Stuck, Röhrl, Demuth & Co: Große Namen und legendäre Fahrzeuge beim Roßfeldrennen 2016

5. Juli 2016

Nur noch knapp drei Monate bis zum Start des diesjährigen Edelweiß-Bergpreises am Roßfeld (23. bis 25. September). Und die Vorbereitungen für die vierte Auflage des „Roßfeldrennens“ laufen bereits auf Hochtouren! Nicht weniger als 140 Besitzer der seltensten und wertvollsten Rennfahrzeuge der Welt haben sich für das diesjährige Classic-Spektakel in den Berchtesgadener Alpen angesagt. Doch was wären die legendären Autos ohne die tollkühnen Piloten, die sie lenken? 2016 steht der Edelweiß-Bergpreis deshalb ganz im Zeichen des unumstritten besten Rallye-Piloten aller Zeiten, Walter Röhrl. Erstmals können praktisch alle historisch bedeutsamen Original-Röhl-Boliden bei einer Veranstaltung bewundert werden. Doch der Botschafter des Roßfeldrennens ist nicht der einzige Name, der Motorsport-Fans mit der Zunge schnalzen lässt: Die offizielle Starterliste umfasst auch Rennlegenden wie Hans-Joachim Stuck, Christian Geistdörfer, Harald Demuth und Herbert Linge. Der diesjährige Edelweiß-Bergpreis auf der Roßfeld-Panoramastraße entwickelt sich immer mehr zum Gipfeltreffen der Rennlegenden: Neben Walter Röhrl, dem die vierte Auflage der Charity-Events gewidmet ist, hat sich nun auch eine weitere Motorsport-Legende von Weltrang angekündigt: Niemand geringerer als Hans-Joachim Stuck wird 2016 beim Roßfeldrennen an den Start gehen. Salzburg-Käfer und VW Golf GTI „Strietzel“ Stuck nimmt als Botschafter von Volkswagen Classic das Roßfeldrennen zum Anlass, einigen Hochkarätern aus dem Volkwagen-Museum zu einer Ausfahrt in die Berchtesgadener Berge zu verhelfen: Der ehemalige Formel 1-Pilot, DTM-Champion von 1990 und zweifache Le Mans-Sieger wird anlässlich dessen 40. Jubiläums mit einem VW Golf GTI an den Wertungsläufen teilnehmen. Dabei handelt es sich um ein Modell, wie es schon seinerzeit 1977 bei der letzten Auflage des „historischen Roßfeldrennens“ an den Start ging. Zudem bringt das Team von Volkswagen Classic einen Original Salzburg-Rallye-Käfer an den Start. Mit diesem Auftritt geht auch die fantastische Partnerschaft mit Volkswagen Classic in die zweite Runde.  Original-Sieger-Porsche von Eberhard Mahle Auch Porsche-Fans kommen am letzten September-Wochenende unter Garantie auf ihre Kosten: Bei einem der rund zwei Dutzend Zuffenhausener, welche die rund sechs Kilometer lange Strecke über 700 Höhenmeter unter die Räder nehmen werden, handelt es sich um das Original-Siegerauto von Eberhard Mahle aus dem Jahr 1966. Jenem 911 also, mit dem er im selben Jahr auch die damals neu ausgeschriebene Berg-Europameisterschaft für GT-Fahrzeuge gewann. Gefahren wird der Elfer von „Ebs“ Mahle und seinem heutigen Besitzer, Tobias Aichele. „Die schnellste Feuerwehr der Welt“ Schon 1973 hier im Einsatz, kehrt der legendäre Porsche 914/6 GT der O.N.S.-Sicherheitsstaffel mit Hilfe von RECARO dieses Jahr wieder nach Berchtesgaden zurück. Der ehemalige Porsche-Werksrennwagen wurde 1971 bei der Rallye Monte […]

