Boxengeflüster 04/2016: Wussten Sie schon dass…?

20. April 2016

DASS die italienische Bergrenn-Legende Domenico Scola bereits Ende Februar 2016 im Alter von 84 Jahren verstarb. Die Beerdigung von „Don Mimi“ war jedoch alles andere als ruhig und besinnlich. In einer Aktion, wie sie wohl nur in Italien stattfinden kann, wurde Scolas letzter Osella-Rennwagen an seinem Grab vom LKW abgeladen und unter dem Beifall der zahlreichen Trauergäste der Motor angelassen. Nach dem Warmlaufen wurde der BMW-Motor noch einige Male in den Begrenzer gejagt. Domenico Scolas gleichnamiger Enkel wird übrigens in dieser Saison mit seinem Osella PA 2000 Honda an der Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) teilnehmen und zählt zu den Favoriten. DASS Bergcup-Pilot Edi Bodenmüller am 15.April 2016 seinen 50. Geburtstag feiern durfte. Der Allgäuer wurde von seiner Familie und einigen Freunden mit einer Überraschungsfeier beschenkt. Das Präsent,  das der eigentliche Opel Kadett C-Fahrer von seiner Frau Sabine, den Kindern Anke und Michael samt Partnern und der „Trento-Gang“ um Joachim Osswald überreicht bekam, haute den gestandenen Bayer fast aus den Latschen. Edi wurde nämlich mit einem Start beim diesjährigen, italienischen Bergrennklassiker von Trento-Bondone beschenkt. Edi wird jedoch einem Renault Clio Cup  III, Baujahr 2011, als Untersatz bekommen. DASS mit Mikko Katja erstmals ein Mitglied des Berg-Cup e.V. am weltbekannten Pikes Peak International Hillclimb in den USA teilnehmen wird. Der finnische Toyota Starlet-Spezialist, der zwischenzeitlich aus beruflichen Gründen in die USA abwanderte, hat nun die endgültige Startzusage von den PPIHC-Organisatoren erhalten und wird seinen Starlet auf der rund 20 km langen Bergpiste in Colorado in der aktuellen KW Berg-Cup Aufmachung präsentieren. DASS der Luxemburger Daniel Donkels seine Saisonplanung komplett über den Haufen warf. Wie BiD bereits berichtete bleibt es bei einigen Langstreckenrennen im belgischen VW Fun Cup. Sein Renault Clio Cup III hat der 30-jährige kurzer Hand verkauft und den Erlös in einen Tatuus Formel Renault 2-Liter Rennwagen gesteckt. Mit den Läufen der Luxemburger Bergmeisterschaft, die am kommenden Wochenende (23./24.04.) im lothringischen Abreschviller beginnen, hat Donkels in 2016 einen umfangreichen Rennkalender vor sich.

Antriebswellenbrecher am Iberg glattgebügelt!

19. April 2016

Der Frühling kommt, und die Baumaschinen rollen wieder, so wie vor wenigen Tagen auf dem Holzweg von Heilbad Heiligenstadt, dem Austragungsort des ADAC Ibergrennens, dass alljährlich Ende Juni stattfindet. Die zuständige Straßenbaubehörde wertete die Bergstraße auf die Elisabethhöhe kürzlich zur Landesstraße auf und konnte so Fahrbahnsanierungen an einigen Stellen vornehmen. Von staatlicher Seite angenommen wurde sich den berüchtigten Bodenwellen im langgezogenen Linksbogen vor Posten 8, der zwischenzeitlich als „Antriebswellenbrecher“ unter den Rennfahrern berüchtigt war. Weitere Instandsetzungsarbeiten folgten zum Beispiel auf der kurzen Gerade nach der Haarnadelkurve (Standplatz Feuerwehr), sodass nun wieder allerbeste Bedingungen in Sachen Asphaltbeschaffenheit vorherrschen.

