Wolsfelder Bergrennen streckt für 2021 ebenfalls die Waffen

10. April 2021

Mit der erneuten Absage des 58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen 2021 müssen die Freunde des Bergrennsport in der Osterwoche, nach der fast zeitgleichen Absage des Homburger Bergrennens, die zweite Hiobsbotschaft innerhalb kürzester Zeit verdauen. Wie der EMSC Bitburg mitteilt, lässt die Corona-Pandemie dem Eifel-Motorsport-Club leider keine andere Wahl, da unter den momentanen Bedingungen eine Veranstaltung dieser Größenordnung und mit vielen Fahrern und tausenden Besuchern aus dem In- und Ausland aus wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Gründen nicht kalkulierbar ist. Man machte sich die Entscheidung nicht leicht, da es auch für die Eifel-Mosel-Hunsrück-Region ein bedeutendes Ereignis ist. Ein weiteres Mal bestätigt sich der Umstand, dass ohne Zuschauer ein Bergrennen finanziell nicht durchführbar und auch nicht denkbar ist. „Das Wolsfelder Bergrennen wird es auch in Zukunft geben“, bekräftig EMSC-Präsident Christoph Schackmann. „Unser Team des EMSC Bitburg, das Dorf und die Dorfgemeinschaft Wolsfeld, alle Helfer und natürlich auch unsere langjährigen Sponsoren möchten das traditionsreiche Wolsfelder Bergrennen auch zukünftig weiterhin unterstützen und am Leben halten. Wir werden gemeinschaftlich alles dafür tun, um am 5./6 Juni 2022 die 58. Auflage des Wolsfelder Bergrennens und natürlich auch darüber hinaus durchzuführen. Unser Rennen hat sich in den letzten Jahren einer immer steigenden Popularität bei Fahrern aus dem Inland, aber auch aus dem Ausland erfreuen dürfen. So starteten beim letzten Rennen über 200 (!) Fahrer aus 9 Nationen. Gleiches gilt für die Zuschauerzahlen, die immer weiter gestiegen sind und viele Fans aus nah und fern in unser kleines Eifelörtchen gelockt haben. Sofern die Pandemie unter Kontrolle ist, worauf wir setzen, wird es Pfingsten 2022 und darüber hinaus das alljährliche Wolsfelder Bergrennen geben, wir sind weiterhin hochmotiviert und bedanken uns bereits jetzt für die Treue!“

Auch kein 47. Homburger Bergrennen in diesem Juli – Hoffnungen ruhen auf 2022

5. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie findet die ursprünglich im Jahr 2020 abgesagte und für den 10./11. Juli 2021 neu angesetzte 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in diesem Jahr erneut nicht statt. Der Homburger Automobilclub sieht sich außer Stande die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung unter den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen und setzt all seine Hoffnungen auf einen neuen Termin im Juli 2022. Gut drei Monate vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf der Käshofer Straße, ziehen die Verantwortlichen im Organisationskomitee des saarpfälzischen Rennsportklassikers die Reißleine. Unter den Veranstaltervereinen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cups, geht man aktuell mit den „Leidensgenossen“ des MSC Rund um Schotten und der Union des Pilotes Luxemburg konform, die ihre Bergrennen ebenfalls für das laufende Jahr schon gestrichen haben. Es ist stark damit zu rechnen, dass in Kürze weite Veranstalter, gerade aus den Monaten Mai bis August, das Handtuch werfen. Mehrere Veranstalter auf Herbstterminen haben noch etwas mehr Zeit zur Entscheidungsfindung als die Homburger und die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. „Eine solche Großveranstaltung mit vielen tausend Menschen ist in der aktuellen Lage nicht zu verantworten“, betont der 1. Vorsitzende des Homburger ADAC Ortsclubs Andreas Herl. „Die Entscheidung zur Absage wurde in der Vorstandschaft einvernehmlich getroffen. Zählt man eins und eins zusammen, macht es keinen Sinn an der Veranstaltung für dieses Jahr festzuhalten, zumal der Status des Rennens international ist“, so der Pirmasenser Unternehmer weiter. Eine Verlegung in den Herbst kommt für die HAC ´ler nicht in Frage. Eigentlich wären in diesen Frühlingstagen die Vorbereitungen im stillen Kämmerlein der Hauptverantwortlichen bereits angelaufen, die wichtigsten Sponsorenverträge unter Dach und Fach oder das Werbematerial kurz vor der Fertigstellung. „Das alles haben wir aus der vorherrschenden, großen Unsicherheit heraus sein lassen und kein Geld investiert, das nachher verloren ist“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Und da sind wir schon beim wesentlichsten Punkt, der Finanzierung. Ohne zahlenden Zuschauer läuft am Käshofer Berg nichts, außerdem macht es allen Beteiligten keinen Spaß vor leeren Hängen zu agieren. Selbst mit einem Zuschauerkontingent von 1000 Personen kommen wir nicht über die Runden“. Auf ausländische Teilnehmer gerade aus dem grenznahen Frankreich und Luxemburg, die das Salz in der Suppe bilden, müsste man wohl ebenfalls verzichten. Dazu kommen umfangreiche zusätzliche Aufgaben im Rahmen eines Hygienekonzepts. „Viele von uns engagieren sich alljährlich an der Grenze des ehrenamtlich leistbaren“, sagt Rennleiter Jürgen Guckert. „Da unser Helferstamm begrenzt ist, wären weitere zusätzliche Aufgaben im Rahmen von Covid-19 Schutzmaßnahmen, […]

