Arlberg-Bergslalom: 10 Deutsche starten in ungewisse Saison

5. Juli 2020

Am Wochenende des 10. – 11. Juli 2020, also am Freitag und Samstag dieser Woche,  gastiert der Vorarlberger Drytech Race Automobil Cup zusammen mit verschiedenen Sondergruppen am berühmten Arlberg zu einem Berg-Slalom. Stuben am Arlberg ist mit seiner hochstehenden Gastronomie und Hotelerie der Startort mit Fahrerlager zum Rennen auf den Arlberg Pass. Die Veranstaltung auf Clubsportniveau ist eine von sehr wenigen Rennen am Berg, die aktuell in Mitteleuropa bereits wieder stattfinden. Dem entsprechend groß war der Ansturm an „Fahrwilligen“, auch aus der Deutschen Bergrennszene hatten sich zahlreiche Piloten registrieren lassen, aber nur 10 Akteure aus dem KW Berg-Cup, der GLPberg und der Berg DM wurden schlussendlich angenommen. Für 190 mögliche Startplätze, hatten sich 315 Interessenten angemeldet. Leider konnte der ausrichtende Renn-Rallye-Club Vorarlberg  125 Anmeldungen nicht annehmen. Die Arlberg Passtrasse ist eine der wichtigsten Verbindung zu Österreichs Osten, mit entsprechend hohem Verkehrsaufkommen.  Kurioserweise  kann die Strecke  für die Rennläufe nur jeweils 15 Minuten gesperrt werden,  danach muss der angestauten Individualverkehr durchlassen werden. Die Gruppengröße und das gesamte Teilnehmerfeld ist dadurch stark eingeengt. Zudem sind die Plätze im Fahrerlager in Stuben limitiert und zusammen mit den Covid-19 Maßnahmen wird auch nicht um Zuschauer geworben. Pro Tag gibt es ein abgeschlossenes Rennen, mit eigener Preisverteilung am Abend. Eines am Freitag, 10. Juli und eines am Samstag, 11. Juli 2020. An beiden Tagen werden in 3 kleinen Gruppen mit maximal 50 Fahrzeugen, alle Läufe sofort hintereinander ausgefahren. 2 Trainingsläufe und 4 Wertungsläufe, unterbrochen lediglich für kurze Öffnungszeiten der Straße für den normalen Verkehr. Hier die deutschen Starter in alphabetischer Reihenfolge: Hans-Joachim Brett (BMW Z4), Pascal Ehrmann (Peugeot), Jürgen Frommknecht (Radical), Günter Hoor (Porsche), Mario Minichberger (BMW 2002 16V), Richard Rein (Ford Capri), Walter Voigt (VW Polo), Franz Weissdorn mit Fragezeichen (VW Polo), Alexander Wolk (VW Golf) und Oliver Zierl (Citroen Saxo). Mit um die jeweiligen Tagessiege kämpfen sicherlich die einheimischen Patrick Nickel im ex-Sebastian Schmitt Opel Kadett und Lucas Boric im TracKing. Weitere Infos unter www.rrcv.at

