Wieder reichlich Bergmonster zum Jubiläum in Eschdorf

28. April 2018

Seit 2004, also nunmehr 14 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 DPII die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird auf eine ganze Meute von hochmotivierten Gegnern treffen, deren Fahrzeuge ebenfalls weit über 600 und teilweise sogar 700 PS leisten. Nennen wir beispielsweise den Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der im Vorjahr bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb. Oder auch und ganz besonders dessen Landsmann Ronnie Bratschi, zweifacher Sieger des Internationalen FIA-Bergpokals 2015 und 2016, der im Laufe der vergangenen Monate einen komplett neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO mit spektakulärer Aerodynamik aufgebaut hat. Oder Thomas Kessler als dritten schnellen Eidgenossen im Bunde, der im Mitsubishi Lancer bei der verregneten 2015-Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens den ausgezeichneten 7. Gesamtrang belegt hatte. Aus Frankreich möchten der sechsfache Tourenwagen-Bergmeister 2010, 2012-2016 Nicolas Werver im wunderschönen, knallgelben Porsche 997 GT2, Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter-Frey im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor oder noch die aus den Vogesen anreisenden Gebrüder Yannick (zweifacher Vize-Bergmeister 2011 und 2012) und Christophe Poinsignon (BMW M3 E92 bzw. Simca CG Turbo) das Feld der „Autos mit Dach“ ordentlich aufmischen, genau wie der zweifache deutsche Bergmeister 2002 und 2010 Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) sowie der mehrfache KW Berg-Cup-Gesamtsieger Holger Hovemann im bulligen Opel Kadett C Coupé mit 5.7 Liter-V8-Motor. Aus eidgenössischer Sicht gilt es neben den bereits erwähnten Bratschi, Nüssli und Kessler natürlich auch den Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 Frédéric Neff im Porsche 997 GT-R, René Ruch, treuer Eschdorf-Gast im Ferrari F355 GT, den sehr schnellen Michel Zemp im Seat Leon TCR Mk3, sowie die beiden Mitsubishi Lancer von Arnaud Murcia und Cédric Milliquet zu beachten. Nicht zu vergessen der belgische Bergmeister 2017 Martin Bach, dessen knallgelber Mitsubishi als Ur-„Bergmonster“ diese Bezeichnung einst ins Leben rief. Oder noch die Luxemburger Mannschaft Schilling Performance mit dem Bergmeister 2015 Nico Schilling und Vize-Bergmeister 2016 und 2017 Charles Valentiny (beide Subaru Impreza WRX STi) sowie Cédric Schilling im neu aufgebauten Mitsubishi Lancer, der belgische Bergmeister 2014 und 2016 Stéphane Emond (BMW M3 3.2L) sowie der Lamera Cup mit Ford Focus RS-Motor des Luxemburgers Gilles Bruckner. Im Feld der insgesamt 6 Porsche sei auch noch der Cayman Cup […]

Topfeld zum Eschdorf-Jubiläum mit 190 Fahrzeugen am Start

24. April 2018

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20 BMW. Knapp 30 Jahre später organisiert die Union des Pilotes nun am Wochenende des 5./6. Mai zum 30. Mal ihr traditionelles «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und dem NSU-Bergpokal. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit zwei Jahren über neuen Belag verfügt. Nach sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 konnte sich Sébastien Petit im Vorjahr endlich den französischen Bergmeistertitel sichern. Die Saison 2018 begann er mit einem wahren Highlight, als er am Col St Pierre (F) zum Auftakt der Berg-EM seit langen Jahren der erste Fahrer war, der die Phalanx der italienischen Bergtenöre schlagen konnte. In Eschdorf nun möchte Petit im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 diesmal nach zwei Jahren Abwesenheit erstmals zum Sieg fahren. Der Eschdorf-Sieger 2013, vierfache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012 und 2017 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits konnte am österreichischen Rechberg beim zweiten EM-Lauf Platz 3 direkt vor Seb Petit belegen, sein LobArt-Mugen Honda scheint nun ausgereift, um ganz vorne mitzufahren. Ob wohl nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 vielleicht nun dieses Jahr auch für Marcel zum zweiten Mal in Eschdorf […]