Hockenheimer KW Berg-Cup Auftakt besser als erwartet

30. März 2021

Der Saisonauftakt zum KW Berg Cup 2021 ging an einem für Bergrennfahrzeuge ungewohnten Ort über die Bühne. Auf der Grand-Prix-Strecke des Hockenheimrings wurde nach 1,5 Jahren Pause wieder ein KW Berg Cup Lauf als Zeitfahren ausgetragen. Dabei stellte sich ein kleines, aber feines Starterfeld dieser Herausforderung. Leider sorgte ein kurzer Regenschauer bei kühlen Temperaturen am Nachmittag für erschwerte Bedingungen beim 2. Rennlauf. Somit blieben die Bestzeiten in beiden Startgruppen aus dem 1. Rennlauf bestehen. Die schnellste Zeit setzte dabei Gastfahrer Maiko Dufner vom KÜS Team Bernhard, der mit seinem Porsche Cayman GT4 nicht zu schlagen war. Mit dem mächtig klingenden Boliden ließ er vor allem im 1. Rennlauf der Konkurrenz keine Chance. Im 2. Rennlauf musste er sich aber gewaltig strecken, um erneut die schnellste Zeit zu setzen. Mit gerade einem 0,04sec. Rückstand kam dort Marcel Gapp mit dem BMW E36 M3 in die Wertung, der mit einer tollen Performance in die neue Rennsaison startete. Der junge Allgäuer hatte extra die Hinterachse angepasst und konnte sich somit hervorragend in Szene setzen und sich damit auch den Sieg im KW Berg Cup sichern. Gesamt reichte es für ihn in der Gruppe 2 zum dritten Platz hinter Patrick Orth. Dieser brachte erstmals einen BMW M3 E46 an den Start lieferte mit dem wohlklingenden Boliden eine hervorragende Leistung ab. Mit dem für die Rundstrecke abgestimmten Fahrzeug konnte er sich eindrucksvoll in Szene setzen und mit seinem beherzten Fahrstil schlussendlich die 3l Klasse Gesamt für sich entscheiden. Rang Vier Gesamt in dieser Gruppe ging an Michael Bodenmüller, der mit seinem Opel Gerent Kadett C 16V sich mit einer tollen Performance exzellent in Szene setzen konnte. Das neue „Überlitertriebwerk“ scheint zu funktionieren. Mit famosen Zeiten stand für ihn am Ende der zweite Rang in der 3l Klasse im Zuge des KW Berg Cup zu Buche. Die Top5 Gesamt komplettierte der Tiroler Thomas Strasser mit seinem VW Minichberger Scirocco 16V, der vor allem im trockenen 1. Rennlauf eine famose Zeit erreichte. Dabei konnte er sich sogar den dritten Gesamtrang in diesem Heat sichern. Schlussendlich feierte er mit dem wunderschönen Fahrzeug den vollen Erfolg in der 2l Klasse. Dahinter ging der sechste Gesamtrang an Norbert Wimmer im BMW 2002 ti 8V. Mit dem blauen 02er konnte er sich beeindruckend in Szene setzen und damit auch die KW 8V-Trophy für sich entscheiden. Siebenter wurde Jochen Stoll mit dem Porsche 911 GT3 Cup, der sich schlussendlich auch als Sieger […]

