Team Schulte – Zum Heimspiel wieder im Renngeschehen dabei

26. Juli 2017

Viele Interessierte am KW Berg-Cup und Fans der Marke Citroen werden in dieser Saison das Team Schulte aus Werl in Nordrhein-Westfalen bereits vermisst haben. Das Zwei-Wagen-Team mit Vater und Sohn, Manfred und Benedikt Schulte waren bislang gemeinsam nur beim Eschdorfer Hill Race, Anfang Mai in Luxemburg am Start. Dann kam das Pfingst-Wochenende dass den beiden zwei nachhaltig beschädigte E1-Tourenwagen bescherte. Manfred brachte den roten AX-Kit Car mit Motorschaden vom Ausflug zum EM-Lauf im tschechischen Ecce Home nach Hause. Noch schlimmer erwischte es Benedikt beim Wolsfelder Bergrennen. Mit dem weißen AX-Sport überschlug sich „Benne“ kurz nach dem Start auf der Eifel-Kultstecke, was einen Totalschaden nach sich zog. Das Team Schulte wird jedoch beim 50. Osnabrücker ADAC Bergrennen wieder komplett antreten. „Nachdem Crash von Benne in Wolsfeld haben wir in den vergangenen zwei Monaten ein komplett neues Auto aufgebaut. Bei dieser Gelegenheit ist natürlich das Gewicht und das Fahrwerk von Hugo und Gerhard Moser optimiert worden. Nur durch die Hilfe unserer Partner, besonders zu erwähnen ist hier das Berg Cup Mitglied Uwe Ladage, war dieses in dieser Rekordzeit möglich“, lässt uns Manfred Schulte wissen. „Durch meinen kapitalen Motorschaden in Tschechien, war hier ein neues Aggregat angesagt. Auch hier hat die Firma Nemeth, unser Motorenpartner, in Rekordzeit einen neues Triebwerk entwickelt und komplett neu unter den neuesten Erkenntnissen aufgebaut. Der Motor wird kommendes Wochenende eingebaut, bevor es am Montag vor Osnbarück zur Abstimmung zu MTO geht“. Dann ist für das Heimspiel der Schultes am Uphöfer Berg alles auf den Punkt…

Harte Fights auf der Homburger Berg und Talbahn

18. Juli 2017

Diese fanden unter fairen Bedingungen statt. Denn das bergab beginnende, für das 44. Homburger ADAC Bergrennen „Karlsberg Rennen“ genutzte 2,6 Kilometer lange Teilstück der Käshofer Straße zeigte sich am 15. und 16. Juli bei nicht zu hohen Außentemperaturen immer trocken. 132 Rennteilnehmer nahmen am Samstag das Training auf. Trotz fast pünktlichem Beginn gegen 8:40 Uhr zogen sich die drei Durchgänge bis kurz nach 18:30 hin. Geschuldet war dies den zahlreichen Vorfällen, deren Bandbreite vom einfachen Technik-Trouble über fällige Kehrpausen bis zu Grabenbesuchen und sonstigen Ausrutschern reichte, die aber allesamt glimpflich verliefen. Am Rennsonntag reduzierten sich die den Ablauf bremsenden Ereignisse deutlich. Zwischen 8:30 und 16:50 Uhr gingen alle drei geplanten Wertungsläufe über die Bühne. Wie es den Teilnehmern des NSU-Bergpokals und des KW Berg-Cups dabei erging und wer sich den meisten Lorbeer sichern konnte, das wollen wir nun gemeinsam betrachten. Da wir uns dabei an die Abfolge des Wettbewerbs halten, schauen wir zuerst in den NSU-Bergpokal. Dieser stellt sein finales Ranking schon in den Übungsauffahrten her. Mit einer einzigen Ausnahme, auf die wir noch eingehen werden. Jörg Davidovic fährt zum Klassensieg. Gaststarter Andreas Reich, dem im zweiten Heat die beste NSU-Laufzeit gelingt, folgt Jörg beständig im Windschatten und wird Zweiter. In der Addition der drei Läufe fehlen ihm lediglich 1,643 Sekunden auf den Gewinner. Platz drei ist die Angelegenheit von Uwe Schindler, Vierter wird Alexander Follmann. Die fünfte Position hat lange Christoph Schwarz inne. Aber im letzten Run spielt sein Motor nicht mehr mit. Schon beim Vorziehen zum Start hört sich der TT gequält an. Auf den ersten Streckenmetern klingt er wieder besser, aber nach kurzer Fahrt kommt leider die Ausfallmeldung. Damit rückt Mike Vogel final auf die Fünf vor. Bei den stark verbesserten Tourenwagen (TW) bis 1150 Kubikzentimeter gibt Jürgen Schneider klar den Ton an und damit auch das Tempo vor, fährt im VW Schneider Polo 16V einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg heraus. Auch Rang zwei ist zu keiner Zeit des Geschehens gefährdet. Jörg Eberle bezieht diesen mit seinem Fiat 127 Super von Beginn an, ist zugleich auch der 1,15-Liter KW 8V-Trophy Gewinner. Etwas enger geht es dahinter zu. Walter Voigt ist mit seinem VW Polo 16V Trainingsdritter. Doch nachdem Bernd Deutsch die beim Bremsausfall an seinem Schneider Audi 50 in der dritten Übungsauffahrt durchlittene Schrecksekunde über Nacht weggesteckt hat, ist am Renntag die dritte Position von Anfang an die seine. Walter Voigt beendet sein Homburg Wochenende als Vierter, die Fünf gehört […]