Bergrenntesttag auf dem Rennkurs von Chambley

13. März 2018

Bereits zum neunten Mal in Folge findet am Wochenende vor Ostern, auf dem ehemaligen Flugfeld mit der Teststrecke im ostfranzösischen Chambley  das „Printemps des Montagnards“, also das „Frühlingserwachen der Bergrennfahrer“ statt. Auf dem 3,3 km langen Rundkurs in der Nähe von Metz (rund 100 km westlich von Saarbrücken) treffen sich am Sonntag, den 25. März 2018  viele Teams aus der Französischen Bergmeisterschaft zu ersten Test- und Einstellfahrten vor der bald bevorstehenden Saison 2018. Einige Deutsche Fahrer werden ebenfalls vor Ort sein – das ist bereits sicher. Der Veranstalter Francis MAILLET Competition hält auf und neben dem Circuit de Chambley einige Annehmlichkeiten bereit. Es gibt befestigte Stellplätze für Sattelauflieger, Parkplätze für Wohnmobile und Anhänger, Duschen und Toiletten im riesigen Hangar. Dazu Arbeitsräume und die Rezeption. Die Begrüßung steht bereits am Samstagnachmittag ab 17 Uhr auf dem Programm. Um 20 Uhr wird ein Abendessen mit Aperitif gereicht, dass für die Teilnehmer inklusive ist (20€ für jede weitere Person). Die ersten Sitzungen auf der Rennstrecke beginnen am Sonntagmorgen um 10 Uhr, bis zur Mittagspause um 12 Uhr. Der zweite Block startet zwischen 14 und 17 Uhr. Unterteilt sind die Blöcke jeweils in 30 minütige Stints, abwechselnd für Touren- und Rennsportfahrzeuge. Das Nenngeld beträgt 200€. Anmeldung sind bis 22. März möglich unter eMail: asa-chambley@orange.fr, oder telefonisch unter +33 (0)6.72.32.60.97 oder +33 (0)6.79.05.36.47. Anmeldeformulare und weitere Infos unter www.asachambley.com/events.php Ein weiterer Testtag in der Region „Saar-Lor-Lux“ findet am Samstag, den 24. März 2018 auf dem Circuit Goodyear im Herzen Luxemburgs statt. Veranstalter ist der High Speed Racing Club Luxembourg. Startberechtigt sind ebenfalls Touren- und Rennsportfahrzeuge. Infos und Anmeldung bei Tessy Wahl eMail: tessy.wahl@hsrcl.lu

