Die neue Organisationsleitung des Ibergrennens steht

16. August 2017

Auch im kommenden Jahr kommen Rennfahrzeuge nach Heiligenstadt! Kurz nach dem 22. Ibergrennen vom letzten Juni-Wochenende stand fest: Hermann Ludolph tritt als Organisationsleiter des Ibergrennens zurück. Bereits am Rennwochenwende machte das Gerücht seine Runde und nur Eingeweihte wussten es hier schon sicher: Hermann Ludolph macht Schluss. Ein neuer Organisationsleiter wurde gebraucht, aber auch einer, der Erfahrungen im Motorsportleben mitbringt. Eine Anforderung, die nicht leicht zu erfüllen war. Immerhin sind die Fußstapfen des Vorgängers groß und sein Wirken prägte die vergangenen Jahre auf dem Holzweg. Ebenso spielt das zunehmend Professionelle des Internationalen Renngeschehens eine immer mehr prägnantere Rolle – im Amateurrennsport eine große Herausforderung. Anfang Juli berieten Rennleitung und Vorstand des MC im „Forsthaus Kellner“ Nahe Heilbad Heiligenstadt im Kreis sitzend das Problem. Nicht ohne Grund wurde dieser Ort gewählt, ist das Forsthaus doch auch alljährlich Wendeschleife beim Ibergrennen. Wenden bedeutet kein Ende. Das sollte auch das Ergebnis dieses Abends sein. Vier junge Sportfreunde erklärten sich bereit. Sie baten um vier Wochen Zeit, um ein Konzept für die Zukunft des Bergrennens im Norden Thüringens zu erstellen. Anfang August war es dann soweit. Die neue Rennleitung mit einer Orga-Leitung aus vier motivierten jungen Sportfreunden, gestützt von den Erfahrenen, strebt voller Energie das 23. Ibergrennen im Juni 2018 an. Vieles war und ist zukünftig zu bewältigen: Bewährtes mitnehmen, Neues hinzufügen und in der Praxis durchführbar machen. Somit ist aktuell die erste „Kuh“ des Deutschen Bergrennsports vom Eis! von Jörg Hübsch

Foto-Galerien von Wolsfeld über Glasbach bis Iberg online!

2. Juli 2017

Der Juni war nicht nur hart für zahlreiche Berg-Piloten, sondern auch für so machen Pressevertreter. Drei Bergrennen in nur vier Wochen waren zu bewältigen und zu verarbeiten. Wir haben etwas nachsitzen müssen, doch jetzt sind die Foto-Galerien aus Wolsfeld, Glasbach und vom Iberg online! Zu sehen gibt es wie immer Rennaction und natürlich Impressionen.

