Interview mit neuem ACL-Sport Chef: „Ich will 2024 wieder ein Bergrennen im Land sehen“

28. Januar 2023

Der neue Präsident von ACL Sport, Romain Gantrel, will einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und Kräfte mobilisieren, um den Motorsport in Luxemburg wiederzubeleben. Romain Gantrel, Sie packen mit der Übernahme der Sportkommission des ACL ein XXL-Projekt an, oder? Es gibt viel zu tun, aber ich glaube, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Ich bin nicht der Typ, der sich verbiegt, sobald der Wind auffrischt. Aus sportlicher Sicht haben Dylan Pereira und Kevin Peters auf den europäischen Rennstrecken geglänzt, nicht zu vergessen sind anderen Enthusiasten, die sich sicherlich in niedrigeren Sphären und im Breitensport entwickeln, über die wir aber nie sprechen. Aufgrund eines Kommunikationsproblems? Teilweise ja, wie ich es sehe. Jeder Mensch, der sich im Motorsport engagiert, verdient Respekt. War das in den letzten Jahren nicht so? Die ACL Sport-Kommission hat ihre Aufgabe auf ihre Art erledigt, ohne an die Nachfolge zu denken. Sie arbeitete an ihren Themen, indem sie streng mit den Organisatoren war. Natürlich muss man auf die Regularien einhalten, aber vor allem muss man Menschen guten Willens unterstützen. Bergrennen, um nur ein Beispiel zu nennen, prägten über Jahrzehnte die Motorsportsaison in Luxemburg, sie sind aus dem Land verschwunden? Sie wurden Opfer interner Streitigkeiten und persönlicher Konflikte, ganz zu schweigen von der Müdigkeit der Organisatoren, die Tage und Nächte damit verbrachten, administrative Probleme zu lösen. Sie sind noch immer auf dem neuesten Stand, seit Sie das Präsidium der Ecurie Tëtelbierg verlassen haben, richtig? Genau. Ich trat ihr 1982 als Mitglied bei, bevor ich als Rallyefahrer Präsident wurde. 2012 hatte ich die Schnauze voll. Ich bin in Rente gegangen und niemand hat übernommen. Sie kennen beide Seiten der Medaille. Was ist das erste, was zu tun ist, um die Räder von ACL Sport wieder in Gang zu bringen? Wir müssen einen klaren Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und aufhören, alles zu kritisieren. Ich rufe zum Dialog und zum Wiederaufbau auf, auch wenn es dauern wird. Als ich sah, wie die Situation eskalierte, war ich geschockt und es drängte mich, die Initiative zu ergreifen. Konkreter? Wir müssen zuerst mit den Ministerien in Kontakt treten. Transport, Finanzen, Umwelt und Sport, um zu sehen, was möglich ist und toleriert wird. Man muss sich einen grundsätzlichen Rahmen stecken. Das wird ein Schritt sein, dann die Organisatoren und Vereine im Großherzogtum nicht mehr gehen müssen. Aber diese Organisatoren und Vereine müssen remobilisiert werden, oder? Ich werde es im Auge behalten. Es gibt […]

Romain Gantrel übernimmt den Vorsitz von ACL Sport

24. Januar 2023

Die Sportkommission des Luxemburger Automobilclubs (ACL) hatte in den vergangenen Jahren keinen Vorsitzenden. Nun übernimmt Romain Gantrel den Posten.  Wie die Sportkommission des Automobilclubs am 18. Januar 2023 mitteilte, ist nun Romain Gantrel der neue Präsident. Seit dem Rücktritt von Marc Joseph im Jahr 2021 konnte kein Nachfolger für den Posten gefunden werden. Gantrel ist ehemaliger Rennfahrer und sammelte bereits als Organisator Erfahrungen, wie zum Beispiel beim Bergrennen Lorentzweiler. Zudem war Gantrel lange Jahre Präsident der Ecurie Tëtelbierg . „Ich freue mich, dass Romain Gantrel Präsident von ACL Sport geworden ist. Mit diesem neuen Schwung beginnt die Saison 2023, in der wir das langfristige Ziel verfolgen, den Sport auf nationaler Ebene neu zu beleben“, wird ACL-Präsident Yves Wagner zitiert. Somit keimt auch wieder etwas Hoffnung auf eine Bergrennveranstaltung im Großherzogtum.

Boxengeflüster 01/2023: Wussten Sie schon dass…?

