Burglind sorgte für Sperrung der Käshofer Straße

5. Januar 2018

Das Sturmtief „Burglind“ in Verbindung mit den enormen Niederschlagsmengen der letzten Tage,  war am vergangen Mittwoch Auslöser einer mehrstündigen Sperrung der Käshofer Straße, die als Austragungsort des Homburger ADAC Bergrennens bekannt ist. Gegen Mittag hielten mehrere Bäume der großen Windlast des Orkans nicht mehr Stand und blockierten anschließend die Landstraße zwischen dem saarländischen Homburg und dem westpfälzischen Käshofen. Unweit des Fahrerlagers und auf der langen Gerade, bei Posten 15 mussten Straßenwärter und Feuerwehrleute die Straße mühsam wieder frei räumen und etliche Kubikmeter Holz abfahren. Dabei wurde auch die Doppelleitplanke auf einer Länge von rund 20 Meter regelrecht zerschlagen. Der untere Teil der dauerhaft montierten Planken gehört übrigens dem Homburger Automobilclub. Weiter musste ein kleinerer Erdrutsch bei Posten 21 von der Straßenmeisterei beseitigt werden. Am späten Nachmittag war die L120 wieder passierbar.

Boxengeflüster 13/2017: Wussten Sie schon dass…?

16. Dezember 2017

DASS der Britische Bergspezialist Keith Edwards nicht, wie gewohnt die DM-Läufe in Eschdorf, Wolsfeld, Iberg und Osnabrück bestreiten wird. Mit seinem spektakulären Audi S 1 „Ur-Quattro“ wird der beliebte Fahrer aus Nordwestengland im Jahr 2018 bei dem wohl bekanntesten Bergrennen der Welt, dem „Pikes Peak“ in Colorado (USA) an den Start gehen. „Diese einmalige Chance kann und möchte ich mir nicht entgehen lassen“ sagt Edwards, was sicherlich jeder Bergpilot unterschreiben kann. Da wird es auch für die Veranstalter auf dem Kontinent, bei denen Keith Edwards in jedem Jahr mit seinem über 700 PS starken Boliden dabei ist, zu verschmerzen sein, dass er im kommenden Jahr nicht dabei sein kann. Zu wünschen sind Keith Edwards auf jeden Fall unvergessliche Erlebnisse und natürlich ein erfolgreiches Rennen. In 2019 sind auf jeden Fall wieder Einsätze in Deutschland und Luxemburg geplant. DASS der 25-jährige Homburger Daniel Thum Ende November den BMW 316i Compact von Sophia Faulhaber übernommen hat. Mit dem Gruppe G-Serientourenwagen möchte Thum, wie sein verstorbener Vater Elmar Motorsport betreiben. Der erfolgreiche Handballspieler laboriert aktuell an einer schweren Knieverletzung und hofft bis zum Beginn der Motorsportsaison 2018 wieder fit zu sein. Geplant sind neben Leistungsprüfungen auf der Nordschleife, einige Slalomveranstaltungen sowie die Bergrennen Wolsfeld, Homburg und Eichenbühl. Thum wird für den Homburger Automobilclub an den Start gehen. DASS der junge Präsident des MSC Erftal Steffen Hofer kürzlich seine Rennleiterprüfung beim DMSB beendet und bestanden hat. Nun benötigt der Miltenberger  noch einen letzten Anwärtereinsatz im Rahmen einer Motorsportveranstaltung, um seine Rennleiterlizenz ausgehändigt zu bekommen. Somit ist Hofer befähigt bei seinem Heimrennen, dem Finale der Deutschen Bergmeisterschaft 2018 von Eichenbühl, am 08./09. September kommenden Jahres, die Fäden der Rennleitung in Händen zu halten. DASS der amtierende Berg-Europameister Simone Faggioli von der italienischen Fachzeitschrift AutoSprint am ersten Dezember-Dienstag mit dem „Goldenen Helm“ ausgezeichnet wurde. Bei einer Zeremonie im Rahmen der Motor-Show von Bologna erhielt der Florentiner diese Anerkennung für seinen 10. europäischen Titel. Der Norma-Werksfahrer überflügelte mit seinem diesjährigen Titelgewinn in der EBM, seinen legendären Landsmann Mauro Nesti, der zwischen 1975 und 1988 neun Mal die EM-Krone am Berg gewann. DASS im kommenden Jahr die Gemeinde Borgloh, der „Heimatort“ des Int. Osnabrücker Bergrennens seinen 950. Geburtstag feiert. Das ist mehr als Grund genug, dass auch der MSC Osnabrück e.V. als Veranstalter des Int. Osnabrücker Bergrennens seine besondere Verbundenheit zu dem Ort und den Menschen vor Ort dokumentiert. Schließlich war die Veranstaltung im Jahr 1968 aus Anlass der damaligen 900-Jahrfeier überhaupt […]

