Ilirska Bistrica: Faggioli mit Schachzug zum neunten EM-Titel

5. September 2016

Mit einem einmaligen Coup suchte EM-Titelverteidiger Simone Faggioli in Slowenien den direkten Zweikampf mit Dauerrivalen Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30. Nach drei Jahren pilotierte Faggioli erstmals wieder einen Osella FA30, mit dem Segen seines Norma-Chefs Norbert Santos. Nach dem Fahrzeug- und Gruppenwechsel blieb „Fagg“ in beiden Rennläufen knapp vor Merli. Der Florentiner unterbot sogar jeweils seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr, den er im Norma M20 V8 herausfuhr, mit dem diesmal sein Teamkollege Paride Macario den italienischen Dreifachsieg komplettierte. Mit seinem fünften Sieg in Ilirska Bistrica sicherte sich Faggioli seinen 9. EM-Titel vor dem EM-Finale in Kroatien. Bei den Produktionswagen muss Christian Schweiger (A) nach seinem Gruppe-A Sieg beim Finale auf einen Patzer des Serben Miljkovic in der Gruppe N hoffen um selbst noch zum EM-Titel zu kommen. In der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft musste Karl Schagerl mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R auf die Reise nach Slowenien verzichten und sein Streichresltat in Anspruch nehmen. Verbesserungen am Motor zogen sich hin und das Treibwerk stand zum Rennwochenende von Ilirska Bistrica noch nicht zur Verfügung. Bei Schagerls größtem Verfolger in der ÖM-Wertung, Karl Werner und seinem Audi S2 lief es auch nicht ganz rund. Mit Technikproblemen schaffte er noch Rang 2 in der E1-Wertung hinter „Altmeister“ Felix Pailer im Lancia Delta Evo. Klar auf Titelkurs bei den Produktionswagen ist der Honda-Pilot Chris-André Mayer, der erneut seine Klasse N bis 2000 ccm gewann. Mehr Spannung verspricht hingegen die Rennwagen-Kategorie. Andreas Stollnberger ist mit seinem Motor im Formel 3 weiter am verzweifeln. Unrund landete der Meisterschaftsleader auf einem 23. Gesamtplatz. Nach Einrechnung des Streichresltats hat nun Hermann Waldy Senior im Lola F3000 die Meisterschaftsführung übernommen, und hat auch beste Aussichten diese über die verbleibenden drei Restrennen (Buzet, St. Agatha und Cividale) bis ins Ziel zu tragen, dass mit seinem Sohn Hermann Junior (Dallara F3) im Schlepptau. Mit einem verbogenen Dreieckslenker am Formula Renault Monza 1600 begann der Trainingstag für Franco Berto. Ersatz war zwar dabei und schnell montiert, aber das Vertrauen ins Material musste erst wieder wachsen. So kam der Italo-Schweizer nicht an seine Zeiten aus dem Vorjahr heran und wurde auf Gesamtrang 20 unter Wert geschlagen. Dennoch festigte der Mann aus dem Ferienort Bardolino seinen vierten Platz in ÖM-Zwischentabelle. Aus Deutscher Sicht verpasste der Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma M20 F Mugen V8 um Haaresbreite Gesamtrang vier. Der Tscheche Milos Benes im Osella FA 30 war in beiden Rennläufen jeweils einen Tick schneller […]

Faggiolis Schachzug – Vorzeitiges EM-Endspiel in Ilirska Bistrica

31. August 2016

Mit einem ungewöhnlichen Schachzug sucht Titelverteidiger Simone Faggioli am kommenden Wochenende die Titelentscheidung in der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft. Vor dem vorletzten Saisonrennen im slowenischen Ilirska Bistrica liegt der Florentinische Champion gleichauf mit seinem Landsmann Christian Merli, der am Ende bei Punktgleichheit den Titel davon tragen würde. Da beide Rivalen in unterschiedlichen Gruppen dominieren und am Ende  wohl auch punktgleich wären, sucht Faggioli nun die direkte Konfrontation und startet in der Gruppe E2-SS (Single Seater). Sein E2-SC Sportwagen vom Typ Norma M20 FC Zytek V8  tauscht er gegen einen Osella FA 30 aus seinem eigenen Team ein, der auf Pirelli-Reifen rollen wird. Seit dem Jahr 2013 steuerte Faggioli einen solchen Rennwagen nicht mehr bei einem Rennen. Norma Auto Concept-Chef Norbert Santos steht hinter seinem Fahrer und dem kurzzeitigen Markenwechsel. „Wir haben vollstes Verständnis für die Haltung von Simone. Das EM-Reglement ist so, dass der schnellste und erfolgreichste Fahrer, mit dem besten Auto, nicht zwangsläufig Europameister wird. Simone hat keine andere Wahl, als diesen Versuch zu wagen. Die gesamte Norma-Mannschaft unterstützt Simone bei dieser Prüfung und hofft das er beim EM-Finale Mitte September in Buzet, im bewährten Norma erneut den EM-Titel der Kategorie II, für sich und sein Team sowie die Marke Norma sicherstellen kann“.

