Zwischenbilanz vor den Finalrennen – Debruyne aussichtsreich in Berg DM und Cup

13. August 2017

Nach den Doppelwochenenden, mit den Bergrennen Hauenstein am letzten Juli-Wochenende und dem Osnabrücker Bergrennen Anfang August, die vollends in die Urlaubszeit fielen, wird es Zeit eine kurze Zwischenbilanz und Standortbestimmung für das CR-Racingteam, mit seinem Bergspezialisten Frank Debruyne, zu ziehen. Die laufenden Saison der Deutschen Bergmeisterschaft neigt sich schon wieder dem Ende zu, denn mit den Bergrennen Unterfranken (09./10. September) und dem großen Finale vom 30.09. bis 01.10. in Mickhausen bei Augsburg, stehen nur noch zwei Rennveranstaltungen aus. Ein vergleichsweise ruhiges und unaufgeregtes Rennwochenende verbrachte Frank Debruyne beim  48. ADAC Hauenstein Bergrennen. Die Konkurrenz in der Klasse der Formel-Rennwagen bis 2-Liter Hubraum war überschaubar und der schwarz-weiße AST-Abwasser-Sanierungs-Technik Dallara F303 Opel Formel 3 lief wie am Schnürchen. Die 4,2 Kilometer lange Piste in der Hochrhön, die bis auf über 700 Meter über Normalnull ansteigt, verlangte von den Rennmotoren einiges ab. Dem entsprechend vielen die Zeitunterschiede in den Ergebnislisten etwas deutlicher aus als sonst. In seiner Klasse siegte Frank Debruyne unangefochten und nach drei Durchgängen mit einem Polster von 11,8 Sekunden auf den Lokalmatadoren Georg Lang im Tatuus Renault und dem Heiligenstädter Sascha Herz auf Dallara F305 Opel. Dies bedeutete zugleich Rang zwei in der Gesamtwertung der 121 Teilnehmer. Nur Uwe Lang im überlegenen Osella-Sportwagen mit 3-Liter BMW-Motor war schneller als der Badener, der seinerseits auf den am Ende Drittplatzierten Österreicher Peter Amann (Osella Honda 2.0) einen beruhigenden Vorsprung von 4,5 Sekunden herausfuhr. Deine Woche später, beim 50. Osnabrücker ADAC Bergrennen, war die Konkurrenz eine Andere. Denn das Rennwagenfeld war gewaltig und nur wenige der Top-Bergrennfahrer der europäischen Szene fehlten am Uphöfer Berg. Nach einer Rekordzahl an Unterbrechungen und Unfällen, blieben an beiden Tagen für die über 240 Starter nur mehr je zwei Läufe übrig. Ein Jammer für den sportlichen Wert, der mit Spannung erwarteten Rennen. Mit 16 Fahrzeugen war die Klasse der Formelwagen bis 2000 ccm sehr international besetzt. Frank Debruyne traf, wie zuletzt in Homburg, auf den leicht favorisierten Franzosen Anthony Loeuilleux im Tatuus Master „Formel 2“, der die Vorteile seines „Untersatzes“ dann auch zu nutzen wusste und mit 2,7 Sekunden Vorsprung auf das CR-Racingteam-Mitglied gewann. In der Gesamtwertung reichte die Fahrzeit von 1:56,166 Minuten für Rang 17. In den beiden nationalen Bergmeisterschaften des DMSB sieht es zwei Veranstaltungen vor Schluss nach zwei Vize-Meisterschaften für Debruyne aus,  passiert nichts Unvorhergesehenes. In der Deutschen Bergmeisterschaft rangiert der Neurieder mit einem Rückstand von 12 Punkten (inkl. Streichresultat) auf Tourenwagenpilot Björn Wiebe […]

