Berguerand, Frantz, De Coninck, Steiner – Eschdorf-Sieg wird hart umkämpft

29. April 2017

Zum 29. Mal organisiert die Union des Pilotes am Wochenende des 6./7. Mai ihr traditionelles Bergrennen «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup», während auch die belgischen Fahrer Eschdorf als Auslandsresultat auf ihr Konto der belgischen Bergmeisterschaft verbuchen können. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Rund 170 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg haben sich eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (schnellste Einzelzeit wird gewertet) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit der Vorjahresausgabe über neuen Belag verfügt und dass – als absolute Neuheit – die Fahrer der deutschen Berg-Meisterschaft bereits am Samstagnachmittag im letzten Trainingslauf ihr Punktekonto mit Zusatzpunkten aufbessern können. Mit Platz zwei in den Jahren 2014 und 2015, Position 3 2007, 2012 und 2016, Platz 4 2013, aber auch als Dritter der Gesamtwertung und zugleich Goldmedaillengewinner in der Kategorie der FIA-Rennsportfahrzeuge beim ersten FIA Masters im Oktober 2014 auf der gleichen Strecke möchte der vierfache Schweizer Bergmeister (2013-2016) Eric Berguerand im Lola-Cosworth Fa99 F3000 (Foto oben) endlich jenes oberste Podesttreppchen erklimmen, das er bislang so oft in Eschdorf knapp verpasste: ….kurzum, die Strecke liegt dem angriffslustigen Schweizer bestens, fehlt nur noch der langersehnte Siegerpokal. Doch auch diesmal wird die Konkurrenz dem Schweizer nichts schenken, angeführt vom französischen Bergmeister der 2. Division 2005 Cyrille Frantz im Norma-BMW M20 FC V8 4L (Foto mitte), der in Eschdorf u.a. einen vierten Gesamtrang 2015, Platz 5 in 2011 und Platz 6 in 2013 aufweist und nun endlich an den Gesamtsieg seines älteren Bruders Fabien aus dem Jahre 2011 anknüpfen möchte. Nach zwei Jahren Rennpause kehrt der vierfache belgische Bergmeister (2011-2014) Jelle De Coninck nun am Lenkrad seines nagelneuen Norma-Honda M20 FC […]

Erstes Bergmonstertreffen des Jahres in Eschdorf

27. April 2017

Am ersten Mai-Wochenende (05./06.05.) wird das „European Hill Race“ bereits zum 29. Mal in Eschdorf im Herzen Luxemburgs ausgetragen. Und auch wenn es zwischenzeitlich im Organisationsteam einige Veränderungen gab, dem motorsportlichen Highlight des Luxemburger Sports steht auch diesmal nichts im Weg. In unserer ersten Vorschau auf das Rennwochenende vom 05. bis 07. Mai wollen wird das imposante Tourenwagen-Starterfeld näher beleuchten. Seit 2004, also nunmehr 13 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken dp Porsche 935 II die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem Schweizer Romeo Nüssli, Vierter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2016 und Gesamtsieger im letzten Oktober beim legendären ADAC Bergrennen Mickhausen auf der Hut sein müssen, der erstmals in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth an den Start bringt. Genau wie man auch den deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), 2015 Gesamtsechster im Eschdorfer Regenrennen, nicht unterschätzen darf. Genau wie den bulligen und spektakulären Opel Kadett V8 5.7L von Holger Hovemann (D) oder noch die drei Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, des Schweizer Vize-Bergmeisters Fréderic Neff und des Franzosen Anthony Dubois. Eine Porsche-Meute, zu der sich auch noch die neue Einsatzwaffe des sechsfachen französischen Bergmeisters 2010, 2012-2016 Nicolas Werver gesellen dürfte, unter der Bedingung dass die seit einiger Zeit mit Ungeduld erwarteten Teile für die Fertigstellung des Porsche 997 GT2 endlich noch rechtzeitig eintreffen werden. Ein „Bergmonster“-Feld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Oder dem Ferrari 458 GT, den Eschdorf-Stammgast René Ruch erstmals mit aus der Schweiz bringt. Und auch die Subaru Impreza des Luxemburger Bergmeisters 2015 Nico Schilling und des Luxemburger Vize-Bergmeisters 2016 Charel Valentiny, den Mitsubishi Lancer des Belgiers Martin Bach (ex-Hans Schori-ex-Toni Büeler), des jungen Luxemburgers Cédric Schilling und des Tourenwagen-Europabergmeisters 2010 Roland Wanek (D), dem Audi 80 Quattro des Briten Keith Murray, dem Lotus Esprit V8 von Andrä Schrörs (D) oder noch die originellen Lamera Cup (mit 5-Zylindermotor aus dem Ford Focus RS) des ETCC-Super1600-Europameisters 2014 Gilles Bruckner  und Renault Mégane II Trophy des vom Genfer See anreisenden Franzosen Fred Waroquier. Zu besonderen Publikumslieblingen dürften sich aber auch die beiden […]