Vorschau KW Berg-Cup 2021 – Top-Starter in vielen Klassen

20. März 2021

Ein Stückweit Freude und Beständigkeit bringt in diesen Coronatagen der KW Berg-Cup in die deutsche Bergrennszene. Mit seinem so nicht erwarteten Einschreiberesultat von 117 Fahrern und 108 Fahrzeugen, setzt die Traditionsmeisterschaft am Berg ein hoffnungsvolles Lebenszeichen und ermutigt zudem Veranstalter und Fans. Wie es aber nach den beiden, wohl gesicherten Rundstreckenveranstaltungen von Hockenheim und Oschersleben, mit dem Terminkalender weitergeht, ist angesichts der aktuell wieder steigenden Inzidenzwerte fraglich. Nichtsdestotrotz wollen wir uns die Einschreibeliste des KW Berg-Cup 2021 einmal genauer anschauen. Beginnen wir mit den E2-SH Boliden, wo Ralf Kroll mit seinem Silver Car S2 Evo wieder mit von der Partie sein wird. Mit diesem Boliden ist er sicherlich in seiner Klasse nun der Gejagte. Interessant wird sicher der Vergleich mit dem jungen „Nordlicht“ Hauke Weber, der es Kroll wohl keines Wegs leicht machen wird, und mit seinem TracKing RC01 mit Audi-Silhouette (Foto oben) eine volle Saison im KW Berg Cup einplant. In der Klasse E1 über 3l Hubraum wird wohl Holger Hovemann mit seinem spektakulären Opel Kadett C V8 GT/R für Begeisterung sorgen. Der Rennbolide wird dank eines neuen Hauptsponsors in neuem Design an den Start gehen. Die Konkurrenz dürfte sicherlich der Salzburger Bernhard Permetinger anführen, der mit seinem im Vorjahr neu eingekauften BMW Z4 GT3 heuer endlich die ersten Rennkilometer absolvieren möchte. Der wunderschöne Bolide wird dabei sicherlich mit seinem einmaligen Klang begeistern. Aber auch Jochen Stoll vom Homburger Automobilclub wird mit seinem vom KÜS Team 75 Bernhard betreuten Porsche 911 GT3 Cup sicherlich nicht außer Acht zulassen sein. Gerade beim „Shootout“ am kommenden Wochenende in Hockenheim zählt der Pfälzer zu den Kandidaten auf die schnellste Gesamtzeit. Und auch der Österreicher Stefan Hetzenauer möchte mit seinem Subaru Impreza WRX STI in seiner ersten KW Berg Cup Saison für Furore sorgen. Weiter wird auch die sympathische Rennamazone Sabine Röck wieder ihren bewährten VW Golf 1 Turbo an den Start bringen und Christian Handa vertraut auf den legendären Lancia Delta Integrale und die Unterstützung seines am Berg erfolgreichen Vaters Norbert Handa. Mit Spannung darf das Comeback des früheren Berg-Cup Gesamtsiegers Hans-Joachim Schmidt erwartet werden, der einen mächtigen VW Scirocco 1 Turbo an den Start bringen möchte. In der Klasse über 2 Liter bis 3 Liter Hubraum werden die Karten neu gemischt. Michael Bodenmüller wechselt mit seinem potenten Opel Kadett C 16V von den 2l Boliden in diese Klasse. Dafür wurde ein neuer 2,5l Motor von Gerent Rennsporttechnik verbaut. Einer der großen […]