18. Januar 2023

DASS um die Angaben des PF Sheets ordentlich zu überprüfen ab der kommenden Saison für die Technischen Kommissare bei jedem Berg DM-Lauf eine feste Technische Abnahme vorgesehen ist. Die jeweiligen Veranstalter werden, wie es in früheren Jahren an der Tagesordnung war, wieder feste Örtlichkeiten im oder im Umfeld der Fahrerlager, für die technische Abnahme einrichten. Hier müssen die Rennfahrzeuge vorgeführt werden. Ein „Rundgang“ der TK´s wird es somit nichtmehr geben. Um den Abnahmeprozess deutlich zu beschleunigen wurde von den Technischen Kommissaren Rüdiger Kleinschmidt und Christian Schleicher angeregt den Ablauf mit Sportwarten etwas zu unterstützen. DASS nach 2021 auch im Jahr 2022 der Champion der European SportsCarChallenge Marco Fink heißt. In einem grandiosen Herzschlagfinale von Mugello sicherte sich Marco Fink in seinem PRC BMW WPR70 V8 den 2. Platz hinter dem Profifahrer Sven Barth, der jahrelang sehr erfolgreich in der ADAC GT Masters unterwegs war. Am Ende reichten dem Allgäuer TEAM FINK Motorsport die 22 Punkte für den 2. Platz um den Sack in der Meisterschaft zuzumachen. Der Spross des Deutschen Bergmeisters von 1994, Rainer Fink fuhr zwischen 2006 und 2014 mit einem BMW im KW Berg-Cup. DASS eine neue Herausforderung 2023 auf den Italo-Luxemburger Canio Marchione wartet. Nach erfolgreichen Saisons im Osella PA21 JRB wird der mehrfache nationale Champion in diesem  Jahr auf einen stärkeren Osella PA2000 Evo wechseln. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Boliden des Süditalieners Achille Lombardi, mit dem dieser 2021 und 2022 die nationale Meisterschaft in der 2l E2-SC Klasse für sich entscheiden konnte. Angetrieben wird der Sportprototyp von einem 2l Honda Motor, welcher bei LRM Motors in Italien vorbereitet wurde. DASS mit einem neuen Boliden der Belgier Loic Cordier die Rennsaison 2023 in Angriff nehmen wird. Vor kurzem wurde im Rahmen einer Präsentation sein neuer Porsche 992 GT3 Cup der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit diesem Boliden wird er neben der nationalen Meisterschaft auch wieder einige Läufe zur französischen Bergmeisterschaft absolvieren – und nach seinem ersten Gastspiel im Jahr  2021 am 5./6. August mit diesem spektakulären Fahrzeug beim 55. Int. Osnabrücker Bergrennen an den Start gehen. DASS es alle Informationen über das 55. Int. Osnabrücker Bergrennen am 4.-6. August 2023 nun auch via  Sportity-App gibt. Laden Sie sich die Sportity-App herunter und geben Sie den Zugangscode HC-MSCOS ein. Schon haben Sie – auf Wunsch auch mit Push-Nachricht – Zugriff auf alle aktuellen Infos, die vom Veranstalter bereitgestellt werden, ob Wettbewerbsunterlagen oder Zuschauerinformationen. Immer mehr Automobilsportveranstalter im In- und […]

„Bergrenn-Merch“  und Raritäten auf eBay

31. Dezember 2022

Wir haben in diesen trüben Wintertagen mal wieder unser Redaktionsbüro aufgeräumt und dabei einiges ausfindig gemacht, was mehrfach vorhanden ist und wir gerne an Sammler und Fans des Bergrennsports weitergeben wollen. Auf unserem eBay-Account haben wir aktuell zahlreiche Merchandisings-Artikel, wie Rennprogramme (auch Rallye), Bucher, Guides, Tassen, Bierkrüge, Ausschreibungen oder Veranstaltungsplakate eingestellt. In der Regel als Sofortkauf-Option, aber auch einige Auktionen. In den kommenden Tagen werden weitere Artikel, wie z.B. Autogrammkarten bis zurück in die 1980er und 90er Jahre eingestellt und angeboten werden. Versand nach Deutschland und Europäische Union. Schnell sein lohnt sich! Hier geht’s direkt zum BiD-eBay Account: https://www.ebay.de/usr/racingtom

