André und Björn Wiebe gewinnen in St. Agatha den KW Berg-Cup 2019

26. September 2019

Das vorletzte der insgesamt 13 Rennen zur Internationalen Serie KW Berg-Cup hat so richtig Laune gemacht. Der MSC Rottenegg und seine Mannschaft rund um ihren Organisationsleiter Markus Altenstrasser hatte am Wochenende (21./22.09.) alles im Griff. Eine riesige Kulisse von gut 10.000 Besuchern gab dem „NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha“ einen würdigen Rahmen. Die Fans wurden bei angenehmen Herbstwetter vom sportlichen Geschehen auf der 3,2 Kilometer langen, flüssig-schnellen Piste, die zwischen Passau und Linz in der Nähe der Schlögener Donauschlinge in Oberösterreich zu finden ist, mitgerissen und bestens unterhalten. Die positive Stimmung förderte auch einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord und weitere Höchstleistungen zutage. Davidovic und Hofmann gewinnen erneut den NSU Pokal Unter den insgesamt 153 Startern hielt sich die 42 Fahrzeuge starke Delegation des Internationalen KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals hervorragend, ihre aktiven Fahrer durften trotz harter Konkurrenz mehrere Klassensiege und viele weitere Top-Platzierungen feiern, die sich auch auf die Meisterschaftsstände auswirkten. Im NSU-Bergpokal, der erstmals in St. Agatha dabei war und dort super ankam, machten die aktuellen Leader Steffen Hofmann / Jörg Davidovic durch den Sieg von Steffen den Sack endgültig zu, sie haben ihren fünften gemeinsamen Gesamterfolg jetzt sicher in der Tasche. In der Klasse bis 1150 Kubik setzte sich der erst 23-Jährige Niederbayer Tobi Mayer mit seinem VW Polo 16V souverän durch. Die Abteilung bis 1400 Kubik stand ganz im Zeichen des neuen Deutschen Automobil-Berg-Meisters Hansi Eller, der den VW Minichberger Scirocco 1 16V zu seinem achten Saison-Klassensieg fuhr. Bei den 1600ern sahen sich die KW Berg-Cup-Aktiven sehr harter österreichischer Konkurrenz gegenüber, die aber kein Mittel gegen den entfesselt agierenden Erwin Buck und dessen VW Spiess Scirocco 16V fand. Auch die 2-Liter-Abteilung erlebte einen KW Berg-Cup-Fahrer auf der obersten Stufe des Siegerpodests. Mit einem Gala-Auftritt konnte sich Thomas Strasser, der KW Berg-Cup Gesamtsieger von 2018, im VW Minichberger Scirocco 1 16V diese Position sichern. Auf Platz zwei beendete Björn Wiebe im Renault Clio BTCC seinen St. Agatha-Trip. Damit krönte sich der 32-Jährige zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder André im Team zum dritten Mal nach 2016 und 2017 zum KW Berg-Cup Gesamtgewinner. Schagerl übertrumpft Plasa-Rekord Da in Österreich oberhalb von 2000 Kubik nur mehr eine einzige, mit Super-Boliden gefüllte Klasse ausgeschrieben wird, hatten die KW Berg-Cup-Asse, die mit einer Ausnahme über maximal 3 Liter Hubraum verfügten, naturgemäß einen schweren Stand. Nichtsdestotrotz powerten sich im 26-Wagen-Feld zwei KW Berg-Cup’ler unter die Top-Ten: Günter Göser schaffte im Opel Kadett […]

