Merli führt nach Rechberg erstmals die EM an

23. April 2018

Die diesjährige Saison in der Berg-Europameisterschaft verspricht hochinteressant und spannend zu werden – dass mit Sicherheit mehr als in den Vorjahren. So lautet die Erkenntnis nach dem zweiten von zwölf Rennen der EBM vom vergangenen Wochenende am österreichischen Rechberg. Das traumhafte Frühlingswetter lockte die Fans in großen Schaaren ins steirische Almenland. Und auf den Wiesen und Almen entlang der rund 5 km langen klassischen Bergrennstrecke verlebten die Zuschauer einen herrlichen Renntag. Nur wenigen Unverbesserlichen stiegen die Unvernunft und der Alkohol zu Kopf, die dann von der Polizei aus den Sperrzonen entlang der Rechberg-Bundesstraße geholt werden mussten. Diese war im Vorfeld, von Posten 3 bis Posten 16 neu asphaltiert worden. Dass noch ein recht frischer Belag zuweilen rutschig sein kann, mussten einige Piloten am eigenen Leib erfahren, darunter auch der Tscheche Dan Michel (Lotus Elise) und der Schwarzwälder Alexander Hin. Beiden drehte es bei Highspeed den „Hintern weg“ und sie krachten in die Betonelemente. „Leider kein Glück am Rechberg für uns“, resümierte Hins Team-Chef und Konstrukteur Emanuel Pedrazza. „Alex verlor unseren PRC S4 ITC beim anbremsen der Puntigammer Kurve mit über 225 km/h. Obwohl das Fahrzeug eine 14 Jahre alte Konstruktion ist hat der PRC S4 mit Alex Hin zuvor gezeigt, dass wir mit Ausnahme von Merli und Faggioli mithalten können. Wir werden reparieren und schnellstmöglich zur nächsten Attacke blasen“. Die bereits angesprochenen „Italo-Stars“ Christian Merli im Werks-Osella FA 30 und Simone Faggioli im Werks Norma M20 FC bestimmten die beiden Rennläufe am Sonntag in gewohnter Art und Weise. Wie schon ein Wochenende zuvor am französischen Col St. Pierre musste Faggioli seinen Landsmann überraschender Weise ziehen lassen. Vor Wochenfrist gab ein seltener Fahrfehler den Ausschlag zu Gunsten Merlis. Diesmal war es aber unverkennbar Merlis blendende Form, die schlussendlich zum deutlichen und dritten Rechberg-Gesamtsieg in Folge des Südtirolers führte. Ganze 6,5 Sekunden Poster sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem ebenfalls überraschenden Tagessieg am Col St. Pierre des französischen Meisters Sebastien Petit im Norma M20 FC, war man auch am Rechberg auf dessen Abschneiden gespannt. Das Team Petit Autosport plant insgesamt an acht Läufen der aktuellen Berg EM teilzunehmen und kann so zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden, zumal Faggioli wegen seines Starts am Pikes Peak in den USA mindestens einen EM-Laufen auslassen muss und sich somit keine weiteren Patzer mehr leisten kann. Christian Merli muss am 22. Mai nochmals in Slowenien vor Gericht erscheinen, wo weiter die Geschehnisse um den letztjährigen EM-Lauf […]