Lucine: Drei Mal Streckenrekord in Slowenien

15. August 2016

Der Bergrennsport in Mitteleuropa legte am vergangen Wochenende eine Pause sein, wo sonst sich zwei oder drei Termine überscheiden, hatte das Bergrennen GHD Lucine in der Nähe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, dem früheren Laibach, das Alleinvertretungsrecht. Auf der 4 km langen Strecke, mit einer schnellen Ortsdurchfahrt und einigen sehr engen Haarnadelkurven im Mittelteil wurde der vorletzte Lauf zum FiA International Hillclimb Cup 2016 ausgetragen. Am Renntag wurde in allen drei Durchgängen der absolute Streckenrekord unterboten. Den Anfang machte hauchdünn der Veronese Federico Liber im Formula Gloria C8P in 2:01,90 min und warf somit den Federhandschuh dem Tschechen Vaclav Janik vor die Füße, der dann zwei Mal Laufbestzeit im Norma M20 FC V8 fuhr und den Bahnrekord schlussendlich auf 2:01,30 min drückte. Klar, daß so auch der Gesamtsieg an Janik ging, vor Liber und Janiks Teamkollege Petr Trnka im Norma M20 aus der 2-Liter Sportwagenklasse. Im FiA Hillclimb Cup liegt Janik vor dem Finalrennen von Mickhausen (1./2. Oktober) uneinholbar an der Spitze der Kategorie 2 (Competition) und verteidigt somit zum fünften Mal in Folge seinen Titel seit 2012. In der Kategorie 3, der E1-Tourenwagen hatte der Schweizer Ronnie Bratschi nach seinem Sieg von Osnabrück, am darauf folgenden Wochenende kein Glück und packte bereits nach dem ersten Rennlauf seine Sachen ein. „Auf verschmutzter Strecke, wahrscheinlich vom Kühlwasser eines Kontrahenten und ohne das entsprechende Flaggensignal touchierte ich leicht eine Leitplanke und stellte meinen Mitsubishi Lancer sicherheitshalber ab, da ich den Titel im Fia Hillclimb Cup schon sicher habe“. So ging der Tourenwagensieg von Lucine an den einheimischen Milan Bubnic im Lancia Delta. Bedingt durch abzurechnende Streichresultate musste die Titelentscheidung in der Kategorie 1 der Produktionswagen auf den FiA und DM-Endlauf im bayrischen Schwabenland vertagt werden. Hier haben der Ungar Laszlo Hernadi, der Slowake Petr Jurena und die Italienerin Gabriela Pedroni (alle Mitsubishi) noch Chancen auf den Titel.

