Wieder reichlich Bergmonster zum Jubiläum in Eschdorf

28. April 2018

Seit 2004, also nunmehr 14 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 DPII die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird auf eine ganze Meute von hochmotivierten Gegnern treffen, deren Fahrzeuge ebenfalls weit über 600 und teilweise sogar 700 PS leisten. Nennen wir beispielsweise den Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der im Vorjahr bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb. Oder auch und ganz besonders dessen Landsmann Ronnie Bratschi, zweifacher Sieger des Internationalen FIA-Bergpokals 2015 und 2016, der im Laufe der vergangenen Monate einen komplett neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO mit spektakulärer Aerodynamik aufgebaut hat. Oder Thomas Kessler als dritten schnellen Eidgenossen im Bunde, der im Mitsubishi Lancer bei der verregneten 2015-Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens den ausgezeichneten 7. Gesamtrang belegt hatte. Aus Frankreich möchten der sechsfache Tourenwagen-Bergmeister 2010, 2012-2016 Nicolas Werver im wunderschönen, knallgelben Porsche 997 GT2, Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter-Frey im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor oder noch die aus den Vogesen anreisenden Gebrüder Yannick (zweifacher Vize-Bergmeister 2011 und 2012) und Christophe Poinsignon (BMW M3 E92 bzw. Simca CG Turbo) das Feld der „Autos mit Dach“ ordentlich aufmischen, genau wie der zweifache deutsche Bergmeister 2002 und 2010 Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) sowie der mehrfache KW Berg-Cup-Gesamtsieger Holger Hovemann im bulligen Opel Kadett C Coupé mit 5.7 Liter-V8-Motor. Aus eidgenössischer Sicht gilt es neben den bereits erwähnten Bratschi, Nüssli und Kessler natürlich auch den Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 Frédéric Neff im Porsche 997 GT-R, René Ruch, treuer Eschdorf-Gast im Ferrari F355 GT, den sehr schnellen Michel Zemp im Seat Leon TCR Mk3, sowie die beiden Mitsubishi Lancer von Arnaud Murcia und Cédric Milliquet zu beachten. Nicht zu vergessen der belgische Bergmeister 2017 Martin Bach, dessen knallgelber Mitsubishi als Ur-„Bergmonster“ diese Bezeichnung einst ins Leben rief. Oder noch die Luxemburger Mannschaft Schilling Performance mit dem Bergmeister 2015 Nico Schilling und Vize-Bergmeister 2016 und 2017 Charles Valentiny (beide Subaru Impreza WRX STi) sowie Cédric Schilling im neu aufgebauten Mitsubishi Lancer, der belgische Bergmeister 2014 und 2016 Stéphane Emond (BMW M3 3.2L) sowie der Lamera Cup mit Ford Focus RS-Motor des Luxemburgers Gilles Bruckner. Im Feld der insgesamt 6 Porsche sei auch noch der Cayman Cup […]

Handa, Hovemann, Pregartner und Stolz – Vierkampf am Schottenring?