KW Berg-Cup Feld zeigte starke Leistungen am Iberg

28. Juni 2017

Das mit den echt starken Leistungen lässt sich übrigens problemlos auch auf die Organisatoren vom MC Heilbad Heiligenstadt und ihre Helfer übertragen. Denn beim „22. Int. ADAC Ibergrennen“ klappte am 24. und 25. Juni alles wie am Schnürchen. Das beginnt mit dem bestens durchgeplanten Fahrerlager mit dem ganz besonderen Flair seiner Lage mitten im Zentrum der 17.000-Einwohner-Stadt. Wo reichlich Platz für die Aktiven vorhanden war, was leider auch mit dem Fernbleiben einiger erwarteter Fahrer zusammenhing. Fehlende Teile und/oder Schäden bei den Veranstaltungen zuvor waren die am häufigsten gehörten Begründungen dafür. So nahmen dann 115 Teilnehmer am Samstag das Training auf, das genauso wie das Rennen am Sonntag auf die Minute pünktlich begann. Die vier Übungsauffahrten waren knapp nach 17:00 Uhr beendet, das aus Sicherheitsgründen auf drei Läufe verkürzte Rennen sogar fast eine Stunde eher. Fast nahtlos schloss sich die Siegerehrung im Fahrerlager an, der Berg-Tross konnte seine Heimreise aus dem nordthüringischen Eichsfeld erfreulich frühzeitig antreten. Auch Petrus war den Heiligenstädtern freundlich gesonnen, am Samstag präsentierten sich die für das Ibergrennen genutzten 2,05 Kilometer des „Holzweges“ bei moderaten Temperaturen dauerhaft trocken. Nur am Sonntag gab es eine kurze Einmischung von oben, als unmittelbar vor dem Ende von Lauf zwei ein kurzer Regenschauer niederging. Gerade ausreichend, um in einigen Klassen leicht korrigierend ins Endergebnis einzugreifen. Wie die starke Abordnung der KW Berg-Cup’ler davon betroffen war, das wollen wir uns nun wie immer gemeinsam anschauen, beginnend mit dem NSU-Bergpokal. In dessen Trainingssitzungen gibt Steffen Hofmann (TP1) den Ton an. Karsten Steinert setzt die zweitbeste Zeit, kämpft aber mit nachlassender Motorleistung und muss noch vor dem letzten Übungs-Heat aufladen. Dieses Schicksal trifft auch Leo Rabus, bei seinem TT versagt der Hallgeber. Uwe Schindler beendet den Samstag auf der Drei, Vierter ist Thomas Krystofiak. Der hat allerdings an seinem „Langschnauzer“ 1200 C Trouble, das Getriebe muckt. Aber Thomas kann im Rennen dabei sein. Die Übungs-Fünf ist am Iberg die Angelegenheit von Mike Vogel. Am Sonntag sind die endgültigen Positionen schon in Auffahrt eins relativ klar gefunden, Verschiebungen finden nicht mehr statt. Also steigt Steffen Hofmann (P1) auf die oberste Stufe des Siegerpodestes. Er wird flankiert von Uwe Schindler als Zweitem und Thomas Krystofiak als Drittem. Mike Vogel beendet seinen Iberg-Trip als Vierter, Roman Szott tut dies als Fünfter. Bei den stark verbesserten Tourenwagen (TW) der gemeinsam gewerteten Fzg.-Gruppen H, FS und E1 bis 1150 Kubikzentimeter setzt Thomas Stelberg im VW Schneider Polo Coupé 16V die Übungs-Topzeit. […]

Der Himmel über dem Iberg war nicht gerecht

26. Juni 2017

Der Hochsommer legte am letzten Juni-Wochenende eine Pause ein, was dem MC Heilbad Heiligenstadt, dem Ausrichter des ADAC Ibergrennens, wohl ganz gut in die Karten spielte. Die Temperaturen waren erträglich, so zog es die Menschen nicht ins Freibad oder an den nahen Stausee Birkungen, sondern an die 2.050 Meter lange Bergrennrennstrecke auf dem Holzweg. Die 85 Mitglieder des MCH, mit dem nicht nur mit Wortwitz gesegneten Organisationsleiter Hermann Ludolph an der Spitze, leisten im Vorfeld ganze Arbeit, sodass das Rennwochenende in geregelten Bahnen ablaufen konnte. Ludolph möchte in Zukunft in der Organisation des Rennens kürzer treten, sodass sich dadurch personelle Änderungen beim Ibergrennen zwangsläufig ergeben. Wie es auf diesem so wichtigen Posten weitergeht, steht derzeit nicht fest. Doch zurück in die Gegenwart. Feucht wurde es über die drei Veranstaltungstage nur für zwei kurze Momente. Einmal bei der abschließenden Siegerehrung als die drei Erstplatzierten Uwe Lang, Peter Behnke und Reto Meisel die obligatorische Sektdusche veranstalteten und, was leider seine Spuren im Klassement hinterließ, mit einem kurzen Regenschauer zum Ende des zweiten Wertungslaufs. Der Sieger der 22. Auflage des Ibergrennens hieß, zum dritten Mal in Folge Uwe Lang in seinem Osella PA 20S BMW Evo. Der Schweinfurter fuhr nahezu auf dem gleichen zeitlichen Level als im Vorjahr. Mehr als eine Sekunde zog der vierfache Deutsche Bergmeister der Konkurrenz pro Lauf davon. Da waren die Fronten schnell geklärt. Peter Behnke, dessen Tatuus Honda Formel Master diesmal defektfrei schnurrte wie ein Kätzchen, hatte sich noch im ersten Durchgang mit Formel 3-Pilot Frank Debruyne im CR-Racingteam Dallara Opel F303 eine „enge Kiste“ geliefert, aber schlussendlich einfach mehr Wetterglück. Besagtes Wetterglück hatte Frank Debruyne im zweiten Durchgang als einziger des 108 Fahrer starken Feldes nicht. Eigentlich hätte der Regenschauer genau in der Rückführungspause eingesetzt, doch der Unfall von Hans-Peter Wiebe mit anschließender Bergung des Renault Laguna, ließ die Fahrer der offenen Rennwagen zittern. Als es immer dusterer wurde und der Wind auffrischte schafften es die allermeisten noch trockenen Fußes ins Ziel. Georg Lang, der als Vorletzter in der Startreihenfolge im Tatuus Formel Renault losfuhr erwischte es auf den letzten Metern. Eine Sekunde Zeitverlust war da noch verkraftbar. Doch Frank Debruyne hatte ab der Mitte der Strecke auf Sliks mit einer regennassen Piste zu kämpfen und büßte rund fünf Sekunden ein. Damit war für Debruyne die Wiederholung des zweiten Gesamtrangs aus dem Vorjahr außer Reichweite, zumal aus zeitlichen Gründen der vierte Rennlauf gestrichen werden musste. Der Badener […]

