Der KW Berg-Cup am Glasbach – So schön kann Bergrennen sein

13. Juni 2017

Um es vorwegzunehmen: Das „22. Internationale ADAC Glasbachrennen“ war spitze. Über das, was vom 09. bis zum 11. Juni in Südthüringen abging, staunte selbst der erfahrene englische FIA-Observer David Grace nicht schlecht. Und brachte es im Rahmen der Siegerehrung, die wieder mitten im Gastgeberort Steinbach vor viel begeistertem, aus Einwohnern und Rennvolk gemixtem Publikum stattfand, exakt auf den Punkt: „Das ist das bestorganisierte und sicherste Bergrennen, das ich jemals gesehen habe.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Glasbach 2017 geprägt war von freundlichem Umgang miteinander in relaxter Atmosphäre. An derem Entstehen auch die nicht allzu hohe Teilnehmerzahl (112 im Rennen) sicher einen Anteil hatte. Drei Läufe á 5,5 Kilometer an beiden Tagen, trockene Piste, überwiegend sonniges Wetter, dazu ein Rennen, an dessen Ende der letzte Starter, Italiens Christian Merli im Osella FA 30, kurz vor 16:30 Uhr mit 1:58,44 einen neuen, phantastischen Streckenrekord aufstellte, was will das Gipfelstürmer-Herz denn noch mehr? Hm, spontan taucht da nur der Wunsch nach einer weniger fleißigen Defekthexe auf. Die sich besonders am Samstag richtig gierig zeigte. Und so in Verbindung mit einigen glücklicherweise glimpflich verlaufenen Ausrutschern dafür sorgte, dass sich der Trainingstag trotz großem Einsatz der Streckenposten und Helfer der veranstaltenden RSG Altensteiner Oberland bis 18:30 Uhr ausdehnte. Was aber nicht weiter störte und an der positiven Stimmung nichts änderte. So, lasst uns nun einen Blick in alle Klassen mit Beteiligung von Aktiven des Berg-Cup e.V. werfen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal. In dem der Übungssamstag die Zeichen auf ein hartes Duell zwischen Jörg Davidovic und Jörg Höber stellt. Der Erstgenannte hat im Training die Nase noch um 4 Hundertstel vorne, aber im ersten Race-Heat wendet sich das Blatt. Jörg Höber erreicht das Ziel 0,32 Sekunden früher als Jörg Davidovic (P2), Dritter ist Uwe Schindler, er liegt bereits deutlich hinter dem Führungs-Duo zurück. Im zweiten Run baut Jörg Höber seinen Vorsprung auf 93 Hundertstel aus. Zum Finale kann er leider nicht mehr antreten, die Defekthexe hat seinen TT besucht und sich dabei vermutlich im Zündsteuergerät ausgetobt. Damit steht das Endergebnis fest: Jörg Davidovic gewinnt vor Uwe Schindler (P2) und Thomas Krystofiak (P3), Vierter wird Mike Vogel. Von den luft- zu den wassergekühlten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 in gemeinsamer Wertung. Wo wir zuallererst die 1150er Abteilung betrachten, die es am Glasbach echt spannend machte, wie wir gleich sehen werden. Thomas Stelberg holt im VW Schneider Polo 16V wie erwartet die Übungsbestzeit, legt 2,06 Sekunden […]