Bergrennen Abreschviller in unruhigem Fahrwasser

28. Dezember 2022

Fünf Tage vor Weihnachten kam es quasi zu einem Erdrutsch in Abreschviller, im zu Deutschland grenznahen Osten Frankreichs. Der regionale Automobilclub ASAC Moselle suspendierte den örtlichen Ausrichterverein COCCA und plant das traditionsreichste Bergrennen Lothringens in Eigenregie durchzuführen. Damit stehen dem Französische und Luxemburger Berg-Meisterschaftslauf in den nördlichen Vogesen aktuell ein paar stürmische Wochen ins Haus, den der Unmut der Helfer und Organisatoren aus den Reihen der COCCA, die nun außen vor sind, ist groß. Damit haben auch die Bemühungen einiger Mitglieder der Deutschen AG Berg, am 29./30. April 2023 erstmals einen Lauf zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge nach Frankreich zu vergeben, einen herben Rückschlag erhalten. Die Ankündigung des ASAC Moselle (in Deutschland nur bedingt vergleichbar mit den Sportabteilungen der ADAC Gaue) mit ihrem Präsident Bernard Vogel, dem örtlichen Organisationskomitee (COCCA) die technische Organisation des Course de Côte d’Abreschviller zu entziehen, sorgte in der 1400 Seelen Gemeinde  für Bestürzung. Mit großer Traurigkeit und einem unerklärlichen Gefühl erfuhr der Verein diese Nachricht durch eine einfache Mail. „In der Tat wird die ASAC Moselle 2023 das Bergrennen Course de Côte d’Abreschviller-Saint Quirin ohne technischen Organisator, aber mit Hilfe aller guten Willens veranstalten“, so Bernhard Vogel, der bis zum Sommer 2020 auch COCCA-Vorsitzender war. „Es ist nicht die Entscheidung eines einzigen Mannes, sondern die Entscheidung des Komitees vom 7. Dezember 2022. In den letzten Jahren gab es Unstimmigkeiten zwischen der regionalen Motorsportföderation  und den lokalen Helfern. Nach dem Rücktritt von Vogel, war die Nachfolge lange ungewiss. Das Jahr 2021 war ein COVID-Jahr, und das Rennen wurde erst in den September verschoben und dann doch abgesagt. Die COCCA wollte diese Verschiebung nicht, gegen den Willen des ASAC, und das Rennen fand nicht statt. Danach konzentrierte man sich auf 2022. Das 50. Jubiläumsrennen war laut Vogel „eine schmerzhafte Geburt aber schlussendlich ein Erfolg. Aber aktuell klaffen Lücken im COCCA-Präsidium und wir befinden uns bereits in der aktiven Startphase der Ausgabe 2023 (FFFSA-Verordnung und Präfektur-Dossier), es muss gehandelt werden“. Bleibt abzuwarten und zu hoffen das die treuen und leidenschaftlichen Helfer des Vereins COCCA, die seit Jahrzehnten dieses Bergrennen geprägt und es zusammen mit dem ASAC Moselle zu einem französischen Meisterschafts-Event geführt haben, auch unter diesen Umständen am Fortbestand dieses Bergrennens mitarbeiten werden, denn auch in Frankreich werden die Freiwilligen knapp.

Große Spannung am „Uphöfener Berg“ – Fans fiebern Osnabrücker Bergrennen entgegen

