Gino Kruhs erstmals hinterm Steuer des Citroen DS3 R3T

26. April 2017

Am kommenden Wochenende wird der Saarländer Gino Kruhs, neben Sportwagenfahrer Dino Gebhard und Ford-Pilot Andreas Kokor, einer von sieben Deutschen Teilnehmern beim ostfranzösischen Bergrennen von Abreschviller sein. Der 31-Jährige vom Homburger Automobilclub bestreitet in diesem Jahr erneut die Deutsche Rallyemeisterschaft und das ADAC Rallye-Masters als Co-Pilot an der Seite von Torben Nebel. Die beiden haben für die neue Saison aufgerüstet und das R1-Modell des Citroen DS3 gegen die 215 PS starke R3T-Version eingetauscht, wobei das „T“ für einen 1600ccm-Turbo-Motor steht. „Es ist ein gemeinsames Projekt von Torben Nebel und mir“, erklärt Kruhs. „Torben wird die Läufe der Deutschen Rallyemeisterschaf (DRM) fahren, mit mir auf dem Beifahrersitz. Seit der Saarland-Pfalz-Rallye im März ist der R3T bei uns in Quierschied stationiert und mein Vater Volker und Matthieu Forthoffer haben die Betreuung übernommen. Mein Gruppe H-Renault Megane steht zwar fertig vorbereitet in der Garage, doch ich werde die Bergrennen Abreschviller, Wolsfeld, Homburg und La Broque mit unserem Citroen fahren. Ich möchte einfach mal die Herausforderung annehmen was Neues zu fahren, auch wenn mir klar ist dass ich auf Grund des Gewichtes von 1.050 kg nur eine kleine Chance am Berg habe. Gekauft habe ich mir extra AVON Slicks bei der Crew Knüttel, aber der Spaß und das heil ins Ziel bringen des DS3 R3T steht im Vordergrund, da die DRM für uns absolute Priorität genießt“. Die Technik des R3T wird zur Herausforderung für den Deutsch-Franzosen, denn solche Autos wurden für die Junioren-Rallye WM gebaut. Angefangen von der Startautomatik, der großen Sperre, den Schaltwippen am Lenkrad und mit den verschiedenen Modi zum Ansprechverhalten des Motors, zeichnen diese Komponenten einen echten „Racer“ aus. Das Fahrzeug stammt vom Luxemburger Johny Blom und wurde zuletzt von ex-WM-Fahrer Bruno Thiry bei der Rallye Luxemburg gefahren.

