Sturm und Drang in neuer Allianz mit Routine

21. März 2018

Jürgen Schneider zählt zum kleinen, erlesenen Kreis der Urgesteine des Gruppe H Berg-Cup. Als aktiver Fahrer eines VW Golf in der Klasse bis 2000 ccm der Gruppe H sammelte der Mann aus der Main-Tauber-Region in den 1980er und 90er Jahren Trophäen und Pokale. Doch im Frühjahr 1996 beim Berg-Cup Lauf im französischen Abreschviller, kam abrupte Aus bei einem Highspeed-Einschlag in die Leitschienen. Der weiße VW Golf 1 war nach dem Unfall in Lothringen angeschlagen und nach einem kapitalen Motorschaden in Unterfranken konvertierte Jürgen Schneider zum Zuschauer, blieb aber der Berg-Cup-Szene immer treu. Zwischenzeitlich mauserte sich Schneider mit seiner Power Schmiede Schneider in Lauffen am Neckar zu einem anerkannten Rennmotorenbauer für Slalom, Berg und Rundstrecke. Inzwischen vertrauen zahlreiche Teams vor allem aus dem KW Berg-Cup auf die Künste von Jürgen Schneider. Darunter auch Thomas Stelberg, der Schneider ab 2011 als Partner in sein Team holte. Seit dem dominierten Thomas und Jürgen abwechselnd hinter dem Lenkrad des VW Schneider Polo 16V nach Belieben die 1150er Klasse im Berg-Cup. Da die Stelbergs in der Saison 2018 nicht im KW Berg-Cup dabei sind und vorerst eine Pause einlegen, führte Schneider bereits zum Saisonende 2017 Gespräche mit seinen Kunden. „Ich kann sagen, die Jungs, die meine Motoren fahren sind alle meine Freunde und so war schnell klar, dass ich mit Dominik Schlott eine neue Union eingehe“, berichtet Jürgen Schneider in einem Gespräch mit der BiD-Redaktion. Mit 22 Jahren ist Dominik Schlott einer der Youngster im Berg-Cup. Seit Ende der Saison 2016 ist der Rhöner mit seinem orangen VW Polo 8V am Berg präsent. Der Automobilkaufmann und Mechatroniker aus Stetten, unweit des Hauenstein-Bergrennens vermochte sich in seiner ersten vollen Berg-Cup Saison im Vorjahr Rennen um Rennen zu steigern. Erste Erfahrungen im Motorsport sammelte Schlott zuvor bei Slaloms und bei Berg-GLPs. Das Team Schneider-Schlott schrieb sich in den neuen KW Berg-Cup gleich mit zwei schnellen Polos ein. Zum einen konnte Jürgen Schneider den ex-Glaser Polo, der im Slalomsport gelandet war, ausfindig machen und käuflich erwerben. Das Fahrzeug mit Berg-Cup Geschichte ist zwischenzeitlich wieder im „breiten Kleid des Berges“ und motorisiert mit Schneiders eigenen „1150 ccm 16V Werks-Triebwerk“, das bis zuletzt im Stelberg-Polo für Vortrieb sorgte. Das Hauptfahrzeug der Paarung ist praktisch „ready to race“, bis auf ein paar Kleinigkeiten und wird beim Saisonstart in Schotten zum Einsatz kommen. Mit in die „Ehe“ bringt Schlott seinen 8V-Polo ein, der in der Klasse bis 1400 ccm Hubraum beheimatet ist. […]

Wagenpasstag vor Ort(h) in Wittlich

10. März 2018

Viele Aktive im Rallyesport sind bereits vor wenigen Tagen bei ersten Veranstaltungen in die neue Saison 2018 gestartete. Für die Protagonisten im Bergrennsport sind es zwar noch rund sieben Wochen bis zum Saisonstart am 28./29. April beim Bergpreis Schottenring, aber die Zeit „rennt“ wie man so schon sagt und so langsam sollten Fahrer, Fahrzeuge und Papiere fit sein, für das „Frühlingserwachen“ im Motorsport. Am Samstag, den 24. März 2018 findet in diesem Zusammenhang bei der Firma Reifen Orth, Röntgenstraße 6, 54516 Wittlich (40 km nordöstlich von Trier) wieder ein Wagenpass-, KFP- und Eintragungstag statt. Ebenfalls wird eine Radlastwaage vor Ort sein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Organisiert wird der „Wagenpasstag“ von Ralf und Patrick Orth, bekannt aus dem KW Berg-Cup. Das Vater-Sohn-Gespann bittet um eine frühestmögliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0151 44532360 oder 06571 20437.