Glasbach-Schallmauer vehement übersprungen

12. Juni 2017

Zwei gestandene Männer aus Italien stellten den Rest der 129 gemeldeten Teilnehmer aus 13 Nationen, beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, regelrecht in den Schatten. Die entsprechende Bühne für den „Kampf der Giganten“ und die spannenden Rennen in den einzelnen Klassen und Gruppen boten die Mannen um den „Glasbach-Macher“ Marcus Malsch in hervorragender Weise. Dabei ist es für die RSG-Altensteiner-Oberland, anhand der Streckenlänge von 5,5 km und einem Veranstaltungsgelände das sich über gut und gern über acht Kilometer erstreckt, wesentlich schwieriger die benötigte „Man-Power“ zusammen zu trommeln, als es für die meisten anderen DM-Veranstalter ist – und die haben schon ihre Probleme. Vom Zielauslauf auf dem Rennsteig bis hinunter auf den idyllischen kleinen Marktplatz des Fahrerlagerorts Steinbach, wo unter Einbeziehung der Bevölkerung an zwei Abenden die „Race-Party“ für Stimmung sorgte und am frühen Sonntagabend mit einer urigen Siegerehrung die Rennteams verabschiedet wurden, war alles perfekt aufgebaut und vorbereitet. Hatte man mit dem Ablauf des Trainingstages mit vielen Zwischenfällen noch Mühe den Zeitplan einzuhalten, lief es am Renntag wie am Schnürchen und die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel mit den Organisatoren um die Wette. So aufgestellt gehört die RSG in diesem Jahr mit Sicherheit zu den Top-Veranstaltern in der Berg-Europameisterschaft. Die vom Veranstalter RSG Altensteiner-Oberland genannten 10.000 Zuschauer wurden schon am Samstag von den beiden Streckensprechern auf das mögliche fallen der „Zwei-Minuten-Schallmauer“ eingestimmt. Diese sollte dann auch im alles überragenden Zweikampf der derzeit wohl weltbesten Bergrennfahrern Christian Merli und Simone Faggioli fallen. In Lauf eins blieb zuerst Faggioli im Norma Zytek V8 und dann Christian Merli, als letzter Konkurrent des Feldes, im Osella FA30 unter der magischen 120 Sekunden-Grenze. Die Vorentscheidung im italienischen Duell fiel im zweiten Durchgang, aus dem Merli mit fast einer Sekunde Guthaben auf seinen Erzrivalen hervor ging. Unglaublich, das Merli zum Abschluss im Labyrinth der 35 Kurven nochmals zulegen konnte und mit der neuen absoluten Rekordzeit von 1:58,440 min Faggioli um ganze 2,7 Sekunden distanzierte. Diese Rekordmarke bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 167 km/h, entsprechend einer Fahrstrecke von fast 46,5 Metern pro Sekunde, dies bei stehendem Start und inklusive Bremsschikane! Merli war übrigens der einzige der Top-Fahrer der sich im letzten Lauf noch steigern konnte. Dennoch ging es in diesem Tagessiegduell nur ums Prestige. In der EM-Wertung haben die Beiden ihre Gruppen deutlich gewonnen, und rangieren in der Zwischenwertung weiter punktgleich an der Spitze. Nahezu genauso souverän wie die beiden Italo-Stars, verkaufte […]