Erfolgreiche Homburger Aktive – Orga-Leiter Schöffler hört nach 2017 auf

6. Dezember 2016

Eine außergewöhnlich erfolgreiche Motorsportsaison ihrer Aktiven feierten rund 100 Mitglieder des Homburger Automobilclubs, mit den Helfern des diesjährigen 43. Homburger ADAC Bergrennens, am zweiten Adventswochenende im Bexbacher Hotel Hochwiesmühle. Dennoch sieht die Zukunft des Clubs nicht gerade rosig aus. Es kommen auf den traditionsreichen ADAC Ortsclub große Herausforderungen zu, denn der Sport- und Organisationsleiter Hartmut Schöffler wird am 15.und 16. Juli 2017 letztmals die Fäden des Homburger Bergrennens in Händen halten und nach über 40 Jahren seinen Posten altersbedingt verlassen. Der Abend der Jahresabschlussfeier des Homburger Automobilclubs stand im Zeichen der Motorsportler, die in den Bereichen Rundstrecke, Bergrennen, Rallye, PKW-Slalom und Jugend-Kart-Slalom eifrig Pokale und Meisterschaftspunkte einheimsten und sogar einen Deutschen Meistertitel in die Saarpfalz holten. Der Homburger Kai Neu konnte seinen Clubmeistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Mit seinem Ford Focus ST verfehlte der KfZ-Service-Techniker nur knapp einen Podiumsrang in der Gesamtwertung der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und belegte mit sechs Klassensiegen am Ende Rang vier. Erstmals als Club-Vize-Meister ließ sich der Pirmasenser Andreas Germann feiern. Mit seinem Dallara Formel 3-Rennwagen erkämpfte sich der 51jährige Unternehmer am Ende Rang zwei im Deutschen Formel 3-Pokal auf der Rundstrecke. Rang drei des clubinternen Championats sicherte sich der junge Mandelbachtaler Jonas Steinbrenner auf BMW 232i. Mehr als Rang vier wäre für Martin Kraus aus Blieskastel, der lange Jahre als Funker beim Bergrennen im Einsatz war und so zum Motorsport fand, leicht machbar gewesen. Bei seiner Bergrenn-Premiere Mitte Mai in Wolsfeld bei Bitburg beschädigte er seinen VW Polo G40 jedoch bei einem Ausrutscher und musste einige Rennen aussetzen. Die weiteren Plätze gingen an den Eberbacher Heinz-Peter Boch (Honda Civic), Fredi Marquitz aus St. Ingbert (Renault Twingo RS), Christian Bächle aus Homburg (Citroen DS3) und dem zweiten Neueinsteiger des Jahres Christoph Schwarz aus Otterberg (NSU TT), der übrigens schon als Jugendlicher regelmäßig das Bergrennen auf der Käshofer Straße besuchte, dass als Begleitung seines Vaters, der als Lokalreporter arbeitete. Neben den überregionalen und nationalen Erfolgen von Kai Neu und Andreas Germann gelang es dem erst achtjährigen Max Reis ausRamstein-Miesenbach nach dem Gewinn der Saarlandmeisterschaft auch noch den Titel eines Deutschen Meisters im Jugend-Kart-Slalom in seiner Altersklasse zu erringen. Max Vorbild ist logischerweise Timo Bernhard, Porsche-Werksfahrer und einziger Rennprofi aus den Reihen des Homburger AC. Der Weltmeister der Saison 2015 holte für Porsche in diesem Jahr die Marken-Weltmeisterschaft und belegte am Ende mit seinen Team-Kollegen Mark Webber und Brendon Hartley den vierten Platz in der Sportwagen-Langstrecken-WM (WEC), […]

Boxengeflüster 11/2016: Wussten Sie schon dass…?

5. Dezember 2016

DASS bei der Motor-Show-Luxemburg am Wochenende des 18.,19. und 20. November auf dem Messegelände Kirchberg zahlreiche Bergrennfahrzeuge zu bewundern waren. Dies waren der NSU TT von Walter Voigt, der BMW E30 Hartge von Thomas Ostermann, der VW Scirocco von Canio Marchione, der Tatuus Formel Renault von Daniel Donkels, der Subaru Impreza WRX STI von Nico Schilling, der Tatuus Formula Master von Roland Tromp und der Renault Clio von Ivana Becker-Huber. DASS der Italo-Luxemburger Canio Marchione, seines Zeichens neue Luxemburger Bergmeister der Tourenwagen, mit seinem ex-Hans Paulitsch VW Scirocco 16V in der kommenden Saison 2017 in die Klasse bis 2000 ccm aufsteigen wird. Das 1600er Triebwerk wird über den Winter gegen einen 2-Liter Motor aus dem Hause Minichberger getauscht. DASS der neue Berg-Europameister der Kategorie I, der 22-jährige Serbe Nikola Miljkovic zur Saison 2017 auf die Rundstrecke wechseln wird und somit seinen Titel nicht verteidigt. DASS FIA-Langstreckenweltmeister Timo Bernhard als neuer DMSB-Athletenvertreter ab sofort die Interessen der Kader und Nationalmannschaften innerhalb des Verbandes sowie im DOSB (Deutscher Olympischer Sport Bund) vertritt. Der Profirennfahrer vom Homburger Automobilclub wurde von den Bundeskaderathleten Mitte November im Rahmen eines Kadertrainings der dmsj (deutsche motor sport jugend) in der Landessportschule Hessen in Frankfurt einstimmig gewählt. DASS der Homburger „Allrounder“ Christian Bächle, der mit seinem Citroen DS3 R1 in diesem Jahr bei den Bergrennen Wolsfeld, Homburg und Unterfranken startete, sich Ende November einen lang gehegten Traum erfüllte. Zusammen mit Co-Pilotin Isabelle Brack startete Bächle bei der Rallye du Var, dem Endlauf der Französischen Rallyemeisterschaft, die im Hinterland des weltberühmten südfranzösischen Badeorts St. Tropez ausgetragen wird. Unter den rund 200 Teilnehmern belegten die Saarländer den 112. Platz und Rang 11 in der Klasse.

