Termine 2017 – Luxemburger Bergmeisterschaft

27. November 2016

Schon traditionell präsentiert der Luxemburger Automobilclub (ACL) im Rahmen der Motor-Show auf dem Messegelände Kirchberg die Termine der Luxemburger Motorsport-Meisterschaften, darunter auch die des Championnat du Luxembourg des Courses de Côte, sprich der Bergmeisterschaft des Großherzogtums. Im noch provisorischen Papier finden sich die gleichen acht Bergrennen wie in 2016. 29./30. April 2017 – CdC Abreschviller – St. Quirin (F) 06./07. Mai 2017 – European Hill Race Eschdorf (L) 04./05. Juni 2017 – Wolsfelder AvD Bergrennen (D) 24./25. Juni 2017 – CdC La Broque – Schrimeck (F) 15./16. Juli 2017 – Homburger ADAC Bergrennen (D) 05./06. August 2017 – Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 19./20. August 2017 – CdC St. Ursanne – Les Rangiers (CH) 09./10. September 2017 – CdC Turckheim – 3 Epris (F)

Luxemburger Autosport-Legende Nicolas Koob verstorben

28. Oktober 2016

Der Luxemburger Automobilsport ist in Trauer. In der Nacht zum Samstag, den 22. Oktober 2016, verstarb im Alter von 86 Jahren Nicolas Koob. Im Volksmund „Kuebe Néckel“ genannt, darf er als einer der größten Luxemburger Rennfahrer bezeichnet werden. Aufgrund seiner Erfolge im In-, und vor allem im Ausland, war der am 26. Juli 1930 im luxemburgischen Bettborn geborene Koob äußerst populär. Seine zahlreichen Erfolge feierte der frühere Busunternehmer und Diskothekenbetreiber auf der Rundstrecke sowie bei Rallyes und Bergrennen. 1970  wurde er zum Luxemburger Sportler des Jahres gewählt, und anlässlich des Jahrtausendwende verlieh ihm die Sportkommission des Luxemburger Automobil Club (ACL) den Titel des Luxemburger Automobilsportlers des Jahrhunderts. Mit dem Motorsport kam er spät in Berührung. 1957 erwarb er einen Triumph TR3, mit dem er bei nationalen Rallyes an den Start ging. Sein erstes Bergrennen absolvierte er 1958 in Bourscheid (L). International zum ersten Mal in Erscheinung trat er 1962, als er beim 1000-km-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings am Start war. Gemeinsam mit dem Deutschen Bruno Rente fuhr er einen Porsche 718 GTR, schied jedoch durch Defekt aus. Bis Mitte der 1970er-Jahre bestritt er vor allem Langstreckenrennen. Er war mehrmals beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Fahrer und Teamchef einer kleinen Rennmannschaft gemeldet. In Spa war seine beste Platzierung der sechste Gesamtrang 1967 und in Le Mans der siebte Platz 1970, gemeinsam mit Erwin Kremer im Porsche 911. In den 1970er-Jahren war er auch als Rallyefahrer aktiv. 1976 und 1977 kam er, jeweils als Neunter, unter die ersten zehn der Schlusswertung der Rallye Monte Carlo. 1990, im Alter von 60 Jahren, ging er in Spa noch einmal an den Start, fiel aber vorzeitig aus. von Jean-Marie Resch / Thomas Bubel Foto oben: Henri Schwirtz