Werkstatt-Report #27: Aufrüstung in der Formel 3

1. Juni 2017

Ende letztes Jahr konnte der Heiligenstädter Formel 3-Pilot Sascha Herz unter beratender Hilfe von Frank Debruyne, ein bis auf die letzte Schraube zerlegtes Formel 3-Fahrzeug erwerben. Dieses ist erneut ein italienisches Dallara-Modell, jedoch vom Baujahr und den Nachrüstsätzen her ein aktuelleres Modell als Saschas bisheriger F302. Das erstandene Fahrzeug ist größten Teils, obwohl aus dem Baujahr 2005, mit Technik und Aerodynamik des 2011er ausgestattet. Motorisiert ist das Ganze von einem Opel-Spiess, einem sogenannten „Challenge-Motor“. So verfügt es weiter über ein aktuelles Drexler Getriebe, das modernste was SACHS an Stoßdämpfern zu bieten hat und aerodynamische Bauteile die nicht der Serie entsprechen. Die standartmäßige Bosch-Elektronik wurde durch eine KMS Steuerung  mit AIM-Formellenkrad  und weiteren Features ersetzt, welchen Part Saschas neuer Sponsor CER (Comfort-Elektronik-Raulf) übernahm. „Das so ein kompletter Neuaufbau auch seine Tücken hat, bekamen wir Mitte April auf dem Leistungsprüfstand zu spüren. Getriebeprobleme waren dort nur der Anfang. Nach dem wir eine Leistungssteigerung von 10% gegenüber der Serie erreicht hatten, kam es zu einer heftigen Fehlzündung beim Starten welche den Anlasser in seine Bestandteile zerlegte. Dieser ist vom Hersteller natürlich nicht sofort lieferbar“, so Herz. „Nun musste ich als gelernter Werkzeugmacher selbst ran. Das heißt, es lieft alles weiter“. Am kommenden Pfingst-Wochenende wird der Reißverschluss-Fabrikant noch ein mal mit dem älteren F302-Modell an den Start gehen. Letzte Teilelieferungen in Sachen Anlasser sind für die kommende Woche angekündigt, sodass ein Start beim Glasbachrennen am zweiten Juni-Wochenende mit dem F 2005/11 fest eingeplant ist. Ein für Mitte Mai geplanter Test im Mai fiel dem Anlasserproblem zum Opfer. Die Abstimmung des Fahrwerkes, verbunden mit späteren Renneinsätzen legt Herz in die erfahrenen Hände von Frank Debruyne, der letzten Winter schon zahlreiche Stunden am Fahrzeug verbracht hat. „Geht unser Plan auf, bringen wir den aktuell modernsten Formel 3 am deutschen Berg an den Start, welcher mit seiner Motorleistung alle baugleichen Formel 3 in den Schatten stellt, das verspricht uns CER“, freut sich der Thüringer weiter. Beim Osnabrücker Bergrennen Anfang August wird dann Herz Motorsport mit beiden Formel 3-Rennen antreten, so wie es auch zuvor am heimischen Iberg mit Gerhard Dietrich geplant ist. Bernd Könemann, einer der „Berg-Legenden“ aus den 1980er Jahren, hat sich bereits das Cockpit des weißen Dallara F302 Opel-Spiess für den FiA-Lauf im Osnabrücker Land angemietet. Die älteren Bergrennfreunde werden den Verkaufsleiter aus Porta Westfalica sicherlich von seinen Einstätzen im Team von Herbert Stenger und den Rostek-Brüdern her kennen. Könemann für damals Formel V, Gruppe […]

