Startwiederholung, wohl auch wegen den zahlreichen Schäden an den Leitplanken. Einen Durchgang zuvor war nicht nur Lampert schneller gewesen als Petit, sondern auch der Luxemburger Guy Demuth im Norma Zytek V8. Petit wurde dennoch als vierter der Gesamtwertung geführt, hauchdünn vor Guy Demuth. Nach diesem Horror-Unfall, bei dem Petit nur noch Passagier war, möchte er so schnell wie möglich wieder hinters Steuer um […]

Hillclimb Masters 2020 in Portugal mit Logistik-Coup?

17. November 2018

In Portugal, dem Land im äußersten Südwesten des europäischen Kontinents, genießt der Bergrennsport einen hohen Stellenwert und es gibt begeisterte Zuschauer und Fans, wie man eindrucksvoll beim diesjährigen FIA Hillclimb Masters in Italien beobachten können. Das nächste Masters-Event soll es im Jahr 2020, gemäß dem üblichen Zweijahresrhythmus geben. Aktuell wurden bereits Stimmen von höchster portugiesischer Stelle laut, die sich ernsthaft mit dem Gedanken der Austragung des kommenden FiA Hillclimb Masters beschäftigen. Ni Amorim der Präsident des Verbandes Federação Portuguesa de Automobilismo e Karting, den Motorsportexperten noch aus den 1990er Jahren, beispielsweise als Werkfahrer auf Opel Calibra in der DTM kennen,  war begeistert vom diesjährigen Masters-Event in Italien und vor allem dem olympischen Geist der dort herrschte. „Wir haben das entsprechende Klima für eine Veranstaltung im Oktober, wir haben mit Porto und Vigo zwei Flughäfen in der Nähe möglicher Austragungsorte,  wir haben ein gutes Angebot an Hotelketten und Gastronomie, wir haben auch Strecken von enormer Qualität. Aber wir haben mit unserer geografischen Position einen negativen Punkt, das ist uns klar. Denn die große Mehrheit der Piloten bei Bergrennen kommt in der Regel aus Italien, Frankreich, Osteuropa und Großbritannien“. „Wir sind hier, um zu helfen, was uns möglich ist“, sagt Amorim weiter. „Die Idee ist, diese Herausforderung anzunehmen und eine nationalen Logistikfirma einzubinden oder sogar eine multinational Partnerschaft zu finden, damit der Transport der Rennfahrzeuge von fünf oder sechs strategischen Punkten in Europa erfolgt, um damit unser größtes Manko zu egalisieren, was gegen ein Masters 2020 in Portugal spricht“. Eine ähnliche, beispielgebende  Aktion wurde bereits für den portugiesischen Rallyecross WM-Lauf umgesetzt. Um bereits Erfahrungen zu sammeln plant der Präsident des Clube Automóvel do Minho,  Dr. Mário Rogério Peixoto, schon für seinen Berg EM-Lauf im kommenden Mai, bei der  40. internationale Rampe der Falperra 2019, mit lokalen logistischen Partnern eine ähnliche Aktion auf die Beine zu Stellen.

Faggioli mit hauchdünnem Sieg in Portugal

14. Mai 2018

Die ersten Station der Tour über die iberische Halbinsel führte den harten Kern der EBM-Fahrer zur Rampa da Falperra in den Norden Portugals. Auf Einladung eines begrennverrückten portugiesischen Unternehmers nahm auch der Schweizer Reto Meisel die „kleine Weltreise“ auf sich und wird dann auf dem Rückweg, am kommenden Wochenende, im Baskenland beim spanischen EM-Lauf von Al Fito antreten. In Portugal angekommen, wurde der Mercedes SLK 340 Judd V8 gleich in den Farben des einheimischen Gönners aufwendig und komplett foliert und erstrahlte danach in ungewohnter Art und Weise. „Leider endete unser erstes Rennen auf der iberischen Halbinsel mit einer Enttäuschung“, resümierte Meisel. „Erhofft hatten wir sommerliche Wetterverhältnisse, wurden dann aber durch den Atlantikeinfluss regelrecht unterkühlt und teilweise durchnässt. Vor unserem ersten Rennlauf am Sonntag wechselten wir viermal die Räder, weil es immer wieder kurz regnete. Auf nicht komplett abgetrockneter Strecke gelang uns dann doch nach rund 30 Minuten Wartezeit an der Startlinie (Unterbruch auf Grund Unfalls von Renzo Napione) mit Sliks ein einigermaßen akzeptabler Lauf. Das Wetter meinte es dann doch noch gut und es trocknete ab 16 Uhr ab. Doch leider machte uns ein weiteres Mal die Defekthexe einen Strich durch die Rechnung. Dieser verflixte Anlasser aus England gab kurz vor der Startlinie zum gefühlt zehnten Mal den Geist auf. Die logische Schlussfolge ist, dass wir nun endgültig alles umbauen werden und auf einen bewährten Anlasser von Bosch zurückgreifen. Trotzdem hoffen wir, dass wenigsten der Ersatzanlasser das Rennen am kommenden Wochenende in Fito überlebt. Um den Gesamtsieg rauften wie gewohnt Simone Faggioli im Norma und Osella-Waffe Christian Merli. Beide fuhren je einmal Laufbestzeit und Merli sogar neuen Streckenrekord in 1:47,890 min und einem Schnitt von 173,51 km/h. Nach der finalen Zieldurchfahrt siegte dennoch zum insgesamt sechsten Mal Faggioli hauchdünn vor Merli. Faggioli ist unterdessen noch immer im 2017ner Modell des Norma M20 FC unterwegs. Das weiter verfeinerte Modell 2018 soll dann erstmals Anfang Juni in Ecce Homo (Tschechien) zum Einsatz kommen. Eschdorf-Sieger Sebastien Petit punktete auf Gesamtrang drei erneut erfolgreich in der EM-Wertung. Nach seiner gelungenen Premiere mit seinem flammneuen Norma M20 FC Judd V8 von Eschdorf, machte sich der Luxemburg ex-Champion Guy Demuth ebenfalls auf die über 1900 km lange Anfahrt ins Umland von Braga. Demuth kam erneut bestens mit dem noch ungewohnten Boliden zurecht und lande am Ende auf Platz vier, noch vor dem spanischen ex-Europameister der 80er und 90er Jahre Andres Vilarino, gleichfalls auf Norma V8, der […]