Vorsicht! Hochspannung im KW Berg-Cup zu Wolsfeld

8. Juni 2017

Nein, liebe Leser, keine Sorge: Weder im NSU-Bergpokal noch im KW Berg-Cup wird mit Elektromotoren oder Hybridtechnik gefahren. Hochdrehende Benziner bestimmen die Tagesordnung, auch durchzugskräftige Diesel gehören dazu. Glücklicherweise fand am vergangenen Pfingstwochenende das mit sehr hoher Niederschlagsneigung vorhergesagte Wetter den Weg zum 1640 Meter kurzen Wolsfelder Berg nicht. Nur in der Nacht zum Übungssonntag hatte es geregnet, morgens gab es noch feuchte Stellen auf dem Asphalt zu finden. Die aber schnell auftrockneten, für den Rest des Übungstages und den Rennmontag wechselten sich dann Sonnenschein und Wolken in flottem Wechsel ab. Die erstmals umgesetzte Startreihenfolge nach dem umgekehrten Trainingsresultat (der Langsamste der Klasse beginnt, der Schnellste fährt zum Schluss) kam beim Publikum gut an, erhöhte die Spannung im Ablauf, führte die Favoriten zusammen. An beiden Tagen konnten die geplanten, jeweils um 9 Uhr beginnenden drei Läufe von der Mannschaft des EMSC Bitburg durchgezogen werden. Was sich am Sonntag bis 18:30 Uhr hinzog und auch am Montag bis kurz vor Sechs dauerte. Eine Entschädigung dafür waren die zum Teil beinharten Fights und Duelle in den einzelnen Klassen und Gruppen, die wir uns nun zusammen detailliert ansehen wollen. Zumindest in den Abteilungen, in denen Berg-Cup Aktive dabei waren. Damit dies authentisch ist, halten wir uns an die Startreihenfolge der Klassen im Trainings- und Rennbetrieb. Demgemäß legen wir mit dem NSU-Bergpokal los. Zu dessen kleinen, aber feinen Feld sich in der Eifel Gaststarter Andreas Reich gesellt. Frisch, frech, fröhlich, frei sichert sich dieser ohne jede Berührungsängste Übungsposition drei, muss nur Uwe Schindler (TP2) eine Zehntel- sowie „Pole-Setter“ Jörg Davidovic 1,05 Sekunden vor sich dulden. Im Rennen legt Gaststarter Andreas Reich dann jegliche vornehme und auch sonstige Zurückhaltung ab, bezieht von Anfang an Position zwei, bleibt sogar im ersten und zweiten Heat in Tuchfühlung zum späteren Gewinner Jörg Davidovic. Uwe Schindler müht sich nach Kräften, aber mehr als Rang drei ist in Wolsfeld für ihn nicht drin. Den größten Teil seines Rückstandes handelt er sich gleich in der Auffahrt Nummer eins ein, in der zweiten ist der Rückstand auf Andreas Reich geringer, in Lauf drei braucht Uwe dann 61 Hundertstel weniger für den Weg nach oben als Gast Andreas. Die weiteren Teilnehmer folgen dem Podest-Trio mit Respektabstand, als Viertem fehlen Thomas Krystofiak 11,85 Sekunden auf den Sieger, Fünfter des NSU-Bergpokals wird Alexander Follmann. Weiter läuft es im Rennprogramm und bei uns mit den nach Gruppe H, FS und E1-Berg Reglement stark verbesserten, gemeinsam gewerteten […]

Familien-Tag beim Wolsfelder Bergrennen

6. Juni 2017

Lang, lang ist´s her, dass ein Vater-Sohn-Gespann gemeinsam auf dem Gesamtsiegerpodium eines Berg-DM Laufes stand. In den letzten 30 Jahren war dies jedenfalls nicht der Fall. Die Schweinfurter Familie Lang, schrieb somit beim 55. Wolsfelder ADAC Bergrennen des Pfingstwochenendes 2017 Geschichte. Doch der Reihe nach. Bereits im, oder besser gesagt nach dem ersten Trainingslauf, der in Wolsfeld traditionell am Pfingstsonntag stattfindet, schrumpfte der Kreis der Sieganwärter, nachdem der Osella PA 2000 Honda des Vorarlbergers Christoph Lampert schlagartig in Flammen stand. So geschehen nach der Zieldurchfahrt. Nach seinem 10. Gesamtplatz beim EM-Lauf am Rechberg, zudem als bester Österreicher, hatte sich Lampert bei seinem zweiten Start mit dem neu angeschafften Rennsportwagen einiges vorgenommen. Nach einer ersten Bestandsaufnahme im Fahrerlager wurde ein Schaden von 15-20.000 € geschätzt. Karosserie, Verkabelung und der Unterboden hatte einiges abbekommen. Die in Reitnau und St. Anton geplanten Rennteilnahmen fallen erst einmal flach für den akribischen Österreicher. Aber auch der Dauergast in Wolsfeld, der Schweizer Bruno Ianniello, muss sich langsam aber sicher aus seinem „Wohnzimmer“ verdrängen lassen. Der legendäre Lancia Delta S4 von „Raketen Bruno“ lief am Renntag nicht rund und man musste schon die zweite Seite des Rennergebnis aufschlagen um den Namen Ianniello zu finden. Neben Uwe Lang und Frank Debruyne konnten Thomas Conrad und Ralf Kroll in den Trainingsläufen ihre Einstufung in den Favoritenkreis bestätigen. Georg Lang hielt sich im Formel Tatuus Renault vornehm auf Rang 9 zurück und wiegte die Konkurrenz derweil in Sicherheit. Nachdem die Nacht zum Renntag von Regenschauern verschont blieb, konnten die drei Rennläufe am Pfingstmontag bei optimalen Bedingungen beginnen. Mit 1:02,39 min setzte Uwe Lang im bewerten Osella PA 20 BMW Evo gleich die Bestzeit des ganzen Wochenendes und legte den Grundstein zu seinem dritten Wolsfeld-Gesamtsieg nach 2010 und 2011. Frank Debruyne im Dallara Formel 3, unter Bewerbung des pfälzischen CR Racing Teams, musste im zweiten Durchgang schon einem Rückstand von mehr als einer Sekunde auf Lang Senior nachlaufen und konnte mit persönlicher Bestzeit den Abstand nahezu halten. Doch im letzten Lauf, wo Debruyne nach einem Ausrutscher des mittlerweile 79-jährigen Luxemburger Formel 3-Legende Leon Linden mit rot gestoppt wurde und eine Startwiederholung erhielt, zog Uwe Lang weiter davon und schnappte sich das goldene Bit-Fässchen für den Tagessieg mit 2,8 Sekunden Vorsprung auf Debruyne. Die eigentliche Überraschung des Tages war der junge Georg Lang, Sohn des Siegers. Lang Junior verblüffte seine Gegnerschaft am Montagmorgen mit einem Zeitensprung von weit über zwei Sekunden zu […]