25. April 2018

Zumindest an der Spitze des Bergpreises Schottenrings als Auftakt zum Deutschen DMSB-Berg-Cup für Tourenwagen und des KW Berg Cup, herrschten letztes Jahr Formel 1- Zustände beim Kampf um den Sieg. Nach vier Wertungsläufen auf der 3.033 Meter langen Strecke vom Schottener Stadtteil Rudingshain, über die Serpentinen und durch das Waldstück der Poppenstruth auf die Zielgerade Richtung Götzen, trennten den Sieger Herbert Stolz aus Österreich im Porsche 935 dp II gerade einmal 0,887 Sekunden zum Zweitplatzierten Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Integrale. Ein Herzschlagfinale, das der Innsbrucker nach 2:2 Laufsiegen gegen Handa zur Freude der Zuschauer erst auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte und damit den Rest des Feldes deutlich distanzierte. Dem Franken blieb lediglich, mit knapp 218 km/h im ersten Durchgang, die schnellste Zieldurchfahrt des Tages. Ob es dieses Jahr oberhalb von Schotten erneut so spannend um den Sieg zugehen wird, entscheidet sich am letzten Sonntag im April. Seit 2015 peilen die deutschen Bergasse am Fuße des Hoherodskopfes ihre ersten Saisonpunkte an. Seitdem steht es nach dem Debüt mit Opelfahrer Holger Hovemann aus dem Odenwald und den beiden Porsche- Fahrern Herbert Pregartner (2016) und Herbert Stolz (2017) aus Österreich 2:1 für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Außenseiterchancen müssen auf jeden Fall auch Ralf Kroll mit seinem rennwagenartigen und flinken Silver Car S2 aus der Gruppe E2-SH der Silhouettenfahrzeuge eingeräumt werden. Der dritte der Gesamtwertung aus dem Vorjahr kommt ebenfalls aus dem Odenwald nach Schotten angereist. Man darf gespannt sein, wer sich mit welcher Marke als vierter Sieger in die Annalen des 15. ADAC Bergpreises eintragen lassen darf, bei dem mehr als 130 Fahrzeuge in der Renn- und auch Sollzeitwertung (GLP) vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten erwartet werden. Die größten Chancen auf einen Spitzenplatz aus lokaler, mittelhessischer Sicht dürfte der Ober- Mörlener Stefan Bodin im Porsche 944 GTR haben, der letztes Jahr am Schottenring erstmals in der Sollzeitwertung dabei war. Für Friedhelm Gürtzgen aus Ehringshausen im BMW Compact 318i und Maurice Moufang aus Schotten im BMW M3 ist der Klassiker ebenfalls kein Neuland und wollen in ihrer Klasse vorne dabei sein. Gleichmäßigkeit ist Trumph in der Sollzeitwertung. Aus heimischer Sicht dabei sind Louisa Kröll aus Büdingen im VW Polo, Erwin Schmidt aus Grebenhain im Renault R 5 Turbo, Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco, Marcel Schnabel aus Ulrichstein im BMW 318is, Michele Carotenuto aus Buseck im Opel Kadett C Coupe, Edgar Lampas aus Nidda […]

Topfeld zum Eschdorf-Jubiläum mit 190 Fahrzeugen am Start

24. April 2018

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20 BMW. Knapp 30 Jahre später organisiert die Union des Pilotes nun am Wochenende des 5./6. Mai zum 30. Mal ihr traditionelles «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und dem NSU-Bergpokal. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit zwei Jahren über neuen Belag verfügt. Nach sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 konnte sich Sébastien Petit im Vorjahr endlich den französischen Bergmeistertitel sichern. Die Saison 2018 begann er mit einem wahren Highlight, als er am Col St Pierre (F) zum Auftakt der Berg-EM seit langen Jahren der erste Fahrer war, der die Phalanx der italienischen Bergtenöre schlagen konnte. In Eschdorf nun möchte Petit im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 diesmal nach zwei Jahren Abwesenheit erstmals zum Sieg fahren. Der Eschdorf-Sieger 2013, vierfache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012 und 2017 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits konnte am österreichischen Rechberg beim zweiten EM-Lauf Platz 3 direkt vor Seb Petit belegen, sein LobArt-Mugen Honda scheint nun ausgereift, um ganz vorne mitzufahren. Ob wohl nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 vielleicht nun dieses Jahr auch für Marcel zum zweiten Mal in Eschdorf […]