Presseschau: Reiter-Escort in „Curbs“

7. April 2016

Hm, ich höre den Einwand schon: „Wie, Nicolas Reiter? Der ist doch 2016 gar nicht in den KW Berg-Cup eingeschrieben!“ Stimmt, der sympathische Österreicher aus dem Mondseeland legt dieses Jahr eine KW Berg-Cup Pause ein. Wer genau wissen möchte warum das so ist, der ist gut damit beraten sich schnellstens die Ausgabe #12 April 2016 der Zeitschrift „Curbs“ zu besorgen. Denn in dieser findet sich auf den Seiten 64 bis 71 im von Uli Kohl geschriebenen Artikel die Antwort darauf. Klar ist auch eine Tabelle mit den wichtigsten technischen Daten des Escort Mk I enthalten, dazu Superfotos, die durch Axel Weicherts Linse aufgenommen wurden. Diese Bilder entstanden – genauso wie die Idee zum Bericht – bereits in der Saison 2015, also in Nicolas erstem KW Berg-Cup Jahr. Die legendäre Traditionsmeisterschaft in Sachen flotter Gipfelsprint ist übrigens in der beschriebenen „Curbs“ Ausgabe #12 auch noch ein weiteres Mal erwähnt. Auf der Seite 16 ist der komplette Terminkalender der 29. Saison des KW Berg-Cups abgedruckt. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und Betrachten!

Stühlerücken im Berg-Cup Vorstand

6. April 2016

Satzungsgemäße Teilneuwahlen waren einer der Punkte auf der Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung des Berg-Cup e.V. am 20.03.2016 in Bad Mergentheim-Edelfingen. Stolze 91 stimmberechtigte Mitglieder fanden den Weg ins Taubertal, um bei der wichtigsten Versammlung des Trägervereins des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals dabei zu sein. Zunächst verliefen die von Rüdiger Kleinschmidt sicher geleiteten Teilneuwahlen wenig spektakulär. Präsident Uli Kohl und Schatzmeister Thomas Stelberg – der übrigens zuvor über ein positives finanzielles Jahresergebnis berichten konnte – wurden einstimmig für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Anschließend musste nach einem neuen 2. Sportleiter gesucht werden, da sich Norbert Wimmer aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stellen konnte. Dazu war ein kleiner Umweg nötig. Beatrice Flik – eigentlich als Schriftführerin im Amt und als solche erst in 2017 wieder zur Wahl anstehend – trat unmittelbar vor der Mitgliederversammlung von ihrem angestammten Posten zurück, um sich so für die Position des Vize-Sportleiters bewerben zu können. Sehr zum Gefallen der Mitglieder, die Bea anschließend mit überwältigender Mehrheit in ihr „Wunschamt“ wählten. Allerdings musste nun nach einem neuen Schriftführer gesucht werden. Dieser war in Person von Markus Goldbach schnell gefunden und installiert. Dies zunächst für ein Jahr, damit der Berg-Cup Wahlrhythmus auch in Zukunft im Takt bleibt. Für eine echte Überraschung sorgte dann die Besetzung des Beisitzer-Amtes, die bisher Jörg Eberle innehatte. Kurzfristig hatte Alexander Pleier daran starkes Interesse bekundet. Da Jörg auch außerhalb des Berg-Cups reichlich mit Ehrenämtern gesegnet ist, verzichtete er daraufhin auf eine weitere Kandidatur, so dass Alexander mit maximaler Stimmenzahl im Rücken Jörgs Nachfolge antreten konnte. Der frühere Berg-Cup Vorstand Peter Reichhuber wurde in der Funktion des Kassenprüfers bestätigt, Manfred Schulte wird ihm dabei in Zukunft helfend zur Seite stehen. Unter den Tagesordnungspunkten „Anträge“ sowie „Verschiedenes“ wurden einige Aspekte des sportlichen Reglements des KW Berg-Cups sowie der Organisation der beiden Rennserien des Berg Cup e.V. grundlegend diskutiert. Darunter die Frage, ob im Team antretende Teilnehmer gegenüber den Einzelstartern Vorteile haben oder nicht, dazu die Anzahl von Wertungsläufen pro Jahr und die daraus resultierende Regelung der Streichergebnisse. Die zahlreichen Wortmeldungen der anwesenden Berg-Cup‘ler förderten mit ihren fundierten Beiträgen eine Menge hochinteressanter Ansätze zu Tage. Abschließend kam die Versammlung zu dem Schluss, dass ein Reglement jeglicher Art letztlich immer nur ein Kompromiss sein kann. Und sprach der Vorstandschaft das Vertrauen aus, stets den für die beiden Rennserien KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal besten Mittelweg unter Berücksichtigung und sorgfältiger Abwägung […]