Terminverlegung in der Luxemburger Bergmeisterschaft

25. April 2017

Das Bergrennen La Broque-Schrimeck in den elsässischen Vogesen, Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft und Rennen im Coupe de France und der Elsass-Lothringen-Liga, wurde vom Veranstalter ASACAR vom 24./25. Juni auf das letzte Juli-Wochenende, 29./30.07. 2017, verschoben. 28. – 30.04.2017 Course de Côte d’Abreschviller – St Quirin (F) 06. – 07.05.2017 European Hill Race Eschdorf (L) 04. – 05.06.2017 Wolsfelder AvD/EMSC Bergrennen (D) 15. – 16.07.2017 Homburger ADAC Bergrennen (D) 29. – 30.07.2017 Course de Côte de La Broque (F) 05. – 06.08.2017 Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 19. – 20.08.2017 Course de Côte St-Ursanne – Les Rangiers (CH) 08. – 10.09.2017 Course de Côte de Turckheim – 3 Epis (F)

Robi Simon und das Fliewatüüt – Faustinis F3000 Debüt

23. April 2017

Das Eschdorfer Hill Race hat im Herzen des jungen Schweizers Robin Faustini schon jetzt einen Ehrenplatz. Im Vorjahr feierte er hier mit gerade mal 18 Jahren seinen Einstand im Bergrennsport am Steuer seines Tatuus-Renault FR 2.0 und belegte am Ende einen mehr als ehrenhaften 26. Gesamtrang mit bereits sehr überzeugenden Laufzeiten. Wobei das Nachwuchstalent nur wenige Minuten vor seinem letzten Rennlauf aus der Schweiz die Hiobsbotschaft erreichte, dass sein Grossvater seinen Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit verloren hat. Seine erste Bergsaison schloss der Sohn des Schweizer F3000-Berg-Piloten Simon Hugentobler am Ende als guter 15. der heimischen Bergmeisterschaft ab. Dieses Jahr nun wird Robin in Eschdorf in Erinnerung und zu Ehren seines Großvaters sein Debüt in der Königsklasse des Bergrennsports geben und erstmals den Reynard 92D Cosworth F3000 an den Start bringen. Beim Luxemburger Bergklassiker wird Robin Faustini natürlich von Papa Simon betreut, der selbst in einem Reynard 97D Judd F3000 einer seiner „Gegner“ sein wird. Nennschluss für das Hill Race in den Ardennen ist der Sonntag, 23. April 2017 – 24 Uhr! von Patrick Weber / Thomas Bubel