Die Ära Schöffler ging in Homburg brillant zu Ende

17. Juli 2017

Am Ende standen doch wieder die Deutschen Spitzenfahrer Uwe Lang und Frank Debruyne ganz oben auf dem Siegertreppchen des Homburger ADAC Bergrennens, obwohl es ihnen der Veranstalter nicht leicht gemacht hatte. Das Organisationsteam vom Homburger Automobilclub schaffte es wieder einige internationale Spitzenfahrer in die Saarpfalz, im Südwesten Deutschlands zu locken. Besonders zu bemerken ist hierbei, dass kein einziger Fahrer eingekauft wurden, jedoch den ausländischen Piloten, außer den Luxemburgern die ja um ihre Bergmeisterschaft fuhren, ein ermäßigtes Nenngeld gewährt wurde. Die rund dreieinhalb Tausend Zuschauer an der Käshofer Straße sahen so 28 Gästefahrer, die aus fünf Nationen anreisten. Die Trainingsläufe stocken am Samstag teilweise, geschuldet durch einige glimpfliche Unfälle und technische Defekte. Der Renntag verlief aber dann parademäßig. Zwischenfälle gab es kaum und die Sieger aus drei Rennläufen, standen bereits kurz vor 17 Uhr fest, als Franz Hilger im historischen Chevron B38 Toyota Formel 3 als Letzter die Ziellinie auf der Sickinger Höhe bei Käshofen kreuzte. Der Bayer könnte die letzte Fahrt überhaupt mit einem Rennwagen auf der Käshofer Chaussee absolviert haben, denn Hartmut Schöffler,  der „Macher“ und Organisationsleiter der seit 1974 durchweg jeweils einmal im Jahr laufende Veranstaltung, hat im Alter von 72 Jahren und nach 44 „Dienstjahren“ am Berg seinen Rücktritt erklärt. Ein oder mehrere Nachfolger, die Schöffler noch bei ihrer Arbeit begleiten würde, sind derzeit beim saarländischen ADAC Ortsclub noch nicht benannt. Schöffler und sein Orga-Team lieferten so noch einmal eine tadellose Veranstaltung ab. Wer Uwe Lang kennt, der weiß dass der Schweinfurter in den Trainingsläufen sich und seinem Osella PA 20 BMW immer noch Luft nach oben offen lässt. Der Franzose Anthony Loeuilleux im Tatuus Formel Master Honda fuhr so etwas überraschend, wenn auch hauchdünn, die schnellste Trainingszeit, vor den beiden mehrfahren Deutschen Bergmeistern Uwe Lang vom MSC Sennfeld und Frank Debruyne im Dallara F303 Formel 3, der unter der Flagge des Pirmasenser CR-Racingteam startete. Am Renntag steigert sich Lang gleich um eine halbe Sekunde und ging in Führung vor den starken Loeuilleux und Debruyne. Der erst 19-jährige Schweizer Robin Faustini brillierte bei seinem erst dritten Rennen im über 500 PS starken Reynard Cosworth Formel 3000 mit einer soliden, sicheren  und zügigen Fahrweise. Stetig schraubte die Nachwuchshoffnung aus dem Kanton Aargau seine Zeiten herunter und rangierte vorerst auf Rang vier, vor dem F3000-Routinier Daniel Allais aus Frankreich. Uwe Lang baute im zweiten Durchgang seine Führung leicht aus, doch die Verfolger blieben vor dem letzten Lauf noch in […]

