Neuer Ehrenpreis beim Homburger Bergrennen

6. Juli 2022

Die Idee ist nicht neu, aber auf jeden Fall wert diese wieder aufleben zu lassen. Unsere Webseite „Bergrennen in Deutschland“ stiftet zum Heimrennen einen Ehrenpreis, der bei der Siegerehrung des 47. Homburger ADAC Bergrennen am kommenden Sonntagabend erstmals vergeben wird. Die Auszeichnung „Driver oft he Race“, in Form einer 40 x 30 cm großen Plakette, soll derjenige Fahrer oder diejenige Fahrerin erhalten welcher beim Bergrennen auf der Käshofer Straße an diesem Wochenende durch eine außergewöhnlich Leistung oder großen Sportsgeist aufgefallen ist. Eine kleine Jury unter Vorsitz von BiD-Macher Thomas Bubel wird einen würdigen Preisträger bestimmen.

Der Homburger Berg ruft wieder – Hin hat Streckenrekord im Visier

1. Juli 2022

Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und nach zwei Jahren Stillstand am Käshofer Berg durch Corona, freut sich der Homburger Automobilclub (HAC) am Wochenende vom 08. bis 10. Juli 2002 endlich wieder sein Motorsportspektakel, namens Homburger ADAC Bergrennen, seinen treuen Aktiven aus nah und fern sowie dem ausgehungerten Publikum präsentieren zu können. Die laufende Saison der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, des KW Berg-Cup und der Seien GLP-Berg und ADAC Retro Berg-Cup findet auf der kurvengesäumten Käshofer Straße , zwischen dem saarländischen Homburg und dem westpfälzischen Käshofen am zweiten Juli-Wochenende ihre Fortsetzung. Seit Ende Juni und bis zum Anreisetag der Teams am Freitag vor den Trainings- und Rennläufen, verwandelt sich die Landstraße L120 / L462 in eine renntaugliche Piste für Tourenwagen, Young- und  Oldtimer, Formel-Rennwagen und Renn-Sportwagen.  Um die Sicherheit für die 115 Fahrer und eine Fahrerin zu gewährleisten, leistete die zuständige pfälzische Straßenbehörde im Vorfeld wichtige Instandsetzungsarbeiten an Asphalt und Leitplanken im Bereich Brückchen und Posten 8. Für mehr Sicherheit und eine Optimierung der Aufbauarbeiten hat sich auch das HAC-Organisationsteam um Orga-Leiter Sascha Ressmann und Rennleiter Jürgen Guckert etwas einfallen lassen. Im Bereich Brückchen werden ein großer Teil der Altreifenpakte durch Betonelemente, wie man sie von Autobahnen her kennt ausgetauscht. Das spart Zeit und Manpower. Seit dem Ende der Coronabeschränkungen im Frühjahr laufen die Vorbereitungen im Eiltempo, denn die Ungewissheit war lange groß ob man wieder ein Bergrennen in Angriff nehmen kann. Aus sportlicher Sicht ist man am Ende des Tages mit den 116 Anmeldungen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz, den Umständen geschuldet zufrieden. Wie HAC-Pressesprecher Thomas Bubel erklärt, „kosten die anhaltende Krisensituation, mit langen Lieferzeiten für Ersatzteile und derzeit nicht lieferbaren profillosen Rennreifen (Sliks), die Berg-Veranstalter in Deutschland doch einige Teilnehmer. Da bildet die „Saarpfalz-Hatz“ keine Ausnahme“. Aber dennoch  müssen die Zuschauer entlang der Naturrennstrecke durchs Lambsbachtal und im frei zugänglichen Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus nicht auf die einzigartige Rennatmosphäre verzichten, ganz im Gegenteil. Gleich drei Boliden der „Königsklasse“ mit über 550 PS starken V8-Triebwerken im Heck sorgen für Spannung um den Tagessieg am Karlsberg. Der Titelverteidiger der letzten Ausgabe von 2019, der Schwarzwälder Alexander Hin, war bereits in der laufenden Saison zweifacher Gesamtsieger und knackte dabei die jeweiligen Streckenrekorde. Mit seinem Osella PA 30 V8 möchte der Zimmerer aus Elzach diese Serie fortsetzen. Auf einem baugleichen Fahrzeug strebt der ebenfalls aus dem südlichen Schwarzwald anreisende Stefan Armbruster nach einem Platz auf dem Siegerpodium. Dazu gesellt sich der Dillenburger […]