131 internationale Teams aus 13 Nationen am Glasbach!

6. Juni 2017

Am kommenden Wochenende findet das 22. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein/ Thüringen statt. Mit 131 internationalen Teams aus 13 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europabergmeisterschaft. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welcher das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt aktuell bei 2:01:557 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen Bad Liebenstein/ Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer permanenten Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser betrug lediglich 0,8 sec. im Gesamtergebnis. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld alle aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger Simone Faggioli (ITA) und seinem direkten Verfolger Christian Merli (ITA) haben auch starke Konkurrenten aus Frankreich und Tschechien genannt. Dies verspricht schon jetzt Spannung pur! Einzigartig ist ebenfalls dass direkt im Ortsbereich Steinbach gelegene Fahrerlager. Hier wird einmal mehr deutlich, was Motorsport zum Anfassen heißt. Neu ist in diesem Jahr, dass bereits die Qualifikationsläufe am Samstag in die Punktewertung eingehen und gleichzeitig die Startreihenfolge für die Wertungsläufe am Sonntag vorgeben, welche jeweils um 08.30 Uhr starten. Bereits am Freitag findet um 17 Uhr im Startbereich eine große Pressekonferenz statt. Im Anschluss wird das 22. Internationale ADAC Glasbachrennen offiziell eröffnet und die Teilnehmer sind mit Präsentationsfahrten auf einem Teilstück der fertig präparierten Bergrennstrecke zu erleben. An diesem Abend besteht die Möglichkeit für alle interessierten Vertreter der Presse in einem Renntaxi selbst Platz zu nehmen. Ergänzt wird dies durch die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag im Ortszentrum von Steinbach und der ebenfalls dort stattfindenden Siegerehrung am späten Sonntagnachmittag. Das Glasbachrennen ist nicht nur direkt vor Ort zu erleben, sondern weltweit über den Live Stream auf www. glasbachrennen.de zu sehen. Bereits im letzten Jahr verfolgten über 40.000 Zuschauer das Rennen in 35 Ländern. Für alle Interessierten rund um das Glasbachrennen gibt es alle News ebenfalls über den Ereignishörfunksender „Glasbach FM“ auf 90,8. Weitere Informationen rund um das Internationale ADAC Glasbachrennen finden Sie unter www. glasbachrennen.de oder Facebook.