Kein Starterfeld von der Stange in Homburg

10. Juli 2017

Mit der diesjährigen Ausgabe des Homburger Bergrennens vom 14.-16. Juli 2017 wird der motorsportliche Traditionsanlass bereits zum 44. Mal vom Homburger Automobilclub (HAC) durchgeführt. Am dritten Juli-Wochenende erwartet die Rennsportfans aus nah und fern, nebst spannenden Rennläufen und einer einmaligen Renn-Atmosphäre, ein umfassender Festzeltbetrieb im offen zugänglichen Fahrerlager. Das schon fast legendäre Rennen in der Saarpfalz lebt nicht nur von den Elitefahrern aus dem In- und Ausland, sondern auch von den Aktiven aus der Region. Die von den HAC-Mitgliedern und einem Freiwilligentrupp aus der 4. Kompanie des Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken zur Rennstrecke hergerichteten Käshofer Straße, zählt ohne Zweifel zu den anspruchsvollsten Bergstrecken in Deutschland. Vierzehn Kurven, auf 2,4 km Streckenlänge und ein in Europa einmaliger Streckenverlauf, der von der Startlinie bergab mit der darauf folgenden Durchfahrt des Lambsbachtals, über die erste Schlüsselstelle „Brückchen“ verläuft, wird den Aktiven und ihren Rennsportwagen einiges abverlangen. Außer Go-Karts, Renntrucks und der Formel 1 wird die gesamte Palette des Automobilrennsports, im Einzelzeitfahrmodus auf dem heißen Asphaltband zwischen Homburg und der Sickinger Höhe bei Käshofen bewundert werden können. Tourenwagen aller Couleur und Verbesserungsstufen, Klassik- und Oldtimerrenner sowie reinrassige Rennsportwagen, unterteilt in Monoposto und Sportprototypen gehen auf die Jagt nach Bestzeiten und Rekorden. Bis zu 600 PS sorgen für atemberaubende Beschleunigungsphasen, die die Zuschauer von den beliebten Zuschauerzonen am Start, am Brückchen und am Posten 8 bestens verfolgen können. Um Siege und Pokale geht es für die insgesamt 152 Fahrerinnen und Fahrern aus sechs Nationen in 21 Klassen, je nach Hubraum und Verbesserungsgrad. Das Ringen um den Gesamtsieg ist wie immer am prestigeträchtigsten. Hier treffen mit dem Schweinfurter Uwe Lang (Osella PA 20 BMW Evo), den Franzosen Daniel Allais (Reynard 97D F3000) und Anthony Leouilleux (Tatuus Master F2), unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten aufeinander. Für den erst 19-jährige Schweizer Robin Faustini ist es erst das dritte Rennen in der „Königsklasse“ Formel 3000. Das Nachwuchstalent ist zurzeit europaweit der jüngste Fahrer eines solchen Boliden, aber noch in der Aufbauphase. Überhaupt kommen die Fans reinrassiger Rennsportfahrzeuge diesmal besonders auf ihre Kosten. Allein 13 Monopostos haben in der 2-Literklasse gemeldet, was an längst vergangene Zeiten der 1980er und 90er Jahre erinnert. Aus diesem Pulk kommen mit dem zweifachen Deutschen Meister Frank Debruyne (Formel 3 Dallara) vom Pirmasenser CR-Racingteam und Georg Lang (Formel Renault 2.0), dem Sohn des vierfachen Deutschen Champions Uwe Lang, weitere Anwärter auf Top-5 Platzierungen. Nicht zu vergessen sind in dieser Aufzählung die beiden Sportwagenpiloten Dino Gebhard aus Kehl (Osella […]

In der Skizze zum Bergrennen Homburg ist ein Zuschauerpunkt zu viel eingezeichnet!

