Die Meister sind gekürt – Kurioses Berg DM-Finale

15. September 2018

Der Motorsport Club Erftal ist endgültig in der Gemeinschaft der Berg DM-Veranstalter angekommen. Mit dem erstmals in kompletter Eigenregie auf die Beine gestellte Bergrennen Eichenbühl landeten die viel fleißigen Helfer rund um Rennleiter Steffen Hofer gleich einen Volltreffer. Mit rund 180 angenommenen Nennungen, machte man es sich für den Anfang nicht leicht, aber die Trainings.- und Rennläufe brachte man dennoch pünktlich durch. Die gemeinhin spürbare Anspannung in der Organisationsleitung verflog schnell auf Nimmerwiedersehen und das „Wetterglück des Tüchtigen“ gesellte sich hinzu. In den sozialen Medien und auch im analogen Leben erntete das junge Erftaler Team viel Lob zu Zuspruch. So kann es in die Zukunft gehen und eine weitere Kuh ist wieder mal vom Eis geholt. Ein an Spannung kaum zu überbietendes Rennwochenende, schloss den Kreis der diesjährigen Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups, die Ende April beim Bergpreis Schottenring begann. Vielen wird es nicht einmal aufgefallen sein, dass es der Berg-Team-Cup in diesem Jahr nicht zur Disposition stand. Es hatten sich im Frühjahr nicht genügend Teams zusammengefunden und angemeldet, was natürlich sehr schade ist und nach einer besseren Vermarktungsstrategie von Seiten des DMSB Fachausschuss Berg ruft. Beim 51. AvD Bergrennen Eichenbühl war die Frage nach dem Gesamtsieger eigentlich schnell und deutlich beantwortet, doch auf den letzten Metern der Saison 2018 gab es nicht nur spannende, sondern auch tragische Momente vor allem im Kampf um die DM-Krone. Gruppe E1-Pilot Dirk Preißer reiste als Leader in der Bergmeisterschaft an und galt vor dem Wochenende in Unterfranken als klarer Favorit auf den DM-Titel, alle Trümpfe hatte er selbst in der Hand. Doch am Sonntagabend fand sich der Schwabe in der Rolle des tragischen Helden, noch nicht einmal auf dem Meisterschaftspodest wieder. Das Unheil nahm bereits im letzten Trainingsdurchgang seinen Lauf, wo es bereits zwei wertvolle Zusatzpunkte zu holen gab. Mit einem dünnen Nervenkostüm landete Preißer mit seinem Opel Kadett C 16V im unteren, selektiven Streckenteil in der Böschung, um danach kurzer Hand mit dem weidwunden Tourenwagen zur Notreparatur in die 125 km entfernte heimische Werkstatt aufzubrechen. Nach einer langen Nacht tauchten die Preißers am Morgen des Renntags wieder im Fahrerlager auf. Ein zweiter Platz in der Klasse bis 2.000 ccm Hubraum, hinter dem nicht punktberechtigten Tiroler Thomas Strasser war somit absolute Pflicht. Doch ein weiteres Mal hatte der Stahlbauunternehmer kein Glück. Beim alles entscheidenden dritten Rennlauf musste Dirk Preißer nach einem Unfall von Fahrerkollege Alexander Pleier mit rot in Zielnähe […]

