Rechbergrennen – Der Berg-Klassiker in der Steiermark ist gerettet

23. September 2022

Eine eigens gegründete Rechbergrennen GmbH mit den Geschäftsführern Mario Klammer, Peter Eibisberger und Christian Ferstl kümmert sich ab sofort um die Fortführung des legendären Rechbergrennens in Österreich. Allesamt sind sie erfolgreiche Unternehmer und Rennfahrer aus der Steiermark und wissen, welche Mammutaufgabe sie da in Angriff nehmen. Diesen Klassiker vermissen die Fans nun schon seit 3 Jahren, ab dem kommenden Jahr wird das Warten aber ein Ende haben. Als Termin wird das Wochenende vom 29. bis 30. April 2023 – vorbehaltlich der Terminbestätigung durch die FIA – angegeben. Das ultimative Bergrennen am Rechberg wird wieder als Lauf zur FIA European Hillclimb Championship (modern & historisch) ausgetragen. Zusätzlich werden noch weitere Prädikate wie die Österreichische Bergmeisterschaft und weitere Ländermeisterschaften, welche aktuell noch ausverhandelt werden, ausgefahren. „Das Rechbergrennen zählt zu den größten Motorsportveranstaltungen in Österreich und ist zudem noch sehr geschichtsträchtig und alteingesessen. Gerade deshalb gibt es ab 2023 zahlreiche Neuerungen, kein Stein bleibt auf dem anderen!“, so die Gesellschafter unisono, und setzen nach: „Sowohl Teilnehmer als auch Fans dürfen sich auf etwas Großes freuen. Tradition in Verbindung mit der Neuzeit – das ist das Ziel.“ Sehr stolz ist man auch auf die Zusammenarbeit mit den ansässigen Motorsportclubs und Vereinen, sowie der breiten Akzeptanz in der Bevölkerung. „Wir haben noch viel zu tun, aber wir sind top motiviert und guter Dinge, dass das Rechbergrennen 2023 ein voller Erfolg wird!“, sagt das dynamische Trio der geschäftsführenden Gesellschafter Klammer, Eibisberger und Ferstl abschließend.

Gastfahrer Merli siegt deutlich – Streckenrekord knapp verpasst

15. Juni 2022

Christian Merli dominiert am Steuer seines Osella FA30 Judd LRM das 25. ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein in Thüringen im Herzen Deutschlands, nordöstlich von Frankfurt, 3. Lauf zur Österreichisch und Deutschen Bergmeisterschaft. Sieben Siege in sieben Rennen schrieb Merli bereits dieses Jahr in die Bücher, vier in der Berg EM wozu das Glasbachrennen diesmal nicht zählte und drei in der italienischen Bergmeisterschaft (CIVM). Der Italiener und Streckenrekordhalter Christian Merli sichert sich in seinem Osella FA 30 V8 den Gesamtsieg. Mit der Tagesbestzeit von  1:58:941 verpasst er seinen eigenen Streckenrekord nur um 0,55sec. Die beiden Streckenrekorde, wie der von Christian Merli im Sportwagenbereich und Timo Bernhard im Tourenwagenbereich wurden an diesem Wochenende nicht geknackt. Eine spannende Sekundenjagd bei phantastischen Bergrennwetter wurde den geschätzten 10.000 Motorsportfans zum 25. Jubiläum des Glasbachrennens geboten. Mit einigen wenigen Unterbrechungen am Renntag durch technische Defekte konnten dank der Leistung der vielen freiwilligen Helfern die Rennläufe in der gewohnten Zeit durchgeführt werden. Innerhalb der Trainingslaufe ging eine Stunde durch den Überschlag von Michael Weber in seinem Audi 80 Quattro verloren. Sieg und vor allem Streckenrekord waren erklärtes Ziel des Tagessiegers und aktuellen EM-Leaders Christian Merli. Zu zweitem hat es deutlich gereicht. „Ich bin auf jeden Fall glücklich. Wir haben in jedem Lauf verschiedene Setups und Reifen im Hinblick auf die nächsten Rennen der Saison ausprobiert. Ein sehr heißer Tag und wir bringen viel Erfahrung mit nach Hause. Ich persönlich hatte eine tolle Zeit vor einem außergewöhnlichen Publikum. Nicht nur das, ich bin mit Lamperts Ergebnis zufrieden, da wir uns um seinen Sportwagen kümmern“. Zweiter wurde Alexander Hin aus Elzach in seinem Osella PA30 v8 und kassierte volle DM-Punkte, gefolgt vom angesprochenen Vorarlberger Christoph Lampert in seinem Osella PA 2000 (Foto oben), der sich vom Pfingstmontag in Wolsfeld vom E1-VW Golf 16V schnell auf den wesentlich potenteren Rennsportwagen umstellte. Neben der Bergrennelite aus Deutschland und Österreich zeigte auch eine Auswahl von Historischen Fahrzeugen zum 25. Jubiläum, aus der Umgebung von Bad Liebenstein ihr Können. Zum Beispiel Wieland Hess und Marko Teltz im Wartburg Melkus RS 1000, Fred Schmidt aus Steinbach im Trabant 601 RS oder auch Holger Stracke aus Barchfeld im Wartburg 312 Rallye. Text: RSG-Presse