Termine 2017 – Luxemburger Bergmeisterschaft

27. November 2016

Schon traditionell präsentiert der Luxemburger Automobilclub (ACL) im Rahmen der Motor-Show auf dem Messegelände Kirchberg die Termine der Luxemburger Motorsport-Meisterschaften, darunter auch die des Championnat du Luxembourg des Courses de Côte, sprich der Bergmeisterschaft des Großherzogtums. Im noch provisorischen Papier finden sich die gleichen acht Bergrennen wie in 2016. 29./30. April 2017 – CdC Abreschviller – St. Quirin (F) 06./07. Mai 2017 – European Hill Race Eschdorf (L) 04./05. Juni 2017 – Wolsfelder AvD Bergrennen (D) 24./25. Juni 2017 – CdC La Broque – Schrimeck (F) 15./16. Juli 2017 – Homburger ADAC Bergrennen (D) 05./06. August 2017 – Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 19./20. August 2017 – CdC St. Ursanne – Les Rangiers (CH) 09./10. September 2017 – CdC Turckheim – 3 Epris (F)

Vorläufige Termine 2017 – Deutsche Bergmeisterschaft

4. September 2016

Die hier aufgelisteten Termine der Bergrennen in Deutschland 2017 sind ausdrücklich als vorläufig zu betrachten und teilweise noch nicht bestätigt. Wegen des Deutschen Wandertags zum Anlass der Feierlichkeiten „500 Jahre Reformation“ musste das ADAC Glasbachrennen, als Lauf zur Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft, verlegt werden und wird im kommenden Jahr einmalig, auf dem alten „Trier-Termin“ im Juni stattfinden. Unter Vorbehalt zu sehen ist vor allem das Homburger ADAC Bergrennen. Wegen einem großen Mangel an freiwilligen Helfern und Funktionären steht das traditionsreiche Bergrennen in der Saarpfalz auf der Kippe. Wie es nach dem Rücktritt im vergangenen Juli von Organisationsleiter Nico Scheier mit dem Eschdorfer Hill Race weitergeht, ist derzeit nicht konkret. Laut des Veranstaltervereins Union des Pilotes soll das nurmehr einzige verbliebene Bergrennen in Luxemburg jedoch weiter bestehen bleiben. Für den MSC Rhön und sein Hauenstein-Bergrennen eröffnen sich nach der Verlegung des Rennsteigrennens einige Möglichkeiten, wenigstens für ein Jahr, vom ungeliebten „Mitte-August-Termin“ abzuweichen. Genaueres wird man nach dem Veranstaltertreffen am kommenden Wochenende im Rahmen des Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl in Erfahrung bringen können. 29./30. April 2017 – ADAC Bergpreis Schottenring 06./07. Mai 2017 – Hill Race Eschdorf (L) 04./05. Juni 2017 – Wolsfelder AvD Bergrennen 10./11. Juni 2017 – ADAC Glasbachrennen 24./25. Juni 2017 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 15./16. Juli 2017 – Homburger ADAC Bergrennen 05./06. August 2017 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 19./20. August 2017 – ADAC Hauenstein Bergrennen (Update: 29./30. Juli 2017) 09./10. September 2017 – AvD Bergrennen Unterfranken 30.09./01. Oktober 2017 – ADAC Bergrennen Mickhausen

