Cividale: Stollnberger nun doch Ö-Meister der Rennwagen

3. Oktober 2016

Der Termin des Finales der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft 2016, dem italienischen „2. Liga-Bergrennen“ von Cividale-Castelmonte, stand lange Zeit nicht genau fest. Die Scuderia Red-Withe plante zuerst für das kommende zweite Oktoberwochenende, bis man bemerkte dadurch mit dem FiA Hill Climb Masters in Tschechien zu kollidieren. Spät entschloss man sich eine Woche eher zu fahren, was den ein oder anderen Piloten zwang, die Reise ins Friaul einer Reise nach Mickhausen vorzuziehen, um noch die letzten ÖM-Zähler der Saison einzustreichen. Für schwierige Bedingungen am Renntag sorgte das Wetter auch an der italienisch-slowenischen Grenze vor allem am Renntag – also nicht nur beim deutschen Bergfinale in Mickhausen. Die Verhältnisse auf der eher rallyeartigen Piste waren nicht gerade einladend. Nachdem der Trainingstag noch trocken und bei Sonnenschein über die Bühne ging kam die vom Wetterdienst vorhergesagte Kaltfront mit Regen, welcher den 1. Rennlauf für alle Teilnehmer zu einer äußerst schwierigen Angelegenheit machte. Dieser endete dann frühzeitig. Den Beginn des  zweiten und letzten Durchgangs zögerten die „Rot-Weißen“ etwas hinaus um der Strecke mehr Zeit zum abtrocknen zu geben. Dies gelang aber nur teilweise, denn die vielen Waldpassagen blieben feucht. Im Kampf um den Gesamtsieg kam es zu einem äußerst spannenden Duell, in dem sich am Ende hauchdünn der Italiener Christian Merli durchsetzen konnte. Dieser pilotierte nicht seinen gewohnten Osella FA 30, sondern erstmals einen Osella PA 21 JRB mit einem 1000ccm BMW Motorradmotor, der wohl vom Osella-Werk als Testauto geliefert wurde. Auch mit diesem kleinen und handlichen Sportwagen lieferte der neue Vize-Europameister ein großartiges Rennen ab. Mit einer beeindruckenden Performance vor allem im zweiten Rennlauf, konnte er einen Rückstand von fast vier Sekunden aus Lauf 1, noch in einen minimalen Vorsprung verwandeln. Am Ende konnte sich Merli um 0,26 Sekunden gegen seinen italienischen Landsmann Federico Liber durchsetzen, dessen Leistung am Renntag mit dem bekannten Gloria C8P-Evo jedoch sowieso nach einem eigenen Kapitel verlangt. Denn im Mittelteil des 1. Trainingslauf hatte er einen leichten Ausritt gegen die Böschung zu verzeichnen, wobei die Front seines Boliden doch erheblich beschädigt wurde. Über Nacht konnte das Team vom Gardasee den Schaden reparieren und der „Jung-Vater“ konnte am Rennen wieder starten, wo er mit einer gigantischen Vorstellung sich nur knapp dem Sieger geschlagen geben musste, aber mit Platz zwei unter diesen Umständen ein gigantisches Ergebnis herausholte. Das Podium komplettierte, völlig überraschend, bereits der genauso überraschende Tourenwagengesamtsieger, und der kam diesmal nicht aus den E1 Klassen sondern aus der Gruppe A! Der […]