Neue Klassensieger und erfolgreiche Rookies am Iberg

29. Juni 2022

Auch der vierte Saisonlauf des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals bescherte reichlich packende Szenen und enge Duelle. Das unter dem Motto „Back to the Roots“ gut organisierte „25. Int. ADAC Ibergrennen“ im Norden Thüringens zeichnete sich unter anderen durch minutengenauen Beginn aus. Am 25. und 26. Juni konnten bei besten äußeren Bedingungen alle vier jeweils vorgesehenen Läufe durchgeführt werden. Am Samstag blieb nach den vier Pflichtauffahrten sogar noch Luft für ein 30-minütiges freies Training. Am Sonntag fädelte sich die letzte Klassenergebnisliste schon um 15:54 Uhr aus dem Drucker. Auf Behördenwunsch fand die Siegerehrung startgruppenweise gleich auf dem Zielparkplatz statt. Für Gesamtsieger Alex Hin, der im Osella PA 30 den Rekord auf der 2,050 Kilometer langen, steilen Strecke bis auf 51,290 heruntergeschraubt hatte, gab es vor der Starttribüne eine kleine Zeremonie. Umrahmt wurde er dabei von der besten Dame, der Luxemburgerin Monique Becker (Alfa Romeo 147 GTA) und dem schnellsten Tourenwagenpiloten des Wettbewerbes, Erwin Buck mit seinem VW Spiess Scirocco 16V. Bei der letzten Talfahrt hatten alle Erfolgreichen ihre Pokale bereits an Bord. Zwei davon dürften besonders gestrahlt haben, weil sie noch als Rookies ihre ersten Berg-Klassensiege geholt hatten. Dem erst 20-jährigen Neueinsteiger Jannik Hofmann gelang das Kunststück sogar in seinem ersten Rennen im NSU-Bergpokal. Und auch Christian Handa (26) musste nur fünf Gipfelsprints lang Geduld beweisen, bis er sich im Lancia Delta Integrale Evo 3 ganz oben auf der Ergebnisliste eintragen konnte. Erste Saisonsiege holten sich in der Gruppe A/F/CTC Markus Fink (Foto) im Citroen C2 VTS bei den 1600ern und Markus Goldbach im Renault Wiebe Mégane Coupe bei den 2-Litern. In der Gruppe H/FS/E1 gelang dies Tobi Stegmann in der 1150er-Abteilung mit seinem Schneider Audi 50 8-Ventiler und Andy Heindrichs im Opel Wiebe Corsa 16V RR bei den 1600ern. Zweite Saisonerfolge sicherten sich Lars Bröker im Evo 10 Mitsubishi Lancer (A/F/CTC über 2 Liter) und Erwin Buck in der 2-Liter Klasse der Gruppen H/FS/E1. Zwei Fahrer der soeben erwähnten Gruppen durften sogar ihren dritten Gewinnerpokal des Sportjahrs 2022 in Empfang nehmen. Das sind Tobias Mayer im VW Minichberger Scirocco 16V aus der 1400er-Abteilung, dazu der in der Klasse bis 3 Liter beheimatete Michi Bodenmüller mit seinem Opel Gerent Kadett C Coupé 16V. Und auch Ralf Kroll, der im ultraflachen E2-Silhouetten-Flitzer namens Silver Car S2G Evo unterwegs war, durfte über seinen dritten Siegerpokal jubeln. Der engste Fight spielte sich bei den Gruppe A/F/CTC-Autos bis 2 Liter ab, den Markus Goldbach […]