Flexibilität gefragt: Hygienekonzepte im Motorsport am Berg

2. Juli 2020

Fahrer und Fans fiebern gleichermaßen darauf hin, dass die Motoren endlich starten. In gewissem Rahmen ist Motorsport bereits wieder möglich. Eines aber ist anders: Ebenso wie das Restaurant und das Kino braucht jetzt auch jedes Rennen ein Hygienekonzept. Wie viele Personen dürfen auf das Gelände gelassen werden? Wie hält man eine Fahrerbesprechung, wenn doch Menschenansammlungen in engen Räumen vermieden werden müssen? Was passiert bei einem Covid-19-Verdachtsfall? Die Rennveranstalter sind eigentlich Experten für Sicherheitskonzepte auf und an der Rennstrecke. Ihre Zauberwörter heißen etwa „Streckenposten“ oder „Sperrzone“. Jetzt müssen sie sich plötzlich Gedanken machen, wo sie Desinfektionsmittelspender aufstellen und ob Fotografen ins Fahrerlager dürfen. Die bewährten gelben und roten Flaggen nützen da wenig. Zuschauer sind ohnehin vorerst tabu. Wo fängt man an, wenn man ein Hygienekonzept entwickeln will? Glücklicherweise muss nicht jeder Veranstalter das Rad neu erfinden. Ob Freiwillige Feuerwehr oder Sportverein, sie alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Wer sich umschaut, entdeckt bereits viele Best-Practice-Beispiele. Zu den Besonderheiten im Motorsport haben sich ebenfalls schon andere Gedanken gemacht. Die FIA, der Automobil-Weltverband, gibt auf gleich 81 Seiten dem kleinen regionalen Slalom ebenso wie dem großen professionellen Rundstreckenrennen detaillierte Tipps, wie die Rückkehr zum Motorsport bewerkstelligt werden kann. Natürlich kommt es immer auf die Gegebenheiten vor Ort an, und an erster Stelle stehen die jeweiligen behördlichen Vorschriften. Aber Schilder mit Hinweisen auf die Abstandsregelung, eine größtenteils virtuell stattfindende Dokumentenabnahme oder der Verzicht auf die persönliche Pokalübergabe bei der Siegerehrung sind nur einige Beispiele von Maßnahmen, um die vorerst kein Rennen herumkommen wird. Auch der DMSB lässt die Veranstalter nicht allein. In zwei Webinaren erläuterte er seine auf der Website veröffentlichten Handlungsempfehlungen und umfangreichen weiteren Hilfestellungen und ging auf konkrete Fragen der Veranstalter ein. Schon beim ersten Webinar schalteten sich rund 80 Personen zu. DMSB-Pressesprecher Michael Kramp begrüßte als Referenten Sven Stoppe und Horst Seidel vom DMSB-Academy-Beirat, die auch ihre ersten Praxis-Erfahrungen mit Motorsportveranstaltungen unter Corona-Bedingungen weitergaben. Worauf also kommt es an? Frühzeitig das Gespräch mit den Genehmigungsbehörden suchen, mit dem medizinischen Team genau vereinbaren, wie bei einem Covid-19-Verdachtsfall vorgegangen werden soll, auch ungewöhnliche Lösungen in Betracht ziehen, um die einzelnen Bestandteile der Veranstaltung coronakonform zu gestalten  – und das alles unter der Ägide eines eigens benannten Hygienebeauftragten, der sämtliche Vorgaben nicht nur genau kennt, sondern auch vor Ort durchsetzt. Denn das beste Konzept nützt nichts, wenn es nicht konsequent befolgt wird. Sven Stoppe hat schon seine eigenen Erfahrungen gemacht: „Am ersten Tag hat es ganz gut funktioniert, […]

