Boxengeflüster 06/2018: Wussten Sie schon dass…?

18. Juli 2018

DASS der amtierende WEC-Weltmeister Timo Bernhard zu den Trainingsläufen des 45. Homburger ADAC Bergrennens nicht etwa mit seinem Porsche-Dienstwagen angefahren kam, nein der Lokalmatador bezog die 14,5 km zwischen seinem Wohnort Bruchmühlbach-Miesau und dem Fahrerlager an der Käshofer Straße in sein Fitnessprogramm mit ein und joggte die Distanz mit seinem Kumpel Marco Glasen, der bei den gelegentlichen Rallyes von Timo und Timos Vater Rüdiger Bernhard ebenfalls für die Navigation, dann auf dem Beifahrersitz sogt. DASS sich Anfang Juli Manfred Schulte mit seinem Citroen AX Kit Car einen Traum verwirklichte und beim legendären Bergrennen von Trento-Bondone an den Start ging. Der Citroen-Manager ging auf dieser 17,3 km langen Strecke in der FIA Klasse E1 1600 starten. Zuvor hatten die Brüder Gerhard und Hugo Moser den Kit Car speziell für diese lange Distanz perfekt vorbereitet. Doch das Abenteuer fing schon bescheiden an. Gleich nach der Einreise nach Italien wurde das Team von der Polizei aus dem Verkehr gezogen und gewogen. Mit 300 kg Übergewicht hatten die Westfahlen ein Problem. In ihrer Not haben sie einiges an Gewicht in den Rennwagen gepackt, ihre Strafe gezahlt und durften dann weiter fahren. Am Monte Bondone stand dann „Italoschwabe“ Egidio Pisano zur Streckenbesichtigung bereit. In der Kürze der  Zeit war es jedoch unmöglich den Streckenverlauf  zu lernen, gibt es doch auf den 17,3 Kilometern eine Kurve nach der anderen, dazu drei Ortsdurchfahrten. Leider gab es nach dem 1.Trainingslauf ein elektronisches Problem, dass nicht vor Ort gelöst werden konnte. Somit war das Abenteuer vorzeitig beendet. Im kommenden Jahr will die Truppe um Manfred Schulte einen neuen Anlauf wagen. DASS beim Bergrennen Trento-Bondone der Deutsche Unternehmer und Oldtimerliebhaber Michael Stoscheck einen New Stratos als Vorausfahrzeug mit der Startnummer „00“ den vielen Fans vor Ort präsentieren durfte. Michael Stoscheck ist selbst Besitzer der Firma die diese Fahrzeuge herstellt, die an das legendäre Rallyeauto aus den 1970er Jahren namens Lancia Stratos erinnern. Die moderne Konstruktion im Look des alten „Rallye-Monsters“ wird von einem 4,3 Liter Ferrari-Motor angetrieben und verfügt über 540 PS. DASS sich kürzlich in Bezug auf das im letzten Jahr erschienene Buch „Am Krähberg donnern wieder die Motoren“ etwas ereignet, was wohl kaum jemand erwartet hatte. Der Autor Michael Schmitt durfte am 15. Juni in Köln den Auto Bild Buchpreis entgegen nehmen. Das Buch belegte in der Kategorie Motorsport den 1. Platz. In einer der kommenden Ausgabe der Auto Bild Klassik soll ein Artikel über die Preisverleihung erscheinen. Der Odenwälder kann jetzt […]