Termine 2018: Luxemburger Bergmeisterschaft

14. Dezember 2017

Etwas früher als bisher hat das neue Gremium ACL Sport den provisorischen Motorsportkalender der Luxemburger Bergmeisterschaft für das kommende Jahr erstellt. Erneut findet sich in der Meisterschaft des Großherzogtums kein einiges Rennen im benachbarten Belgien. Zu geringe Sicherheitsstandards werden hier schon seit Jahren von den ACL-Verantwortlichen moniert. Umso mehr Bergrennen in Deutschland dürfen sich so glücklich schätzen einen ein weiteres hochrangiges Prädikat zugesprochen zu bekommen. Neu in diesen Genuss kommt in 2018 erstmal auch des ADAC Glasbachrennen in Thüringen, dass an die Stelle der EBM-Kollegen von St. Ursanne – Res Rangiers rückt. 28./29. April 2018 – Course de Côte Abreschviller (F) 06./06. Mai 2018 – Hill Race Eschdorf (L) 20./21. Mai 2018 – Wolsfelder ADAC Bergrennen (D) 09./10. Juni 2018 – ADAC Glasbachrennen (D) 07./08. Juni 2018 – Course de Côte La Broque (F) 07./08. Juli 2018 – Homburger ADAC Bergrennen (D) 08./09. August 2018 – Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 08./09. September 2018 – Course de Côte Turckheim (F)

Homburger Bergrennen startet mit neuem Organisationsleiter durch

8. November 2017

Höhen und Tiefen gab es schon einige in den letzten 44 Jahren beim Internationalen ADAC Bergrennen auf der Käshofer Straße, am Homburger Stadtrand. Bisher hatten es die rennsportbegeisterten Mitglieder des Homburger Automobilclubs (HAC) aber immer wieder geschafft, dass traditionsreiche Motorsportevent am Leben zu erhalten und immer wieder auch neue Glanzpunkte zu setzten. Nachwuchs- und Helferprobleme, finanzielle Nöte und die Reglementierungen in den 1980er Jahren durch die Umweltbehörden wurden allesamt gemeistert. Doch in den letzten Monaten schwebte das, in der Region einzig verbliebene Bergrennen, aber erneut in Gefahr. Lange Zeit suchte die Vorstandschaft des Homburger ADAC Ortsclubs nach einem passenden Nachfolger, der die so wichtige Organisationsleitung am Käshofer Berg von „Urgestein“ Hartmut Schöffler übernimmt. Schöffler, der seit dem vierten Bergrennen im Jahr 1977 alljährlich und ununterbrochen die Fäden der Veranstaltung routiniert in Händen hielt, hat mittlerweile das 72. Lebensjahr überschritten und wird im kommenden Februar bei der Jahreshauptversammlung seine Ämter als Chef des Bergrenens und Sportleiters des Clubs, aus Altersgründen niederlegen. Die Suche nach einem geeigneten Macher gestaltete sich wie erwartet schwierig. Doch jetzt konnte der Homburger Rechtsanwalt Christoph Baldes, als erster Vorsitzender des Vereins verkünden, „die Tradition des Homburger Bergrennens wird mit Sascha Ressmann an der Spitze fortgesetzt!“. Der aus dem Bexbacher Stadtteil Kleinottweiler kommende Sascha Ressmann wurde Ende Oktober beim HAC-Clubabend im kleinen Rahmen vorgestellt. Der 45jährige Informatiker lernte das Bergrennen über seine Eltern genauer kennen, die schon länger als Helfer im Streckenverkauf dabei sind. Ressmann, der erst seit kurzem Mitglied des Homburger AC ist, hat sich nach reiflicher Überlegung entschlossen den Job anzutreten.“Meiner Meinung gehört das Homburger Bergrennen zur Saar-Pfalz einfach dazu und es wäre ein Jammer wenn dieses ehrenamtlich auf die Beine gestellte Event aus dem bunten Veranstaltungskalender der Region verschwinden würde“. Christoph Baldes hatte schon beim letzten Bergrennen im Juli Ressmann angesprochen. Mittlerweile gab es bereits zahlreiche Zusammenkünfte des Alten mit dem neunen Orga-Leiter. Man arbeitete sich in umfangreiche Aufgabengebiete ein und die ersten anstehenden Arbeiten, wie die Terminanmeldung des nächstjährigen Bergrennens beim Deutschen Motorsport Bund in Frankfurt wurden vorgenommen. Hartmut Schöffler wird Ressmann bei der Abwicklung des kommenden Deutschen und Luxemburger Meisterschaftslaufs, der für das Wochenende des 07. und 08. Juli 2018 terminiert wurde, aber noch beratend zu Seite stehen. Der erste große Auftritt steht für Sascha Ressmann bei der Jahresabschlussfeier des 1967 geründeten Clubs Anfang Dezember an. Hier erfolgt die Vorstellung im großen Rahmen, auch für die zahlreichen Helfer, Streckenposten und Funktionären befreundeten Vereinen […]