1. August 2022

Es ist fast alles bereits in Startposition. Die letzten Vorbereitungen laufen an der 2,030 km langen Kultstrecke am „Uphöfener Berg“ in Hilter-Borgloh und von Minute zu Minute steigt die Spannung. Mit etwas mehr als 180 Einschreibungen verzeichnet der veranstaltende MSC Osnabrück e.V. ein grandioses Ergebnis und darunter befinden sich zahlreiche spektakuläre Fahrzeuge. Dieses ist für die Fans umso schöner, da diese in diesem Jahr wieder uneingeschränkten Zugang im Fahrerlager sowie allen lukrativen Streckenabschnitten haben und somit wieder im wahrsten Sinne des Wortes „Automobilsport zum Anfassen“ genießen können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus nicht weniger als 14 Nationen werden dabei um tausendstel Sekunden gegen die Uhr fighten und in den unterschiedlichen Klassen und Gruppen für einen hohen Spannungseffekt sorgen, um beim großen Finale zum diesjährigen FIA Int. Hill Climb Cup die besten Bergpiloten dabei sein werden. Allen voran wird der amtierende Europa-Bergmeister Christian Merli aus Italien das Interesse der Fans auf sich ziehen, denn er hat mit dem über 500 PS starken Osella FA 30 V8 seinen eigenen Streckenrekord von 50, 055 sec im Visier und wird diesen bei guten äußeren Bedingungen sicher angreifen wollen. Aber die Konkurrenz ist groß bei den Läufen um den Großen autoservice.com – Pokal. Der Schwarzwälder Alexander Hin bestreitet die diesjährige Europameisterschaft, ebenfalls mit einem Osella FA 30, im Team des Champions und hat ebenfalls starke Ambitionen auf einen ganz vorderen Platz. Dabei möchte der Franzose Sebastien Petit mit dem Nova Proto NP 1-02 (Foto Mitte), einem zweisitzigen Rennsporwagen, als Titelverteidiger und Gesamtsieger aus dem Jahr 2021 ebenfalls die Spitzenposition verteidigen, zumal er beste Aussichten hat, den FIA Cup erneut zu gewinnen. Insgesamt drei ganz schnelle Schweizer gehören ebenfalls zum engeren Favoritenkreis und sind allesamt für einen Platz auf dem „Treppchen“ gut: Marcel Steiner hat nach viel Pech in den vergangenen Monaten wieder mit dem LobArt – Honda LA 01  „in die Spur“ zurückgefunden und auch Robin Faustini (Foto oben) und Joel Volluz, bei de mit einem Osella FA 30, sind in der Lage, ganz schnelle Zeiten zu fahren. Über 35 Formelrennwagen und Offene Sportwagen sorgen auf und neben der Rennstrecke für ein besonderes Flair bei den Gästen. Bei den Tourenwagen sieht es nicht anders aus. Eine große Anzahl an PS-starken Boliden mit den begehrten „Berg-Monstern“ werden an der Startlinie stehen und die Herzen der vielen Automobilfans höherschlagen lassen. Über mehrere Monate hat Pieter Zeelie aus Südafrika mit den Organisatoren die Teilnahme mit seinem rund 850 PS starken Toyota […]

Osnabrücker Bergrennen mit zahlreichen Top-Highlights und Fun-Faktor

13. Juli 2022

Am 6. und 7. August steht die Kultstrecke des „Uphöfener Berges“ wieder im Mittelpunkt der PS-Boliden der europäischen Bergrennen-Szene und eines spektakulären Event-Programms für die Fans und Familien. In diesem Jahr ist das Veranstaltungsgelände sowohl im Bereich der attraktiven Plätze und Kurvenbereiche an der Strecke als auch das gesamte Fahrerlager wieder frei zugänglich. Die schnellsten und PS-stärksten Rennsportfahrzeugen und Tourenwagen fighten auf der 2,030 km langen Strecke zwischen Borgloh und Bissendorf-Holte im Osnabrücker Land um Punkte und Platzierungen beim großen diesjährigen Finale zur europäischen Meisterschaft des „FIA Int. Hill Climb Cups 2022“. Dabei haben die schnellsten Teilnehmer natürlich die Unterbietung des amtierenden Streckenrekordes von 50,055 sec/Lauf im Visier. Jeweils 4 Trainingsläufe (am Samstag) und 4 Rennläufe (am Sonntag) bieten den Gästen eine einmalige Automobil-Show und dabei gehen bis zu 200 top getunte Rennfahrzeuge aus rund 15 Nationen mit bis zu 1.500 PS (!) an den Start. Die Top-Favoriten auf den Gesamtsieg um den Großen „autoservice.com – Pokal“ kommen aus dem Bereich der offenen Rennsportfahrzeuge. Allen voran möchte der Italiener Christian Merli mit seinem fast 600 PS starken Osella FA 30, dem „Königsfahrzeug“ am Berg, seinen eigenen Rekord aus dem Jahr 2019 unterbieten. Aber die Konkurrenz ist groß. So wird der Franzose Sebastien Petit als Titelverteidiger und Gesamtsieger am „Uphöfener Berg“ in 2021 mit dem Nova NP-01 alles daransetzen, wieder als erster die Ziellinie zu überqueren. In den Gruppen der offenen Sportwagen, Formel 3000 und Formel 3-Rennwagen werden rund ein Dutzend Fahrern Chancen eingeräumt, in die TOP 5-Platzierungen einzufahren. Mit dem Schwarzwälder Alexander Hin ist in diesem Jahr erstmals nach vielen Jahren wieder ein Deutscher Top-Pilot, der nach seinem 2. Gesamtrang in 2021 wieder zu engen Favoritenkreis zählt, mit einem Osella FA 30 dabei. Die leistungsstärksten Boliden kommen traditionell aus der Kategorie der geschlossenen Rennfahrzeuge. Hier erleben die Besucher unter anderem die sehr beliebten Berg-Monster. Zu den Publikumslieblingen zählen hier die Fahrer aus dem norwegischen Buldre-Racing-Team, angeführt von dem einmaligen BMW E 30 M 3 von Vidar Jodahl, der fast unglaubliche 1.500 PS auf den Asphalt bringt. Weitere PS Boliden wie WRC Skoda, Mitsubishi Lancer EVO, BMW Z4 GT3, Audi S 1 E 2 und viele andere kämpfen um die Pole-Position bei den Tourenwagen. Hier möchte der italienische Top-Pilot Luca Gaetani mit seinem wunderschönen Ferrari 488 den Ton angeben. Zahlreiche Gäste steuern im Fahrerlager zuerst die Autoklassiker an, die bereits einen Kultstatus genießen. Egal, ob die NSU TT, Fiat Abarth, Opel […]