Gelungener Start in ein neues Zeitalter in Homburg

9. Juli 2018

Einen Weltstar des Motorsports aus nächster Nähe erleben, dass kann man bei einem Bergrennen höchst selten. Der Homburger Automobilclub mit seinem Homburger ADAC Bergrennen und dem prominenten Clubmitglied Timo Bernhard bildet da ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Bergrennsport. Für den aktuellen Weltmeister und zweimalige Gewinner der 24 Stunden von Le Mans ist es eine Freude und Selbstverständlichkeit bei seinem Heimatrennen das Zugpferd zu spielen, wenn es sein gut gefüllter Terminkalender erlaubt. Der Porsche-Werksfahrer und Teambesitzer nahm sich zwischen den Trainings- und Rennläufen ausgiebig Zeit für die Rennbesucher und man sah den Westpfälzer oft beim Autogrammeschreiben. Stets stand Timo bereit für ein gemeinsames Foto und hatte für jeden ein nettes Wort übrig. Die Rennsportfans strömten in diesem Jahr in Massen an die Käshofer Straße, zur ältesten Motorsportveranstaltung des Saarlandes. Dies lag wohl in erster Linie an der Rennteilnahme des WEC-Weltmeisters, aber auch am neuen Marketingkonzept des Homburger AC, welches vom Team 75 Bernhard begleitet wurde. Das hochsommerliche Wetter war eine Komponente für ein klasse Rennwochenende in der Saarpfalz. Motivierend war dies alles auch für das neue Organisationsteam mit seinem neuen Kopf Sascha Ressmann. Schon im Vorfeld hatte man einiges im Organisationsbereich geändert und modernisiert, jedoch moderat. Feuertaufe bestanden! Das war am Sonntagabend die Quintessenz aus einem Rennwochenende das in die Clubgeschichte eingehen wird. Sascha Ressmann kündigte bereits an, „viele Ideen und Gedanken liegen bereits in der Schublade. Unser Team wird sich bis zum Rennen 2019 weitere den Hintern aufreißen, Punkte überarbeiten und eingefahrene Abläufe überdenken und einfach mit der Zeit gehen.“ Zum erwarteten Fünfkampf um den Gesamtsieg, den die Starterliste versprach, kam es nach Absagen und frühen Ausfällen leider nicht. Zudem wurde der bis nach dem zweiten Rennlauf führende junge Schweizer Robin Faustini im Reynard Mugen V8 von den Sportkommissaren vorzeitig aus dem Rennen genommen, da sein Fahrzeug zwar dem Schweizer jedoch nicht dem nationalen DMSB-Reglement entsprach. Dies wurde erst bei einer technischen Nachkontrolle festgestellt. Der Aargauer war zwar lediglich als Gastfahrer angereist um seinen neuen Boliden und Rennbedingungen weiter zu entwickeln, seine aller ersten Gesamtsieg hätte Robin jedoch gerne mitgenommen. Für die Zukunft kann man nur auf das von der FiA angekündigte revolutionäre Performance-Reglement hoffen, das die europäische Bergrennszene vereinheitlichen soll. So kam der 34jährige Franzose Anthony Loeuilleux in seinem Tatuus Formula Master mit 2-Liter Honda-Triebwerk zu seinem ersten Gesamtsieg in Deutschland, nachdem er in den beiden Vorjahren am Karlsberg jeweils unglücklich ausgeschieden war. Mit den aktuell beiden besten Deutschen Bergrennfahrern […]

Wenn der Vater mit dem Sohne … Die Bernhards am Homburger Berg

4. Juli 2018

Mit gleich zwei Generationen Bernhard geht das KÜS Team75 Bernhard beim 45. Homburger ADAC Bergrennen am 7. und 8. Juli an den Start: Der amtierende Langstreckenweltmeister und Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard bringt einen 911 GT3 Cup aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland (mit einem eigens für das Bergrennen kreierte Fahrzeugdesign) an den Start, mit einem ähnlichen Wagen hatte er 2014 im Regen den Gesamtsieg in Homburg geholt. Bei trockenen Bedingungen dürfte eine Wiederholung dieses Erfolges aber kaum möglich sein. Vater Rüdiger Bernhard sitzt im Cockpit des 911ers, mit dem Timo 2013 den Gesamtsieg bei der Saarland-Rallye 2013 eingefahren hatte. Timo Bernhard geht heuer zum dritten Mal als aktiver Pilot an den Start, Rüdiger Bernhard feierte seine Rennpremiere in Homburg bereits 1976. Um den veranstaltenden Homburger Automobilclub (HAC), in dem Vater und Sohn Bernhard seit Jahren Mitglied sind, zu unterstützen, hat sich das KÜS Team75 Bernhard im Vorfeld des 45. Bergrennens stark für die Veranstaltung engagiert. Timo Bernhard: „Wir wollen unseren Heimatverein mit unserer Teilnahme stärken und ihm dabei helfen, die älteste saarländische Motorsportveranstaltung auch künftig zu erhalten.“ 2015 zum Beispiel wurden im Rahmen einer Hilfsaktion für den HAC Taxifahrten verlost. Entsprechend groß sind laut Timo Bernhard die Hoffnungen auf eine große Zuschauerkulisse: „Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Fans an die Strecke kämen, um uns anzufeuern.“ Am Samstag, 7. Juli, werden zwischen 8 Uhr 30 und 18 Uhr drei Trainingsläufe absolviert. Am Rennsonntag, 8. Juli, werden ab 8 Uhr 30 in ebenfalls drei Durchgängen die Sieger ermittelt. Alle Infos gibt es unter www.homburger-bergrennen.de im Internet. Text: Peter Schäffner Fotos: Team Bernhard Design