Glasbach: Zwei neue Streckenrekorde

4. August 2016

Le Mans Sieger Timo Bernhard vom Homburger Automobilclub und der amtierende Europameister Simone Faggioli aus Italien stellen sensationelle neue Streckenrekorde beim 21. Internationalen ADAC Glasbachrennen auf. Schon im Training am Samstag konnte man erwarten, dass Simone Faggioli in diesem Jahr seinen 2012 selbst aufgestellten Streckenrekord mit 2:02.162 min. in diesem Jahr brechen würde. In den Wertungsläufen am Sonntag jagte ein Streckenrekord den nächsten. Bis zur letzten Sekunde herrschte eine nervenzerreißende Spannung zwischen den direkten Kontrahenten Simone Faggioli und Christian Merli. Bereits im ersten Wertungslauf am Sonntagmorgen unterbot der aktuell führende der Europabergmeisterschaft den Streckenrekord mit knapp einer halben Sekunde und setze mit einer Zeit von 2:01.701 einen neuen Maßstab. Auch im dritten Lauf unterbot er diesen und setzte mit 2:01.557 die neue Bestmarke auf 5.500 m langen Bergrennstrecke hinauf zum Rennsteig. Der Gesamtsieger Simone Faggioli konnte seine direkten Kontrahenten in den 3 Wertungsläufen nur ganz knapp auf Distanz halten. In seinem Norma M20 FC Zytek V8 fand er in allen 3 Wertungsläufen auf der 5,5 Kilometer langen und höchst anspruchsvollen Strecke, oberhalb des idyllisch gelegenen Bergdorfs Steinbach schnell die Ideallinie. Faggioli’s Gesamtfahrzeite lag mit 4:03.258 min. nur acht zehntel Sekunden vor seinem schärfsten italienischen Kontrahenten Christian Merli (4:04.110 min). Der Italiener Paride Macario wurde mit 7,584 Sekunden Rückstand auf den ersten Dritter. Alle drei wurden von den über 15.000 Zuschauern ebenso begeistert gefeiert wie der viertplatzierte Patrick Zajelsnik, der damit ebenfalls schnellster Deutscher mit einer Gesamtfahrzeit von 4:17.956 min auf einem Norma M20 F Mugen V8 war. Der amtierende FiA WEC – Weltmeister, LeMans – Sieger und Porsche Werksfahrer Timo Bernhard im aktuellen Carrera-Cup Porsche 991 GT3, der in diesem Jahr zum ersten Mal am Glasbach startete, stellt bei den Tourenwagen mit seinen 2:26.98 min. im zweiten Wertungslauf direkt einen neuen Streckenrekord auf, den er im dritten Wertungslauf noch einmal unterbot (2:26.426). Im Familien – Duell mit seinem Vater Rüdiger Bernhard auf einem Porsche GTR 997 (Gesamtzeit 6:12.453 min.) erreichte Timo Bernhard eine beeindruckende Gesamtzeit von 4:53.406 min.. Unter besten Rennbedingungen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald kämpften neben dem Italiener weitere 140 internationale Teams mit einer maximalen Durchschnittsgeschwindigkeit von 162,79 km/h um jede hundertstel Sekunde.

Trento-Bondone: Schon wieder Streckenrekord

3. Juli 2016

In völlig überlegener Manier gewann Simone Faggioli zum achten Mal den Berg-Klassiker von Trento auf den Monte Bondone, der diesmal zum FiA Hillclimb Cup und zur Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) gewertet wurde. Die 17, 3 lange und von unzähligen Spitzkehren gesäumten Strecke, die bis auf eine Meereshöhe von 1.350 Meter führt, bezwang Faggioli, im einzigen Rennlauf am Sonntag, in einer neuen Rekordzeit von 9:07,66 Minuten. Er startet bereits zum dritten Mal mit dem Werks-Norma M20 FC Zytek V8 an diesem Berg und war rund drei Sekunden schneller als im Vorjahr. Lokalmatador Christian Merli kämpfte am Trainingstag mit technischen Problemen am Werks-Osella FA 30, konnte zwar nach nächtlichen Arbeiten am Rennen teilnehmen, doch war der Wagen nicht 100% auf der Höhe. Merli erreichte am Ende zwar das Ziel als Gesamtzweiter, doch eine halbe Minute später als zuvor Faggioli, was ungewohnt deutlich ist. Bei seinem Debüt am Monte Bondone gelang dem jungen Umbrier Michele Fattorini auf Osella PA 2000 Honda (Foto oben) ein hervorragender dritter Rang. Knapp das Podium verfehlte Domenico Scola, der ebenfalls im Training mit elektrischen Problemen am Osella FA 30 Zytek zu tun hatte und dennoch am Renntag weiter Erfahrungen mit dem neuen Sportgerät sammeln konnte. Einen brillanten fünften Platz „over all“ erreichte „Jungvater“ Federico Liber im agilen Gloria C8P, der auch noch unter der 10 Minuten Schallmauer das Ziel erreichte. Aus deutscher Sicht ist zu attestieren, dass Egidio Pisano im Minichberger VW Golf den E1-Gruppensieg auf Gesamtrang 42 ins Schwabenland entführte und Edi Bodenmüller im ungewohnten Renault Clio Cup fünfter in seiner Klasse wurde, was Platz 89 in der Tageswertung bedeutete.