5. Juli 2017

Achtung Berg-Cup Magazin Leser: Nun gut, könnte man denken, einer zu viel, das macht doch nichts! Aber dem ist leider ganz und gar nicht so. Denn um das Bergrennen überhaupt genehmigt zu bekommen, arbeitet der Homburger Automobilclub HAC eng mit dem Forstamt zusammen, ist von dessen Entgegenkommen abhängig. Aber dieser zusätzliche Zuschauerpunkt, der unseren Grafik-Gestaltern im Eifer des Gefechtes mit in die Skizze gerutscht ist, ist weder mit dem Forstamt abgesprochen noch von diesem geduldet. Die Rede ist hier vom vorletzten Zuschauerpunkt vor dem Ziel. Um es deutlich zu zeigen, haben wir diesen in der dieser Nachricht beigefügten Streckenskizze rot eingekreist und durchgestrichen. Bitte berücksichtigt das – wenn ihr euch beim Besuch des Homburger Bergrennens auf das Berg-Cup Magazin 2017 stützt – bei euren Planungen. An dieser Stelle ist lediglich eine Sperrzone, ihr dürft euch da auf gar keinen Fall aufhalten! Jegliche, selbst kleine, Missachtung des dort bestehenden Aufenthaltsverbotes kann einen Abbruch der Veranstaltung sowie die Nichtgenehmigung in den Folgejahren nach sich ziehen. Und – so ganz nebenbei – wenn ihr euch in Sperrzonen aufhaltet, genießt ihr trotz ordnungsgemäß gelöster Eintrittskarte keinerlei Versicherungsschutz. Das gilt übrigens für den Besuch aller Motorsportveranstaltungen. Bitte verfolgt das Rennen von den restlichen Zuschauerpunkten aus. Sie sind alle attraktiv und über zum Teil eigens geschaffene Wege und Übergänge sehr gut und vor allem sicher zu erreichen. Wir sind überzeugt, dass wir auf euer faires Verhalten zählen könnenund freuen uns zusammen mit dem Homburger ACsehr auf jeden Zuschauer aus nah und fern. Bitte kommt zahlreich, die bergab beginnende 2,6-Kilometer-Strecke auf der Käshofer Straße ist absolut fordernd und einen Besuch ganz bestimmt wert.

Foto-Galerien von Wolsfeld über Glasbach bis Iberg online!

2. Juli 2017

Der Juni war nicht nur hart für zahlreiche Berg-Piloten, sondern auch für so machen Pressevertreter. Drei Bergrennen in nur vier Wochen waren zu bewältigen und zu verarbeiten. Wir haben etwas nachsitzen müssen, doch jetzt sind die Foto-Galerien aus Wolsfeld, Glasbach und vom Iberg online! Zu sehen gibt es wie immer Rennaction und natürlich Impressionen.