Einschreibeliste für das Homburger Bergrennen eröffnet

26. Mai 2017

Das Homburger ADAC Bergrennen ist alljährlich einer der Höhepunkte im Kalender unserer Webseite „Bergrennen in Deutschland“. Das Rennen in der Saarpfalz ist unser Heimspiel und nicht zuletzt durch das seit 1974 veranstaltete Motorsportevent, konnte die Leidenschaft für den Bergrennsport in uns wachsen. Logisch, das „BiD“, neben dem Osnabrücker Bergrennen auch vor Ort als Medienpartner fungiert und die Veranstaltung nach Kräften unterstützt. Somit möchten wir auf die Ausschreibungsunterlagen zur Teilnahme am 44. Homburger ADAC Bergrennen (14.-16. Juli 2017) hinweisen, die ab sofort hier online ist unter www.homburger-bergrennen.de (siehe Downloads, Bergrennen). Ausländischen Gaststartern, die nicht um eine Meisterschaft fahren oder eingeschrieben sind, wird ein ermäßigtes Nenngeld von 120€ gewährt. Neben den Bestzeitläufen zur Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie zum KW Berg-Cup schreibt der Homburger AC erneut eine Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) aus. Für den GLP-Modus sind die Startplätze auf 20 begrenzt. Unterlagen sind hierzu genauso online wie die Helfermeldung und die Unterlagen für die Presse. Nennungsschluss für die Teilnehmer ist übrigens Dienstag, den 04. Juli 2017 – 24 Uhr. Die Anmeldefrist für die Presse endet am 05. Juli.

Racing-Team-Trier feiert im Juni 50. Vereinsjubiläum

18. Mai 2017

Seit 50 Jahren gibt es das Racing Team Trier (RTT) e.V. im ADAC. Am zweiten Wochenende im Juni, genau am Samstag, 10. Juni, feiern die 55 Vereinsmitglieder zusammen mit ihren Gästen das Jubiläum in Kesselstatts Weinkeller. Ein Termin mit Symbolgehalt, richtete bis vor einigen Jahren der Verein zu diesem Termin immer das Trierer Bergrennen aus. Die Trierer Online-Plattform „Reporter“ traf sich aus diesem Anlass mit Manfred Kronenburg, der seit 1976 die Geschicke des RTT als Vorsitzender lenkt. Irgendwo in Trier-Süd. Hinter dem Haus erstreckt sich ein gepflegter Garten. Eine Oase der Ruhe, fernab von jeglichem Verkehrslärm. ‟Hier haben wir schon zu Zeiten der Trierer Bergrennen zusammen mit Rennsportfreunden und deren Ehefrauen gefeiert‟, erinnert sich Manfred Kronenburg. Zusammen gefeiert, das war dem Verein von jeher wichtig. ‟Den gesellschaftlichen Teil haben wir immer genauso gepflegt wie den sportlichen. Der gehörte und gehört für uns zum Sport dazu.” Der Sport. ‟Anfangs hatten wir Probleme mit unserem Namen. Racing Team Trier. Für viele Menschen waren wir die Raser.” Manfred Kronenburg schmunzelt. Und das aus gutem Grund. Bis 2008 war er als Landesbeamter Leiter der Bußgeldstelle am Polizeipräsidium Trier. Mit den Rasern stand er nicht gerade auf freundschaftlichem Fuß. Wohl aber mit dem Rennsport. Kronenburg gehört nicht zu den RTT-Gründungsmitgliedern. Er stieß erst ein halbes Jahr später dazu. Von den anfänglichen Mitgliedern sind neben dem Vorsitzenden heute noch drei aktiv: Wofram Ornau, Erwin Seiwert und Otto Schroeder. Beruflich sind Ornau, Seiwert, Schroeder und Kronenburg bereits im Ruhestand. ‟Im RTT gibt es inzwischen etliche Rentner‟, stellt Manfred Kronenburg  nachdenklich fest. Und schiebt nach einer kurzen Weile mit einem schelmischen Grinsen nach: ‟Eigentlich könnte man heute das Kürzel RTT neben der tatsächlichen Bedeutung auch auf zwei weitere Weisen definieren: Rentner Team Trier oder Reise Team Trier.” Denn auch wenn der RTT die Rallye Deutschland oder die legendären Bergrennen nicht mehr ausrichtet, am Geschehen in der europäischen Renn- und Rallyeszene sowie am gesellschaftlichen Leben nimmt der Verein unverändert Anteil. Die Bergrennen. Das war das Jahr 1971. Unter der Führung von Norbert Bauer, dem damaligen RTT-Vorsitzenden, riefen die Trierer Motorsport-Enthusiasten das Bergrennen ins Leben. Gefahren wurde auf der Kreisstraße 82, eine kurvenreiche Bergstrecke von Fell nach Thomm. Anfangs fanden diese Rennen noch ohne nationale oder internationale Wertungen statt. ‟Damals gab es 40 Bergrennen in Deutschland‟, sagt Kronenburg. Das Bergrennen in der Region Trier etablierte sich, wurde 1981 als Ausrichter bei der deutschen Bergmeisterschaft aufgenommen. ‟Bis 1990 hatten wir überwiegend deutsche Spitzenfahrer […]

