Dem 78er Ralt Formel 2 kein Haar gekrümmt und gewonnen

6. September 2016

Bei der 12. Arosa Classic Car, einem Bergrennen für Oldtimer in der Schweiz, dass nicht zur Schweizer Bergmeisterschaft zählte, hieß der Tagessieger Thomas Amweg. Der 31jährige Sohn des früheren Schweizer Bergkönigs Fredy Amweg steuerte einen wunderschönen und edlen Ralt RT1 Formel 2, aus dem Baujahr 1978. Wie damals üblich wurde der klassische Bolide von einem 320 PS starken BMW M12-Motor befeuert, natürlich mit 2-Liter Hubraum. Besitzer Hans Peter legte sein „Schätzchen“ in die erfahrenen Hände des Aargauers, der nach dem frühen Ausscheiden von Hauptrivale und Lokalmatador Roger Moser (Martini Mk 28 BWM F2), freie Bahn zum Tagessieg hatte. Thomas Amweg ließ sich dennoch nicht lumpen und stellte mit seiner Bestzeit von 4:17,83 min, einen neuen Streckenrekord für 7,3 km lange Bergstrecke von Langwies, hinauf nach Arosa auf. An den vier Veranstaltungstagen zusammen, wurden bei herrlichem Bergwetter an die 30.000 Zuschauer gezählt. An die 170 Renn-Raritäten, startend nach drei unterschiedlichen Wertungsmodi, sorgten für eine einmalige Atmosphäre mitten in den Schweizer Alpen.

Foto-Galerie Alpe del Nevegal online!

4. August 2016

Die kleine Sommerpause von „Bergrennen in Deutschland“ ist vorbei und wir steigen wieder voll ins Renngeschehen des nationalen und internationalen Bergrennsports ein. So ganz ohne Bergrennen sind wir aber dann doch nicht ausgekommen. Nichtdestotrotz konnten wieder einen neuen Ground, mit dem italienischen Bergrennen Alpe del Nevegal bei Belluno, am südlichen Rande der Dolomiten, in die jetzt 40 unterschiedliche Bergrennstrecken umfassende Liste aufnehmen. Die 5,4 lange Piste mit zahlreichen Spitzkehren führt in ein bekanntes Skigebiet. Das Starterfeld bot auf den ersten Blick eine Unmenge von Renault Clio und Peugeot 106-Fahrzeugen in den unterschiedlichsten Modifikationen, aber auch ein wunderschönes und großes Feld der historischen Gruppe. Dazu die Akteure aus der Berg ÖM und natürlich, wie in Italien üblich, zahlreiche Formel- und Sportwagen. Aber schaut selbst: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=5754

Stuck, Röhrl, Demuth & Co: Große Namen und legendäre Fahrzeuge beim Roßfeldrennen 2016