Rechenspiele beim Finale in Unterfranken

3. September 2018

Relativ früh steigt in diesem Jahr das Finale der Deutschen Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups in Eichenbühl bei Miltenberg. Bereits nach dem Wochenende des 8./9. September ist Schluss mit den Bergrennen in Deutschland für dieses Jahr. Die Aktiven des KW Berg-Cup dürfen zwei Wochen später noch eine „Sonderschicht“ beim oberösterreichischen Bergrennen in St. Agatha einlegen und spätestens an der Donauschlinge ihre Meister und Jahressieger küren. Aber, für das Jahr 2019 bestehen für alle Beteiligten der Bergszene berechtigte Hoffnungen auf ein Wiederaufleben des traditionellen DM-Finales in Mickhausen bei Augsburg.  Ein Termin wurde bereits von Seiten des ASC Bobingen für Anfang Oktober 2019 beim DMSB angemeldet. Hierzu und dem vorläufigen Berg-DM Kalender 2019, wird man sicherlich in Eichenbühl im Rahmen eines Treffens aller DM-Veranstalter am Samstagabend nach den Trainingsläufen mehr erfahren. Auf eine hoffentlich gut besetzte Mannschaft, unter den Farben Deutschlands, hoffen die Fans hierzulande für das FiA Hillclimb Masters, das vom 12. bis 14. Oktober im italienischen Gubbio stattfindet und den würdigen Abschluss der europäischen Bergrennsaison bildet. Die Qualifikanten für das Masters und nicht zuletzt die neuen Deutschen Meister im Bergrennsport werden also in diesem Jahr beim 51. Bergrennen in Unterfranken, das ab diesem Jahr offiziell Bergrennen Eichenbühl heißt, ermittelt. Der MSC Erftal hat in den vergangenen Wochen und Monaten die Veranstaltung endgültig vom GAMSC Würzburg übernommen und wird mit frischem Wind, neuen Ideen und erstmals in kompletter Eigenregie das Rennen auf den Umpfenbacher Berg durchführen. Der Ansturm auf die Startplätze war diesmal sehr groß, schon Wochen vor dem Nennschluss knackte man die 100er Marke in der Starterliste. Am Ende meldeten sich über 180 Fahrerinnen und Fahrer, darunter 40 Teilnehmer an der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) bei Rennleiter Steffen Hofer und seinem Orga-Team an. Also, volles Haus und alle Hände voll zu tun für den MSC Erftal – ganz so wie man es sich gewünscht hatte. Da sich keiner der Protagonisten in den drei DMSB-Bergprädikaten vorzeitig in der Tabelle hat absetzen können, müssen am zweiten Septemberwochenende wieder einmal die Rechenschieber in erster Linie in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft bemüht werden. In den Berg-Cups, einmal für Tourenwagen und einmal für Sport- und Formelrennwagen, ist die Lage unkomplizierter. Es bleibt aber auch hier spannend. Um sich erstmals die nationale Meisterschaft am Berg zu sichern, sollte Dirk Preißer (Opel Kadett C 16V) tunlichst seine Klasse bis 2000 ccm der Gruppe E1 gewinnen, bzw. mehr als 18,6 Punkte holen. Ungemein hilfreich, ja ein Muss für den […]

Hofers Rennleiter-Premiere in Eichenbühl

30. August 2018

Das 51. AvD-Bergrennen in Eichenbühl (Ldkr. Miltenberg) hat eine lange Tradition, wird aber am 8./9. September eine Premierenveranstaltung. Denn erstmals nach über einem halben Jahrhundert wird nicht der German American Motorsportclub (GAMSC) Würzburg das Bergrennen, sondern der junge Motorsportclub (MSC) Erftal das zweite Bergrennen auf unterfränkischem Boden ausrichten. Der GAMSC-Präsident und langjährige Rennleiter Peter Thumbeck hatte sich Steffen Hofer als seinen Nachfolger ausgeguckt und jetzt steht der 27-Jährige vor seiner Feuertaufe. „Ich bin schon im GAMC aktiv gewesen, denn ich bin mit dem Bergrennen aufgewachsen“, sagt der aus dem Zielort Umpfenbach stammende Hofer, der jetzt in Miltenberg wohnt. Er gehört zur Garde der jungen Wilden, die mit Enthusiasmus an die Sache herangingen und im Juli 2016 dem MSC Erftal aus der Taufe hoben. Denn die Recken des GAMSC Würzburg waren in die Lebensjahre gekommen und nur noch bedingt in der Lage, die Zukunft der Traditionsverstaltung sicherzustellen. „Die Erftaler werden das schon machen und wenn es nötig wird, sind wir weiter mit Rat und Tat an ihrer Seite“, sagt Peter Thumbeck über seine motorsportlichen Erben. Die MSC-Truppe kann auch auf die Expertise vom Deutschen Tourenwagen-Bergrennrekordmeister Norbert Brenner bauen, der sich sein Ruhestands-Domizil in Eichenbühl gebaut hat. Brenner wird die Rolle des Fahrerverbindungsmanns einnehmen und ist prädestiniert für die Funktion. „Wir wollen noch enger als bislang schon mit den Eichenbühler Vereinen zusammenarbeiten“, betont Steffen Hofer. Denn der MSC Erftal will den ganzen Ort mit seinen Bürgern mitnehmen, damit sich möglichst viele mit dem Bergrennen identifizieren. An der Rennstrecke warten Thumbecks Erben derweil mit einer Innovation auf. Im Bereich des ehemaligen Schuttplatzes baut der MSC Erftal eine neue Tribüne, von der aus die Zuschauer einen guten Blick auf drei Kurven im Sichtdreieck der Schuttplatzkurve. Wer wird Nachfolger von Uwe Lang? – das ist die zentrale Fragestellung für das Rennen, denn der fünfmalige Eichenbühl-Sieger aus Schweinfurt ist heuer nur als Ratgeber seines Sohns Georg Lang (Bild Mitte) in Eichenbühl dabei. Um den Sieg werden unter den 200 Startern vordergründig die Armada der Formel 3-Piloten wie Mathieu Wolpert, Christian Triebstein und Frank Debruyne (Dallara NISSAN WS) gegen die Unterfranken Klaus Hoffmann (Bild unten) vom AMC Kitzingen und Sebastian Schmitt vom MSC Rhön in ihren Ex-DTM-Boliden streiten. Aber möglicherweise sticht das Trumpf-Ass von Alexander Hin, denn der Breisgauer, greift erstmals mit einem Reynard Formel 3000 mit einem Drei-Liter-Motor, den er um die Jahreswende in Frankreich von Daniel Allais erworben hatte. Beim letzten DM-Rennen des Jahres werden […]