St. Agatha: Merli überragend – Hin verpasst knapp den Podiumsrang

28. September 2016

Der Italiener Christian Merli mit seinem Osella FA30 Evo RPE sorgen im oberösterreichischen St. Agatha für Furore und konnte mit einer herausragenden Leistung alles überstrahlen. Mit gigantischen Zeiten konnte er bereits im 1. Rennlauf den Streckenrekord aus dem Vorjahr (Sebastian Petit / Norma BMW V8 4l) deklassieren und den Grundstein für den Gesamtsieg bei seinem ersten Start in St. Agatha legen. Im 2. Lauf konnte er sich nochmals um 0,14sec. steigern und sich zum großen Sieger bei diesem Rennen küren. Dabei konnte er die Zuschauer erneut mit seinem bekannt spektakulären Fahrstil begeistern und für eine Show der Extraklasse sorgen. Platz zwei Gesamt ging an den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik im Norma M20F V8 Mugen, der sich mit einer grandiosen Performance ebenfalls hervorragend in Szene setzen konnte und ebenfalls mit gigantischen Zeiten für Furore sorgen konnte. Dabei sorgte vor allem der Sound seines Boliden für Gänsehautfeeling pur entlang der Rennstrecke. Das Podium beim Bergrennen St. Agatha in Oberösterreich komplettierte der Tscheche Dusan Neveril mit seinem ebenfalls brachial klingenden Norma M20FC Judd, der eine großartige Leistung bei diesem Rennen ablieferte und ebenfalls mit exzellenten Zeiten für eine Show der Extraklasse sorgen konnte. Dabei konnte er sich in einem äußerst spannenden Duell gerade einmal um 0,7sec. gegen den Deutschen Alexander Hin durchsetzen, der nach dem ersten Rennlauf noch auf dem letzten Podiumsrang rangierte. Der Schwarzwälder lieferte mit seinem mächtigen und wunderschönen Reynard Judd F3000 (ex-Waldy) eine herausragende Leistung bei seinem ersten wirklichen Renneinsatz mit diesem Boliden ab und konnte dabei gleich mit seinem beherzten Fahrstil für Furore sorgen. Das wurde schlussendlich mit dem exzellenten zweiten Platz in der Gruppe D, E2-SS hinter dem Gesamtsieger aus Italien belohnt. Die Top5 komplettierte der schnellste Österreicher an diesem Wochenende mit dem Kärntner Hermann Waldy sen., der mit seinem kreischenden Lola B06/51 F3000 sich ebenfalls exzellent und vor allem für sein Alter, in Szene setzen konnte und dabei mit starken Zeiten aufhorchen ließ. Platz Sechs ging an den in Kroatien lizensierten Ungarn Laszlo Szasz im weißen Reynard Zytek F3000 mit einer Sekunde Rückstand auf den Kärntner. Wobei wohl ein Problem in der Elektronik eine bessere Platzierung kostete und für eine schlechtere Zeit im 1. Rennlauf sorgte. Die Top 8 komplettierten Milos Asanovic aus Montenegro in einem wunderschönen Radical SR8 LM, der bereits im Vorjahr mit einer exzellenten Leistung überzeugen konnte und diese in diesem Jahr nochmals unterstrich und der Deutsche Peter Behnke mit seinem 2l Tatuus Formel Master S2000, der […]

St. Agatha: Top-Bergrennsport wie immer bei Traumwetter

28. September 2016

Bessere äußere Bedingungen hätte sich der veranstaltende MSC Rottenegg für sein „EXCAPE Automobil Bergrennen Esthofen-St. Agatha“ kaum wünschen können. An beiden Tagen Sonne pur, die in der Früh die Nachtkühle schnell verdrängt. Und auch auf dem flüssig-schnellen 3,2-Kilometer-Asphaltband in Oberösterreich alsbald ein brauchbares Griplevel generiert. Am Übungssamstag sowieso, denn der beginnt in St. Agatha traditionell erst um 12:30 Uhr. Der Sonntag fordert die Aktiven dann ab 09:00 Uhr. Oder zumindest diejenigen, die früh aufstehen und gerne noch einmal probieren möchten. Denn an der dritten Trainingsauffahrt nehmen nicht alle teil. Das Rennen selbst beginnt ebenfalls um 12:30 Uhr, es stehen zwei Durchgänge auf dem Programm, deren Zeiten zum Schlussergebnis addiert werden. Wie immer werden in St. Agatha alle Beginnzeiten so exakt eingehalten, dass man die Uhr danach stellen könnte. Trotz einiger Vorfälle – die wir zum Teil später noch näher erwähnen wollen – ist der Ablauf zügig. An beiden Tagen startet die letzte Rückführung jeweils gegen 17:00 Uhr. Für die Nicht-St.-Agatha-Kenner unter uns müssen wir hier und jetzt noch unbedingt erwähnen, dass die Talfahrten dort etwas ganz Spezielles sind: Sie führen durch ein Heer von begeisterten Zuschauern, die dabei ganz nahe an ihre Lieblinge herandürfen. Unter dem Motto „eine Fahrbahnhälfte für die Rennautos, die andere für die Fans.“ Was bei den Aktiven ganz sicher immer wieder für ein echt prickelndes Gänsehaut-Feeling sorgt. So, nach dieser kurzen Einstimmung nun zum aktuellen Geschehen auf der Strecke. Für die Freunde der Statistik sei noch kurz erwähnt, dass einschließlich des rot-weiß-roten Histo-Feldes, das genau wie die modernen Fahrzeuge nach Bestzeitwertung fährt, 168 Teilnehmer an den Start des Rennens gehen. Genau 160 Fahrerinnen und Fahrer beenden die Veranstaltung in Wertung. Zu denen zählen auch alle drei 1150er Piloten. Wobei dies für einen davon echt am seidenen Faden hing. Oder korrekter ausgedrückt am Getriebe, das zwischendurch geöffnet werden musste, um eine gebrochene Schaltgabel zu ersetzen. Was gelang, von der Schaltbox aber im letzten Race-Heat wieder ignoriert wurde. Dennoch war Youngster Tobias Mayer zufrieden, hatte er doch bereits am Samstag mit seinem Ford Fiesta seine persönlichen Fahrzeit-Anforderungen mehr als deutlich unterboten. War zunächst von der 2-Minuten-Schallmauer die Rede, legte er sich die Latte später auf 1:50, blieb mit 1:43,06 (2. TL) klar darunter. Derweil beharkten sich an der Spitze Jörg Eberle im Fiat 127 Super und Thomas Stelberg im Schneider Polo 16V heftig. Jörg geigt gleich in der ersten Probeauffahrt gewaltig auf, markiert in dieser 1,150 Sekunden vor […]