Ecce Homo: Merli gewinnt Vorspiel

6. Juni 2016

Der 5. Lauf der Berg EM im tschechischen Sternberk Ecce-Homo war zugleich die Generalprobe für das zweite FiA Hill Climb Masters Anfang Oktober an gleicher Stelle. Einige Fahrer aus dem Ausland, wie der Schweizer Joel Volluz nutzten das Rennen zum auffrischen der Streckenkenntnisse, um für das „Race of Champions der Berge“ gerüstet zu sein. Der Schweizer Vize-Meister im Osella FA 30 (Foto oben) erreichte mit Gesamtrang drei am Ende mehr als er erwartet hatte. Das Italo-Dauerduell zwischen Europameister Simone Faggioli und Herausforderer Christian Merli, war bereits im ersten Lauf nach Motorproblemen an Faggiolis Norma Zytek V8 entschieden. Der Dominator der letzten Jahre, kletterte von Rang 7 noch auf die vier und rettete mit der Tagesbestzeit im zweiten Lauf und dem Gruppensieg noch die maximale Punkteausbeute in der EM, sodass die beiden Ausnahmefahrer nun weiter Punktgleich die EM-Kategorie II anführen. Ausrutscher von Lokalmatador Milos Benes (Osella FA 30) und EM-Haudegen Fausto Bormolini (Reynard F3000) begünstigten Faggiolis aufholjagt. Bei den beiden Unfällen machten die Leitplanken keine gute Figur. Bei Bormolinis recht spitzem Einschlag durchbohrte sein Reynard die Doppelleitplanke bis zum Cockpit, wie ein Wunder blieb der Norditaliener unverletzt. Der Gesamtsieg ging somit deutlich an Osella-Werksfahrer Merli vor seinem jungen Landsmann und Markenkollege Paride Macario. Bei besten äußeren Bedingungen folgten der tschechische Dreierpack Janik, Komarek und Neveril (alle Norma) auf den Plätzen fünf bis sieben. Kategorie I Leader Nikola Miljkovic (Mitsubishi) gewann erneut die Gruppe N und baute seine führende Position in der EM-Zwischenwertung aus. Miljkovics Hauptkonkurrent, der Österreicher Christian Schweiger (Mitsubishi) verlor mit Rang zwei in der Gruppe A, hinter dem Einheimischen Jaromir Maly, weiter an Boden. Punkte zur Berg ÖM standen ebenfalls zur Disposition. Karl Schagerl pulverisierte im E1-VW Golf Rallye zu Beginn den Tourenwagenrekord um 2 Sekunden und war am Ende umgeben von der F3000 und Prototypenmeute bester Österreicher. Und dennoch wäre für den amtierenden Österreichischen Meister mehr drin gewesen, denn Karl lief im zweiten Lauf, kurz vor dem Ziel auf einen Konkurrenten auf und musste Gas heraus nehmen.

Werks-Norma für Pikes Peak vorgestellt

4. Juni 2016

Nun wurde der Norma RD Limited den Romain Dumas beim 100. Pikes Peak International Hill Climb in den USA pilotieren wird offiziell in seiner „Kriegsbemalung“ vorgestellt. Das „Race to the Clouds“ findet in diesem Jahr am 26.06., also traditionell am letzten Wochenende des Juni statt. Das Bergrennen auf den Pikes Peak gilt als das härteste der Welt. Der Kurs ist knapp 20 Kilometer (12,42 Meilen)  lang, die es in sich haben: Los geht es auf 2860 Metern Meereshöhe, das Ziel befindet sich auf 4300 Metern. Dazwischen liegen 156 Kurven – meist ohne Leitplanken, dafür aber an spektakulären Abgründen entlang. Die schnellsten Teilnehmer schaffen die Strecke in deutlich unter zehn Minuten, den Rekord hält seit 2013 der französische „Allrounder“ Sebasien Loeb in 8:13,878 Minuten in einem Werks-Peugeot 208 T16.

Fito: Weiter Kopf an Kopf-Rennen in der EM

18. Mai 2016

Nach dem Abstecher auf die iberische Halbinsel liegen die beiden italienischen EM-Favoriten Simone Faggioli und Christian Merli nach jeweiligen Gruppensiegen weiter punktgleich an der Tabellenspitze. Faggioli im Norma Zytek V8 gelang im ersten Rennlauf am Samstag eine Verbesserung seines eigenen Streckenrekords, für die 5,3 km Strecke im Baskenland. Eine ¾ Sekunde war er schneller als im Vorjahr. In der Tageswertung folgten Merli im Werks-Osella FA 30 auf Rang zwei vor den Markenkollegen Paride Macario (I) und Milos Benes (CZ). Pech hatte dagegen E2-SH Lancia Delta-Pilot Fulvio Giuliani, der seinen dritten Rang in der EM-Tabelle mit einem Leitplankeneinschlag verlor. Auch bei den Produktionswagen gibt es ein Kopf an Kopf-Rennen um die EM-Krone. Der Serbe Nikola Miljkovic bleibt mit seinem Gruppe-N-Sieg in der Tabelle weiter knapp in Front vor dem Österreicher Christian Schweiger (beide Mitsubishi), der die Gruppe A gewann und schnellster Tourenwagen des knapp 100 Fahrzeuge starken Feldes war.