Volle Starterfelder in jetzt drei Rennserien des Berg-Cup e.V.

8. März 2018

Alles zusammengezählt 155 Fahrer mit 131 Rennautos, dieses Einschreibeergebnis, das die tiefen Sorgenfalten der Organisatoren schlagartig glättete, kann sich wirklich sehen lassen. Viele aktive Berg-Cup’ler hatten im Verlaufe der 30. Jubiläumssaison angekündigt nach dieser eine schöpferische Pause einlegen zu wollen, dazu gesellte sich anfangs Dezember 2017 die definitive FIA-Forderung nach Sicherheitstanks in den Teilnehmerfahrzeugen von Internationalen Veranstaltungen und Rennserien wie dem KW Berg-Cup, über den allerdings nicht alle Autos verfügten. Ein Rückgang bei den Einschreibungen war deshalb zu befürchten. Was die Vorstandschaft des Berg Cup e.V., die zugleich das Organisationsteam der drei Rennserien bildet, zum Brainstorming mit sofort folgendem Handeln veranlasste. Das Ergebnis ist bekannt: Zusätzlich zum NSU Bergpokal und dem wie bisher als Internationale Serie (IS) ausbeschriebenen, traditionellen KW Berg-Cup wurde mit dem KW Berg-Cup National ein auch ohne FT-Kraftstoffbehälter zugängliches Betätigungsfeld geschaffen. Als Auffangbecken für alle Gipfelstürmer, die ihre Gruppe H-, FS- und E1-Renner nicht zeitnah umrüsten können oder wollen. Um den Breiten- und Amateursport-Gedanken zu pflegen sowie den Berg-Einstieg generell zu erleichtern steht die neue Serie, für die eine Nationale A-Lizenz des DMSB ausreicht, auch Pilotinnen und Piloten von Gruppe A-, F- und CTC/CGT-Fahrzeugen sowie R2- und R3-Rallyeautos offen. 21 Teilnehmer nahmen dieses Angebot an, weitere 29 kommen in den KW Berg-Cup Stammabteilungen H, FS, E1 und E2-SH hinzu. 85 Fahrerinnen und Fahrer haben sich für die IS KW Berg-Cup entschieden, 19 davon teilen sich ihr Rennfahrzeug mit einem Teampartner, das ergibt unter dem Strich exakt 66 hochkarätige Bergautos. Auch der beliebte NSU-Bergpokal im KW Berg Cup ist erneut bestens aufgestellt, 20 Fahrer, 18 Autos und 2 Teams sind die Zahlen dazu. Sieht man sich die Einschreibungen im Detail an, dann gibt es viel Interessantes zu entdecken. Das könnt ihr, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde sehr gerne im Selbststudium tun, ihr könnt aber auch in den nächsten Tagen mit uns durchs Fahrerlager bummeln und dabei sein, wenn wir erste Analysen anstellen und uns in frühen Hochrechnungen der voraussichtlichen Kräfteverhältnisse versuchen. Dazu seid ihr hiermit herzlich eingeladen! Die detaillierte Teilnehmerliste findet man hier: https://berg-cup.de/berg-cup/teilnehmer.html von Uli Kohl

Boxengeflüster 03/2018: Wussten Sie schon dass…?