Boxengeflüster 05/2017: Wussten Sie schon dass…?

12. Mai 2017

DASS der ehemalige Golf Diesel Berg-Cup Pilot und langjährige Mechaniker von Walter Struckmann, Manfred Pape bei den ersten beiden Bergrennen des Jahres mit seinem neuen Projekt auftauchte. Manfred erwarb vor ca. einem Jahr den original Castrol VW Scirocco 1 der Gruppe2, den er 1979 als Mitarbeiter der Firma Müller Tuning in Atteln selbst aufgebaut hatte. Schade war das Walter Struckmann den Scirocco 1779 im Rundstreckenpokal für nur die eine Saison laufen ließ. Anschließend stand das Fahrzeug fast 30 Jahre in der Nähe von Paderborn, bei Manfreds damaligem Chef von „Müller Tuning“ Heinz-Dieter Müller in der Garage, bis Manfred das Auto ohne Motor und Getriebe erwarb. Beim Berg-Cup Piloten Lutz Hesse wurde Manfred Pape dann fündig und konnte einen 1600 ccm 8V Motor erstehen, mit dem er dem Scirocco wieder Leben einhauchte und ein Herz einsetze. Selbst der Käfig musste erneuert werden, da früher Alu-Käfige gefahren wurden. Dieses tolle Auto soll nun komplett überholt auf in 2017 noch einige Male auf die Berg-Pisten gehen. Manfred in der 8V-Wertung des KW Berg-Cup oder in der CTC-Klasse einige Veranstaltungen fahren. DASS umfangreiche Bauarbeiten am riesigen Trinkwasserreservoir am Ortsrand von Eschdorf, viele von KW Berg-Cup-Teams angestammte Fahrerlagerplätze verschlangen. Die Bauarbeiten sind auf drei bis vier Jahre veranschlagt. Gleich neben dem Hochbehälter wird ein neues Wasserwerk zur Trinkwasseraufbereitung entstehen, wo Rohwasser aus der Sauertalsperre unterhalb von Eschdorf aufbereiten wird. Von Eschdorf aus wird das „Drenkwaasser“ über fast 50 km bis in die Stadt Luxemburg gepumpt und versorgt dort die Bevölkerung. DASS das Indoor-Autorennen auf der Hallenkartbahn „Race Inn“ im schweizerischen Roggwil, nach vierjähriger Pause, von einer Badewanne gewonnen wurde. Hannes Roth fuhr am 1. April mit seinem verlängerten Kartrahmen mit 1000-Kubik Suzuki-Motorradtriebwerk und skurriler Badewannen-Silhouette die schnellste Rundenzeit und schlug dabei einige Bergspezialisten. Auf dem engen Kurs ließ erneut auch Marcel Steiner seinen sonst stillgelegten Martini Mk77 BMW-Sportwagen fliegen. Mit Top-Speedwerten knapp unter 100 km/h wuchtete sich der Schweizer- und Deutsche Meister auf Rang zwei. Mit von der Partie waren auch Werner Rohr (Toyota Corolla) und Denis Wolf (Renault Clio Cup). DASS der Formel-3000 Debütant von Eschdorf, der erst 19jährige Schweizer Robin Faustini beim deutschen Berg-EM Lauf, dem ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni, vom aktuellen Vize-Europameister Christian Merli eine hoffentlich nicht nur einmalige Chance erhält. Der Sohn des Berg-SM Dritte von 2016 Simon Hugentobler, darf den Osella PA21 JRB aus Merlis Team, der von einem 1000-Kubik BMW-Motorradmotor flink angetrieben wird, pilotieren. Weitere Einsätze mit […]