KW Berg-Cup Feld zeigte starke Leistungen am Iberg

28. Juni 2017

Das mit den echt starken Leistungen lässt sich übrigens problemlos auch auf die Organisatoren vom MC Heilbad Heiligenstadt und ihre Helfer übertragen. Denn beim „22. Int. ADAC Ibergrennen“ klappte am 24. und 25. Juni alles wie am Schnürchen. Das beginnt mit dem bestens durchgeplanten Fahrerlager mit dem ganz besonderen Flair seiner Lage mitten im Zentrum der 17.000-Einwohner-Stadt. Wo reichlich Platz für die Aktiven vorhanden war, was leider auch mit dem Fernbleiben einiger erwarteter Fahrer zusammenhing. Fehlende Teile und/oder Schäden bei den Veranstaltungen zuvor waren die am häufigsten gehörten Begründungen dafür. So nahmen dann 115 Teilnehmer am Samstag das Training auf, das genauso wie das Rennen am Sonntag auf die Minute pünktlich begann. Die vier Übungsauffahrten waren knapp nach 17:00 Uhr beendet, das aus Sicherheitsgründen auf drei Läufe verkürzte Rennen sogar fast eine Stunde eher. Fast nahtlos schloss sich die Siegerehrung im Fahrerlager an, der Berg-Tross konnte seine Heimreise aus dem nordthüringischen Eichsfeld erfreulich frühzeitig antreten. Auch Petrus war den Heiligenstädtern freundlich gesonnen, am Samstag präsentierten sich die für das Ibergrennen genutzten 2,05 Kilometer des „Holzweges“ bei moderaten Temperaturen dauerhaft trocken. Nur am Sonntag gab es eine kurze Einmischung von oben, als unmittelbar vor dem Ende von Lauf zwei ein kurzer Regenschauer niederging. Gerade ausreichend, um in einigen Klassen leicht korrigierend ins Endergebnis einzugreifen. Wie die starke Abordnung der KW Berg-Cup’ler davon betroffen war, das wollen wir uns nun wie immer gemeinsam anschauen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal. In dessen Trainingssitzungen gibt Steffen Hofmann (TP1) den Ton an. Karsten Steinert setzt die zweitbeste Zeit, kämpft aber mit nachlassender Motorleistung und muss noch vor dem letzten Übungs-Heat aufladen. Dieses Schicksal trifft auch Leo Rabus, bei seinem TT versagt der Hallgeber. Uwe Schindler beendet den Samstag auf der Drei, Vierter ist Thomas Krystofiak. Der hat allerdings an seinem „Langschnauzer“ 1200 C Trouble, das Getriebe muckt. Aber Thomas kann im Rennen dabei sein. Die Übungs-Fünf ist am Iberg die Angelegenheit von Mike Vogel. Am Sonntag sind die endgültigen Positionen schon in Auffahrt eins relativ klar gefunden, Verschiebungen finden nicht mehr statt. Also steigt Steffen Hofmann (P1) auf die oberste Stufe des Siegerpodestes. Er wird flankiert von Uwe Schindler als Zweitem und Thomas Krystofiak als Drittem. Mike Vogel beendet seinen Iberg-Trip als Vierter, Roman Szott tut dies als Fünfter. Bei den stark verbesserten Tourenwagen (TW) der gemeinsam gewerteten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 bis 1150 Kubikzentimeter setzt Thomas Stelberg im VW Schneider Polo Coupé 16V die Übungs-Topzeit. […]