Mini-Comeback powered by Motorsport Lang

17. März 2017

Als sich vor ein paar Tagen der Luxemburger Frank Maas mit einer Suchanfrage an die Redaktion von Bergrennen in Deutschland wendete, legten wir uns sogleich ins Zeug. Der Luxemburger Bergmeister von 2008 verspürte wieder einmal Lust einen schnellen Rennwagen beim einzig verbliebenen Bergrennen im Großherzogtum, dem Hill Race von Eschdorf am 06. und 07. Mai dieses Jahr zu steuern. Einen eigenen Rennwagen besitzt der ACL-Mitarbeiter derzeit nicht. Nach ein paar Telefonaten und einem Aufruf über Facebook konnte BiD dem ehemaligen Formel 3000-Pilot eine stattliche Auswahl von Mietobjekten präsentieren. In die engere Wahl kamen schlussendlich ein Formel 3 aus dem Fundus des Heiligenstädters Sascha Herz und der potente Osella PA20 BMW 3-Liter Sportwagen von Uwe Lang. Da der vierfache Deutsche Bergmeister in der Saison 2017 aus Zeitgründen eh nicht das volle Programm fahren möchte, um sich vermehrt dem Bau einer Halle widmen zu können, stand diesem Deal nichts im Wege. „Der Osella war gleich mein Favorit. Wir waren uns schnell einig und ich freue mich total“, gibt Maas ein positives Feedback an die BiD-Redaktion. „Nach meinen beiden Teilnahmen am Pikes Peak International Hill Climb in den USA werde ich erstmals wieder einen Rennwagen steuern können. Weitere Rennen sind nicht geplant“.

Racing Experience zieht es in die LMP3

4. März 2017

Nach reiflichen Überlegungen bezüglich der anstehenden Rennsaison 2017 hat sich der Luxemburger Team Rennstall Racing Experience letztendlich für den Kauf eines Ligier JS P3 entschieden, ein Fahrzeug, das dem internationalen Reglement der LMP3-Klasse entspricht, die insbesondere in der European Le Mans Series zum Einsatz kommt. Der von den Ingenieuren von Onroak Automotive entwickelte, Anfang 2016 gebaute geschlossene Sportprototyp wird von einem 5-Liter-V8-Nissan-Motor mit 420 PS angetrieben. „Für uns bedeutet dies eine komplett neue Herausforderung und bietet uns zugleich die Möglichkeit, uns ein zweites Standbein neben unserem bestehenden Fuhrpark mit den beiden Dallara GP2 zu schaffen, die wir während der Winterpause hinsichtlich möglicher Einsätze bei dem einen oder anderen Rennen der BOSS GP-Serie oder bei Testtagen für Kundenfahrer/-teams von Grund auf überholt haben.“, erklärt Teamchef Christian Hauser. „Um es uns zu erlauben, erste Erfahrungen mit dieser Art von Rennfahrzeug zu sammeln, haben wir uns entschieden, die niederländische Rennserie „GT & Prototype Challenge“ zu bestreiten, welche sechs Rennwochenenden vorsieht mit jeweils zwei Rennen über eine Stunde plus eine Runde mit Fahrerwechsel, jeweils eines am Samstag und eines am Sonntag. Dies wird es gegebenenfalls meinen beiden Söhnen David und Gary erlauben, sich am Lenkrad abzuwechseln, aber auch das Team durch Kundenfahrer zu verstärken. Da sämtliche Rennen in den Niederlanden (Assen, Zandvoort) und Belgien (Spa-Francorchamps, Zolder) auf sehr schönen Rennstrecken stattfinden, die wir bestens kennen, werden auch die Anreisewege wesentlich kürzer sein, als wir das die vergangenen Jahre gewohnt waren. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass wir von Fall zu Fall und je nach Interesse unserer Kunden sporadische Einsätze in ähnlichen Rennserien in unseren Rennkalender aufnehmen werden, all dies mit Blick auf ein mittelfristiges Engagement in der European Le Mans Series (ELMS).“ ährend für den jüngeren der beiden Hauser-Brüder Gary, der Anfang April 25 wird, die Umstellung nach seinen 14 Rennsiegen in den vergangenen fünf Jahren mit dem Dallara GP2 in der BOSS GP-Serie (mit dem Meistertitel 2013 und der Vize-Meisterschaft 2014, sowie immer noch dem offiziellen Rundenrekord der italienischen Mugello-Rennstrecke) die Umstellung weniger tiefgreifend sein wird, findet David (27) nach 7 Rennsaisons im Bergrennsport (mit u.a. zwei Luxemburger Meistertiteln 2013 und 2016, Gesamtsiegen in Eschdorf (3x), Homburg (2x) und Wolsfeld, vor allem aber einem 5; Gesamtrang in der Berg-Europameisterschaft 2015 mit mehreren Gruppensiegen und zahlreichen Podestplätzen) den Weg zurück auf die Rundstrecke: „Ich wäre sehr gerne wie 2015 erneut eine komplette Berg-EM-Saison gefahren, doch leider erlauben es mir meine neuen beruflichen Verpflichtungen im Augenblick […]