Buzet: Regnerisches EM-Finale – Miljkovic jüngster Europameister

20. September 2016

Ein großes Starterfeld stellte sich in diesem Jahr dem Finale zur Berg Europameisterschaft im kroatischen Buzet. Das brachte zum Teil die Organisation ans persönliche Limit und die beiden Läufe am Samstag und Sonntag endeten jeweils sehr spät. Dazu kam am Renntag der einsetzende Regen bei den E2-SH Tourenwagen, sprich vor den Formelboliden. Diese konnten danach auf Regenreifen wechseln und mussten somit ihren 1. Rennlauf bereits im nassen absolvieren, ehe der 2. Rennlauf für alle Piloten bei Regen über die Bühne ging. Das danach das Parc Ferme sich endlos in die Länge zog und die Rückführung bereits im dunkeln über die Bühne ging war ebenfalls nicht gerade wünschenswert und endete fast in einer Katastrophe. Bei einem Unfall im Startbereich wurden 2 Fahrer, die miteinander kollidierten verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Zum Sportlichen; wo im 2. Rennlauf der italienische Ausnahmekönner Christian Merli nochmals das Gesamtklassement drehen konnte. Da er beide Läufe bei Regen absolvieren musste war diese Leistung ihm noch höher anzurechnen. Dazu begeisterte der Osella FA30 Evo RPE Pilot einmal mehr mit seinem bekannt spektakulären Fahrstil die Zuseher entlang der Strecke was schlussendlich mit dem Gesamtsieg in Buzet beim Berg-EM Finale belohnt wurde. Mit einem Rückstand von knapp über 8 Sekunden ging der zweite Rang an den Tschechen Milos Benes im schwarz-orangen Osella FA30 Zytek, der sich ebenfalls hervorragend in Szene setzen konnte und einen sehr beherzten Fahrstil bei schwierigen Bedingungen an den Tag legte. Der Einsatz wurde somit mit einem herausragenden Ergebnis beim Berg-EM Finale in Buzet belohnt. Das Podium Gesamt komplettierte der Tourenwagengesamtsieger Karl Schagerl aus Niederösterreich, der mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R eine Performance an den Tag legte welche ihres gleichen sucht. Mit gigantischen Zeiten konnte er sich hervorragend in Szene setzen und einen weiteren vollen Erfolg in dieser Saison einfahren. Jedoch hatte man im regnerischen 2. Rennlauf auch mit technischen Problemen am Boliden zu kämpfen. Rang Vier Gesamt sicherte sich der Italiener Stefano di Fulvio, der mit seinem einmalig klingenden Osella PA 9/90 wieder eine Show der Extraklasse ablieferte und die Historische Abteilung überlegen für sich entscheiden konnte. Dabei konnte er erneut mit seinem spektakulären Fahrstil für Furore sorgen, was im 1. Rennlauf sogar mit der Bestzeit über alle Klassen belohnt wurde. Die Top5 komplettierte der Kroate Domagoj Perekovic mit seinem spektakulären Mitsubishi Lancer Evo 9, der sich ebenfalls exzellent in Szene setzen konnte und hervorragende Zeiten erreichte. Das wurde mit dem zweiten Platz bei den […]