Hintergründe zu den Wertungsausschlüssen von St. Agatha

23. September 2019

Das Bergrennen St. Agatha  des oberösterreichischen MSC Rottenegg schrieb wieder einmal Geschichte. In den letzten Jahren gelang dies Markus Altenstrasser und seinem Team mit einer reibungslosen Organisation, einer wunderbaren Atmosphäre und sportlich hochwertigen Läufen. Doch die sportlichen Resultate sollten diesmal alsbald nach Rennende in den Hintergrund treten und die bis dahin glänzende Veranstaltung den Beteiligten in eher unangenehmer Weise in Erinnerung bleiben. Gegen die Piloten Marcel Steiner, Alexander Hin und Georg Lang wurde Protest eingelegt, in allen drei Fällen stattgegeben und die Angeschuldigten disqualifiziert. Protestführer war Patrik Zajelsnik, der zunächst hinter Marcel Steiner auf Gesamtrang zwei rangierte. An die beiden Laufbestzeiten des neuen Schweizer Vizemeisters (1:03,087 und 1:03,414 min) kam zuvor weder Zajelsnisk noch ein anderer Konkurrenten heran, doch das nützte dem Oberdiesbacher nichts. Die Nachuntersuchung der Techniker vor Ort ergab an Steiners LobArt LA01 das die Mittel-Finne der Airbox um 2,8 cm zu hoch war. Des Weiteren ragte der Auspuff 2,5 Zentimeter zu weit nach hinten heraus, was nicht unbedingt einen Wettbewerbsvorteil bedeutet und eher auf eine Nachlässigkeit oder Versehen hindeutet. Das Reglement kennt in diesem Fall aber keine Spielräume. Da es um den Tagessieg und viel Prestige ging, ist diese Protestnote noch einigermaßen nachvollziehbar. Im Fall der beiden Deutschen Alexander Hin und Georg Lang, kann man jedoch von einem klassischen „Zierleistenprotest“ sprechen, der eher auf die Personen abzielt, als auf die Fahrzeuge. Gegenstand und Angriffspunkt war in beiden Fällen die Außenspiegel. Die Spiegel waren laut österreichischem Chef-Techniker und geübten FIA-Funktionär, übrigens ur-original, wurden also einmal so legal gefahren bis die FIA die Mindestmaße für den Bergrennsport festgesetzt hat. Vorgeschrieben sind 150×50 mm, montiert waren 111×52 mm. Somit blieb den Verantwortlichen auch in diesem Fall keine andere Wahl als der Wertungsauschluss. Zweifellos in diesem Zusammenhang stehen die Vorfälle vom Osnabrücker Bergrennen diesen Jahres (BiD berichtete). Beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und FiA Hillclimb Cup legte Marcel Steiner einen Protest gegen den Hubraum an Zajelsniks Mugen-Triebwerk ein. Doch der Deutsch-Slowene verweigerte Anfang August eine technische Nachkontrolle und entzog seinen Norma M20 FC schlussendlich ohne Klärung den Technikern. Eine Feststellung der Hubraummaße konnte somit nicht durchgeführt werden. Der Fall wurde sogleich an die FiA gemeldet. Der aktuelle Stand der Ermittlungen und Konsequenzen daraus, sind derzeit nicht bekannt. Vier Wochen später fehlte das Zajelsnik-Team bei ihrem Heimatrennen, dem vorletzten Berg-EM Lauf von Ilirska Bistrica. Zum EM-Finale in Buzet (Kroatien), eine Woche vor St. Agatha, trat man wieder an. Unbestätigt ist ein Protest […]