Auch keine Internationale Serie KW Berg-Cup 2020

24. Juni 2020

Aber: Es gibt erste Pläne für eine Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. am 26./27. September im Rahmen des Int. Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha. Nachdem schon am 10. Mai fest stand, dass die beiden Rennserien NSU-Bergpokal im KW Berg-Cup und KW Berg-Cup National des Vereins Berg-Cup e.V. mangels durchführbarer Rennen 2020 nicht mehr zur Austragung gelangen können, haben die seitdem neu bekannt gewordenen Veranstaltungsabsagen oder Verschiebungen auf das kommende Jahr auch den Terminkalender der Internationalen Serie KW BergCup derart minimiert, dass selbst diese Meisterschaft 2020 nicht ausgefahren werden kann. Ihre 33. Auflage verschiebt sich somit auf 2021. Damit ist nun leider genau das eingetreten, was die organisierende Vorstandschaft des Berg-Cup e.V. schon am 10. Mai ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit als mögliches Szenario angekündigt hatte. Das ist bitter. Aber die Gesundheit aller Beteiligten sowie die Überwindung der Corona-Pandemie haben nach wie vor oberste Priorität. Von den ursprünglich für diese Saison geplanten rekordverdächtigen 14 KW Berg-Cup Veranstaltungen betreibt aktuell nur noch das Int. Noblend Auto-Bergrennen Esthofen-St. Agatha in Oberösterreich. Vorbereitungen auf den Stammtermin am 26./27. September sind noch im Gange. Der dortige Chef-Organisator Markus Altenstrasser erstellt im Moment die Ausschreibung und hofft auf eine weiterhin günstige Entwicklung der Corona-Pandemie, in deren Folge dann auch Veranstaltungen selbst in der Größe von St. Agatha wieder möglich werden könnten. „Ich erhoffe mir spätestens im Juli Klarheit darüber, wie es nach dem 31. August in Österreich in Sachen behördlicher Auflagen für Veranstaltungen weitergehen wird. Unser Auto-Bergrennen bereiten wir jedenfalls mit vollem Einsatz weiter vor“ gibt er sich optimistisch. Gerne würden er und sein MSC Rottenegg dann auch wieder möglichst viele Aktive aus den Reihen der Deutschen Bergmeisterschaft und des Berg-Cup e.V. am Start begrüßen. Als Alternative zu den 2020 nicht durchführbaren KW Berg-Cup Rennserien wurde nun die Idee geboren, den nur etwa 45 Kilometer von Passau entfernten Berg-Event für eine Art Clubmeisterschaft des Berg-Cup e.V. zu nutzen, an der alle eingeschriebenen Fahrerinnen und Fahrer der Rennserien NSU-Bergpokal sowie der zwei KW Berg-Cup Varianten National und International teilnehmen können. Ein Konzept dafür ist zurzeit in Arbeit. Detaillierte Informationen dazu erfolgen rechtzeitig vor der Veranstaltung, die allen Beteiligten zumindest eine kleine Ration an motorsportlicher Betätigung und Spaß in einem schwierigen Jahr ermöglichen soll. „Ein besonderer Dank gebührt gerade jetzt nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer Art und Weise fortsetzen“, lässt der Berg-Cup Vorstand verlaute . […]

17. ADAC Bergpreis Schottenring wird auf das Jahr 2021 verlegt

9. Juni 2020

Am vergangenen Montagabend hat der Vorstand des MSC Rund um Schotten die Entscheidung getroffen, den 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring nicht im Jahr 2020 auszutragen, sondern auf das kommende Jahr 2021 zu verlegen. Im zeitigen Frühjahr, zu Beginn der Coronakriese hatten die Hessen es mit einer Verlegung in den Herbst versucht, mussten jedoch nun der aktuellen Situation Tribut zollen. „Die Gründe liegen darin, dass vermutlich nicht sehr viele Fahrerinnen und Fahrer Lizenzen gezogen haben und ohne Fans, was ja durchaus im diesem Jahr noch länger als August der Fall sein kann, das ganze aus finanzieller Sicht nicht durchführbar ist, so Vorstands- und Organisationsmitglied Timo Neumann. “ Aber alles, was wir in diesem Jahr vorhatten, nehmen wir mit ins kommende Jahr 2021 und hoffen auf ein pickepackevolles Starterfeld im kommenden April“. Die noch in der Online-Meldeliste stehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der Rennleitung in den kommenden Tagen bezüglich Erstattung von Nenngeldern bzw. alternativer Vorgehensweisen angeschrieben. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring, wieder als reines Tourenwagen-Rennen und mit Testtag am Freitag, wird neu terminiert für den Zeitraum 23.-25. April 2021.