Rechtsstreit am Schleizer Dreieck beigelegt

10. April 2018

Der über den Zeitraum vom 14 Jahren andauernde Rechtsstreit um die traditionsreiche Naturrennstrecke „Schleizer Dreieck“ und die Anzahl von Motorsportveranstaltungen die darauf stattfinden dürfen, ist beigelegt. Man einigte sich auf jährlich maximal zwölf Renn- und Trainingstage an höchstens vier Wochenenden inklusive Streckensperrung. Der Anwohner des Renngeländes Bernd Reiße, die Interessengemeinschaft Oberböhmsdorf, die Betreibergesellschaft „Schleizer Dreieck“ mit der Stadt Schleiz als Hauptgesellschafterin, waren die Beteiligten Parteien. Der Schleizer Ortsteil Oberböhmsdorf als direkt betroffene Ortschaft sowie die beiden Motorsportklubs MSC und AMC Schleizer Dreieck,  unterzeichneten am vergangenen Montagnachmittag im Schleizer Rathaus eine außergerichtliche Vereinbarung. Damit ist das im Jahr 2012 zu Gunsten des Hauptbeschwerdeführers Bernd Reiße entschiedene Klageverfahren gegen die Genehmigung des Landesverwaltungsamtes vom April 2007 und das Berufungsverfahren endgültig vom Tisch. Dieser Rechtsstreit war einer der Gründe dafür, dass das Bergrennen „Schleizer Dreieck“ im Jahr 2010 bis auf weiteres, letztmalig stattfand. Auf einen Acht-Punkte-Plan einigten sich die beteiligten Parteien. Dieser gestattet jährlich maximal 12 Renn- und Trainingstage an höchstens vier Wochenenden, inklusiver einer Sperrung der gesamten Rennstrecke. An einem zusätzlichen Samstag können auf Teilstrecken weitere Veranstaltungen stattfinden, die sich gleichzeitig über einen Zeitraum von maximal sechs Stunden erstrecken. Dann sind aber für den öffentlichen Verkehr entweder die B2 oder die K552 offen zu halten. Das Ende der Vereinbarung ist offen. Eine Kündigung ist von beiden Seiten für die nächsten zehn Jahre ausgeschlossen. Ob in naher Zukunft wieder ein Bergrennen auf dem Schleizer Dreieck stattfinden kann ist dennoch ungewiss. Schaut man auf den Terminkalender der Betreibergesellschaft, sind die vier vereinbarten Rennwochenenden bereits mit Veranstaltungen, wie z.B. die Deutsche Motorrad-Meisterschaft (IDM) belegt. Erst bei einem Ausscheiden eines Veranstalters könnte man wieder ein Bergrennen auf die Beine stellen. Das Bergrennen wurde von 1997 bis 2010 gemeinsam vom ADAC Ortsclub Naila und dem MSC Schleizer Dreieck organisiert.

Testmöglichkeit im badischen Lahr

29. März 2018

Im April 2016 fand das erste von Martin Prinzen und Dieter Gerber organisierte Testevent auf dem Flughafengelände im badischen Lahr statt. Aufgrund der positiven Resonanz sowie des angenehmen und disziplinierten Verhaltens der Teilnehmer während der Veranstaltung kann das Testevent nun zum 3. Mal am 7./8. April 2018 durchgeführt werden. Ziel der Veranstaltung ist es, für Slalom und Bergrennfahrzeuge eine Testmöglichkeit vor dem Saisonstart zu schaffen. Es wird möglich sein, Fahrzeugveränderungen zu testen, den Grenzbereich des Fahrzeuges einmal ohne Wettkampfbedingung nach der Winterpause neu zu erkunden oder einfach nur den Spaß beim Fahren zu genießen. Die Veranstaltung besitzt keinen Wettbewerbscharakter, es soll eine lockere und freundschaftliche Atmosphäre entstehen und gleichzeitig als Start in die Motorsportsaison 2018 dienen. Aussschreibung Testevent 2018

