Eine Wolsfelder Klassen und Gruppen-Bilanz

12. Juni 2019

Kommen wir zu den Highlights in den einzelnen Klassen und Gruppen beim 57. Wolsfelder ADAC Bergrennen, dass aktuell das älteste noch gefahrene Bergrennen Deutschlands ist. Die zusammengelegte Gruppe G gewann Harald Ludwig im Audi R8 doch weniger deutlich aus erwartet vor Frank Bamberg im BMW 130i. Im „Citroen AX GTI-Pokal“ der Gruppe N bis 1400 ccm setzte sich Boris Schmidt überraschend deutlich gegen Rüdiger Zahn durch. Die blau-weiß-rote Truppe plant an allen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft an den Start zu gehen. Ein Dauersieger in dieser Klasse hat also in der Bergmeisterschaft gute Aussichten auf eine vordere Platzierung am Jahresende. In der Gruppe F bis 1400 ccm kehre Slalom-Spezialist Jürgen Plumm nach zweijähriger Abstinenz wieder an den Wolsfelder Berg zurück und dominierte wie in früheren Zeiten gleich wieder im quirligen Daihatsu Charade 4×4, fast 9 Sekunden vor Robert Maslonka im Polo. In der F-1600 machten zwei Saarländer den Sieg unter sich aus. Lukas Bodtländer im Citroen C2 (Foto Mitte) setzte sich gegen Giosi Galati durch. Der Deutsch-Italiener war erstmals nach seinem Überschlag in Homburg vor zwei Jahren, im neu aufgebauten Citroen Saxo wieder am Berg unterwegs und freut sich schon auf sein Heimrennen in Homburg. Etwas geboten wurde den vielen Zuschauern in der Bit-Kurve auch von den Akteuren der Klasse bis 2000 ccm. Auf die im letzten Training ausgelobten Zusatzpunkte in der Berg DM musste Kai Neu verzichten. Der Ford Focus ST rollte nach der Bit-Kurve aus und ließ sich nicht mehr starten. Nach einer mühevollen Suche entdeckte man ein beschädigtes Kabel, das schnell repariert war. Am Renn-Pfingstmontag lief dann alles nach Plan und der Mann vom Homburger Automobilclub (HAC) konnte seine Stärken wie gewohnt ausspielen. Markus Goldbach mit dem Wiebe Renault Megane hatte erneut das Nachsehen, doch sein zweiter Platz war am Ende gut gefestigt. Danach folgten mit Abstand zwei weitere HAC´ler mit Martin Kraus (VW Polo G60), der immer besser in Form kommt und Gino Kruhs, dem im zweiten Trainingslauf am rallyeerprobten Citroen DS3 R3T eine Felge brach. Gottlob in der langsamen Bit-Kehre. In der F/A über 2000 ccm verpasste der Luxemburger Marc Zenners den Klassensieg durch einen verunglückten Startvorgang im Subaru Imprezza. Roland Herget (Mitsubishi) sagte Danke, und gewann. Nicolas Uenzen (BMW E36) und Albert Vogt (Subaru) zogen ebenfalls noch an Zenners vorbei. Nicht viel zu sagen gibt es über die NSU-Fraktion aus dem KW Berg-Cup. Mehr als deutlich siegte Steffen Hofmann, fast 10 Sekunden in drei Läufen […]