Luxemburger Bergmeisterschaft 2016 – Ein Hoch auf David und Canio

14. Oktober 2016

Der Motorsportsommer war lang und für die Luxemburger Bergspezialisten mit den Rennen in Homburg (D), Osnabrück (D), St. Ursanne Les Rangiers (CH) und Turckheim (F) vielseitig bestückt. Neue Bergmeister wurden schließlich David Hauser (Dallara GP2) und Canio Marchione (VW Scirocco 16V). Richtig gut begannen die Sommerferien für David Hauser, der sich beim Homburger ADAC Bergrennen durchsetzte und gleich im ersten Rennlauf den Streckenrekord auf 1.05,404 gegenüber dem bisherigen Rekord 1.06,914 des Luxemburgers Guy Demuth im Osella FA 30 aus dem Jahre 2013 verbesserte. Für den Wormeldinger war es der dritte Gesamtsieg in Folge nach jenen in Eschdorf (L) und Wolsfeld (D). Ein schönes Geburtstagsgeschenk für Vater und Teamchef Christian Hauser, der im Saarland seinen 59. feierte. Mit seinem hervorragenden 2. Platz hinter dem achtfachen Europa-Bergmeister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und vor dessen italienischen Landsmann Christian Merli (Osella-RPE FA 30 Evo) bei der Berg-EM in St. Ursanne Les Rangiers sicherte sich David Hauser im Dallara GP2-Mecachrome V8 4L nach 2013 bereits vorzeitig seinen zweiten Titel als Luxemburger Bergmeister. In Turckheim/Trois Epis nahe Colmar im Elsass (Frankreich) trat der 26-jährige zwar an den Start, tauchte aber nicht in der Wertung auf. “Ich bin also definitiv für die 2. Ausgabe des FIA Hill Climb Masters qualifiziert, die am 8./9. Oktober im tschechischen Sternberk stattfindet. Mit dem Ergebnis meiner Saison kann ich natürlich sehr zufrieden sein und ich freue mich sehr über den Titelgewinn in meiner Lieblingsdisziplin“, soweit David Hauser. Seine Karriere in Stichworten: Nach sechs Saisons auf der Rundstrecke, die ihn vom belgischen Formel Renault 1600-Championnat (zwischen 2004 bis 2006 mit vor allem einigen Podiumsplätzen und dem 6. Tabellenschlussrang 2005) über sporadische Einsätze in der Formel X Sport (ein vierter Platz am Nürburgring 2004 im zarten Alter von 14 Jahren) bis zum deutschen Formel 3 Cup (2007 bis 2009, mit einem sechsten Platz in der Rookie-Wertung 2008) führten, ist der Sohn von Christian Hauser auf den Geschmack jener Motorsportdisziplin gekommen, in der einst sein Vater große Erfolge feierte und diese Serie setzt er nun fort. Auf dem Meisterpodium finden wir derweil in der Kategorie der Tourenwagen mit Canio Marchione ein neues Gesicht. Bis zum Finale in Turckheim lieferte er sich mit Charel Valentiny und Nico Schilling einen harten Kampf um den Titel, den er dank seines besseren Chronos im Elsaß gegenüber Charel Valentiny für sich entschied. „Tout a fonctioner pour le mieu, je descends le record de la piste en catégorie […]

