Prölsdorfs rasanter Golf-Treter – Christian Dümler sorgte am Berg für Furore

13. Januar 2017

Christian Dümler ist ein ruhiger Zeitgenosse, doch wenn er sich in seinen VW Golf II setzt und Gas gibt, dann legt er jede Zurückhaltung ab und wird zum Draufgänger und Golf-Treter, der mit bis zu 200 Sachen die Wälder-Bergstrecken hochjagt. Im Jahr 2016 legte es die beste Saison seiner bisherigen Laufbahn hin und sorgte in der Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft für Furore. Denn in seinem schneeweißen Golf fuhr er einige Pokale heraus und erkämpfte sich in der Tourenwagen-Königsklasse Gruppe H (bis 2000 Kubikzentimeter) reihenweise Spitzenplatzierungen. „Der Motorsport ist mein Leben“, sagt der Rennfahrer, dem der Motorsport durch seinen Vater Thomas Dümler in die Wiege gelegt worden war. Thomas Dümler war einst im Slalom- und Bergrennen aktiv und der Sohnemann erlebte den Motorsport von Kindesbeinen an hautnah. Als Zwölfjähriger bestritt Christian Dümler sein erstes Rennen im Jugend-Kart und von 2003 bis 2010 feierte er in großen Rennkarts einige Erfolge. Im Jahr 2011 schlug er das Kapitel Bergrennsport auf und wechselte mit einem VW Golf in den Bergrennsport. Erst mischet er bei Berg-Slaloms und Gleichmäßigkeitsprüfungen, wo die Leistungen der Autos weniger wichtig waren und sich der finanzielle Aufwand in Grenzen hielt. Zwei Jahre später baute sich der 34-Jährige einen neuen und besseren Golf auf, mit er sich rasch in der Automobil-Bergrennmeisterschaft akklimatisierte. Mit dem vorherigen Renner gibt mittlerweile Martin Schug aus dem anderen Rauhenebracher Ortsteil Fürnbach auf den deutschen Bergstrecken Gas. Schon in seiner ersten DM-Saison setzte er eine Duftmarke als Zweiter der Rookie-Wertung im KW Berg-Cup und fortan mischte er in der Kategorie der Achtventilerwertung unerschrocken mit. Er machte sich einen Namen in der nationalen Bergrennszene und schloss sich dem AMC Kitzingen an, der inzwischen ein Fahrer-Sextett am Berg als Feuer im Eisen hat, nachdem sich auch Martin Schug dem Club mit den beiden ehemaligen Deutschen Meistern Norbert Handa und Klaus Hoffmann anschloss. „Die größten Fortschritte habe ich gemacht als wir vor der Saison 2015 ein neues Fahrwerk eingebaut haben“, findet Christian Dümler. Danach lag der Golf viel besser auf der Straße, ließ höhere Kurvengeschwindigkeiten zu und ermöglichte Dümler als Endkonsequenz weit schnellere Laufzeiten auf den Strecken in Deutschland und mehreren Nachbarstaaten. Der junge Vater deutete schon 2015 sein Potenzial an und blies zum Angriff auf die Achtventiler-Spitzenposition in seiner Zwei-Liter-Klasse. Mit 215 PS unter der Haube hat der Prölsdorfer zwar einen Leistungsnachteil gegenüber vielen Konkurrenten, bewegen sich die 16-Ventiler-Agregate doch zwischen 280 und 300 PS. Christian Dümler konnte den Nachteil zunehmend kompensieren […]