5. Juli 2016

Nur noch knapp drei Monate bis zum Start des diesjährigen Edelweiß-Bergpreises am Roßfeld (23. bis 25. September). Und die Vorbereitungen für die vierte Auflage des „Roßfeldrennens“ laufen bereits auf Hochtouren! Nicht weniger als 140 Besitzer der seltensten und wertvollsten Rennfahrzeuge der Welt haben sich für das diesjährige Classic-Spektakel in den Berchtesgadener Alpen angesagt. Doch was wären die legendären Autos ohne die tollkühnen Piloten, die sie lenken? 2016 steht der Edelweiß-Bergpreis deshalb ganz im Zeichen des unumstritten besten Rallye-Piloten aller Zeiten, Walter Röhrl. Erstmals können praktisch alle historisch bedeutsamen Original-Röhl-Boliden bei einer Veranstaltung bewundert werden. Doch der Botschafter des Roßfeldrennens ist nicht der einzige Name, der Motorsport-Fans mit der Zunge schnalzen lässt: Die offizielle Starterliste umfasst auch Rennlegenden wie Hans-Joachim Stuck, Christian Geistdörfer, Harald Demuth und Herbert Linge. Der diesjährige Edelweiß-Bergpreis auf der Roßfeld-Panoramastraße entwickelt sich immer mehr zum Gipfeltreffen der Rennlegenden: Neben Walter Röhrl, dem die vierte Auflage der Charity-Events gewidmet ist, hat sich nun auch eine weitere Motorsport-Legende von Weltrang angekündigt: Niemand geringerer als Hans-Joachim Stuck wird 2016 beim Roßfeldrennen an den Start gehen. Salzburg-Käfer und VW Golf GTI „Strietzel“ Stuck nimmt als Botschafter von Volkswagen Classic das Roßfeldrennen zum Anlass, einigen Hochkarätern aus dem Volkwagen-Museum zu einer Ausfahrt in die Berchtesgadener Berge zu verhelfen: Der ehemalige Formel 1-Pilot, DTM-Champion von 1990 und zweifache Le Mans-Sieger wird anlässlich dessen 40. Jubiläums mit einem VW Golf GTI an den Wertungsläufen teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein Modell, wie es schon seinerzeit 1977 bei der letzten Auflage des „historischen Roßfeldrennens“ an den Start ging. Zudem bringt das Team von Volkswagen Classic einen Original Salzburg-Rallye-Käfer an den Start. Mit diesem Auftritt geht auch die fantastische Partnerschaft mit Volkswagen Classic in die zweite Runde.  Original-Sieger-Porsche von Eberhard Mahle Auch Porsche-Fans kommen am letzten September-Wochenende unter Garantie auf ihre Kosten: Bei einem der rund zwei Dutzend Zuffenhausener, welche die rund sechs Kilometer lange Strecke über 700 Höhenmeter unter die Räder nehmen werden, handelt es sich um das Original-Siegerauto von Eberhard Mahle aus dem Jahr 1966. Jenem 911 also, mit dem er im selben Jahr auch die damals neu ausgeschriebene Berg-Europameisterschaft für GT-Fahrzeuge gewann. Gefahren wird der Elfer von „Ebs“ Mahle und seinem heutigen Besitzer, Tobias Aichele. „Die schnellste Feuerwehr der Welt“ Schon 1973 hier im Einsatz, kehrt der legendäre Porsche 914/6 GT der O.N.S.-Sicherheitsstaffel mit Hilfe von RECARO dieses Jahr wieder nach Berchtesgaden zurück. Der ehemalige Porsche-Werksrennwagen wurde 1971 bei der Rallye Monte […]

2017 ist das Jahr der Renaissance des Classic-Berg-Cup

21. Mai 2016

Der Classic-Berg-Cup, die Traditions-Meisterschaft für klassische Tourenwagen und GT im deutschen Bergrennsport wird 2017 wieder aufleben. Die Weichen wurden vom Veranstalterverein Classic-Berg-Cup e.V. frühzeitig gestellt, um die seit 2006 geführte Ehrentafel der CBC-Gesamtsieger und Platzierten in der Motorsportsaison 2017 fortzuschreiben. Als Bestzeit-Rennserie im Rahmen der Läufe zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ist der CBC das Sammelbecken und die Interessengemeinschaft für Besitzer klassischer Tourenwagen nach den ehemaligen Gruppe 1 bis 5 Richtlinien, aus der Homologation herausgefallener Gruppe B, F, N und A-Rennfahrzeuge sowie der Fahrzeuge, die weiter nach dem auslaufenden Gruppe H-Reglement eingesetzt werden sollen. Dazu kommen wie gehabt Tourenwagen und GT-Fahrzeuge nach Anhang K, ab Periode F (1962) bis inklusive H2 (1976). Als Maxime gilt hierbei das Sportgerät möglichst nahe dem originalen Zustand zu belassen. Das heißt: Tourenwagen aus den Baureihen, deren Produktionsbeginn einschließlich im Jahr 1995 liegt. Nicht zuletzt auch aus Kostengründen bestehen die CBC-Richtlinien auf manuelle 5-Gang H-Schaltungen (serienmäßige 6-Gang-H-Schaltungen sind erlaubt) und auch die Motoren samt Gemischaufbereitung müssen der gleichen Baureihe wie der des Fahrzeuges entsprechen oder seinerzeit homologiert gewesen sein. Außer serienmäßiger Elektronik ist keine weitere oder zusätzliche Elektronik erlaubt. Elektronische Fahrhilfen müssen deaktiviert werden. Vierventil-Motoren und Turbolader sind erlaubt, wenn diese serienmäßig verbaut wurden. GFK-Teile als Ersatz für nicht mehr erhältliche bzw. schwierig zu beschaffende Blechteile (Motorhaube, Türen, Kotflügel  vorne, Heckdeckel) sind erlaubt. Daraus folgendes Untergewicht muss sodann mit Ballast bis zum Mindestgewicht ausgeglichen werden. Der Ballast ist dort anzubringen, wo das Gewicht entfernt wurde. Kunststoffscheiben laut DMSB-Reglement sind erlaubt. Die Lichtanlage darf nicht durch Kunststoffattrappen ersetzt werden. Gegen das Wettrüsten zielen auch die ausgeklügelten Mindestgewichte. Bis zur Hubraumgrenze 1300 ccm sind das 600 kg. Bis 1600 ccm Hubraum gelten 690 kg. Zwei-Liter Fahrzeuge müssen mindestens 780 kg auf die Waage bringen und Autos mit mehr als 2000 ccm Hubraum Minimum 900 kg. Interessenten und Neueinsteiger in den Classic-Berg-Cup 2017 werden gebeten frühzeitig den Kontakt mit dem CBC-Vorstand zu suchen. Ein Flyer mit allen Informationen wird ab dem Ibergrennen Ende Juni bei den restlichen Bergrennen verteilt werden. Alle Infos auch via www.classic-berg-cup.de