Masters: Goldmedaillen gehen an Faggioli, Moran und Peruggini

10. Oktober 2016

Nachdem sie bereits im Training die besten Zeiten erreicht hatten, bestätigten der Italiener Simone Faggioli (Norma M20 FC Zytek V8, Kategorie 2), der Brite Scott Moran (Gould GR61X, Kategorie 3) und der Italiener Lucio Peruggini (Ferrari 458 Italia GT3, Kategorie 1) auch im sonntäglichen Rennen ihre Überlegenheit. Sie holten damit die drei beim Hillclimb Masters vorgesehenen Goldmedaillen. Bei der sehr gelungenen zweiten Auflage im tschechischen Šternberk ging die Slowakei als Gewinner des Nationencups hervor, überdies siegte der Italiener Andrea Bormolini (Osella) bei den Junioren (U25), und die Französin Martine Hubert (Norma M20 BMW 3.0) schwang in der Damenwertung obenaus. Am Ende der zweiten Auflage des FIA Hillclimb Masters ist Simone Faggioli überglücklich: «Diesen Sieg wollte ich mir nicht entgehen lassen!». Obwohl neunfacher Europameister und eine lebende Legende im Bergrennsport, ist es ihm erst jetzt gelungen, seine erste Goldmedaille in diesem Wettbewerb zu erobern. «Vor zwei Jahren in Eschdorf musste ich mich mit Silber begnügen. Für diese Niederlage wollte ich mich unbedingt revanchieren, und dieser Sieg war mein erklärtes Ziel. Der Kampf gegen Christian Merli war toll, musste ich doch meine letzten Reserven mobilisieren. Dieses Rennen ist einzigartig, sowohl durch seinen Status als auch durch seine Aura. Alles entscheidet sich an einem einzigen Tag und auf einem relativ kurzen Parcours, wo man jeden Fehler auf der Uhr teuer bezahlt. Der Druck war also groß, aber alles hat bestens geklappt, und ich bin überglücklich, dass ich die Tagesbestzeit aller Kategorien erzielen konnte. Europameister, italienischer Meister und nun noch die Goldmedaille beim Masters, besser hätte meine Saison 2016 nicht verlaufen können!» Einmal mehr musste sich Christian Merli mit dem zweiten Platz begnügen. Dabei hatte er sich mit seinem Osella FA30 Evo-Fortech bis zuletzt nach Kräften gewehrt. Nach dem zweiten Lauf nur knapp eine halbe Sekunde hinter seinem ewigen Rivalen, wollte er im dritten Versuch nochmals alles auf eine Karte setzen, doch kurz vor dem letzten Lauf begann es leicht zu regnen, sodass die letzten Kurven vor dem Ziel feucht waren. So fuhr Merli absichtlich langsam die Strecke hoch, um auf Faggioli zu warten, und die beiden überquerten nebeneinander das Ziel. Ein sympathisches Bild und Ausdruck der kollegialen Atmosphäre, die beim Masters 2016 geherrscht hat. Diese wenigen Regentropfen verhinderten aber eine Top-Platzierung der Italiener im Nationen Cup. Hinter den beiden Aushängeschildern der Europameisterschaft holte schließlich Sébastien Petit (Norma M20FC-Mugen V8) die Bronzemedaille, was den Franzosen umso mehr freute, weil er am Samstag nach technischen Problemen (Ölpumpe) am […]

Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Warum David Hauser nicht beim FIA Hill Climb Masters starten wird

30. September 2016

Am Wochenende des 8./9. Oktober findet im tschechischen Sternberk die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters statt, das grobe Stelldichein der besten Fahrer aus der Bergeuropameisterschaft und den nationalen Landesmeisterschaften Europas. Nachdem er vor zwei Jahren bei der Erstauflage im luxemburgischen Eschdorf hinter dem Schweizer Eric Berguerand und dem Italiener Simone Faggioli die Bronzemedaille der Kategorie 2 (FIA-Rennsportfahrzeuge) sowie den Sieg in der U25-Wertung davongetragen hatte, war es David Hausers erklärtes Saisonziel 2016, sich für das Masters zu qualifizieren und dort erneut zu zeigen, dass er zu den besten europäischen Fahrern dieser Motorsportdisziplin zählt. «Dieses Jahr hatten wir uns für eine Übergangssaison entschieden, indem wir an der Luxemburger Bergmeisterschaft teilnahmen, dem einzigen Championnat, wo wir mit unserem GP2 und seinem Original-4-Liter-Motor fahren konnten. In Erwartung der zukünftigen Ausrichtung der FIA-Reglements für die Berg-Europameisterschaft wollten wir dem Publikum und uns selber eine Freude bereiten indem wir mit dem GP2 ein spektakuläres und absolut fabelhaftes Fahrzeug an den Start brachten. Die Wahl unserer nationalen Bergmeisterschaft hatte zum Hauptziel die Qualifikation für das FIA Masters in Sternberk / Ecce Homo im Oktober: da der 4-Liter-Motor weder in der Europameisterschaft noch im FIA-Bergpokal zugelassen ist, war die einzige Möglichkeit, sich über eine nationale Landesmeisterschaft zu qualifizieren», erklärt der Fahrer von Racing Experience. Stellte die Qualifikation mit dem Gewinn seines zweiten Luxemburger Bergmeistertitel nach 2013 kein Problem dar, so musste der Fahrer des Dallara GP2 sich dennoch schlussendlich schweren Herzens dazu durchringen, auf die Anreise nach Tschechien zu verzichten, da er dort keine Möglichkeit gehabt hätte, unter mehr oder weniger gerechten Voraussetzungen gegen seine Gegner aus der Kategorie 3 «Open» zu kämpfen, die den Fahrzeugen vorbehalten ist, welche einem nationalen Reglement entsprechen. Verlangt doch das Luxemburger Reglement vom Dallara GP2 ein Mindestgewicht von 700 kg (ohne Fahrer an Bord), während beispielsweise das französische Reglement ein Mindestgewicht von 685 kg (mit Fahrer an Bord) für die Fahrzeuge der französischen «CNplus 4 Liter»-Sportwagen vorsieht, vor allem aber das britische Reglement absolut KEIN Mindestgewicht bei gleichzeitig freiem Hubraum vorschreibt, was es den Formelwagen der besten britischen Fahrer erlaubt, weniger als 500 kg bei zum Teil mehr PS als der GP2 auf die Waage zu bringen. Konkret wurde dem roten GP2 statt seines Standardgewichts von 620 kg (688 kg mit dem Fahrer, wie es das Reglement der GP2series auf der Rundstrecke vorschreibt, wo Davids Fahrzeug herstammt) also 80 kg Zusatzballast vorgeschrieben, um an der Luxemburger Bergmeisterschaft teilnehmen zu können, […]

