Stolz und Bratschi kämpfen um die Eschdorfer Tourenwagenkrone

28. April 2016

Seit 2004, also nunmehr 12 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in Eschdorf den Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & Gran-Turismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 die Messlatte hochlegen. Doch der Deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem hochmotivierten jungen Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) auf der Hut sein müssen, der im Vorjahr mit seinem Sieg im Internationalen FIA-Berg-Pokal seinen definitiven Durchbruch schaffte. Genau wie man auch den Deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), im Vorjahr Gesamtsechster im Regen, direkt hinter dem Porsche 935 II von Herbert Stolz, nie unterschätzen darf. Genau wie die beiden Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, und des Schweizers Fréderic Neff (Porsche 996 Cup). Ein Tourenwagenfeld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Und auch einigen Exoten und Kuriositäten, wie dem Ford Puma Turbo des Briten Mike Manning, dem Lotus Elise mit Audi-Turbo-Motor des Belgiers Olivier Dubois oder auch dem süßen VRC Fiat 500 mit Suzuki-Motorradmotor von Bart de Saedeleer (ebenfalls Belgien). Ohne die beiden rassigen Ferrari (Foto unten) des Franzosen Vincent Lagache (458 Challenge), der erstmals in Eschdorf antritt, sowie Stammgast René Ruch (355 GT mit 4-Liter-Zytek-Motor) zu vergessen, genau wie den Nissan 350Z des Luxemburger Rallye-Spezialisten Ralph Schroeder, den Audi 80 Quattro Turbo des Briten Keith Murray oder den Subaru Impreza von dessen Landsmann John Davies. Oder noch den spektakulären Renault Mégane Trophy des Franzosen Jean-Jacques Jobert, den BMW M3 des belgischen Tourenwagen-Bergmeisters 2014 Stéphane Emond und die Allrad-Turbo-Armada des Schilling Performance Teams mit dem Subaru Impreza von Papa Nico, Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister 2015, dem Mitsubishi Lancer von Sohnemann Cédric und dem zweiten Subaru Impreza von Charel Valentiny. Und auch der Tourenwagen-Europabergmeister 2010 Roland Wanek (D) im Mitsubishi Lancer Evo 8 ist natürlich wieder mit von der Partie. Doch selbstverständlich wird auch die Meute des «KW Berg-Cup», die dem Eschdorfer Bergrennen bereits seit 1989 die Treue hält, erneut mit ihren zahlreichen hochgezüchteten VW Golf, Polo, Corrado und Scirocco, Opel Kadett, Corsa und Ascona, Fiat 127, 128 und X1/9, Citroën AX Kitcar, BMW 2002, 320 (davon gleich zwei ex-WTCC), Renault Laguna BTCC, Clio und Mégane oder noch den zehn NSU die Herzen ihrer […]

Col St. Pierre: Ein trockener Lauf brachte die Entscheidung

18. April 2016

Die erste Runde in der Berg Europameisterschaft 2016 liegt hinter uns und es wurde äußerst spannender Bergrennsport im Süden Frankreichs geboten. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und machte das Rennen zu einem Reifenroulett, wobei sich schlussendlich doch die Favoriten durchsetzten. Jedoch zögerte sich der Renntag dadurch leider in die Länge und der 3. Rennlauf ging recht spät, erst gegen 18 Uhr 45 zu Ende. So startete der amtierende Berg-Europameister Simone Faggioli aus Italien mit einem vollen Erfolg in die neue Saison. Mit einer herausragenden Leistung am Steuer seines Norma M20 FC Zytek konnte er sich gegen die starke internationale und nationale Konkurrenz durchsetzen und sich zum Gesamtsieger am Col St. Pierre küren. Dabei konnte er sowohl die EBM-Wertung als auch die Tageswertung, wo nur der schnellste Lauf in die Wertung kam für sich entscheiden. In der Berg Europameisterschaft ging der zweite Platz an seinen italienischen Landsmann Christian Merli, der mit seinem weiter verbesserten Osella FA30 RPE Evo noch ein paar Probleme zu meistern hatte, jedoch trotzdem volle Punkte für die Berg-EM Endwertung mit dem Sieg in der Gruppe D, E2-SS einfahren konnte. Das Podium komplettierte der junge Italiener Paride Macario mit einem weiteren Osella FA30 Zytek (Foto oben), der sich bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft hervorragend in Szene setzen konnte und dabei eine fantastische Leistung ablieferte, was auch mit dem zweiten Rang in der Gruppe D, E2-SS belohnt wurde. Dahinter folgte der Franzose David Guillaumard mit einem 2l Dallara F307 Mercedes, der sich bei schwierigen Bedingungen beeindruckend in Szene setzen konnte und großartige Zeiten ablieferte, womit er sich auch gegen seinen französischen Landsmann Billy Ritchen im neuen Dallara Mercedes F311 durchsetzen konnte und diesen auf den sechsten Gesamtrang im Zuge der Berg-EM Wertung verdrängen konnte. Die Top 6 komplettierte der junge Italiener Andrea Bormolini, der mit seinem Osella PA 21 mit 2l Honda Motor ebenfalls fabelhafte Zeiten ablieferte und zudem die Gruppe CN für sich entscheiden konnte. Der Blick in die Gruppe E2-SH der Berg-EM Kategorie 2 brachte in Frankreich eine kleine Überraschung. Der bislang fast nur in Italien aktive Fulvio Giuliani konnte mit einer beeindruckenden Performance, bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft für Furore sorgen, was schlussendlich mit dem Klassensieg in der Gruppe E2-SH mit dem brachialen Lancia Delta Evo (Foto) belohnt wurde. Auf dem zweiten Platz folgte der Tscheche Vladimir Vitver mit seinem einmalig klingenden Audi WTTR-DTM mit einer ebenfalls starken […]