Luxemburger First Lady Sandra Becker

15. Februar 2018

Der Damenpokal im Luxemburger Motorsport geht diese Saison an Sandra Becker, die sich mit Ivana Huber-Becker und Tanja Flammang einen interessanten Dreikampf um die Meisterschaft bei den Frauen geliefert hat. Seit 2010 ist Sandra Becker aktiv im Rennsport tätig und konnte sich beispielsweise schon 2015 den Titel bei den Frauen sichern. Das vergangene Jahr „duellierten“ sie sich mit Ivana Huber-Becker, die sie vor allem aufgrund ihrer besseren Slalomresultate besiegen konnte. Der Damenpokal setzt sich aus den Disziplinen Slalom, Rallye und Bergrennen zusammen, wobei keine der drei jungen Frauen an einer Rallye teilnahm. Sandra Becker hatte sich von Beginn der Saison 2017 mit dem Renault Clio 2 Cup ein neues Auto zugelegt, und so betrachtete sie eigentlich die abgelaufene Saison als Lehrjahr, um sich mit ihrem neuen Untersatz vertraut zu machen. Die „Coupe des Dames“ spielte anfangs in ihren Plänen gar keine Rolle und erst im Verlauf der verschiedenen Rennen merkte sie, dass ein erneuter Titelgewinn in greifbarer Nähe gerückt war. „Dadurch, dass ich den Clio 2 Cup gekauft hatte, war mir bewusst, dass ich in der Gruppe E1 bis  2 Liter kommen würde, die immer sehr stark besetzt ist. Die Ivana und ich sind auf zwei ganz verschiedenen Autos dieses Jahr gefahren, was dann schwierig zu vergleichen ist“, bemerkt die junge Erzieherin aus Ösling der Luxemburger AutoRevue gegenüber. Ihren Alfa Romeo 147 setzte sie zwar noch gelegentlich bei Slalomrennen ein, aber ihr Hauptaugenmerk lag auf dem Kennenlernen ihres neuen Geräts. Das gelang so gut, dass sie immer zufriedener mit ihren Resultaten und den erzielten Zeiten bei den Bergrennen wurde. Ihre anfängliche Befürchtung, dass sie mit dem Clio nicht so gut zurecht käme, sollte sich schnell verflüchtigen, und nach einem Wechsel der Reifenmarke nach dem Hillrace von Eschdorf konnte sie ihre persönlichen Bestzeiten am Berg gegenüber dem Alfa wesentlich verbessern und dies vor allem auf den technischen Strecken wie in Wolsfeld und Turckheim. Das bereitete ihr eine Riesenfreude und motiviert sie zusätzlich für die neue Saison 2018, wo Sandra wiederum an den Start gehen wird. Neben dem Konkurrenzkampf mit anderen Piloten freut sie sich zudem auf die neue Bergrennstrecke im Kalender der Luxemburger Bergmeisterschaft beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen (09./10. Juni), der längsten Bergrennstrecke Deutschlands, wo sich die Luxemburger Rennfahrer an einer gänzlich unbekannten Strecke beweisen können. Zusammen mit ihrem Partner, dem Formel-Renault-Pilot Daniel Donkels bildet sie auch 2018 das SADA Racing Team. Text: Roland Baumann

Werkstatt-Report #29: BMW-Cabrio mit GFK-Außenhaut

3. Februar 2018

Viel Arbeit in seiner Werkstatt in Luxemburg-Stadt hatte und hat aktuell Canio Marchione. Nach einer sehr erfolgreichen Saison 2017 mit dem erneuten Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Tourenwagen und Rang vier in der E1-Division des FiA Hillclimb Cup auf dem VW Minichberger Scirocco, wurde dieser an KW Berg-Cup Altmeister Franz Weissdorn verkauft und für 2018 ein neues Projekt gestartet. Dabei wurde Canio bereits Ende November 2017 in der Schweiz fündig, wo er von Martin Bürki den Ex-Rottenberger/Weidinger BMW 318i E36 STW übernehmen konnte. Eine erste Testfahrt mit dem ehemaligen Meisterauto verlief ein paar Tage später durchaus positiv. Jedoch wird der BMW 2018 nicht nur optisch in neuem Gewand an den Start rollen. Im Dezember wurde praktisch die komplette Blech-Außenhaut des BMW abgetrennt und durch eigens angefertigte GFK-Teile ersetzt. Ziel war es weiter das Fahrzeuggewicht herunter zu schrauben. Mittlerweile sind diese Arbeiten abgeschlossen und Canio berichtete bei einem Gespräch mit „Bergrennen in Deutschland“ am Abend der Meisterschaftsgala des Luxemburger Automobilclubs am 20. Januar in Bad Mondorf von einem aktuellen Fahrzeuggewicht von 820 kg, also rund 30 kg weniger als zuvor. Vor wenigen Tagen wurde die Karosse in Marchiones Hausfarbe Rot lackiert. Weiter steht die Installation einer neuen Elektronik auf der Tod-Do-Liste sowie das montieren einer modernen Paddle Shirt-Lenkradschaltung. Die Saisonplanung sieht die Titelverteidigung in der Luxemburger Bergmeisterschaft vor. Dazu sucht Maschione erneut seine Chance im FiA Hillclimb Cup. Nach den ersten Rennen wird man Bilanz ziehen und je nach Tabellenstand weiter am Ball bleiben oder nicht.

Boxengeflüster 01/2018: Wussten Sie schon dass…?