Hin zu Rang fünf beim ÖM und KW Berg-Cup Lauf in St. Anton

20. Mai 2019

Wie schon so oft war die Berg-ÖM und KW Berg-Cup-Veranstaltung in St. Anton/J. vom Emsi Motorsport Team exzellent organisiert. Vom Rennleiterteam angefangen bis hin zu den Streckenposten war man jeder Situation gewachsen und so verlief sowohl das Training als auch das Rennen in einem ungewöhnlich flotten Tempo. Die anspruchsvolle Strecke in St. Anton/J. forderte die Piloten wieder bis aufs äußerste, jedoch blieben zum Glück gröbere Zwischenfälle aus. Und so war es noch vor 15 Uhr (!), als der 3. Rennlauf von Hermann Waldy jun. erfolgreich beendet wurde. Da auch die Siegerehrung zeitig angesetzt war, war eine grandiose Stimmung im Festzelt vorhanden. Zudem hatte auch der Wettergott ein einsehen, denn das ganze Wochenende ging trocken und auch bei angenehmen Temperaturen über die Bühne. Im Kampf um den Gesamtsieg war der niederösterreichische Lokalmatador Karl Schagerl voll in seinem Element. Mit einer wirklich beeindruckenden Performance am Steuer seines VW Golf Rallye TFSI-R konnte er sich gegen die starke Konkurrenz aller Fahrzeugkategorien durchsetzen und einen vollen Erfolg fixieren. Dabei konnte er bei seinem Heimrennen bereits in Rennlauf 1 einen neuen Tourenwagenstreckenrekord aufstellen und so den Grundstein für den späteren Gesamtsieg in St. Anton/J. legen. In Lauf 2 legte der Purgstaller am Steuer des weiß-blauen Boliden nochmals nach, steigerte sich um weitere 0,2sec. und unterbot somit seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um über 1 Sekunde. Auf dem zweiten Gesamtrang war nach einer äußerst dramatischen Entscheidung der Kärntner Hermann Waldy jun. zu finden, der mit seinem Tatuus Formel Master S2000 eine herausragende Leistung ablieferte und dabei mit seiner beherzten Fahrweise mit dem noch ungewohnten Fahrzeug immer besser zu Recht kommt. Im entscheidenden 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und so dieses eindrucksvolle Ergebnis realisieren. Damit konnte er sich um gerade einmal 0,04sec. (!) gegen seinen Kärntner Landsmann Bernhard Gradischnig durchsetzen. Dieser lieferte aber am Steuer seines Norma M20F Nissan eines seiner bisher besten Rennen ab. Damit stand am Ende des Wochenendes noch der letzte Platz am Podium zu Buche, womit er ein weiteres eindrucksvolles Ergebnis mit diesem Boliden realisieren konnte. Rang Vier ging im Gesamtklassement an einen weiteren niederösterreichischen Lokalmatador. Andreas Stollnberger lieferte mit seinem Dallara F302 eine erneut exzellente Leistung ab, und diese wurde mit diesem großartigen Resultat belohnt. Dabei konnte der ex-Staatsmeister mit seiner beherzten Fahrweise begeistern und sich so eindrucksvoll in Szene setzen. Die Top5 im Gesamtklassement beim diesjährigen Bergrennen St. Anton/J. komplettierte der Deutsche Alexander Hin, der mit seinem […]

Boxengeflüster 04/2019: Wussten Sie schon dass…?