Wolsfeld: Sportlich wertvoll mit echt starken 8-Ventilern

19. Mai 2016

Spannend war es in der Südeifel auf alle Fälle. Denn das „54. Wolsfelder ADAC / EMSC Bergrennen“ bot an den beiden Pfingsttagen actiongeladenen Bergrennsport mit vielen Positionswechseln und teils knappen Entscheidungen, die häufig erst im letzten Heat fielen. Und das nicht nur in den einzelnen Klassen, sondern auch im Gesamt-Ranking. Sowohl am Sonntag als auch am Montag konnten die jeweils drei vorgesehenen Auffahrten durchgezogen werden. Feierabend auf der 1,64 Kilometer kurzen, engen Sprintpiste gab es dabei allerdings immer erst nach 18:30 Uhr. Am Übungssonntag verzögerten diverse technische Probleme im Streckenumfeld den Ablauf. Dazu gesellte sich so gegen 10 Uhr ein heftiger, an Schotten erinnernder Graupelschauer, der eine Reifenwechselpause nötig machte. Im auf feuchter Bahn begonnenen Rennen selbst sorgte dann die Summe vieler kleinerer Vorfälle im 121 Teilnehmer starken Berg-Racer Feld für das relativ späte Rennende. Noch in Run eins trocknete das Geläuf auf, ab der 1400er KW Berg-Cup Klasse konnten Slicks aufgezogen werden. Von da an spielte das berühmt-berüchtigte Eifelwetter keine Streiche mehr. Es war zwar kühl, aber von oben blieb es stets trocken. Was dem veranstaltenden EMSC Bitburg, der am Sonntagabend im Festzelt wieder seinen traditionellen Sommernachtsball in Szene setzte, auch erfreulich viele Zuschauer bescherte. Und genau wie diese wollen auch wir uns nun gemeinsam den sportlichen Part näher ansehen, beginnend wie immer mit dem NSU-Bergpokal. In dessen in Wolsfeld leider kleinem Feld Steffen Hofmann eine deutliche Trainingsbestzeit setzt. 2,25 Sekunden vor Uwe Schindler (TP2) und Alexander Follmann auf der Drei. Auch der Rennauftakt sieht Steffen Hofmann vorne. Sein nächster Verfolger heißt Alexander Follmann (P2), Thomas Krystofiak hat sich auf die Drei nach vorne gearbeitet. Der zweite Heat bringt keine Positionsänderungen. Steffens Vorsprung beträgt nun 4,13 Sekunden, Thomas fehlen deren 1,2 auf Alex. Mit einer weiteren NSU-Laufbestzeit sichert Steffen seinen Klassensieg final ab. Alex kann sich zeitlich nicht mehr verbessern, wird sogar knapp vier Zehntel langsamer. Thomas startet eine entschlossene Schlussattacke. Und hat Erfolg damit, holt sich Endrang zwei vor Alex, der Dritter wird. Auf der Vier läuft Uwe Schindler ein, der mit einem flotten dritten Run noch bis auf 0,73 Sekunden an Alex Follmann herangekommen ist, Rang fünf geht an Roman Szott. Damit verlassen wir die Luftgekühlten und kommen zu den verschiedenen Klassen der stark verbesserten Tourenwagen (TW) der gemeinsam gewerteten Gruppen H, FS und E1. Deren 1150er Abteilung hat im Vergleich zu den beiden Auftaktläufen zugelegt. Also anzahlmäßig, meine ich. Jürgen Schneider sitzt erstmals in diesem Jahr im […]