27. Januar 2018

DASS an den beiden ersten Januar-Wochenenden die Theatergruppe Eichenbühl wieder ihren großen Auftritt hatte. Unweit der bekannten Bergrennstrecke am Umpfenbacher Berg, wurden im Pfarrheim fünf Abendvorstellungen der Verwechselungskomödie „Alles neu, macht der Mai“, mit jeweils immer ausverkauften 185 Sitzplätzen, plus eine Kindervorstellung gegeben. Unter den Schauspielern und Gästen der Premierenvorstellung waren zahlreiche aktive Bergrennrennfahrer und Organisatoren des Eichenbühler Bergrennens. Bei diesem Dreiakter über 110 Minuten standen die KW Berg-Cup Piloten Nils Abb und Stefan Winkler sowie die Helferin beim Bergrennen Verena Ballweg auf der Bühne. Im illustren Publikum sah man diesmal so viele Aktive wie noch nie, mit Sophia Faulhaber, Stefan Faulhaber, Dino Gebhard, Thomas Kohler, Armin Ebenhöh, Silvia Ebenhöh, Markus Hülsmann, Frank Lohmann, Jörg Völker und Roland Christall samt Begleitungen sowie zahlreiche MSC Erftal-Mitglieder, darunter Steffen Hofer mit Anke Bodenmüller. DASS der Rallye DM-Pilot René Mandel, Enkel des unvergessenen „Berglöwen“ Herbert Stenger, am kommenden ersten Februar-Wochenende erneut beim Race of Champions, das diesmal in Riad in Saudi Arabien stattfindet, im Einsatz ist. Zwar „noch“ nicht als Protagonist hinter dem Steuer, sondern mit Johnny Hakvoort von Fast & Speed als Betreuer und Mechaniker für die wieder zum Einsatz kommenden Buggys. Wer bei der TV-Übertragung genau aufpasst könnte René bei der Startaufstellung kurz zu Gesicht bekommen. Unterdessen ist Mandels Paket für die Rallye DM 2018 derzeit noch nicht fertig geschnürt. Zur Disposition stehen Einsätze in der R5-Klasse mit Hyundai oder Skoda. DASS auch die Sprösslinge der Bergrennfahrer im vergangen Jahr zu Erfolgen kamen. Einer aus dieser Spezies ist Bastian Voss, der 16-jährige Sohn von Formel-Renault Pilot Andreas Voss. Im VW Golf GTI, Baujahr 1993, mit dem Andreas Voss vor 31 Jahren seine Motorsportkariere in Ostwestfalen-Lippe begann, gewann Voss Junior die Newcomer Meisterschaft im Club-Slalom in OWL. Nach längerer Standzeit wurde der goldfarbene Golf von Tuner Misczyk unter die Fittiche genommen und optimal vorbereitet. Und auch Clarie Schönborn, die 18-jährige Tochter von Berg-Cup Pilot Rainer Schönborn fuhr in der Saison 2017 unter die Top-15 im Deutschen Junioren Slalomsport und war dabei bestes Mädchen. DASS die Formel 1-Teamchef-Legende Peter Sauber am ersten Juni-Wochenende diesen Jahres bei der zweiten Auflage des Kerenzerbergrennens an den Start gehen wird. Mit welchem Fahrzeug er an dieser Demonstrationsveranstaltung teilnimmt, lässt er noch offen. Nach 2015 wird dieses Revival, das rund 60 km südöstlich von Zürich zu finden ist, zum zweiten Mal veranstaltet. Von 1967 bis 1970 zählte das Kerenzerbergrennen im Kanton Glarus zu den beliebtesten nationalen Bergrennen der […]