Vorerst keine Bergrennen mehr für David Hauser

23. Februar 2017

Wie Racing Experience, das Team der rennsportbegeisterten Luxemburger Familie Hauser am Fetten Donnerstag bekannt gab, wird zukünftig ein Ligier JS P3-Sportwagen der LMP 3-Klasse zur Fahrzeugflotte der Wormeldinger gehören. „Wir werden in diesem Jahr mit dem Ligier vor allem in der niederländischen GT & Prototype Challenge auf der Rundstrecke an den Start gehen“, gab Teamchef Christian Hauser bekannt. „Die genaue Fahrerkombination für jedes Rennen steht aber noch nicht fest. Allerdings können wir bestätigen, dass sowohl David als auch Gary Hauser Teil dieses Projekts als Fahrer sein werden. Ein mittelfristiges Ziel für uns ist eine mögliche Teilnahme in der European Le Mans Series“. Den amtierenden Luxemburger Bergmeister David Hauser wird man also in der Saison 2017 definitiv nicht mit seinem spektakulären Dallara GP2-Rennwagen bei Bergrennen bewundern können, statt dessen bildet der Student ein Team mit seinem jüngeren Bruder Gary. Der Ligier wird übrigens von einem 420 PS starken Nissan 5-Liter V8-Triebwerk befeuert. „Mein Engagement im Bergrennsport ist im Moment unterbrochen“, teilt David Hauser mit, „aber es ist definitiv kein Abschied!“

Boxengeflüster 02/2017: Wussten Sie schon dass…?

16. Februar 2017

DASS unser BiD-Gönner Andreas Voss im Winter den Tatuus Formel Renault 2-Liter aus den Teambeständen von Sportwagenpilot Thomas Conard nun endgültig übernommen hat. Mit im Paket inbegriffen ist auch der etwas PS-stärkere 2-Liter Motor, mit dem Conrad 2015 im CRS-Eigenbau-Sportwagen zur Deutschen Vize-Bergmeisterschaft fuhr. Der Monoposto-Renner bekommt derzeit ein neues Design, wird aber vorerst vom Thomas Conrad und seinem Team zu den Rennen transportiert und vor Ort betreut. Voss langjähriges Einsatzgerät, der futuristische silbergraue VW Misczyk Golf 16V mit der ungewöhnlichen Frontpartie wurde derweil verkauft. Neuer Besitzer ist übrigens der ehemalige Bergrennfahrer Jörg Symanczyk. DASS der langjährige KW Berg-Cup´ler Manfred Lewe für ein Gastspiel beim diesjährigen Osnabrücker Bergrennen bereits zugesagt hat. Seit 1979 betreibt Manfred Lewe Motorsport. Viele Jahre war er mit einem VW Golf erfolgreich bei den deutschen Bergrennen unterwegs und konnte viele Klassensiege erzielen. Der Unternehmer aus Recke wechselte 2008 auf die Rundstrecke und war dort nicht weniger erfolgreich. In der Cup- und Tourenwagen-Trophy konnte sich der für den MSC Osnabrück startende Automobilsportler mehrfach über den Gesamtsieg und viele Klassensiege freuen. Beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. – 6. August bringt Manfred Lewe seinen bildschönen und ca. 480 PS starken Seat Leon WTCC wieder einmal bei einem Bergrennen zum Einsatz. Als langjähriger und beliebter Fahrer in der Bergszene wird er dabei auf viele alte Freunde treffen und nach mehrjähriger Pause erstmals wieder ein Rennen allein gegen die Uhr und sicherlich starke Konkurrenz bestreiten. DASS der 26-jährige Christoph Hilmes aus dem Osnabrücker Umland in der kommenden Saison einen der begehrten Plätze im Opel Rallye Cup ergattern konnte und ab April im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft einen Opel Adam pilotieren wird. Co-Pilot wird Maximilian Plum sein. Berg-Insidern ist Hilmes von seinen Starts beim Wolsfelder und Osnabrücker Bergrennen mit einem VW Polo bekannt. Einige werden sich noch an seine spektakuläre Aktion in einer er oberen Spitzkehren beim letzen Wolsfelder Bergrennen erinnern, als Hilmes seinen Polo auf dem Dach ablegte. DASS im engen Zeitplan des Le Mans-Siegers und Porsche-Werksfahrers Timo Bernhard in diesem Jahr kein Platz für Gaststarts bei einem Bergrennen ist. Dafür plant Timos Papa und Team 75 Motorsport-Chef Rüdiger Bernhard mindestens vier Bergrennwochenenden. Mit dem umgebauten Rallye-Porsche 911 GT3 will sich der Westpfälzer bei den Bergrennen Eschdorf, Wolsfeld, Unterfranken und natürlich bei seinem Heimrennen in Homburg wieder einmal selbst hinter das Volant klemmen. DASS der aktuelle Luxemburger Bergmeister der Tourenwagen Canio Marchione mit seinem ex-Hans Paulitsch Berg-Cup Scirocco 16V ab der neuen Saison in der […]

