Neue Regeln und mehr Autos mit dem Performance Faktor ab 2020

5. Juli 2019

Nach der jüngsten Entscheidung des FiA World Motor Sport Council, die technischen Vorschriften für das Konzept des Leistungsfaktors umzusetzen, wird die in Kategorie 1 der FIA Berg-Europameisterschaft zugelassene Fahrzeugpalette ab 2020 erheblich erweitert. Zusätzlich zu den Fahrzeugen der Gruppen N, A, S20 und GT, die wahlweise in ihrer aktuellen Konfiguration oder in einer modifizierten Version fahren können, sind möglicherweise auch einige Fahrzeuge zugelassen, die derzeit den Bestimmungen für Fahrzeuge der Gruppe „E1“ entsprechen. Um in die entsprechende Klasse aufgenommen zu werden, müssen die Fahrer dieser Fahrzeuge ihren „Pf-Wert“ über den Online-Rechner (www.fiaperformancefactor.com) ermitteln und dies dem jeweiligen Veranstaltern bei Abgabe der Einschreibung vorlegen. Willkommen „E1“ Autos! Fortsetzung folgt! Weitere Informationen unter  https://www.fia.com/performance-factor

FIA erwägt revolutionär neue Fahrzeugeinteilung in Performance-Klassen

1. April 2018

Eine ambitionierte Reform der zahllosen Klassen- und Gruppeneinteilungen der Rennfahrzeuge bei nationalen und internationalen Bergrennen auf Basis des „Performance Factor Konzepts“ wird in der Saison 2018 von der FIA erprobt. In aller Bescheidenheit ist der Bergrennsport eine von wenigen Motorsportarten, die sich noch rühmen kann, zu den Menschen vor Ort zu kommen und offen zugänglich zu sein. Das durchschnittliche Niveau der Teilnehmerzahlen am Berg ist hoch. Ungewöhnlich ist es nicht, dass mehr als 150 Teilnehmer, oder sogar an die 200 Autos, an die Startlinie der gleichen Veranstaltung rollen. Die Magie dieser traditionellen Disziplin verzaubert weiterhin. Für die Fahrerinnen und Fahrer ist die Herausforderung zwar meist kurz, aber dafür intensiv und anspruchsvoll, und für das Publikum ist das hautnahe Spektakel einzigartig, aber auch die Vielfalt der konkurrierenden Autos ist ansprechend. Im Bergrennsport ist daher eine Standardisierung und Einteilung  von Rennfahrzeugen nicht so einfach, wie in vielen anderen Disziplinen. Das heißt, die Stärke dieser Motorsportspielart kann manchmal auch eine Schwäche sein. Die Vielfalt der Autos, die bei Bergrennen antreten, machen die Regularien für alle Beteiligten, ob Fahrer, Organisatoren, Sport- und Technikkommissare, Medien oder Zuschauer, sehr komplex. Gerade für letztere ist es schwierig da den Durchblick zu behalten. Zum einen leiden Bergrennserien und Meisterschaften, die ausschließlich auf den FIA-Homologationsgruppen N, A, R, GT usw. basieren, wie beispielweise die FIA​​-Europameisterschaft, unter einem großen Mangel an zugelassenen Fahrzeugen, weil die Hersteller derzeit nur selten ihre Modelle in den FIA-Gruppen homologieren lassen. Auf der anderen Seite hat die große Offenheit und die zahlreichen nationalen Reglements der jeweiligen ASN immer ein großes Fahrerfeld garantiert. Aus diesem Grund kombinieren viele Veranstalter mehrere Wettbewerbe – zum Beispiel sind alle Veranstaltungen der Europameisterschaft mit einer oder mehreren nationalen oder regionalen Meisterschaften verbunden – und jeder dieser Wettbewerbe hat seine eigenen Ergebnisse. Das ein und dasselbe Auto kann sich in verschiedenen Kategorien und Klassen einer Meisterschaft wieder finden. Eine Reform ist überfällig! Um dieser Situation zu begegnen, hat die FIA ​​Bergrenn Kommission mit Unterstützung der technischen Abteilung eine eingehende Überprüfung vorgenommen, deren Hauptziel die Entwicklung von Regeln ist, die so umfassend und praktisch wie möglich sind. So entstand das Projekt „Performance Factor“ – kurz „Pf“.  Die Schaffung eines gemeinsamen technischen Rahmens, der die Einbeziehung einer maximalen Anzahl von Fahrzeugen ermöglicht, ist das Ziel. Mit Ausnahme von Hybrid- und Elektroautos sind alle Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor von weniger als 6.500 ccm Hubraum zulässig, sofern sie den Mindestsicherheitsstandards gemäß dem aktuellen FIA-Anhang J entsprechen. Dies ist der Fall, wenn die Fahrzeuge homologiert […]