Boxengeflüster 11/2017: Wussten Sie schon dass…?

6. November 2017

DASS nicht einmal in zwei Kilometern Luftlinie Entfernung vom Fahrerlager des Homburger ADAC Bergrennens und der Redaktion von „Bergrennen in Deutschland“, seit nun kapp drei Jahren edle Race Shuttle, sprich Renntransporter für namhafte Motorsportteams gebaut werden. Die Firma A6 Jung Fahrzeugbau GmbH, die seit fast 100 Jahren im Bereich des Nutz- und Sonderfahrzeugbaus Maßstäbe setzt, ließ sich vom Homburger Weltmeister und Le Mans-Sieger Timo Bernhard inspirieren, als er für sein eigenes Team 75 Motorsport einen verlässlichen Partner in Sachen Racetrailer suchte. Mittlerweile sind die Auftragsbücher von Geschäftsführer Axel Jung gut gefüllt. Zu den Kunden der Saarpfälzer gehören beispielsweise Teams aus der DTM, VLN, ADAC GT Masters, Porsche Cup, Moto GP und auch die ersten Formel 1-Teams haben bereits bei A6 Jung angeklopft, denn auch Promo- und Hospitalitytrucks werden speziell nach Kundenwünschen gebaut. DASS der Vorarlberger Rennsportwagen-Hersteller PRC vom 15. bis 17. November auf der Professional Motor Sport World Expo in Köln seinen brandneuen, speziell für Bergrennen konzipierten E2-SC Sportwagen, namens PRC FPR 12 Flyweigth erstmals der Öffentlichkeit vorstellen wird. Der von Emanuel Pedrazza entwickelte Sportprototyp für die 2-Literklasse mit Kohlefasermonocoque, wiegt unter 500 kg! Befeuert wird das neue Baby von Pedrazza-Racing-Cars von einem 300 PS starken Honda-Motor aus dem Hause Minichberger. Zu sehen ist das Fahrzeug beim PRC-Partner und Kabelbaumspezialist Raytech, auf dem Stand 2070. Weitere Details zu diesem interessanten Projekt folgen! DASS der 1. KW-Berg-Cup Vorsitzende und Berg-Streckensprecher Uli Kohl und seine Frau Brigitte seit dem 21. Oktober 2017 nunmehr Brauteltern sind. Bei der Siegerehrung der ADAC 3-Städte-Rallye bekam Tochter Christina Kohl einen rührenden Heiratsantrag von Lebenspartner Johannes Fürst. Ein emotionaler Moment für alle die Zeugen waren. Im Hause Kohl war die Freude an diesem denkwürdigen Wochenende doppelt groß, denn Christian Kohl gewann als Co-Pilotin von Dominik Dinkel den Saisonabschluss der Deutschen Rallye Meisterschaft im heimischen Niederbayern und dem Team gelang zudem die Deutsche Vize-Meisterschaft. DASS mit einem fulminanten Finale und reihenweisen Klassensiegen in den vergangenen Rennen dem Sportleiter des MSC Osnabrück und Rennleiter des Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens, Michael Schrey, ein absolutes Meisterstück gelang. Zum zweiten Mal hintereinander wurde er Gesamtsieger des VLN Langstreckenpokals auf der Nürburgring-Nordschleife. Beim finalen Rennen tauschte er den Pilotenplatz von seinem bewährten BMW 235 i Racing Cup auf einen VW Golf TCR und holte hier die fehlenden Punkte zur Titelverteidigung.