Bratschi räumt auf der geilen Meile von Wolsfeld ab

11. Juni 2019

Das Wetter hat diesmal gehalten, nicht wie schon so manches Mal beim Wolsfelder ADAC Bergrennen, als Petrus die Sieger in der Regenlotterie auswürfelte. Knapp war´s aber dennoch, denn pünktlich zum Ende der Gesamtsiegerehrung im Startbereich, fing es zu regnen an. Doch dies konnte auf eine makellose Rennveranstaltung, organisiert vom Eifel-Motor-Sport-Club Bitburg, keinen Schatten werfen. Ein Rekordstarterfeld wirbelte durch den slalomähnlichen Parcours hinauf auf den Wolsfelderberg und zeigte einmal mehr, das Alleinstellungsmerkmal dieser Bergrennpiste auf, wo weniger am Ende oft mehr ist. Gemeint sind weniger PS und Verbissenheit dafür aber mehr Drehmoment und Bodenfreiheit. Es musste also an vielen Rädchen gedreht werden um sich selbst und sein Rennfahrzeug optimal auf die besonderen Belastungen diese „Achterbahn“ einzustellen. Dies bewerkstelligte am langen Pfingstwochenende am besten der Schweizer Gaststarter Ronnie Bratschi (Foto oben) mit seinem schon extremen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO. Bereits in den Trainingsläufen drehte der Urner an der PS-Schraube, aber nicht hoch sondern runter. Mit „nur“ 600 PS konnte sich der zweifache FiA Hillclimb Cup-Gewinner gut einschießen, um am Renntag noch ein paar Schippen drauf zu legen. Doch das Höchstmaß von rund 750 PS ließ er unangetastet, dafür nutzte Bratschi mehr das Drehmoment des EGMO-Triebwerks (ehemals Eggenberger). Somit war er nicht zu schlagen – als Tagessieger wohlgemerkt, vor sämtlichen Sport- und Rennwagen. Für ihn der erste Gesamtsieg unter regulären Bedingungen, nachdem er 2016 in Verzegnis (I) als Führender der Tourenwagenwertung vom Abbruch infolge eines Unwetters profitiert hatte. „Die Strecke in Wolsfeld ist ähnlich wie jene bei uns in Massongex, also sehr wellig und schmal“, sagte Bratschi. „Als ich nach dem ersten Rennlauf nur knapp vorne lag, habe ich die vier Rennen alten Reifen gegen neue ausgetauscht. So klappte es dann auch mit einem neuen Tourenwagenrekord in 1.01,550 Minuten“. Somit bleibt der Rekord in Schweizer Hand, den Bruno Ianniello im Jahr 2011 aufstellte und jetzt um rund 1/10 Sekunde gedrückt wurde. „Raketen Bruno“, der hier mit seinem Lancia Delta S4 in seinen besten Jahren ebenfalls schon den Tagessieg errungen hatte, kam mit 16,7 Sekunden Rückstand zu Gesamtrang 17. In der Addition der drei Zeiten (3’06,058) auf der nur 1,64 Kilometer kurzen Strecke verwies der Schweizer den schnellsten Deutschen Christian Triebstein in einem Dallara F302 Opel F3 (Foto Mitte) um 2,7 und den Franzosen Anthony Loeuilleux in einem Tatuus-Honda FM um 4,1 Sekunden auf die verbleibenden Podiumsränge. Triebstein gewann somit auch die heißumkämpfte Rennwagenklasse bis 2 Liter und widmete seinen Erfolg seiner Großmutter, […]

