Die Hauser-Dynastie – Teil 2 – Vom Berg auf dem Weg nach Les Mans

31. März 2020

Der Name Hauser steht aber nicht nur für drei Rennfahrer-Generationen, sondern auch für ein mit 15 Mann vielleicht kleines, aber dennoch feines und hochprofessionelles Motorsport-Team mit dem Namen „Racing Experience – Motorsport Services“. In diesem Rennstall findet man die ganze Familie Hauser wieder: Christian ist der Teamchef, Karin ist für die Reiseplanung, die gesamte Organisation vor Ort und für das Catering des Teams zuständig, David und Gary sind die Fahrer, Davids Verlobte Mélanie Marcon agiert als Renningenieurin und Datenanalystin und ihre Schwester Jennifer ist als Mechanikerin dabei. Lea, Garys Verlobte, ist Ingenieurin und unterstützt das Team ebenfalls. Chef-Mechaniker Charles Molinier ist die treue Seele im Team und bringt sogar Formel-1-Erfahrung aus seinem früheren Job als Motorenbauer bei Renault Sport mit ins Team. 2017 setze Racing Experience zum ersten Mal einen Le-MansSportprototyp der Klasse LMP3 ein. Mit dem Gesamtsieg im Dutch Cup sogar sehr erfolgreich, und dies vor sehr starker Konkurrenz. Seit letztem Jahr ist Racing Experience im Michelin Le Mans Cup (MLMC) eingeschrieben. Mit einem Norma M30 LMP3 belegt es den 7. Platz in der Gesamtwertung bei über 30 klassierten Teams. Dieses Jahr setzt man bei den sieben Rennen à zwei Stunden, mit dem Highlight auf der Traditionsrennstrecke von Le Mans, auf einen neuen Duqueine D08-Nissan LMP3. (Foto oben: David Hauser 2014 im Wolf GB 08F1 beim Heimspiel in Eschdorf) Da jeweils ein Pilot der SilberKategorie und ein Fahrer der Bronze-Kategorie die Rennen bestreiten müssen, lösen sich David und Gary als Silber-Pilot am Steuer ab und teilen sich das Cockpit mit dem französischen „Gentleman Driver“ und Bronze-Piloten Nicolas Mélin. Dieser bringt auch das notwendige Budget mit ins Team. „Wir bestreiten dieses Jahr erneut den Michelin Le Mans Cup, der vom ACO (Anm. d. Red.: Automobile Club de l’Ouest, dem Organisator der 24 Stunden von Le Mans) veranstaltet wird und der die gleichen strengen Regeln hat wie die European Le Mans Series und das World Endurance Championship. Wir hoffen, 2020 ein noch besseres Ergebnis erzielen zu können als 2019 und beabsichtigen dann als nächsten Schritt, in die European Le Mans Series aufzusteigen. Wir brauchen uns nicht hinter den großen Teams zu verstecken, vielleicht gehen wir das Ganze sogar noch sorgfältiger und konsequenter an als so manch großes Team, da wir durch und durch passionierte Racer sind. Und anstreben, alles fehlerfrei und mit letztem Einsatz auszuüben, ob nun als Fahrer, Ingenieur oder Mechaniker. Wir sind so professionell, wie man es nur sein […]