19. April 2019

DASS der DMSB Frühjahrsslalom des AC Ebern und MSC Scheßlitz auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrum in Schlüsselfeld am Sonntag, den 14. April von KW Berg-Cup-Pilot Patrick Orth in der Gesamtwertung gewonnen wurde. Einen Tag zuvor musste sich der Pilot des Gerent BMW 320i E30 nur dem Schwarzwälder Dennis Zeug im Opel Kadett C geschlagen geben. Am Samstag im Training verzeichnete Orth noch einen kleinen Ausrutscher ins Kiesbett, in den Wertungsläufen lief es dann deutlich besser. Zahlreiche aus dem Bergrennsport bekannte Fahrerinnen und Fahrer nutzten ebenfalls die Gelegenheit sich auf die neue Saison einzuschießen, so zum Beispiel Alexander Pleier, Ralf Orth, Manfred Bläsius, Michelle Bläsius, Nicolas Dietz und Sophia Faulhaber. DASS nach der Nennung des Tourenwagen Berg-Europameisters 2014 und 2015, Igor Stefanovski, ein weiterer Europameister in der neuen TCR Hill Climb Series 2019 teilnimmt! Der junge serbische Top-Fahrer Nikola Miljkovic (24), Europabergmeister der Touren- und Produktionswagen im Jahr 2016 hat sich, trotz seines jugendlichen Alters bereits einen hervorragenden Ruf als Serbiens vielversprechendstes Motorsport Talent erarbeitet. In ganz jungen Jahren hat er auf nationaler Ebene erfolgreich zahlreiche Rundstreckenrennen bestritten. Für LEIN Racing ist er in den Jahren 2016/2017 im FIA Tourenwagen Cup gefahren und 2018 bestritt er die TCR Europe. Die brandneue, von Autosport Schweiz initiierte Rennserie für Tourenwagen mit 2-Liter Turbomotoren nach dem internationalen TCR-Reglement, wird auch ein Gastspiel in der Deutschen Bergmeisterschaft geben, und zwar am letzten Juli-Wochenende in der Rhön beim ADAC Hauenstein-Bergrennen. DASS bei ihrem ersten Start im „Michelin Le Mans Cup“ auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet der Luxemburger Gary Hauser und seine britische Teamkollegin Charlie Martin ihren nagelneuen Norma M30-Nissan nach zwei Rennstunden auf den sehr guten 4. Platz mit nur 23 Sekunden Rückstand auf das Siegerfahrzeug landeten. Bereits im Qualifying hatte Gary Hauser das Fahrzeug des Luxemburger Teams Racing Experience auf den 4. Platz in der Startaufstellung fahren können. Gary und sein älterer Bruder David Hauser werden bei den kommenden Rennen jeweils abwechselnd mit der Britin Charlie Martin an den Start gehen, das nächste Rennen steht am 11. Mai im italienischen Monza an. DASS sich auch dieses Jahr wieder der Motorsportclub Heiligenstadt am Frühjahrsputz der Stadt Heilbad Heiligenstadt beteiligte. Schwerpunkt der Aufräumaktion durch die zahlreichen Clubmitglieder war natürlich der Wald entlang des Holzwegs, auf dem Ende Juni das 24. ADAC Ibergrennen stattfindet. Leider, so muss man sagen, ist doch wieder recht viel Müll illegal entsorgt worden. Der MC bedankte sich bei […]

Werkstatt-Report #34: Valentin Schneider – Ohne geht´s doch a ned!

12. März 2019

Auch im bayrischen Warngau, dem Ort wo einst Georg Plasa lebte, wird aktuell in der Werkstatt von TS Motorsport eifrig am Neuaufbau eines VW Golf für Valentin Schneider gearbeitet. Nachdem schweren Unfall, auf regennasser Fahrbahn beim slowenischen Berg-EM Lauf in Ilirska Bistrica im Spätsommer letzten Jahres, war die Karosse des Gruppe E1-Golf 1 im Frontbereich nicht mehr reparabel. Lange hat es gedauert, bis sich der Familienvater dazu entschlossen, den VW TSM Golf 1 16V nochmals aufzubauen und den Helm nicht an den berühmten Nagel zu hängen. Noch ist viel zu tun, um für die neue Rennsaison vorbereitet zu sein. Die Karosseriearbeiten konnten mittlerweile erfolgreich abgeschlossen werden, womit bereits mit den Lackierarbeiten begonnen wurde. Dabei bleibt das Team den „Schneider´schen-Traditionsfarben“ Blau und Pink treu, sprich der Innenraum wird in Blau gehalten, während die Außenfarbe wieder als Pink bestehen bleibt. Wann jedoch die komplette Technik aus dem Unfallwagen übernommen ist und die ersten Testes und Rennteilnahmen anstehen, ist derzeit noch nicht genau terminiert. Wenn es soweit ist, steht sicherlich wieder ein internationales Programm, mit dem ein oder anderen Bergrennen auch in Deutschland auf dem Terminkalender. An dieser Stelle möchte sich Valentin Schneider bei seiner gesamten Familie sowie den fleißigen Helfern für die Unterstützung bedanken und auch die motivierenden Zusprüchen so mancher Fans nicht unerwähnt lassen.