Rekord-Starterfeld zum Pfingstklassiker in Wolsfeld

6. Juni 2019

Traditionell steht das Wolsfelder ADAC Bergrennen am Pfingstsonntag (Training) und –Montag (Rennen) in der Südeifel bei Bitburg auf dem Programm, wo der EMSC Bitburg zum Bergfestival einlädt. Dabei darf man sich einen äußerst spannenden Kampf um den Gesamtsieg erwarten, wobei auf der 1,6km kurzen Bergstrecke das Rekord-Feld der 206 Formel- und Tourenwagen wieder sehr eng zusammen liegen wird. Bei den offenen Boliden wird wohl der Franzose Anthony Loeuilleux (2018 Gesamtsieger in Homburg) mit seinem Tatuus Formel Master S2000 einer der großen Favoriten in Wolsfeld sein. Mit dem spektakulären Boliden ist ihm auf der recht schmalen Strecke, auf der er erstmals antritt,  sicherlich einiges zum zuzutrauen. Dabei wird es ihm aber die Konkurrenz keines Falls leicht machen, allen voran der Deutsche Georg Lang, der mit seinem spektakulären MSW-VW/Audi HS001 sicherlich nicht unterschätzt werden sollte. Mit diesem Boliden wird er im Kampf um den Gesamtsieg durchaus ein kräftiges Wort mitreden. Aber auch der Nordhesse Christian Triebstein ist hier mit seinem Dallara F302 keines Falls außer Acht zulassen. Auch er sollte im Kampf um den Gesamtsieg durchaus ein entscheidende Rolle tragen. Gespannt darf man auch auf den ersten Deutschland Auftritt von Alexander Hin im PRC FPR 12 Honda sein, der mit diesem Boliden ebenfalls erstmalig in Wolfsfeld mit von der Partie sein wird. Mit seiner bekannt spektakulären Fahrweise dürfte er durchaus im Kampf um den Gesamtsieg ein kräftiges Wort mitreden. In dieser Klasse bekommt er es mit starker Konkurrenz in Form von Thomas Conrad zutun, der mit seinem CRS MTK S5/7 ebenfalls nicht außer Acht zulassen sein dürfte und der in Wolsfeld schon große Erfolge feiern konnte. Aus der Tourenwagenabteilung dürfte wohl die Schweizer Berglegende Bruno Ianniello  wohl wieder eine kräftige Rolle einnehmen. Mit dem spektakulären Lancia Delta S4 konnte er schon des öfteren „in seinem Wohnzimmer“ die Gesamtwertung für sich entscheiden, womit ihm auch 2019 durchaus einiges zugetraut werden darf. Jedoch bekommt er diesmal äußerst starke Konkurrenz aus der eigenen Nation. Ronnie Bratschi wird mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) wieder einmal in Wolfsfeld an den Start gehen und mit dem spektakulären Boliden sicherlich für ein Highlight sorgen. Man darf gespannt sein wie er auf der 1,6km kurzen Strecke von Wolsfeld mit seinem „Bergmonster“ zu Recht kommen wird. Aber auch der Belgier Martin Bach ist bei den Tourenwagen mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 6 keines Falls zu unterschätzen. Auch ihm ist als amtierender belgischer Bergmeister jederzeit ein voller Erfolg […]

Mickhausen kehrt mit Neuerungen in die Bergszene zurück

25. Mai 2019

Nach dem Ausfall 2018 wird es in diesem Jahr wieder ein Bergrennen in Mickhausen im Landkreis Augsburg  geben. Der Termin verbleibt auf dem traditionellen Datum Anfang Oktober. Erstmals werden die Motoren bei dem Großereignis in den Stauden nicht nur dröhnen, sondern auch surren. Denn zum ersten Mal wird es eine Klasse mit Elektroautos geben. Der Aufschrei bei vielen Fans und den aktiven Fahrern aus ganz Deutschland und dem Ausland war damals groß, als der ASC Bobingen ankündigte, dass es 2018 und vielleicht auch darüber hinaus aus organisatorischen Gründen kein Mickhausener Bergrennen geben werde. Entscheidend dafür war, dass sich unter anderem wegen Arbeitsüberlastung der langgediente Organisationsleiter Günter Hetzer zurückzog und es technische Probleme gab, die auf die Schnelle nicht gelöst werden konnten. Zwischenzeitlich  hat sich einiges verändert und aufgeklärt. Es hat sich eine neue Organisationsspitze gebildet, bestehend aus dem Trio Michael Kanth (Vereinsvorsitzender), Hinrich Groeneveld und Wolfgang Glas. Zum Rennwochenende  stößt noch Jürgen Guckert vom Homburger Automobilclub hinzu, der erstmals auf der rund zwei Kilometer langen Strecke hinauf Richtung Brikach als Rennleiter fungiert.  Sie haben nun ein schlagkräftiges Team um sich geschart, das gewillt ist, den Arbeitsaufwand für das Bergrennen zu stemmen. Die Genehmigungen für die Veranstaltung vom 4.-6. Oktober samt dem Drumherum sind bereits eingeholt, die bis zu 500 Hilfskräfte stehen Gewehr bei Fuß, und die wichtigen Finanzen sind geklärt. „Die Vorfreude auf das Großereignis, zu dem wieder bis zu 20.000 Besucher erwartet werden, bei allen Beteiligten, auch im Dorf, ist jetzt schon riesig“, sagt Kanth. Das alles konnte nur erreicht werden, weil der ASC Bobingen das Rennen etwas umstrukturiert hat. Ein entscheidender Schritt dabei ist, dass bei den Verbrennungsmotoren kein Rennen mehr nach den Regeln des internationalen Automobilsportverbandes FIA ausgetragen wird. Also, das Prädikat FiA International Hill Climb Cup nicht angestrebt wurde. „Die Auflagen dafür waren riesig, die Kosten hoch, der Arbeitsaufwand gigantisch und der Ertrag nicht so wie erwartet“, erklärt Kanth. Wie sich das auf die Internationalität des Starterfeldes auswirkt, wird sich zeigen. Ein neuer Pluspunkt  ist hierbei sicherlich die Wertung zur Luxemburger Bergmeisterschaft, die auch potente Rennfahrzeuge und einige namhafte Piloten mitsichbringt. Ansonsten wird nichts weggelassen, im Gegenteil, es kommen neue Dinge dazu: „Wir bauen neben dem VIP-Zelt ein weiteres Zelt für bis zu 350 Personen auf. Darin soll es am Freitagabend einen Unterhaltungsabend mit Musik, Essen und Trinken nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Öffentlichkeit geben“, betont Glas. Und auch am Samstagabend gibt es […]