Zahlreiche spannende Neuerungen in der Berg EM

15. April 2016

Das Warten hat ein Ende, an diesem Wochenende geht es im französischen St. Jean du Gard erstmals um Punkte für die Berg-Europameisterschaft 2016. Über den Winter gab es in den einzelnen Kategorien sehr spannende Neuerungen und es werden in dieser Saison neue Teams die EBM in Angriff nehmen. Simone Faggioli, der amtierende Berg-Europameister und dominierte Fahrer der letzten Jahre im gesamten europäischen Raum, wird auch in der Saison 2016 versuchen seinen Europameistertitel zu verteidigen. Dabei wurde über den Winter beim französischen Sportwagenhersteller Norma ein komplett neuer Bolide für den Italiener aufgebaut, um für die neue Rennsaison gerüstet zu sein. Da sich jedoch noch kleinere Probleme beim letzten Test herauskristallisierten wird beim Berg-EM Auftakt am Col St. Pierre nochmals das Vorgängermodell Norma M20 FC aus dem Jahr 2015 an den Start gebracht. Jedoch sollte Simone Faggioli auch mit diesem Boliden konkurrenzfähig sein und so darf man ihn trotzdem als Favorit auf den Gesamtsieg in Südfrankreich ansehen. Der neue Bolide wird dann erstmals am nächsten Wochenende beim Berg-EM Lauf am steirischen Rechberg zum Einsatz kommen, womit man schon mit Spannung die ersten beiden Läufen in der Berg Europameisterschaft entgegenblicken darf. Ebenfalls für das Faggioli Team an den Start gehen wird in der Berg Europameisterschaft der junge Italiener Paride Macario, der einen Osella FA30 Zytek pilotiert und seine erste volle Saison in der höchsten Liga im Bergrennsport absolvieren wird. Dazu werden auch wie schon im Vorjahr Andrea Bormolini und Marco Capucci für das Faggioli Team fahren, wobei beide auf eine Osella PA21 mit 2l Honda-Motor für die Gruppe CN vertrauen. Neu im Team des Europameisters ist der Schweizer Fabien Bouduban mit einem 2-Liter Norma M20 FC für die Gruppe E2-SC. Die Konkurrenz wird jedenfalls stark vertreten sein, wobei man schon mit Spannung das Duell der beiden Italiener Simone Faggioli gegen Christian Merli entgegenfiebert. Dieser wagt sich 2016 in die Berg-Europameisterschaft und wird mit einem ebenfalls überarbeiteten Werks-Osella FA30 Evo RPE (Foto oben) an den Start gehen und somit für sehr viel Spannung bei den 12 EM-Rennen sorgen. Dabei werden die Beiden  in der Gruppe D, E2-SS auf ihren italienischen Landsmann Fausto Bormolini treffen, der mit seinem brachialen Reynard K02 Cosworth F3000 ebenfalls eine volle Saison einplant und dabei auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen kann. Und ein weiterer Italiener wird in der Saison 2016 in dieser Klasse eine volle Saison absolvieren. Die Rede ist dabei von Renzo Napione mit einem weiteren Reynard K02 Cosworth F3000, dem man ebenfalls nicht außer Acht lassen sollte. […]