Vorschau Osnabrück 3: Stars und Sternchen schmücken den Berg

2. August 2017

Natürlich ist auch das Rahmenprogramm in Osnabrück gespickt voller Höhepunkte. Ob ein Original LMP Le Mans-Sportwagen, ein Ford GT 40, ein Ex-WRC Skoda Octavia, historischer und aktueller Ford Mustang, Historischer Porsche Carrera und exklusive aktuelle Ferrari-Modelle (u.a. LaFerrari) – für die vielen Fans ein Automobil-Paradies, wie es nur selten zu sehen ist. Dazu mischen sich TV-Stars, u.a. Martin Schneider („Ich bin der Maddin“) am Freitag und Samstag, außerdem Schauspieler Norbert Heisterkamp, TV-Moderatorin Lina van de Mars, Titus Dittmann, Rally-Profi und TV-Moderator Niki Schelle (am Sonntag) und Motorrad-Artist Horst Hoffmann unter das Publikum und stehen für Autogrammwünsche zur Verfügung. Natürlich werden sie auch auf der Strecke mit verschiedenen Top-Fahrzeugen zu sehen sein. Am Samstagmittag findet eine große Jubiläums-Fahrzeugparade auf der Strecke mit Serienfahrzeugen aus den Jahren 1967 bis 2016 statt. Erstmalig wird es am Sonntagmittag eine große Fahrerparade mit Show und Musik auf einem eigens umgebauten Truck mit einer Reihe von Fahrern geben, die dem Publikum vorgestellt werden, eine eigens zum Bergrennen-Jubiläum initiierte Aktion. Zu den weiteren Aktionen gehören auch der „Kürzeste Charity-Lauf der Welt – Vom Ziel zum Start“ am Samstag nach Abschluss des Trainings (Start ca. 19:15 Uhr) sowie ein Fotoshooting mit einem historischen Formel-Fahrzeug im Fahrerlager. Der MSC Osnabrück hat alle Aktiven aus Anlass seines Jubiläums zu einem spektakulären Abend auf der neuen E-Kart-Bahn sowie Europas spektakulärsten Wasserrutschen am Donnerstagabend und zu einem Jubiläums-Racing-Happening mit einem hochkarätigen Unterhaltungsprogramm am Freitagabend eingeladen und möchte nicht nur gemeinsam feiern, sondern insbesondere „Danke“ für die jahrelange Treue und Freundschaft sagen.Der MSC Osnabrück und das gesamte Team freuen sich auf ein spektakuläres langes Wochenende am „Uphöfener Berg“! Alle Informationen, die kompletten Starterlisten sowie Tickets zum 50. Int. Osnabrücker Bergrennen gibt es unter www.msc-osnabrueck.com .

Vorschau Osnabrück 2: Sagenhaftes Tourenwagen und GT-Feld

30. Juli 2017

Absolut außergewöhnlich ist auch das Starterfeld, das das „Berg-Orga-Team“ um Bernd Stegmann, bei den Tourenwagen zur Jubiläumsauflage des Bergrennens in das Osnabrücker Land (04.-06. August) locken konnte. Ein Name verblüfft dabei auf den ersten Blick: Michael Bartels, unter anderem ehemaliger Formel 1-Pilot und Gewinner der FIA GT 1-Meisterschaft bzw. FIA GT 1-Weltmeisterschaft plant einen Start mit einem ganz neuen Maserati MC 12 in der hochkarätig besetzten Kategorie der GT-Fahrzeuge. Damit wird erstmals in Europa ein aktuelles GT 1-Fahrzeug aktiv in den Wettbewerb am Berg eingreifen und sicher ein heißer Aspirant auf den Tourenwagensieg sein. Seinen Start widmet Michael Bartels auch seinem Vater Willi Bartels, dem „Bergkönig“ der 70er Jahre, der unter anderem in 1978 den Tourenwagengesamtsieg in Osnabrück mit dem legendären „Warsteiner“-Porsche errang. So wird es aller Voraussicht nach bei einem spektakulären und einmaligen Gastspiel in der Bergszene des erfolgreichen Profirennfahrers bleiben. Die Konkurrenz, aber auch die Qualität in der GT-Klasse ist phänomenal. So wird der aktuell in der Produktionswagen-Wertung der Französischen Berg-Meisterschaft führende 23 Jahre junge Pierre Courroye mit dem ebenfalls spektakulären McLaren MP4 12 C sicher auch ein Favorit der Tourenwagenkategorie sein. Das Team Walkenhorst Motorsport aus dem Osnabrücker Land hat in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass man gleichzeitig auf der Rundstrecke und am Berg erfolgreich sein kann. Matias Henkola hat sich einiges mit dem BMW M 6 GT 3 vorgenommen und auch Teamchef Henry Walkenhorst wird auf dem bewährten BMW Z 4 GT 3 als einer der Mitfavoriten gehandelt. Weitere spektakuläre Sportwagen präsentieren der Franzose Philippe Schmitter mit einem Lamborghini Gallardo GT 3 F 12 sowie der Schwizer Rene Ruch mit dem Ferrari 458 GT. Aber nicht nur die Tourenwagen jüngeren Jahrgangs sind ganz vorne einzustufen, auch die mit modernster Technik und unglaublichen PS-Leistungen versehenen Tourenwagen älteren Baujahrs fahren am Berg ganz vorne. Der Bulgare Nikolay Zlatkov kommt zum Jubiläumsrennen aus Sofia wieder mit dem allseits beliebten und ultraschnellen Audi Quattro S1, ebenso wie der Brite Keith Edwards. Auch das Haus Porsche ist sehr stark vertreten: der mehrfache Französische Meister Nicolas Werver mit einem neu aufgebauten Porsche 997 GT2, der Österreicher Herbert Stolz mit dem Porsche 935 DP II und das Rundstreckenteam Kremer-Porsche mit dem Rennprofi Wolfgang Kaufmann am Steuer eines Porsche 997 K 3, die Fans des deutschen Sportwagenherstellers werden begeistert sein. Zwei Schweizer Piloten stehen ebenfalls auf der Liste der ganz schnellen Tourenwagen: Erstmals kommt Romeo Nüssli mit einem über 700 PS starken Ford […]