Berg-Urgesteine: Fotostory Thomas Flik

7. Juni 2020

Ein Bergrennen auf deutschem Boden, ohne das Thomas Flik vor Ort ist, gab es wohl die letzten gut 30 Jahre höchst selten – wenn überhaupt, hatte dies gute Gründe. Der KfZ-Techniker aus dem Nordschwarzwald ist der „Dauerbrenner“ der deutschen Bergrennszene. Nur der vierfache Deutsche Bergmeister Uwe Lang kann auf eine ähnlich konstante Zeit am Berg zurück blicken. „Feiern“ wäre in diesem Corona-Jahr der falsche Ausdruck, aber Thomas Flik begeht in diesen Tagen sein 40. Jubiläum im aktiven Motorsport. Seit dem Jahr 1987, als Thomas mit seinem Bruder Werner mit dem Bergrennsport begann, nahm er inzwischen an 318 Bergrenn-Veranstaltungen teil. Als Beifahrer bei Rallyes begann der heute 57-jährige seine motorsportliche Laufbahn im Alter von 17 Jahren. Kaum ein Jahr später mit 18 griff er selber ins Renngeschehen ein. Mit seinem Straßenauto, dem Renault R5 Alpine Turbo fuhr er viele Siege bei nationalen und internationalen Slaloms ein. Aber Slalom war nicht genug, mit seiner Partnerin und heutigen Frau Beate fand er die perfekte Beifahrerin zum Rallye fahren. 1987 kündigte sich der erste Nachwuchs an und Thomas wechselte mit seinem R5 an den Berg. Über die Jahre hinweg blieb Thomas der Marke Renault treu. Seine Lieblingsstrecke ist das verwaiste Kurvenlabyrinth am Kyffhäuser. Von den aktuellen Veranstaltungen ist es Eschdorf und Glasbach.

Bernhard Permetinger präsentierte seinen neuen BMW Z4 GT3

3. Juni 2020

Eine neue Herausforderung wird der Salzburger Bernhard Permetinger in Angriff nehmen. Der selbstständige KFZ-Technikermeister hat sich vor gut einem Jahr einen neuen Rennboliden zugelegt. Nach langer und intensiver Suche nach einem BMW Z4 GT3 wurde man schließlich in Tschechien fündig. Beim international bekannten Senkyr Motorsport Team holte sich Bernhard dann sein neues „Spielzeug“ ab. Der Rennbolide wurde vom Team des ehemaligen Berg-Europameisters betreut und eingesetzt. Der letzte Renneinsatz des BMW Z4 GT3 lag aber schon einige Zeit zurück. Trotzdem war der Bolide in einem äußerst guten Zustand und sehr gepflegt, zumal das Fahrzeug nie in einen Unfall verwickelt war. In der heimischen Werkstatt wurde der BMW Z4 GT3 von Bernhard Permetinger komplett zerlegt und optisch sowie technisch wieder auf Topniveau gebracht. Dabei wurde die Karosserie Außen komplett gestrahlt und dann neu lackiert. Ganz besonders interessant ist dabei, dass die gesamte Historie vom Aufbau bis zur Auslieferung und des ersten Einsatzes nachvollziehbar ist. Und mittlerweile sind renntaugliche BMW Z4 GT3 nicht leicht zu finden. Zusammen mit einem befreundeten Grafiker wurde dann das Design für den Boliden entworfen, traditionell denn „BMW-Farben“ entsprechend. Der Österreicher hatte sich zu Jahresbeginn in den KW Berg-Cup eingeschrieben. Hier gibt es wohl in 2020 aber nichts zu fahren, die nationale Variante der deutschen Traditionsmeisterschaft ist bereit der Coronapandemie zum Opfer gefallen. Die Absage des KW Berg-Cup International steht dagegen noch aus. Nach ersten Testfahrten, welche man auf der Rundstrecke durchführen möchte, wird Permetinger mit seinem BMW Z4 GT3 an den Berg wechseln. Dafür muss erst die passende Getriebeübersetzung gefunden werden, da das GT3-Reglement ein recht langes Getriebe vorsieht, das aber für den Berg nicht optimal ist. Der bullig aussehende Bolide wird dabei sicherlich nicht nur optisch begeistern, sondern auch mit seinem einmalig klingenden V8-Saugmotor. Voraussichtlich aber erst in 2021. von Hillclimbfans.com