Ilirska Bistrica: Faggioli mit Schachzug zum neunten EM-Titel

5. September 2016

Mit einem einmaligen Coup suchte EM-Titelverteidiger Simone Faggioli in Slowenien den direkten Zweikampf mit Dauerrivalen Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30. Nach drei Jahren pilotierte Faggioli erstmals wieder einen Osella FA30, mit dem Segen seines Norma-Chefs Norbert Santos. Nach dem Fahrzeug- und Gruppenwechsel blieb „Fagg“ in beiden Rennläufen knapp vor Merli. Der Florentiner unterbot sogar jeweils seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr, den er im Norma M20 V8 herausfuhr, mit dem diesmal sein Teamkollege Paride Macario den italienischen Dreifachsieg komplettierte. Mit seinem fünften Sieg in Ilirska Bistrica sicherte sich Faggioli seinen 9. EM-Titel vor dem EM-Finale in Kroatien. Bei den Produktionswagen muss Christian Schweiger (A) nach seinem Gruppe-A Sieg beim Finale auf einen Patzer des Serben Miljkovic in der Gruppe N hoffen um selbst noch zum EM-Titel zu kommen. In der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft musste Karl Schagerl mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R auf die Reise nach Slowenien verzichten und sein Streichresltat in Anspruch nehmen. Verbesserungen am Motor zogen sich hin und das Treibwerk stand zum Rennwochenende von Ilirska Bistrica noch nicht zur Verfügung. Bei Schagerls größtem Verfolger in der ÖM-Wertung, Karl Werner und seinem Audi S2 lief es auch nicht ganz rund. Mit Technikproblemen schaffte er noch Rang 2 in der E1-Wertung hinter „Altmeister“ Felix Pailer im Lancia Delta Evo. Klar auf Titelkurs bei den Produktionswagen ist der Honda-Pilot Chris-André Mayer, der erneut seine Klasse N bis 2000 ccm gewann. Mehr Spannung verspricht hingegen die Rennwagen-Kategorie. Andreas Stollnberger ist mit seinem Motor im Formel 3 weiter am verzweifeln. Unrund landete der Meisterschaftsleader auf einem 23. Gesamtplatz. Nach Einrechnung des Streichresltats hat nun Hermann Waldy Senior im Lola F3000 die Meisterschaftsführung übernommen, und hat auch beste Aussichten diese über die verbleibenden drei Restrennen (Buzet, St. Agatha und Cividale) bis ins Ziel zu tragen, dass mit seinem Sohn Hermann Junior (Dallara F3) im Schlepptau. Mit einem verbogenen Dreieckslenker am Formula Renault Monza 1600 begann der Trainingstag für Franco Berto. Ersatz war zwar dabei und schnell montiert, aber das Vertrauen ins Material musste erst wieder wachsen. So kam der Italo-Schweizer nicht an seine Zeiten aus dem Vorjahr heran und wurde auf Gesamtrang 20 unter Wert geschlagen. Dennoch festigte der Mann aus dem Ferienort Bardolino seinen vierten Platz in ÖM-Zwischentabelle. Aus Deutscher Sicht verpasste der Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma M20 F Mugen V8 um Haaresbreite Gesamtrang vier. Der Tscheche Milos Benes im Osella FA 30 war in beiden Rennläufen jeweils einen Tick schneller […]

Foto-Galerie Alpe del Nevegal online!