Bergpreis Schottenring erneut abgesagt – Keine Verschiebung ins Spätjahr

16. März 2021

In seiner letzten virtuellen Vorstandssitzung haben sich die Dame und Herren Vorstandsmitglieder des MSC Rund um Schotten mit der Durchführung des 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring befasst. Es wurde hier schnell klar, auch aufgrund der Rückmeldungen seitens der Behörden und der aktuell geltenden Schutzverordnungen, dass eine Veranstaltung im Zeitraum vom 23.-25. April 2021 nicht durchführbar sein wird. Damit fällt der Auftakt zur Bergrenn-Saison in Deutschland ein zweites Mal in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer. „Wir haben seitens des Vereins in den vergangenen Monaten viel dafür getan, um den Bergpreis irgendwie möglich zu machen, so sicher als möglich und trotzdem zugänglich für Fans“, kommentiert MSC-Vorstandsmitglied Timo Neumann den Beschluss seines Clubs. „Dazu haben wir ein umfassendes Hygienekonzept erstellt, dass von Anfang an genau auf diese Punkte abgezielt haben, aber auch flexibel in der Gestaltung waren, um umgehend auf neue Punkte zu reagieren. Jedoch haben wir uns, auch in den stattgefundenen virtuellen Veranstaltertagungen klar positioniert, dass wir unter keinen Umständen eine Veranstaltung ohne Zuschauer machen werden, da dies finanziell für unseren Verein nicht tragbar wäre“. Diese Haltung haben die Schottener nach außen transparent, nicht zuletzt auch sehr ausführlich in einem Video dokumentiert und „ja, wir hatten auch durchaus eine sicher nicht ganz unberechtigte Hoffnung, bis vor kurzem“. „Uns tut die erneute Absage in der Seele weh, gerade weil wir wirklich voller Hoffnung waren und endlich wieder loslegen wollten“, so Neumann weiter. „Für uns alle im Sport bleibt nun zu hoffen, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten die Lage bessert. Bezüglich der bei uns „geparkten“ Nenngelder aus 2020 und der weiteren Vorgehensweise werden wir uns Anfang April 2021 per Mail an die betreffenden Teilnehmer-/innen wenden. Da mit Sicherheit die Frage nach einer Durchführung des Bergpreises später im Jahr kommt, diese können wir heute beantworten, dass dies nicht passieren wird. Wir setzen den Fokus von vorne herein auf 2022, da vermutlich im 2. Halbjahr dann auch wieder Bergrennen stattfinden werden, dadurch auch die Einstellfahrten eher nicht gebraucht werden und sich das Ganze dann kaum für uns rechnen würde“. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring wurde von den Verantwortlichen bereits auf den 22.-24. April 2022 terminiert.

