Kevin Ferner übernimmt Vorsitz der DMSB-Berg AG

19. Februar 2022

Der Heiligenstädter Kevin Ferner hat vor wenigen Tagen die Spitze im DMSB Fachausschuss Bergrennen übernommen und löst damit seinen thüringischen Weggefährten Marcus Malsch an der sportpolitischen Spitze des Deutschen Bergrennsports ab. Marcus Malsch, der Mann von der RSG Altensteiner-Oberland und CDU-Landtagsabgeordnete, war seit dem Jahr 2007 Vorsitzender des seit Januar 2022 wieder zur Arbeitsgemeinschaft Bergrennen (AG-Berg) umbenannten Gremiums des nationalen Motorsport-Dachverbands. Marcus Malsch engagierte sich in den vergangen 15 Jahren in hohem Maße für den deutschen Bergrennsport und wurde auch in die FiA Hill Climb Commission berufen, dazu führte er seinen Heimatverein RSG Altensteiner-Oberland aus dem Nichts zu einem renommierten Veranstalter in der Berg-Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft. Nun musste der 44-jährige gelernte Bankkaufmann Tribut zollen und hat sich zum Jahreswechsel entschieden aufzuhören, weil ihm durch seinen Job in der Politik schlichtweg die Zeit fehlt. Der ebenfalls 44-jährige Kevin Ferner ist seit rund 25 Jahren im Geschäft und trotz seines noch relativ jungen Alters sehr erfahren. Als ehemaliger Rennleiter seines heimischen I-Bergrennens, zwischen 2005 und 2010 aktiver Rennfahrer, Dozent der DMSB-Akademie, FiA-Observer und nicht zuletzt großer Fan des Bergrennsports, übernimmt er in einer schwierigen Phase die Geschicke um den deutschen Bergrennsport, wo die AG-Bergrennen auf Grund der Reformen beim DMSB, wohl nur noch dieses Jahr bestehen wird. Ab 2023 wird die Disziplin dann an einen Delegationsempfänger übergeben. Dieser führt dann unter anderem die Arbeit der AG Bergrennen fort. Das größte Thema auf der „to-do-Liste“ des Kevin Kerner wird in dieser Saison der Performance Faktor sein. „Unser Ziel ist es den PF in 2023 in Deutschland einzuführen“, betont der Eichsfelder. „Vorher gilt es aber den PF nochmals genau zu prüfen und zu validieren – dazu wurde die verpflichtende Angabe des PF mit jeder Nennung für ein Bergrennen, welches zur DBM gehört, für die Saison 2022 eingeführt. Unsere europäischen Nachbarn wie Polen, Slowenien, Tschechien und Österreich sind uns hier schon einen Schritt voraus. Wir stehen in sehr gutem Austausch und können hier und da von den bereits gemachten Erfahrungen der Anderen profitieren. So werden z.B. mit Einführung des PF keine Fahrzeuggruppen „sterben“. Sie bleiben nach wie vor als Grundlage (technisches Reglement) bestehen. In meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt“. Als weiteren Punkt hat sich Ferner die Steigerung des Bekanntheitsgrades von den Bergrennen in Deutschland auf der Agenda geschrieben. Auch sind die Auftritte unter Schwarz-Rot-Gold bei den FiA Hill Climb Masters noch sehr ausbaufähig. „Es gibt hierzu von einigen Aktiven, Insidern und Fans sehr […]

Keine EM-Wertung 2022 – Glasbach-Macher fühlen sich im Stich gelassen

18. Dezember 2021

Erstmals seit 10 Jahren, wird kein stattfindendes deutsches Bergrennen zur FiA Berg-Europameisterschaft zählen. Nach dem Ende des Trierer ADAC Bergrennens im Jahr 2011 und der Aufbauphase des EM-Nachfolgers Glasbachrennen, fühlen sich die Mannen der RSG Altensteiner-Oberland seit geraumer Zeit von den Dachverbänden DMSB und ADAC Hessen-Thüringen im Regen stehen gelassen und haben auf die Beantragung des höchsten FiA-Bergprädikats verzichtet, sodass Merli, Faggioli, Bratschi und Co in 2022 nicht am Rennsteig Station machen werden. Wie es scheint, macht sich eine Gleichgültigkeit gegenüber dem nationalen Bergrennsport in Deutschland breit. In der Coronakriese hat es die noch neun deutschen Bergrennen, bedingt durch ihre Finanzierungsart und die typisch, geografischen Rahmenbedingungen vor Ort, bereits hart getroffen. Auch die Dachverbände lassen den Bergrennsport links liegen. Bestes Beispiel dafür, ist das Dessinteresse des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) am Internationalen FiA Hillclimb Masters im vergangen Oktober. Auch wird die so ursprüngliche Motorsportdisziplin Bergrennen bei der laufenden Gremienreform (alle Fachausschüsse werden sukzessive aufgelöst, Disziplinen werden nach extern delegiert) nicht gut wegkommen. „Funkverkehr“ mit seinem ADAC-Gau, nur in eine Richtung, beklagt die Rennsportgemeinschaft seit eineinhalb Jahren. Ohne eine Unterstützung, gleich in welcher Art und Weise, sieht sich RSG-Macher Marcus Malsch (Foto: Mitte) nicht in der Lage mit seinen Vereinsmitgliederinnen und Mitgliedern ein kostspieliges FiA-Prädikat zu stemmen. „Wir können das Risiko alleine nicht eingehen und haben auch zuerst eine Verantwortung unseres eigenen Vereins gegenüber. Auch die Tatsache, dass die Rennsportgemeinschaft jeden einzelnen der vergangen Monate dafür gekämpft hat, die aus eigenem Engagement in die Bergrennstrecke getätigten Investitionen (Doppelleitplanken, Befestigungen, Verkabelung, Sicherheitsmaßnahmen) für die Zukunft zu sichern und bald wieder zum Einsatz zu bringen, blieb unbeachtet.  Dies trug demotivierend für die Durchführung einer FiA-Veranstaltung in 2022 bei. Durch die bereits vor zwei Jahren tiefgründig analysierte Budgetplanung hinsichtlich der Durchführung eines Internationalen FiA Prädikates und die bis heute ausstehende Entscheidung des ADAC Dachverbandes, wie man diese finanziell und organisatorisch zu stemmende Herausforderung gemeinsam bewältigen kann, hat sich der Vorstand dazu entschlossen das höchste FiA Prädikat für 2022 nicht zu beantragen. Nicht zuletzt die durch die FiA und den DMSB geforderte Terminanmeldung, welche bereits mit einer Sonderfrist versehen war, machten eine Entscheidung schon zum 1. November 2021 notwendig“. Dennoch plant man in Bad Liebenstein und seinem Ortsteil Steinbach auf eine Bergrennveranstaltung am 11./12. Juni 2022 hin. Zu Austragung kommen Wertungsläufe der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup. Erstmals erwartet man am Schloss Altenstein die Garde der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Wegen einer Terminhäufung hat unterdessen […]