KW Berg-Cup Fahrer glänzen in der Glasbach-Tourenwagenwertung

15. Juni 2022

Bei besten äußeren Bedingungen sichern sich am 12.06. beim „25. Internationalen ADAC Glasbachrenen“ in Südthüringen vor großer Zuschauerkulisse KW Berg-Cup Teilnehmer die Plätze eins bis fünf der Tourenwagenwertung. Betrachten wir die Top-Dreißig der Gesamtliste, finden wir darunter weitere neun Division-1-Renner, an deren Lenkrädern KW Berg-Cup Aktive gedreht haben. Emotional berührt nahm Michael Bodenmüller (Foto oben) die Trophäe für seinen ersten Berg-Divisionssieg und Tourenwagen-Gesamtsieg entgegen. „Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Aber es ist nach einem nicht optimalen Saisonstart, der mit einiger Arbeit an unserem Opel Gerent Kadett C Coupé verbunden war, eine tolle Belohnung für den Einsatz in den letzten Wochen“ erklärte der 30-jährige selbständige Kfz-Meister aus Maierhöfen im Allgäu beim Siegerinterview. Mit ihm kletterten als Zweiter Ralf Kroll (Silver Car S2 G Evo) und Lars Heisel (Opel Böhm Kadett) als Dritter mit auf das Divisionspodium. Platz vier der Tourenwagenwertung holte knapp dahinter Norbert Wimmer mit seinem 8-Ventiler BMW 2002, Rang fünf ging an Jochen Stoll im Porsche 911 GT3 Cup. In den einzelnen Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung gab es zum Teil enge Fights um die Siege. Die Erfolgreichen waren in der Gruppe A/F/CTC Robert Maslonka (VW Polo G40/bis 1600 ccm), in der 2-Liter Abteilung Michael Schumacher ebenfalls auf VW Polo G40 sowie über 2000 Kubikzentimeter Mitsubishi-Lancer-Pilot Lars Bröker. Im NSU-Bergpokal setzte sich Jörg Davidovic klar durch. Bei den danach startenden, nach Gruppe H/FS/E1 vorbereiteten Rennern gewann Dominik Schlott (Foto) die Klasse bis 1400 Kubik souverän. Zum Erfolg des 26-Jährigen hatte der KW-Fahrwerksservice einen großen Anteil beigetragen. Am Trainingssamstag wurde zwischen den Läufen zuerst der linke hintere Dämpfer des VW Schneider-Polo repariert, anschließend der rechte zwecks Angleichung revidiert. Nach dem frühen Aus des Top-Favoriten Mario Minichberger wegen eines gebrochenen Bremspedals am VW Corrado R lieferten sich Norbert Wimmer und Lars Heisel ein mitreißendes Duell um den 2-Liter-Lorbeer. Zwei Auffahrten lang führte Norbert Wimmer, im finalen Run schob sich Lars Heisel noch vorbei, gewann nach 16,5 Rennkilometern mit 0,351 Sekunden Vorsprung. Ganz im Zeichen von Michi Bodenmüller stand die Hubraum-Abteilung bis 3000 Kubik. Über 3 Liter hieß der Gewinner Jochen Stoll. Ralf Kroll war in seiner Gruppe der E2-Silhouetten-Fahrzeuge als Alleinunterhalter unterwegs. Was den Odenwälder nicht davon abhielt mit starken Zeiten zu glänzen. Das Glasbachrennen 2022 mit je drei Läufen á 5,5 Kilometer an beiden Tagen war anspruchsvoll, forderte Piloten und Renngeräte. Was zahlreiche Unterbrechungen zur Folge hatte, die von der engagierten Veranstalter-Mannschaft aber stets zügig abgearbeitet wurden. Präsentationsfahrten mit […]