Porträt Pascal Achen – Rennfahrer und Filmberichterstatter

2. Februar 2017

Was mit filmischen und fotografischen Ausflügen als junger Mann zu diversen Autorennen begann, sollte sich sehr schnell in einer langen Karriere hinterm Lenkrad fortsetzen und seit 2010 vergnügt sich Pascal Achen wieder exklusiv mit der Kamera bei Motorsportveranstaltungen. Luxemburger Motorsport ohne Pascal Achen ist für mich kaum denkbar. Beides ist eng miteinander verknüpft, denn seit meinen Anfängen als Foto-Journalist Ende der 1980er Jahre war dieser Mann mit der Kamera oder als spektakulärer Rennfahrer immer präsent. 1978 besuchte er als Zuschauer sein erstes Autorennen, ausstaffiert mit einem Fotoapparat der einfachsten Art, aber zutiefst fasziniert von diesem Sport. 1986 sollte er seine erste Filmkamera geschenkt bekommen, und sogleich zog er damit hinaus zur Deutschland Rallye. Heute kennt man ihn nur noch so, denn kaum eine Rallye, ein Slalom, ein Bergrennen oder was weiß der Geier noch mal, wird ohne seine Präsenz abgewickelt. Rund 50 Motorsportveranstaltungen pro Jahr sucht er auf und stellt daraus seine Sendungen auf dok.tv und als RacingMag her. Seine aktive Rennfahrerkarriere begann 1993. Alf Gaspar verkaufte ihm sein erstes Auto, Pascal Achen legte zwei Drittel des Kaufpreises bar auf den Tisch und den Rest verdiente er sich mit kleineren Jobs, um nach und nach seine Schulden abzuzahlen. Aber erst als der letzte Cent überwiesen war, bestritt er sein allererstes Autorennen, und zwar das Bergrennen Nommern 1993. Gott sei Dank führte er genau Buch und hielt alles in seinem Archiv fest, so dass wir sagen können, von 1993 bis Ende 2009 ging Pascal Achen 193 Mal bei Autorennen an den Start und hat hierbei 19 verschiedene Rennwagen eingesetzt. Da er ein Faible für Rallyes besitzt, verschliss er hierbei 19 verschiedene Beifahrer, die aber alle diese Rennabenteuer mit dem absoluten Quertreiber nicht bereut haben. Stammbeifahrer waren Alf Gaspar und Annick Steichen, die mit ihm bis heute zusammen lebt und beide erfreuen sich an ihrer gemeinsamen Tochter. Mit ein Bisschen Glück wird sie auch einmal Autoverrückt und ahmt ihren Eltern nach. Denn Annick Steichen begleitet ihren Pascal so oft sie kann zu Motorsportveranstaltungen und filmt mit genauso viel Hingabe wie ihre Schwiegermutter, die auch zum festen Team von Pascal Achen gehört. Eine echte Familienaffäre demnach, die sympathischer nicht sein könnte. Werfen wir einen kurzen Blick auf Pascal Achens Palmarès und picken uns aus dem Sammelsurium der Resultate die Highlights heraus: 1994 krönte er seine erste komplette Premierensaison mit dem Meistertitel bei den Débutant und beispielsweise einem beachtlichen 4. Gesamtrang beim Schwebsbinger Slalom. […]