Absage Rechberg 2022 – die FIA Bewerbe wurden zurückgezogen

15. März 2022

Am 14. März informierte die Austrian Motorsport Federation (AMF), dass für 2022 die FIA-Bewerbe für das Rechbergrennen zurückgezogen wurden. Dies bedeutet dass sowohl die Läufe der Berg-Europameisterschaft als auch die der Historic Berg Europameisterschaft nicht am Rechberg ausgetragen werden. Ob das traditionelle Rechbergrennen unter diesen Umständen nun wie geplant am 23.-24.04. 2022 über die Bühne gehen wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Dazu wurde vom Veranstalter MSC Mürztal, folgendes Statement von AMF-Präsident Hertz und dem AMF Berg-Vorsitzendem Markus Altenstrasser veröffentlicht: Leider mussten die geplanten FIA Bewerbe im Zuge des Rechbergrennens, geplant für das Wochenende vom 22.-24.4. 2022 in Tulwitz, Fladnitz (Steiermark) zurückgezogen werden. Nach einigen Terminen mit dem Veranstalter MSC Mürztal in den letzten Wochen und Monaten ist man seitens Austria Motorsport zu dem Schluss gekommen, dass eine reibungslose Organisation und vor allem eine sichere und professionelle Umsetzung des Klassikers in Einklang mit den aktuellen FIA Richtlinien für Bewerbe der FIA European Hill Climb Meisterschaft und FIA Historic Hill Climb Meisterschaft mit dem Veranstalter MSC Mürztal nicht durchführbar ist. Daher wurden die FIA Prädikatsläufe abgemeldet. Im vollen Verständnis, dass dieser Schritt für viele eine Enttäuschung ist, müssen wir zu diesem Zeitpunkt unserer Verantwortung nachkommen und diese klare Entscheidung treffen. Unterzeichnet wurde das Kommuniqué von Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz – Präsident und Markus Altenstrasser – Vorsitzender der AMF Bergrennsport Kommission. Aktuell bleibt abzuwarten, ob die Veranstaltung wenigstens abgespeckt, als nationaler Meisterschaftslauf ausgerichtet wird. Update 15.03. 2022: Die Veranstaltung wurde zwischenzeitlich komplett für diese Jahr abgesagt. Text: Hillclimbfans.com Fotos: Meieregger, Hillclimbfans

ÖM-Star Karl Schagerl greift in der Berg-Europameisterschaft an

27. Februar 2022

Der pfeilschelle KFZ-Technikermeister Karl Schagerl vom Autohaus Purgstall in Niederösterreich wird 2022 den Fokus auf die Berg Europameisterschaft legen. Mit seinem VW Golf Rallye TFSI konnte er sich insgesamt 7x in Folge zum österr. Bergstaatsmeister küren und unzählige Streckenrekorde aufstellen. Nun folgt eine neue Herausforderung in der Berg Europameisterschaft. Dafür wird derzeit eifrig am Rennboliden gearbeitet und die Vorbereitungen für den Saisonstart im französischen St. Jean du Gard – Col St. Pierre (09./10. April) getroffen. Dabei wird der Niederösterreicher auf einigen Strecken erstmals an den Start gehen. Mit Reifenpartner AVON kann man jedoch auf die erfolgreiche und bewährte Unterstützung der letzten Jahre vertrauen. Antreten wird Karl Schagerl dabei in der Performance Klasse 1 der Berg-EM Kategorie 1 für Tourenwagen, wo er auf international starke Konkurrenten treffen wird. Diese werden etwa vom Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO oder dem Tschechen Dan Michl im Lotus Elise angeführt. Der Terminkalender der Berg Europameisterschaft 2022 umfasst insgesamt 10 Rennen in Europa. Unter anderem in diesem Jahr den italienischen Klassiker Trento Bondone mit über 17km Streckenlänge, oder die Highspeed-Rennen von Falperra in Portugal und St. Ursanne in der Schweiz. In Österreich wird das Rechbergrennen am 22.-23. April nach zwei Jahren Pause wieder ausgetragen und als 2. Meisterschaftslauf zur Berg-EM am Programm stehen. Das ADAC Glasbachrennen in Deutschland, sowie der slowakische Lauf in Dobsina, fehlen hier aus unterschiedlichen Gründen. Mit seinem potenten VW Golf Rallye TFSI zählt Karl Schagerl sicherlich zu den absolut schnellsten Tourenwagenpiloten in ganz Europa. Dennoch ist die Berg Europameisterschaft eine Herausforderung, auf die es sich optimal vorzubereiten gilt. Text: Hillclimbfans.com, Fotos: Team Schagerl

