Mission Titelverteidigung am Pikes Peak

20. Februar 2017

Das Bergrennen Pikes Peak in den USA scheint den Franzosen zu gefallen! Wir erinnern uns an den Sieg von Sebastien Loeb im Jahr 2013, mit dem absoluten Streckenrekord auf seinem Werks-Peugeot 208 T 16, aber auch an Romain Dumas, den Doppelsieger der Veranstaltungen der Jahre 2014 und 2016. Romain Dumas, der seit kurzem nicht mehr zur Riege der Werksfahrer bei Porsche gehört, wird in 2017 nach Colorado, zu seiner fünften Teilnahme am „Race to the Clouds“ zurück kehren. Seine Waffe wird erneut ein Protoytp aus der Französischen Rennwagenschmiede Norma sein, dass in der Kategorie Unlimited. Der Norma MXX RD Limited getaufte Portotyp ist neu. Weitere Details sind noch geheim. Fest steht zudem, das der Norma von Dumas-Team eingesetzt wird und ein zweites Fahrzeug in der Time Attack Klasse 1 an den Start bringen wird. Wer hier hinter dem Lenkrad platzt nehmen darf, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Nach der Dakar-Rallye und der Rallye-Monte Carlo zu Beginn diesen Jahres, ist Romain Dumas ein viel beschäftigter Rennfahrer, doch der Termin des Pikes Peak Bergrennens am 25. Juni passt da wunderbar, nur eine Woche nach dem 24 Stunden Klassiker von Le Mans.

Homestory: Franco Berto mit neuer Herausforderung in 2017

28. Dezember 2016

Im vergangenen Sommer besuchte „Bergrennen in Deutschland“ Franco Berto, den Österreichischen Berg-Vize-Meister von 2015, in seiner italienischen Heimat am Gardasee und beim Bergrennen Alpe del Nevegal im Belluno. Der 55-jährige Italo-Schweizer bestreitet seit 1989 Bergrennen. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Mann aus dem mit unter weltbekannten Ferien- und Weinbauort Bardolino auf die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft, wo er in der abgelaufenen Saison Rang 4 in der Endabrechnung des Rennwagenchampionats belegen konnte. Als Mitteleuropäer, von der Nordseite der Alpen kommend, ist man schon ein bisschen neidisch auf die in Norditalien und am Gardasee gerne praktizierte unbeschwerte Lebensart. Hektik und Stress scheint es hier nicht zu gegen. Dem entsprechend trafen wir den Bergspezialisten erst einmal in einem typischen Straßenkaffe, jedoch etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade im der Bar Centrale in Calmasino, 80 Meter über dem See, im Hinterland von Bardolino. Hier kann man Franco Berto unter der Woche fast jeden Morgen zu seiner angestammten Zeit antreffen. Bei einem sensationellen Blick über den See ist Motorsport da kaum Thema, höchstens wenn Ferrari in der Formel 1 den Gesprächsstoff liefert. Vielmehr stehen lokale Ereignisse und das genießen eines Cappuccino oder Espresso im Vordergrund. Wenig später ging es weiter zu Francos Anwesen etwas oberhalb von Bardolino, wo er mit Ehefrau und Tochter Giulia lebt. Die Garage im Garten beherbergt den Formel Renault Monza, samt Equipment, mit dem Berto im Jahr 2015 die Österreichische Vize-Bergmeisterschaft hausgefahren hatte. Hier ist es recht eng, doch der Rennwagen samt Ersatzteilen, Werkzeugen und Pflegemittel hat seinen Platz gefunden. Auch ein Teil der unzähligen Pokale ist hier her ausquartiert. „Nur die wichtigsten Trophäen stehen im Haus, genauer gesagt im Schlafzimmer, sonst spielen meine beiden Frauen nicht mit“, lacht Franco. Kleinere Wartungsarbeiten und aerodynamische Weiterentwicklungen nimmt der Vertreter in der Sanitärbranche selbst an seinem Formel Boliden vor. Es ist ein recht ungewöhnliches und eher seltenes Rennfahrzeug. Der Formel Renault „Monza“ stammt aus der italienischen Formel Renault Serie auf der Rundstrecke und ist, anders als üblich mit einem 1600 ccm, statt einem 2-Liter Triebwerk ausgerüstet. Der Motor in Francos Rennwagen entspricht in den letzten Jahren den bekannten Super 1600-Motoren, wie sie im Rallyesport beispielsweise im Renault Clio Verwendung finden. In der Klasse bis 2 Liter der Berg ÖM kann der Mann vom Gardasee dennoch hervorragend mitthalten. Wie viele am Bergrennsport begeisterte Sportler kann Franco Berto auf eine zweigeteilte Laufbahn schauen. Ende der 1980er Jahre, genau 1989 begann Franco mit einem Peugeot 205 1,9 GTI mit […]