Homburg: Gesamtführung im KW Berg-Cup gewechselt

4. August 2016

Denn freche Technik Gremlins legten den beim „43. Homburger ADAC Bergrennen“ wieder von Hansi Eller pilotierten 1,4-Liter Minichberger Scirocco 16V gleich zu Beginn des ersten Wertungslaufes lahm. Das bringt Michael Rauch/Stefan Faulhaber im Briegel 2-Liter Kadett an die Tabellenspitze vor Björn und André Wiebe im Renault Wiebe Williams Laguna. Armin Ebenhöh/Hansi Eller sind nun auf die Drei zurück gerutscht. Die Details dazu folgen wie immer in den Berichten über die einzelnen Klassen. Insgesamt sorgte das auf der vom Saarland nach Rheinland-Pfalz führenden „Käshofer Straße“ ausgetragene Rennen für zufriedene Mienen bei allen Beteiligten. Sowohl im Training als auch im Wettbewerb konnten alle drei geplanten Läufe durchgezogen werden. Der jeweils minutengenaue Beginn legte in Verbindung mit dem stets trockenen Wetter den Grundstein dafür. Zwar gab es die üblichen Unterbrechungen durch Botanik-Erkundungen und Technik-Trouble verschiedenster Art, aber unter dem Strich verliefen diese glimpflich, kosteten den veranstaltenden Homburger AC nicht allzu viel Zeit. So war am Übungssamstag um 17:45 Uhr Schluss des aktiven Geschehens auf der zunächst bergab führenden 2,6 Kilometer Piste, am Rennsonntag dann sogar rund 45 Minuten früher. Äußerst interessant und abwechslungsreich verläuft das Homburg Wochenende des NSU-Bergpokals. Mit einer Ausnahme: Jörg Davidovic ist in allen Auffahrten vorne, setzt die schnellste Trainingszeit und gewinnt am Sonntag unangefochten mit dem Riesenvorsprung von 7,172 Sekunden. Dahinter haben sich zwei Kampfgruppen gebildet. Thomas Krystofiak, Uwe Schindler und Alexander Follmann matchen sich um die Plätze zwei bis vier, Wolfgang Schwalbe, Michael Vogel und Neueinsteiger Christoph Schwarz sind in die Balgerei um die Positionen fünf bis sieben verwickelt. Mit zwei 1:32er und einer tiefen 1:33er Zeit setzt sich Thomas Krystofiak von Beginn weg auf Rang zwei fest, verteidigt diesen bis zum Rennende erfolgreich, trotz des enormen Drucks von hinten. Zwei Auffahrten lang kann sich Uwe Schindler auf Platz drei halten, kann seinen Vorsprung auf Alexander Follmann vor dem Finale bis auf 0,528 Sekunden ausbauen. Doch im letzten Heat wendet sich das Blatt: Denn Uwe benötigt plötzlich rund eine Sekunde mehr für die 2,6 Kilometer Bergpiste als in den Läufen zuvor, Alexander setzt dagegen mit 1:33,112 seine persönliche Bestmarke. Und schon steigt er als Dritter mit auf das Siegerpodest, Uwe Schindler wird 439 Tausendstel zurück Vierter. Und Kampfgruppe zwei? Auch die formiert sich erst im dritten Run endgültig. Mike Vogel sichert sich final Position fünf, Wolfgang Schwalbe fährt auf die Sechs und Christoph Schwarz auf die Sieben. Wenig Aufregung gibt es bei den 1150ern der gemeinsam gewerteten Gruppen […]