KW Berg-Cup macht aus der Not eine Tugend

3. Februar 2018

Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung stellte der Berg-Cup e.V. am 21. Januar 2018 in Bad Mergentheim sein revolutionäres Rennserienkonzept für die kommende Saison vor. Dieses überraschte und stellte für die 80 anwesenden Mitglieder Dinge wie Rechenschaftsberichte und Teilneuwahlen hintan. Allerdings dauerte es rund 60 Minuten, bis die Katze aus dem Sack gelassen wurde. Schließlich sah die mit der Einladung versandte Tagesordnung nach der Begrüßung formelle Dinge vor. Zum Beispiel die Feststellung der Anzahl der Stimmberechtigten und den Bericht des Präsidiums über das Sport- und Geschäftsjahr 2017. Dieser fiel durchwegs positiv aus, wertete die 30. Saison des KW Berg-Cups unter dem Strich als einen rundum gelungenen Auftritt. Daran wollte man natürlich 2018 anknüpfen, stellte früh die Weichen, reichte die nur in minimalen Details veränderte Ausschreibung beim DMSB ein. Mit dem man schon Mitte 2017 einen Stufenplan erarbeitet hatte, der im Rahmen der Anpassung an die von der FIA für Internationale Rennserien (IS) geforderten Sicherheitsstandards die Einführung von Sicherheitstanks erst 2021 vorsah. Lange standen die Ampeln für diese Terminierung auf grün, aber am 6. Dezember schaltete der FIA-Weltrat auf Rot um, erklärte FT-Kraftstoffbehälter ab sofort für obligatorisch und nicht verhandelbar. Das versetzte die KW Berg-Cup Verantwortlichen in Alarmzustand. Wusste man doch aus einer von den eigenen Technischen Kommissaren in der letzten Saison durchgeführten Erhebung, dass nur knapp über die Hälfte der begutachteten Berg Cup Renner über aktuelle Sicherheitstanks verfügen. Die unerwartet entstandene Situation wurde sofort analysiert, danach verschiedene Szenarien durchdacht und durchgespielt, wobei die berechtigten Interessen aller Berg-Beteiligten immer Berücksichtigung fanden. Um diesen in vollem Umfang zu entsprechen, entschied man sich zur Zweigleisigkeit. Was im Klartext bedeutet, dass der KW Berg mit seinen Sonderwertungen KW 8V-Trophy, Rookie und Ravenol Youngster wie vorgesehen weiter als IS durchgeführt wird. Möglicherweise kommen sogar noch zwei weitere Veranstaltungen dazu, nämlich am 21./22. April der Rechberg in Österreich und am 26./27. Mai das Bergrennen Verzegnis in Norditalien. Entsprechende Verhandlungen laufen, ein definitives Ergebnis wird spätestens am 31. Januar vorliegen. Wie auch immer dieses aussehen wird, an der Zahl der maximal gewerteten Rennen wird das nichts ändern, die bleibt auf jeden Fall bei acht. Neu im Angebot des Berg-Cup e.V. ist 2018 der „KW Berg-Cup National“. Er pflegt den Breitensportgedanken und gibt all denen, die bisher in der IS völlig regelkonform mit nationalen DMSB-Sicherheitsstandards unterwegs waren die Möglichkeit, ohne Nach- oder Umrüstung weiterhin KW Berg-Cup’ler zu bleiben. Darüber hinaus soll die neu installierte Serie auch den Berg-Einstieg erleichtern. Deshalb werden […]

Termine 2018: Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft

29. Dezember 2017

Bäumchen wechsel dich in der Berg ÖM. Vier der insgesamt 10 Veranstaltungen sind neu im aktuellen Kalender – mit Altlengbach vor den Toren Wiens und dem slowakischen Bergrennen Jankow Vršok, gibt es sogar zwei Debütanten. Interessant ist dabei, dass Altlengbach eine neue Veranstaltung ist, die im September 2017 erstmals als reines Tourenwagenrennen ausgetragen wurde. Die rund 25 Teilnehmer und die motivierten Organisatoren waren mit dem Erstlingsrennen zufrieden. Die Strecke liegt direkt an der Westautobahn A1 und führt teilweise sogar durch Gehöfte. Im kommenden Juli werden dann auch die Rennsportfahrzeuge an den Start gehen. „Es ist gut, wieder ein Bergrennen mehr in Österreich zu haben“, stellt der ÖBM-Fahrervertreter „Tourenwagen“ Erich Weber treffend fest. Fünf Mal tritt die ÖBM im Rahmen von Berg EM-Läufen an. Der langjährige Finallauf in Cividale, im Italienischen Friaul, musste weichen, wohl um keine Terminkollision mit dem FiA Hillclimb Masters zu riskieren. Eine weitere Neuerung betrifft das Rennen St. Anton/J. und den erstmals zur Berg-ÖM zählenden Lauf Jankov Vršok in der Slowakei. Dort werden sowohl am Samstag als auch am Sonntag Punkte für die Meisterschaft vergeben, sprich es werden an beiden Tagen Trainings- und Rennläufe ausgetragen und gewertet. Damit werden an 10 Rennwochenenden nunmehr insgesamt 12 Wertungsläufe zur Österreichischen Automobil Bergstaatsmeisterschaft ausgetragen. Dem wurde auch bei der Anzahl der etwaigen zu berücksichtigenden Streichresultate Rechnung getragen. Gleich einige Änderungen erfährt die Österreichische Automobil Bergstaatsmeisterschaft in der Saison 2018. Neben einigen Änderungen im Terminkalender, wurde auch das Reglement umgestaltet. Das betrifft vor allem die Division 3, insbesondere die dort zahlenmäßig am stärksten vertretene Gruppe E1. Dort werden 2018 in 3 Hubraumklassen (bis 1600ccm, bis 2000ccm, über 2000ccm) Punkte vergeben und nicht wie in den letzten Jahren Gesamt. Zudem sind hier ab sofort auch die E1 Boliden aus der Slowakei, Italien, Tschechien, Slowenien, Kroatien etc. (Wagenpass einer Mitglieds-ASN der FIA Zone Zentraleuropa) punkteberechtigt. 21./22.April 2018 – Rechbergrennen (A)  26./27.Mai 2018 – Verzegnis (I) 02./03. Juni 2018 – Ecce Homo (CZ) 30.06./01. Juli 2018 – Bergrennen St. Anton a.d. Jesnitz (A) 07./08. Juli 2018 – Slovakia Baba (SK) 21./22. Juli 2018 – Bergrennen Altlengbach (A) 11./12. August 2018 – Jankov Vršok (SK) 01./02. September 2018 – Ilirska Bistrica (SLO) 15./16. September 2018 – Buzet (HR) 22./23.September 2018 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A)