117 Fahrer sind 2021 mit 108 Autos beim KW Berg-Cup eingeschrieben

15. März 2021

Dass in Zeiten einer Corona-Pandemie und nach einem Jahr voller Rennabsagen die 100er-Hürde so deutlich übersprungen werden würde, und das auch gleich noch doppelt, darauf hatten selbst die größten Optimisten im Berg-Cup Orga-Team nicht zu wetten gewagt. Umso größer ist nun die Freude und Erleichterung darüber, dass sich die intensive, mit echten Zitterpartien gespickte Arbeit hinter den Kulissen gelohnt hat. „Ein dickes Dankeschön daher von der Berg-Cup Vorstandschaft an alle die, die sich 2021 in den NSU-Bergpokal und den KW Berg-Cup eingeschrieben haben“, zeigt sich „Berg-Cup-Präsi“ Uli Kohl erleichtert. Das Einschreiberesultat der beliebten Breitensport-Serie ist auch ein sehr positives Signal an die Veranstalterriegen alle Bergrennen in Deutschland, und darüber hinaus. Die aktuellen Felder setzen sich aus Stammkunden sowie interessanten Neu- und Wiedereinsteigern zusammen. Die stärkste Fraktion bildet dabei erneut die 2-Liter-Klasse der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1. 38 Fahrerinnen und Fahrer sind hier verzeichnet, die sich auf 33 Bergrenner aufteilen. In einem davon, im VW Golf 16V von Mario Ruwe, wird als Teampartner der Vorarlberger Christoph Lampert, der Glasbach-Gesamtsieger und EM-Dritte von 2019 im Osella FA 30, in Teilzeit und als Vorbesitzer des Golf, am Werk sein. Mit 23 Aktiven und 20 Rennfahrzeugen meldet sich die Abteilung bis 1400 Kubik erneut stark zu Wort. Die anderen Klassen der stark verbesserten Tourenwagen präsentieren sich mit jeweils acht bis zwölf Teilnehmern ausgewogen. Nur 1150er und Diesel sind zurzeit Mangelware. Tobi Stegmann und Sepp Koller müssen als Einzelkämpfer die Stellung halten. Im Aufwind zeigt sich hingegen die Klasse über 2000 bis 3000 Kubik, in der ein volles Dutzend Teilnehmer um Punkte und Erfolge kämpft. Neu in dieser Abteilung ist Michi Bodenmüller, in dessen Opel Kadett C Coupé jetzt ein 2,5 Liter großes 16V Gerent Herz schlägt. Acht Boliden mit mehr als 3000 Kubikzentimeter bedeuten Rekord! Für echte Rundstrecken-Atmosphäre werden hier die GT3-Renner von Bernhard Permetinger (BMW Z4) und Jochen Stoll (Porsche 911 Cup) sorgen, eine Prise Rallye-Feeling steuert Stefan Hetzenauer (A) mit seinem bärenstarken Subaru Impreza WRX STi bei, den unverkennbaren V8-Sound der siebenfache KW Berg-Cup Gesamtsieger Holger Hovemann (Opel Lack Scuderia Kadett V8 GT/R). Runden Geburtstag feiert 2021 der NSU-Bergpokal. Die Meisterschaft der luftgekühlten Heckmotorautos wird 20! An der Jubiläumstournee wirken 14 Teilnehmer mit. Zwölf NSU TT steht ein 1200C gegenüber. Pilotiert wird diese im Vergleich zu TT und TTS etwas längere Familienlimousine der späten 60er und frühen 70er Jahre von einem neu formierten Team, das aus dem routinierten Thomas Krystofiak und dem […]

Berg-Urgesteine: Fotostory Klaus Hoffmann

14. März 2021

Ausgangspunkt der Leidenschaft von Klaus Hoffmann für den Bergrennsport war und ist das Schwanbergrennen seines Heimatclubs AMC Kitzingen, das letztmals 1989 stattfand. Bei den letzten Rennen auf den Schwanberg stand der Karosserie- und Lackiermeister noch mit seinem Ford Escort RS 2000 am Start. „Pol“, wie er in den Fahrerlagern gerufen wird, pausierte danach bis 1996 um seinen Kfz-Betrieb aufzubauen, kam mit einem Ford Sierra Stufenheck-Cosworth zurück. Erst in der Gruppe G, dann bei den Produktionswagen der Gruppe A. Zur Saison 2003 baute man einen Ford Escort Cosworth auf, der erst in Gruppe A-Version eingesetzt und ab 2005 in der Gruppe H lief. Nach weiteren Verbesserungen näherte sich der Franke pö a pö der Tourenwagenspitze in der Gruppe E1. Aus beruflichen Gründen trat der 56-Jährige zwischendurch immer mal etwas kürzer. Gelegenheiten den zweiten Gruppe CN-Sportwagen von Herbert Stenger zu pilotieren, ergriff er in den Jahren 2007 und 2009 beim Schopf. Auf Vermittlung von Norbert Brenner kam es 2010 zu einem Test im Opel Astra V8 DTM in Boxberg. Klaus war vom 500 PS Renner fasziniert und Opel-Sportchef Volker Strycek gab seinen Segen dazu. Im gleichen Jahr, ab seinem jetzigen Heimrennen in Eichenbühl, schlüpfte Klaus Hoffmann in eine neue Rolle und wurde vom Jäger zum Gejagten. Seit 2012 gehört er zum erlesenen Kreis der Deutschen Bergmeister. Auf Grund des Reglements, die ihm weitere DM-Titel für unmöglich erscheinen lassen, sieht man Klaus und den wundervollen ex-DTM-Boliden nur noch sporadisch bei Läufen der DBM, was viele Fans bedauern.  