Termine 2018: Deutsche Automobil Bergmeisterschaft

31. Oktober 2017

Es ist geschafft! Die Termine der Bergrennen in Deutschland, mit den Prädikaten Deutsche Bergmeisterschaft, DMSB Berg-Team-Cup und den beiden DMSB Berg-Cups für Touren- und Sportwagen, stehen für die kommende Saison 2018 endgültig fest. Dies wurde topp aktuell vom Fachausschuss Berg des DMSB, in Person von Marcus Malsch, bestätigt. Die noch vor Wochen verzwickte Situation, mit einer Terminhäufung im Juli ist entschärft und ein stimmiger Meisterschaftskalender liegt uns jetzt vor. Dies haben wir in erster Linie der Flexibilität und des goodwill der Veranstalter von Homburg und Glasbach zu verdanken. Nachdem der Homburger Automobilclub, der übrigens in Kürze seinen neuen Organisationsleiter vorstellen wird, schon frühzeitig die Flucht nach vorne auf den 07./08. Juli angetreten hat, verzichteten nun auch die Organisatoren des Glasbachrennens auf den angestammten Termin Ende Juli, und zog nach Absprache mit der FiA-Hillclimb Kommission auf den Juni-Termin um. Am 09./10. Juni werden also die Eliten aus der Berg-Europameisterschaft, eine Woche nach dem Ibergrennen, auf die DBM-Fahrer treffen um die südwestliche Flanke des Rennsteigs zu befahren. Somit stehen im kommenden Jahr neun Bergrennen auf dem Programm, verbunden mit der Hoffnung auf ein Comeback des Bergrennens Mickhausen im Jahr 2019! 28./29. April 2018 – ADAC Bergpreis Schottenring 05./06. Mai 2018 – Hill Race Eschdorf (L) 20./21. Mai 2018 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 09./10. Juni 2018 – ADAC Glasbachrennen 16./17. Juni 2018 – ADAC Ibergrennen Heiligenstadt 07./08. Juli 2018 – Homburger ADAC Bergrennen 28./29. Juli 2018 – ADAC Hauenstein Bergrennen 04./05. August 2018 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 08./09. September 2018 – AvD Bergrennen Eichenbühl

Boxengeflüster 08/2017: Wussten Sie schon dass…?