Rottenberger-BMW in der Schweiz

23. März 2016

Nach dem Sonderbauer-Opel, der eine neue Heimat in den Niederlanden fand, wird auch der zum Verkauf gestandene Rottenberger-BMW nicht mehr im Deutschen KW Berg-Cup zu bewundern sein, sondern in der Schweiz um Siege und Titel fahren. Wie unsere Kollegen von AutoSprint.ch aktuell berichten, hat sich der Thuner Martin Bürki den schnellsten 2-Liter Tourenwagen im deutschsprachigen Raum unter den Nagel gerissen. Bei diesem optimalen Fahrzeug handelt es sich um jenen BMW 318i E36, mit dem Jörg Weidinger und der Vorbesitzer Dieter Rottenberger in den letzten Jahren großartige Erfolge in der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup einfuhren. Dem zweifachen Berg-Europameister Jörg Weidinger gelang mit diesem Fahrzeug zudem einige Kabinettstückchen, wie zum Beispiel der fabelhafte Tourenwagenstreckenrekord, als besten „mit Dach-Fahrer“ beim Berg EM-Lauf am thüringischen Glasbach 2014. In naher Zukunft will der dreifache Schweizer Slalommeister und zweimalige Gewinner des Schweizer Bergpokals zeigen, was mit dem ehemaligen Super-Tourenwagen möglich ist. Aber zuerst muss sich Bürki vom zuletzt eingesetzten VW Polo mit Frontantrieb auf den rund 300 PS starken und 790 kg leichten Hecktriebler umstellen. Erfahrungen mit Hinterradantrieb hat Bürki schon zu früheren Zeiten reichlich gesammelt. Vor Jahren hat er den ehemaligen Werks-BMW 320 STW von Johnny Cecotto erstanden. Diesen im Originalzustand belassenen Wagen bewegt er nur zum Spaß bei Testfahrten, um sich und das Auto in Schuss zu halten. „Zudem ist nur ein Hecktriebler ein richtiges Rennfahrzeug“, meint Martin Bürki – und dies keineswegs sarkastisch. „Ich sehe dies als neue Herausforderung, nachdem ich mit dem frontgetriebenen Polo ans Ende des Machbaren komme. Ich traue mir zu, an der Spitze mitzufahren, wobei man das von mir wohl auch erwartet. Aber mit diesem Druck kann ich umgehen.“

Werkstatt-Report #16: Getriebemehrgewicht ausgleichen

20. März 2016

Mit Unterbrechungen wird seit letzten Oktober am VW Golf GTi 16V von Gero Schwanecke gearbeitet. Der Tourenwagen aus der 2-Liter Klasse des KW Berg-Cup soll in erster Linie leichter werden, nachdem der Automobilverkäufer im BMW und Mini-Autohaus B & K in Lüneburg, im letzten Jahr seinen Typ 17 mit einem VWM Dogring  6-Gang Getriebe bestückt hatte, dass doch einiges Gewicht mehr auf die Waage brachte, wie die alte Getriebe. Um hier gegenzusteuern hat sich der Norddeutsche für einen Austausch der gesamten Anbauteile entschieden. Alles an Anbauteilen, bis auf die Heckklappe, wird durch Carbon b.z.w. GFK-Formen ersetzt. Teilelieferant der Verbreiterungen und Schweller war hier „Golf-Urgestein“ Egidio Pisano. Die Türen und die Fronthaube steuerte die Firma Daniel Seidel bei. Die Felgen wurden wegen der Verbreiterung des Fahrzeuges um 8 cm, ebenfalls umgeschüsselt.  Ein  neues Lenkrad und ein Kat liegen bereit. Für die Saison 2017/2018 wurde bereits ein neuer Rumpfmotor angeschafft, der  nach und nach aufgebaut wird. Die Arbeiten am Berg-Cup Renner laufen derzeit noch. Neben Geros Schrauber Martin, wirken auch die „Hamburger Jungs“ um Markus Sass, besser bekannt als Zottel, bei den Umbauarbeiten mir. Der erste Einsatz in 2016 wird je nach Fertigstellung  am I-Bergrennen in Heiligenstadt oder beim Osnabrücker Bergrennen erfolgen. Beim  Saisonstart in Schotten wird Gero als Zuschauer unterwegs sein.