Bergrennen Holtz einstweilen verschoben

2. März 2021

Die Wiederauferstehung des Luxemburger Bergrennens von Holtz vom 4./5. April 2021, muss erneut vertagt werden. Nachdem man im Vorjahr schon die erste Neuauflage des vor 10 Jahren letztmals stattgefundenen und unmittelbar an der belgischen Grenze gelegenen Bergrennens absagen musste, wechselt man nun vom Ostermontag in den Hochsommer. Angesichts der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und den derzeit geltenden Restriktionsmaßnahmen, einschließlich der Reisebeschränkungen von und nach Belgien, kann die Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Bergmeisterschaften Luxemburgs und Belgiens leider nicht wie ursprünglich geplant stattfinden. Das Organisationsgremium, bestehend aus Vertretern des Luxemburger Automobilclubs (ACL) und Belgischen Clubs, musste jetzt die Reißleine ziehen. In diesem sehr unsicheren Kontext und in dem Wissen, dass die Veranstaltung viele Personen aus Nah und Fern anzieht, insbesondere Fahrer, Funktionäre und Sportwarte aus Belgien, ist es die beste Entscheidung das Rennen erst einmal zu verschieben. Eine fundierte Vorbereitung auf die Veranstaltung erweist sich derzeit noch als zu schwierig. Aus diesem Grund haben die Veranstalter beschlossen, das Course de Cote Holtz auf den 24./25. Juli 2021 zu verschieben, in der Hoffnung, dass sich die gesundheitliche Situation in Europa bis dahin soweit entspannt hat, dass eine Durchführung des Rennens möglich wird.

Ohne Zuschauer kein Homburger Bergrennen finanzierbar

27. Februar 2021

Nachdem das traditionelle Homburger Bergrennen 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, bangt man beim veranstaltenden Homburger Automobilclub auch um die dies­jährige Auflage. Wie bei so vielen anderen Sportvereinen der Saar-Pfalz-Region, ruht dort derzeit das Vereinsleben, wie der Verein mitteilt. Clubabende und Vorstandssitzungen fänden auf Grund der Corona-Pandemie nicht statt. Die letzte Zusammenkunft der HAC-Mitglieder, die sich in erster Linie aus dem Saarpfalz-Kreis und der Westpfalz rekrutieren, datiere vom 11. Ju­li 2020, dem Tag, an dem das 47. Hom­bur­ger ADAC-Bergrennen hätte stattfinden sollte. Ob die 47. Auflage seit 1974 in diesem Sommer ausgerichtet werden kann, stehe in den Sternen. Alljährlich, in der Woche nach Fasching, träfen sich die Mitglieder des Homburger ADAC-Ortsclubs zur Mitgliederversammlung, samt Neuwahlen einiger Vorstandspositionen. Im vergangen Jahr hatte man Glück noch vor dem Ausbruch von Covid-19 den Vereinsstatuten zu genügen. Aktuell habe diese auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Der Vorstand berate via Whats­App und in Online-Meetings. Thema Nummer eins sei dabei stets das Bergrennen. Rückblick: Eigentlich hätten am zweiten Juli-Wochenende 2020 auf der Käshofer Straße die Rennmotoren erklingen sollen. Doch anstelle Tausenden Besuchern und Teilnehmern aus dem In- und Ausland, die dem Nervenkitzel PS-starker Rennwagen frönen, herrschte Ruhe. Das Bergrennen des Homburger Automobilclubs fiel, wie alle anderen Bergrennen in Deutschland, Corona zum Opfer. Für 2021 spielt man im Organisationsteam des HAC auf Zeit. Der Deutsche Meisterschaftslauf ist für den 10. und 11. Juli beim nationalen Motorsportverband DMSB angemeldet. Die Prognosen sehen derweil wohl kaum vor, dass für Veranstaltungen dieser Größe und Tragweite im Juli alle Auflagen hinfällig sind. „Und ohne Zu­schauer ist unsere Veranstaltung nicht finanzierbar“, sagt HAC-Pressesprecher Thomas Bubel. „Dies ist auch die einhellige Meinung aller bundesweiten Veranstaltervereine aus der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft.“ Unter diesen Vorzeichen ist der erste Lauf zur nationalen deutschen Meisterschaft Anfang Mai im luxemburgischen Eschdorf bereits gecancelt worden und auch in der Berg-Europameisterschaft wurden die geplanten Auftaktveranstaltungen im südfranzösischen Saint Jean du Gard und am Rechberg in Österreich auf unbestimmte Zeit verschoben oder gleich ganz abgesagt. Weitere Rennabsagen sind wahrscheinlich. Als sehr unsicher sehen die HAC’ler die momentane Lage an. „Selbst mit Besuchereinschränkungen und der damit einhergehenden Überwachungsproblematik können wir nicht leben“, erläutert Rennleiter Jürgen Guckert aus Kirkel. „Eine Einzäunung des kompletten Veranstaltungsgeländes, vom Fahrerlager am Stumpfen Gipfel bis vor die Tore von Käshofens ist schlicht unmöglich.“ Inzwischen halte der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB) für seine Veranstalter ein Online-Registrierungsystem für Fahrer, Helfer, Organisatoren und Zuschauer samt Nutzungsgebühr bereit, das bei voller Zuschauerkapazität zum […]