20. Juli 2017

DASS das aus Gerüstbauteilen der Firma Heil aus dem pfälzischen Steinwenden alljährlich aufgebaute Starttor beim Homburger Bergrennen, diesmal besonders schnell abgebaut war. Am Montagnachmittag nach der Rennveranstaltung hatte ein Fahrer einer Miettoilettenfirma, die wir an dieser Stellen namentlich nicht nennen wollen, beim einsammeln seiner „stillen Örtchen“ vergessen den Hebekrahn einzufahren und riss die gesamte Konstruktion mit sich. Das Knäul aus Metallstangen, Gerüstteilen und der Kunststoffbeplankung war enorm. Zum Glück wurde niemand verletzt. DASS die Tour de France 2017 nach ihrer Fahrt durch die Straßen von Eschdorf, die beim Bergrennen als Fahrerlager genutzt werden, am darauf folgenden Tag doch noch eine Bergrennstrecke befuhr. Kurz nach dem Start der 4. Etappe von Bad Mondorf in Luxemburg nach Vittel in Frankreich rollten die weltbesten Radprofis die Strecke des ehemaligen Bergrennens von Remerchen hinunter an die Mosel und gleich danach weiter Richtung Schengen, im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg, Frankreich. DASS der Schweizer Herbert Schmid, bei seiner Anreise zum Homburger Bergrennen knapp vier Stunden verlor. Der Schweizer Zoll hatte wohl Angst, das „Hebi“ seinen roten Porsche 996 GT3 im Ausland verkaufen würde, so musste der Garagist aus Günsberg zurück zur Bank, um danach an der Grenze umgerechnet 8.000€ als Kaution hinterlegen zu können. DASS der Nordschwarzwälder Mirko Kappler, langjähriger Helfer und Mechaniker im Team von Uwe und Mathieu Wolpert vom 16.-19. November 2017 für das Team von Mick Schumacher beim Macau Grand-Prix schrauben wird. Mirko, der in früheren Jahren auch schon für das Team von Keke Rosberg in der DTM und Formel 3 gearbeitet hat, wurde vom Sohn des siebenfachen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher für die Reise nach Asien verpflichtet. Und, dass das „K“ in der Typenbezeichnung UWR WFK 07 von Uwe Wolperts blauen Eigenbau-Sportwagens für Kappler steht. DASS der ehemalige Berg-Cup Vorsitzende Peter Reichhuber nach neun Jahren wieder an einem Bergrennen teilnahm. Der Schwabe mit saarländischen Wurzeln belegte Platz sieben in der Gleichmäßigkeitsprüfung des Homburger Bergrennens. Die Idee zu diesem Start hatte Reichhubers früherer Weggefährte Heimo Blatt, bei einem abendlichen Bier im Fahrerlager von Wolsfeld. Blatt besitzt mehrere Peugeot 106 Rallye und stelle dem pensionierten Schulleiter eines seiner Fahrzeuge zur Verfügung.

Harte Fights auf der Homburger Berg und Talbahn

18. Juli 2017

Diese fanden unter fairen Bedingungen statt. Denn das bergab beginnende, für das 44. Homburger ADAC Bergrennen „Karlsberg Rennen“ genutzte 2,6 Kilometer lange Teilstück der Käshofer Straße zeigte sich am 15. und 16. Juli bei nicht zu hohen Außentemperaturen immer trocken. 132 Rennteilnehmer nahmen am Samstag das Training auf. Trotz fast pünktlichem Beginn gegen 8:40 Uhr zogen sich die drei Durchgänge bis kurz nach 18:30 hin. Geschuldet war dies den zahlreichen Vorfällen, deren Bandbreite vom einfachen Technik-Trouble über fällige Kehrpausen bis zu Grabenbesuchen und sonstigen Ausrutschern reichte, die aber allesamt glimpflich verliefen. Am Rennsonntag reduzierten sich die den Ablauf bremsenden Ereignisse deutlich. Zwischen 8:30 und 16:50 Uhr gingen alle drei geplanten Wertungsläufe über die Bühne. Wie es den Teilnehmern des NSU-Bergpokals und des KW Berg-Cups dabei erging und wer sich den meisten Lorbeer sichern konnte, das wollen wir nun gemeinsam betrachten. Da wir uns dabei an die Abfolge des Wettbewerbs halten, schauen wir zuerst in den NSU-Bergpokal. Dieser stellt sein finales Ranking schon in den Übungsauffahrten her. Mit einer einzigen Ausnahme, auf die wir noch eingehen werden. Jörg Davidovic fährt zum Klassensieg. Gaststarter Andreas Reich, dem im zweiten Heat die beste NSU-Laufzeit gelingt, folgt Jörg beständig im Windschatten und wird Zweiter. In der Addition der drei Läufe fehlen ihm lediglich 1,643 Sekunden auf den Gewinner. Platz drei ist die Angelegenheit von Uwe Schindler, Vierter wird Alexander Follmann. Die fünfte Position hat lange Christoph Schwarz inne. Aber im letzten Run spielt sein Motor nicht mehr mit. Schon beim Vorziehen zum Start hört sich der TT gequält an. Auf den ersten Streckenmetern klingt er wieder besser, aber nach kurzer Fahrt kommt leider die Ausfallmeldung. Damit rückt Mike Vogel final auf die Fünf vor. Bei den stark verbesserten Tourenwagen (TW) bis 1150 Kubikzentimeter gibt Jürgen Schneider klar den Ton an und damit auch das Tempo vor, fährt im VW Schneider Polo 16V einen lupenreinen Start-Ziel-Sieg heraus. Auch Rang zwei ist zu keiner Zeit des Geschehens gefährdet. Jörg Eberle bezieht diesen mit seinem Fiat 127 Super von Beginn an, ist zugleich auch der 1,15-Liter KW 8V-Trophy Gewinner. Etwas enger geht es dahinter zu. Walter Voigt ist mit seinem VW Polo 16V Trainingsdritter. Doch nachdem Bernd Deutsch die beim Bremsausfall an seinem Schneider Audi 50 in der dritten Übungsauffahrt durchlittene Schrecksekunde über Nacht weggesteckt hat, ist am Renntag die dritte Position von Anfang an die seine. Walter Voigt beendet sein Homburg Wochenende als Vierter, die Fünf gehört […]