Werkstatt-Report #26: Formel 3000-light mit Schweden-Power

14. April 2017

Franz Seitz und sein Sohn Florian Hartmann gehen gern ungewöhnliche Weg und verfolgen nicht alltägliche Ideen. Die Auslobung der neuen „Race and Fun Challenge“, wo bekanntlich der jeweilige Zweitplatzierte der Rennwagenklasse bis 2-Liter Hubraum, Pokal und Preisgeld abstaubt, ist nur ein Beispiel. Bezahlbarer Motorsport, bei maximalem Spaßfaktor war schon immer die Maxime des Familien-Teams aus dem Schwabenländle. So reifte nach und nach die Idee in einem Formel 3000-Chassis einen unkomplizierten und kostengünstigen, aber dennoch PS-starkes Triebwerk zu verbauen. Lange suchten die Beiden nach dem idealen Motor für ihr Vorhaben. Schlussendlich wurde man in Schweden fündig. Ein, im Rallyecross-Sport häufig verwendeter Volvo-Motor, der dank seines massiven Blocks mühelos auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wird, fiel dem Team Seitz bei Internetrecherchen auf. Der Reihen-4-Zylinder mit Vierventilkopf wurde in Skandinavien geordert und quasi als Weihnachtsüberraschung kurz vor den Festtagen 2016 geliefert. Aus Kostengründen verzichtete man bewusst auf ein V8-Aggregat und hat dennoch 390 PS bei 360 Newtonmeter zur Verfügung. „Das Drehzahlband wollen wir vorerst nur bis 8.000 Umdrehungen nutzen, es geht aber mehr“, erläutert Franz Seitz. Während der Wartezeit auf den Motor widmete man sich in Rutesheim-Perouse dem Reynard-Chassis vom Typ 88D. Der Formel 3000 stammte ursprünglich vom Paul Stewart Team aus England und wurde anschließend, zwischen 1992 und 1999 vom Grazer Norbert Binder in der Berg ÖM gefahren, jedoch auch nicht mit dem etatmäßigen V8-Motor, sonder mit einem BMW. 1998 fanden Fahrer und Fahrzeug sogar den langen Weg zum Osnabrücker Bergrennen, das damals zum Österreichischen Mobil-Berg-Cup zählte. Das allererste Rollout vor einer Woche beim Testtag auf dem Flugfeld in Lahr verlief zufriedenstellend. „Die Stromversorgung via Batterie war zu knapp bemessen, wir werden eine Lichtmaschine einbauen, dann wird die Zündung rund laufen. Unser Reynard 88D Volvo 16V ist sehr gutmütig fahrbar, das können wir auf jeden Fall schon sagen“. Aus beruflichen Gründen musste die anvisierte Premiere beim Hillrace in Eschdorf verworfen werden. Somit arbeitet man nun auf die Jungfernfahrt am 24./25. Juni am Iberg in Heiligenstadt hin. Weiter möchte das Vater-Sohn-Gespann noch nicht denken. Klappt der erste Renneinsatz, sind weitere Läufe im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft geplant.