Pedavena: Magliona gewinnt Finale der Bergmeisterschaft Italiens

21. Oktober 2016

Omar Magliona im ex-Faggioli Norma M20 FC Zytek dominierte die 34. Auflage des Bergrennens „Pedavena – Croce D’Aune“, das zeitgleich mit dem FiA Hillclimb Masters das große Potential an Top-Fahrern in Italien vor Augen führte. Das Rennen am südlichen Rand der Dolomiten war zwölfter und letzter Lauf der italienischen Bergmeisterschaft 2016, organisiert von den „Freunden von Pedavena“, die die letzten Titel der Saison zugeordneten. Der sardische Pilot von der Scuderia CST dominierte beide Durchgänge auf sehr rutschigem Geläuf, nachdem in der Nacht Regen gefallen war und die Piste sehr zögerlich abtrocknete. Das Podium erklimmen durfte weiter der Sizilianer Vincenzo Conticelli, der es mit wenig Streckenkenntnis bei diesen schwierigen Bedingungen in seinem Osella PA 30 Zytek doppelt schwer hatte. Der dritte Platz gelang dem Trentiner Adolfo Bottura, die übermäßige Risiken am Steuer des mächtigen Osella FA 30 Zytek scheute. Mitfavorit Dany Zardo stoppten  technische Probleme am Lola Zytek auf den ersten Kilometern des zweiten Laufs. Luca Ligato ist italienischer CN-Gruppen-Meister. Der 23-jährige Inhaber von Reggio Calabria Jonia Corse gewann die Herausforderung des letzten Rennens mit seinem dem Osella PA 21 EVO Honda, trotz einigen Nervenkitzels vor dem Rennstart, sprang für den Mann aus Kalabrien am Ende der 4. Platz im General von Pedavena heraus.

Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Ilirska Bistrica: Faggioli mit Schachzug zum neunten EM-Titel

5. September 2016

Mit einem einmaligen Coup suchte EM-Titelverteidiger Simone Faggioli in Slowenien den direkten Zweikampf mit Dauerrivalen Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30. Nach drei Jahren pilotierte Faggioli erstmals wieder einen Osella FA30, mit dem Segen seines Norma-Chefs Norbert Santos. Nach dem Fahrzeug- und Gruppenwechsel blieb „Fagg“ in beiden Rennläufen knapp vor Merli. Der Florentiner unterbot sogar jeweils seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr, den er im Norma M20 V8 herausfuhr, mit dem diesmal sein Teamkollege Paride Macario den italienischen Dreifachsieg komplettierte. Mit seinem fünften Sieg in Ilirska Bistrica sicherte sich Faggioli seinen 9. EM-Titel vor dem EM-Finale in Kroatien. Bei den Produktionswagen muss Christian Schweiger (A) nach seinem Gruppe-A Sieg beim Finale auf einen Patzer des Serben Miljkovic in der Gruppe N hoffen um selbst noch zum EM-Titel zu kommen. In der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft musste Karl Schagerl mit seinem VW Golf Rallye TFSI-R auf die Reise nach Slowenien verzichten und sein Streichresltat in Anspruch nehmen. Verbesserungen am Motor zogen sich hin und das Treibwerk stand zum Rennwochenende von Ilirska Bistrica noch nicht zur Verfügung. Bei Schagerls größtem Verfolger in der ÖM-Wertung, Karl Werner und seinem Audi S2 lief es auch nicht ganz rund. Mit Technikproblemen schaffte er noch Rang 2 in der E1-Wertung hinter „Altmeister“ Felix Pailer im Lancia Delta Evo. Klar auf Titelkurs bei den Produktionswagen ist der Honda-Pilot Chris-André Mayer, der erneut seine Klasse N bis 2000 ccm gewann. Mehr Spannung verspricht hingegen die Rennwagen-Kategorie. Andreas Stollnberger ist mit seinem Motor im Formel 3 weiter am verzweifeln. Unrund landete der Meisterschaftsleader auf einem 23. Gesamtplatz. Nach Einrechnung des Streichresltats hat nun Hermann Waldy Senior im Lola F3000 die Meisterschaftsführung übernommen, und hat auch beste Aussichten diese über die verbleibenden drei Restrennen (Buzet, St. Agatha und Cividale) bis ins Ziel zu tragen, dass mit seinem Sohn Hermann Junior (Dallara F3) im Schlepptau. Mit einem verbogenen Dreieckslenker am Formula Renault Monza 1600 begann der Trainingstag für Franco Berto. Ersatz war zwar dabei und schnell montiert, aber das Vertrauen ins Material musste erst wieder wachsen. So kam der Italo-Schweizer nicht an seine Zeiten aus dem Vorjahr heran und wurde auf Gesamtrang 20 unter Wert geschlagen. Dennoch festigte der Mann aus dem Ferienort Bardolino seinen vierten Platz in ÖM-Zwischentabelle. Aus Deutscher Sicht verpasste der Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma M20 F Mugen V8 um Haaresbreite Gesamtrang vier. Der Tscheche Milos Benes im Osella FA 30 war in beiden Rennläufen jeweils einen Tick schneller […]