Schon wieder Streckenrekord für Hin

29. Juni 2022

Bei wunderschönem Wetter ging das diesjährige Ibergrennen in Heilbad-Heiligenstadt über die Bühne. Dabei bekamen die zahlreich erschienen Zuseher exzellenten Bergrennsport geboten, wobei das Organisationsteam am Samstag sogar 4 Trainingsläufe auf der knapp über 2 km langen Strecke abwickelte. Das Rennen bestand dann ebenfalls aus 4 Wertungsläufen, wobei allesamt für die Endwertung herangezogen wurde. Im Kampf um den Gesamtsieg konnte sich der erklärte Favorit mit Alexander Hin eindrucksvoll durchsetzen. Am Steuer seines Osella PA30 Zytek LRM konnte er mit einer beeindruckenden Performance überzeugen, wobei er im 4. Rennlauf auch einen neuen Streckenrekord realisieren konnte, nachdem er bereits in Rennlauf 1 die 52sec. Schallmauer durchbrechen konnte. Rang Zwei sicherte sich Routinier Uwe Lang mit dem Osella A 20/S Evo BMW, der am Iberg eine ebenfalls eindrucksvolle Leistung ablieferte. Damit stand in seiner Comebacksaison das nächste Topergebnis für ihn zu Buche. Das Podium komplettierte ein weiterer Fahrer vom Lang Motorsport Team mit Stefan Armbruster, der mit seinem in diesem Jahr neuen Osella PA30 Zytek LRM eine famose Performance in Heilbad-Heiligenstadt ablieferte und erstmals aufs Podium kletterte. Mit einer beherzten Vorstellung konnte er sich am Renntag damit seinen bislang größten Erfolg im Bergrennsport realisieren. Rang Vier Gesamt sicherte sich mit gerade einmal 0,8sec. Rückstand der Luxemburger Canio Marchione, der mit seinem Osella PA 21 JRB immer besser zu Recht kommt. Mit dem von einem Motorradmotor angetriebenen Boliden konnte er eindrucksvolle Zeiten erreichen und sich am Ende den Sieg bei den 2l E2-SC Sportprototypen sichern. Die Top5 Gesamt komplettierte der Deutsch-Italiener Francesco D´Acri, der mit seinem Elia Avrio ST09 B eine tolle Vorstellung am Iberg ablieferte. Mit einer beeindruckenden Leistung konnte er sich exzellent in Szene setzen und bei den 2l E2-SC Boliden Platz Zwei realisieren. Dahinter sicherte sich Patrick Rahn den sechsten Gesamtrang mit seinem Dallara F306 OPC Spiess. In einem spannenden Kampf behielt er über seine weiteren Verfolger die Oberhand, was am Ende des Wochenendes mit dem Sieg in der stark besetzten 2l Klasse der Gruppe D, E2-SS belohnt wurde. Damit feierte er einen herausragenden Erfolg beim Ibergrennen, wobei er im letzten Rennlauf auch noch die schnellste Zeit am gesamten Rennwochenende in dieser Klasse realisieren konnte. Frank Deybrune im Dallara hatte Pech und versemmelte einen Startvorgang komplett. Siebenter wurde mit gerade einmal 0,24sec. Rückstand Georg Lang, der mit seinem Tatuus Renault FR 2.0 Evo ebenfalls zu überzeugen vermochte. Dabei gelangen ihm exzellente Zeiten, womit der zweite Rang am Ende des Wochenendes bei den […]