Die Hauser-Dynastie – Teil 1 – Besuch bei Racing Experience in Luxemburg

27. März 2020

Im internationalen Motorsport gibt es etliche Familien, die seit mehreren Generationen im Motorsport aktiv sind. Sie heißen Andretti, Brabham oder Fittipaldi. Auch in Luxemburg gibt es einen Clan, der dem Motorsport verfallen ist: die Hausers aus Wormeldingen. (Foto oben: Christian Hauser 1991 im Martini BMW Formel 2 beim Bergrennen Dudelange) Bei unserem Besuch war dann auch die ganze Familie versammelt: Vater Christian mit seiner Frau Karin, die Söhne David und Gary sowie ihre jeweiligen Freundinnen. Alles begann mit Großvater Jean, der in den 50er und 60er Jahren am Berg, bei Slaloms und bei Rallyes dabei war und einige nationale Titel einheimste. Mit Vater Christian ging es dann weiter. Er errang viele Siege und Streckenrekorde bei nationalen und internationalen Bergrennen, zuerst auf dem Motorrad, dann im Auto und vor allem in Formelwagen: „Rückblickend betrachtet muss ich sagen, dass ich froh bin über all das, was ich in Sachen Motorsport über all die Jahre machen und erreichen durfte. Das war nicht einfach wegen der beruflichen Belastung. Als einer meiner größten motorsportlichen Erfolge, neben den Titeln als Luxemburger Bergmeister, betrachte ich den achten Gesamtrang und den Klassensieg bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps im Jahr 1991. Hier waren wir erster BMW mit unserem M3 Gruppe A und haben als kleines privates Team große Werksmannschaften wie Schnitzer und Bigazzi hinter uns gelassen. Damals war ich Fahrer und Teamchef zugleich. Beide Funktionen gleichzeitig optimal zu erfüllen, war zumindest komplex“, sagt Christian Hauser. Der älteste Junior, David, ist hauptberuflich als Automobilingenieur bei der Luxemburger Firma ATE-EL aktiv, genau wie seine Verlobte Mélanie Marcon. David fuhr bislang in der Formel Renault, der Formel 3, Berg- und jetzt Langstrecken-Rennen: „Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, neben meinem Doppelmaster im Automobilingenieurbereich so viele Autosport-Disziplinen betrieben zu haben. Als einer meiner liebsten Erfolge betrachte ich mein erstes Podium in der Formel Renault in Zolder und meinen ersten Gesamtsieg 2012 beim Bergrennen in Eschdorf mit einem GP2. Dies war genau zehn Jahre nachdem mein Vater dort den Sieg errungen hat“, so David. Der Jüngste im Bunde, Gary, der seine Studien mit einem Master in Wirtschaftswissenschaften abschloss, arbeitet die Woche über im Sportzentrum „Coque“ und war in den gleichen Rennkategorien aktiv wie sein Bruder: Formel Renault, Deutsche Formel 3, BOSS GP sowie jetzt Langstreckenrennen. Als einziger der Familienbande ist er aber nie bei Bergrennen angetreten: „Dies wollte ich meiner Mutter nicht auch noch antun. Motorsport im Allgemeinen ist schon gefährlich […]

58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen wird abgesagt

24. März 2020

„Die Corona-Pandemie geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Deshalb haben wir uns entschlossen unsere diesjährige Veranstaltung abzusagen“, gibt Christoph Schackmann als Präsident des EMSC Bitburg, in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt. Jährlich besuchen uns viele Zuschauer aus dem In- und Ausland das Wolsfelder ADAC  Bergrennen, welches zur Deutschen- und Luxemburger Meisterschaft zählt. Für diese und auch die ca. 200 Teilnehmer mit ihren Teams sowie ca.100 weiteren Helfer aus ganz Deutschland kann der EMSC aus gesundheitlichen, sportlichen und auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Veranstaltung nicht durchführen. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, da es auch für die hiesige Region ein nicht unbedeutendes Event ist“, betont Schackmann weiter. „Die wirtschaftliche Lage ist nicht abschätzbar und selbst unsere Sponsoren könnten Ihre Unterstützung wohl nicht mehr gewährleisten. Damit ist die Situation auch für uns nicht kalkulierbar“. Aus diesen ganzen Gründen hat sich der EMSC letztendlich dann darauf verständigt die Veranstaltung nicht durchzuführen und das Jahr 2020 für einige Änderungen und neue Entwicklungen für Pfingsten 2021 zu nutzen. „Wir bedauern diese Entscheidung aus tiefstem Herzen und würden uns freuen, wenn ihr uns trotzdem treu bleibt und wir uns in 2021 gesund wiedersehen“.