Motors & Classics ein voller Erfolg

29. Februar 2016

Die stilvolle Eventhalle Lokschuppen in Dillingen im Saarland war am vergangenen, letzten Februar-Wochenende Schauplatz der Erstauflage der „Motor & Classics“, einer neuen Messe und Ausstellung für Old- und Youngtimer, Renn- und Rallyefahrzeuge sowie Veranstalter aus den jeweiligen Szenen. Der Homburger Automobilclub (HAC) erhielt von Organisator Wolfgang Heinz von den „Oldtimer-Freunden untere Saar“ die Möglichkeit, sich und sein Homburger ADAC Bergrennen im edlen Ambiente des Lokschuppens zu präsentieren. Mit dem Dallara F309/11 Formel 3 von HAC-Mitglied Andreas Germann und dem Hartge BMW E30 von Berg-Cup Pilot Thomas Ostermann, steuerte der Homburger ADAC Ortsclub zwei vielbeachtete Exponate bei. Die Erstlingsveranstaltung der „Motors & Classics“ war ein voller Erfolg. Das Besucheraufkommen war durchweg enorm und übertraf die Erwartungen des Veranstalters. Die HAC´ler brachten an ihrem Messestand so einiges an Flyern, Aufklebern, Autogrammkarten und Plakaten unters Volk und standen Rede und Antwort in Sachen Bergrennsport.

Homburger Bergrennen präsentiert sich bei der „Motors & Classics“

21. Februar 2016

Die Eventhalle Lokschuppen im saarländischen Dillingen ist am kommenden Wochenende, 27. & 28. Februar 2016, Ort einer neuen Ausstellung für Oldtimerclubs, Veranstalter diverser Oldtimer- und Motorsportserien, spektakulärer Renn- und Rallyesportfahrzeuge sowie attraktiver Old- und Youngtimer. Mit einem großen Messestand wird auch der Homburger Automobilclub (HAC) bei der Premiere der „Motors & Classics“ vertreten sein. Mitglieder des Homburger ADAC-Ortsclubs präsentieren das traditionsreiche Homburger Bergrennen, das dieses Jahr am dritten Juli-Wochenende zum 43. Mal stattfinden wird. Der HAC stellt zudem mit dem Dallara F 309/11-Formel 3 des Pirmasenser CR-Racingteams von Andreas Germann und dem Hartge-BMW E30 von Thomas Ostermann aus dem KW Berg-Cup, zwei attraktive Exponate aus. Mitglieder und aktive Motorsportler des Clubs werden dabei interessierten Messebesuchern Rede und Antwort stehen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Dillingen und den Oldtimer – Freunden Untere Saar gibt Veranstalter Wolfgang Heinz der regionalen Motorsport und Oldtimerszene im historischen Ambiente des Lokschuppen und auf rund 1000 qm, lange vor den ersten Veranstaltungen einen Überblick zum bevorstehende Sportjahr 2016. Clubs und Veranstalter nutzen die Ausstellung, um interessierte Clubmitglieder, Fahrer aber auch Besucher und Fans über die jeweiligen Clubaktivitäten umfassend zu informieren. Als Blickfang erwartet die Besucher neben einem ausgewählten Kreis an richtig alten Oldtimern ebenso spektakuläre Motorräder. Auch an Alltagsautos im Saarland wurde gedacht und so zeigen sich neben einem Fiat 500 auch das beliebte „Cremeschnittchen“ oder u.a. der Herbie-Käfer mit der Startnummer 53 aus dem bekannten Kinofilm. Eine Sonderausstellung vom 356-er bis zum neuesten Porsche-Modell ist sicherlich ein weiteres Highlight in der Hallenmitte des Lokschuppens. Zusätzlich präsentieren sich auch Rallye-Fahrzeuge aus den ehemaligen Gruppe B-Zeiten wie die Renault 5 Turbo, Alpine A 110 und 310, sowie Lancias von den Modellen Stratos, Integrale, 037 sowie einige weitere Überraschungen. In erster Linie soll die Ausstellung informieren: Praktisch alle Fragen zur Motorsport- und Oldtimer-Saison 2016 im Saarland sowie im Südwesten werden an den jeweiligen Clubständen beantwortet. Auch ist der TÜV Saarland mit einem Stand vertreten und Techniker geben jeweils am Nachmittag von 13 – 17 Uhr bereitwillig Auskunft über die Vorschriften des Deutschen Motorsport Bund (DMSB) zur diesjährigen und der kommenden Motorsportsaison. Auf dem Stand von Biker für Kids ist für die Unterhaltung der Kinder ebenfalls gesorgt. „ Für die erste Ausgabe der MOTORS & CLASSICS haben wir eine interessante Palette an Ausstellungsstücken von privaten Besitzern gefunden und wollen diese Ausstellung zu einem festen Bestandteil des jährlichen Terminkalenders für die Freunde rund um Vier- und Zweirad werden lassen“ so […]