7. März 2018

DASS die Siegerehrung und Meisterschaftsfeier der drei DMSB Berg-Prädikate (Deutsche Bergmeisterschaft, DMSB Berg-Cup und Berg-Team-Cup) in diesem Jahr am 7. Dezember im Rahmen der Jubiläumsfeier des MSC Rhön stattfindet. Der Fachausschluss Berg erhält hierfür seit Neustem ein Budget vom DMSB zur Verfügung gestellt um die Feier in Eigenregie durchzuführen. Die Pokale werden ebenfalls vom DMSB zur Verfügung gestellt. Dadurch konnte der Zuschuss der DM-Veranstalter von 200€ auf 100€ reduziert werden. Diese neue Regelung gilt rückwirkend auch für die Saison 2017. DASS sich die Bergrennen Gurnigel AG und der Verein Bergrennen Gurnigel darauf geeinigt haben, die Zusammenarbeit im Bereich Vermarktung und Marketing bei ihrem Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft per sofort aufzulösen. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre hat gezeigt, dass sich die gemeinsam definierten Vorstellungen betreffend der Umsetzung nicht mit denjenigen des Vereins Bergrennen Gurnigel decken. Entsprechend liessen sich die definierten Ziele mittel- und langfristig nicht realisieren. Durch diese Auflösung der Zusammenarbeit verliert das Bergrennen Gurnigel u.a. den Hauptsponsor GRAHAM und weitere Partner, die sich aus den bestehenden Partnerschaften zurückziehen. Der Verein Bergrennen Gurnigel kümmert sich wiederum selbst um die Vermarktung, das Marketing und selbstverständlich um die Organisation des traditionellen Bergrennens Gurnigel vom 08.-09. September 2018. DASS der Berg DM-Dritte und FiA Masters-Teilnehmer der Saison 2014, Jochen Stoll nach einer dreijährigen Pause, durchsetzt mit einige Rallyeteilnahmen, in der kommenden Saison 2018 sein Comeback in der Deutschen Bergmeisterschaft geben wird. Der Pfälzer vom Homburger Automobilclub, dessen erfolgreicher Peugeot 306 S16 derzeit zum Verkauf steht, besitzt seit kurzem einen neuen Rennuntersatz, passend für Gruppe E1. Mehr dürfen wir noch nicht preisgeben. Ein erster Test ist für den 25. März beim „Printemps des Montagnards“ auf der ostfranzösischen Rundstrecke von Chambley geplant. DASS der Berg-EM-Lauf im slowenischen Ilirska Bistrica vom 3. September 2017 ein gerichtliches Nachspiel hat. Zum letzten Rennlauf, der die vorzeitige EM-Titelentscheidung zu Gunsten von Simone Faggioli brachte, wurde damals Vize-Europameister Christian Merli nach technischen Problemen am Osella FA 30 an der Startlinie von der Rennleitung nicht mehr zum Start zugelassen, worauf es leider wohl zu unschönen Szenen gekommen sein muss. Am Dienstag nach dem Osterwochenende findet hierzu der zweite Gerichtstermin in Ilirska Bistrica statt. Wie die lokale Presse schreibt, wird verhandelt in der Strafsache gegen Christian Merli (Italien) wegen Körperverletzung, zum Schaden von Ferdo Poberznik, Rennleiter der Veranstaltung. Der erste Gerichtstermin Ende Februar wurde von Christian Merli wegen Krankheit nicht wahrgenommen. Welche Folgen dieses Verfahren auf Merlis Rennsaison 2018 hat, ist derzeit […]

Beim Homburger Automobilclub ging eine Ära zu Ende

5. März 2018

Am 15. Februar 1968 fusionierten die beiden saarpfälzischen Motorsportclubs  MSC Limbach und MSC Homburg im Rahmen einer Versammlung im Homburger Saalbau zum Homburger Automobilclub. Der jetzige Ortsclub im ADAC und Veranstalter des weit über die Grenzen der Region bekannten Bergrennens auf der Käshofer Straße wurde also vor wenigen Tagen stolze 50 Jahre alt. Einer der Ideengeber und Vorantreiber dieses Zusammenschlusses unter dem Namen Homburger AC, war damals Hartmut Schöffler. Der mittlerweile 73-jährige Erbacher kandidierte  Anfang März im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung des Clubs nicht mehr zur Wahl des Sportleiters und schied auf eigenen Wunsch, nach genau 50 Jahren der Vorstandsarbeit aus. Bereits im vergangen November erfolgte die symbolische Lenkradübergabe seines Postens als Organisationsleiter und Kopf des Bergrennens an den Bexbacher Sascha Ressmann. In einer Rede würdigte der erste Vorsitzende, Rechtsanwalt Christoph Baldes Schöfflers Verdienste für den Club und das Bergrennen und überreichte, zusammen mit den Vorstandskollegen einen Präsentkorb sowie ein Modell seines Opel Kadett B 1900, Baujahr 1968 mit dem Schöffler in der Realität Anfang Februar noch einmal an der Oldtimer-Veranstaltung „Rallye-Monte-Carlo Historique“ im Süden Frankreichs teilnahm. Das Ausscheiden von Hartmut Schöffler machte einige Um- und Neubesetzungen im Vorstand des HAC nötig. So legte Jürgen Guckert aus Kirkel seine Funktion als 2. Vorsitzender nieder und wurde anschließend, aufgrund seiner Qualifikation als Rennleiter am Bergrennen als neuer Sportleiter gewählt. In ähnlicher Vorgehensweise wechselte der Pirmasenser Schornsteinfegermeister Andreas Herl vom Posten des Referenten für Technik und Verkehr ins Amt des neuen zweiten Vorsitzenden. Auf Herls niedergelegten Posten kandidierte  Sascha Ressmann, der von der Versammlung einstimmig gewählt wurde. Turnusgemäß stand auch Presse- und Öffentlichkeitsreferent Thomas Bubel zur Wiederwahl. Seit 1992, und auch für weitere zwei Jahre im Amt, ist der Mitarbeiter der Homburger Stadtwerke, nach dem Ausscheiden Hartmut Schöfflers, nun das längst gediente Vorstandsmitglied. Zuvor hatte Hartmut Schöffler in seinem letzten Bericht über die sportlichen Aktivitäten und Erfolge der HAC-Rennfahrer gesprochen und ein Resümee des Bergrennens im vergangenen Jahr gegeben. Auch die Schatzmeisterin Carina Hemmer gewährte Einblicke in die Finanzen des Vereins. Weiter wurden die Delegierten zur Jahreshauptversammlung das ADAC Saarland e.V. am 28. März in Saarbrücken gewählt und erste Absprachen für das 45. Homburger Bergrennen getroffen, das in diesem Jahr vom 6. bis 8. Juli, erneut als Lauf zur Deutschen Meisterschaft, stattfindet.