Eschdorfer European Hill Race findet 2020 nicht statt

14. März 2020

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung getroffen hat, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 1. bis 3. Mai 2020 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise dieses Jahr nicht auszutragen. „Mit einem internationalen Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu über 4.000 Zuschauern, davon etwa die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und der Schweiz anreisend, liegt es auf der Hand, dass unser Event ein zu großes Risiko darstellen würde, das Covid19-Virus weiterzuverbreiten, weshalb wir es als unsere Pflicht ansehen, diese schwierige Entscheidung mit Rücksicht sowohl auf die Anrainer als auch die potenziell anwesenden Motorsportfreunde zu treffen.“, erklärt Alain Pier, Präsident des Organisationsstabs. „Obschon wir selbstverständlich hoffen, dass sich die Lage in Luxemburg und Europa bis Anfang Mai entkrampfen möge, haben wir es vorgezogen, eine vorzeitige Entscheidung zu treffen, um es jedem, ob Teilnehmer oder Zuschauer, zu erlauben, in einem angemessenen zeitlichen Rahmen planen zu können und nicht letztendlich kurzfristig doch absagen zu müssen, ein Risiko, das wir uns Hand aufs Herz auch finanziell nach der extrem defizitären, durch die Trauerfeierlichkeiten nach dem Ableben von Grossherzog Jean im Ablauf stark reduzierten Vorjahresausgabe nicht leisten können und wollen.“ Aufgrund der derzeit stetig wachsenden Zahl ausländischer Veranstalter, welche ebenfalls ihre Rennen absagen müssen, von denen viele jedoch auf ein späteres Datum im Laufe der Saison auszuweichen versuchen, und angesichts des ohnehin bereits sehr eng belegten internationalen Terminkalenders, ohne zuverlässig voraussagen zu können, ab wann überhaupt ein normaler Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann, hat die Union des Pilotes des Weiteren entschieden, nicht auf ein hypothetisches Ausweichdatum für die 2020er Ausgabe zu spekulieren: „Es ist quasi unmöglich, ein freies, passendes Datum zu finden im Rahmen der Terminkalender unserer Prädikate Luxemburger und Deutsche Bergmeisterschaft, KW Berg-Cup, TCR Hill Climb Series, NSU Bergpokal und Renault Clio Hill Climb Trophy und zugleich eine Terminkollision mit Läufen zur Europa-, belgischen, französischen und Schweizer Bergmeisterschaft zu vermeiden, aus denen jedes Jahr zahlreiche Spitzenfahrer uns mit ihrer Teilnahme in Eschdorf beehren. Wir haben uns deshalb schweren Herzens dazu durchgerungen, unsere 32. Ausgabe erst voraussichtlich am Wochenende des 1./2. Mai 2021 auszutragen. Im Augenblick ist das Wichtigste, dass jeder einzelne sich des Ernsts der Lage bewusst wird und sein Teil der Verantwortung im solidarischen und gemeinsamen Kampf gegen das Virus beiträgt.“ von Patrick Weber