Bergrennen Eichenbühl – Absage des letzten Mohikaners

27. Mai 2020

Nun hat auch der letzte im Rennkalender der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup verbliebene Veranstalter, die Waffen gestreckt. Lange hatte man die bittere Entscheidung herausgezögert, doch jetzt gaben die Erftaler bekannt, dass es am 12./13. September diesen Jahres kein Bergrennen Eichenbühl geben wird und dies für 2020 ersatzlos gestrichen wird. In den ersten Monaten von 2020 waren der MSC Erftal noch sehr optimistisch, der September war gefühlt weit genug weg. Alle Werbematerialien lagen gerade druckfrisch bereit – doch dann entwickelte sich das Coronavirus zur weltweiten Pandemie. „Eine solche Ausnahmesituation ist für uns alle neu und beherrscht noch immer unseren Alltag. Ausgangsbeschränkungen, Einschnitte wie Mindestabstand und Maskenpflicht aber auch Lockerungen sowie der korrekte Umgang mit dem Virus sind die aktuell beherrschenden Themen“, reflektiert die Organisationsleitung des 53. Bergrennens im unterfränkischen Eichenbühl. „Wir können nur hoffen, dass sich all dies auf das Jahr 2020 beschränkt, aber genau abschätzen kann das wohl niemand. Die Politik könnte eine aktuelle Entscheidung aufgrund der dynamischen Situation schon morgen wieder revidieren – zum Wohle unser aller Gesundheit. Diese Dynamik raubt dem MSC Erftal und seinen Partnern jegliche Möglichkeit der Planung – das macht eine Durchführung eines Bergrennens in gewohnter Art und Weise leider unmöglich. Die meisten Menschen aus der Bergrennszene rechnen wahrscheinlich mit einer solchen Entscheidung schon länger. Andere können sie vielleicht – gerade in Anbetracht der aktuellen Lockerungen – nicht wirklich nachvollziehen. Unter Einbeziehung aller relevanten Gesichtspunkte bleibt jedoch dem noch jungen Verein aus dem Erftal, leider keine andere Wahl, als das Bergrennen Eichenbühl 2020 abzusagen. “Wir bedauern es sehr diese Entscheidung treffen zu müssen, sehen uns aber auch in der Pflicht, die Sicherheit aller Beteiligten in jeder Hinsicht zu gewährleisten!“, betont Rennleiter Steffen Hofer. „Uns bleibt nur zu hoffen, dass sich die globale Situation schnellstmöglich entspannt und wir uns nächstes Jahr auf eine umso schönere, erfolgreiche und lang ersehnte Bergrennsaison freuen dürfen. Wir arbeiten bereits heute an unserem Bergrennen am 11. / 12. September 2021 und würden uns wünschen Euch bald wiederzusehen“.

Mangels Rennen: KW Berg-Cup National und NSU-Bergpokal 2020 abgesagt!