Gegen starke internationale Gegner behauptet

20. Juli 2016

Ein imposantes Formelwagenfeld konnte die Homburger Automobilclub an die Käshofer Straße zum 43. Homburger ADAC Bergrennen locken. David Hauser aus Luxemburg pulverisierte am Morgen des Renntags den Streckenrekord der 2,6 km langen, anspruchsvolle Strecke, um ganze 1,5 Sekunden und blieb auch in beiden weiteren Läufen unter der alten Bestmarke seine Landsmanns Guy Demuth aus dem Jahr 2013. Aber dennoch behaupteten sich die Deutschen Top-Piloten Uwe Lang (Osella BMW) und Frank Debruyne (Foto oben) im CR-Racingteam Dallara Formel 3, gegen die starke ausländische Konkurrenz mit den Formel 3000-Piloten Daniel Allais aus Frankreich, Simon Hugentobler aus der Schweiz und Anthony Loeuilleux, ebenfalls aus Frankreich, im Formel Tatuus Master Honda, die knapp das Podium verfehlten. Frank Debruyne hatte am Trainingstag einen kleinen Schreckmoment zu verdauen. Kurz vor der haarigen Brückenpassage erwischte der Badener eine Bodenwelle und der Franks Gasfuß rutsche vom Pedal, aber die Zeiten reichten für Gesamtrang drei, vor der Übernachtungspause. Die knappen Abstände bei den Trainingszeiten und die Gewissheit dass die Konkurrenz nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat, versprachen einen extrem spannenden und hoch interessanten Renntag. Dass Hauser im rund 600 PS starken Dallara GP2-Boliden dann davon ziehen würde und auch Uwe Lang die Vorteile seines Osella-Sportwagen ausspielt, war Frank Debruyne von vorne herein klar. Aber mit Gesamtrang drei, vor allen anwesenden Formel 3000, Formel 3 und 2-Liter Formelfahrzeugen, hat der CR-Pilot das erreicht was möglich, aber keines Wegs einfach. Am engsten rückte der Brite Paul Buckingham im Dallara F305 Mercedes Formel 3 (Foto unten) auf Franks Pelle. Mit dem Mann von der Kanal Insel Guernsey lieferte sich Debruyne ein packendes Duell auf Augenhohe. Doch im letzten Lauf, nicht einmal 100 Meter vor der Ziellinie kreiselte Buckingham von Bergstrecke in die Wiese und hatte Glück ohne nennenswerten Schaden davon gekommen zu sein. Somit war die Entscheidung gefallen.

Foto-Galerie Homburg online

18. Juli 2016

Viele gut gelaunte Menschen konnte man am vergangenen Wochenende beim 43. Homburger ADAC Bergrennen sehen, denn der 5. Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft 2016 begeistere viele Zuschauer entlang der Käshofer Straße. Eine Fotogalerie aus der Saarpfalz ist nun online unter Fotos -> Fotos 2016 -> Homburg 2016

Homburg: Die Untertreibung des David Hauser

18. Juli 2016

David Hauser, Simon Hugentobler und Uwe Lang: Das waren die Namen, die während des Trainings zum 43. Homburger Bergrennen von den Fahrern in gegenseitiger Anerkennung als Favoriten auf den Gesamtsieg genannt wurden. Am schnellsten war im Rennen wieder Hauser: Gleich dreimal unterbot der Luxemburger den alten Streckenrekord. Für das Homburger Bergrennen könnte die Ausgabe 2016 ein Durchbruch sein. Einige international startende Rennfahrer, die bisher noch nie den Weg zum Käshofer Berg gefunden hatten, waren von der Strecke angetan. Der Schweizer Simon Hugentobler kann sich vorstellen, 2017 wieder zurückzukommen: „Hier ist es relativ schwierig, wenn man das erste Mal fährt. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist schmal. Neben dem Asphalt kommen gleich die Straßengräben. Man braucht eine gewisse Zeit, um sich alles einzuprägen. Die Piloten sagen: Hier sind nur die schnell, die schon zwei- oder dreimal gefahren sind.“ Das gilt nicht für den Luxemburger David Hauser. Mit seinem feuerroten GP2-Dallara hatte er beim Homburger Debüt 2012 nicht nur den Gesamtsieg geholt. Er unterbot damals auch den zwölf Jahre alten Rekord seines Vaters Christian. Darüber aufgeklärt, war Hugentobler, der einen Formel 3000 Reynard 97D Mugen fährt, baff. David Hauser gab sich während des Trainings indes bescheiden. Seine Chancen schätzte er vorsichtig ein. „Ich habe schon noch ein Gefühl für die Rennstrecke. Ich muss aber sagen, es ist ein paar Jahre her. Das Problem ist, dass ich in der Zwischenzeit viele andere Rennen gefahren bin. Wenn man dann wieder nach Homburg zurückkommt, ist das ein bisschen wie ein Neuanfang.“ Langsam tastete sich Hauser im Training ans Limit der Strecke. Am Samstagabend lag Uwe Lang im Osella Sportwagen noch auf gleicher Höhe mit dem Favoriten. Bei 1:09 Minuten hatten sich beide eingependelt. Sollte sich etwa eine Siegchance für den Schweinfurter eröffnen? „Ich versuche zumindest, aufs Podium zu kommen. Die Chancen für David sind natürlich viel besser.“ Ein zusätzliches Spannungselement bot die teilweise neue Asphaltierung der Käshofer Straße. Rüdiger Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau ist Vater des Sportwagen-Weltmeisters Timo Bernhard. Er vertrat in Homburg seinen Sohn im Carrera Cup-Porsche. Papa Bernhard kennt die Strecke wie seine Westentasche. Für die neuen Bedingungen gab es Lob: „Der Belag ist gut und glatt. Am Brückchen sind ein paar Flicken drin. Aber das ist nicht zu ändern.“ Gerne hätte der veranstaltende Homburger Automobilclub (HAC) im vergangenen Winter erlebt, dass bei der Neuasphaltierung die komplette Rennstrecke erneuert worden wäre. Doch dazu sei wohl ein Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland notwendig, […]