Werkstatt-Report #33: Werner Walser – Vom Sportwart zurück zum Piloten

16. Februar 2019

Nach seinem Überschlag am berüchtigten Posten 8 beim Osnabrücker ADAC Bergrennen 2017 wird derzeit eifrig am Comeback des Vorarlbergers Werner Walzer für die Saison 2019 gearbeitet. Beim Unfall im August 2017 wurde die Karosse der ex-Alexander Hin-Opel Kadett C Limosine erheblich in Mitleidenschaft gezogen und irreparabel beschädigt. Da die Karosserie komplett verzogen war, musste sich Werner dazu entschließen, diese zu entsorgen. Die verbaute Technik, hatte bei diesem Ausritt nur wenig abbekommen. Ende Juli vergangenen Jahres, sah man den Berufskraftfahrer aus  Höchst in der Rolle eines Streckenpostens beim Hauenstein-Bergrennen in der Rhön, wo er sich sicherlich die nötige Motivation für einen langen und arbeitsreichen Winter geholt hat. Im letzten Herbst wurde bereits eine neue Karosserie angeschafft, wobei die Wahl natürlich erneut auf einen Opel Kadett C Limo fiel. In dieser wurde eine Sicherheitszelle verschweißt. Danach wurde eifrig an der Karosserie gearbeitet, um diese für die Lackierarbeiten vorzubereiten. Gute Nachrichten erhielt Werner auch von seinem Motorenbauer. Der 8V-Opel-Motor wurde beim Überschlag zum Glück nicht beschädigt und nach einer Revision konnte dieser bereits wieder in die heimische Werkstatt verfrachtet werden. An dieser Stelle möchte sich Werner bei der Firma Schertler Transporte aus Lauterach bedanken, wo man zuletzt in deren Werkstatt am neuen Opel Kadett C Limo arbeiten durfte. Werner kam zwischenzeitlich gut voran. Der Opel Kadett C Limo wurde mittlerweile komplett lackiert und erstrahlt nun in Weiß. Jetzt gilt es die Technik in den Boliden zu verbauen. Werner möchte in der Saison 2019 ein paar ausgewählte Bergrennen absolvieren, wobei er sich Richtung KW Berg Cup orientieren wird. Aber auch die zwei Meisterschaftsläufe in Österreich mit St. Anton/J. und St. Agatha, die ja ebenfalls zum Kalender des deutschen KW Berg-Cup gehören, werden auf dem Programm stehen. Fotos: Stefan Brodnig

Erfreulicher Formel-Zuwachs in der Berg DM

2. Januar 2019

Der in Detmold lebende Patrick Rahn wird zusammen mit seinem Team in der Saison 2019 seinen Einstieg in die deutsche Bergmeisterschaft mit einem Dallara F306 vollziehen. Seit dem 6. Lebensjahr war der Ostwestfahle im Kartrennsport aktiv und bereits im 8. Lebensjahr stellten sich die ersten Erfolge ein. Der Kartrennsport wurde dabei bis zum 18. Lebensjahr sehr erfolgreich betrieben, wobei einige Siege und Podestplatzierungen gefeiert werden konnten. Darunter auch Erfolge im Zuge der Langstreckenmeisterschaft sowie in der Norddeutschen ADAC Kart Challenge. Als Patrick Rahn seinen Führerschein erfolgreich bestand folgte jedoch der Umstieg auf einen Trabant 601, mit dem man erfolgreich an Automobil Club Slalom´s teilnahm. Damit ebnete man sich den Weg, um im Motorsport weiter Fuß zu fassen. Und so erfolgte mit dem 21. Lebensjahr der Einstieg auf die Rundstrecke. Dort nahm Patrick Rahn erfolgreich am ADAC Dacia Logan Cup und am ADAC Chevrolet Cruze Cup teil. Zudem war man in der ADAC Procar Serie im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters aktiv, ehe sich der Detmolder nach 3 Jahren eine Auszeit nahm um sich mehr der Familie zu widmen. Dem Motorsport blieb Patrick Rahn aber weiterhin verbunden, zwar nicht als aktiver Teilnehmer sondern als interessierter Fan. Dadurch kam man auch mit dem Bergrennsport in Verbindung, wo die „Sehnsucht“ so sehr wieder auflebte, dass im Jahr 2018 der Entschluss gefasst wurde im Bereich des Berg-Rennsports einzusteigen. Die tolle und absolut einzigartig, beeindruckende Nähe zum Publikum ging Patrick und seinen Freunden nicht mehr aus dem Kopf. Zudem sorgte die große Bandbreite im Bergrennsport für großes Aufsehen und Interesse. Doch warum ausgerechnet ein Formel? Die Antwort: Da Patrick Rahn bereits zuvor im Rennkart und auch in einem Sportprototypen sich immer besser und sicherer gefühlt hatte als in einem Tourenwagen, kam eben nur ein Formelbolide in Frage. Hier ist das vom Kartsport sensibilisierte „Popometer“ am besten und feinfühligsten anzuwenden um ganz vorne mit fahren zu können. Das Feedback vom Fahrzeug kann man damit sofort einschätzen und entsprechend anwenden. Man ist eins mit der Technik. Des Weiteren muss man nicht jedes Jahr bis ans äußerste gehen um Motor oder das Getriebe weiter zu entwickeln um vorne mitfahren zu können. Bei einem Dallara kauft man ein von absoluten Profis entwickeltes und in Serie aufgebautes High End Renngerät, das keine versteckten Überraschungen mit sich bringt. Alles an diesem Fahrzeug ist exakt aufeinander abgestimmt und für den entsprechenden Einsatz entwickelt worden. Genau das begeistert Patrick Rahn bis ins kleinste […]