News zum Saisonstart am Berg – Stand der Dinge

13. März 2020

Die Bergrennsport-Saison 2020 wirft ihre Schatten voraus und BiD möchte auf Test- und Einstellmöglichkeiten, sowie die ersten Berg-Rennveranstaltungen des Jahres hinweisen. In wieweit der neuartige Coronavirus sich auf unsere Veranstaltungen auswirkt, ist aktuell schwer einzuschätzen. Wenn man jedoch bedenkt dass sich aktuell täglich die Lage verschärft, kommt man schon ins Grübeln. Schwächt sich der Virus mit dem Ende der üblichen Grippesaison im April ab oder beschäftigt uns das Phänomen auch über die Sommermonate? Dies kann momentan niemand vorhersagen und so verfolgen die Organisatoren der ersten Saisonrennen der Deutschen Bergmeisterschaft die laufende Entwicklung mit Sorge. Selbst für die Verantwortlichen der Bergrennen in der Jahresmitte müssen sich spätestens ab Anfang Mai entschieden ob man die zu diesem Zeitpunkt anfallenden Investitionen tätigt sowie mit den im Vorfeld anstehenden Ausgaben in Vorlage geht und das Risiko einer Absage durch die Behörden, wenige Tage vor der Veranstaltung in Kauf nimmt. Erste Bergrennen, wie das Rechbergrennen und die Bergrallye Pöllauberg in Österreich sowie die Schweizer Bergrennen von Reitnau wurden bereits vorsorglich abgesagt. Logischer Weise ist auch Italien betroffen, hier musste man bereits zwei Events absagen. Vorige Woche wurde das Bergrennen „Salita del Costo“ in Norditalien, welches für Ende März geplant war, abgesagt. Am heutigen Freitag musste zudem der Auftakt zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) von Anfang Mai, mit dem Bergrennen „Trofeo Lodovico Scarfiotti – Sarnano Sassotetto“ abgesagt werden. Tendenz steigend! Auftakt der Bergrennen in deutschen Landen sollte erneut der Bergpreis Schottenring am 25./26. April darstellen, der am Donnerstagabend vorerst abgesagt wurde. Gefordert sind bei diesem reinen Tourenwagen-Rennen die Fahrer von Produktions- und Spezialtourenwagen. Schon für den Freitagnachmittag (24.04.) waren die beliebten Test- und Einstellfahrten auf der 3.033 Meter langen Bergpiste im hessischen Vogelsbergkreis angesetzt. Traditionell sind bei dieser Veranstaltung auch die GLP-Aktiven stark vertreten. Die Nennliste „Rennen“ und „Gleichmäßigkeitsprüfung“ war bereits recht gut gefüllt. Der MSC Rund um Schotten möchte keinesfalls Zuschauer, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Teilen Deutschlands, Helfer und auch die Bevölkerung des Fahrerlagerorts Rudingshain mit einem nicht kalkulierbaren Risiko einer Ansteckung mit dem Virus zu konfrontieren. Allerdings möchte die Hessen nicht wie im Jahr 2014 die Veranstaltung gänzlich absagen. Wann die Veranstaltung in 2020 nachgeholt wird, soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden. Für den Ostermontag (13. April) hatte sich der Luxemburger Automobilclub nach neunjähriger Pause, die Wiederauferstehung des Bergrennens von Holtz vorgenommen. Als erster Lauf der Luxemburger und Belgischen Bergmeisterschaft ist die Eintagesveranstaltung auch eine ideale Testmöglichkeit für Deutsche Fahrer. Auf Anfrage von „BiD“ […]

Gala der Meister von Luxemburg

23. Januar 2020

Das Casino 2000 in Bad Mondorf ist traditionell der würdige Rahmen für die Soirée du Sport Automobile, so auch am 18. Januar 2020. Bei dieser festlichen Gala der Luxemburger Meister im Automobilsports 2019, war erstmals sogar der Luxemburger Premierminister Xavier Bettel zu Gast. Knapp 400 geladene Gäste verlebten zwischen zahlreichen Exponaten an Rennfahrzeugen im großen Saal des Casino 2000 einen wunderbaren Abend. Geehrt wurden neben den Aktiven aus dem Kart, Rundstrecken und Rallye-Sport auch die Sieger und Platzierten in den beiden Divisionen der Luxemburger Bergmeisterschaft. Bei den Tourenwagen verteidigte Canio Marchione seinen Titel, vom den Schilling-Piloten, Nico Schilling und Charles Valentiny. Der Deutsche Manfred Schulte, der als Mitglied des Luxemburger Automobilclubs (ACL) in der nationalen Meisterschaft starten darf, wurde am Ende Vierter, war aber an diesem Abend verhindert. Bei den Rennwagen gewann erneut Daniel Donkels den Titel,  vor Henri Turk und Tanja Flammang. Dazu „Becker´te“ es beim Damenpokal, der aus allen Disziplinen besteht. Das auf Bergrennen und Slalom spezialisierten „Becker-Trio“ stand am Ende ganz oben. Es gewann Sandra Becker-Donkels, vor Ivana Becker und Monique Becker.

Termine 2020: Luxemburger Bergmeisterschaft – Update!