Die Ära Schöffler ging in Homburg brillant zu Ende

17. Juli 2017

Am Ende standen doch wieder die Deutschen Spitzenfahrer Uwe Lang und Frank Debruyne ganz oben auf dem Siegertreppchen des Homburger ADAC Bergrennens, obwohl es ihnen der Veranstalter nicht leicht gemacht hatte. Das Organisationsteam vom Homburger Automobilclub schaffte es wieder einige internationale Spitzenfahrer in die Saarpfalz, im Südwesten Deutschlands zu locken. Besonders zu bemerken ist hierbei, dass kein einziger Fahrer eingekauft wurden, jedoch den ausländischen Piloten, außer den Luxemburgern die ja um ihre Bergmeisterschaft fuhren, ein ermäßigtes Nenngeld gewährt wurde. Die rund dreieinhalb Tausend Zuschauer an der Käshofer Straße sahen so 28 Gästefahrer, die aus fünf Nationen anreisten. Die Trainingsläufe stocken am Samstag teilweise, geschuldet durch einige glimpfliche Unfälle und technische Defekte. Der Renntag verlief aber dann parademäßig. Zwischenfälle gab es kaum und die Sieger aus drei Rennläufen, standen bereits kurz vor 17 Uhr fest, als Franz Hilger im historischen Chevron B38 Toyota Formel 3 als Letzter die Ziellinie auf der Sickinger Höhe bei Käshofen kreuzte. Der Bayer könnte die letzte Fahrt überhaupt mit einem Rennwagen auf der Käshofer Chaussee absolviert haben, denn Hartmut Schöffler,  der „Macher“ und Organisationsleiter der seit 1974 durchweg jeweils einmal im Jahr laufende Veranstaltung, hat im Alter von 72 Jahren und nach 44 „Dienstjahren“ am Berg seinen Rücktritt erklärt. Ein oder mehrere Nachfolger, die Schöffler noch bei ihrer Arbeit begleiten würde, sind derzeit beim saarländischen ADAC Ortsclub noch nicht benannt. Schöffler und sein Orga-Team lieferten so noch einmal eine tadellose Veranstaltung ab. Wer Uwe Lang kennt, der weiß dass der Schweinfurter in den Trainingsläufen sich und seinem Osella PA 20 BMW immer noch Luft nach oben offen lässt. Der Franzose Anthony Loeuilleux im Tatuus Formel Master Honda fuhr so etwas überraschend, wenn auch hauchdünn, die schnellste Trainingszeit, vor den beiden mehrfahren Deutschen Bergmeistern Uwe Lang vom MSC Sennfeld und Frank Debruyne im Dallara F303 Formel 3, der unter der Flagge des Pirmasenser CR-Racingteam startete. Am Renntag steigert sich Lang gleich um eine halbe Sekunde und ging in Führung vor den starken Loeuilleux und Debruyne. Der erst 19-jährige Schweizer Robin Faustini brillierte bei seinem erst dritten Rennen im über 500 PS starken Reynard Cosworth Formel 3000 mit einer soliden, sicheren  und zügigen Fahrweise. Stetig schraubte die Nachwuchshoffnung aus dem Kanton Aargau seine Zeiten herunter und rangierte vorerst auf Rang vier, vor dem F3000-Routinier Daniel Allais aus Frankreich. Uwe Lang baute im zweiten Durchgang seine Führung leicht aus, doch die Verfolger blieben vor dem letzten Lauf noch in […]