Eschdorfer Königssprint bei wechselnden Bedingungen

10. Mai 2017

Das luxemburgische Eschdorf war der zweite Auftrittsort des KW Berg-Cups in seiner 30. Saison. 149 Teilnehmer aus 7 Nationen nahmen am Samstag das Training auf, 141 davon starteten sonntags zum Rennen. An beiden Tagen zeigte sich das Wetter wechselhaft. Zum leicht verspäteten Beginn der Übungsauffahrten war es trocken und kühl, trotz Sonne lag die Temperatur anfangs bei nur 9° Celsius. Zwei Läufe lang waren Slicks angesagt, unmittelbar vor dem dritten und letzten Probe-Heat setzte Regen ein. Leicht zunächst, später an Intensität zunehmend. Es wurde Zeit zum Reifenwechsel eingeräumt, gegen 18:25 Uhr war das Trainingsgeschehen beendet. Es lieferte – fein säuberlich voneinander getrennt – Trocken- und Nasszeiten. Zum Rennstart dienten die Letztgenannten als Referenz, denn die Niederschläge hatten über Nacht angehalten. Das schloss bei ähnlichen Temperaturen wie am Vortag jeglichen Reifenpoker aus, profiliert war erste Wahl. Für den zweiten Run änderte sich die Situation. Denn schon bald hörte der Regen auf, die Strecke begann Stück für Stück aufzutrocknen, besonders im oberen Teil. Dennoch blieb es bei nur zwei Rennläufen. Diesen Beschluss traf die Rennleitung zu einem sehr frühen Zeitpunkt, konnte diesen später – als der Ablauf flüssiger wurde – auch nicht mehr rückgängig machen. Da in Eschdorf nur die schnellste Einzelzeit Grundlage der Wertung war, fielen alle Entscheidungen im zweiten und finalen Heat. Für die KW Berg-Cup’ler ist dieser um 15:31 Uhr beendet. Wer bis dahin am erfolgreichsten operierte, das wollen wir uns nun genau ansehen. Der NSU-Bergpokal fehlt 2017 in Luxemburg. Als nationale Rennserie darf er nur ein einziges Auslandsrennen in seinem Terminkalender haben. Die NSU’ler hatten sich in dieser Angelegenheit für etwas Neues entschieden, sie werden in diesem Jahr erstmals im niederösterreichischen St. Anton an der Jeßnitz auftreten. Nur Michael Vogel hatte die vom Veranstalter Union Des Pilotes angebotene Möglichkeit genutzt und war mit seinem Davidovic TT als „Alleinunterhalter“ nach Luxemburg gekommen. Womit wir ungewohnt schnell bei den Hubraumklassen der stark verbesserten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 mit KW Berg-Cup Beteiligung angelangt sind. Als Quintett genannt, als Quartett begonnen und schlussendlich als Trio aufgespielt. Das ist die 1,15-Liter Eschdorf-Kurzbeschreibung. Bernd Deutsch laboriert noch an den Schottenring-Nachwehen seines Schneider Audi 50, Jörg Davidovic ist zwar im Nassen Übungsdritter, zieht aber den 16V NSU anschließend wegen verdächtigen Geräuschen aus dem Ventiltrieb vorsichtshalber zurück. Also bleiben noch Drei, die sich im weiteren Verlauf hinter dem Gewinner etwas überraschend sortieren. Thomas Stelberg ist immer vorn, düst mit seinem Schneider Polo 16V zu seinem […]