27. Dezember 2019

Anlässlich der Racing-Show auf Luxemburger Kirchberg gab der ACL-Sport den Terminkalender der Luxemburger Bergmeisterschaft 2020 bekannt. Die Auflistung wuchs im Vergleich zu den Vorjahren auf 9 Wertungsläufe an, wobei die jeweils acht besten Resultate in die Endwertung einfließen. Seit Jahren wagte man nun wieder den Schritt ins nahe Nachbarland Belgien, nach Ry des Glands. In trockenen Tüchern ist jetzt auch die Auftaktveranstaltung der Meisterschaft am Ostermontag. In Zusammenarbeit mit einem belgischen Club möchte der ACL das Bergrennen Holtz im Nordwesten des Großherzogtums wieder auferstehen lassen. Nachdem hier einige behördliche Hürden genommen sind, soll das Holtzer Bergrennen definitiv als Eintagesveranstaltung stattfinden. Da das Luxemburger Finale in Mickhausen in der abgelaufenen Saison von den Aktiven nicht angenommen wurde und dies in kommenden Jahr mit dem FiA Hillclimb Master kollidieren würde, rückt erstmals überhaupt des Bergrennen Eichenbühl in den Fokus, gleich als Finallauf. Der sonst immer gesetzte Lauf im französischen Turckheim wurde aus dem Kalender gestrichen. Weiterhin gesetzt sind hingegen die Bergrennen Abreschviller, Eschdorf, Wolsfeld, Glasbach, La Broque, und Osnabrück. Da La Broque-Schirmeck noch einmal seinen Termin wechselte und nun wie in 2017 mit Homburg kollidiert, entschied sich der ACL Sport für die Franzosen und Homburg wurde gestrichen. Auch das deutsche Ibergrennen hatte sich um dieses Prädikat bemüht, kam aber leider nicht zum Zuge. 12./13. April 2020 – Course de Cote Holtz (L) 25./26. April 2020 – Course de Cote Abeschviller (F) 02./03. Mai 2020 – Hill Race Eschdorf (L) 24. Mai 2020 – Course de Cote Ry des Glands (B) 31.05./01. Juni 2020 – Wolsfelder ADAC Bergrennen (D) 13./14. Juni 2020 – ADAC Glasbachrennen (D) 11./12. Juli 2020 – Course de Cote La Broque (F) 01./02. August 2020 – Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 12./13. September 2020 – Bergrennen Eichenbühl (D)

Der Berg ruft wieder! Das Bergrennen Mickhausen ist zurück

16. August 2019

Das Bergrennen Mickhausen ist zurück! Nach einjähriger Pause röhren heuer am ersten Oktober-Wochenende wieder die Motoren am legendären Mickhauser Berg. Veranstalter der Motorsport-Großveranstaltung ist erneut der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen, der die Unterbrechung dazu genutzt hat, sein Orga-Team neu aufzustellen. Nach dem Rückzug von Organisationschef Günter Hetzer und seinem Stellvertreter Robert Andratzek hat diese Aufgabe ein „Dreigestirn“ übernommen. Neuer Orga-Leiter ist mit Hinrich Groeneveld ein ausgewiesener Rennsportfachmann mit langjähriger Erfahrung in der Organisation hochkarätiger Motorsportevents. Ihm zur Seite stehen ASC-Vorsitzender Michael Kanth und der aktive Rennfahrer und Berg-Cup-Sportleiter Wolfgang Glas aus dem nahen Scherstetten. Es ist das einzigartige Flair mit hautnahen Begegnungen im Fahrerlager, dem Klang der Motoren und dem Geruch von Benzin und Reifengummi, das die kleine Staudengemeinde Mickhausen alljährlich im Herbst zum Mekka für die Freunde des Motorsports macht. Am ersten Oktober-Wochenende ist es wieder soweit: beim Internationalen 38. ADAC-Bergrennen Mickhausen am 5. und 6. Oktober kämpfen die rund 180 erwarteten Fahrer in ihren PS-strotzenden Boliden im 2,2 Kilometer langen Kurvenlabyrinth von Münster hinauf nach Birkach wieder um Hundertstelsekunden. Die vom ASC Bobingen auf höchstem (Sicherheits-)Niveau organisierte Motorsportveranstaltung zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bergrennen in ganz Europa. Bei der Neuauflage des 1964 erstmals durchgeführten Bergrennens wird nach den Regularien des Deutschen Motosportbundes (DMSB) der letzte Lauf der diesjährigen Deutschen und der Luxemburger Bergmeisterschaft ausgetragen. Neu im Rennprogramm ist heuer erstmals ein eigener E-Mobil-Cup für Elektro-Serienfahrzeuge, 15 Startplätze sind dafür reserviert. Wenn das Wetter mitspielt, dann werden am Rennwochenende bis zu 20.000 Zuschauer an der malerischen Rennstrecke im Herzen der Stauden erwartet. Sie bilden eine grandiose Kulisse für das mittlerweile größte Sportevent im Augsburger Land. Der neue Orga-Leiter Hinrich Groeneveld und das Heer der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer jedenfalls haben auch im Vorfeld der 38. Auflage des Bergrennens Mickhausen keine Mühen gescheut, den Zuschauern wieder packenden Motorsport „zum Anfassen“ zu bieten. Bei den Fahrern und ihren Teams, die aus ganz Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern in den Stauden erwartet werden, genießt das Bergrennen Mickhausen einen hohen Stellenwert. Sprichwörtlich und in Fahrerkreisen weit gerühmt ist die Gastfreundschaft, die der großen internationalen Rennfahrerfamilie vor allem in Münster alljährlich entgegen schlägt. Der ganze Ort wird ein Wochenende lang zum Fahrerlager umfunktioniert, das auch den Zuschauern offen steht – „Hautkontakt“ mit Fahrern, Mechanikern und Rennfahrzeugen inklusive. Ihre Garagen, Hofeinfahrten und Scheunen überlassen die Münsterer bereitwillig dem Tross der Rennfahrer. Doch zurück an die Rennstrecke: Die Zuschauer können entlang der gesamten Strecke […]