Vorschau Osnabrück 1: Rennwagen wie in Goodwood

28. Juli 2017

Ein Starterfeld der Superlative darf der MSC Osnabrück e.V. bei der 50. Auflage des Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens (04.-06. August), gleichzeitig dem 8. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup, präsentieren. Mit rund 245 Nennungen und Teilnehmern aus 15 Nationen wird es „eng“ auf der traditionellen 2,030 km langen Strecke am „Uphöfener Berg“, aber in diesem Jahr wollen  fast alle nationalen und internationalen Bergfahrer der Spitzenklasse dabei sein und natürlich auch beim Jubiläumsprogramm, das der Veranstalter insbesondere den aktiven Fahrern gewidmet hat,  mitfeiern. Zum runden Geburtstag gibt es darüber hinaus ein erstklassigen Rahmenprogramm mit einer Reihe von phantastischen Fahrzeugen mit Kultcharakter sowie bekannten und TV erprobten „Promis“, aber auch internationale Profirennfahrer der absoluten Spitzenklasse – doch dazu später mehr. Fast 60 offene Formel- und Sportwagen, alleine 11 Formel 3000, das sind rekordverdächtige Zahlen, die das sportliche Geschehen im Gesamtklassement bestimmen wollen. 52, 232 sec – der Streckenrekord aus dem Jahr 2016 steht auf dem Prüfstand. Der derzeit mitführende in der Europa-Bergmeisterschaft, Christian Merli aus Italien hat seine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr im Visier und macht kein Geheimnis daraus, dass er bei entsprechenden Bedingungen auf der Strecke diese Zeit nochmals „knacken“ will. Der sympathische Fahrer mit dem superschnellen Osella FA 30 wird dabei von einigen hochkarätigen international erfolgreichen Piloten gejagt. Der mehrfache Französische Bergmeister Sebastien Petit (Norma M20 FC) wird ebenso einen Podiumsplatz im Visier haben, wie der sympathische Schweizer Formel 3000-Pilot Eric Berguerand (Lola FA 99), der erstmals in Deutschland am Start stehende Franzose Geoffrey Schatz (Reynard 01L Formel 3000) sowie die weiteren Sportwagenpiloten Jelle de Coninck aus Belgien (Norma M 20 FC), der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik (ebenfalls mit einem neuen Norma M 20F) und, nicht zu vergessen, der nach längerer Zeit wieder am Start stehende Luxemburger Tommy Rollinger mit einem Osella FA 30.  Mit sehr guten Aussichten dabei sind auch der letztjährige Drittplatzierte in Osnabrück, Vaclav Janik aus der Tschechischen Republik (Norma M 20 FC) sowie das Schweizer „Ur-Gestein“, Marcel Steiner, der mit seinem LobArt LA 01 Mugen – Prototypen immer besser zurecht kommt und in der Schweiz in 2017 bereits zwei Gesamtsiege feiern konnte. Die Liste der Top-Fahrer und Fahrzeuge der offenen Rennsportklassen ließe sich weiter fortsetzen und sicher ist auch mit der ein oder anderen positiven Überraschung zu rechnen, aber das macht den Bergrennsport bei der Vielzahl der Klassen und Gruppen auch zusätzlich spannend. Aus deutscher Sicht wird auch der Schweinfurter Uwe Lang mit dem Osella PA […]