Meisterauto von 1979 soll zurück ins Siegerland

7. Februar 2016

Im Jahr 1979, als der Deutsche Sportwagen Pokal ausschließlich bei Bergrennen ausgetragen wurde, weist die Ergebnisliste diese Jahres Wilfried Güllert als den Meister und Pokalgewinner auf. Der Mann aus Wilgersdorf bei Siegen fuhr damals einen Chevron B19 mit einem 2-Liter Cosworth-Motor, ein sogenannter Zweisitziger Rennwagen, nach Gruppe 6-Reglement. Derzeit versucht Peter Güllert, der heute 56 jährige Sohn von Wilfried Güllert, den mittlerweile  zu einem gesuchten Oldtimer gereiften Chevron wieder in den Familienbesitz zurück zu bringen. „Unser Gruppe 6-Sportwagen lief ursprünglich ab 1973 unter Paul Campell Racing Ltd. in der 2-Liter Europameisterschaft auf der Rundstrecke, gefahren von John Burton, beispielsweise auf dem Nürburgring, in Zolder oder Brands Hatch“, zählt Peter Güllert auf. Im Jahr 1976 erwarb Norbert Przybilla aus Klotten die Flunder und nur ein Jahr später stand der Rennwagen dann in der Garage von Rolf Färber in Neuwied. Beide fuhren mit dem Auto in der Interserie. „Ende 1977 kaufe mein Vater, der im Jahr 2008 leider verstarb, den B19 von Rolf Färber und rüstete den Wagen über den Winter für den Berg um. Er baute etwas Gewicht aus und einen kleinen Tank ein“. Wilfried Güllert begann seine Motorsportlaufbahn auf einem Glas 1304ts und einem Simca 1200 S auf der Rundstrecke. Später wechselte er auf Lotus 47 an den Berg. „Vor dem Chevron besaß mein Vater einen Lotus 23 mit Brixner-Karosserie, den er damals selbst bei Kurt Brixner in Stuttgart abholte. 1978 folgten dann die ersten Bergrennen mit dem Chevron. Am Ende des Jahres sprang für unser Team, mit meinen Vater als Pilot, meinem Bruder Jürgen und mir als 17-jähriger Mechaniker Gesamtrang 5 im Deutschen-Sportwagen-Pokal heraus. Nach einer Motorrevision bei Heini Mader in der Schweiz, ging es dann 1979 richtig los“. Wilfried Güllert sammelte 130 Punkte gegen so bekannte Namen wie Horst Deutsch (Toj), Karl-Heinz Conrad (CRS Chevron), Peter Stürtz (Lola BMW), Willy Frenz (Lola) oder die beiden Osella-Piloten Heinz Wengert und Franz Engstler sen. und gewann den Deutschen Sportwagen Pokal 1979, der bei den Bergrennen Dünsberg, Krähberg, Walberg, Schauinsland, Hauenstein, Schaumburg, Augusta (heute Mickhausen) und beim Sauerland-Bergpreis ausgefahren wurde. „Auf Drängen unserer Mutter verkaufte unser Vater den Chevron im Jahr 1983 wieder an Rolf Färber zurück, der damit später Oldtimer-Rennen fuhr und den Wagen irgendwann nach England, an Dr. Robin Harvey verkaufte“, berichtet Peter Güllert weiter. Aktuell steht der Chevron bei wieder Campell Racing und wird von Dr. Harvey bei Oldtimer-Events bewegt. „Ich versuche derzeit alles zusammenzutragen was mit der […]

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