Kein Starterfeld von der Stange in Homburg

10. Juli 2017

Mit der diesjährigen Ausgabe des Homburger Bergrennens vom 14.-16. Juli 2017 wird der motorsportliche Traditionsanlass bereits zum 44. Mal vom Homburger Automobilclub (HAC) durchgeführt. Am dritten Juli-Wochenende erwartet die Rennsportfans aus nah und fern, nebst spannenden Rennläufen und einer einmaligen Renn-Atmosphäre, ein umfassender Festzeltbetrieb im offen zugänglichen Fahrerlager. Das schon fast legendäre Rennen in der Saarpfalz lebt nicht nur von den Elitefahrern aus dem In- und Ausland, sondern auch von den Aktiven aus der Region. Die von den HAC-Mitgliedern und einem Freiwilligentrupp aus der 4. Kompanie des Fallschirmjägerbataillon 263 aus Zweibrücken zur Rennstrecke hergerichteten Käshofer Straße, zählt ohne Zweifel zu den anspruchsvollsten Bergstrecken in Deutschland. Vierzehn Kurven, auf 2,4 km Streckenlänge und ein in Europa einmaliger Streckenverlauf, der von der Startlinie bergab mit der darauf folgenden Durchfahrt des Lambsbachtals, über die erste Schlüsselstelle „Brückchen“ verläuft, wird den Aktiven und ihren Rennsportwagen einiges abverlangen. Außer Go-Karts, Renntrucks und der Formel 1 wird die gesamte Palette des Automobilrennsports, im Einzelzeitfahrmodus auf dem heißen Asphaltband zwischen Homburg und der Sickinger Höhe bei Käshofen bewundert werden können. Tourenwagen aller Couleur und Verbesserungsstufen, Klassik- und Oldtimerrenner sowie reinrassige Rennsportwagen, unterteilt in Monoposto und Sportprototypen gehen auf die Jagt nach Bestzeiten und Rekorden. Bis zu 600 PS sorgen für atemberaubende Beschleunigungsphasen, die die Zuschauer von den beliebten Zuschauerzonen am Start, am Brückchen und am Posten 8 bestens verfolgen können. Um Siege und Pokale geht es für die insgesamt 152 Fahrerinnen und Fahrern aus sechs Nationen in 21 Klassen, je nach Hubraum und Verbesserungsgrad. Das Ringen um den Gesamtsieg ist wie immer am prestigeträchtigsten. Hier treffen mit dem Schweinfurter Uwe Lang (Osella PA 20 BMW Evo), den Franzosen Daniel Allais (Reynard 97D F3000) und Anthony Leouilleux (Tatuus Master F2), unterschiedlichen Fahrzeugkonzepten aufeinander. Für den erst 19-jährige Schweizer Robin Faustini ist es erst das dritte Rennen in der „Königsklasse“ Formel 3000. Das Nachwuchstalent ist zurzeit europaweit der jüngste Fahrer eines solchen Boliden, aber noch in der Aufbauphase. Überhaupt kommen die Fans reinrassiger Rennsportfahrzeuge diesmal besonders auf ihre Kosten. Allein 13 Monopostos haben in der 2-Literklasse gemeldet, was an längst vergangene Zeiten der 1980er und 90er Jahre erinnert. Aus diesem Pulk kommen mit dem zweifachen Deutschen Meister Frank Debruyne (Formel 3 Dallara) vom Pirmasenser CR-Racingteam und Georg Lang (Formel Renault 2.0), dem Sohn des vierfachen Deutschen Champions Uwe Lang, weitere Anwärter auf Top-5 Platzierungen. Nicht zu vergessen sind in dieser Aufzählung die beiden Sportwagenpiloten Dino Gebhard aus Kehl (Osella […]

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