Online-Nennung kommt 2018 an den Berg

14. Februar 2018

Es ist ein Schritt in die Zukunft! Ab dem ersten Bergrennen der Saison 2018 soll es bei allen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft ein Online-Nennverfahren geben. Diese wurde im Rahmen der DMSB-Tagung der deutschen Bergveranstalter beschlossen. Das entsprechende Software-System von TW-Sportsoft aus Rückersdorf bei Nürnberg wurde dabei vorgestellt, für gut befunden und wird von allen DM-Veranstaltern in diesem Jahr eingesetzt. Für die Fahrerinnen und Fahrer aller Gruppen und Klassen wird es für die Einreichung ihrer Nennung jeweils eine entsprechende Verlinkung auf den Webseiten der Veranstalter geben oder die Nennung kann über die Webseite www.tw-sportsoft.de abgegeben werden. Ist man dann erst einmal registriert, ist eine Schnell-Nennung möglich, das heißt alle bereits einmal verwendete Daten zu Fahrer und Fahrzeug sind sofort wiederverwendbar. Zusätzlich können optional Bilddateien als Porträt und eine Fahrzeugaufnahme mit hochgeladen werden. Wie auch im bisherigen Nennverfahren in Papierform gibt es Felder zum eintragen des Bewerbers, Sponsors, von Gruppen, Klassen und von Fahrer- und Fahrzeugdaten, jedoch mit automatischer Pflichtfeldprüfung. So können keine Daten verloren gehen oder müssen vom Veranstalter nachgefordert werden. Das Nennen bei einer Bergrenn-Veranstaltung wird für die Aktiven in Zukunft einfacher! Aber auch die Organisatoren profitieren von diesem System. Das Software-System von TW-SportSoft mit den Modulen Organisation, Online-Nennung und Auswertung wird dabei zeit- und kostensparend unterstützen und das Image der Bergmeisterschaft und den einzelnen Veranstaltungen steigern. Es wird von einer Entlastung der Rennleitung im Rennbüro ausgegangen, denn das zeitintensive sichten und eingeben der Nennformulare entfällt. Ein entziffern von Hieroglyphen braucht es auch nicht mehr. Weiter bietet das Tool die Verwaltung des Nenngelds, die Versendung von Nennungsbestätigungen und auch der Export von Teilnehmerlisten für den DMSB, das Rennprogramm, die Zeitnahme und dergleichen. Wichtig für die Veranstalter ist zudem das Thema Cyber-Sicherheit. Hier punktet das neue Online-Nenntool mit einem getrennten Backup-System in einem zweiten Rechenzentrum. Eine automatische Synchronisierung der Datenbanken erfolgt alle 45 Minuten, sodass bei einem Ausfall des Hauptsystems direkt auf ein Nebensystem gewechselt werden kann. Eine Bearbeitung der Nenneingänge ist standortunabhängig und auch mobil kann auf das System zugegriffen werden. Das preisgünstige Tool wird bereits seit geraumer Zeit im Rallyesport genutzt. Ein erster Test am Berg beim Saisonfinale 2017 in Mickhausen verlief erfolgreich. Aktuell verwendet der KW Berg-Cup die Software von Timo Weigert erstmals für seine Jahreseinschreibung 2018. Der aktuelle Stand der eingegangen Nennungen, inklusive Statistik ist übrigens über den Link https://www.tw-sportsoft.de/KW_Berg_Cup_NSU_Bergpokal_Einschreibung_2018/ für jedermann einsehbar. Hier vermittelt sich ein erster Eindruck für Aktive, Veranstalter und Fans über das neue Instrument […]