Stolz und Bratschi kämpfen um die Eschdorfer Tourenwagenkrone

28. April 2016

Seit 2004, also nunmehr 12 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in Eschdorf den Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & Gran-Turismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 die Messlatte hochlegen. Doch der Deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem hochmotivierten jungen Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) auf der Hut sein müssen, der im Vorjahr mit seinem Sieg im Internationalen FIA-Berg-Pokal seinen definitiven Durchbruch schaffte. Genau wie man auch den Deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), im Vorjahr Gesamtsechster im Regen, direkt hinter dem Porsche 935 II von Herbert Stolz, nie unterschätzen darf. Genau wie die beiden Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, und des Schweizers Fréderic Neff (Porsche 996 Cup). Ein Tourenwagenfeld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Und auch einigen Exoten und Kuriositäten, wie dem Ford Puma Turbo des Briten Mike Manning, dem Lotus Elise mit Audi-Turbo-Motor des Belgiers Olivier Dubois oder auch dem süßen VRC Fiat 500 mit Suzuki-Motorradmotor von Bart de Saedeleer (ebenfalls Belgien). Ohne die beiden rassigen Ferrari (Foto unten) des Franzosen Vincent Lagache (458 Challenge), der erstmals in Eschdorf antritt, sowie Stammgast René Ruch (355 GT mit 4-Liter-Zytek-Motor) zu vergessen, genau wie den Nissan 350Z des Luxemburger Rallye-Spezialisten Ralph Schroeder, den Audi 80 Quattro Turbo des Briten Keith Murray oder den Subaru Impreza von dessen Landsmann John Davies. Oder noch den spektakulären Renault Mégane Trophy des Franzosen Jean-Jacques Jobert, den BMW M3 des belgischen Tourenwagen-Bergmeisters 2014 Stéphane Emond und die Allrad-Turbo-Armada des Schilling Performance Teams mit dem Subaru Impreza von Papa Nico, Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister 2015, dem Mitsubishi Lancer von Sohnemann Cédric und dem zweiten Subaru Impreza von Charel Valentiny. Und auch der Tourenwagen-Europabergmeister 2010 Roland Wanek (D) im Mitsubishi Lancer Evo 8 ist natürlich wieder mit von der Partie. Doch selbstverständlich wird auch die Meute des «KW Berg-Cup», die dem Eschdorfer Bergrennen bereits seit 1989 die Treue hält, erneut mit ihren zahlreichen hochgezüchteten VW Golf, Polo, Corrado und Scirocco, Opel Kadett, Corsa und Ascona, Fiat 127, 128 und X1/9, Citroën AX Kitcar, BMW 2002, 320 (davon gleich zwei ex-WTCC), Renault Laguna BTCC, Clio und Mégane oder noch den zehn NSU die Herzen ihrer […]

Stühlerücken im Berg-Cup Vorstand

6. April 2016

Satzungsgemäße Teilneuwahlen waren einer der Punkte auf der Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung des Berg-Cup e.V. am 20.03.2016 in Bad Mergentheim-Edelfingen. Stolze 91 stimmberechtigte Mitglieder fanden den Weg ins Taubertal, um bei der wichtigsten Versammlung des Trägervereins des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals dabei zu sein. Zunächst verliefen die von Rüdiger Kleinschmidt sicher geleiteten Teilneuwahlen wenig spektakulär. Präsident Uli Kohl und Schatzmeister Thomas Stelberg – der übrigens zuvor über ein positives finanzielles Jahresergebnis berichten konnte – wurden einstimmig für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Anschließend musste nach einem neuen 2. Sportleiter gesucht werden, da sich Norbert Wimmer aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stellen konnte. Dazu war ein kleiner Umweg nötig. Beatrice Flik – eigentlich als Schriftführerin im Amt und als solche erst in 2017 wieder zur Wahl anstehend – trat unmittelbar vor der Mitgliederversammlung von ihrem angestammten Posten zurück, um sich so für die Position des Vize-Sportleiters bewerben zu können. Sehr zum Gefallen der Mitglieder, die Bea anschließend mit überwältigender Mehrheit in ihr „Wunschamt“ wählten. Allerdings musste nun nach einem neuen Schriftführer gesucht werden. Dieser war in Person von Markus Goldbach schnell gefunden und installiert. Dies zunächst für ein Jahr, damit der Berg-Cup Wahlrhythmus auch in Zukunft im Takt bleibt. Für eine echte Überraschung sorgte dann die Besetzung des Beisitzer-Amtes, die bisher Jörg Eberle innehatte. Kurzfristig hatte Alexander Pleier daran starkes Interesse bekundet. Da Jörg auch außerhalb des Berg-Cups reichlich mit Ehrenämtern gesegnet ist, verzichtete er daraufhin auf eine weitere Kandidatur, so dass Alexander mit maximaler Stimmenzahl im Rücken Jörgs Nachfolge antreten konnte. Der frühere Berg-Cup Vorstand Peter Reichhuber wurde in der Funktion des Kassenprüfers bestätigt, Manfred Schulte wird ihm dabei in Zukunft helfend zur Seite stehen. Unter den Tagesordnungspunkten „Anträge“ sowie „Verschiedenes“ wurden einige Aspekte des sportlichen Reglements des KW Berg-Cups sowie der Organisation der beiden Rennserien des Berg Cup e.V. grundlegend diskutiert. Darunter die Frage, ob im Team antretende Teilnehmer gegenüber den Einzelstartern Vorteile haben oder nicht, dazu die Anzahl von Wertungsläufen pro Jahr und die daraus resultierende Regelung der Streichergebnisse. Die zahlreichen Wortmeldungen der anwesenden Berg-Cup‘ler förderten mit ihren fundierten Beiträgen eine Menge hochinteressanter Ansätze zu Tage. Abschließend kam die Versammlung zu dem Schluss, dass ein Reglement jeglicher Art letztlich immer nur ein Kompromiss sein kann. Und sprach der Vorstandschaft das Vertrauen aus, stets den für die beiden Rennserien KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal besten Mittelweg unter Berücksichtigung und sorgfältiger Abwägung […]

