Boxengeflüster 01/2022: Wussten Sie schon dass…?

13. Januar 2022

DASS gerade die Facebook-Gruppe „Bergrennen“ durch die Decke geht. Ausgangspunkt dafür, waren zahlreiche Papierbildabzüge die Multibergmeister Jörg Weidinger aus den alten Beständen des 2007 verstorbenen Bergrenn-Journalisten und Fotografen Roland Höfer erhielt. Im Team-Work mit Thomas Bubel, der das gesamte Material digitalisierte, stellt derzeit Jörg Weidinger das Bildmaterial aus der Deutschen Bergmeisterschaft und dem Gruppe H Berg-Cup der Ende 80er bis in die 1990er Jahre sukzessive ein. Mittlerweile hat sich dies herumgesprochen sodass täglich zwischen 50 und 70 Beitrittsanfragen für die Gruppe auflaufen, und die Facebook-Gemeinschaft „Bergrennen“ in kürzester Zeit auf über 8.500 Mitglieder angewachsen ist! Einige neue Gruppenmitglieder zeigen ihrerseits interessante Motive aus der „guten, alten Berg-Zeit“ aus ihren Archiven. DASS beim Weltcup Alpinslalom der Herren am vergangenen Wochenende in Adelboden in der Schweiz, Marcel Steiner seinem Titel als „Berg-Meister“ alle Ehre machte. Der Oberdiesbacher gehörte zum Team der Streckenarbeiter und war als „Rutscher“ eingesetzt. Zwischen den Durchgängen und bei kurzen Rennunterbrechungen war es seine Aufgabe die Piste wieder zu glätten und zu präparieren. DASS der Homburger Gruppe F-Pilot Kai Neu seine Pläne zur Teilnahme an der diesjährigen Berg-Europameisterschaft vorerst auf Eis gelegt hat. Nachdem die FiA erneut das Performance-Faktor-Reglement abgeändert hat und er seinen neu, nach Performance-Faktor aufgebauten Ford Focus ST nun wieder anpassen müsste, sieht sich der Mann vom Homburger Automobilclub nach neuen Betätigungsfeldern um. Da Neu nicht mit einem normalen Jahr am Berg rechnet, wird sich der Ford-Autohausbetreiber nicht in den KW Berg-Cup einschreiben und erst einmal mit seinem Drittwagen Ford Fiesta an nationalen Rallyes in Südwestdeutschland teilnehmen. Ähnlich gestaltet sich die Saisonplanung von Vereinskollege Martin Kraus, der seinen ex-Ferner VW Polo G40 in die Ecke stellt und mit einem Honda Civic Typ R dem Rallyesport frönt. DASS nun die Katze aus dem Sack ist und der fahrbare Untersatz feststeht. Kurz vor Silvester machte der ehemalige spanische Bergeuropameister Andres Vilarino seine Pläne für die Saison 2022 offiziell (BiD berichtete). Dabei wird der Routinier auf die internationale Bergrennsportbühne nach einigen Jahren zurückkehren und eine volle Saison in der historischen Berg-EM absolvieren. Im Team von Di Fulvio Racing wird der Spanier einen Lucchini pilotieren, welcher von einem 3l Alfa Romeo Motor angetrieben wird. Für 2023 ist dann der Wechsel auf einen potenteren Osella PA 9/90 BMW C3 geplant. DASS kürzlich, fälschlicherweise das Gerücht vom Rückzug der Funkrettungswacht Motorsport e.V. die Runde machte und somit die meisten Berg-DM Veranstalter vor einem weiteren Problem gestanden hätten. Wie aber „Chef“ Roman Häseler deutlich […]

Kai Neu – Als Spätstarter Deutscher Berg-Team-Meister

27. Oktober 2017

Homburger Rennfahrer Kai Neu wiederholt seine Spitzenplatzierung in der DMSB Bergmeisterschaft und kommt im Team erstmals zu Meisterehren. Die Rennfahrer des Homburger Automobilclubs befinden sich weiter auf der Erfolgsspur. Im Profibereich ist dies seit Jahren der Bruchmühlbacher Timo Bernhard, der sich aktuell anschickt, mit Porsche 919 Hybrid nach 2015 zum zweiten Mal den Fahrer- und Markenweltmeistertitel im WEC-Sportwagen-Langstreckenrennsport zu erringen. Aber auch im Amateur- und Breitenmotorsport tat sich in der Anfang Oktober zu Ende gegangenen Saison 2017 wieder erfreuliches. Traditionell sind die Bergrennen die Motorsport-Disziplin in der die aktuell 13 Aktiven des Homburger ADAC-Ortsclubs vorwiegend an den Start gehen. Der amtierende Clubmeister der Saarpfälzischen Motorenthusiasten Kai Neu, zählte wie im Vorjahr auch diesmal zum engen Favoritenkreis in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Nachdem der Serviceleiter im elterlichen Ford Autohaus Neu im Homburger Ortsteil Erbach, die Vorjahressaison mit einem hervorragenden vierten Gesamtrang in dieser höchstrangigen, nationalen Meisterschaft seinen bislang größten Erfolg verbuchen konnte, war die Motivation des Dreiunddreißigjährigen in diesem Jahr besonders hoch. Immer als Helfer und Mechaniker bei den zehn Rennwochenenden im Jahr dabei, ist Kais Vater Uwe Neu. Gleich von Anfang an ließ Neu Junior seinen stets zahlreichen Kontrahenten in der Klasse der Produktions-Tourenwagen Gruppe F bis 2000 Kubikzentimeter Hubraum  keine Chance. Beim ADAC Bergpreis Schotten am hessischen Vogelsberg, im luxemburgischen Eschdorf und an Pfingsten beim Wolsfelder ADAC Bergrennen in der Südeifel, kassierte Neu jeweils die maximale Punktausbeute. Doch ausgerechnet beim einzigen Lauf zur Berg-Europameisterschaft in Deutschland, am zweiten Juni-Wochenende in Bad Liebenstein am Rennsteig, schlug der „Defektteufel“ unbarmherzig zu. Der um die 240 PS starke Ford Fokus ST 170 hatte sozusagen Karies, das Getriebe machte eine schnelle Weiterfahrt ins Ziel unmöglich und ein Totalausfall war die Folge. Für das Sohn-Vater-Team war dies noch kein Beinbruch, denn das DM-Reglement sieht ein Streichresultat in der Jahresendwertung vor. Weitere technische Gebrechen oder Ausrutscher durfte sich Neu im weiteren Saisonverlauf nun aber nicht mehr leisten. Bei den Bergrennen am Iberg im Eichsfeld, beim Heimspiel Homburger ADAC Bergrennen und in der Rhön beim ADAC Hauensteinrennen lief es anschließend wieder optimal. Drei weitere Klassensieg machte der „Spätzünder“ in Sachen Motorsport klar. Die mehr als 500 km lange Anreise zum nördlichsten Bergrennen der Republik Anfang August in der Nähe von Osnabrück, war dann im nachhinein gesehen der Knackpunkt für Neus Titelambitionen. Schon am Trainingstag machte das Getriebe erneut mucken. Der dunkelblaue Fokus zog eine lange Ölspur hinter sich her und sorgte für eine längere Unterbrechung der Trainingsläufe. […]