Gala-Abend mit Luxemburger Bergmeisterschaft

25. Januar 2018

Einen flotten Abend, wie man im Großherzogtum Luxemburg zu sagen pflegt, erlebten rund 350 Gäste am dritten Januar-Samstag beim „Soirée du Sport Automobil“, der Siegerehrung der Luxemburger Automobilmeisterschaften im Chapito des Casino 2000 in Bad Mondorf. Der Luxemburger Automobilclub (ACL) ehrte die Sieger und Platzierten in den Sparten Rundstrecke, Rallye, Kart, Bergrennen und Slalom aus der Saison 2017. Weitere Höhepunkte es Abends waren die Preisverteilungen im „Coupe des Dames“ und der Verkündung in der Wahl des „Autosportler vum Joer“. In der Bergmeisterschaft, die offiziell als Championnat du Luxembourg des Courses de Côte – Trophée Honoré Wagern in den Büchern des ACL geführt wird, hießen die Sieger Daniel Donkels und Leon Linden bei den Rennwagen und Canio Marchione, Charel Valentiny und Nico Schilling bei den Tourenwagen. Im Damenpokal stand Sandra Becker ganz oben, vor Ivana Becker-Huber und Tanja Fammang. Als Automobilsportler des Jahres in Luxemburg wurde von einer Fachjury und der Allgemeinheit via Internet der Porsche Super Cup-Pilot Dylan Pereira gewählt. Die nominierten Canio Marchione und David Hauser kamen nicht in die Top-3.

Termine 2018: Luxemburger Bergmeisterschaft

14. Dezember 2017

Etwas früher als bisher hat das neue Gremium ACL Sport den provisorischen Motorsportkalender der Luxemburger Bergmeisterschaft für das kommende Jahr erstellt. Erneut findet sich in der Meisterschaft des Großherzogtums kein einiges Rennen im benachbarten Belgien. Zu geringe Sicherheitsstandards werden hier schon seit Jahren von den ACL-Verantwortlichen moniert. Umso mehr Bergrennen in Deutschland dürfen sich so glücklich schätzen einen ein weiteres hochrangiges Prädikat zugesprochen zu bekommen. Neu in diesen Genuss kommt in 2018 erstmal auch des ADAC Glasbachrennen in Thüringen, dass an die Stelle der EBM-Kollegen von St. Ursanne – Res Rangiers rückt. 28./29. April 2018 – Course de Côte Abreschviller (F) 06./06. Mai 2018 – Hill Race Eschdorf (L) 20./21. Mai 2018 – Wolsfelder ADAC Bergrennen (D) 09./10. Juni 2018 – ADAC Glasbachrennen (D) 07./08. Juni 2018 – Course de Côte La Broque (F) 07./08. Juli 2018 – Homburger ADAC Bergrennen (D) 08./09. August 2018 – Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 08./09. September 2018 – Course de Côte Turckheim (F)

Umstrukturierung im Luxemburger Autosport

3. Dezember 2017

Im Rahmen der „International Motor Show“ auf dem Luxemburger Kirchberg stellte kürzlich die Sportkommission des Luxemburger Automobilclubs (ACL) ihre Pläne für die Zukunft vor. Auf dem Sportsektor will man sich breiter und professioneller aufstellen, dies war der Kernpunkt der Pressekonferenz zu Messebeginn auf dem ACL-Stand. Ein neuer Name und ein neuer Präsident, wurden angekündigt. Damit der neue Weg im Automobilsport des Großherzogtums geebnet werden kann, wird die Sportkommission, wie sie bisher bestand, aufgelöst und durch den “ACL Sport” ersetzt. Dies hat eine Umstrukturierung zur Folge. So wird, wie bei den allermeisten Sportverbänden üblich, der Posten eines technischen Direktors entstehen, den Andy Mathekowitsch übernehmen wird. Weiter werden u.a. eine technische und eine medizinische Kommission gegründet. Auch die verschiedenen Aktiven des Automobilsports in Luxemburg, wie etwa die Pilotenvereinigung, die Organisatoren und die Verantwortlichen der verschiedenen Disziplinen sollen in Form eines „Expertenrats“ stärker in die Entscheidungen einbezogen werden. Im Rahmen dieser Neuaufstellung wird Marc Joseph, der bisher Vize-Präsident der Sportkommission des ACL war, ab dem 1. Januar 2018 auch die Geschicke von “ACL Sport” leiten. Er wird die Nachfolge von Lucien Franck übernehmen. Die Verantwortlichen erhoffen sich, dass ihre Sportart in Zukunft durch diese Schritte nicht nur beim Publikum in Luxemburg bekannter und attraktiver gemacht werden kann, sondern auch auf sportlichem Niveau weitere Fortschritte erfolgen können. Erste Amtshandlung für die neue nationale Automobilsport Behörde wird die Ausrichtung der „Soirée du Sport Automobile 2017“, am 20. Januar 2018 im Casino Bad Mondorf sein.