Gewichtsprobleme im Hochsommer

23. Januar 2017

Wie sich schon in der Vergangenheit gezeigt hat, sind die Örtlichkeiten beim Ibergrennen von Heiligenstadt geradezu prädestiniert für eine Wägung der Rennfahrzeuge durch die DMSB-Kommissare. Auf die Einhaltung der Gewichtslimits in den einzelnen Kategorien zu achten, ist am Iberg schon zu einer kleinen Tradition geworden. Auch im vergangen Juni bot das Gelände der Straßenmeisterei, direkt angrenzend an die Startgerade, ideale Voraussetzungen. Angeboten wurden am Trainingstag zwei freiwilligen Wägungen, bevor am Renntag die Sportkommissare die Fahrerinnen und Fahrer stichprobenartig mit ihren Rennwagen auf die DMSB-Waage baten. Hier wurden durch die DMSB-Offiziellen bereits auf den Tag genau sechs Monate vor dem Weihnachtsfest einige Gewichtsprobleme festgestellt, dies aber weniger bei den Aktiven selbst, sondern bei deren Rennfahrzeugen. Hierzu wurden zwischenzeitlich vom DMSB-Sportgericht die Urteile gesprochen. Mit nur ganzen 4 kg Untergewicht geriet Gruppe F-Pilot Ralf Orth ins Visier der Obrichkeit. Bei der freiwilligen Wägung am Vortag waren es noch 20 kg, die am oder im BMW 320 is  fehlten. Bei der Aufrüstung mit Zusatzgewichten machten die Orths jedoch einen Fehler, wobei das geringe Untergewicht zustande kam. Durch die Suspendierung von allen nationalen und internationalen Veranstaltungen bis Ende Oktober 2016, gingen dem Mann aus der Südeifel aussichtreiche Positionen im Berg- und Slalomsport verloren. Schlimmer erwischte es die Rennlady Sabine Röck. Nach Abzug entsprechender Toleranzen wurden am VW Golf Turbo der Allgäuerin ein Untergewicht von 33 kg festgestellt und an Ort und Stelle ein Wertungsausschluss verfügt. Wie sich später herausstellte hatte man beim Team Röck, bei den Umbauarbeiten im letzten Winter, nicht die Auswirkungen auf das Fahrzeuggewicht bedacht. Das ersetzten einen Schaltgetriebes durch eine sequentielles Getriebe und der Ausbau der Hebeanlage, fielen dann doch ins Gewicht. In Anbetracht des eklatanten Gewichtsunterschiedes wurde eine Sperre bis zum 31. Mai 2017 vom Sportgericht verhängt. Ebenfalls im Rahmen des Ibergrennens wurde der Südhesse Francesco D‘ Acri wegen eines fehlenden Katalysators am Elia-Sportwagen von der Wertung ausgeschlossen und bis zu Jahresende 2016 von allen nationalen und internationalen Veranstaltungen suspendiert. Der Betroffene hat sich vor Ort geäußert, dass er noch bis einen Tag vor der Veranstaltung an seinem Rennfahrzeug gearbeitet hat und er die Zeit nicht mehr hatte, den Katalysator einzubauen. Nach einer ersten Kontrolle, so D’Acri weiter, habe die Zeit zwischen dem 1. und 2. Lauf nicht ausgereicht um den Katalysator nachzurüsten.

Bergrennen in Deutschland 2016 – Ein Zwischenbericht

29. Juni 2016

Die Pflanze Bergrennsport gedeiht nach wie vor üppig. Zuwendung und Pflege von Seiten der Veranstaltervereine, Medien, Aktiven und nicht zuletzt des DMSB Fachausschuss Bergrennen tragen Früchte. Die Gattung Tourenwagen blüht in allen Farben und Formen vor allem in den sechs Hubraumklassen der Gruppe E1 und der Gruppe A/F, hier besonders in der 2-Liter-Klasse. Bei den Rennsportfahrzeugen, mit ihren Formelrennwagen und Sportprototypen  ist der „grüne Daumen“ seit Jahren nicht so ausgeprägt. Gerade im internationalen Vergleich sind die Top-Fahrer und Fahrzeuge dieser Spezies hierzulande dünn gesät. Im Hinblick auf das zweite FiA Hillclimb Masters am 8./9. Oktober 2016 im tschechischen Sternberk Ecce-Homo fallen die Medaillenchancen somit äußerst gering aus. Als zusätzlichen Dünger wurde zur Saison 2016 von Seiten des Fachausschuss Berg der neue DMSB Berg-Cup untergemischt. Erstmals werden in dieser Meisterschaft Titelträger in den Gattungen Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge separat gesucht. Die Punktezuteilung erfolgt, wie einst in der Berg-Meisterschaft nach dem Veranstaltungs-Gesamtergebnis der beiden Divisionen. Dafür wurde die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft etwas zurück geschnitten. Ab sofort wird es nach den zehn Veranstaltungswochenende nur noch einen nationalen Meister des Bergrennsports geben. Wertvolle Zähler werden hierzu in den jeweiligen Hubraumklassen zugeteilt. Die neu gestaltete Meisterschaft ist somit ein „Chancengeber“ für alle die, die in ihrer Klasse regelmäßig um den Sieg mitfahren, ganz egal ob in der Gruppe N, A, E1 oder in den E2-Rennwagen-Kategorien. Spannung und Action steigen und der Titelkampf wird somit auf wesentlich mehr Schultern verteilt, als in der Vergangenheit. Das zarte Pflänzchen DMSB Berg-Team-Cup ist nach einigen Anfangsschwierigkeiten mittlerweile zu einem bunten Strauß herangewachsen. Im dritten Jahr seiner Durchführung kann mit acht Teams und 32 Fahrerinnen und Fahrern ein Rekord-Einschreibeergebnis vermeldet werden. Beispielhaft voran ging hier der MSC Osnabrück, der als Veranstalter des Osnabrücker ADAC Bergrennens am ersten August-Wochenende, die Initiative ergriff und gleich zwei Mannschaften, sortiert nach Sportwagen und Tourenwagen, zusammenstellte und ins Rennen schickt. Hier sind die Möglichkeiten der Teambildung für die Zukunft mannigfaltig und lässt noch einiges erwarten. Dass es in Deutschland interessante und sichere Bergrennstrecken gibt und viele Veranstalter von Läufen der Deutschen Berg-Meisterschaft für eine tolle Atmosphäre und das gewisse Flair bei ihrem Event sorgen, dass gestemmt ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften, hat sich mittlerweile bis auf die britischen Inseln herum gesprochen. Immer wieder kommen einige Bergspezialiten, wie zum Beispiel Keith Edwards mit seinem spektakulären Audi Sport Quattro S1 in Pikes Peak-Ausführung (Foto mitte),  über den Ärmelkanal und bereichern hierzulande die Teilnehmerfelder. In der laufenden Bergsaison stehen zehn Meisterschaftsläufe […]