Team Schulte – Zum Heimspiel wieder im Renngeschehen dabei

26. Juli 2017

Viele Interessierte am KW Berg-Cup und Fans der Marke Citroen werden in dieser Saison das Team Schulte aus Werl in Nordrhein-Westfalen bereits vermisst haben. Das Zwei-Wagen-Team mit Vater und Sohn, Manfred und Benedikt Schulte waren bislang gemeinsam nur beim Eschdorfer Hill Race, Anfang Mai in Luxemburg am Start. Dann kam das Pfingst-Wochenende dass den beiden zwei nachhaltig beschädigte E1-Tourenwagen bescherte. Manfred brachte den roten AX-Kit Car mit Motorschaden vom Ausflug zum EM-Lauf im tschechischen Ecce Home nach Hause. Noch schlimmer erwischte es Benedikt beim Wolsfelder Bergrennen. Mit dem weißen AX-Sport überschlug sich „Benne“ kurz nach dem Start auf der Eifel-Kultstecke, was einen Totalschaden nach sich zog. Das Team Schulte wird jedoch beim 50. Osnabrücker ADAC Bergrennen wieder komplett antreten. „Nachdem Crash von Benne in Wolsfeld haben wir in den vergangenen zwei Monaten ein komplett neues Auto aufgebaut. Bei dieser Gelegenheit ist natürlich das Gewicht und das Fahrwerk von Hugo und Gerhard Moser optimiert worden. Nur durch die Hilfe unserer Partner, besonders zu erwähnen ist hier das Berg Cup Mitglied Uwe Ladage, war dieses in dieser Rekordzeit möglich“, lässt uns Manfred Schulte wissen. „Durch meinen kapitalen Motorschaden in Tschechien, war hier ein neues Aggregat angesagt. Auch hier hat die Firma Nemeth, unser Motorenpartner, in Rekordzeit einen neues Triebwerk entwickelt und komplett neu unter den neuesten Erkenntnissen aufgebaut. Der Motor wird kommendes Wochenende eingebaut, bevor es am Montag vor Osnbarück zur Abstimmung zu MTO geht“. Dann ist für das Heimspiel der Schultes am Uphöfer Berg alles auf den Punkt…

Reinhold Köster – beim 1. und 50. Osnabrücker Bergrennen dabei

24. Juli 2017

Sein silberfarbener Fiat 850 Coupé trug beim allerersten Osnabrücker Bergrennen 1968 die Startnummer 5. Reinhold Köster aus Herford wird der einzige Fahrer sein, der sowohl beim 1. als auch beim 50. Rennen auf die Strecke gegangen ist. Die alten Filmaufnahmen zeigen ihn 1968 bei der Siegerehrung. Ob er auch 2017 mit einem Pokal nach Hause kommt? Neben Bergrennen fuhr er auch Lang- und Rundstreckenrennen, insgesamt wohl fast 1000 Veranstaltungen. 1977 bekam er das ADAC Sportabzeichen in Gold mit Brillianten verliehen. Dafür waren viele Punkte aus guten Platzierungen nötig. Reinhold Köster sammelte sie, indem er zeitweise an einem Wochenende drei Rennen fuhr, darunter auch in Frankfurt und am Hockenheimring. Über viele Jahre hat er die Rennszene mitgeprägt, zuletzt die Serie der historischen Tourenwagen bis 1300 ccm, den „Kampf der Zwerge“. Und immer waren „die Jungs“ dabei. „Gutes Auto, gute Freunde, einigermaßen fahren, dann passt das.“ Bescheiden waren sie, der Teamgeist war ihnen wichtiger als ein bequemes Hotelbett. „Noch vor ein paar Jahren haben die Jungs darauf bestanden, im Hänger zu schlafen. Nicht mal im Wohnmobil, sondern im Hänger. Die sind jetzt alle über 60.“ Beim Jubiläumsrennen steigt er wieder in seinen bewährten Fiat 850 Abarth und wird im „Kampf der Zwerge“ sicher ein gewichtiges Wort um den Klassensieg mitsprechen.