Boxengeflüster 10/2017: Wussten Sie schon dass…?

29. Oktober 2017

DASS der junge französische Rennwagenkonstrukteur Fabien Bourgeon am letzten Oktober-Samstag zu einem Testtag seiner TracKing „CM-Fahrzeuge“ auf den Circuit de Chambley in der Nähe der ostfranzösischen Stadt Metz geladen hatte. Knapp 20 Interessenten aus Deutschland und Luxemburg durften die beiden von Motorradmotoren angetriebenen Silhouettenrennwagen testen und waren nach jeweils vier Runden von den Fahrleistungen und dem Fahrspaß der quirligen „Renngeräte“ begeistert. Unter den Angereisten waren auch einige aus dem Bergrennsport bekannte Namen, wie Holger Hovemann, Georg Lang, Alexander Hin, Michael und Hauke Weber und ex-Berg-Cup Pilot Klaus Hummel sowie GLP-Fahrer Johannes Wetzel. Aus dem nahen Luxemburg kamen die Bergmeister Canio Marchione und Daniel Donkels sowie Marcel Nipperts. Ein paar schnelle Runden durfte auch „Videomacher“ Gilles Huntzinger von Pilotes.tv drehen. DASS sich David und Gary Hauser auf Anhieb den Gesamtsieg der «GT & Prototype Challenge» sichern konnten. Beim letzten Rennmeeting am 21./22. Oktober in Assen (NL) konnten David, als Bergspezialist „außer Dienst“ und Gary Hauser am Samstag im ersten Rennen ihren Ligier JS P3 des Teams Racing Experience zum Sieg fahren. Am Sonntag landete das Brüderpaar im letzten Saisonrennen auf dem zweiten Platz. Somit konnten sich die Brüder bei ihrem LMP3-Debüt auf Anhieb den Jahresgesamtsieg in der „GT & Prototype Challenge 2017“ sichern. DASS die in Mickhausen frisch gebackene FiA Hillclimb Cup-Gewinnerin Gabriella Pedroni auf Einladung von Renault Italia bei der Rallye due Valli rund um Verona den neuen Renault Twingo GT in R1-Version testen durfte. Die 36-jährige Rennamazone aus Tione bei Trento steuerte mit Co-Pilotin Chiara Corso  das kommende Cup-Fahrzeug für die Twingo-Trophäe 2018 leider ohne Glück, denn nach der vierten Wertungsprüfung schieden bei beiden Südtirolerinnen bereits aus. DASS die rund 1.100 Seelengemeinde Steinbach bei Bad Liebenstein, bekanntlich Startort und Fahrerlager des ADAC Glasbachrennens am Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“  teilnimmt. Somit ist der Ort im Wartburgkreis in Sachen Eigeninitiative etwas ganz besonderes. Bei dieser Aktion ist auch die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland sehr aktiv. Seit kurzem betreibt die RSG in Steinbach einen kleinen Tante-Emma-Laden, gerade zur Versorgung der älteren Bevölkerung. In Regie der RSG entstand auch die „Luther-Box“, ein Multimedia-Container mitten im Wald, der Wissen über Martin Luther vermittelt, der ja bei seiner Verschleppung auf die Wartburg im Mai 1521, in Steinbach festgenommen wurde. Und nicht zuletzt ist es das Glasbachrennen, welches seit 2011 wieder gibt, dass Leben in den Ort bring, der in der jüngeren Vergangenheit rund ein Viertel seiner Bevölkerung verloren hat. DASS bei der International Motor Show […]

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