Boxengeflüster 02/2021: Wussten Sie schon dass…?

13. Februar 2021

DASS wohl viele nicht wissen, dass Manfred Hülsmann bereits seit November 2017 Präsident des Fußball-Zweitligisten VfL Osnabrück ist. Im Bergrennsport bildet der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Osnabrück seit Jahren ein Team mit Sohn Markus Hülsmann im KW Berg-Cup und lässt es sich nicht nehmen ab und an auch selbst ins Lenkrad des schneeweißen Hülsmann-Golf zu greifen. Im Jahr 2019 schaffte der 67-jährige „Unruheständler“ mit dem VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, steckt aber aktuell im Abstiegsstrudel. DASS trotz Pandemie in der italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) für die Saison2021 insgesamt 12 Rennveranstaltungen vorgesehen sind und der nationale Motorsportverband ACI Sport bei all diesen Läufen eine Fernsehproduktion garantiert. Das komplette Duzend wird als Live-Streaming im Internet zusehen sein und zusätzlich die Highlights im öffentlichen Fernsehen ausgestrahlt. DASS aktuell der Österreicher Herbert Pregartner die Bestzeit auf der virtuellen Bergrennstrecke der RaceRoom Hillclimb Icons Leaderboard Challenge innehat, das mit dem Meisel-Mercedes und dem Plasa-BMW, vor Gamern aus Spanien, Deutschland, Norwegen und Tschechien. „Pre“, der Ende 2018 sich aus dem realen Bergrennsport zurückgezogen hat und inzwischen mit Rennsimulatoren auf Messen und Veranstaltungen präsent ist, hat mit einem gewissen Rüdiger Faustmann einen starken Gegner im Nacken. Ob es sich dabei um den früheren Vize-Bergeuropameister aus Niederbayern handelt ist uns noch nicht bestätigt worden. Jedenfalls erfreut sich die SimRacing-Plattform RaceRoom aus dem Hause KW Suspensions um die KW Berg-Cup-Hauptsponsoren Klaus und Jürgen Wohlfarth wachsender Beliebtheit. DASS sich der Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister Canio Marchione Ende letzten Jahres einen E2-SC Rennsportwagen vom Typ Osella PA 21 JRB 1000 BMW zugelegt hat, mit dem der „Italo-Luxemburger“ in diesem Jahr erstmals in der Luxemburger Bergmeisterschaft antreten möchte. Der von einem Motorradmotor angetriebene Sportprototyp erhielt seine neue Grundabstimmung bereits vor wenigen Tagen auf dem Fahrdynamikprüfstand von KW Suspensions im KW-Werk im schwäbischen Fichtenberg. Zum ersten Renneinsatz könnte es schon am Ostermontag beim heimischen Bergrennen Holtz kommen, das auch ohne Zuschauerzulassung durchgeführt werden kann.

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