Top-Einschreibeergebnis zum KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal 2022

17. Februar 2022

Insgesamt 139 Fahrerinnen und Fahrer auf 120 Autos sind die überaus erfreuliche Bilanz am Ende der Einschreibefrist zum 15. Februar 2022 – 24 Uhr. Das gibt Anlass zu Optimismus für den gesamten Bergrennrennsport in Deutschland, beweist die ungebrochene Beliebtheit der Bergrennserien des Berg-Cup e.V. und lässt auf eine ungetrübte, ja tolle und spannende Saison hoffen. Denn fast alles, was im „Hill Climbing“ Rang und Namen hat, ist in der Teilnehmerliste vertreten, gemixt mit interessanten Neuzugängen auf zum Teil bestens bekannten Fahrzeugen. Kommt es zu den jetzt anlaufenden Coronalockerungen, werden viele Veranstalter wieder in der Lage sein, ihre Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes „hochzufahren“. Vor den Akteuren des Cups liegt ein forderndes Programm von elf Bergrennen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie – zumindest für diejenigen Teilnehmer, die sich dafür entschieden haben – zwei Fastest-Lap-Wettbewerben auf Rundstrecken. Auftakt dafür ist in Hockenheim am 26. und 27. März, der erste Gipfelsprint steht mit dem 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring vom 22. bis 24. April im Terminkalender. Hier ein kurzer Blick auf die Hitlisten der einzelnen Klassen. Die 2-Liter-Abteilung der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1 liegt mit 28 Autos auf der Spitzenposition, gefolgt von 23 1400er-Rennern sowie 15 Fahrzeugen mit einem Hubraum von über 2000 bis 3000 Kubikzentimetern. Stark präsentiert sich der NSU-Bergpokal. 17 Fahrer teilen sich auf 13 TT und einen 1200C auf. Sechs der „Prinzen“ fahren um den Lorbeer der Klassik-Wertung. Da wir gerade das Thema Sonderpokale angeschnitten haben: Im Gesamt-Teilnehmerfeld sammeln acht Fahrer Punkte für die Gentleman Challenge, elf bis zu 27-jährige bewerben sich um die Youngster-Krone, 24 Berg-Cup’ler mischen in der KW 8V-Trophy mit und 26 Neu- oder Wiedereinsteiger „matchen“ sich um die Ehre des besten Rookies. Der absolute Hit ist aber die neu geschaffene Hill & Track Challenge, für die stolze 42 Nennungen eingegangen sind. Das Konzept mit seiner Mischung aus Spaß auf der Rundstrecke und drei Gipfelsprint-Top-Ergebnissen ist super angekommen. Vielleicht hat die neue Sub-Wertung ja auch zum Anstieg der Einschreibungen in der E1 über 3000 Kubik geführt. Unter deren 10 Boliden tummeln sich drei waschechte GT3-Renner sowie drei kraftstrotzende Allrad-Turbos, eingerahmt von vier weiteren PS-Monstern. Und wer weiß, vielleicht bekommt die beeindruckende Besetzung ja sogar noch Zuwachs. „Die Ausschreibungen unserer Serien gestatten es jedenfalls, auch nach dem Einschreibeschluss noch teilnahmewillige Fahrer und Teams aufzunehmen“, sagt Berg-Cup Oberhaupt, Serienmanager und Streckensprecher Uli Kohl. „Allerdings funktioniert dies dann nicht mehr über das Online-Portal, sondern über unseren Sportleiter […]