David Hauser Favorit beim Homburger Bergrennen an diesem Wochenende

14. Juli 2016

Im Titelkampf um die Luxemburger Bergmeisterkrone und somit auf dem Weg zur Qualifikation zum “FIA Hill Climb Masters” Anfang Oktober in Tschechien geht David Hauser dieses Wochenende an den Start des 5. Meisterschaftslaufs in Homburg (D)auf der “Käshofer Strasse”, ein Rennen, das ebenfalls zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum bekannten “KW Berg-Cup” gewertet wird: “In Gedanken werde ich dieses Wochenende vor allem bei meinem Groβvater Jean sein, der selbst in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends im Autosport aktiv war und sozusagen das Rennvirus in die Familie gebracht hat.” Nachdem er dieses Rennen 2012 in seiner ersten Saison im Dallara GP2 gewinnen konnte, wobei seine schnellste Laufzeit bei 1.07,344 min. für die 2,6 km lag und so damals seinen erst zweiten Gesamtsieg zwei Monate nach jenem in Eschdorf feiern konnte, darf David Hauser bei seiner erst zweiten Teilnahme auf dieser eher atypischen Strecke mit vor allem dem im Bergrennsport ungewohnten Bergabstart recht zuversichtlich ins Rennen gehen, zumal er bei seinen beiden letzten Rennstarts in Eschdorf und Wolsfeld (D) jeweils den Gesamtsieger stellte, was ihm zugleich derzeit die klare Meisterschaftsführung mit 246,4 Punkten vor Léon Linden (179,5) und Titelverteidiger Roland Braquet (126,3) einbringt. Doch das eigenwillige deutsche Wertungssystem mit der Addition aller Rennläufe (deren 3 am Sonntag ab 8.30 Uhr vorgesehen sind) ist immer wieder für Überraschungen gut, insbesondere bei eventuell wechselshaften Witterungsbedingungen oder gar technischen Problemen oder einem Fahrfehler in einem der Rennläufe. Eine zusätzliche Herausforderung für David Hauser wird es sein, den seit drei Jahren von seinem Landsmann Guy Demuth (Osella-Zytek Fa30) in 1.06,914 gehaltenen Streckenrekord zu unterbieten. Die wichtigsten Gegner von David Hauser und dessen Dallara-Mécachrome GP2 V8) im Kampf um den Gesamtsieg werden die beiden Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd 97D) und Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50-ex-Nicolas Schatz), sowie der Franzose Daniel Allais (Reynard-Judd 97D) sein, doch neben diesen drei F3000-Fahrern muss man vor allem auch den vierfachen deutschen Meister Uwe Lang (Osella-BMW Pa20 3L), den Franzosen Anthony Loeuilleux (Tatuus-Honda Formula Master), sowie die Formel 3-Meute beachten, die vom Briten Paul Buckingham (Dallara-Mercedes F305-ex-Gary Hauser) und dem zweifachen deutschen Meister Frank Debruyne (Dallara-Opel Spiess F303) angeführt wird. Bei den Touren- und GT-Wagen seien vor allem Holger Hovemann (D) im bulligen Opel Kadett C GT/R mit V8-Motor, die Schweizer René Ruch (Ferrrai 355 GT) und Herbert Schmid (Porsche 996 GT3), die Deutschen Norbert Handa (Lancia Delta Integrale), Rüdiger Bernhard (Vater von 24h Le Mans 2010-Gesamtsieger und Porsche-Werkspilot Timo) im […]

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