60 Jahre MC Heilbad Heiligenstadt

28. März 2018

In diesem Jahr häufen sich die runden Jubiläen der Veranstaltervereine der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Der MSC Rhön, als Ausrichter des Hauenstein-Bergrennens kann in diesem Jahr genauso seinen 50. Geburtstag feiern, wie der Homburger Automobilclub als Veranstalter des Homburger Bergrennens. Ganze 60 Jahre jung wird in diesen Tagen der MC Heilbad Heiligenstadt. Der Veranstalter des Ibergrennens kann auf eine bewegte Geschichte zurück blicken. Am vergangenen zweiten Samstagabend im März öffneten sich die Türen des Eichsfelder Kulturhaus zu einem Festakt mit zahlreichen geladenen Gästen. In diesem festlichen Rahmen gab es mehr zu feiern, als den 60. Geburtstag des Motorsportclubs Heilbad Heiligenstadt im ADAC, denn im Eichsfeld wird bereits seit 1923 Motorsport betrieben. „Damals“, erläuterte  Hermann Ludolph, war das Automobil noch jung. Auch Motorräder gaben es noch nicht lange, gaben es bereits die ersten Fans der knatternden Zweiräder in der Stadt, die gemeinsam nach Höherem strebten. „Das Ergebnis ihrer Arbeit war die Ausrichtung von insgesamt vier Bergrennen, die in den Jahren 1925 bis 1929 stattfanden und ausschließlich den Motorrädern vorbehalten waren“, berichtete der Vorsitzende des MC aus den Analen. Doch das Bergrennen schlief wieder ein, als die Rezession kam. Noch heute tauchen vereinzelt alte Programmhefte der Veranstaltungen, quasi als Zeitzeugen auf. Die werden im Club wie ein Schatz gehütet. Darauf folgten die NS-Zeit und der Wiederaufbau nach dem Kriege. „Das waren schwere Zeiten und an Rennsport war da nicht mehr zu denken.“ Doch bereits Ende der 1940er-Jahre keimte leise ein neues zartes Pflänzchen. Wieder war es eine Hand voll Motorradfahrer. Willi Degenhardt, Karl Weber, Klaus Kanngießer, Hans Althoff und Josef König waren bald bei den ersten großen Rennen erfolgreich, die damals in der sowjetischen Besatzungszone gefahren wurden. „Eigentlich waren es Aloys König und Werner Poppe, die als treibende Kräfte hinter dem organisierten Motorsport standen“, blickt Hermann Ludolph voller Respekt auf die Gründungsväter zurück, die die Sektion Motorrennsport ins Leben riefen. In den Abendstunden des 28. März 1958, als genau heute von 60 Jahren, geschah es im Saal des Hotels „Eichsfelder Hof“ in der Heiligenstädter Wilhelmstraße, dass die Sektion Motorrennsport dem ADMV, also dem Allgemeinen Deutschen Motorsportverband, beitrat und damit den „Motorsportclub Heiligenstadt im ADMV der DDR“ aus der Taufe hob. Erster Vorsitzende wurde – man musste sich den politischen Gepflogenheiten beugen, denn die Nominierung für diesen Posten hatten die Bezirksleitung des ADMV und die SED festgelegt – Erwin Retzlaff vom Rat des Kreises. Den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden bekam Walter Müller auf Vorschlag von […]

Sturm und Drang in neuer Allianz mit Routine

21. März 2018

Jürgen Schneider zählt zum kleinen, erlesenen Kreis der Urgesteine des Gruppe H Berg-Cup. Als aktiver Fahrer eines VW Golf in der Klasse bis 2000 ccm der Gruppe H sammelte der Mann aus der Main-Tauber-Region in den 1980er und 90er Jahren Trophäen und Pokale. Doch im Frühjahr 1996 beim Berg-Cup Lauf im französischen Abreschviller, kam abrupte Aus bei einem Highspeed-Einschlag in die Leitschienen. Der weiße VW Golf 1 war nach dem Unfall in Lothringen angeschlagen und nach einem kapitalen Motorschaden in Unterfranken konvertierte Jürgen Schneider zum Zuschauer, blieb aber der Berg-Cup-Szene immer treu. Zwischenzeitlich mauserte sich Schneider mit seiner Power Schmiede Schneider in Lauffen am Neckar zu einem anerkannten Rennmotorenbauer für Slalom, Berg und Rundstrecke. Inzwischen vertrauen zahlreiche Teams vor allem aus dem KW Berg-Cup auf die Künste von Jürgen Schneider. Darunter auch Thomas Stelberg, der Schneider ab 2011 als Partner in sein Team holte. Seit dem dominierten Thomas und Jürgen abwechselnd hinter dem Lenkrad des VW Schneider Polo 16V nach Belieben die 1150er Klasse im Berg-Cup. Da die Stelbergs in der Saison 2018 nicht im KW Berg-Cup dabei sind und vorerst eine Pause einlegen, führte Schneider bereits zum Saisonende 2017 Gespräche mit seinen Kunden. „Ich kann sagen, die Jungs, die meine Motoren fahren sind alle meine Freunde und so war schnell klar, dass ich mit Dominik Schlott eine neue Union eingehe“, berichtet Jürgen Schneider in einem Gespräch mit der BiD-Redaktion. Mit 22 Jahren ist Dominik Schlott einer der Youngster im Berg-Cup. Seit Ende der Saison 2016 ist der Rhöner mit seinem orangen VW Polo 8V am Berg präsent. Der Automobilkaufmann und Mechatroniker aus Stetten, unweit des Hauenstein-Bergrennens vermochte sich in seiner ersten vollen Berg-Cup Saison im Vorjahr Rennen um Rennen zu steigern. Erste Erfahrungen im Motorsport sammelte Schlott zuvor bei Slaloms und bei Berg-GLPs. Das Team Schneider-Schlott schrieb sich in den neuen KW Berg-Cup gleich mit zwei schnellen Polos ein. Zum einen konnte Jürgen Schneider den ex-Glaser Polo, der im Slalomsport gelandet war, ausfindig machen und käuflich erwerben. Das Fahrzeug mit Berg-Cup Geschichte ist zwischenzeitlich wieder im „breiten Kleid des Berges“ und motorisiert mit Schneiders eigenen „1150 ccm 16V Werks-Triebwerk“, das bis zuletzt im Stelberg-Polo für Vortrieb sorgte. Das Hauptfahrzeug der Paarung ist praktisch „ready to race“, bis auf ein paar Kleinigkeiten und wird beim Saisonstart in Schotten zum Einsatz kommen. Mit in die „Ehe“ bringt Schlott seinen 8V-Polo ein, der in der Klasse bis 1400 ccm Hubraum beheimatet ist. […]