Boxengeflüster 13/2017: Wussten Sie schon dass…?

16. Dezember 2017

DASS der Britische Bergspezialist Keith Edwards nicht, wie gewohnt die DM-Läufe in Eschdorf, Wolsfeld, Iberg und Osnabrück bestreiten wird. Mit seinem spektakulären Audi S 1 „Ur-Quattro“ wird der beliebte Fahrer aus Nordwestengland im Jahr 2018 bei dem wohl bekanntesten Bergrennen der Welt, dem „Pikes Peak“ in Colorado (USA) an den Start gehen. „Diese einmalige Chance kann und möchte ich mir nicht entgehen lassen“ sagt Edwards, was sicherlich jeder Bergpilot unterschreiben kann. Da wird es auch für die Veranstalter auf dem Kontinent, bei denen Keith Edwards in jedem Jahr mit seinem über 700 PS starken Boliden dabei ist, zu verschmerzen sein, dass er im kommenden Jahr nicht dabei sein kann. Zu wünschen sind Keith Edwards auf jeden Fall unvergessliche Erlebnisse und natürlich ein erfolgreiches Rennen. In 2019 sind auf jeden Fall wieder Einsätze in Deutschland und Luxemburg geplant. DASS der 25-jährige Homburger Daniel Thum Ende November den BMW 316i Compact von Sophia Faulhaber übernommen hat. Mit dem Gruppe G-Serientourenwagen möchte Thum, wie sein verstorbener Vater Elmar Motorsport betreiben. Der erfolgreiche Handballspieler laboriert aktuell an einer schweren Knieverletzung und hofft bis zum Beginn der Motorsportsaison 2018 wieder fit zu sein. Geplant sind neben Leistungsprüfungen auf der Nordschleife, einige Slalomveranstaltungen sowie die Bergrennen Wolsfeld, Homburg und Eichenbühl. Thum wird für den Homburger Automobilclub an den Start gehen. DASS der junge Präsident des MSC Erftal Steffen Hofer kürzlich seine Rennleiterprüfung beim DMSB beendet und bestanden hat. Nun benötigt der Miltenberger  noch einen letzten Anwärtereinsatz im Rahmen einer Motorsportveranstaltung, um seine Rennleiterlizenz ausgehändigt zu bekommen. Somit ist Hofer befähigt bei seinem Heimrennen, dem Finale der Deutschen Bergmeisterschaft 2018 von Eichenbühl, am 08./09. September kommenden Jahres, die Fäden der Rennleitung in Händen zu halten. DASS der amtierende Berg-Europameister Simone Faggioli von der italienischen Fachzeitschrift AutoSprint am ersten Dezember-Dienstag mit dem „Goldenen Helm“ ausgezeichnet wurde. Bei einer Zeremonie im Rahmen der Motor-Show von Bologna erhielt der Florentiner diese Anerkennung für seinen 10. europäischen Titel. Der Norma-Werksfahrer überflügelte mit seinem diesjährigen Titelgewinn in der EBM, seinen legendären Landsmann Mauro Nesti, der zwischen 1975 und 1988 neun Mal die EM-Krone am Berg gewann. DASS im kommenden Jahr die Gemeinde Borgloh, der „Heimatort“ des Int. Osnabrücker Bergrennens seinen 950. Geburtstag feiert. Das ist mehr als Grund genug, dass auch der MSC Osnabrück e.V. als Veranstalter des Int. Osnabrücker Bergrennens seine besondere Verbundenheit zu dem Ort und den Menschen vor Ort dokumentiert. Schließlich war die Veranstaltung im Jahr 1968 aus Anlass der damaligen 900-Jahrfeier überhaupt […]