160 Aktive aus drei Nationen im KW Berg-Cup 2016

20. Februar 2016

Es sieht wieder richtig gut aus, das Einschreibeergebnis des KW Berg-Cup 2016. Fest eingeschrieben haben sich insgesamt 160 Fahrerinnen und Fahrer aus 3 Nationen, die sich auf 131 attraktive Bergrenner verteilen. Volles Haus also auch in der 29. Saison der legendären Traditions-Meisterschaft sowie im NSU-Bergpokal, der stolze 22 Aktive mit 20 Autos zum Gesamtfeld beisteuert. Kurz die aktuelle Nennliste auf der Berg-Cup Webseite überblickend, kann man feststellen, dass mehr als ein Dutzend Neueinsteiger sich in der angesehensten Bergrennsport-Breitenrennserie Europas tummeln wollen, darunter auch die beiden schnellen Österreicher Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2 RS) und Thomas Strasser im ex-Eller/Minichberger VW Scirocco 16V. Wie jedes Jahr finden sich auch aus früheren Zeiten bekannte Namen in der Auflistung. Rückkehrer sind zum Beispiel Michael Dandl (BMW 320) oder die Moser-Brüder, Gerhard und Hugo im VW Polo 16V. Aber auch einen Schwund gerade an namhaften Piloten muss die Rennserie verdauen und kompensieren. So fehlen aus den unterschiedlichsten Gründen: Norbert Brenner, Alexander Hin, Peter Naumann, Dieter Rottenberger und  Jörg Weidinger. Aber auch der Name Roman Sonderbauer fehlt aus bekannten und traurigen Gründen. Noch bleiben den Fans und Aktiven neun Wochen zur Einstimmung und Vorbereitung. 13 selektive, zur Internationalen Rennserie KW Berg-Cup zählenden Berg-Events in ganz Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz, von denen die besten neun Resultate je Fahrer oder Team zur Wertung am Saisonende herangezogen werden, stehen 2016 auf dem Programm. Der NSU-Bergpokal wird wie in den Vorjahren bei allen Berg-Veranstaltungen in Deutschland sowie in Eschdorf (Luxemburg) das ohnehin schon starke Teilnehmerfeld noch weiter bereichern. Bei ihnen zählen die acht punktbesten Ergebnisse. Das neue Sportjahr, das für die KW Berg-Cup’ler bereits am 23. und 24. April im hessischen Schotten beginnt, taucht also so langsam am Horizont auf. Der Countdown läuft!

Werkstatt-Report #13: Vorbereitungen zur Favoritenjagt

17. Februar 2016

In der Diesel-Klasse des KW Berg-Cup bahnt sich eine spannende Saison 2016 an. Denn auch bei Autotechnik Triebstein in Habichtswald-Dörnberg bei Kassel, wird derzeit am Cup-Alfa Romeo 147 JTD von Christian Triebstein mit Hochdruck gearbeitet. Christian Triebstein und sein Großvater Günter bilden das Familienteam. Allzu viel will Günter Triebstein nicht verraten. „Aber auch wir haben einiges an unserem Italiener abgespeckt. Das Dumme ist nur, dass es für den Alfa kaum GFK-Teile auf dem freien Markt zu kaufen gibt. Also müssen wir den größten Teil selbst herstellen. Am Motor ist einiges verbessert worden, auch der Turbo und Ladeluftkühler ist neu. In knapp zwei Wochen haben wir einen Termin auf dem Leistungsprüfstand von MTO, um den Motor nochmal neu abzustimmen. Das neue Fahrwerk von KW soll auch in der nächsten Woche ankommen und dann gleich verbaut werden. Wir haben also noch einiges mit dem Alfa zu tun, aber bis zum Saisonauftakt beim Bergpreis Schottenring sollten wir das schaffen. Zur Favoritenrolle von Jürgen Fechter (VW Golf V TDI) in der Diesel-Klasse sagt Großvater Triebstein. „Und wie heißt es so schön, Favoriten werden immer von hinten gejagt und das wird Christian schon machen!“.

Werkstatt-Report #11: Kleines Comeback auf 17 Zoll

10. Februar 2016

Die Vorbereitungen für die kommende Saison 2016 laufen bei Patrick Orth und seinem Family-Team bereits auf Hochtouren. Dabei plant man in diesem Jahr wieder eine volle Saison im KW Berg Cup zu absolvieren. Der orange Opel Adam aus dem ADAC Opel Rallye Cup steht derzeit zum Verkauf. Patricks bewährter BMW E30 320is wird derzeit in der familieneigenen Werkstatt in Wittlich für dieses Unterfangen vorbereitet, wobei man auch einen lange geplanten Umbau vollziehen wird. Dabei wechselt man auf 17 Zoll Felgen, wovon sich die Orths verbesserte Fahreigenschaften erhoffen.

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