Boxengeflüster 07/2016: Wussten Sie schon dass…?

3. Juni 2016

DASS auf der edlen englischen Traditions-Bergrennstrecke von Prescott am 28./29. Mai der originale Benetton B190 Formel 1-Rennwagen, den einst der brasilianische Weltmeister Nelson Piquet zum Grand-Prix Sieg in Suzuka pilotierte, auf der kurzen, engen und permanenten Bergrennstrecke in Action zu bewundern war. Die Demo-Fahrt war ein Programmpunkt des „La vie en Bleu Festivals“ für italienische und französische Oldtimer auf dem Gelände des Bugatti Owners Club in den sanften Hügeln der Midlands. DASS der Hunsrücker KW Berg-Cup Pilot Rainer Schönborn diese Woche für sein 30jähriges Dienstjubiläum gehrt wurde. Der VW Golf-Spezialist ist seit drei Jahrzehnten als „Firefighter“ in Diensten der US-Air Force und für den Brandschutz auf der Air Base im pfälzischen Ramstein zuständig. DASS das von BiD kürzlich vorgestellte Step-1 Projekt des früheren Bergrennfahrers Michael Kerber in dieser Saison noch beim Hauenstein-Bergrennen in der Rhön, sowie beim Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl dem Publikum außer Konkurrenz vorgestellt werden soll. Das nächste Ziel des Engineering Projekts ohne Anspruch auf eine wie auch immer geartete Serienherstellung, ist eine FiA-Zulassung in der Gruppe E2-SC. Ist diese Hürde genommen, sind Teilnahmen an ausgewählten Wettbewerben bei Rundstrecken und Bergrennen angedacht. Entwicklungspartner auf der Fahrerseite ist und bleibt ADAC GT-Masters-Pilot Sven Barth. DASS „Bergrenn-Tausendsassa“ Kevin Ferner bei seiner Heimveranstaltung in drei Wochen am Iberg zu Heiligenstadt, sowie auch Ende Juli beim deutschen Berg EM-Lauf am Glasbach, nur mehr als stellvertretender Rennleiter fungiert. Die Fäden des Rennleiters wird bei den beiden thüringischen Bergrennen erstmals René Trautvetter in Händen halten, nachdem das Mitglied der RSG Altensteiner-Oberland seine Rennleiterprüfung mit Bravour bestanden hat. Kevin Ferner möchte künftig in Sachen Rennleitung etwas kürzer treten um sich künftig anderen Aufgaben widmen zu können. Dennoch wird der Eichsfelder das Saisonfinale in Mickhausen als Rennleiter über die Bühne bringen. DASS mit dem Wallenhorster Michael Schrey, der Rennleiter des FiA und Berg-DM Rennens von Osnabrück am letzten Mai-Wochenende als aktiver Motorsportler den Gesamtsieg beim 24h Classic-Rennen auf Porsche und seinen ersten Klassensieg im Rahmen des 24h-Rennen auf dem Nürburgring im BMW M 235i feiern konnte. Pech hatte hingen KW Berg-Cup Akteur Frank Brügge, der bei den 24h Classic bei widrigen Bedingungen bereits in der dritten Runde, als Leader in der Klasse und auf Rang 33 der Gesamtwertung den VW Golf mit Getriebeschaden abstellen musste.