Faggioli für EM-Auftakt gerüstet

5. April 2016

Zahlreiche Akteure der italienischen Bergrennszene, darunter auch der zigfache nationale und europäische Meister Simone Faggioli profitierten am vergangen ersten April-Sonntag vom „4. Master Driver“ Testtag in Umbrien. Das Team-Racing-Gubbio als Veranstalter hatte eigens eine Bergstrecke ohne offizielle Zeitmessung für die Testfahrten präpariert. Nach der langen Winterpause war dies eine spektakuläre Vorschau auf die neue Saison. Simone Faggioli, der seine Hauptaugenmerk wieder auf die Titeljagt in der Berg-Europameisterschaft richtet, bewegte erstmals den noch „jungfräulichen“ Norma M20 FC Zytek V8, der direkt aus der französischen Rennwagenschiede angeliefert wurde. Die ersten Testkilometer verliefen für den „Campione“ aus der Toskana erwartungsgemäß gut. Verschiedene Set-Ups wurden probiert. Team und Auto scheinen für den Auftakt der Europa-Bergmeisterschaft 2016 am 16./17. April am südfranzösischen Col St. Pierre gerüstet zu sein. Faggiolis letztjähriges Meisterauto wird in dieser Saison übrigens der letztjährige italienischen Gruppe CN-Meister Omar Magliona pilotieren, der ebenfalls unter den Testteilnehmer war, und sich mit seinem neuen „Spielzeug“ vertraut machte.

Romain Dumas greift erneut nach der Pikes Peak-Krone

24. Februar 2016

Romain Dumas der Gesamtsieger des Pikes Peak International Hill Climb von 2014 kehrt in diesem Jahr auf den berühmten Berg in den USA zurück, pünktlich zum 100. Jahrestag des Rennens zu den Wolken! Der französische Porsche-Werksfahrer aus Alès, wird dabei einen neuen Norma M20 RD Limited-Prototyp pilotieren und dabei zwei Ziele vor Augen haben. Der Kollege und Kumpel von Timo Bernhard möchte als ersten zweimaliger Französischer Gewinner in die Geschichte des bekanntesten Bergrennens der Welt eingehen und dabei  unter der magischen 9-Minuten-Marke bleiben. Wie vor zwei Jahren wir das Team von Romain Dumas ein zweites Auto, einen Porsche 911 GT3 RS (Typ 997), gefahren von Hugues Ripert in der Klasse Time Attack einsetzen. Am 29. Juni 2014 gewann Romain Dumas als dritter Französisch Fahrer am Pikes Peak und trat in die Fußstapfen von Michèle Mouton (1985) und Sébastien Loeb (2013). Zum 100. Geburtstag werden 100 Teilnehmer am 26. Juni diesen Jahres am Start sein, 67 Autos und 33 Motorräder. Die Mannschaft von Romain Dumas entwickelt zurzeit gemeinsam mit Norma-Auto-Concept ein neues Norma M20 RD Limited Modell,  das wie in 2014 die Startnummer 30 tragen wird. Mechanisch, als auch Aerodynamisch wird das neue Auto besser sein als jenes von 2014, was im Endeffekt eine Zeit unter 9 Minuten ermöglichen soll. Mit seiner damaligen Siegerzeit von 9: 05,801 min hält Dumas die drittschnellste Zeit aller Zeiten, hinter Sébastien Loeb der im Werks-Peugeot 8:13,878 min auf den Berg brannte sowie Rhys Millen. „Mit Norma und Norbert Santos an den Pikes Peak zurückzukehren ist sicher eine gute Wahl“, erklärt Romain. „Norbert steckt seit 2013 viel Leidenschaft und Energie in dieses Projekt. Wir haben auch ein paar interessante Ideen im Kopf. Auf jeden Fall ist es für mich eine große Herausforderung. In der gleichen Saison, werde ich von der Dakar-Rallye, zu den 24 Stunden von Le Mans gehen, und zum Pikes Peak Bergrennen. Eine anstrengende Marathon-Rallye, einem legendäres Langstrecken-Sportwagen-Rennen und schließlich das unglaublichste Bergrennen auf diesem Planeten. Das ist schon eine unglaubliche Geschichte. Ich bin extrem motiviert und  kann das 100-Jährige Jubiläum des Pikes Peak-Rennes unmöglich verpassen!“.

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