Vierter Eschdorf-Sieg für Familie Steiner

7. Mai 2019

„2:2, da muss ich ja nächstes Jahr wieder antreten!“. Dem 70-jährigen Heinz Steiner war am Sonntag nach einem langen, intensiven Renntag, der in aller Frühe mit einem Trainingslauf begonnen und drei Rennläufen bei bitterer Kälte, jedoch im Gegensatz zum wegen der Staatstrauer auf einen erst ab 18.00 Uhr erlaubten und dann wegen anhaltender Schneeschauer, der den 1,850 km langen Kurs in eine Rutschbahn verwandelt hatte, vorzeitig abgebrochenen Trainingslauf reduzierten Samstag ohne Niederschläge weitergegangen war, zum Spaßen aufgelegt. Sein Sohn Marcel hatte soeben, zum zweiten Mal nach 2013, den Schlusssieg auf jener Strecke erobert, auf der der Herr Papa 1995 und 1996 geglänzt hatte, als er noch im Martini-BMW Mk69 Formel 2 aktiv gewesen war. „Künftig werden wir immer erst am Freitagabend nach Eschdorf anreisen…“, fügte der vierfache Schweizer Bergmeister hinzu, „so wie wir es bereits bei meinem ersten Sieg hier vor 6 Jahren gemacht hatten!“ Ab dem ersten Rennlauf konnte der 44-jährige Garagist sich im LobArt-Mugen Honda V8 an die Spitze setzen, legte erst eine Zeit von 51,020 s. vor, dann 50,039, um schließlich als einziger Fahrer an diesem eiskalten Tag die 50er-Schallmauer zu durchbrechen in 49,833 sec., ohne jemals von jenem Fahrer bedrängt zu werden, der im Vorjahr an gleicher Stelle dominiert hatte. Der französische Doppelmeister Sébastien Petit blieb effektiv im Norma-Mugen V8 am Ende vier Zehntel über der schnellsten Zeit seines eidgenössischen Rivalen…und genau zwei Sekunden über seinem eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Überraschender 3. Platz derweil für den Luxemburger Guy Demuth, der seinen Norma-Judd im zweiten Lauf am Osella-Judd FA 30 des Schweizers Joël Volluz vorbeischieben konnte, der es im Anschluss nicht mehr schaffen sollte, den Podestplatz zurückzuerobern. Dahinter folgen die beiden 2 Liter-Sieger Anthony Loeuilleux (Tatuus-Honda Master bei den Formelwagen) und Kevin Durot (Norma-Honda) bei den Sportwagen, die beide nur durch 52 Tausendstel getrennt waren. Nur 9 Hundertstel hinter Durot läuft der Luxemburger Bergmeister 2014 Tommy Rollinger im Osella-Zytek FA 30 als Siebter ein, während dahinter der beste U25-Junior Robin Faustini (CH, Reynard-Mugen Nippon) zwei Zehntel Vorsprung auf den nun siebenfachen Eschdorf-F3-Sieger Ludovic Cholley ins Ziel rettet, eine F3-Klasse wo Samy Guth und sein Dallara-VW nur knapp mit 3 Zehntelsekunden Vorsprung einen Durchmarsch der Dallara-Mercedes der Cholley-Familie verhindert, wobei Vater Patrick nur 12 winzige Tausendstel schneller als sein jüngster Sohn Arnaud die Ziellinie kreuzt. Bei den „Autos mit Dach“ war der Kampf um den Gesamtsieg derweil spannender als bei den Rennsportfahrzeugen. Nachdem der Schweizer Vize-Bergmeister Ronnie […]