Vorschau 45. Homburger ADAC Bergrennen mit 140 Teams

29. Juni 2018

Drei Tage im Juli wird die kurvenreiche Bergstraße zwischen dem saarländischen Homburg und westpfälzischen Käshofen wieder zum Mekka des automobilen Bergrennsports in Deutschland. Auf der Landstraße L120 / L462 geht es vom 06. bis 08. Juli 2018 um Punkte zur Deutschen Bergmeisterschaft, zum DMSB Berg-Cup und zum KW Berg-Cup inklusive NSU-Bergpokal. Der Asphalt wird glühen, wenn Tourenwagen, Sportwagen, Formel-Rennwagen und Oldtimer aller Klassen und Gruppen, beim 45.Homburger ADAC Bergrennen die fahrerisch anspruchsvolle Käshofer Straße empor jagen – die schnellsten mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 140 km/h. Ohne Auslaufzonen vorbei an Leitschienen und Reifenstapel ist dies ein spektakulärer PS-Fight mit unvergesslichen Klängen und Düften der Rennwagen. Organisiert wird das Spektakel wie eh und je vom Homburger Automobilclub, der in diesem Frühjahr seinen 50. Gründungstag feiern konnte und mit dem Bexbacher Sascha Ressmann ein neuer Organisationsleiter an der Spitze vorsteht. Nach dem Meldeschluss, 10 Tage bevor sich die Startflagge senkt, konnte Rennleiter Jürgen Guckert verkünden „140 verwegene Fahrer aus 5 Nationen kommen zu unserem Rennen“. So stehen bekannte Größen des nationalen und internationalen Bergrennsports im Rennprogamm und geschätzte 18.000 PS werden den „Käshofer Berg“ erbeben lassen. Die meisten Pferdestärken vereinen die mindestens fünf Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in ihren Rennern, mit jeweils um die 500 PS unter der Verkleidung. Damit ist der Kreis der Sieganwärter so groß wie schon seit Jahren nicht mehr. Bei dieser Sekundenhatz will Tommy Rollinger (Luxemburg / Osella FA 30 Zytek V8), seines Zeichens Luxemburger Bergmeister und Gesamtsieger am Karlsberg, seinen Erfolg des Jahres 2015 wiederholen. Dem Bauunternehmer die Suppe versalzen möchte der Schweizer „Jungstar“ Robin Faustini im Reynard Mugen K01 F3000, um erstmals in seiner noch jungen Karriere einen Gesamtsieg zu holen.“Man braucht gerade in Homburg viel Herz, um sich mit teilweise 180 km/h in die Kurven zu werfen“, weiß der 20-jährige Aargauer. „Ich hoffe auf das quäntchen Glück um Tommy schlagen zu können“. In Lauerstellung steht der Schwarzwälder Alexander Hin in seinem PRC S4-Sportwagen mit dem legendären Opel-Triebwerk im Heck, das in den 1990er Jahren seine Dienste in den Werks-Calibra bei DTM und ITC-Rennen verrichtete. Dazu gesellt sich der Franzose Anthony Loeuilleux auf Tatuus Formula Master Honda, der im Vorjahr an gleicher Stelle, als Trainingsschnellster im Rennen mit Pech ausscheid und somit eine Rechnung in Homburg offen hat. Nicht zu vergessen sind der Schwabe Thomas Conrad (CRS-Renault) und der Badener Frank Debruyne (Dallara Opel F3) die beide im Verlauf der diesjährigen Deutschen Bergmeisterschaft ihre ersten Gesamtsiege […]