Homburger Bergrennen nach Coronapause wieder am Start – Helfer gesucht

13. Juni 2022

Die Motor- und Rennsportfans der Saarpfalz und SaarLorLux-Region mussten die vergangen zwei Jahren in der Pandemiezeit auf vieles verzichten, mitunter auch auf das seit 1974 ohne Unterbrechung stattfindende Homburger ADAC Bergrennen. Von Seiten des veranstaltenden Homburger Automobilclubs hat man sich im April entschlossen, trotz des nicht geringer geworden Problems des Helfermangels, das traditionsreiche Automobilrennen auf der Käshofer Straße am Wochenende des 09./10. Juli 2022 anzugehen. Man hofft auf zahlreiche Rennteams aus der Deutschen Berg-Meisterschaft, den beiden DMSB Bergcups, dem KW Berg-Cup Gruppe H und der GLP Bergserie sowie ein paar zusätzliche ehrenamtliche Helfer. Wenn am zweiten Juli-Wochenende zum 47. Mal sich das Fahrerlager mit Zelten und Renntransportern füllt, PS-starken Motoren angelassen werden, sich Benzin- mit Bratwurstgeruch in der Luft mischt und der klassische Rennsound durch den Wald zwischen Homburg und Käshofen schallt, ist die Chaussee auf die Sickinger Höhe kaum wiederzuerkennen. Bis zu 5.000 Besucher strömen dann an den Karlsberg um die einzigartige Atmosphäre endlich wieder aufzusaugen und um den Kampf der Tourenwagen, Sportprototypen und Formelrennwagen gegen die Uhr, live und hautnah zu verfolgen. Die Veranstaltung hat noch immer ihren festen Platz in den Herzen der Rennsportfans der Region und darüber hinaus. Die Zuschauerbereiche „Start“, „Brückchen“ und „Posten 8“ laden wieder ein um das Renngeschehen zu verfolgen und um sich in den Pausen mit einem kühlem Bier und einem saftigen Schwenkbraten zu erfrischen. Zwischendurch lädt das Fahrerlager am Stumpfen Gipfel zum Bummeln ein. Dennoch sieht man derzeit im Organisationsteam des Homburger AC einige Sorgenfalten auf der Stirn. Wirken sich die gestiegenen Lebenshaltungskosten auf den Zuspruch der Aktiven aus ganz Deutschland dem Ausland, und somit auf das Teilnehmerfeld aus? Sind die am Rennwochenende benötigten 180 Helfer in der Organisation, zu denen in der Coronazeit der Kontakt nahezu abgerissen ist, wieder heiß aufs Bergrennen? Allein bei beim erhofften Zuschauerzuspruch ist man optimistisch. „Die Leute wollen wieder raus, was erleben. Das sah man schon beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wo 210.000 Zuschauer anreisten“, so Rennleiter Jürgen Guckert aus Kirkel. Seit Jahren bereitet die angespannte Personalsituation Organisationsleiter Sascha Ressmann aus Bechhofen Bauchschmerzen. „Verlässliche Helfer die Verantwortung übernehmen wollen zu finden, ist in den letzten beiden Jahren auch nicht einfacher geworden. Aber auch zusätzliche Helfer beim Streckenaufbau und Abbau, an den Verpflegungsständen, im Rennablauf und im Vorfeld beim Anbringen von Werbebannern und Plakaten sind gefragt. Ich richte mich da an alle grundsätzlich Interessierten und Helfer aus der Zeit vor der Pandemie, das Bergrennen mit am […]