Zajelsnik wie im Vorjahr in Frankreich auf dem Podium

29. April 2019

Beim französischen Berg-Meisterschaftslauf in Abreschviller, im zu Deutschland grenznahen Lothringen, der zeitgleich mit den Bergrennen in Schotten und am Rechberg stattfand, übernimmt Cyrille Frantz (Osella PA 30 Cosworth) mit dem zweiten Gesamtrang hinter dem überragenden Tagesieger Geoffry Schatz im Norma M20 Oreca-Turbo, die Meisterschaftsspitze. Der Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma-Mugen V8 wird auf durchweg gleichbleibend feuchter Piste, guter Dritter vor „Jungstar“ Kevin Durot im Norma-Honda 2L, während Nicolas Werver im Porsche 997 GT2 Gesamtsechster wird und die Tourenwagen und GT-Wertung vor McLaren-Pilot Pierre Courroye gewinnt. Die separate Wertung für Fahrzeuge außerhalb der französischen Meisterschaft, wo auch Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft ausgefahren wurden, gewinnt der Schweizer Joël Volluz im Osella FA30 Judd mit der viertschnellsten Zeit aller Teilnehmer,  vor Landsmann Ronnie Bratschi im jetzt noch breiteren Mitsubishi Lancer Evo VIII, Charles Valentiny im Schilling-Subaru Impreza und Canio Marchione im BMW 320 STW. Der Deutsche Manfred Schulte im Citroen AX Kit Car gewinnt die E1-Klasse bis 1600 ccm vor zahlreichen 2-Liter Fahrzeugen. von Patrick Weber und Thomas Bubel

Staatstrauer bringt Eschdorf-Zeitplan durcheinander

27. April 2019

Aufgrund der nationalen Trauer im Großherzogtum Luxemburg, nach dem Tod Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Jean (98) und als Zeichen der Solidarität mit der großherzoglichen Familie, haben der Vorstand des ACL Sport des Luxeemburger Automobilclubs und der Organisator Union des Pilotes im gegenseitigen Einvernehmen beschlossen, das sportliche Programm der betreffenden Veranstaltung für den Tag des Staatsbegräbnisses am 4. Mai 2019 zu ändern. So lautet die offizielle Presse-Mittteilung von ACL Sport und UdP vom Freitagnachmittag. Zahlreiche Veranstaltungen in ganz Luxemburg fallen sogar ganz aus oder wurden verschoben. Der geänderte Zeitplan des Hillrace gestaltet sich wie folgt: Samstag, 4. Mai 2019 – Vor 18:00 Uhr werden keine Trainingsläufe stattfinden – Ein Trainingslauf wird zwischen 18:00 und 21:00 Uhr erfolgen, falls die Bedingungen es erlauben Sonntag, 5. Mai 2019 – Ein Trainingslauf wird ab 08:00 Uhr stattfinden – Unmittelbar nach dem Trainingslauf werden zwei Rennläufe stattfinden – Ein weiterer Rennlauf könnte möglicherweise noch erfolgen, falls die Bedingungen es zulassen Weitere Infos für die Fahrer und Teams zu möglichen Änderungen in der Abfolge der Technischen Abnahme und der Dokumentenabnahme sollen an diesem Montag erfolgen.