News von der Luxemburger Meister-Gala

29. Januar 2017

Das mondäne Casino 2000 in Bad Mondorf beherbergte am Samstagabend des 21. Januar, ein weiteres Mal das große „Klassentreffen“ des Luxemburger Autosports anlässlich der Soirée du Sport Automobil 2016. Der Automobilclub des Großherzogtum, genauer gesagt die Sportkommission des ACL, bescherte den rund 300 Gästen einen glanzvollen und flotten Abend mit einer Mischung von kulinarischen Raffinessen und den Ehrungen der erfolgreichsten Motorsportler aus den Bereichen Kart, Slalom, Rallye, Rundstrecke und Bergrennen, moderiert von Paul Christ. Als Landesmeister in der Bergmeisterschaft wurde bei den Rennwagen David Hauser gefeiert, der jedoch verhindert war und durch Papa Christian, selbst ehemaliger Berg-Champion, würdig vertreten wurde. Die Formel 3-Piloten Roland Braquet und Leon Linden komplettierten das Podium. Bei den Tourenwagen blieb erstmals Canio Marchione, mit seinem ehemaligen Berg-Cup VW Scirocco, siegreich, knapp vor den beiden Schilling Performance Team-Piloten Charel Valentiny und Team-Oberhaupt Nico Schilling. In der Wahl zum „Autosportler vum Joer 2016“ landete Marcione, der zudem noch den Vize-Titel in der Kart-Meisterschaft „KZ2-Master“ einfuhr, auf Rang drei. Der „Coupe des Dames“, das war schon vor der Verkündung klar, würde diesmal an eine Frau namens Becker gehen. Ivana Becker-Huber, nicht verwandt oder verschwägert mit ihrer Konkurrentin Sandra Becker, ist die neue Titelträgerin. Interessante Gespräche am Rande der Veranstaltung förderten einige Neuigkeiten im Vorfeld der Bergsport-Saison 2017 zu Tage. Das Trio vom Schilling-Performance-Team wird mit weiter verbesserten Tourenwagen in der Vorjahresbesetzung Nico Schilling, Cedric Schilling und Charel Valentiny um das Luxemburger Championat fahren, wobei Letzter mittlerweile den PS-stärkste Wagen des Teams pilotiert. Wo die Reise für David Hauser hin geht, ist indes noch nicht klar. Im Hause Hauser hält man sich noch bedeckt, nachdem die Sondergenehmigung für den 4-Liter Dallara GP2-Rennwagen in der Luxemburger Meisterschaft zwischenzeitlich abgelaufen ist. Nach wie vor befindet sich David im Renningenieursstudium, wo weiter Praktika anstehen. Einer ist dafür auf jeden Fall wieder dabei. Auch mit 78 Jahren plant der rüstige Formel 3-Pilot Leon Linden eine weitere Saison in der Bergmeisterschaft. An Ehrgeiz wird es dem Petinger auch in seinem 55. Motorsportjahr nicht fehlen. Auch der Bergmeister von 2014 Tommy Rollinger, der sich in letzter Zeit mit einem Peugeot S2000 mehr dem Rallyesport zuwandte, weilte unter den Gästen der Gala. Nachdem der Wagenpass seines Osella FA 30 Zytek zwischenzeitlich abgelaufen war, musste der Bauunternehmer sicherheitsrelevante Teile nachrüsten lassen. Wieder mehr Bergrennen mit dem Italienischen „Dampfhammer“ sind eingeplant.

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