Hin durchbricht die Minutenschallmauer von Wolsfeld

7. Juni 2022

EBM-Pilot Alexander Hin bricht den 18 Jahre alten Streckenrekord und dominiert das Wolsfelder Bergrennen bei tückischen Bedingungen. Das ist ein Paukenschlag! 18 Jahre lang jagten die besten Bergpiloten aus halb Europa den Streckenrekord von Herbert Stenger aus dem Jahr 2004. Vergeblich. Einige kratzen immer wieder an der Bestmarke des mehrfachen Berg-Europameisters, der 2014 viel zu früh den Kampf gegen den Krebs verlor. Oft fehlten nur ein paar Hundertstel. Nicht nur an der Bestmarke des früheren „Berglöwen“, sondern auch an der magischen Grenze von weniger als einer Minute. Bis, ja bis an Pfingstmontag 2022. Bis Alexander Hin kam. Der 52-jährige Schwarzwälder aus dem südbadischen Elzach pulverisierte im ersten Lauf des 58. Wolsfelder Bergrennens die alte Stenger-Bestmarke und trug sich in die Annalen des Bergrennsports ein: 59,618 Sekunden brauchte er in seinem Osella PA 30 für die 1,64 Kilometer lange Strecke von Wolsfeld nach Wolsfelderberg hinauf. Dass der Pilot in dem Osella PA 30 mit seinem rund 450 PS generierenden großvolumigen V8-Motor mit derlei Absichten in die Eifel gekommen war, verriet er schon am frühen Montagmorgen in seinem technischen Basislager direkt an der Nimsbrücke: „Glaub mir, wenn ich einen einzigen trockenen Lauf erwische, dann ist er fällig.“ Er, das war eben der Streckenrekord Stengers aus dem Jahr 2004. Und so kam es! Hin hatte sagenhaftes Glück: Zehn Minuten nach seiner Rekordfahrt fing es an zu tröpfeln, danach schüttete es. „Ich habe beim Vorstart im Auto gesessen und die dunklen Wolken gesehen. Ich habe gebibbert, dass es noch ein paar Minuten hält.“ Das tat es dann auch. Nach dem ersten von mehreren heftigen Eifelgüssen im Bitburger Land am Montag war eine erneute Verbesserung der Bestzeit allerdings kein Thema mehr: Die Rennleitung empfahl den Fahrern vor dem zweiten Lauf, auf die glatten Walzen ganz zu verzichten. „Zieht Regenreifen auf oder irgendwas dazwischen. Aber Slicks sind keine Option.“ Für die Motoren selbst war das Wetter in diesem Jahr allerdings geradezu ideal: Es war nicht zu warm, die Turbolader litten nicht, die Triebwerke konnten frei atmen. Allerdings häuften sich auf dem schmierigen Untergrund bei den 190 Teilnehmern, die alle 20 Sekunden losgelassen wurden, Ausrutscher, Dreher und dadurch hervorgerufene Einsätze des Intervention-Cars und der Rennleitung. Alles jedoch prophylaktisch. Den einen oder anderen waidwunden vierrädrigen Kameraden musste der Abschleppdienst zwar nach unten bringen, aber dabei blieb es dann. Auch, dass man wegen des Wetters eventuell auf den dritten Lauf hätte verzichten müssen, stand nie zur Disposition. „Ruhe bewahren, in der Eifel […]

Erster Gesamtsieg für jungen Belgier Corentin Starck

31. Mai 2022

Als Eintagesveranstaltung fand am vergangen letzten Mai-Samstag das  Bergrennen von Ry des Glands im Südosten Belgiens statt. Das kleine Rennen mit lediglich um die 50 Teilnehmer zählte zur Belgischen und Luxemburger Bergmeisterschaft.  Die knapp 4 km lange und recht breite Strecke ist eine Abfolge von schnellen Kurven. Nach seinen überraschend hervorragenden Ergebnissen bei den Frühjahrsrennen der Französischen Bergmeisterschaft, in Abreschviller sprang gar Platz sechs im exzellenten Starterfeld heraus, ging Corentin Starck erstmals in Ry des Glands mit seinem neuen Nova Proto NP01, mit einem 1175 ccm Turbomotor in der 2-Literklasse der Gruppe E2-SC ins Rennen. Nach kontinuierlichen Verbesserungen seiner Zeiten, beende der Mann aus Bouillon den Tag mit einer Zeit von 1:17,91 min, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 184 km/h entspricht. Der erste und gleich klare Tagessieg war Starck so nicht zu nehmen.

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