2017 ist das Jahr der Renaissance des Classic-Berg-Cup

21. Mai 2016

Der Classic-Berg-Cup, die Traditions-Meisterschaft für klassische Tourenwagen und GT im deutschen Bergrennsport wird 2017 wieder aufleben. Die Weichen wurden vom Veranstalterverein Classic-Berg-Cup e.V. frühzeitig gestellt, um die seit 2006 geführte Ehrentafel der CBC-Gesamtsieger und Platzierten in der Motorsportsaison 2017 fortzuschreiben. Als Bestzeit-Rennserie im Rahmen der Läufe zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ist der CBC das Sammelbecken und die Interessengemeinschaft für Besitzer klassischer Tourenwagen nach den ehemaligen Gruppe 1 bis 5 Richtlinien, aus der Homologation herausgefallener Gruppe B, F, N und A-Rennfahrzeuge sowie der Fahrzeuge, die weiter nach dem auslaufenden Gruppe H-Reglement eingesetzt werden sollen. Dazu kommen wie gehabt Tourenwagen und GT-Fahrzeuge nach Anhang K, ab Periode F (1962) bis inklusive H2 (1976). Als Maxime gilt hierbei das Sportgerät möglichst nahe dem originalen Zustand zu belassen. Das heißt: Tourenwagen aus den Baureihen, deren Produktionsbeginn einschließlich im Jahr 1995 liegt. Nicht zuletzt auch aus Kostengründen bestehen die CBC-Richtlinien auf manuelle 5-Gang H-Schaltungen (serienmäßige 6-Gang-H-Schaltungen sind erlaubt) und auch die Motoren samt Gemischaufbereitung müssen der gleichen Baureihe wie der des Fahrzeuges entsprechen oder seinerzeit homologiert gewesen sein. Außer serienmäßiger Elektronik ist keine weitere oder zusätzliche Elektronik erlaubt. Elektronische Fahrhilfen müssen deaktiviert werden. Vierventil-Motoren und Turbolader sind erlaubt, wenn diese serienmäßig verbaut wurden. GFK-Teile als Ersatz für nicht mehr erhältliche bzw. schwierig zu beschaffende Blechteile (Motorhaube, Türen, Kotflügel  vorne, Heckdeckel) sind erlaubt. Daraus folgendes Untergewicht muss sodann mit Ballast bis zum Mindestgewicht ausgeglichen werden. Der Ballast ist dort anzubringen, wo das Gewicht entfernt wurde. Kunststoffscheiben laut DMSB-Reglement sind erlaubt. Die Lichtanlage darf nicht durch Kunststoffattrappen ersetzt werden. Gegen das Wettrüsten zielen auch die ausgeklügelten Mindestgewichte. Bis zur Hubraumgrenze 1300 ccm sind das 600 kg. Bis 1600 ccm Hubraum gelten 690 kg. Zwei-Liter Fahrzeuge müssen mindestens 780 kg auf die Waage bringen und Autos mit mehr als 2000 ccm Hubraum Minimum 900 kg. Interessenten und Neueinsteiger in den Classic-Berg-Cup 2017 werden gebeten frühzeitig den Kontakt mit dem CBC-Vorstand zu suchen. Ein Flyer mit allen Informationen wird ab dem Ibergrennen Ende Juni bei den restlichen Bergrennen verteilt werden. Alle Infos auch via www.classic-berg-cup.de

Boxengeflüster 06/2016: Wussten Sie schon dass…?

5. Mai 2016

DASS der 25jährige Sauerländer Fabian Rath derzeit Besitzer zweier Opel Kadett C-Renntourenwagen ist. Das über den Winter erworbene ex-Michael Wensorra 16V-CQP ist momentan noch in Lauerstellung und soll ab dem Ibergrennen Ende Juni das gelb-blauen 8V-CQP ersetzten. An die Performance des ehemaligen, sozusagen RISSE-Werksautos, das zuletzt Henning Göbel gehörte und zeitweise Holger Hovemann während der Bauphase seines V8-Kadetts fuhr um in Form zu bleiben, will sich der junge KW Berg-Cup Pilot behutsam herantasten. Bis zum Ibergrennen sind die letzten Anpassungen, wie die Modernisierung von Gurten und Sitz, sowie die vorerste Rücknahme der Motordrehzahlen fertiggestellt. DASS der junge Belgier Andy Heindrichs beim Saisonauftakt beim Bergpreis Schottenring schon am Freitag im Rahmen der Test- und Einstellfahrten ein „Big Moment“ hatte, und dass noch nicht einmal auf der Rennpiste. Dem Sieger der KW Berg-Cup Youngster-Wertung 2015 wurde es auf der Zufahrt in den Startbereich plötzlich trotz der spätwinterlichen Kälte doch recht heiß, als sein Opel Corsa 16V Feuer fing. Schnelle Hilfe war jedoch nicht weit. Die GLP-Teams von Manfred Pape und Daniel Null sowie Jan-Philip Rinne aus der Mannschaft von Herbert Stolz, waren sofort zur Stelle und konnten einen größeren Schaden verhindern. DASS die lebende Luxemburger Motorsport-Legende Leon Linden auch 2016 in seinem Dallara Formel 3 um die heimische Bergmeisterschaft fahren wird. An diesem Wochenende beim Hill Race Eschdorf, wird der 77-jährige sein genau 679. Rennen absolvieren. Der Pesionist der Luxemburger Eisenbahn befindet sich nun im 55 Jahr seiner Motorsportkarriere. DASS am 11. April 2016 der langjährige Bergrennteilnehmer Josef Wölfl nach langer schwerer Parkinson-Krankheit verstorben ist. Josef Wölfl war 62 Jahre alt. Der Pilot des MSC Wiesau war in den 1980ern und Anfang der 90ern zuerst in einem Formel Ford 1600, später mit einem Formel Ford 2000 am Berg sehr erfolgreich.