Bergrennen St. Urban wird zum „Hermann-Waldy-Memorial“

1. Dezember 2018

Im kommenden Jahr wird das Bergrennen St. Urban, das im Mai 2019 zur Wiederbelebung kommt, als „Hermann-Waldy-Memorial“ über die Bühne gehen und als Rennen in Erinnerung an den „fliegenden Feldkirchner“ stattfinden. Das Bergrennen an der Simonhöhe, über die 2,8 Kilometer lange Straße nach St. Urban, soll seinen zweiten Frühling am 4. und 5. Mai 2019 erleben. Somit wird der Motorsport im Glantal, ganz im Süden Österreichs, wieder Einzug halten. Rund 120 Piloten werden zu diesem Lauf, der zur Österreichischen Bergstaatsmeisterschaft und zum steirischen Bergrallye-Cup zählen soll, erwartet. Hermann Waldy Senior, der siebenmalige Österreichische Berg-Staatsmeister verstarb im September 2017. In Folge seiner Krebserkrankung laborierte der Formel 3000-Pilot auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April 2017 hatte sich Waldy wieder so weit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann aber leider verwehrt. Jetzt wird sein Heimatrennen nach ihm benannt.

Pre und sein Bergmonster sagen Goodbye

20. Juli 2018

Beim Bergpreis Schottenring im Frühling dieses Jahres war es ein grandioser Abschied vom Bergrennsport mit einem neuen Streckenrekord und dem Gesamtsieg. Dies stellte sich für den Österreicher Herbert Pregartner nun im Nachhinein heraus. „Am Vogelsberg war der letzte Auftritt von meinem Bergmonster, aber sicher nicht von mir. Der Porsche 911 GT2 R hat einen neuen Besitzer gefunden, der das Fahrzeug auf der Rundstrecke bewegen wird. Ich sage allen Fahrerkollegen und Fans danke, für die wirklich sehr schöne Zeit am Berg“. Was bringt die Zukunft fragen sich jetzt sicher viele Bergrennfans? „Das steht noch in den Sternen, ich bleibe sicher im Rennbetrieb, beispielsweise als Fahrercoach und als Testfahrer, oder wenn mir wer sein Rennauto zur Verfügung stellen sollte. Ich habe wirklich tolle Momente bei Euch draußen im KW Berg-Cup genossen, aber einmal ist Schluss“, stellt Pregartner klar. „33 Jahre im Bergsport, ist eine gigantische lange Zeit und das alles mit den kleinsten finanziellen Mitteln“. Herbert Pregartner begann seine Karriere Mitte der 1980er Jahre im Steirischen Bergrallye-Cup und blieb bis zum heutigen Tag der Marke Porsche treu. Mit verschieden Porsche-Modellen, wie 911 2,2 S, 911 RS, 911 RSR, RSR Bi-Turbo oder 911 GT2, fuhr der Mann aus der Südoststeiermark auch zahlreiche Erfolge ein, wie zum Beispiel mehrfach den Gesamtsieg im Bergrallye-Cup und Bergrallye-Pokal, in der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft und FiA Zonenmeisterschaft. Dazu muss man die zwei Vize-Meisterschaften im FiA-Hillclimb Cup und unzähligen Klassen- und Gruppensiege erwähnen.