160 Aktive aus drei Nationen im KW Berg-Cup 2016

20. Februar 2016

Es sieht wieder richtig gut aus, das Einschreibeergebnis des KW Berg-Cup 2016. Fest eingeschrieben haben sich insgesamt 160 Fahrerinnen und Fahrer aus 3 Nationen, die sich auf 131 attraktive Bergrenner verteilen. Volles Haus also auch in der 29. Saison der legendären Traditions-Meisterschaft sowie im NSU-Bergpokal, der stolze 22 Aktive mit 20 Autos zum Gesamtfeld beisteuert. Kurz die aktuelle Nennliste auf der Berg-Cup Webseite überblickend, kann man feststellen, dass mehr als ein Dutzend Neueinsteiger sich in der angesehensten Bergrennsport-Breitenrennserie Europas tummeln wollen, darunter auch die beiden schnellen Österreicher Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2 RS) und Thomas Strasser im ex-Eller/Minichberger VW Scirocco 16V. Wie jedes Jahr finden sich auch aus früheren Zeiten bekannte Namen in der Auflistung. Rückkehrer sind zum Beispiel Michael Dandl (BMW 320) oder die Moser-Brüder, Gerhard und Hugo im VW Polo 16V. Aber auch einen Schwund gerade an namhaften Piloten muss die Rennserie verdauen und kompensieren. So fehlen aus den unterschiedlichsten Gründen: Norbert Brenner, Alexander Hin, Peter Naumann, Dieter Rottenberger und  Jörg Weidinger. Aber auch der Name Roman Sonderbauer fehlt aus bekannten und traurigen Gründen. Noch bleiben den Fans und Aktiven neun Wochen zur Einstimmung und Vorbereitung. 13 selektive, zur Internationalen Rennserie KW Berg-Cup zählenden Berg-Events in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz, von denen die besten neun Resultate je Fahrer oder Team zur Wertung am Saisonende herangezogen werden, stehen 2016 auf dem Programm. Der NSU-Bergpokal wird wie in den Vorjahren bei allen Berg-Veranstaltungen in Deutschland sowie in Eschdorf (Luxemburg) das ohnehin schon starke Teilnehmerfeld noch weiter bereichern. Bei ihnen zählen die acht punktbesten Ergebnisse. Das neue Sportjahr, das für die KW Berg-Cup’ler bereits am 23. und 24. April im hessischen Schotten beginnt, taucht also so langsam am Horizont auf. Der Countdown läuft!

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