Canio Marchione Luxemburger Bergmeister 2016 bei den Tourenwagen

17. September 2016

Gleich in der ersten vollen Saison mit dem ex-Paulitsch VW Scirocco 16V aus dem Deutschen KW Berg-Cup gelang Canio Marchione das Kunststück die Tourenwagen-Berg-Meisterschaft des Großherzogtums einzufahren. Der Garagist und KfZ-Meister mit italienischen Wurzeln, machte beim letzten Lauf der Luxemburger Bergmeisterschaft 2016, am ersten September-Wochenende im elsässischen Turckheim alles klar und sicherte sich mit 432,1 Punkten seinen ersten nationalen Titel. Kollege David Hauser, der sich mit seinem Dallara GP2 nach dem ersten Rennlauf von Turckheim zurück gezogen hatte, stand bereits zuvor als neuer Luxemburger Champion bei den Rennwagen fest. Das Schilling Performance Team, dass mit Nico Schilling noch im Vorjahr den Meister stellte, wurde in diesem Jahr häufig von Defektteufel heimgesucht, so wie auch beim Finalrennen in Frankreich.  Vater und Sohn, Nico und Cedric Schilling mussten ihre Fahrzeuge nach den Trainingssitzungen mit technischen Problemen abstellen. Mit einem Rückstand von 14,8 Punkten konnte Charel Valentiny im Subaru Impreza WRX noch die Ehre des Schilling Performance Teams mit der Vize-Meisterschaft retten, vor Team-Chef Nico Schilling mit 381 Zählern. Das geschlagenen Feld führt Alfa-Pilotin Sandra Becker mit 337,7 Punkten an, vor Mitsubishi-Treter Cedric Schilling (266,8 Punkte) und Ivana Becker, die wegen ihrer weiteren Einsätze als Rallye-Co-Pilotin an der Seite ihres Ehemanns Pascal Becker, nicht an allen Bergläufen teilnehmen konnte.