Nach 25 Jahren wieder im Cockpit

24. Juli 2017

„Sehr erfreulich: Ich passe ins Auto!“ Mit dem 25. Osnabrücker Bergrennen 1992 beendete der Mindener Bernd Könemann seine Motorsportkarriere. Nach einer Reihe schöner Erfolge, u.a. vier deutschen Bergmeisterschaften der Formel V 1300 sowie Teilnahmen am Langstreckenpokal und an der Europa-Bergmeisterschaft, ließ ihm der Beruf keine Zeit mehr. Beim 50. Osnabrücker Bergrennen 2017 steht er erstmals wieder an der Startlinie. Fast hätte es nicht geklappt. „Ich will auf jeden Fall bei euch fahren.“ Dafür brauchte er zwei Dinge: ein Auto und eine Lizenz. Für sein Comeback wünschte er sich einen Formel 3- oder Tourenwagen mit 500 PS. Tatsächlich fand er über Facebook einen Dallara F3, und zwar bei Sascha Herz vom MC Heilbad Heiligenstadt, der selbst schon mehrfach am Uphöfener Berg gestartet ist und auch 2017 mit von der Partie sein wird. Aber Könemann stieß auf ein unerwartetes Problem: Er passte nicht ins Cockpit. „Ich fuhr nach Heiligenstadt, um festzustellen, dass ich zu dick war“. Er ließ sich nicht entmutigen. In knapp vier Monaten nahm er fast 10 kg ab und konnte schließlich Vollzug melden: „Sehr erfreulich: Ich passe ins Auto.“ Nun fehlte nur noch die D-Lizenz, die er für das Formel-3-Auto benötigte. Ein Upgrade seiner alten Lizenz sozusagen – doch das war nicht so einfach, denn die alte Lizenz war längst verfallen und beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) waren sämtliche Lizenzunterlagen, die älter als 20 Jahre waren, bereits vernichtet. „Alternativ sollte ich beweisen, dass ich Motorsporterfahrung hatte. Aber keine Chance – es gab aus der Zeit keine Ergebnislisten mehr.“ Von alten Fotos und den Berichten ehemaliger Rennfahrerkollegen ließ der DMSB sich nicht überzeugen. Abermals versuchte der Mindener es über Facebook, und siehe da: „Nach 5 Tagen bekam ich ausgerechnet die Ergebnisliste vom Osnabrücker Bergrennen 1992.“ Der DMSB lenkte ein, und einen Tag vor seinem 64. Geburtstag im Juni erhielt Könemann die ersehnte Lizenz. Endlich stand seinem Start am Uphöfener Berg nichts mehr im Wege! Er weiß, dass er diesmal wohl nicht um den Sieg mitfahren wird. Aber das ficht ihn nicht an: „Ich freue mich wahnsinnig auf meinen Einsatz. Es geht mir nur um das Dabeisein!“