R5-Premiere beim Homburger Bergrennen – Nennschluss am Dienstag

22. Juni 2018

Noch bis zum kommenden Dienstag, den 26. Juni – 24 Uhr können sich lizensierte Motorsportlerinnen und Motorsportler für die 45. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in die Starterliste einschreiben. Am Freitagabend, gut vier Tage vor dem Anmeldeschluss wurde die 100er Marke in der Teilnehmerliste der saarpfälzischen Traditionsveranstaltung geknackt. Da der Homburger AC in diesem Jahr vom Automobile Club Luxembourg (ACL) leider nicht für einen Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft berücksichtigt wurde, werden dem Veranstalter wohl rund 20 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr fehlen. Daher ging der Homburger AC auch im lokalen Umfeld auf die Suche nach aktaktiven Teilnehmern und wurde im Rallyesport fündig. Uwe Gropp, fünfmaliger Sieger der Euro Rallye Trophäe wird wieder einmal Bergluft schnuppern und nebenbei für die Premiere eines R5-Rallyeboliden in der Deutschen Bergmeisterschaft sorgen. Der Schreinermeister und Produzent von Hightech-Rennsportteilen aus Neunkirchen-Wiebelkirchen wird seinen über 280 PS starken Citroen DS3 R5, der auch dem WRC2-Reglement entspricht, auf der Käshofer Straße pilotieren, freilich ohne seine etatmäßige Co-Pilotin. In letzter Zeit gab es aus dem Fahrerfeld einige Anfragen wegen der Erhöhung des Nenngeldes zum diesjährigen Rennen. Rennleiter Jürgen Guckert bittet hier um Verständnis und erklärt. „Das hat rein betriebswirtschaftliche Gründe. Der KW Berg-Cup verlangt für seine eigeschriebenen Fahrer in diesem Jahr auch in der Gruppe A, F, R2+3, CTC/CTG pro Fahrzeug 21€, dazu kommt der Poolbeitrag. Des Weiteren haben sich in den beiden letzten Jahren die Genehmigungsgebühren und die Versicherung erhöht, genauso wie die Kosten für den Rettungsdient wie ASB und Feuerwehr. Da unsere Rennstrecke durch zwei Bundesländer führt, fallen faktisch die doppelten Genehmigungsgebühren an. In Gegensatz zu anderen Veranstaltern ist bei uns bereits der Strom (vom THW produziert) und der Stellplatz im Nenngeld enthalten und muss nicht zusätzlich bezahlt werden“. Hier geht’s zur Online-Nennung: https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/  

WEC-Weltmeister Timo Bernhard startet beim Berg DM-Lauf in Homburg

7. Juni 2018

Genau vier Wochen vor dem Startschuss zum 45. Homburger ADAC Bergrennen hat sich der amtierende FiA-Langstreckenweltmeister Timo Bernhard in die Teilnehmerliste seines Heimatrennens eingeschrieben. Der langjährige Porsche-Werksfahrer und von Kindesbeinen an Mitglied im veranstaltenden Homburger Automobilclub wird nach 2013 und 2014, wo der Lokalmatador auf feuchter Strecke sogar den Gesamtsieg einfahren konnte, zum dritten Mal aktiv und in Wertung ins Renngeschehen auf der Käshofer Straße eingreifen. Der sympathische Rennprofi und Team-Besitzer plant in der Gruppe E1 mit einem seiner Porsche 911 GT3 seine Fahrkünste dem heimischen Publikum zu zeigen und wird dabei an Orte zurück kommen, wo er schon als Bub die Rennstarts seinen Vaters Rüdiger miterlebt hatte und erste Rennsportluft schnupperte. Das KÜS Team 75 Bernhard wird beim Homburger Bergrennen mit insgesamt drei Porsche-Rennfahrzeugen antreten. Team-Chef Rüdiger Bernhard geht wie im Vorjahr mit seinem Porsche Cayman S über die Startline und der zweimalige HAC-Clubmeister Jochen Stoll wird das zweite Mal überhaupt seinen Porsche 997 GT3 Cup pilotieren. Natürlich wird auch einer der großen Renntrucks der Westpfälzer, die im Normalfall bei den Rennen des ADAC GT Masters Base des Teams an den Rennstrecken sind, im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus stehen. Dieser Race-Shuttle wurde übrigens nicht einmal in zwei Kilometer Luftlinie von der Homburger Bergrennstrecke, bei der Firma A6-Jung Fahrzeugbau gefertigt, die das Bergrennen in diesem Jahr auch mit unterstützen. A6-Jung Race Shuttle laufen bereits für Teams in zahlreichen Rennserien, bis hinauf in die DTM oder gar Formel 1. Nach dem werkseitigen Ausstieg von Porsche aus der LMP-1 Klasse hat Timo Bernhard den notwenigen Freiraum um sich wieder einmal bei seinem Heimatevent sehen zu lassen. Aktuell ist der Mann aus Bruchmühlbach-Miesau dennoch viel beschäftigt. An diesem Wochenende gilt es die angestrebten Ziele beim ADAC GT-Master Rennen auf dem Red-Bull Ring in Österreichumzusetzen, bevor am kommenden Wochenende das 24h-Rennen von Le Mans ansteht. Chancen auf seinen dritten Le Mans-Gesamtsieg hat Timo dort kaum, mit dem kleineren Werks-Porsche will er jedoch in der GTE-Pro Klasse um den Sieg fahren. Nach den Umbesetzungen im Organisationsteam des saarpfälzischen Bergrennens hoffen die Verantwortlichen mit dem Start von Timo Bernhard auf ein gesteigertes Medieninteresse am 45. Homburger ADAC Bergrennen und trotz Fußball WM auf eine große Zuschauerkulisse an beiden Veranstaltungstagen. Weitere Infos: www.homburger-bergrennen.de www.team75motorsport.de