St. Ursanne: David Hauser Zweiter beim EM-Lauf in der Schweiz und somit Luxemburger Meister

23. August 2016

Mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem achtfachen Europa-Bergmeister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und vor dessen italienischen Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo) beim Berg-EM-Lauf in St Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz sicherte sich David Hauser im Dallara GP2-Mecachrome V8 4L an diesem Wochenende nach 2013 seinen zweiten Titel als Luxemburger Bergmeister. Beim letzten Meisterschaftslauf am Wochenende des 3./4. September in Turckheim/Trois Epis nahe Colmar im Elsass (Frankreich) kann der 26-jährige Wormeldinger rein rechnerisch nicht mehr in der Punktetabelle eingeholt werden. “Ich bin somit also definitiv für die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters qualifiziert, die am 8./9. Oktober im tschechischen Sternberk stattfinden werden. Mit dem Ergebnis dieses Wochenendes bin ich natürlich sehr zufrieden, obschon ich bedaure, dass Christian Merli im ersten Rennlauf von einer kurzen Regenschauer im unteren Streckenbereich eingebremst wurde, im Gegensatz zu Simone und mir, die unseren ersten Lauf bereits auf komplett trockener Strecke hinter uns hatten. Vor allem aber bin ich erleichtert, dass Joël Volluz bei seinem schlimmen Abflug im zweiten Lauf unverletzt blieb. Nun freue ich mich darauf, mich in Turckheim wieder mit den französischen Topfahrern messen zu können und mich danach bestmöglich auf das Masters vorzubereiten, das nach wie vor mein Hauptsaisonobjektiv darstellt.” Text: Patrick Weber

Hauser und der Dallara GP2 zurück in St Ursanne-Les Rangiers

16. August 2016

Das Onboard-Video seines dritten Rennlaufs in St Ursanne-Les Rangiers 2013 ging um die Welt : fast 1,15 Millionen Motorsportfans haben es sich auf youtube angeschaut, hunderte von auf Motorsport spezialisierte Internetseiten in Europa, Südamerika, ja sogar Australien haben das Video veröffentlicht, kurzum: David Hauser, der Dallara GP2 und der Schweizer Berg-EM-Lauf sind auf ewig eng miteinander verknüpft. Ein 4. Platz beim ersten Start 2012, dann der 3. Platz 2013 dank insbesondere dieses herausragenden Laufs in 1.45,7 Minuten auf einer noch rutschigen Piste, nachdem ein Teilnehmer nach einem leichten Ausrutscher auf zwei Dritteln der Strecke Öl vergossen hatte, sind die äuβerst positive Bilanz der beiden Teilnahmen des Luxemburgers im GP2, Ergebnisse, die Hauser anschlieβend im Wolf GB08F1 mit Platz 3 im Jahr 2014 zuerst bestätigte, dann sogar im Vorjahr noch mit dem 2. Gesamtrang toppen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 180 km/h trotz stehenden Starts und drei engen Haarnadelkurven im oberen Streckenbereich ist St Ursanne das schnellste Bergrennen im Terminkalender. Ein Rennen, vor dem wir alle einen Höllenrespekt haben, das uns aber gleichzeitig enorme Adrenalinschübe beschert, ein echtes Glücksgefühl.” Dieses Wochenende nun kehren David Hauser und sein Dallara GP2 – inzwischen vom Original-Mecachrome 4L V8-Motor mit etwas mehr als 600 PS angetrieben – also ins Schweizer Jura zurück, zählt das Rennen auf der 5,180 km langen Strecke mit einer Durchschnittssteigung von 10,8 % doch nicht nur zur Europabergmeisterschaft und zur Schweizer Bergmeisterschaft, sondern auch jener des GroβHerzogtum Luxemburgs. Für den Racing Experience-Fahrer gibt es somite in Wiedersehen mit den Stars der Berg-EM, welchen er während seiner EM-Saison 2015 regelmäβig begegnet war, allen voran der achtfache Europameister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und dessen italienischer Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo), welche sich dieses Jahr einen extrem spannenden Kampf um die EM-Krone in der Kategorie der Rennfahrzeuge liefern, aber auch der junge Schweizer Joël Volluz (Osella-Judd Fa30), den Hauser vergangenen Mai in Eschdorf/Lux knapp bezwungen hatte. Unter den Anwärtern auf die vorderen Gesamtränge gilt es auch den jungen Italiener Paride Macario (Osella-Zytek Fa30), dessen Landsmann Fausto Bormolini (Reynard K02 F3000), die Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd F3000), Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50 F3000) oder noch Marcel Steiner (LobArt-Mugen LA01) zu beachten. Es versteht sich von selbst, dass es David Hauser nach seinen drei Gesamtsiegen in Folge in Eschdorf (Luxemburg), Wolsfeld und Homburg (D) diesmal ungleich schwerer haben wird, einen weiteren Sieg zu erkämpfen, wobei ein Podestplatz ohnehin hier bereits die bisherigen Saisonsiege in den Schatten stellen würde: “Ziel […]