4. August 2016

Die kleine Sommerpause von „Bergrennen in Deutschland“ ist vorbei und wir steigen wieder voll ins Renngeschehen des nationalen und internationalen Bergrennsports ein. So ganz ohne Bergrennen sind wir aber dann doch nicht ausgekommen. Nichtdestotrotz konnten wieder einen neuen Ground, mit dem italienischen Bergrennen Alpe del Nevegal bei Belluno, am südlichen Rande der Dolomiten, in die jetzt 40 unterschiedliche Bergrennstrecken umfassende Liste aufnehmen. Die 5,4 lange Piste mit zahlreichen Spitzkehren führt in ein bekanntes Skigebiet. Das Starterfeld bot auf den ersten Blick eine Unmenge von Renault Clio und Peugeot 106-Fahrzeugen in den unterschiedlichsten Modifikationen, aber auch ein wunderschönes und großes Feld der historischen Gruppe. Dazu die Akteure aus der Berg ÖM und natürlich, wie in Italien üblich, zahlreiche Formel- und Sportwagen. Aber schaut selbst: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=5754

Nevegal: Glück des Tüchtigen

4. August 2016

Nach einem reibungslosen Trainingstag bei bestem Sommerwetter, raubte ein Schauer in den Dolomiten allen Rennwagen die Siegchancen beim 42. Alpe del Nevegal-Bergrennen vor den Toren der Stadt Belluno. Karl Schagerl (A) erreichte im VW Golf Rallye noch gerade trocken das Ziel, in E1-Rekordzeit. Den Tourenwagenrekord des unvergessenen Georg Plasa verfehlte er aber deutlich. Den österreichischen Doppelsieg machte Werner Karl im Audi S2 klar. In den ÖM-Wertungen führen weiter Chris-André Mayer (Hinda Civic / Div.I+II), Karl Schagerl (Div.III) und Andy Stollnberger (Dallara F3 / Div. IV+V), der als Bester Österreicher in der Formel-Klasse noch gut punkten konnte. Mit Problemen an der Elektronik seines Renault Super 1600-Motors musste sich der derzteit viertplatzierte in der ÖM-Wertung Franco Berto herumschlagen. Der Mann aus dem bekannten Gardasee-Ort Bardolino, konnte in seinem Formel Renault Monza lediglich zum zweiten Trainingslauf starten und hatte Glück, dass Konkurrent Ferdinand Madrian (Norma M20 V8) wegen eines Krankheitsfalls in der Familie nicht starten und somit ebenfalls keine weiteren ÖM-Zähler sammeln konnte.

St. Anton: Hochsommer auf der Steinleiten

14. Juli 2016

Naja, nicht sofort. Denn der Samstag wartet zunächst mit teilweise heftigem Regen auf. Aber gegen Ende der ersten Übungssitzung kann man bereits ernsthaft über Slicks nachdenken. In der Folge bleibt es stets trocken, am Rennsonntag regiert der Hochsommer, die Sonne strahlt mit Macht. Konkurrenz machen ihr dabei allerdings die Aktiven und die Fans. Denn ein an beiden Tagen superpünktlicher Beginn sowie die ausgezeichnete Organisation und flüssige Abwicklung lassen echte Freude und Begeisterung aufkommen. Einmal mehr haben sich die Mädels und Jungs von EMSI Motorsport mit viel Power ins Zeug gelegt, um ein Top Event der Güteklasse eins abzuliefern. Neben dem Geschehen auf der hochselektiven, 3,235 Kilometer langen und mit 15 Kurven unterschiedlichster Radien gespickten Piste stemmen sie noch das komplette Drumherum. Bewirtschaften das Festzelt selbst, bieten dem Publikum am Samstagabend eine interessante Fahrerpräsentation, im Anschluss gibt’s ein Video vom Trainingsverlauf, danach spielt Livemusik für alle die, die nicht so zeitig zu Bett gehen müssen oder wollen. Radio Arabella füllt geschickt die Pausen zwischen den einzelnen Heats, springt auch bei den wenigen Unterbrechungen bereitwillig ein, trägt so mit zum „Gute-Laune-Feeling bei“. Dieses steigern übrigens die angenehm frühen Schlusszeiten noch weiter: Am Samstag wird nur bis gegen 16:30 Uhr geübt, am Sonntag ist das aktive Geschehen gar schon um 15:15 Uhr beendet. Da das Parc Fermé im Zielbereich eingerichtet ist, können die Rennautos nach der letzten Talfahrt sofort zur Heimreise verladen werden. Die Prädikate „Österreichische Automobil Berg Staatsmeisterschaft“ mit ihren beiden Abteilungen für aktuelle und historische Fahrzeuge sowie KW Berg-Cup locken 113 Teilnehmer ins landschaftlich reizvolle Ötscherland. Mehr als ein Viertel des „modernen“ Feldes steuern die KW Berg-Cup’ler bei. Wie es dieser kleinen, aber sehr feinen Abordnung in den jeweils drei Läufen pro Tag erging, das wollen wir uns nun im Detail gemeinsam anschauen. NSU und 1150er sucht man 2016 im Mostviertel vergeblich. Aber was nicht ist, kann ja noch (bzw. bei den 1150ern wieder) werden. Also wenden wir uns sofort den 1,4-Litern der stark verbesserten Tourenwagen zu. Bei denen Armin Ebenhöh seinen VW Minichberger Scirocco 16V in der 29. KW Berg-Cup Saison erstmals selbst pilotiert. Eingewöhnungsprobleme hat er in keinster Weise, holt sich souverän die imaginäre Pole Position, legt 3,123 Sekunden zwischen sich und seinen nächsten Verfolger. Das ist „Local Hero“ Jakob Löffler im Suzuki Swift GTI, auf der Drei folgt Hugo Moser im grünen VW Polo mit dem Oettinger 16V Zylinderkopf. Im zweiten „Probegalopp“ fehlte der Grüne übrigens, Elektrikprobleme banden […]