Präsentation Porsche 997 GT3 Cup von Jochen Stoll

3. Juni 2018

Der Boden für das Comeback des Jochen Stoll ist bereitet! Mit seinem in den Niederlanden neu erworbenen Porsche 997 GT3 Cup wird der Westpfälzer, nach knapp vierjähriger „Berg-Abstinenz“, am kommenden Wochenende zum Deutschen Lauf der Berg-Europameisterschaft beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen die Bergrennszene wieder bereichern. Der DMSB-Bergpokal Vize-Meister von 2011 und dritter der Berg DM 2014 freut sich bereits wie ein „Schneekönig“ auf die 5,5 km lange, kurvenreiche Piste am Rennsteig, denn sein neues Sportgerät ist nun optimal vorbereitet. Die letzten Wochen befand sich der 420 PS starke Cup-Porsche nämlich in den professionellen Händen des Team 75 Motorsport, der Mannschaft von Porsche-Werksfahrer und Le Mans-Sieger Timo Bernhard. Der „Zuffenhausener“ wurde am Teamstandort in Landstuhl komplett durchgesehen, ein neues KW-Gewindefahrwerk eingebaut und das reinrassige Rennfahrzeug auf die Gegebenheiten des Bergrennsports voreingestellt. Danach übernahm die hauseigene Werbeagentur Team Bernhard Design und zauberte ein wirklich ansprechendes Foliendesign um den Hauptsponsor Euro Repar Car Service auf den E1-Tourenwagen. Jochen Stoll wird zukünftig unter dem Bewerber KÜS Team 75 Bernhard in der Deutschen Bergmeisterschaft an den Start gehen und dabei auch seinen Heimatverein, den Homburger Automobilclub repräsentieren. Beim Bergrennen seines Clubs, vom 6.-8. Juli in Homburg, hat Stoll übrigens seinen zweiten Auftritt geplant.