Berg- und Tuninglegende Günther Gabat verstorben

25. Oktober 2017

Nur knapp vier Wochen nach der Todesnachricht von Hermann Waldy, verstarb jetzt mit Ing. Günther Gabat eine weitere Bergrennsport-Legende Österreichs. Noch am 7. August diesen Jahres feierte der Aichfelder seinen 80zigsten Geburtstag. Günther Gabat war 40 Jahre im Motorsport aktiv und sowohl auf der Rundstrecke als auch am Berg einer der erfolgreichsten steirischen Motorsportler auf vier Rädern. In den 1970er bis Mitte 80er Jahren steuerte Gabat Senior Renntourenwagen der Marke BMW, bevor er 1987 zu Ford wechselte und dabei blieb. Die Ford Sierra und Escort-Modelle, meist vom Typ Cosworth, waren durchweg schwarz lackiert, was sein Markenzeichen war. Neben dem internationalen Bergrennsport war Günther Gabat auch im Bergrallye-Cup sehr aktiv, wo er in den Jahren 2000 und 2008 zu Meisterehren kam. Zwei Mal war der Begründer von Ing. Gabat Tuning auch Österreichischer Vize-Staatsmeister im Bergrennsport. Das war 2001 und 2002. Sein letztes Rennen fuhr Gabat im Jahr 2013 am Rechberg. Nach seiner aktiven Laufbahn galt sein ganzes Engagement dem Tuningbetrieb in St. Stefan ob Leoben im Ortsteil Kaisersberg, den seinem Sohn Ing. Andreas Gabat zwischenzeitlich übernommen hatte. R.I.P. Günther!

Flottes Rennen vor vollem Haus – Der KW Berg-Cup in St. Agatha

27. September 2017

Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab. Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen. Bei den leider nur zwei 1,15-Litern der stark verbesserten Tourenwagen (TW) ist lange Zeit heftiges Augenreiben angesagt. Denn Jörg Eberle turnt mit seinem 8- Ventiler Fiat 127 Super frech, fröhlich und frei vor dem Schneider Polo 16V von Thomas Stelberg herum. Dessen Kupplung rutscht, obendrein schwächelt die Differentialsperre. Dennoch verringert Thomas den Trainingsrückstand von 2,7 Sekunden in Rennlauf eins auf nur mehr 27 Hundertstel. Ins Finale geht er voll motiviert, ignoriert die technischen Gebrechen, schafft mit 1:31,60 noch die „last […]