Erneut Topfeld mit knapp 190 Startern in Eschdorf

27. April 2019

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20. Am Wochenende des 4./5. Mai organisiert die Union des Pilotes nun schon zum 31. Mal ihr traditionelles « European Hill Race », Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum « KW-Berg-Cup » und erstmals auch dem deutschen „KW Berg-Cup National“. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS-Power und hochdrehende Antriebsaggregate drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Landes. Der zweifache französische Bergmeister 2017 und 2018 mit sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 sowie zweifache Bronzemedaillengewinner bei den FIA Masters von Sternberk/Tschechien 2016 und Gubbio/Italien 2018 Sébastien Petit sicherte sich im Vorjahr nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 nicht nur seinen ersten Eschdorf-Gesamtsieg, sondern fuhr in 48,260 sec. auch neuen Streckenrekord. Im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor (Foto oben) geht Petit dieses Jahr somit wohl als Favorit ins Rennen. Doch die Konkurrenz ist hoch motiviert, so etwa der im Vorjahr 30 Jahre nach seinem Vater Jupp mit nur 0,557 sec. Rückstand Gesamt-Zweite Patrik Zajelsnik (Slowenien), der im Norma-Mugen Honda M20 FC V8 im vergangenen September das bestbekannte Bergrennen Sankt-Agatha in Österreich gewonnen hat. Der Eschdorf-Sieger 2013, fünffache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012, 2017 und 2018 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits musste sich im Vorjahr wegen technischer Probleme am LobArt-Mugen Honda LA01 V8 mit dem undankbaren vierten Rang begnügen und möchte nun nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 auf einem Martini-BMW Formel 2 endlich ein viertes Mal in Eschdorf die Siegesglocken für Familie Steiner läuten lassen. Mit Platz 2 in den Jahren 2014, 2015 und 2017, P3 2007, 2012 und 2016, P4 2013, aber auch als Dritter der Gesamtwertung und zugleich Goldmedaillengewinner in der Kategorie der FIA-Rennsportfahrzeuge beim ersten FIA Masters im Oktober 2014 auf der gleichen Strecke zählt der vierfache Schweizer Bergmeister 2013-2016 und amtierende Vize-Meister Eric Berguerand im Lola-Cosworth Fa99 F3000 zu den […]

„Bergmonster“-Festival im Kampf um den Eschdorfer Tourenwagen-Sieg

25. April 2019

Erneut eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrern aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe am ersten Mai-Wochenende eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Im Vorjahr endete der heiße Kampf um den Tourenwagen-Gesamtsieg zwischen dem Schweizer Ronnie Bratschi und dem Franzosen Nicolas Werver für beide mit einem Ausrutscher im letzten Rennlauf, sodass sich Bratschi mit anderthalb Sekunden Vorsprung aus den Vorläufen durchsetzen konnte. Sowohl der dreifache Sieger des Internationalen FIA-Berg-Pokals 2016, 17 und 18 und eidgenössische Tourenwagen-Vize-Bergmeister 2018 im vom legendären Schweizer Tuner Eggenberger hochgezüchteten Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO als auch der inzwischen siebenfache französische Bergmeister 2010, 2012-16 und 2018 und sein herrlicher Porsche 997 GT2 haben sich für ein erneutes Duell der Giganten angekündigt. Und erneut fungiert der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz als Schiedsrichter, der seit 2004 in 54,40 sec. den Tourenwagenrekord hält und seinen bärenstarken Porsche 935 DPII im Vorjahr nur 4 Hundertstel hinter Markenkollege Werver einreihte. Der Deutsche Tourenwagen-Meister 2006 und 2013, dessen Fahrzeug wie jene seiner Gegner mit der (mindestens) 700 PS-Marke flirtet, wird mit nunmehr 70 Jahren in Abwesenheit des kürzlich bei einem durch einen von einem herumstreunenden Hund verursachten Sturz bei einer Fahrradtour verletzten Léon Linden den Senior im Feld darstellen. Im großen Feld der Outsider nennen wir beispielsweise die Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der 2017 bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb, Thomas Kessler, Vierter der Schweizer Bergmeisterschaft 2018, der seinen Mitsubishi Lancer 2015 im Regen auf den 7 Gesamtrang inmitten der Formel- und Sportwagen gestellt hatte, sowie den zweifachen Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 und 2018 Fréderic Neff, der seinen Porsche 996 GT3-R stets beherzt zu Topzeiten driftet. Oder noch René Ruch und seinen soundstarken Ferrari F355 GT, treuer Gast in Eschdorf. Aus Frankreich möchten auch noch Tourenwagen/GT-Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor sowie sein Bruder Christian, Tourenwagen/GT-Vize-Bergmeister 2017 ein Wörtchen vorne mitreden, wobei der Letztgenannte seinen Porsche 997 GT3-R übrigens in etwas mehr als zwei Monaten […]