Falperra: Streik bei Regenchaos

9. Mai 2016

Der dritte Lauf der Berg EM in Portugal stand das komplette Wochenende im Zeichen schwerer Regenfälle, die streckenweise einer Sintflut nahe kamen. Eine Menge von Unfällen, darunter auch von EM-Pilot Andrea Bormolini führte schon zu Trainingsabbruch. Der Neffe von EM-Routinier Fausto Bormolini geriet wohl, auf einem über die Strecken laufenden Rinnsal und konnte von Glück sagen, dass er unverletzt blieb. Der 2-Liter Osella-Sportwagen wurde dagegen arg demoliert. Tags darauf trafen weitere schwere Gewitterschauer in kurzer Folge die Rampa da Falperra, sodass die EM-Rennwagenfraktion um Simone Faggioli, Christian Merli und Co ihre Boliden geschlossen einpackten. Dem enttäuschten Veranstalter blieb nur dies zu akzeptieren, das Verständnis fehlte jedoch. Nur wenige Piloten trotzten den Gefahren auf der 5,2 km langen Strecke bei Braga. Pedro Salvadore (Norma M20 FC) gewann somit als erst Portugiese einen EM-Lauf, vor Angela Viarino, der Tochter von ex-Europameister Andres Vilarino, die im brandneuen SilverCar FY10 unterwegs war und deren spanischem Landsmann Jose Lopez Fombona, der zu Saisonbeginn vom Audi A4 DTM auf einen am Berg bislang einzigartigen Audi R8 LMS umgestiegen war. Österreichs Christian Schweiger (Mitsubishi Lancer) wurde als Gruppe A-Sieger, Gesamtfünfter.

46 Formel und Sportwagen haben Eschdorfer Tagessieg im Visier

28. April 2016

Zum 28. Mal organisiert die Union des Pilotes am Wochenende des 7./8. Mai ihr traditionelles Bergrennen «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und zum «NSU Bergpokal», während auch die belgischen Fahrer Eschdorf als Auslandsresultat auf ihr Konto der belgischen Bergmeisterschaft verbuchen können. Zählt man noch den «Classic Day» zum 100. Geburtstag des Motorsports in Luxemburg im Jahre 2013 sowie das 1. FIA Hill Climb Masters im Oktober 2014 hinzu, so ist es also bereits das 30. Mal, dass in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück, im Norden Luxemburgs die Rennmotoren aufheulen. Fast 180 Fahrerinnen und Fahrer, darunter 91 Deutsche, 26 Luxemburger, 23 Belgier, je 16 Franzosen und Schweizer, 4 Briten und 3 Österreicher haben sich eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (schnellste Einzelzeit wird gewertet) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km im vergangenen Sommer mit neuem Belag versehen wurde. Nachdem er 2012 (im Dallara GP2) und 2015 (im Wolf GB08F1) jeweils auf feuchter Strecke zum Eschdorf-Sieg fuhr, nimmt der Luxemburger David Hauser im Dallara-Mécachrome 4L V8 nach seiner rezenten zweitschnellsten Zeit im französischen Abreschviller nun einen erneuten Heimsieg vor eigenem Publikum ins Visier.  Allerdings muss sich der Luxemburger Bergmeister 2013 und 5. der Europabergmeisterschaft 2015 dieses Jahr in Eschdorf gegen die komplette Schweizer Bergelite zur Wehr setzen. So wird Eric Berguerand, Schweizer Bergmeister 2013, 2014 und 2015, im Lola-Cosworth FA 99 F3000 (Foto unten) erneut versuchen, seinen Namen endlich ins Tagessieger-Palmares einzutragen, jenen obersten Podestplatz, den er bislang so oft in Eschdorf knapp verpasste: Platz 2 in den Jahren 2014 und 2015, P3 2007 und 2012, P4 2013, aber auch Dritter der Gesamtwertung und zugleich Goldmedaillengewinner in der Kategorie der FIA-Rennsportfahrzeuge beim FIA Masters 2014….kurzum, die Strecke liegt dem angriffslustigen Schweizer bestens, fehlt nur noch der langersehnte Siegerpokal. Als Neuzugang in Eschdorf muss aber auch die junge Nachwuchshoffnung Joël Volluz im Osella FA 30 Judd V8 (Foto oben) bei seinem allerersten Start in Luxemburg zum ganz engen Favoritenkreis gezählt werden. Der 24-jährige Schweizer Vize-Bergmeister 2015 kann aus dem Vorjahr auf Gesamtsiege in Osnabrück (D), Oberhallau, Ayent-Anzère und La Roche-La Berra verweisen, jeweils nach heißem Kampf gegen Eric Berguerand. Nach zwei Jahren Abwesenheit wird der […]

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