Faggiolis Schachzug – Vorzeitiges EM-Endspiel in Ilirska Bistrica

31. August 2016

Mit einem ungewöhnlichen Schachzug sucht Titelverteidiger Simone Faggioli am kommenden Wochenende die Titelentscheidung in der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft. Vor dem vorletzten Saisonrennen im slowenischen Ilirska Bistrica liegt der Florentinische Champion gleichauf mit seinem Landsmann Christian Merli, der am Ende bei Punktgleichheit den Titel davon tragen würde. Da beide Rivalen in unterschiedlichen Gruppen dominieren und am Ende  wohl auch punktgleich wären, sucht Faggioli nun die direkte Konfrontation und startet in der Gruppe E2-SS (Single Seater). Sein E2-SC Sportwagen vom Typ Norma M20 FC Zytek V8  tauscht er gegen einen Osella FA 30 aus seinem eigenen Team ein, der auf Pirelli-Reifen rollen wird. Seit dem Jahr 2013 steuerte Faggioli einen solchen Rennwagen nicht mehr bei einem Rennen. Norma Auto Concept-Chef Norbert Santos steht hinter seinem Fahrer und dem kurzzeitigen Markenwechsel. „Wir haben vollstes Verständnis für die Haltung von Simone. Das EM-Reglement ist so, dass der schnellste und erfolgreichste Fahrer, mit dem besten Auto, nicht zwangsläufig Europameister wird. Simone hat keine andere Wahl, als diesen Versuch zu wagen. Die gesamte Norma-Mannschaft unterstützt Simone bei dieser Prüfung und hofft das er beim EM-Finale Mitte September in Buzet, im bewährten Norma erneut den EM-Titel der Kategorie II, für sich und sein Team sowie die Marke Norma sicherstellen kann“.

Lucine: Drei Mal Streckenrekord in Slowenien

15. August 2016

Der Bergrennsport in Mitteleuropa legte am vergangen Wochenende eine Pause sein, wo sonst sich zwei oder drei Termine überscheiden, hatte das Bergrennen GHD Lucine in der Nähe der slowenischen Hauptstadt Ljubljana, dem früheren Laibach, das Alleinvertretungsrecht. Auf der 4 km langen Strecke, mit einer schnellen Ortsdurchfahrt und einigen sehr engen Haarnadelkurven im Mittelteil wurde der vorletzte Lauf zum FiA International Hillclimb Cup 2016 ausgetragen. Am Renntag wurde in allen drei Durchgängen der absolute Streckenrekord unterboten. Den Anfang machte hauchdünn der Veronese Federico Liber im Formula Gloria C8P in 2:01,90 min und warf somit den Federhandschuh dem Tschechen Vaclav Janik vor die Füße, der dann zwei Mal Laufbestzeit im Norma M20 FC V8 fuhr und den Bahnrekord schlussendlich auf 2:01,30 min drückte. Klar, daß so auch der Gesamtsieg an Janik ging, vor Liber und Janiks Teamkollege Petr Trnka im Norma M20 aus der 2-Liter Sportwagenklasse. Im FiA Hillclimb Cup liegt Janik vor dem Finalrennen von Mickhausen (1./2. Oktober) uneinholbar an der Spitze der Kategorie 2 (Competition) und verteidigt somit zum fünften Mal in Folge seinen Titel seit 2012. In der Kategorie 3, der E1-Tourenwagen hatte der Schweizer Ronnie Bratschi nach seinem Sieg von Osnabrück, am darauf folgenden Wochenende kein Glück und packte bereits nach dem ersten Rennlauf seine Sachen ein. „Auf verschmutzter Strecke, wahrscheinlich vom Kühlwasser eines Kontrahenten und ohne das entsprechende Flaggensignal touchierte ich leicht eine Leitplanke und stellte meinen Mitsubishi Lancer sicherheitshalber ab, da ich den Titel im Fia Hillclimb Cup schon sicher habe“. So ging der Tourenwagensieg von Lucine an den einheimischen Milan Bubnic im Lancia Delta. Bedingt durch abzurechnende Streichresultate musste die Titelentscheidung in der Kategorie 1 der Produktionswagen auf den FiA und DM-Endlauf im bayrischen Schwabenland vertagt werden. Hier haben der Ungar Laszlo Hernadi, der Slowake Petr Jurena und die Italienerin Gabriela Pedroni (alle Mitsubishi) noch Chancen auf den Titel.