Marcel Steiner Kolumne: Saisonstart mit Podium am Rechberg

25. April 2018

Wenn die Tage wieder länger werden und der Schnee geschmolzen ist, nehmen wir die Bergrennen wieder in Angriff. Mein gesamtes Team und ich freuen uns auf die neue Saison und sind motiviert, mit dem LobArt-Mugen weiterhin an die Erfolge von Steiner Motorsport anzuknüpfen. Dies ist aber nur möglich durch die langjährige Unterstützung meiner treuen Sponsoren und dem starken Team um mich herum. Vielen Dank an alle, die ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Saison 2018 leisten! Im Winter führten wir die üblichen Revisionsarbeiten und einige kleine Modifikationen am LobArt durch. Bereits vor zwei Wochen absolvierten wir zwei erfolgreiche Testtage auf dem Circuit de Bresse in Frankreich, an denen wir viele neue Abstimmungsvarianten ausprobierten und ich mich nach der langen Winterpause etwas warmfahren konnte. Entsprechend zuversichtlich nahmen wir die lange Reise zum Rechbergrennen in Österreich unter die Räder unseres Teambuses. Nach 11 Stunden Fahrt erreichten wir Freitagfrüh um halb fünf das Renngelände. Wir waren bereits bei den Letzten, daher gestaltete sich die Suche nach einem geeigneten Fahrerlagerplatz schwierig. Im Laufe des Vormittags zeigte sich Dusan Neveril bereit, ein wenig zu rücken – so ergab sich für uns noch ein Plätzchen. Nachdem wir zügig unser Zelt aufgebaut hatten, verlief der restliche Tag ruhig mit Streckenbesichtigung und Wagenabnahme. Am Samstagmorgen besichtigte ich wie üblich vorab die Strecke, und dies bei frühlingshaftem Sonnenschein. Gegen 11 Uhr startete ich mit dem 1. Trainingslauf und war dabei äußerst gespannt, wie sich das Set-Up von Bresse am Berg bewähren würde. Erst war ich etwas vorsichtig unterwegs, versuchte jedoch im oberen Streckenteil das Auto zu spüren. Nach der ersten Fahrt am Berg nach sieben Monaten Pause konnte ich noch zu wenig konkrete Aussagen über das Fahrverhalten abgeben, um bereits an der Fahrwerkseinstellung etwas zu ändern. In 2:03,380 erreichte ich den 4. Rang und war zudem rund fünf Sekunden schneller als 2013 mit dem Osella FA 30 im 1.Training. Im 2. Probelauf wollte ich mich mit gleicher Fahrzeugeinstellung steigern und Eindrücke gewinnen, um unsere Arbeit voranzutreiben. Während der Fahrt bremsten mich plötzlich gelbe Flaggen, da der Rennwagen vor mir einen technischen Defekt aufwies. Daher konnte ich aus der erzielten Laufzeit zwar keine relevanten Schlüsse ziehen, versuchte aber dennoch, nach meinem Empfinden das Auto besser abzustimmen. Weil sich durch viele Unterbrechungen der Trainingsbetrieb verzögerte, stand die Sonne bei meinem 3. Start sehr tief und die Sichtverhältnisse waren nicht optimal. Ich konnte die Veränderungen am Fahrwerk aber gut fühlen, mich auf 2:02,865 […]

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