Boxengeflüster 03/2019: Wussten Sie schon dass…?

14. März 2019

DASS sich Tammy Schönborn, 16jährige Tochter der bergrennerfahrenen Eltern Rainer und Andrea Schönborn, als eine von nur drei Deutschen Mädchen für das Finale der „FiA Girls on Track – Karting Challenge“ am zweiten März-Wochenende in Le Mans qualifizierte. Insgesamt 1.200 Girls aus acht europäischen Ländern, im Alter zwischen 13 und 18 Jahren nahmen an den Ausscheidungsläufen teil. Zuvor wurden die deutschen Teilnehmerinnen von Jutta Kleinschmidt, die 2001 als erste Frau die traditionsreiche Wüsten-Rallye Dakar gewann, gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Motorsport Jugend (dmsj) gesichtet. In Le Mans hat es Tammy unter die neun besten Mädchen Europas geschafft. Leider ist sie im letzten Lauf dann doch noch ausgeschieden, denn nur sechs Finalistinnen von 1.200 Girls bekommen ein weiteres Sponsoring. Dennoch Hut ab, vor dieser tollen Leistung! DASS auch Rainer Schönborn in diesem Jahr wieder bei Bergrennen am Start sein wird. Die „Übergangszeit“ mit dem roten BMW 318 Ti Gruppe G neigt sich dem Ende zu, denn der Löffelscheider Reifen-Händler und Feuerwehrmann, hat nach seinem kapitalen Überschlag beim Osnabrücker Bergrennen 2016, nun seinen rot-schwarzen VW Golf 1 16V der Gruppe E1 wieder neu aufgebaut. Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut. Das Projekt ist bereits weit fortgeschritten und ein erster Test unter Rennbedingungen ist für das Himmelfahrtswochenende bei der Ransel-Classic in Lorch am Rhein geplant. Zur „Bergrenn-Familie“ stoßen möchte man dann zum Wolsfelder Bergrennen am Pfingstwochenende. DASS auch in der kommenden Saison der Luxemburger David Hauser nicht an den Berg zurückkehren wird. Sein Team Racing Experience wird in 2019 mit einem brandneuen Norma M30 LMP3 im Michelin Le Mans Cup an den Start gehen. Team Chef Christian Hauser freut sich, Charlie Martin im Team begrüßen zu dürfen. Die ehemalige Bergpilotin in der französischen Meisterschaft, wird sich das Cockpit mit David und Gary Hauser teilen! Die Hauser-Family freut sich auf diesen nächsten Schritt in der Teamgeschichte und auf den Saisonstart! Zum ersten Mal wird das Team Racing Experience am 17. März mit dem Norma M30 auf der ehemaligen Grand-Prix Strecke von Paul-Ricard in Südfrankreich testen, bevor es einen Monat später an gleicher Stelle das Renndebüt geben wird. DASS die Britin Charlie Martin kürzlich ihr Ziel bekannt gab, als erster Transgender-Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans teilnehmen zu wollen. Dies erklärte Martin in einem Interview mit dem französischen Motorsport-Magazin AUTO hebdo. Sie möchte die Vielfalt im Motorsport verbessern und für die Rechte von LGBT-Menschen kämpfen. Der Traum der Briten läuft, in den Michelin […]

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