Jubiläumsnews zum diesjährigen Osnabrücker Bergrennen

7. Juli 2017

Zu seinem Jubiläum hat der MSC Osnabrück eine Reihe von hochkarätigen Rennfahrzeugen mit ihren Top-Piloten eingeladen. So zählt die Teilnahme eines McLaren MP4-12C ganz sicher zu den zahlreichen Höhepunkten am 1. Augustwochenende. Der rasante Sportwagen in Rennversion wird von dem erst 23 jährigen Pierre Courroye pilotiert. Dieser fährt aktuell in der französischen Berg-Meisterschaft für Tourenwagen und GT und führt das Klassement nach 7 von 13 Rennen unangefochten an. Das weiße Fahrzeug hat den Charme einer Designstudie, der Sound und die Power, mit der er vorangetrieben wird und die Fähigkeit, wie der junge Mann das Kraftpaket den Berg hinauftreibt, werden das Publikum in Atem halten. Dieses europaweit in der Disziplin Bergrennen einmalige Fahrzeug kommt erstmals nach Deutschland und diesen Auftritt sollten sich die Automobilsportfreunde beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen 4.-6.August 2017 nicht entgehen lassen. Beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. -6. August 2017 wird erstmals eines der bekanntesten und erfolgreichsten Porsche-Motorsport-Teams, Kremer-Racing aus Köln aktiv in das Renngeschehen eingreifen. Mit Unterstützung des Chefredakteurs des Sportwagenmagazins werk 1, Carsten Krome, konnte die Zusammenarbeit geknüpft werden und so wird das seit über 50 Jahren im Motorsport erfolgreiche Team den legendären Kremer-Porsche 997 K 3 an den Start bringen. Das Fahrzeug wird am „Uphöfener Berg“ vom Profi-Rennfahrer Wolfgang Kaufmann pilotiert. Das Team ist aktuell in der VLN-Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring sowie den dazugehörigen 24h-Rennen erfolgreich im Einsatz. Zuletzt verbuchte das Team einen großen Sieg mit dem Werksfahrer Wolfgang Kaufmann beim Eifelrennen auf dem Nürburgring. Somit erleben die Fans am Berg einen spannenden Fight zwischen den erfolgreichen Bergspezialisten und dem erfolgreichen Fahrer mit dem wunderschönen Porsche 997 K 3 auf der 2, 030 km langen Berg-Sprintstrecke. Seit 2003 ist die sympathische Lina van de Mars in unterschiedlichen TV- und Hörfunk-Formaten regelmäßig präsent und insbesondere als Moderatorin bekannt (u.a. SAT 1, PRO 7, Kabel 1, Sport 1, DMAX, RTL 2). Außerdem ist sie als Musikerin am Schlagzeug über Jahre in verschiedenen bekannten Bands aktiv gewesen. Schon seit vielen Jahren gehört der Motorsport zu ihrer großen Leidenschaft und so hat sie in den vergangenen Jahren eine Reihe von hochkarätigen Wettbewerben im Automobilsport bestritten. In den vergangenen Jahren startete sie im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft im Opel Adam Rallye Cup. Lina van de Mars ist auf zahlreichen Covern abgebildet und Thema zahlreicher Print-Geschichten. Beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen wird sie am Steuer eines über 500 PS starken Lexus LC 500 sitzen und für die von ihr unterstützte Aktion […]

Boxengeflüster 07/2017: Wussten Sie schon dass…?

29. Juni 2017

DASS die Gemeinde Eschdorf, nach den vielen bislang hervorragenden Bergrennen und dem FiA Hillclimb Masters 2014, am kommenden Montag (3. Juli) die dritte Etappe der Tour de France erleben wird. Das 212,5 km lange Teilstück der diesjährigen Tour führt quer durch Luxemburg, von Verviers in Belgien nach Longwy in Frankreich. Der Ort Eschdorf erhielt zudem eine Bergprüfung der Kategorie 3 mit dem Namen „Cote d´Eschdorf“, nach einem 2,3 km langen Anstieg aus Esch an der Sauer. Die bekannte Bergrennstrecke von Eschdorf wird von den besten Radprofis der Welt zwar nicht befahren, doch die Strecke führt durch das Fahrerlager, vorbei am „Portugiesen“ und dem Rennbüro. Anschließend führt die Etappe weiter zur  Kreuzung am Hotel Braas rechts ab, am Wasserreservoir vorbei auf der N12 Richtung Grosbous. Gegen 13 Uhr 20 wird das Peleton in Eschdorf erwartet. DASS der Niederländer Paul Sieljes am ersten Augustwochenende am „Uphöfener Berg“ beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen sein Debüt in einem Formel 3000-Rennwagen gibt. Der junge Mann ist ansonsten überwiegend auf der Rundstrecke im Formel Renault oder Formel Ford unterwegs. Den über 500 PS starken und top-aktuellen Boliden stellt das CMS-Racing Team aus Pisa/Italien zur Verfügung. Dass das überhaupt möglich wurde, ist besonders der Partnerschaft mit dem Unternehmen Dieter Seegers Haus der Verpackungen GmbH und der Firma ZackZack (Friedhelm Bockhorst) aus Lotte in der Nähe von Osnabrück zu verdanken. Damit beim Bergrennen alles in einem einheitlichen Design mit den Partnern präsentiert wird, hat der rennsportverrückte Vater von Paul, Harry Sieljes, jetzt den extra angefertigten, neuen Fahreranzug vorgestellt, natürlich mit den Logos der Partner aus Lotte. DASS der Franzose Geoffrey Schatz seine Premiere in Deutschland beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen geben wird. Somit kommt ein weiterer bekannter und sehr erfolgreicher und schneller Spitzenfahrer des Bergrennsports zum Jubiläumsbergrennen nach Osnabrück. Der Franzose Geoffrey Schatz tritt mit dem superschnellen Formel 3000 Reynard 01 L an. In Frankreich durfte er kürzlich den Norma M20 FC BMW 4.0 Liter von seinem Bruder Nicolas Schatz übernehmen, der kurz vor dem Saisonstart auf die Rundstrecke wechselte. Schon beim ersten Bergrennen mit dem Norma  gewann Geoffrey in Beaujolais die Gesamtwertung, hauchdünn vor Sebastien Petit. Der Automobilsportler aus Azé, nördlich von Lyon, zählt zu den bekanntesten Piloten am Berg. Schließlich konnte er in den vergangenen Jahren eine Reihe von Erfolgen in dem stark besetzten französischen Bergchampionat erringen. Der Vize-Meister aus 2014 und jeweils Drittplatzierte in 2015 und 2016 rangiert nach 6 Läufen in dieser Saison derzeit unangefochten auf dem zweiten Meisterschaftsrang. Geoffrey Schatz […]