St. Anton: Stollnbergers Knoten geplatzt

10. Juli 2016

Dallara Formel 3-Pilot Andreas Stollnberger holte sich im niederösterreichischen St. Anton den ersten Gesamtsieg seiner Karriere und übernimmt damit die Berg-ÖM Führung in der Kategorie 3+4 von F3000-Fahrer Herrmann Waldy, der nur siebter wurde. Auf Rang zwei hatte Karl Schagerl etwas Pech. Erst hatte ein Mechaniker sein Handy im VW Golf Rallye verloren, das dann wehrend der Fahrt im ersten Durchgang wieder auftauchte und im Fußraum die schnelle Fahrt des Niederösterreichers störte. Im zweiten Durchgang lief es aber auch nicht nach Plan. Hier machte sich der Turboladerschlauch selbstständig und die Leistung des TFSI-R Motors viel ab. Erst zur dritten und letzten Auffahrt passte bei Schagerl alles mit einer tiefen 1:17ner Zeit, doch da war Stollnberger bereits enteilt. Rang drei ging an Ferdinand Madrian im Norma M20 V8-Sportwagen, vor Porsche-Pilot Herbert Pregartner, als schnellster Vertreter aus der Einschreibeliste des KW Berg-Cup, der Gesamtrang vier belegte. Holger Hovemann schied vorzeitig mit dem Opel Kadett C GT/R V8 aus.

Gorjanci: Historischer Sieg in Slowenien

20. Juni 2016

Der Ausflug der Berg ÖM zum GHD Gorjanci im slowenischen Zumberak-Gebirge endete kurios. Nachdem der Regen im 2. Lauf, im Verlauf der Gruppe E1-Tourenwagen vollends einsetzte, siegte Stefano Di Fulvio im 1990er Osella PA 9/90 BMW aus der Histo-Gruppe. Der Italiener hatte einerseits Glück das seine Gruppe den zweiten Durchgang eröffnete und er die noch trockene 4,3 km lange Strecke vorfand, anderseits fuhr Di Fulvio bereits im ersten Rennlauf am Morgen auf einen überraschenden sechsten Platz in der Gesamtwertung und zählte somit sowieso zu den Favoriten. Seinen zweiten Rang ins Ziel retten konnte hingegen der Tschechische FiA-Cup Sieger Vaclav Janik im Norma V8 vor dem Trainingsschellten Federico Liber im Gloria C8P Evo. Erneut sensationell Unterwegs fuhr der Österreicher Karl Schagerl (VW Rallye Golf TFSI-R) auf Rang vier, inklusive Tourenwagen-Rekord. Der Niederösterreicher stand zudem einem härtesten Gegner Ronnie Bratschi hilfreich zur Seite, der mit Kupplungsproblemen zu kämpfen hatte. Der Schweizer konnte sich mit Rang sieben in der Tageswertung und als zweiter bei den Tourenwagen wichtige Punkte im FiA Hillclimb Cup sichern. Nach klarer Führung und absolutem Streckenrekord in Lauf 1 rutschte der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik im Norma Mugen V8, bei seinem ersten Saisonstart auf Rang 8 ab. Auf regennasser Strecke kam der Freiburger ins Schleudern, konnte aber schlimmeres verhindern.

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