Der Himmel über dem Iberg war nicht gerecht

26. Juni 2017

Der Hochsommer legte am letzten Juni-Wochenende eine Pause ein, was dem MC Heilbad Heiligenstadt, dem Ausrichter des ADAC Ibergrennens, wohl ganz gut in die Karten spielte. Die Temperaturen waren erträglich, so zog es die Menschen nicht ins Freibad oder an den nahen Stausee Birkungen, sondern an die 2.050 Meter lange Bergrennrennstrecke auf dem Holzweg. Die 85 Mitglieder des MCH, mit dem nicht nur mit Wortwitz gesegneten Organisationsleiter Hermann Ludolph an der Spitze, leisten im Vorfeld ganze Arbeit, sodass das Rennwochenende in geregelten Bahnen ablaufen konnte. Ludolph möchte in Zukunft in der Organisation des Rennens kürzer treten, sodass sich dadurch personelle Änderungen beim Ibergrennen zwangsläufig ergeben. Wie es auf diesem so wichtigen Posten weitergeht, steht derzeit nicht fest. Doch zurück in die Gegenwart. Feucht wurde es über die drei Veranstaltungstage nur für zwei kurze Momente. Einmal bei der abschließenden Siegerehrung als die drei Erstplatzierten Uwe Lang, Peter Behnke und Reto Meisel die obligatorische Sektdusche veranstalteten und, was leider seine Spuren im Klassement hinterließ, mit einem kurzen Regenschauer zum Ende des zweiten Wertungslaufs. Der Sieger der 22. Auflage des Ibergrennens hieß, zum dritten Mal in Folge Uwe Lang in seinem Osella PA 20S BMW Evo. Der Schweinfurter fuhr nahezu auf dem gleichen zeitlichen Level als im Vorjahr. Mehr als eine Sekunde zog der vierfache Deutsche Bergmeister der Konkurrenz pro Lauf davon. Da waren die Fronten schnell geklärt. Peter Behnke, dessen Tatuus Honda Formel Master diesmal defektfrei schnurrte wie ein Kätzchen, hatte sich noch im ersten Durchgang mit Formel 3-Pilot Frank Debruyne im CR-Racingteam Dallara Opel F303 eine „enge Kiste“ geliefert, aber schlussendlich einfach mehr Wetterglück. Besagtes Wetterglück hatte Frank Debruyne im zweiten Durchgang als einziger des 108 Fahrer starken Feldes nicht. Eigentlich hätte der Regenschauer genau in der Rückführungspause eingesetzt, doch der Unfall von Hans-Peter Wiebe mit anschließender Bergung des Renault Laguna, ließ die Fahrer der offenen Rennwagen zittern. Als es immer dusterer wurde und der Wind auffrischte schafften es die allermeisten noch trockenen Fußes ins Ziel. Georg Lang, der als Vorletzter in der Startreihenfolge im Tatuus Formel Renault losfuhr erwischte es auf den letzten Metern. Eine Sekunde Zeitverlust war da noch verkraftbar. Doch Frank Debruyne hatte ab der Mitte der Strecke auf Sliks mit einer regennassen Piste zu kämpfen und büßte rund fünf Sekunden ein. Damit war für Debruyne die Wiederholung des zweiten Gesamtrangs aus dem Vorjahr außer Reichweite, zumal aus zeitlichen Gründen der vierte Rennlauf gestrichen werden musste. Der Badener […]

Der KW Berg-Cup am Glasbach – So schön kann Bergrennen sein

13. Juni 2017

Um es vorwegzunehmen: Das „22. Internationale ADAC Glasbachrennen“ war spitze. Über das, was vom 09. bis zum 11. Juni in Südthüringen abging, staunte selbst der erfahrene englische FIA-Observer David Grace nicht schlecht. Und brachte es im Rahmen der Siegerehrung, die wieder mitten im Gastgeberort Steinbach vor viel begeistertem, aus Einwohnern und Rennvolk gemixtem Publikum stattfand, exakt auf den Punkt: „Das ist das bestorganisierte und sicherste Bergrennen, das ich jemals gesehen habe.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Glasbach 2017 geprägt war von freundlichem Umgang miteinander in relaxter Atmosphäre. An derem Entstehen auch die nicht allzu hohe Teilnehmerzahl (112 im Rennen) sicher einen Anteil hatte. Drei Läufe á 5,5 Kilometer an beiden Tagen, trockene Piste, überwiegend sonniges Wetter, dazu ein Rennen, an dessen Ende der letzte Starter, Italiens Christian Merli im Osella FA 30, kurz vor 16:30 Uhr mit 1:58,44 einen neuen, phantastischen Streckenrekord aufstellte, was will das Gipfelstürmer-Herz denn noch mehr? Hm, spontan taucht da nur der Wunsch nach einer weniger fleißigen Defekthexe auf. Die sich besonders am Samstag richtig gierig zeigte. Und so in Verbindung mit einigen glücklicherweise glimpflich verlaufenen Ausrutschern dafür sorgte, dass sich der Trainingstag trotz großem Einsatz der Streckenposten und Helfer der veranstaltenden RSG Altensteiner Oberland bis 18:30 Uhr ausdehnte. Was aber nicht weiter störte und an der positiven Stimmung nichts änderte. So, lasst uns nun einen Blick in alle Klassen mit Beteiligung von Aktiven des Berg-Cup e.V. werfen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal. In dem der Übungssamstag die Zeichen auf ein hartes Duell zwischen Jörg Davidovic und Jörg Höber stellt. Der Erstgenannte hat im Training die Nase noch um 4 Hundertstel vorne, aber im ersten Race-Heat wendet sich das Blatt. Jörg Höber erreicht das Ziel 0,32 Sekunden früher als Jörg Davidovic (P2), Dritter ist Uwe Schindler, er liegt bereits deutlich hinter dem Führungs-Duo zurück. Im zweiten Run baut Jörg Höber seinen Vorsprung auf 93 Hundertstel aus. Zum Finale kann er leider nicht mehr antreten, die Defekthexe hat seinen TT besucht und sich dabei vermutlich im Zündsteuergerät ausgetobt. Damit steht das Endergebnis fest: Jörg Davidovic gewinnt vor Uwe Schindler (P2) und Thomas Krystofiak (P3), Vierter wird Mike Vogel. Von den luft- zu den wassergekühlten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 in gemeinsamer Wertung. Wo wir zuallererst die 1150er Abteilung betrachten, die es am Glasbach echt spannend machte, wie wir gleich sehen werden. Thomas Stelberg holt im VW Schneider Polo 16V wie erwartet die Übungsbestzeit, legt 2,06 Sekunden […]