Boxengeflüster 07/2019: Wussten Sie schon dass…?

12. August 2019

DASS Osnabrück-Organisationsleiter Bernd Stegmann und Rennleiter Michael Schrey Merli für eine besondere Aktion am Freitagnachmittag vor dem Rennen gewinnen könnte. Einen Kart-Beschleunigungsvergleich zwischen Elektro- und Verbrennermotoren. Auf einem ca. 60 m langen Teilstück der Startgeraden galt es zu zeigen, wie schnell es jeweils wirklich von 0 auf 100 ging. Christian Merli, der sich sofort bereit erklärt hatte, den Spaß mitzumachen, hatte im traditionellen Kart mit Verbrennungsmotor in allen drei Läufen keine Chance. Am Steuer des E-Karts der Stadtwerke Osnabrück, Sponsor des in Osnabrück ebenfalls ausgetragenen E-Mobil-Berg-Cups, saß der Vorstandsvorsitzende Christoph Hüls. Er wusste:  „Ein klarer Sieg fürs Drehmoment.“ Dabei hätte Christian Merli durchaus Ideen gehabt, wie die Leistung seines Verbrennerkarts noch zu steigern gewesen wäre. Er kennt sich aus, betreibt er doch in den Wintermonaten in der Nähe von Trient eine Eiskart-Bahn. DASS Bergrenn-Superstar Christian Merli in diesem Jahr direkt vom Europameisterschaftslauf in Limanowa/Polen nach Osnabrück reiste und schon am Dienstag ankam. Die ersten beiden Tage baute er seine mobile Werkstatt auf dem Hotelparkplatz in Melle auf, um ein Fahrwerksproblem zu beheben, das sich in Polen manifestiert hatte. DASS Christian die Strecke auf den Uphöfer Berg in den Tagen vor dem Rennen sowohl mit dem Straßenauto (am liebsten frühmorgens bei Tagesanbruch, wenn wenig Verkehr war) als auch auf dem Fahrrad und zu Fuß besichtigte. „Zu Fuß kann man sich die Unebenheiten der Strecke noch besser einprägen. Aber auf der neuen Strecke hier gibt es ja ohnehin keine Unebenheiten.“ Er stellte sofort fest, dass die Strecke einen guten Gripp hatte – viel mehr, als er es von 2017 in Erinnerung hatte – und spätestens da war für ihn wohl klar, dass er sich den Streckenrekord zurückholen wollte, sofern das Wetter mitspielte und die Streckenverhältnisse gut blieben. DASS beim ADAC Glasbachrennen Mitte Juni überraschend Kristina Stenger, die Tochter des verstorbenen „Berglöwen“ Herbert Stenger im Fahrerlager von Steinbach auftauchte. Die Mama von Rallye und Autocross-Pilot René Mandel und früher selbst aktive Bergpilotin in einem Formel König-Rennwagen, möchte zukünftig wieder enger mit der Bergrennszene verbunden sein. Beim deutschen EM-Lauf am Rennsteig absolvierte Kristina einen Einsatz als „Anwärterin Sportkommissar“ und ist nun mitten in der mehrstufigen Ausbildung. Nach dem erfolgreichen Abschluss in der DMSB Academy wird man die mit dem nationalen und internationalen Bergrennsport wohlvertraue Dame, wohl wieder des Öfteren bei Veranstaltungen der Deutschen Bergmeisterschaft antreffen. DASS es im Großherzogtum Luxemburg im kommenden Jahr wieder zwei Bergrennen geben soll. Das in den Jahren 2010 und […]