Glasbach: Zwei neue Streckenrekorde

4. August 2016

Le Mans Sieger Timo Bernhard vom Homburger Automobilclub und der amtierende Europameister Simone Faggioli aus Italien stellen sensationelle neue Streckenrekorde beim 21. Internationalen ADAC Glasbachrennen auf. Schon im Training am Samstag konnte man erwarten, dass Simone Faggioli in diesem Jahr seinen 2012 selbst aufgestellten Streckenrekord mit 2:02.162 min. in diesem Jahr brechen würde. In den Wertungsläufen am Sonntag jagte ein Streckenrekord den nächsten. Bis zur letzten Sekunde herrschte eine nervenzerreißende Spannung zwischen den direkten Kontrahenten Simone Faggioli und Christian Merli. Bereits im ersten Wertungslauf am Sonntagmorgen unterbot der aktuell führende der Europabergmeisterschaft den Streckenrekord mit knapp einer halben Sekunde und setze mit einer Zeit von 2:01.701 einen neuen Maßstab. Auch im dritten Lauf unterbot er diesen und setzte mit 2:01.557 die neue Bestmarke auf 5.500 m langen Bergrennstrecke hinauf zum Rennsteig. Der Gesamtsieger Simone Faggioli konnte seine direkten Kontrahenten in den 3 Wertungsläufen nur ganz knapp auf Distanz halten. In seinem Norma M20 FC Zytek V8 fand er in allen 3 Wertungsläufen auf der 5,5 Kilometer langen und höchst anspruchsvollen Strecke, oberhalb des idyllisch gelegenen Bergdorfs Steinbach schnell die Ideallinie. Faggioli’s Gesamtfahrzeite lag mit 4:03.258 min. nur acht zehntel Sekunden vor seinem schärfsten italienischen Kontrahenten Christian Merli (4:04.110 min). Der Italiener Paride Macario wurde mit 7,584 Sekunden Rückstand auf den ersten Dritter. Alle drei wurden von den über 15.000 Zuschauern ebenso begeistert gefeiert wie der viertplatzierte Patrick Zajelsnik, der damit ebenfalls schnellster Deutscher mit einer Gesamtfahrzeit von 4:17.956 min auf einem Norma M20 F Mugen V8 war. Der amtierende FiA WEC – Weltmeister, LeMans – Sieger und Porsche Werksfahrer Timo Bernhard im aktuellen Carrera-Cup Porsche 991 GT3, der in diesem Jahr zum ersten Mal am Glasbach startete, stellt bei den Tourenwagen mit seinen 2:26.98 min. im zweiten Wertungslauf direkt einen neuen Streckenrekord auf, den er im dritten Wertungslauf noch einmal unterbot (2:26.426). Im Familien – Duell mit seinem Vater Rüdiger Bernhard auf einem Porsche GTR 997 (Gesamtzeit 6:12.453 min.) erreichte Timo Bernhard eine beeindruckende Gesamtzeit von 4:53.406 min.. Unter besten Rennbedingungen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald kämpften neben dem Italiener weitere 140 internationale Teams mit einer maximalen Durchschnittsgeschwindigkeit von 162,79 km/h um jede hundertstel Sekunde.