Glasbach-Schallmauer vehement übersprungen

12. Juni 2017

Zwei gestandene Männer aus Italien stellten den Rest der 129 gemeldeten Teilnehmer aus 13 Nationen, beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, regelrecht in den Schatten. Die entsprechende Bühne für den „Kampf der Giganten“ und die spannenden Rennen in den einzelnen Klassen und Gruppen boten die Mannen um den „Glasbach-Macher“ Marcus Malsch in hervorragender Weise. Dabei ist es für die RSG-Altensteiner-Oberland, anhand der Streckenlänge von 5,5 km und einem Veranstaltungsgelände das sich über gut und gern über acht Kilometer erstreckt, wesentlich schwieriger die benötigte „Man-Power“ zusammen zu trommeln, als es für die meisten anderen DM-Veranstalter ist – und die haben schon ihre Probleme. Vom Zielauslauf auf dem Rennsteig bis hinunter auf den idyllischen kleinen Marktplatz des Fahrerlagerorts Steinbach, wo unter Einbeziehung der Bevölkerung an zwei Abenden die „Race-Party“ für Stimmung sorgte und am frühen Sonntagabend mit einer urigen Siegerehrung die Rennteams verabschiedet wurden, war alles perfekt aufgebaut und vorbereitet. Hatte man mit dem Ablauf des Trainingstages mit vielen Zwischenfällen noch Mühe den Zeitplan einzuhalten, lief es am Renntag wie am Schnürchen und die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel mit den Organisatoren um die Wette. So aufgestellt gehört die RSG in diesem Jahr mit Sicherheit zu den Top-Veranstaltern in der Berg-Europameisterschaft. Die vom Veranstalter RSG Altensteiner-Oberland genannten 10.000 Zuschauer wurden schon am Samstag von den beiden Streckensprechern auf das mögliche fallen der „Zwei-Minuten-Schallmauer“ eingestimmt. Diese sollte dann auch im alles überragenden Zweikampf der derzeit wohl weltbesten Bergrennfahrern Christian Merli und Simone Faggioli fallen. In Lauf eins blieb zuerst Faggioli im Norma Zytek V8 und dann Christian Merli, als letzter Konkurrent des Feldes, im Osella FA30 unter der magischen 120 Sekunden-Grenze. Die Vorentscheidung im italienischen Duell fiel im zweiten Durchgang, aus dem Merli mit fast einer Sekunde Guthaben auf seinen Erzrivalen hervor ging. Unglaublich, das Merli zum Abschluss im Labyrinth der 35 Kurven nochmals zulegen konnte und mit der neuen absoluten Rekordzeit von 1:58,440 min Faggioli um ganze 2,7 Sekunden distanzierte. Diese Rekordmarke bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 167 km/h, entsprechend einer Fahrstrecke von fast 46,5 Metern pro Sekunde, dies bei stehendem Start und inklusive Bremsschikane! Merli war übrigens der einzige der Top-Fahrer der sich im letzten Lauf noch steigern konnte. Dennoch ging es in diesem Tagessiegduell nur ums Prestige. In der EM-Wertung haben die Beiden ihre Gruppen deutlich gewonnen, und rangieren in der Zwischenwertung weiter punktgleich an der Spitze. Nahezu genauso souverän wie die beiden Italo-Stars, verkaufte […]

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