Wagenpasstag vor Ort(h) in Wittlich

10. März 2018

Viele Aktive im Rallyesport sind bereits vor wenigen Tagen bei ersten Veranstaltungen in die neue Saison 2018 gestartete. Für die Protagonisten im Bergrennsport sind es zwar noch rund sieben Wochen bis zum Saisonstart am 28./29. April beim Bergpreis Schottenring, aber die Zeit „rennt“ wie man so schon sagt und so langsam sollten Fahrer, Fahrzeuge und Papiere fit sein, für das „Frühlingserwachen“ im Motorsport. Am Samstag, den 24. März 2018 findet in diesem Zusammenhang bei der Firma Reifen Orth, Röntgenstraße 6, 54516 Wittlich (40 km nordöstlich von Trier) wieder ein Wagenpass-, KFP- und Eintragungstag statt. Ebenfalls wird eine Radlastwaage vor Ort sein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Organisiert wird der „Wagenpasstag“ von Ralf und Patrick Orth, bekannt aus dem KW Berg-Cup. Das Vater-Sohn-Gespann bittet um eine frühestmögliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0151 44532360 oder 06571 20437.

Volle Starterfelder in jetzt drei Rennserien des Berg-Cup e.V.

8. März 2018

Alles zusammengezählt 155 Fahrer mit 131 Rennautos, dieses Einschreibeergebnis, das die tiefen Sorgenfalten der Organisatoren schlagartig glättete, kann sich wirklich sehen lassen. Viele aktive Berg-Cup’ler hatten im Verlaufe der 30. Jubiläumssaison angekündigt nach dieser eine schöpferische Pause einlegen zu wollen, dazu gesellte sich anfangs Dezember 2017 die definitive FIA-Forderung nach Sicherheitstanks in den Teilnehmerfahrzeugen von Internationalen Veranstaltungen und Rennserien wie dem KW Berg-Cup, über den allerdings nicht alle Autos verfügten. Ein Rückgang bei den Einschreibungen war deshalb zu befürchten. Was die Vorstandschaft des Berg Cup e.V., die zugleich das Organisationsteam der drei Rennserien bildet, zum Brainstorming mit sofort folgendem Handeln veranlasste. Das Ergebnis ist bekannt: Zusätzlich zum NSU Bergpokal und dem wie bisher als Internationale Serie (IS) ausbeschriebenen, traditionellen KW Berg-Cup wurde mit dem KW Berg-Cup National ein auch ohne FT-Kraftstoffbehälter zugängliches Betätigungsfeld geschaffen. Als Auffangbecken für alle Gipfelstürmer, die ihre Gruppe H-, FS- und E1-Renner nicht zeitnah umrüsten können oder wollen. Um den Breiten- und Amateursport-Gedanken zu pflegen sowie den Berg-Einstieg generell zu erleichtern steht die neue Serie, für die eine Nationale A-Lizenz des DMSB ausreicht, auch Pilotinnen und Piloten von Gruppe A-, F- und CTC/CGT-Fahrzeugen sowie R2- und R3-Rallyeautos offen. 21 Teilnehmer nahmen dieses Angebot an, weitere 29 kommen in den KW Berg-Cup Stammabteilungen H, FS, E1 und E2-SH hinzu. 85 Fahrerinnen und Fahrer haben sich für die IS KW Berg-Cup entschieden, 19 davon teilen sich ihr Rennfahrzeug mit einem Teampartner, das ergibt unter dem Strich exakt 66 hochkarätige Bergautos. Auch der beliebte NSU-Bergpokal im KW Berg Cup ist erneut bestens aufgestellt, 20 Fahrer, 18 Autos und 2 Teams sind die Zahlen dazu. Sieht man sich die Einschreibungen im Detail an, dann gibt es viel Interessantes zu entdecken. Das könnt ihr, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Fans und Freunde sehr gerne im Selbststudium tun, ihr könnt aber auch in den nächsten Tagen mit uns durchs Fahrerlager bummeln und dabei sein, wenn wir erste Analysen anstellen und uns in frühen Hochrechnungen der voraussichtlichen Kräfteverhältnisse versuchen. Dazu seid ihr hiermit herzlich eingeladen! Die detaillierte Teilnehmerliste findet man hier: https://berg-cup.de/berg-cup/teilnehmer.html von Uli Kohl