50. Int. Osnabrücker Bergrennen zum „Event des Jahres“ ausgezeichnet

11. Februar 2018

In bester Stimmung nahm eine Gruppe aus dem Organisations-Team des Int. Osnabrücker Bergrennen am 27. Januar an der diesjährigen „Nacht des Sports“ im Alando Palais in Osnabrück teil. Über 650 Gäste waren erwartungsfroh gekommen und gespannt, welche Sportlerinnen und Sportler in diesem Jahr in den unterschiedlichsten Kategorien geehrt werden sollten. Die Spannung stieg als das Moderatorenteam die Kategorie „Event des Jahres“ aufrief. Insgesamt fünf hochkarätige Veranstaltungen und Sportturniere waren nominiert und mehrere Wochen lang konnten die Sportinteressierten via Internet ihre Stimme abgeben. Nach der Vorstellung der Events in kurzen Videoclips kam der spannende Moment: Das 50. Int. Osnabrücker Bergrennen wurde als Sieger ausgerufen und Organisationsleiter Bernd Stegmann und Holger Maes nahmen den begehrten Preis, den „Leo Award“ in Empfang. Bis tief in die Nacht wurde die Preisverleihung von den Anwesenden des Bergrennen-Teams gebührend gefeiert.

Werkstatt-Report #30: Der „Dicke“ im Kuraufenthalt

11. Februar 2018

Es gibt in Deutschland kaum ein Fahrzeug bei den Bergrennen, das von den Fans im Fahrerlager so dicht umlagert ist wie der „Dicke“ des Odenwälders Holger Hovemann. Auch die Medienvertreter aus  dem In- und Ausland berichten in der Fachpresse regelmäßig von dem knallgelben Boliden und auch in den sozialen Netzwerken und auf den YouTube-Kanälen liegt der Opel Kadett C Coupé V 8 GT/3 ganz weit an der Spitze der Nutzerzahlen. Der extrem verbreiterte Rennwagen wird von einem V8-Sauger mit 5,7 Liter Hubraum aus dem Hause GM-Lotus angetrieben. Nachdem zunächst einige technische Hindernisse zu bewältigen waren, hatte der ehrgeizige Rennfahrer in den vergangenen Jahren auch einiges Pech auf der Rennstrecke. Doch Holger Hovemann hat mit der Firma RISSE Motorsport aus Soest und dem Team von Norbert Vornhold aus der Nähe von Hamburg eine einmalige Unterstützung, so dass jedes technische Problem und jeder Schaden am Fahrzeug behoben werden können. Gleich nach Saisonende 2017 machte sich das aus drei bundesweit verstreuten Teilen geformte Team an die Arbeit, um die Infrastruktur und das Sportgerät selbst zu verbessern und zu überholen. Im Buchener Stadtteil Bödigheim wurde noch im alten Jahr die KfZ-Werkstatt Hovemanns einem Umbau und einer Erweiterung unterzogen. Es entstand zusätzlich eine Motorsportwerkstatt, die überbaute Fläche wurde so um ein Drittel vergrößert. Hoch im Norden der Republik bei Norbert Vornholt in Ulzburg wurde das großvolumige Triebwerk derweil zerlegt und eine Bestandsaufnahme gemacht. Die Zylinderköpfe gingen anschließend zur Revision zurück nach Nordrhein-Westfalen zur RISSE-Motorsport. Zwischenzeitlich wurde von Schäfer eine neue Rennauspuffanlage geliefert und bereits montiert. Nach vier Jahren hartem Einsatz gab es neue Kats von HJS und auch die Kupplung hatte es nötig und wurde ausgetauscht. Aktuell ist man in Schleswig-Holstein dabei den Motorblock wieder Stück für Stück zusammenzusetzen. Schon jetzt freut sich Holger Hovemann auf den Saisonstart Ende April im hessischen Schotten und ganz sicher werden ihm seine vielen Anhänger im Fahrerlager und an der Rennstrecke fest die Daumen drücken, dass er das Rennen und die gesamte Saison 2018 erfolgreich bestreitet. Text: Bernd Stegmann / Thomas Bubel