10. Mai 2020

Einige werden es sicher bereits den sozialen Netzwerken oder anderen Quellen wie „Bergrennen in Deutschland“ entnommen haben: Auch die Bergrennen in Oberhallau und Mickhausen mussten wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie deren Folgen nun definitiv abgesagt werden. Das hat gravierende Auswirkungen auf die drei Berg-Rennserien des Berg-Cup e.V. Im KW Berg-Cup National und NSU-Bergpokal liegt die Anzahl der eventuell 2020 noch zur Austragung kommenden Veranstaltungen jetzt aktuell bei maximal drei und damit weit unter der Hälfte der ursprünglich geplanten zehn Rennen. Dies sind für eine seriöse, den Anforderungen und dem hohen sportlichen Niveau der Vorjahre entsprechenden Meisterschaft deutlich zu wenig. Daher bleibt dem Organisations-Team nach eingehenden Beratungen nur die bittere Konsequenz, sowohl den KW Berg-Cup National als auch den NSU-Bergpokal 2020 endgültig abzusagen. Diese Entscheidung ist niemanden leicht gefallen, war aber den aktuellen Entwicklungen geschuldet, war unumgänglich und nicht weiter aufschiebbar. Auch für die Internationale Serie (IS) KW Berg-Cup ist die Lage angespannt. Im Moment stehen hier noch die Bergrennen Eichenbühl und St. Agatha im Kalender. Dazu kommen noch die Veranstaltungen St. Urban und Bergpreis Schottenring, die ja nicht abgesagt, sondern nur auf einen späteren, zurzeit noch nicht benannten Termin verschoben wurden. Dennoch ist es auch für die IS KW Berg-Cup fünf vor zwölf. Denn es steht fest: Sollte die Zahl der Rennen bei weniger als vier liegen, muss selbst diese Traditionsmeisterschaft für 2020 mit größtem Bedauern abgesagt werden. Per Mail wurden heute alle eingeschriebenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den drei Rennserien des Berg-Cup e.V. vom Organisationsteam detailliert über die aktuellen Entscheidungen und Entwicklungen sowie die sich daraus ergebenden Konsequenzen informiert. Keine angenehme Aufgabe für die Kernmannschaft, die sich stets mit großem Einsatz und viel Herzblut um einen möglichst reibungslosen Ablauf „ihrer“ Serien bemüht und dabei immer das Wohl des gesamten Bergsports mit im Auge hat. Für die schwierige Lage der Veranstalter hat das Berg-Cup Team volles Verständnis. Die Gesundheit aller und die baldige Überwindung der Corona-Pandemie hat zurzeit oberste Priorität. „Ein besonderer Dank gebührt in dieser schwierigen Phase nicht nur den Mitgliedern und Aktiven des Berg-Cup e.V., sondern auch dessen Gönnern, Unterstützern und Sponsoren, die ihr Engagement in fairer, der Lage angepasster Übereinstimmung mit Elan fortsetzen“, so Berg-Cup Sprecher Uli Kohl. „Mit in diesen Dank einzuschließen sind die Veranstalter-Partner, die Dachverbände und Sportbehörden, dazu alle Freunde und Fans des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals. Ihnen allen sei hier fest versprochen, dass – unabhängig davon, wie 2020 noch verläuft – […]

DM-Aus 2020 – Bergrennen Mickhausen sagt ab

10. Mai 2020

Das Fünkchen Hoffnung auf eine stark reduzierte Saison in der Deutschen Bergmeisterschaft im Herbst, hat sich nun zerschlagen. Mit der Absage des ADAC Bergrennen Mickhausen vom ersten Oktoberwochenende, wird es erstmals nach dem zweiten Weltkrieg keinen Bergmeister in Deutschland geben. Somit steht einzig uns allein das Bergrennen Eichenbühl (11.-13. September) noch zur Disposition und auch das oberösterreichische Bergrennen von St. Agatha, das ebenfalls in diesem Jahr zur Berg DM zählen sollte, ist aktuell noch offen. „Wir haben die Durchführung des Bergrennens Mickhausen 2020 so lange wie möglich offen gehalten. Die Hoffnung, dass die Corona-Krise doch noch Möglichkeiten für die Durchführung eröffnet, starb zuletzt“, sagt ASC-Organisationslseiter Hinrich Groeneveld. „Heute kann jedoch noch niemand mit Sicherheit sagen, ob eine Großveranstaltung, wie das Bergrennen Mickhausen, im Oktober genehmigungsfähig ist. Auf dieser Grundlage können wir keine Verträge abschließen und in finanzielle Vorleistung gehen. Gleichermaßen müssen wir der Situation unserer zahlreichen Sponsoren Rechnung tragen. Viele von ihnen wurden von der Krise so konkret betroffen, dass sie wirklich andere Sorgen als das Bergrennen haben. Wir müssen einsehen, eine solide Finanzierung unserer Veranstaltung ist so nicht möglich“. Schweren Herzens haben sich die Verantwortlichen des ASC Bobingen deshalb entschlossen, das Bergrennen Mickhausen 2020 abzusagen. „Wir bedanken uns beim DMSB, dass unsere bereits gezahlten Anmeldegebühren nicht verloren gehen und uns für 2021 angerechnet werden. Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen Helfern für die schon jetzt geleistete Arbeit und Unterstützung für die nun abgesagte Veranstaltung. Im nächsten Jahr wollen wir durchstarten. Lasst uns 2021 mit frischem Schwung wieder ein großartiges Bergrennen auf die Beine stellen!“