Vier-Kampf der Meister in St. Agatha

25. September 2017

Das diesjährige Bergrennen St. Agatha war ein Bergrennsportfestival der Extraklasse. Dafür sorgte nicht nur dass international hochkarätige Starterfeld, sondern die auch zahlreich erschienen Zuseher. Diese sorgten für eine großartige Atmosphäre bei diesem Bergklassiker in Oberösterreich. Zudem hatte das Veranstalterteam vom MSC Rottenegg auch mit dem Wetter das Glück auf ihrer Seite, blieb es doch am gesamten Wochenende trocken. Im Kampf um den Gesamtsieg war auch in diesem Jahr der italienische Ausnahmekönner und Vize-Europameister Christian Merli nicht zuschlagen. Mit seinem Osella FA30 Fortech konnte er bereits im Training mit herausragenden Zeiten überzeugen, ehe er im 1. Rennlauf seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr regelrecht pulverisierte. Im 2. Rennlauf legte der Osella-Pilot nochmals nach und korrigierte den Streckenrekord schlussendlich um über 1sec. nach unten. Auf den ersten Verfolgerplatz konnte er somit einen Vorsprung von 5,5sec. herausfahren. Um diesen gab es einen elektrisierenden Dreikampf, welchen am Ende der neue französische Bergmeister Sebastien Petit knapp für sich entscheiden konnte. Nachdem er mit seinem Norma M20FC Mugen im 1. Rennlauf nur auf den vierten Platz lag, konnte er im entscheidenden Rennlauf nochmals kräftig zulegen und so noch auf den zweiten Rang im Gesamtklassement nach vorne fahren. Mit einem hauchdünnen Rückstand von 0,3sec. ging der letzte Platz auf dem Podium an den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik, der mit seinem top-aktuellen Norma M20 FC Mugen eine weitere herausragende Vorstellung ablieferte und exzellente Zeiten erreichte. Jedoch haderte er im 2. Rennlauf ein wenig mit der Elektronik, womit er sich im Gegensatz zum Franzosen nicht mehr weiter steigern konnte. Mit weiteren 0,07sec. Rückstand ging der vierte Platz im Gesamtklassement an den neuen Schweizer Bergmeister Marcel Steiner, der erstmals in Österreich seinen selbst weiterentwickelten LobArt LA01 Mugen an den Start brachte und mit diesem Boliden ebenfalls begeistern konnte. Mit seiner beherzten Fahrweise konnte er den zahlreich erschienen Zuschauer imponieren. Die Top 5 komplettierte der Tscheche Dusan Neveril mit seinem einmalig klingenden Norma M20 FC Judd, der mit einer exzellenten Vorstellung überzeugen konnte und eine ebenfalls tolle Show beim diesjährigen Bergrennen St. Agatha ablieferte. Dahinter folgte auf dem sechsten Gesamtrang der Vorarlberger Christoph Lampert, der eine exzellente Performance mit seinem 2-Liter Osella PA2000 Evo Honda ablieferte. Mit einer großartigen Leistung auf dieser Powerstrecke war er am Ende bester Österreicher in St. Agatha, wobei er im 2. Rennlauf sogar die 1:10min. Schallmauer unterbieten konnte und so als schnellster 2-Liter Pilot am gesamten Rennwochenende beeindrucken konnte. Nicht zu vergessen ist Alexander Hin, als bester […]

Servus Kämpfernatur – Hermann Waldy sen. ist tot

20. September 2017

Nun hat er doch noch seinen langen und erbittert geführten Kampf gegen den Krebs verloren. Hermann Waldy Senior ist tot. Der 70-jährige Kärntner war einer der erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs und gewann zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft im Formel 3000. Bereits 1968 begann die motorsportliche Laufbahn des Hermann Waldy in den Disziplinen Autocross und Skijöring. Seit Mitte der 1980er betätigte sich Waldy im Bergrennsport, was zu seiner großen Leidenschaft wurde. Zu seinen  Meistertiteln gesellten sich zahlreiche Gesamtsiege bei nationalen und internationalen Bergrennen. Waldy war eine beispielhafte Kämpfernatur und machte immer das Beste aus seiner Situation. In Folge seiner Krebserkrankung  laborierte er Anfang dieses Jahres auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April hatte sich Waldy wieder soweit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann leider verwehrt. Der Bergrennsport in Österreich und ganz Europa verliert mit Hermann Waldy Senior einen Ausnahmekönner und große Persönlichkeit, die am 19. September 2017 verstarb. Der Trauergottesdient wird am Samstag, den 23. September, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Radweg gelesen.    