Iberg: Top-Rennsport des KW Berg-Cup bei Top-Veranstaltung

28. Juni 2016

Bevor es soweit war galt es allerdings einige Wetterkapriolen zu überstehen. Sturm und Regengüsse am Freitagabend, zweimal Nässe von oben auch während der vier Trainingssitzungen am Samstag, im Anschluss daran erneut Starkregen. Aber danach hat Petrus ein Einsehen, lässt den Rennsonntag sonnig beginnen, die 2,050 „Holzweg“ Kilometer präsentieren sich so stets trocken. Ansonsten ging beim „21. Int. ADAC Ibergrennen“ alles relaxt und in der gewohnt angenehmen Iberg Atmosphäre über die Bühne. Alle angesetzten Läufe konnten durchgezogen werden, ein jeweils superpünktlicher Beginn legte den Grundstein dazu. Den Rest steuerte die perfekte Arbeit der Helfer sowie die routinierte Organisation der Macher des MC Heilbad Heiligenstadt bei. Der flüssige Ablauf ermöglichte trotz der insgesamt 135 Starter einen jeweils frühen Feierabend, der am Samstag reichlich Zeit für die nötigen Vorbereitungen der Boliden für das Rennen ließ. Und obendrein zur Nutzung der vielen Annehmlichkeiten des einmaligen Innenstadt-Fahrerlagers, inklusive dessen Gastronomie. Der spezielle Iberg-Drive setzte sich auch bei der Siegerehrung fort, die zum Zeitpunkt des Anstoßes des Fußball Länderspiels Deutschland gegen die Slowakei bereits beendet war- schneller geht es wohl kaum mehr. Und so reiste die Mehrzahl der Teilnehmer sicher hochzufrieden aus dem nordthüringischen Eichsfeld ab. Vielleicht abgesehen von denjenigen, die ungebeten Besuch von der ungeliebten Defekthexe erhielten. Ob da KW Berg-Cup’ler dabei waren und wer in den beiden Rennserien des Berg-Cup e.V. am Iberg besonders erfolgreich war, das wollen wir uns nun hier und jetzt gemeinsam Klasse für Klasse anschauen. Der NSU Bergpokal glänzt mit 14 Startern, das ist Saisonrekord. In 1:13,052 setzt Rückkehrer Jörg Höber die schnellste Übungszeit, gefolgt von Karsten Steinert auf Trainingsposition (TP) zwei. Frank Kleineberg ist Dritter, auf der Vier taucht Jörg Davidovic auf, als Fünfter meldet sich Uwe Schindler. Alle genannten Herrschaften liegen in einem Zeitfenster von 1,051 Sekunden zusammen, das unterstreicht die Leistungsdichte der Luftgekühlten. Den besten Rennstart erwischt Jörg Davidovic, er stürmt an die Spitze. Aber Karsten Steinert (P2) benötigt lediglich 108 Tausendstel mehr für die erste Auffahrt, liegt im Windschatten der Startnummer 519. Auf den Rängen drei bis fünf haben sich Jörg Höber (P3), Frank Kleineberg (P4) sowie Uwe Schindler als Fünfter formiert. In Heat zwei drückt Karsten Steinert seine eigene Vorgabe um mehr als eine halbe Sekunde nach unten, während Jörg Davidovic etwas langsamer wird. Damit liegt Karsten Steinert vorne. In der Folge verteidigt er seine Führung souverän, fährt zum Sieg. Jörg Davidovic beendet den Wettbewerb als Zweiter, die Positionen drei bis fünf haben sich seit […]