53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen mit neuem Termin

9. Mai 2020

Dass das neuartige Corona-Virus weltweit zu einschneidenden Beschränkungen führen würde, ahnten wohl vor einigen Wochen nur die Wenigsten. Ebenso waren die Verantwortlichen des MSC Osnabrück e.V. voller Zuversicht, die für den 1./2. August 2020 vorgesehene 53. Auflage des Int. Osnabrücker Bergrennens erneut mit hochklassigem Automobilsport und einem tollen Event-Programm durchführen zu können. Dementsprechend waren die Vorbereitungen, wie schon in den vergangenen Jahren, im Laufe des 1. Quartals 2020 weit fortgeschritten. Als sich das Virus dann rasend schnell weltweit verbreitete und die mit ansteigenden Infektionszahlen immer weiter einhergehenden Verbote und Beschränkungen zum Tragen kamen, wurden bereits Überlegungen angestellt und Konzepte erarbeitet, das Int. Osnabrücker Bergrennen 2020 doch noch den langjährigen Fans präsentieren zu können. Mit der getroffenen Entscheidung der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten der Bundesländer, Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 in Deutschland nicht durchführen zu dürfen, stand fest, dass das 53. Int. Osnabrücker Bergrennen im Jahr 2020 nicht, wie gewohnt, stattfinden konnte. Die Verantwortlichen der Veranstaltung haben daher unter Berücksichtigung des in dieser Situation unumgänglichen Schutzes der Bevölkerung, der durch die gesetzlichen Vorgaben fixiert ist, entschieden, das  53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen „Cars & Fun mit dem 8. E-Mobil-Berg-Cup zu verschieben und nun am 7./8. August 2021 damit an den Start zu gehen. Damit gibt es nach 52 Jahren in diesem Jahr erstmals in der „Borgloher Schweiz“ eine „Rennpause“. Die Organisatoren werden sich in der Zwischenzeit jedoch in keiner Weise zur Ruhe setzen, sondern arbeiten mit viel Elan an der Weiterentwicklung des erfolgreichen Konzept der vergangenen Jahre mit dem „Highlight“ im August und den begleitenden Aktionen und Events im Netzwerk des Int. Osnabrücker Bergrennens weiter. „Im Vorfeld der Entscheidung, das 53. Bergrennen um ein Jahr, in den August 2021 zu verschieben, haben unglaublich viele Partner, Freunde und auch aktive Fahrer des Events uns ihre Solidarität und die weitere uneingeschränkte Unterstützung zugesagt“, freut sich Organisationsleiter Bernd Stegmann. Rennleiter Michael Schrey ergänzt, dass „damit natürlich auch das unermüdliche Engagement der vielen ehrenamtlichen Funktionäre honoriert und die Motivation hochgehalten wird“. Somit wird es schon bald wieder neue und spannende Informationen zum 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 7./8. August 2021 geben.

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