FIA Performance-Faktor gilt bereits ab 2022 auch in Österreich

15. Februar 2022

Ab der kommenden Saison 2022 gilt sowohl in der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft sowie im Bergrallyecup der Performance Faktor. Diesen hat die FIA eingeführt, um bei den modernen Tourenwagen eine einheitliche Klasseneinteilung zu vollziehen. Nachdem bereits in Slowenien, Polen, Slowakei und Tschechien sowie in der Berg Europameisterschaft nach diesen, neuen Klassen gefahren wird, ist es 2022 auch in Österreich soweit. Ein Jahr später, sprich ab 2023 wird auch die Deutsche Bergmeisterschaft nachziehen. Neben der Berg-ÖM hat man sich auch bei einer Sitzung im Bergrallyecup dazu geeinigt, nach diesen Klassen zu fahren. Im Gegensatz zur österreichischen Meisterschaft wird jedoch ab der PF-Klasse 2 im Bergrallyecup nochmals eine Unterteilung eingeführt. Je weniger Punkte ein Auto hat, desto „radikaler“ wurde dieses für den Bergrennsport umgebaut. Sprich in der höchsten Klasse 5b werden sich die meisten, bisherigen Gruppe N Boliden wiederfinden. In der Klasse 1 wird in etwa Rupert Schwaiger mit seinem Porsche oder auch Stefan Promok mit seinem Mitsubishi zu finden sein. Der Performance Factor selbst setzt sich aus verschiedenen Komponenten eines Fahrzeuges zusammen, wie in etwa Motor, Getriebe etc. Aber auch aerodynamische Umbauten werden berücksichtigt und sind für die Klasseneinteilung maßgeblich mitverantwortlich. von Peter Schabernack, www.hillclimbfans.com

Termine 2022: Österreichischer Bergrallye-Cup

24. November 2021

Zur Zeit fällt es wohl jeden schwer daran zu glauben, dass 2022 wieder eine „normale“ Bergrallyecupsaison absolviert werden kann. Die „Corona-Zahlen“ steigen wieder ins unendliche und so kann keiner im Moment sagen, wie es nächstes Jahr aussehen wird. Im Hintergrund haben jedenfalls die Vorbereitungen für die neue Rennsaison unlängst begonnen. Dabei wird mit dem PF-Faktor einer der wohl größten Umbrüche im Bergrennsport für das Rennjahr 2022 vollzogen. Auch im Bergrallyecup wird dieser Einzug halten. Was hingegen bereits feststeht, sind die voraussichtlichen und geplanten Rennen im Jahr 2022. Und da hat sich einiges getan, werden doch auch neue Veranstalter mit von der Partie sein. Den Auftakt möchte dabei Anfang April das Pailix Motorsportteam am Pöllauberg vollziehen, was auch schon 2021 angedacht war. Am Ostermontagtermin steht wieder das Rennen im südsteirischen Kitzeck auf dem Programm, wo jedoch mit dem MSC Gamlitz um Diethard Sternad ein neuer Veranstalter für die Organisation verantwortlich zeichnet. Nach einer Pause wird es Anfang Juni in Lödersdorf weiter gehen, womit das Team vom MSC Lödersdorf auf einen späteren Termin ausweicht. Danach geht es weiter zum Zweitagesevent nach Gasen, wo zusammen mit der österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft das Team WRT um Stefan Wiedenhofer einen Lauf ausgetragen wird. Zwei Wochen später steht die anspruchsvolle Strecke von Neudorf/P. auf dem Programm, mit dem KDW Motorsport Team um Helmut Harrer als Organisator. Die einmonatige Sommerpause beendet das Rennen in Hofstätten/R., mit dem MSC Gleisdorf als Veranstalter, ehe es in die Weststeiermark nach Voitsberg gehen wird. Das Team von Jud Motorsport möchte dabei die zweite Bergrallye als Organisator abwickeln. Danach plant das Team vom Rallyeclub Semriach einen Lauf zum Bergrallyecup auszutragen, jedoch ist das Team noch auf der Suche nach einer passenden Strecke. Das Saisonfinale sollte dann das neue Veranstalterteam um Hannes Schantl und Stella Ochabauer organisieren. Dabei wird man die legendäre Strecke von Marktl bei Straden wiederbeleben. 03. April 2022:  Pöllauberg (Pailix Motorsportclub) 18. April 2022:  Kitzeck (MSC Gamlitz) 05. Juni 2022:  Lödersdorf (MSC Lödersdorf) 18.-19. Juni 2022:  Gasen (Wiedenhofer Rallye Team) 03. Juli 2022:  Neudorf/P. (KDW Motorsport Team) 14. August 2022:  Hofstätten/R. (MSC Gleisdorf) 04. September 2022:  Voitsberg (Jud Motorsport Team) 18. September 2022:  ??? (Rallye Club Semriach) 09. Oktober 2022:  Marktl/Straden (Stella´s Racing Team) Foto: Kevin Ferner