Antriebswellenbrecher am Iberg glattgebügelt!

19. April 2016

Der Frühling kommt, und die Baumaschinen rollen wieder, so wie vor wenigen Tagen auf dem Holzweg von Heilbad Heiligenstadt, dem Austragungsort des ADAC Ibergrennens, dass alljährlich Ende Juni stattfindet. Die zuständige Straßenbaubehörde wertete die Bergstraße auf die Elisabethhöhe kürzlich zur Landesstraße auf und konnte so Fahrbahnsanierungen an einigen Stellen vornehmen. Von staatlicher Seite angenommen wurde sich den berüchtigten Bodenwellen im langgezogenen Linksbogen vor Posten 8, der zwischenzeitlich als „Antriebswellenbrecher“ unter den Rennfahrern berüchtigt war. Weitere Instandsetzungsarbeiten folgten zum Beispiel auf der kurzen Gerade nach der Haarnadelkurve (Standplatz Feuerwehr), sodass nun wieder allerbeste Bedingungen in Sachen Asphaltbeschaffenheit vorherrschen.

Werkstatt-Report #19: Premiere des Neuen am heimischen Iberg

5. April 2016

In einer neuen Symbiose wurden über den Winter die Gegner von der Bergrennstrecke zu Technikpartner und Freunden in der Werkstatt. Seit Ende 2015 besitzt der Heiligenstädter Sascha Herz einen zweiten Dallara Formel 3, jetzt ein Modell F302 mit Opel-Triebwerk. Mit dem zweifachen Deutschen Bergmeister und Formel 3-Experten Frank Debruyne, hat Herz zwischenzeitlich Hilfe beim Auf- und Umbau seines neuen Renngeräts bekommen. Beide wollen voneinander profitieren und so Zeit und Geld sparen. Wie der nebenbei passionierte Feuerwehrmann erläutert, ist sein neues Rennfahrzeug ganz ähnlich dem Renner von Frank Debruyne, der ein F303-Modell fährt. „Mein Fahrzeug ist ein Modell aus 2002 mit Ausbaustufe des Jahres 2004. Allerdings stammen die Aerodynamik vom 2005er Auto und das Getriebe sowie die Doppel-Dämpfer-Vorderachse vom 2008er Typ. Größter Unterschied zu einem normalen Formel 3, ist die in Zusammenarbeit mit der Firma Comfort Electronic Raulf entstandene Motorelektronik, welche über Features wie Traktionskontrolle, Launchcontrol und Powershift verfügt. Einige dieser Details werden sich ab diesem Jahr auch bei Frank Debruynes Formel 3 wiederfinden. Ich hoffe dass wir dieses Jahr noch viel zusammenarbeiten werden. Geplant ist die Fertigstellung des Fahrzeugs in den nächsten zwei Wochen. Nach erfolgreichem Abstimmen auf dem Prüfstand und einigen Testfahrten auf der Rundstrecke ist der erste geplante Einsatz bei meinem Heim-Grand-Prix Ende Juni am Iberg. Mein verwaister Formel 3, vom Typ Dallara F393 wird sobald der neue Opel-Spiess-Motor fertig ist an meinen Heiligenstädter Motorsportkameraden Gerhard Dietrich vermietet“. In einer Ecke der Herz´schen Werkstatt finden sich zudem weitere Projekte. „Ansonsten ist bei mir über den Winter ein VW Golf 2 Rallye mit Kompressor und ein Alfa Romeo 155 Integrale STW, mit Motor und Allrad-Technik von Lancia, entstanden. Das in 2015 mit meinen Rennmechaniker begonnen VW Golf Diesel Projekt hat die Tage zum ersten mal wieder Tageslicht gesehen und wird, wenn auch mit Verzögerung weiter geführt. Den Rallye-Golf G60  würde ich gerne verkaufen“.