Noch rund 50 Tage – Hauenstein-Bergrennen mit neuer Führungsspitze

11. Juni 2022

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause startet der Motorsportclub (MSC) Rhön in diesem Jahr wieder voll durch. Musste 2020 und 2021 das traditionelle Hauenstein-Bergrennen schweren Herzens abgesagt werden, steht nun die Ampeln wieder auf grün und das 51. Hauenstein-Bergrennen wird am 30./31. Juli 2022 in Hausen/Rhön stattfinden. Die Homepage des MSC Rhön strahlt jetzt in neuen Farben, diese ist unter www.hauenstein-bergrennen.de zu erreichen. Das Online Nennportal ist auch bereits geöffnet. Bei ihrer letzten Mitgliederversammlung Anfang April stellte der Verein bei den Neuwahlen die Weichen für die Zukunft. Der scheidende 1. Vorsitzende Christian Röder blickte in seinem letzten Tätigkeitsbericht in dieser Funktion auf die letzten beiden Jahre zurück, die aufgrund von Corona für den Verein keine leichten waren. Bereits bei der Jahreshauptversammlung 2020 hatte er bekannt gegeben, bei der nächsten Wahl nicht mehr für das Amt des Vereinsvorsitzenden zur Verfügung zu stehen, da er aufgrund einer beruflichen Veränderung nicht mehr die nötige Zeit aufbringen kann. Als sein Nachfolger wurde Jochen Seyd gewählt. Weiter wurden in die neue Vorstandschaft gewählt: Matthias Johannes (Schatzmeister), Holger Dittrich, David Hauck, Christian Röder, Dieter Kromer und Michael Prinz (alle Beisitzer), Harald Markert, Siegbert Leitsch (Kassenprüfer). Der neu gewählte 1. Vorstand Jochen Seyd bedankte sich bei seinem Vorgänger Christian Röder sowie beim ausgeschiedenen Beisitzer Klaus Menninger für ihre geleistete Arbeit. Sportleiter Bernd Seyd konnte in seinem Bericht stolz auf die Slalom-Veranstaltung zurückblicken, die der MSC Rhön im Oktober des vergangenen Jahres auf einem Teilstück der Hauenstein-Bergrennstrecke ausgetragen hatte. 77 Teilnehmer gingen an den Start, teilweise sogar mit sehr weiter Anreise. „Die Veranstaltung hat einwandfrei geklappt“, bilanzierte Seyd. Wie er vorausblickte, führt der MSC Rhön neben dem Hauenstein-Bergrennen, das traditionell am letzten Juli-Wochenende stattfindet, am 17. September auf dem Flugplatz Altfeld bei Marktheidenfeld wieder einen Slalom durch. von Michael Prinz (MSC Röhn)

Mit sieben Klassensiegen glänzt der KW Berg-Cup in Wolsfeld

9. Juni 2022

Das „58. ADAC/EMSC Bergrennen Wolsfeld“ stellte an alle Beteiligten höchste Anforderungen, ausgelöst vom launischen Eifelwetter. Schon am Trainingssonntag wechselten die Bedingungen mehrfach. Der Rennmontag begann trocken, doch zu Beginn von Run zwei regnete es länger anhaltend. Erst Lauf drei ließ dann wieder Slicks zu. An beiden Tagen begann das Geschehen auf der 1,64-Kilometer-Piste gegen 8 Uhr, es dauerte jeweils knapp 10 Stunden. Viele zum Glück glimpflich verlaufende Vorfälle mussten von den Sportwarten und der souverän agierenden Rennleitung mit Steffen Hofer (Foto Mitte) an der Spitze abgearbeitet werden. Das am öftesten gehörte Fazit lautete: „Das war ein Rennen, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.“ Dem schließen wir uns vollumfänglich im positiven Sinn an. Man könnte genauso gut sagen: Mit siebeneinhalb Siegen, denn in der Abteilung E1 bis 1150 Kubik gewann mit Jürgen Heßberger ein in diesem Jahr (noch) nicht in die Rennserie eingeschriebenes Clubmitglied im Fiat 127 Sport Martini Racing. Bleiben wir doch gleich bei den Autos der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1. Deren 1400er Klasse sicherte sich nervenstark Tobi Mayer. An seinem VW Minichberger-Scirocco brach im ersten von drei Rennläufen ein Uniballgelenk an der Schaltstange. Der 26-Jährige bekam beim Anbremsen und Runterschalten vor der dritten Kehre den zweiten Gang zwar rein, aber danach nicht mehr raus. Also musste er die letzte Gerade und den Zielsprint, die nach der vierten und fünften Welle verlangen, in Schaltstufe zwei nehmen. Von Position fünf aus schaffte er noch den Sprung nach ganz vorne. Franz Weißdorn im VW Scirocco (Foto oben) holte Platz zwei, Dritter wurde mit einer starken Leistung im 8-Ventiler-Polo Frank Lohmann. Einen Krimi der Sonderklasse hielt die 1,6-Liter Abteilung bereit. Schlussendlich setzte sich in diesem Toyota-Starlet-Pilot Mikko Kataja knapp vor Andy Heindrichs (Opel Wiebe-Corsa) und Patrick Orth im Minichberger-Kadett von Stefan Faulhaber durch. Erwin Buck erwies sich bei den 2-Litern mit seinem VW Spiess-Scirocco als nicht einzunehmende Bastion und siegte vor den mehrfach die Plätze tauschenden Lars Heisel (Böhm-Kadett) sowie Minichberger-Golf-Pilot Ralph Paulick. Christoph Lampert, der lange ums Podium mitgekämpft hatte, beendete den Wettbewerb im Minichberger-Golf des Teams Ruwe als Vierter. So richtig abwechslungsreich gestaltete sich ebenfalls das Rennen der Klasse bis 3000 Kubik, in dem der erste Führende Michi Bodenmüller im Gerent-Kadett hieß. Im zweiten, nass-feuchten Rennlauf entriss ihm Hauke Weber mit seinem Audi 80 Quattro diese Position. Doch im Finale versagte eine vordere Antriebswelle die weitere Mitarbeit, machte den Quattro zum Hecktriebler, verbunden mit dem Rücksturz auf Rang vier. Mit […]