Boxengeflüster 06/2017: Wussten Sie schon dass…?

17. Juni 2017

DASS es anlässlich der Veranstaltung „fiftfyfifty“ bei der Firma Hinrichs Licht&Druck für die über 150 eingeladenen Gäste eine große Überraschung gab: MSC Osnabrück-Organisationsleiter Bernd Stegmann hielt nach seiner Begrüßung eine Laudatio auf den Skater-Pionier und Unternehmer Titus Dittmann aus Münster. Titus nimmt seit rund 7 Jahren am Int. Osnabrücker Bergrennen teilt und hat sich dort nachhaltig u.a. durch attraktive Fahrzeuge und die Nähe zum Publikum sowie als Vorreiter der Taxifahrten für Besucher auf der Rennstrecke eingebracht. Daher wurde diesmal im Vorfeld des 50. Int. Osnabrücker Bergrennens eine „Osnabrücker Planke“ , und dazu außerhalb der bisherigen Räumlichkeiten vergeben. In seinen Dankesworten bezeichnete Titus das Rennen am „Uphöfener Berg“ als die beste Motorsportveranstaltung, an der er jemals teilgenommen habe und er werde dort immer wieder hinkommen, solange dort gefahren wird. In diesem Jahr hat Tituts angekündigt, zum Jubiläum einen Original Ford GT 40 zu präsentieren, von denen es weltweit nur sehr wenige gibt. Auf dieses phantastische Fahrzeug dürfen sich die Fans ganz sicher freuen. DASS die Saarländer Vincent Schwartz und David Jakob in den Juni-Ausgabe der bekannten ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ als eine der Kandidaten auf den diesjährigen XY-Preis zu sehen waren. Schwartz ist aktiver Motorsportler im RCN-Cup auf dem Nürburgring und wird in vier Wochen erneut bei seinem „Home-Grand-Prix“, dem Homburger ADAC Bergrennen mit seinem Honda Civic Type R an den Start gehen. Die beiden jungen Männer waren auf Parkplatzsuche in der Nähe des Flughafens Frankfurt-Hahn, als sie in einer Sackgasse einen Mann und eine Frau wahrnahmen. Zunächst vermuten sie ein Liebespaar. Als ihnen doch Zweifel kamen, untersuchten sie die Situation. Schnell war klar, dass die Frau sich gegen den Mann zur Wehr setzte. Die beiden jungen Männer vertrieben den Täter durch lautes Hupen. Anschließend blieb David beim Opfer, einer Stewardess, und rief die Polizei. Vincent verfolgte den Mann und kann ihn schließlich zu Boden bringen und festhalten. Das mutige Einschreiten der beiden wurde von „Aktenzeichen XY“ in einem Film gezeigt, der Täter erhielt 2 Jahre und 9 Monate auf Bewährung. Im Herbst werden insgesamt drei XY-Preise, dotiert mit je 10.000 Euro vergeben, worüber eine Jury abstimmt. DASS nach fast 20 Jahren der Organisationsleiter des Osnabrücker Bergrennens, Bernd Stegmann zum diesjährigen runden Jubiläum wieder einmal alle Funktionäre des Bergrennens zu sich nach Borgloh eingeladen hatte. Trotz Dauerregens folgten über 80 Funktionäre der Einladung des Orga-Teams. „LS“ Holger Maes stellte dabei den vorgesehenen detaillierten Zeitplan für den Aufbau der Rennstrecke zum 50. Int. […]

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