Das KULT- Rennen am „Uphöfener Berg“ – die Show der Auto-Sensationen beim Osnabrücker Bergrennen

25. Juli 2019

Bei der 52. Auflage des Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens am 3. und 4. August 2019 dürfen sich die Besucher auf ein Feuerwerk an grandiosen Automobilen des Rennsports freuen – 200 Piloten aus ca. 15 Nationen bieten beim 5. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup 2019 (dazu Deutsche und Luxemburger Bergmeisterschaft und KW Berg-Cup) einen spannenden sportlichen Fight auf der 2, 030 km langen Piste des legendären „Uphöfener Berges“ in Hilter-Borgloh (südlich von Osnabrück). Automobilsport in dieser Vielfalt ist einmalig und daher ist es umso attraktiver, als dass das komplette Fahrerlager für alle Gäste offensteht und der direkte Zugang zu den Teams besondere Einblicke in die Innenleben der Fahrzeuge und die Vorbereitungen bietet. Die Fans des europäischen Bergrennsports freuen sich auf den amtierenden Europa-Bergmeister Christian Merli (Italien). Mit seinem Osella FA 30 LRM V8 eilt er bei allen Läufen zur Europameisterschaft von Sieg zu Sieg und stellt dabei einen Streckenrekord nach dem anderen auf. Es ist der einzige Start des sympathischen Titelträgers, der 2018 auch noch die hochkarätige italienische Meisterschaft für sich entscheiden konnte, in diesem Jahr in Deutschland. Er gilt natürlich als Top-Favorit auf den Sieg, doch die internationale Konkurrenz ist äußerst groß. Der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik (Freiburg) mit seinem Norma M 20 Mugen V8, der letztes Jahr auch unter 51 sec blieb und am Ende Zweiter wurde, ist ebenso wie der Schweizer Marcel Steiner im LobArt LA 01, der Österreicher Christoph Lampert (Osella FA 30), der vielfache Tschechische Champion Milos Benes (Osella FA 30) und der Luxemburger Guy Demuth (Norma M 20 FC) als Anwärter auf einen Podiumsplatz einzuschätzen. Zudem hat der Streckenrekordhalter Sebastien Petit rechtzeitig nach seinem Unfall in diesem Jahr in Portugal, wieder ein leistungsstarkes 3-Liter-V8-Fahrzeug der Marke Norma zur Verfügung und ist somit wieder ein ernstzunehmender Gegner beim Rennen um den Gesamtsieg. Zahlreiche Fans freuen sich auch auf den Schweizer Joel Volluz, der sich bereits in 2015 am „Uphöfener Berg“ feiern ließ und nunmehr mit seinem äußerst schnellen Osella FA 30 zurück kehrt. Für alle gilt: das Maß aller Dinge – also bei der Jagd nach den Zeiten ist der Streckenrekord von 50, 145 sec/Lauf. Bei den Besuchern sehr beliebt sind auch die Formel 3000 Rennwagen, nicht weniger spektakulär als die Boliden aus der Formel 1. Hier gilt der junge Schweizer Robin Faustini (Reynard K 01) als Favorit, aber auch der langjährig erfolgreiche Ungar Laszlo Szasz (amtierender Bergmeister von Kroatien) mit seinem Reynard Zytec wird schnelle Zeiten „in […]

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