David Hauser wird beim Osnabrücker Bergrennen fehlen

4. August 2016

Nach einem 3. und einem 4. Platz sowie zwei Klassensiegen in den zwei Rennen im April am Hockenheimring (Deutschland) findet Gary Hauser am kommenden Wochenende zurück ins Cockpit seines Dallara GP2 im Rahmen der BOSS GP-Rennserie. Die Veranstalter des “Gamma Racing Day” in Assen (rund 30 km von Groningen) rechnen mit knapp 100.000 Zuschauern entlang der 4,555 km langen Strecke, welche vor allem durch den alljährlichen Auftritt der Moto GP bekannt ist. Ein gemischtes Programm aus Auto-, Motorrad- und sogar Superkart-Rennen sowie freier Eintritt sind die Garanten dieses Publikumserfolgs, wobei die BOSS GP mit ihren “fetten”, aus der Formel 1, der GP2 oder auch den World Series by Nissan bzw. Renault stammenden Monoposti zu den absoluten Höhepunkten im Programm zählen. “Da unser britischer Kunde Stuart Wiltshire das Rennmeeting in Assen ohehin fest eingeplant hatte und wir aus logistischen Gründen am gleichen Wochenende nicht zwei Autos an zwei verschiedenen Orten einsetzen konnten, zumal die GP2-Fahrzeuge recht kompliziert zu betreuen sind, mussten wir schweren Herzens auf Davids Teilnahme beim Bergrennen Osnabrück verzichten, das ebenfalls dieses Wochenende stattfinden wird”, erklärt Teamchef Christian Hauser. “Nachdem die Rennen der BOSS GP am Nürburgring, bei denen Gary ursprünglich starten sollte, kurzfristig abgesagt werden mussten, profitieren wir so nun in Assen von der Gelegenheit, Gary nach Hockenheim doch noch einen zweiten Saisonstart zu ermöglichen.” Vor eigenem Publikum schlüpfen die Niederländer Klaas Zwart (Jaguar RS Cosworth V10 3L) und Frits Van Eerd (Minardi Cosworth V10 3L) in die Favoritenrolle, wobei sich zu diesen beiden ehemaligen Formel 1-Fahrzeugen noch jene des Österreichers Ingo Gerstl (Toro Rosso Cosworth V10 3L) und des Deutschen Hand Laub (Forti Judd V10 4L) gesellen, während der Österreicher Peter Milavec einmal mehr auf seinen nicht minder spektakulären Panos ChampCar mit 4,2L-V10-Judd-Motor vertraut. Doch auf diesem recht kniffligen Kurs mit seinen 17 Kurven können auch die Fahrer der PS-schwächeren « Formula »-Klasse ein Wörtchen mitreden. Gary Hauser und sein Dallara GP2 V8 4L treffen hier auf nicht weniger als 11 weitere GP2-Fahrzeuge, die beiden Panoz 4.2 V12 aus der ehemaligen « Superleage Formula » der beiden Franzosen Gilles und Christopher Brenier, drei Lola 3.4 V8 aus der « Auto GP »-Rennserie, zwei Dallara 3.5 V6 « World Series », sowie ein F300-Fahrzeug. Das Qualifying findet am Samstag um 13.35 Uhr statt, gefolgt vom ersten Rennen um 18.15 Uhr. Das zweite Rennen der BOSS GP steht dann am Sonntag ab 13.50 Uhr auf dem Programm.

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