Berg-Urgesteine: Fotostory Helmut Maier

6. November 2021

Der pensionierte Versicherungskaufmann aus der „Dreiflüßestadt“ Passau ist der Globetrotter unter den Bergrennfahrern. Schon immer profitierte der mittlerweile 76-Jährige von der Lage seines Wohnorts in Niederbayern. Wohl kein anderer Berg-Spezialist kann derart viele Starts bei Bergrennen, vorwiegend im südosteuropäischen Ausland aufweisen. Schon in den 1980er Jahren war der gebürtige Flensburger, also Norddeutsche, Stammfahrer im damaligen Alpen-Donau-Cup. Kult waren die von Maier alljährlich im Winter organisierten „Schlittenfahtstreffen“ der Bergszene in Bayrisch Eisenstein. Sportlich ist er seit 1964 dem Bergrennsport treu geblieben. Dennoch gab es zwischendurch immer mal wieder Ausflüge auf die Rundstrecke. In den 80’ern waren es sogar zwei Jahre in der Tourenwagen-Europameisterschaft für Toyota und in den 90’ern gab es sporadische Starts in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT). Maier, der am Berg stets der Marke VW und dem Modell Golf Typ 17 treu blieb, gilt als ausgemachter Regenspezialist und genießt seinen Ruhestand mit langen Rundreisen durch halb Europa und tingelt so von Bergrennen zu Bergrennen.  

Österreichische Bergklassiker bereichern Deutsche SimRacing-Meisterschaft

30. Oktober 2021

Der virtuelle Motorsport, genannt SimRacing, ist spätestens seit Corona populär wie nie. Zum einen gibt es den „Realracern“ die Möglichkeit sich neue Streckenlayouts anzueignen oder zwischendurch im Training zu bleiben, anderseits ermöglicht das SimRacing vielen Rennsportbegeisterten jeden Alters, die aus Zeit- und Geldmangel es nicht in den realen Motorsport geschafft haben, ihren geliebten Sport auch selbst auszuüben und dabei jede Menge Spaß zu haben. Die einschlägigen Plattformen, wie zu Beispiel Raceroom, das vom bekannten Fahrwerkshersteller KW Automotive auf die Beine gestellt wurde, bieten unzählige Rennstrecke aus aller Welt und dazu noch viel mehr unterschiedlicher Fahrzeugsimulationen vom GT3-Renner bis zum klassischen BMW M3 der ersten DTM-Generation oder vom Formel-Rennenwagen bis zum ultraschnellen LMP1-Sportwagen. Diese und einige weitere Spieleplattformen haben für einen vom Bergrennsport begeisterten User einen entscheidenden Nachteil. Originalgetreue Bergrennstrecken Fehlanzeige! Ein Streckenlayout selbst am PC zu erschaffen ist hier die Lösung, aber nicht möglich. Allein Assetto Corsa ermöglicht das „modden“ von Strecken und zusätzlich Fahrzeugen mit selbst kreierten Designs. Eine Hand voll Computerfreaks gibt es in Europa, die bereits zahlreiche Bergrennstrecken in die virtuelle Welt kopiert haben. Bekannte Bergklassiker aus zahlreichen Ländern, wurden wunderbar digitalisiert und können mit den unterschiedlichsten Rennfahrzeugen sehr realistisch unter die Räder genommen werden. Mit der eSports Hillclimb Championship oder der italienischen Modders Squadra Corse existieren zwei eSports-Berg-Rennserien mit internationalem Background. Die Deutsche Röttele Berg-Challenge, unter einem Dach mit dem angeschlossenen ADAC SimRacing Berg-Cup, sind virtuelle Bergmeisterschaften die sich vornehmlich auf Bergpisten im deutschsprachigen Raum konzentrieren. Von Anfang Februar bis in den Dezember hinein stehen in der Röttele Berg Challenge by GTR4u.de insgesamt 21 bestens nachempfundene Bergrennstrecken in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien, Luxemburg und der Schweiz auf dem Programm. Alle Rennen werden von Kommentatoren moderiert und sind per Youtube-Livestream zu verfolgen. Dazu gib es ein Livetiming und aktuelle Meisterschaftsstände. Das Alleinstellungsmerkmal dieser Serie ist allerdings, dass zu jedem Rennen neu, einheitlich vorgeschriebene Rennfahrzeug, das es abzustimmen gilt. Die Organisatoren aus dem GTR4u.de-Forum wünschen sich den ein oder anderen Neueinsteiger und Gaststarter auch aus Österreich. Die Gelegenheit ist aktuell günstig, denn von den letzten vier Weitungsläufen der Saison 2021, finden die nächsten beiden Abende auf Strecken der Alpenrepublik statt. Am Montagabend, des 8. Novembers ist die Tauplitzalm bei Bad Mitterndorf der Schauplatz für einen Rennen mit der Rennversion der Lotus Elise. Die 9 km lange Alpenstraße mit 100 Kurven war in den 1960er Jahren drei Mal Schauplatz eines Bergrennens. Zwei Wochen später, am 22. November steht die […]