Neue Zeiten beim Homburger Bergrennen

31. Mai 2018

Wenn am Wochenende des 7. und 8. Juli 2018 zum 45. Mal die Rennmotoren beim Homburger ADAC Bergrennen angelassen werden, ist beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup einiges anders als die Jahre zuvor. Erst einmal feiert der ausrichtende Homburger Automobilclub (HAC) in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen und das Rennspektakel findet diesmal eine Woche früher statt als gewohnt. Grund dafür ist das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, dem man vorsichtshalber aus dem Wege gehen möchte, in der Hoffnung dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Titel aus 2014 verteidigen wird. Im letzten Winter gab es zudem einige Umbesetzungen im Organisationsteam und in der Vorstandschaft des saarländischen ADAC Ortsclubs. An der Spitze des Bergrennens steht nun Sascha Ressmann, der das Urgestein Hartmut Schöffler beerbt, der aus Altersgründen den Job des Organisationsleiters an den Nagel hängte. Weiter wird es einige Veränderungen bei der Bewirtung im Festzelt geben, das erneut im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhauses aufgebaut sein wird. Den Festzeltbetrieb wird der Caterer Feinkost Jacob aus Ottweiler-Lautenbach übernehmen, der auch seit Jahren bei den Veranstaltungen des ADAC Saarland für das leibliche Wohl sorgt. Die Verpflegungsstände und Imbissbuden an der Käshofer Straße (Start, Brückchen, Posten 8 und Zielkurve) werden weiterhin vom HAC in Eigenregie betrieben. Alles in allem stehen dem Organisationsteam und den Clubmitgliedern des Homburger AC schweißtreibende Wochen der Vorbereitung ins Haus. Eine Erleichterung ist da sicher das neu Online-Einschreibeportal für die erwarteten Rennteams aus dem gesamten Bundesgebiet, als Luxemburg, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz (es gibt wieder Sonderkonditionen für ausländische Gaststarter). Hier kann zudem jedermann tagesaktuell die Liste der Rennfahrer und Fahrzeuge einsehen, die am Bergrennen teilnehmen werden (https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/). Unterstützung erfahren die Motorsportenthusiasten seit neustem auch vom Team 75 Motorsport, der Profi-Truppe des amtierenden Weltmeisters und Le Mans-Siegers mit Porsche, Timo Bernhard. Der Bruchmühlbacher fördert derzeit das Bergrennen seines Heimatvereins nach Kräften und könnte nach seinem Gesamtsieg von 2014 am ersten Juli-Wochenende wieder einmal aktiv in Renngeschehen am heimischen Berg eingreifen und mit einem hochkarätigen Porsche aus seinem eigenen Rennstall starten. Das ist aber derzeit noch offen. Der saarpfälzische Automobilclub erwartet in diesem Jahr über 160 Fahrerinnen und Fahrer auf der zur Rennpiste umgebauten Käshofer Straße, die in der Nähe der Karlsberg-Brauerei am Homburger Stadtrand beginnt und auf die Sickingerhöhe bei Käshofen führt. In der Woche vor der traditionsreichen Veranstaltung sind hier die Helfer aus den Reihen des Clubs mit Aufbau und Streckensicherungsarbeiten beschäftigt. Reifenstapel werden herangekarrt, Schutzzäune gezogen, Kabel verlegt […]

Boxengeflüster 04/2018: Wussten Sie schon dass…?

8. April 2018

DASS der neunt platzierte des letztjährigen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen Patrick Orth, nach seinem Rallyejahr im Opel Adam Cup 2015, am vergangenen Ostersamstag bei der ADAC Osterrallye Zerf „rückfällig“ geworden ist. Im von Dr. Sascha Berstein zur Verfügung gestellten BMW 323i E36 gelang dem 28jährigen jungen Mann aus Bergweiler bei Wittlich zusammen mit Co Otmar Hoff ein vierter Platz in der Gruppe F über 2000 ccm (2WD) und Rang 34 in der Gesamtwertung von 84 gestarteten Teams. Da der neue 2 Liter Gerent-Motor für seinen weiß-blauen „Berg-BMW E30“ noch auf sich warten lässt, hofft Patrick spätestens bis zu seinem Heimspiel in Wolsfeld an Pfingsten parat zu sein. Bis dahin sind weitere Rallyeeinsätze in Zusammenarbeit mit der bekannten „Sonnenthaler Quertreibertruppe“ geplant. DASS der Ende Februar im Alter von 62 Jahren überraschend verstorbene „Mister Superbike“ Peter Rubatto in den frühen 1980er Jahren auch einige Bergrennen fuhr, dass nicht etwa auf einem Motorrad, sondern in einem Formel Ford. Das vor allem bei Bergrennen im Süddeutschen Raum. DASS der Porsche-Werksfahrer und Eigner des Team 75 Motorsport Timo Bernhard vor kurzem eine teameigene Werbeagentur, namens „Team Bernhard Design“ gründete. Mit diesem neuen Geschäftszweig unterstützen Timo und sein Vater Rüdiger Bernhard zukünftig auch ihren Heimatverein Homburger Automobilclub. Schicke neue Plakate, Flyer, Werbebanner und auch die Umsetzung der neuen Aufkleber „Freie Durchfahrt“, für das 45. Homburger ADAC Bergrennen Anfang Juli,  gehen auf das Konto des Westricher Teams, das sich in 2018 hautsächlich auf die Läufe im ADAC GT Masters und das 24h Rennen auf dem Nürburgring konzentriert. DASS es nach den personellen Umbesetzungen an der Spitze des Organisationsteams beim Homburger Bergrennen, nun Stück für Stück neue Ideen und Verbesserungen in den Veranstaltungsablauf des saarpfälzischen Traditionsrennens einziehen. Zum einen wird es eine Veränderung im Bereich der Bewirtung des Festzeltes im Fahrerlager geben. Nach 16 Jahren, in der sich das „Zeltteam“ um Ralf und Ingrid Sigwart einen ausgezeichneten Namen in der Bergrennszene  machten, trat das Homburger Ehepaar zurück. Gespräche über eine Neuausrichtung des Festzeltbetriebs laufen aktuell. Eine Verbesserung der Sicherheit wird es zudem im Startbereich geben. Die Rennleitung wird zukünftig den Zuschauerbereich rechts, gleich nach der Startline auf einer Länge von ca. 30 Metern mit Betonelementen schützen, sodass in Folge eines technischen Defekts an einem Rennfahrzeug keine Zuschauer gefährdet sind. DASS am Dienstag nach Ostern der erste Verhandlungstag vor einem Gericht in Ilirska Bistrica in der Sache der vermeintlichen Tätlichkeit von Vize-Europameister Christian Merli gegen den Rennleiter des slowenischen […]