Deutscher E-Berg-Cup expandiert weiter

28. März 2016

Der 4. E-Mobil-Berg-Cup um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück am 6./7.August 2016 im Rahmen des 49. Int. Osnabrücker Bergrennens „Cars&Fun“ hat einen besonderen Stellenwert. In dem Wettbewerb findet gleichzeitig der 4. und letzte Lauf des 2. Deutschen E-Berg-Cups statt, der in diesem Jahr erstmals aus vier Rennen besteht. Besser hätte die Terminplanung für die Organisatoren des 4. E-Mobil-Berg-Cups auf der 2,030 km langen Berg-Sprintstrecke des Uphöfener Berges im Osnabrücker Land nicht laufen können: Wenn am 6. und 7. August wieder knapp 30 Fahrzeuge, die ausschließlich elektrisch oder mit Hybridtechnik angetrieben werden, den Asphalt unter ihre Räder nehmen, geht es nicht nur um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück und Pokale in den einzelnen Leistungsklassen. Mit dem 4. Wertungslauf zum 2. Deutschen E-Berg-Cup wird am ersten Augustwochenende auch das Finale dieser für seriennahe Elektro-und Hybridfahrzeuge ausgeschriebenen nationalen Meisterschaft bestritten. Obwohl die Strecken der einzelnen Läufe sicherlich unterschiedlich sind, so ist doch eines allen gemein: Die Wertung zielt nicht auf die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ab, sondern es wird eine Chancengleichheit durch die Erzielung der größtmöglichen Gleichmäßigkeit innerhalb der Läufe einer Veranstaltung erreicht. „Das bedeutet im Klartext, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, egal mit welcher Leistung unter der Haube, den Cup gewinnen können“, ist Bernd Stegmann, Organisationsleiter des Osnabrücker Bergrennens und Mitinitiator des 2. Deutschen E-Berg-Cups gespannt, wer Nachfolger des letztjährigen Gesamtsiegers Peter Schaar, Opel Ampera, wird. Im jeweils ersten Wertungslauf setzen die Teilnehmer ihre Richtzeit und die jeweiligen zeitlichen Abweichungen in den Folgeläufen werden addiert und bilden die Wertungsgrundlage. Los geht es am 21. Mai auf der spektakulären Rundstrecke am „Bilster Berg“ in der Nähe von Bad Driburg bei der 2. Auflage des dortigen E-Berg-Cups. Der 4,2 km lange Natur-Rundkurs, der maßgeblich von Rallye-Legende Walter Röhrl mitentwickelt worden ist, verlangt den Piloten der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben fahrerisch alles ab. Der 2. Meisterschaftslauf wird dann am 25. und 26. Juni im thüringischen Eichsfeld im Rahmen des traditionellen Ibergrennens im Heilbad Heiligenstadt auf der dortigen legendären Bergrennstrecke durchgeführt. Erstmals wird auch die anspruchsvolle Strecke zwischen Ottbergen und Bosseborn im Rahmen des 6. ADAC Weser Bergpreis Höxter Revival Schauplatz eines Starts der E-Mobil-und Hybrid-Automobilsportler. Schon zwei Wochen später geht es danach zum Finallauf und vor zigtausend Besucher  erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine phantastische Atmosphäre beim „Cars&Fun“ 49. Int. Osnabrücker Bergrennen, bei der dann auch die Sieger und Platzierten ermittelt werden. Die Ausschreibung und weitere Informationen zu den einzelnen Läufen gibt es unter www.msc-osnabrueck.com. Noch attraktiver soll in diesem Jahr das Fahrerlager der E-und-H-Fahrzeuge im großen E-Mobil-Zelt der Stadtwerke Osnabrück werden. Ein neuer […]

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