Dietrich Risse ist nicht mehr unter uns

6. Februar 2018

Ende Januar 2018 verstarb überraschend Wolf-Dietrich Risse, der Firmengründer von RISSE-Motorsport in Soest (Nordrhein-Westfalen). Auf Basis seiner 22jährigen Erfahrungen im Motorsport und seinem Maschinenbaustudium gründete Wolf-Dietrich Risse, der von allen nur „Bimbo“ genannt wurde im Jahr 1990 die Firma Risse Motorsport. Im Laufe der Jahre entwickelte er diese zu einer der renommiertesten Adressen sowohl im Bereich Wettbewerbsmotoren als auch im Tuning von Straßenfahrzeugen. In ganz Europa hat sich RISSE-Motorsport zwischenzeitlich einen Namen gemacht. Nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 2004 musste Dietrich Risse die Geschäftsleitung der Firma abgeben, diese führte zunächst seine Frau Elgin erfolgreich weiter, bis schließlich 2014 sein Schwiegersohn Claus Patzschke die Firma übernahm. Seine zweite große Leidenschaft neben dem Motorsport galt dem Basketball. „Bimbo“ war Gründungsmitglied und Gönner der Risse Baskets Soest. Bis zuletzt was er Ehrenvorsitzender des Vereins. Dietrich Risse war es, der 2004 neun Jugendliche sammelte und ihnen mit dem Basketballverein Risse Baskets Soest die Möglichkeit gab, ihren Träumen nach einem eigenen Basketballverein nachzukommen. Seine intensive Arbeit in dem Aufbauprozess 2004 war unersetzlich. Seine plötzliche Erkrankung traf ihn seinerzeit schwer. Dennoch blieb Bimbo Risse bis zum Jahr 2013 Vorsitzender der Risse Baskets Soest. R.I.P. Bimbo!

Werkstatt-Report #29: BMW-Cabrio mit GFK-Außenhaut

3. Februar 2018

Viel Arbeit in seiner Werkstatt in Luxemburg-Stadt hatte und hat aktuell Canio Marchione. Nach einer sehr erfolgreichen Saison 2017 mit dem erneuten Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Tourenwagen und Rang vier in der E1-Division des FiA Hillclimb Cup auf dem VW Minichberger Scirocco, wurde dieser an KW Berg-Cup Altmeister Franz Weissdorn verkauft und für 2018 ein neues Projekt gestartet. Dabei wurde Canio bereits Ende November 2017 in der Schweiz fündig, wo er von Martin Bürki den Ex-Rottenberger/Weidinger BMW 318i E36 STW übernehmen konnte. Eine erste Testfahrt mit dem ehemaligen Meisterauto verlief ein paar Tage später durchaus positiv. Jedoch wird der BMW 2018 nicht nur optisch in neuem Gewand an den Start rollen. Im Dezember wurde praktisch die komplette Blech-Außenhaut des BMW abgetrennt und durch eigens angefertigte GFK-Teile ersetzt. Ziel war es weiter das Fahrzeuggewicht herunter zu schrauben. Mittlerweile sind diese Arbeiten abgeschlossen und Canio berichtete bei einem Gespräch mit „Bergrennen in Deutschland“ am Abend der Meisterschaftsgala des Luxemburger Automobilclubs am 20. Januar in Bad Mondorf von einem aktuellen Fahrzeuggewicht von 820 kg, also rund 30 kg weniger als zuvor. Vor wenigen Tagen wurde die Karosse in Marchiones Hausfarbe Rot lackiert. Weiter steht die Installation einer neuen Elektronik auf der Tod-Do-Liste sowie das montieren einer modernen Paddle Shirt-Lenkradschaltung. Die Saisonplanung sieht die Titelverteidigung in der Luxemburger Bergmeisterschaft vor. Dazu sucht Maschione erneut seine Chance im FiA Hillclimb Cup. Nach den ersten Rennen wird man Bilanz ziehen und je nach Tabellenstand weiter am Ball bleiben oder nicht.

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