Pfingsten in Wolsfeld: Mehr als nur Bergrennen

8. Juni 2022

Zwei ganz persönliche Geschichten am Rande zeugen von der Besonderheit der jährlichen PS-Party in der Südeifel. Pfingsten in Wolsfeld, oder besser gesagt in der gesamten Südeifel, das ist mehr als nur Bergrennen. Das ist mehr als nur ein mit Blech vollgestopftes Dorf. Das ist auch mehr als gemähte Wiesen, aus denen ein Fahrerlager gemacht wird und bei dem die Jugendfeuerwehr akribisch darauf achtet, dass auch die angebrachten Müllsäcke benutzt und entleert werden. Das ist auch mehr als von Gästen benutzte Toreinfahrten, Hinterhöfe oder Garagenzufahrten. Das sind manchmal auch ganz berührende, zwischenmenschliche Geschichten. Zwei davon haben wir am Pfingstsonntag zusammengetragen. So wie die von Peter und Paula Schäfer aus der Holsthumer Straße. Vor ihrem Haus ist der Trubel am größten. Dort stellen sich die Teilnehmer zum Vorstart auf, die lautstarken Motoren drehen mit Höchstzahl. Die beiden älteren Herrschaften, weit in die 80 hinein, wie uns Peter Schäfer verraten hat, fühlen sich nicht belästigt. Das Gegenteil ist der Fall. Seit Jahren ist die Familie Pisano, eine Rennfahrerfamilie aus dem schwäbischen Herrenberg mit calabrischen Wurzeln, bei ihnen zu Gast. Im Hinterhof steht der knallrote VW Golf 16 V, dort wird geschraubt, Daten auf dem Laptop ausgelesen, Reifen nachgeschnitten. Peter Schäfer sagt von sich selbst, er sei kein Rennfahrer, aber „ich bin der Meinung, dass jeder sein Hobby ausüben sollte, wenn es irgendwie geht. Das trägt zum Zusammenhalt der Menschen bei.“ Mit den Pisanos haben die Schäfers seit vielen Jahren innige Freundschaft geschlossen. „Die schlafen bei uns im Haus, wir essen gemeinsam. Sie sind zu Gast bei uns.“ Und im Gegenzug machen Peter und Paula Schäfer dann Stopp bei den Pisanos auf dem Weg nach Süden. „Wir waren zur Hochzeit der Tochter eingeladen, waren bei der Kindtaufe dort. Wir sind Freunde geworden.“ Im Hinterhof treffen wir Egidio, der an den Reifen seines Renners arbeitet. Zusammen mit seinem Schwiegersohn Simon, der den Namen Pisano angenommen hat, mit dessen Frau Giuli und dem kleinen, ein paar Wochen alten Leo. „Wir sind hier wie zu Hause beim Bergrennen“, erzählt Simon, während die junge Mama meint, „das Bild können wir g’schwind noch machen. Aber dann muss ich rein, den Leo wickeln. Ich glaube, er riecht schon ein wenig.“ Und sie lacht dabei. Und dann ist da auch noch die Geschichte von Simone und Armin Ebenhöh aus Aufhausen in der Oberpfalz. Als wir uns mit unserer Kamera hinter einem Reifenstapel an einer Leitplanke postiert haben, rennt die junge Frau, […]