Jelle de Coninck siegt im Turbo-Schlussspurt in Eschdorf

8. Mai 2017

Die 29. Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens in Luxemburg fand am Wochenende vor einer weniger starken Publikumskulisse als gewohnt statt (etwas mehr als 2000 zahlende Zuschauer), dies in erster Linie aufgrund der am Sonntagmorgen wenig einladenden Witterungsbedingungen, die sich jedoch im Laufe des Vormittags verbesserten und es der Strecke erlaubten, zum finalen Rennlauf abzutrocknen, der bereits kurz nach 16.30 Uhr zu Ende ging, bedingt durch die im Nachhinein doch wohl etwas verfrühte Entscheidung der Rennleitung, bereits nach Ende des langwierigen, von auf noch feuchter und rutschiger Strecke etlichen Ausrutschern und dadurch bedingten Streckensäuberungsmassnahmen (Ölspur) und Leitplankenreparaturen herausgezögerten ersten Laufs die Zahl der Durchgänge von 3 auf 2 zu reduzieren, eine Entscheidung, die danach aus Reglementsgründen nicht mehr rückgängig gemacht werden konnte. Während sich am Vormittag die Fahrer der Allradautos wie z.B. dem Escort Cosworth des Schweizers Romeo Nüssli (3.), dem Mitsubishi Lancer von Mario Fuchs (10.), dem Lancia Delta Integrale von Norbert Handa (11.) und dem Porsche GT2 des sechsfachen französischen Tourenwagenmeisters Nicolas Werver (14.) auf der noch feuchten Strecke unters Rennsportwagenfeld mischten, so konnten letztere am Ende doch die ersten 26. Gesamtränge für sich beanspruchen. In 1.00,027 min. hatte nach dem ersten Lauf der vierfache Schweizer Meister Eric Berguerand die Nase seines Lola-Cosworth Fa99 ex-F3000 vorne, gefolgt vom mehr als überzeugenden Franzosen Anthony Loeuilleux (anderthalb Sekunden zurück) im Tatuus-Honda Master, Nüssli, Cyrille Frantz (F, Norma-BMW 4L) und Marcel Steiner (LobArt-Mugen 3L), die alle drei nur durch 23 Hundertstel getrennt waren und zwei weitere Sekunden auf den Leader eingebüßt hatten. Als Neunter dieses ersten Rennlaufs mit 5,6 Sekunden Rückstand auf Berguerand, aber auch Trainingsschnellster am Samstag auf während zwei Läufen trockener Strecke (nur der 3. Trainingslauf fand bei leichtem Nieselregen statt, der sich erst zur letzten Startgruppe verstärkte, wobei Nüssli im ex-Gabat-Cossie Bestzeit fuhr), legte Jelle de Coninck im letzten Rennlauf in 50,536 sec. für die 1850 m lange Strecke die Latte zu hoch, als dass noch einer seiner nachfolgenden Rivalen diese Bestmarke hätte unterbieten können, womit der 34-Jährige den ersten Eschdorf-Tagessieg nach Belgien holte: „Obwohl ich natürlich mit klaren Siegesambitionen hier hin kam, hätte ich dennoch nicht gedacht, dass dies bereits beim dritten Einsatz meines neuen Autos möglich sein würde. Aber das samstägliche Training stärkte mein Vertrauen ins Auto, dessen Fahrverhalten und vor allem auch die Leistung des Turbomotors sich als bestens dosierbar erweisen. Hier in Eschdorf zu gewinnen, das ist der schönste Sieg meiner Karriere, ein Traum!“ Das Fahrtalent […]

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