Iberg: Gewichtiger Gesamtsieg für Uwe Lang

27. Juni 2016

Das letzte Juni-Wochenende bot den am Bergrennsport Interessierten eine Fülle von hochkarätigen Veranstaltungen, quasi über den Globus verteilt. In den USA siegte beispielsweise Porsche Werksfahrer Romain Dumas im Norma-Sportwagen am weltbekannten Pikes Peak. In der Schweizer gewann Eric Berguerand den zweiten SM-Lauf von Reitnau. Dazu wurde in La Broque im Elsass um Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft gefahren und der Österreichische Bergrallye-Cup machte Station in Naas bei Weiz. Ebenfalls zur Spezies der Bergrennen kann man das einzigartige Festival of Speed im englischen Goodwood bezeichnen, das ebenfalls traditionell am vergangenen Wochenende stattfand. Last but not least versammelte sich am Iberg in Thüringen die Deutsche Bergelite und stellte sich am Ortsausgang von Heilbad Heiligenstadt dem Starter. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren war der Ablauf des Rennens auf dem Holzweg beispielgebend für die Deutsche Bergmeisterschaft. Vier Läufe reibungslos durchzubringen und dann noch bereits um kurz nach 17 Uhr alle Pferde in den Stall getrieben zu haben, sprich das Rennen abzuschließen, kann als Idealzustand bezeichnet werden. Hier war klar die Handschrift von Kevin Ferner zu lesen, der jedoch als Vize-Rennleiter die Rennleiterpremiere von René Trautvetter von der RSG Altensteiner-Oberland aus dem Hintergrund begleitete. Dass es an beiden Tagen keine nennenswerten Ausritte ins üppige Grün gab, spielte der Rennleitung zusätzlich in die Karten und zwei unwetterartige Gewitterschauer trafen das Renngelände zu günstigen Zeitpunkten, wenn man das so sagen kann. Trotz Windböen und Sturzbächen im Fahrerlager blieben die Schäden gering. Wie so oft in den vergangenen Jahren nutzten die DMSB Kommissare die idealen Örtlichkeiten des Bauhofs direkt an der Startgerade um die entsprechenden Fahrzeuggewichte zu kontrollieren. Am Samstag stand die Waage den Teilnehmern zu freiwilligen Wiegung zur Verfügung. Am Sonntag baten die Offiziellen dann stichprobenartig zur Kontrolle. Dabei wurden drei Fahrzeuge mit, teilweise erheblichem Untergewicht festgestellt, die von der Werterung ausgeschlossen wurden. Hier werden wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit Sportstrafen die Folge sein. Uwe Lang ist weiter der schnellste Bergrennfahrer Deutschlands. Der Schweinfurter im Osella PA 20  BMW 3.0 gewann den 4. Berg DM Lauf. Ohne ausländische Konkurrenz dominierte Lang in allen vier Auffahrten das 118 Fahrer starkem Feld nach Belieben, orientierte sich aber am Streckenrekord von Patrik Zajelsnik (Norma Mugen V8) aus dem Jahr 2014, den er mehrfach knapp verfehlte. Peter Behnke, der die zweitschnellste Zeit des Trainings fuhr, kreiselte im Tatuus Master Honda gleich in der ersten Auffahrt von der Strecke und war aus dem Rennen. So übernahm F3-Mann Frank Debruyne kampflos Rang […]

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