Auf Messers Schneide – EM-Titel geht nach Österreich

18. September 2017

Mit einer solch dramatischen Wendung und einer Spannung bis in die Haarspitzen hatte eigentlich niemand mehr, beim letzten Lauf der Berg-Europameisterschaft 2017 im kroatischen Buzet, gerechnet. Alles schien in gewohnten Bahnen zu verlaufen. Seit zwei Wochen, nach dem technischen Ausfall von Christian Merli in Ilirska Bistrica, stand zum 10. Mal Simone Faggioli bereits vorzeitig als alter und neuer Euro-Champion bei den Rennwagen fest. Doch in der Kategorie 1 der Tourenwagen und GT wurde der Meister noch gesucht. Der Österreicher „Tessitore“ benötigte nur eine Zielankunft um den Europameistertitel der Berge erstmals wieder seit den frühen 1970er Jahren in die Alpenrepublik zu holen. Doch schon beim zweiten Trainingslauf passierte es, kapitaler Getriebeschaden am Audi R8 LMS. Die EM-Hoffnungen des Erich Weber drohten im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch aufzugehen, denn entsprechende Ersatzteile hatte man nicht zur Verfügung. Bis in die Nachtstunden wurde am silbergrauen GT-Boliden gearbeitet. Übrig blieb nur eine Notreparatur. Mit der Hilfe des Teams von Klassenkontrahenten Jan Milon gelang es dann schließlich den Audi wieder halbwegs flott zu bekommen, mit der bangen Frage ob die Flunder die zwei Rennläufe am Sonntag packen würde. Und „Tessitore“ und der Audi GT3 schafften es, zwar nur auf Rang 3 in der GT-Wertung, doch das war am Ende absolute Nebensache. „Danke an das Jantar Team von Jan Milon und Mario König“, so Erich Weber. „Dank Eurer Hilfe überlebt die Chance auf die FIA Berg-Europameisterschaft und nur so schaffte ich es heute unseren waidwunden Audi R8 LMS GT3 nach Eurer Wahnsinnsleistung einfach nur ins Ziel zu bringen. Sorry, an die Fans an der Strecke, meine Zeiten waren schlecht. Aber eine Zielankunft war das absolute Muss!“ Die GT-Gruppe gewann schließlich Milon im BMW Z4 GT3, ein verdienter Lohn für die überaus sportliche Geste. Somit nutzte der zweite Platz in Gruppe N dem Tschechen Tomas Vavrinec (Mitsubishi Lancer) nichts mehr, der somit in der Endabrechnung Rang 2 und FiA-Trophäe für sich einfuhr. Um den Tagessieg entbrannte, wie nicht anders zu erwarten, der übliche Zweikampf Faggioli gegen Merli. Und wie schon so oft in dieser Saison sollte die Entscheidung über den Streckenrekord fallen. In der Rekordzeit 2:05,395 min legte Simone Faggioli (Norma M20 FC V8) im letzten Lauf die Latte schon sehr hoch, doch Christian Merli (Osella FA 30 Fortech) revanchierte sich mit der neuen absoluten Streckenrekordzeit von 2:04,689 min wenigsten ein klein wenig für den entgangenen EM-Titel. Rang drei ging an an diesem Tag an Milos Benes […]

Auto-Rennen Glücksspiel und andere beliebte Online-Spiele

12. September 2017

Es gibt wohl kaum einen Mann, der schnelle Autos nicht liebt. Doch gibt es auch online zahlreiche Autorennen, auf deren Ausgang Sie wetten können. Der Run auf die Online Casinos ist seit einigen Jahren ungebrochen. Längst schon haben diese Plattformen die herkömmlichen Spielbanken überholt, was die Beliebtheit bei den Spielern betrifft. Und tatsächlich bieten Plattformen dieser Art ganz erhebliche Vorteile. Denn Sie müssen sich nicht extra in Schale werfen und können mittels einer App, die natürlich völlig kostenfrei zur Verfügung steht, auch von jedem beliebigen Ort aus spielen. Sie brauchen dazu nichts als Ihr mobiles Telefon und haben dennoch die Möglichkeit, auch große Geldsummen zu gewinnen. Dazu kommen die vielen Boni, die Sie erhalten, wenn Sie sich als neuer Spieler anmelden, aber auch, wenn Sie sich jeden Tag auf der Plattform einloggen. Nicht zu vergessen sind natürlich die stattlichen Startguthaben, die gut und gern schon mehrere hundert Euro betragen können. Wenn es allerdings um die Games geht, haben die Freispiele ohne Einzahlung ganz klar die Nase vorn. Das Tolle ist, dass Sie hier mitspielen können, ohne vorher Geld einzahlen zu müssen. Sie erhalten nämlich ein sehr interessantes Startguthaben, sozusagen als Dankeschön für Ihre Anmeldung. Sehen Sie sich dazu vor allem die Starburst Freispiele ohne Einzahlung doch einmal etwas näher an. Hier handelt es sich um einen Spielautomaten, den es erst seit 2012 gibt, aber seitdem hat er den Markt ganz gewaltig aufgewirbelt. Wenn wir noch kurz bei den Automaten bleiben, müssen wir auf jeden Fall ein Game wie „The Book Of Ra“ erwähnen. Die Symbole, die auf den fünf Walzen zu sehen sind, sind aus der Hochkultur des alten Ägypten entlehnt und erzählen vom ewigem Kampf von Gut gegen Böse. Vielleicht ist das der Grund für den Boom des Spiels, der seit etlichen Jahren ungebremst anhält? Wohl jedes Spielcasino, das Sie online aufsuchen können, bietet Ihnen zudem Spielautomaten wie unter Anderem Gonzos Quest, Blood Suckers, Lucky 8 line, Jack Hammer und Jackpot 6000. Darüber hinaus können Sie sich natürlich auch für Slots wie zum Beispiel „Lucky Lady Charm“, „Eye Of Ra“ oder „Spiderman Green Goblin“ entscheiden. Dies sind Spiele, die als echte Garanten für unzählige Stunden Spaß und Spannung gelten. Es gibt aber auch zum Beispiel Spielautomaten „Wild Rubies“ und Reel Rush. Darüber hinaus ist noch ein Slot mit der Bezeichnung „Mega Moolah“ äußerst beliebt. Wenn Sie eines Tages den Jackpot knacken und mit Ruhm und Ehre nach Hause gehen […]