Hin durchbricht die Minutenschallmauer von Wolsfeld

7. Juni 2022

EBM-Pilot Alexander Hin bricht den 18 Jahre alten Streckenrekord und dominiert das Wolsfelder Bergrennen bei tückischen Bedingungen. Das ist ein Paukenschlag! 18 Jahre lang jagten die besten Bergpiloten aus halb Europa den Streckenrekord von Herbert Stenger aus dem Jahr 2004. Vergeblich. Einige kratzen immer wieder an der Bestmarke des mehrfachen Berg-Europameisters, der 2014 viel zu früh den Kampf gegen den Krebs verlor. Oft fehlten nur ein paar Hundertstel. Nicht nur an der Bestmarke des früheren „Berglöwen“, sondern auch an der magischen Grenze von weniger als einer Minute. Bis, ja bis an Pfingstmontag 2022. Bis Alexander Hin kam. Der 52-jährige Schwarzwälder aus dem südbadischen Elzach pulverisierte im ersten Lauf des 58. Wolsfelder Bergrennens die alte Stenger-Bestmarke und trug sich in die Annalen des Bergrennsports ein: 59,618 Sekunden brauchte er in seinem Osella PA 30 für die 1,64 Kilometer lange Strecke von Wolsfeld nach Wolsfelderberg hinauf. Dass der Pilot in dem Osella PA 30 mit seinem rund 450 PS generierenden großvolumigen V8-Motor mit derlei Absichten in die Eifel gekommen war, verriet er schon am frühen Montagmorgen in seinem technischen Basislager direkt an der Nimsbrücke: „Glaub mir, wenn ich einen einzigen trockenen Lauf erwische, dann ist er fällig.“ Er, das war eben der Streckenrekord Stengers aus dem Jahr 2004. Und so kam es! Hin hatte sagenhaftes Glück: Zehn Minuten nach seiner Rekordfahrt fing es an zu tröpfeln, danach schüttete es. „Ich habe beim Vorstart im Auto gesessen und die dunklen Wolken gesehen. Ich habe gebibbert, dass es noch ein paar Minuten hält.“ Das tat es dann auch. Nach dem ersten von mehreren heftigen Eifelgüssen im Bitburger Land am Montag war eine erneute Verbesserung der Bestzeit allerdings kein Thema mehr: Die Rennleitung empfahl den Fahrern vor dem zweiten Lauf, auf die glatten Walzen ganz zu verzichten. „Zieht Regenreifen auf oder irgendwas dazwischen. Aber Slicks sind keine Option.“ Für die Motoren selbst war das Wetter in diesem Jahr allerdings geradezu ideal: Es war nicht zu warm, die Turbolader litten nicht, die Triebwerke konnten frei atmen. Allerdings häuften sich auf dem schmierigen Untergrund bei den 190 Teilnehmern, die alle 20 Sekunden losgelassen wurden, Ausrutscher, Dreher und dadurch hervorgerufene Einsätze des Intervention-Cars und der Rennleitung. Alles jedoch prophylaktisch. Den einen oder anderen waidwunden vierrädrigen Kameraden musste der Abschleppdienst zwar nach unten bringen, aber dabei blieb es dann. Auch, dass man wegen des Wetters eventuell auf den dritten Lauf hätte verzichten müssen, stand nie zur Disposition. „Ruhe bewahren, in der Eifel […]

Die Online-Nennliste „Homburger Bergrennen 2022“ ist eröffnet!

2. Juni 2022

Ab sofort und bis zum Nennschluss am 26. Juni 2022 – 24 Uhr können lizensierte Fahrer und Interessierte an der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) für Oldtimer und klassische Automobile, für die 47. Ausgabe des Homburger ADAC Bergrennens ihre Anmeldung online abgeben.  Nach zweijähriger Coronapause findet die Veranstaltung des Homburger Automobilclubs als Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft, den DMSB Berg-Cups und zum KW Berg-Cup statt. Interessant ist das Portal nicht nur für die Aktiven, sondern auch für Fans die so quasi live das Anwachsen der Starterliste verfolgen können. Hier geht’s zum Nennportal: https://www.dmsb-sport.de/47_Homburger_ADAC_Bergrennen_Karlsberg__12657/ 

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