Trento-Bondone: Schon wieder Streckenrekord

3. Juli 2016

In völlig überlegener Manier gewann Simone Faggioli zum achten Mal den Berg-Klassiker von Trento auf den Monte Bondone, der diesmal zum FiA Hillclimb Cup und zur Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) gewertet wurde. Die 17, 3 lange und von unzähligen Spitzkehren gesäumten Strecke, die bis auf eine Meereshöhe von 1.350 Meter führt, bezwang Faggioli, im einzigen Rennlauf am Sonntag, in einer neuen Rekordzeit von 9:07,66 Minuten. Er startet bereits zum dritten Mal mit dem Werks-Norma M20 FC Zytek V8 an diesem Berg und war rund drei Sekunden schneller als im Vorjahr. Lokalmatador Christian Merli kämpfte am Trainingstag mit technischen Problemen am Werks-Osella FA 30, konnte zwar nach nächtlichen Arbeiten am Rennen teilnehmen, doch war der Wagen nicht 100% auf der Höhe. Merli erreichte am Ende zwar das Ziel als Gesamtzweiter, doch eine halbe Minute später als zuvor Faggioli, was ungewohnt deutlich ist. Bei seinem Debüt am Monte Bondone gelang dem jungen Umbrier Michele Fattorini auf Osella PA 2000 Honda (Foto oben) ein hervorragender dritter Rang. Knapp das Podium verfehlte Domenico Scola, der ebenfalls im Training mit elektrischen Problemen am Osella FA 30 Zytek zu tun hatte und dennoch am Renntag weiter Erfahrungen mit dem neuen Sportgerät sammeln konnte. Einen brillanten fünften Platz „over all“ erreichte „Jungvater“ Federico Liber im agilen Gloria C8P, der auch noch unter der 10 Minuten Schallmauer das Ziel erreichte. Aus deutscher Sicht ist zu attestieren, dass Egidio Pisano im Minichberger VW Golf den E1-Gruppensieg auf Gesamtrang 42 ins Schwabenland entführte und Edi Bodenmüller im ungewohnten Renault Clio Cup fünfter in seiner Klasse wurde, was Platz 89 in der Tageswertung bedeutete.

Ecce Homo: Merli gewinnt Vorspiel

6. Juni 2016

Der 5. Lauf der Berg EM im tschechischen Sternberk Ecce-Homo war zugleich die Generalprobe für das zweite FiA Hill Climb Masters Anfang Oktober an gleicher Stelle. Einige Fahrer aus dem Ausland, wie der Schweizer Joel Volluz nutzten das Rennen zum auffrischen der Streckenkenntnisse, um für das „Race of Champions der Berge“ gerüstet zu sein. Der Schweizer Vize-Meister im Osella FA 30 (Foto oben) erreichte mit Gesamtrang drei am Ende mehr als er erwartet hatte. Das Italo-Dauerduell zwischen Europameister Simone Faggioli und Herausforderer Christian Merli, war bereits im ersten Lauf nach Motorproblemen an Faggiolis Norma Zytek V8 entschieden. Der Dominator der letzten Jahre, kletterte von Rang 7 noch auf die vier und rettete mit der Tagesbestzeit im zweiten Lauf und dem Gruppensieg noch die maximale Punkteausbeute in der EM, sodass die beiden Ausnahmefahrer nun weiter Punktgleich die EM-Kategorie II anführen. Ausrutscher von Lokalmatador Milos Benes (Osella FA 30) und EM-Haudegen Fausto Bormolini (Reynard F3000) begünstigten Faggiolis aufholjagt. Bei den beiden Unfällen machten die Leitplanken keine gute Figur. Bei Bormolinis recht spitzem Einschlag durchbohrte sein Reynard die Doppelleitplanke bis zum Cockpit, wie ein Wunder blieb der Norditaliener unverletzt. Der Gesamtsieg ging somit deutlich an Osella-Werksfahrer Merli vor seinem jungen Landsmann und Markenkollege Paride Macario. Bei besten äußeren Bedingungen folgten der tschechische Dreierpack Janik, Komarek und Neveril (alle Norma) auf den Plätzen fünf bis sieben. Kategorie I Leader Nikola Miljkovic (Mitsubishi) gewann erneut die Gruppe N und baute seine führende Position in der EM-Zwischenwertung aus. Miljkovics Hauptkonkurrent, der Österreicher Christian Schweiger (Mitsubishi) verlor mit Rang zwei in der Gruppe A, hinter dem Einheimischen Jaromir Maly, weiter an Boden. Punkte zur Berg ÖM standen ebenfalls zur Disposition. Karl Schagerl pulverisierte im E1-VW Golf Rallye zu Beginn den Tourenwagenrekord um 2 Sekunden und war am Ende umgeben von der F3000 und Prototypenmeute bester Österreicher. Und dennoch wäre für den amtierenden Österreichischen Meister mehr drin gewesen, denn Karl lief im zweiten Lauf, kurz vor dem Ziel auf einen Konkurrenten auf und musste Gas heraus nehmen.

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