EM-Auftakt nach Maß am Rechberg – Schreckmoment für Waldy

23. April 2017

Der Auftakt zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Österreich hielt alles, was sich die Kenner der Szene erhofft hatten. Das Almenland in der Gegend um Fladnitz in der Steiermark präsentierte sich gottlob schneefrei und vor allem trocken. Dennoch war es genauso stürmisch und „saukalt“ wie in 2016. Die rund 200 Teilnehmer aus neun europäischen Nationen mussten teilweise eine Anreise durch tief verschneite Regionen in Kauf nehmen. Die neue Organisation um Erich Weber funktionierte sehr gut, vor allem das neue Konzept im Training das vorsieht mit rot aufgehaltene Fahrer nicht mehr zurückzuholen und neu starten zu lassen, sondern nach italienischem Vorbild nach Beseitigung der Blockade einfach weiter Richtung Ziel zu schicken, brachte Vorteile. Lediglich eine um fast eineinhalb Stunden verzögerte Siegerehrung hätte man bemängeln können. Doch es bleibt festzuhalten, das neue Orgateam hat sich bewährt. Was vor Wochen noch als „ein Ding der Unmöglichkeit“ angesehen wurde, entpuppte sich am Rennwochenende wider erwarten zur Realität. Österreichs Berg-Legende Herrmann Waldy, der sich über Monate mit Hilfe von Ärzten und Rehateams schindete, um seine inkomplette Querschnittslähmung zu überwinden, hatte es tatsächlich geschafft und steuerte am Trainingstag seinen Tatuus-Formula Master mit 2-Liter Honda-Motor die Rechberg-Bundesstraße hinauf. Der 69-Jährige hatte sein Ziel wieder in seinen Rennwagen zurückzukehren, mit unbändigem Willen erreicht. Doch am Renntag musste Waldy Senior einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Im Streckenabschnitt Harrer-Höhe überschlug sich Waldy mit seinem Auto mehrfach, der Bolide blieb auf dem Rücken liegen. Der Kärntner war sofort ansprechbar, wurde von Streckenposten aus dem Auto geholt und konnte gestützt selbstständig gehen. Waldy wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Eine Computer Tomographie zeigte aber keinerlei Verletzungen. Auch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Gesellschaft bei der Untersuchung im Spital hatte Waldy leider auch vom Deutschen Sportwagen-Senior Erich Öppinger, der sich mit seinem Osella PA16 BMW ebenfalls überschlug. In beiden Fällen gab es aber später Entwarnung von der Rennleitung. Rein sportlich gesehen stand das Duell der beiden italienischen Elitefahrer Simone Faggioli und Christian Merli einmal mehr im Brennpunkt des Interesses. Vor allem wie der neue Fortech-V8-Motor in Merlis Osella FA30 einschlagen würde, war die große Frage. Und er schlug ein! Doch zuerst donnerte Serieneuropameister Simone Faggioli in 1:53,783 von Tulwitz nach Rechberg. Der Norma-Pilot verbesserte damit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Aber Vorjahressieger Christian Merli war noch schneller. In 1:52,916 war Merli zwei Sekunden schneller als Faggioli im Vorjahr und der erste Mensch der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 160 km/h den Rechberg bezwang, was die Sicherheitsexperten der […]

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