Boxengeflüster 03/2018: Wussten Sie schon dass…?

7. März 2018

DASS die Siegerehrung und Meisterschaftsfeier der drei DMSB Berg-Prädikate (Deutsche Bergmeisterschaft, DMSB Berg-Cup und Berg-Team-Cup) in diesem Jahr am 7. Dezember im Rahmen der Jubiläumsfeier des MSC Rhön stattfindet. Der Fachausschluss Berg erhält hierfür seit Neustem ein Budget vom DMSB zur Verfügung gestellt um die Feier in Eigenregie durchzuführen. Die Pokale werden ebenfalls vom DMSB zur Verfügung gestellt. Dadurch konnte der Zuschuss der DM-Veranstalter von 200€ auf 100€ reduziert werden. Diese neue Regelung gilt rückwirkend auch für die Saison 2017. DASS sich die Bergrennen Gurnigel AG und der Verein Bergrennen Gurnigel darauf geeinigt haben, die Zusammenarbeit im Bereich Vermarktung und Marketing bei ihrem Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft per sofort aufzulösen. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre hat gezeigt, dass sich die gemeinsam definierten Vorstellungen betreffend der Umsetzung nicht mit denjenigen des Vereins Bergrennen Gurnigel decken. Entsprechend liessen sich die definierten Ziele mittel- und langfristig nicht realisieren. Durch diese Auflösung der Zusammenarbeit verliert das Bergrennen Gurnigel u.a. den Hauptsponsor GRAHAM und weitere Partner, die sich aus den bestehenden Partnerschaften zurückziehen. Der Verein Bergrennen Gurnigel kümmert sich wiederum selbst um die Vermarktung, das Marketing und selbstverständlich um die Organisation des traditionellen Bergrennens Gurnigel vom 08.-09. September 2018. DASS der Berg DM-Dritte und FiA Masters-Teilnehmer der Saison 2014, Jochen Stoll nach einer dreijährigen Pause, durchsetzt mit einige Rallyeteilnahmen, in der kommenden Saison 2018 sein Comeback in der Deutschen Bergmeisterschaft geben wird. Der Pfälzer vom Homburger Automobilclub, dessen erfolgreicher Peugeot 306 S16 derzeit zum Verkauf steht, besitzt seit kurzem einen neuen Rennuntersatz, passend für Gruppe E1. Mehr dürfen wir noch nicht preisgeben. Ein erster Test ist für den 25. März beim „Printemps des Montagnards“ auf der ostfranzösischen Rundstrecke von Chambley geplant. DASS der Berg-EM-Lauf im slowenischen Ilirska Bistrica vom 3. September 2017 ein gerichtliches Nachspiel hat. Zum letzten Rennlauf, der die vorzeitige EM-Titelentscheidung zu Gunsten von Simone Faggioli brachte, wurde damals Vize-Europameister Christian Merli nach technischen Problemen am Osella FA 30 an der Startlinie von der Rennleitung nicht mehr zum Start zugelassen, worauf es leider wohl zu unschönen Szenen gekommen sein muss. Am Dienstag nach dem Osterwochenende findet hierzu der zweite Gerichtstermin in Ilirska Bistrica statt. Wie die lokale Presse schreibt, wird verhandelt in der Strafsache gegen Christian Merli (Italien) wegen Körperverletzung, zum Schaden von Ferdo Poberznik, Rennleiter der Veranstaltung. Der erste Gerichtstermin Ende Februar wurde von Christian Merli wegen Krankheit nicht wahrgenommen. Welche Folgen dieses Verfahren auf Merlis Rennsaison 2018 hat, ist derzeit […]

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