Merli spart sich Schallmauerdurchbruch auf – Ebenhöh´s dritter DM-Titel

28. September 2021

Zu einem wahren Bergrenn-Mekka wurde das diesjährige Bergrennen St. Agatha in Oberösterreich. Vor über 17.000 Zuschauern wurde Bergrennsport der Extraklasse geboten und dabei gleich zwei neue Streckenrekorde aufgestellt. Auch organisatorisch lieferte der MSC Rottenegg eine Veranstaltung der Sonderklasse ab, wobei man alle Hürden der zurzeit bestehenden „Covid-Verordnungen“ überwand. Belohnt wurde man mit Kaiserwetter und spätsommerlichen Temperaturen, und einer Stimmung entlang der Strecke die seines gleichen suchte. Tausende Zuschauer dankten dem MSC Rottenegg mit ihrem Besuch, dass endlich wieder Rennsport geliefert wurde. Ein Highlight war wie immer die Radarmessung bei der Waldeinfahrt, wo die Anzeige bei Schnellsten Christian Merli knapp 235 Km/h anzeigte und die Talfahrt wo die Fans jeden einzelnen Fahrer abklatschen konnten. Dazu sorgte das geniale Moderatorenduo um Peter Bauregger und Uli Kohl, die sich einmal mehr großartig ergänzten und exzellent durch das Motorsportwochenende führten. Im Kampf um den Gesamtsieg konnte in St. Agatha der amtierende Berg Europameister Christian Merli aus Italien einen fulminanten Erfolg realisieren. Mit seinem Osella FA30 Zytek LRM konnte er herausragendes leisten und im 1. Rennlauf seinen eigenen Streckenrekord von 2017 um 1,4sec. unterbieten. Dabei gelang ihm eine Zeit von knapp über einer Minute, womit er sich einen weiteren vollen Erfolg in dieser Saison sichern konnte. „Das genügt für heute, ich komme nächstes Jahr wieder“, so Christian Merli auf die Frage, ob er im zweiten Rennlauf den Streckenrekord noch einmal angreift. Der Italiener zeigte bereits beim letzten Trainingslauf des Noblend-Auto-Klassikers Esthofen – St. Agatha, dass sein Streckenrekord aus dem Jahr 2017 in ernsthafter Gefahr ist. Auf dem zweiten Platz folgte der bestens aufgelegte Deutsche Alexander Hin mit seinem von Lang Motorsport bestens vorbereiteten Osella PA30 Zytek LRM. Mit einer herausragenden Leistung konnte er sich gegen die weitere, starke Konkurrenz durchsetzen und mit dem Sieg in der E2-SC Klasse überzeugen. Das Gesamt-Podium komplettierte nach einem spannenden Duell der Kärntner Bernhard Gradischnig, der mit seinem Norma. Mit einer spektakulären Leistung in den Rennläufen konnte er famose Zeiten realisieren und schlussendlich den wohl größten Erfolge seiner Karriere im Bergrennsport realisieren. Rang vier der Gesamtwertung sicherte sich bei seinem Comeback der Vorarlberger Christoph Lampert mit dem Osella PA30 Zytek LRM, welcher vom Merli Team eingesetzt wurde. Mit einer beherzten Vorstellung konnte auch er großartige Zeiten fahren und das obwohl man am gesamten Wochenende über auf der Suche nach dem optimalen Setup war. Die Top5 komplettierte der Tscheche Petr Vitek mit dem Osella PA30 Judd. Mit dem einmalig klingenden Boliden […]

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