Stolls Comeback im Cup-Porsche

26. März 2018

Mit einem 420 PS starken Porsche 997 GT3 Cup wird der Berg-DM-Dritte von 2014 Jochen Stoll sein Comeback in der Deutschen Bergmeisterschaft geben. Am vergangen Sonntag bei den Testfahrten der französischen „Montagnards“ auf dem Rundkurs von Chambley unweit von Metz, hatte der Pfälzer vom Homburger Automobilclub seinen ersten offiziellen Auftritt im kürzlich neu erworbenen Boliden mit 3,6 Liter Hubraum für die große Klasse der Gruppe E1. Der 34jährige KfZ-Meister und Familienvater aus Gundersweiler bei Kaiserslautern wurde bei der Suche nach seinem Wunschauto in den Niederlanden fündig. Die 997 Cup-Version war bislang auf der Rundstrecke und bei Trackdays unterwegs. Mit im Boot bei den Verkaufsverhandlungen hatte Stoll seinen Clubkameraden und Porsche-Spezialisten Rüdiger Bernhard. Der Chef des Team 75 Motorsport und Papa von WEC-Weltmeister und Teameigner Timo Bernhard konnte guten Gewissens zu einem Kauf raten und so wird Jochen Stoll demnächst unter der Bewerbung des aus dem ADAC GT-Masters, VLN und Carrera-Cup bekannten Teams fahren. „Rüdiger hat mir bereits jede Menge Input in Sachen  Porsche gegeben. Ich bin glücklich und sehr dankbar für die tolle Unterstützung und Beratung der Bernhards“, freut sich Stoll. „Nach dem Test vom Sonntag, wo ich insgesamt zweieinhalb Stunden im Auto verbringen konnte, muss ich sagen dass der Porsche gegenüber meinen alten Gruppe F Peugeot 306 S16 eine andere Liga darstellt. Es ist für mich eine riesen Umstellung auf Heckantrieb in Verbindung mit dieser Leistung, dem Zwischengassystem und dem sequentiellen Getriebe. Für den Berg müssen wir auf jeden Fall das Fahrwerk und die Fahrzeughöhe verändern und mit einer Spitzengeschwindigkeit von 280 km/h ist das Auto viel zu lang übersetzt. Da habe ich noch was zu tun“, so Stoll weiter. „Ich hoffe es ergibt sich die Gelegenheit zu einer exklusiven Fahrstunde mit Timo, der ja dieses Fahrzeug bei Porsche mit entwickelt hat“. Jochen Stolls Rückkehr in den Bergrennsport, und dass mit diesem imposanten Boliden, machen einige Sponsoren erst möglich. Hauptsponsor ist Euro Repar Car Service. Dessen Farben fließen nun auch in das Fahrzeugdesign ein, das aktuell von der Werbeagentur „Team Bernhard Design“ entworfen und aufgebracht wird. Team Bernhard Design kümmert sich übrigens seit kurzem auch um das Werbematerial für das Homburger ADAC Bergrennen. A pro Pos Homburg. Auf sein Heimspiel freut sich Jochen Stoll besonders, dazu hat er die Bergrennen Glasbach, Hausenstein und Eichenbühl fest eingeplant. „Weitere Bergrennen könnten dazu kommen. Da wir zuhause noch eine Garage bauen werden, muss ich schauen wie ich das zeitlich hinbekomme“ verrät Stoll. […]

1 2 3