Berguerand, Frantz, De Coninck, Steiner – Eschdorf-Sieg wird hart umkämpft

29. April 2017

Zum 29. Mal organisiert die Union des Pilotes am Wochenende des 6./7. Mai ihr traditionelles Bergrennen «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup», während auch die belgischen Fahrer Eschdorf als Auslandsresultat auf ihr Konto der belgischen Bergmeisterschaft verbuchen können. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Rund 170 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg haben sich eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (schnellste Einzelzeit wird gewertet) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit der Vorjahresausgabe über neuen Belag verfügt und dass – als absolute Neuheit – die Fahrer der deutschen Berg-Meisterschaft bereits am Samstagnachmittag im letzten Trainingslauf ihr Punktekonto mit Zusatzpunkten aufbessern können. Mit Platz zwei in den Jahren 2014 und 2015, Position 3 2007, 2012 und 2016, Platz 4 2013, aber auch als Dritter der Gesamtwertung und zugleich Goldmedaillengewinner in der Kategorie der FIA-Rennsportfahrzeuge beim ersten FIA Masters im Oktober 2014 auf der gleichen Strecke möchte der vierfache Schweizer Bergmeister (2013-2016) Eric Berguerand im Lola-Cosworth Fa99 F3000 (Foto oben) endlich jenes oberste Podesttreppchen erklimmen, das er bislang so oft in Eschdorf knapp verpasste: ….kurzum, die Strecke liegt dem angriffslustigen Schweizer bestens, fehlt nur noch der langersehnte Siegerpokal. Doch auch diesmal wird die Konkurrenz dem Schweizer nichts schenken, angeführt vom französischen Bergmeister der 2. Division 2005 Cyrille Frantz im Norma-BMW M20 FC V8 4L (Foto mitte), der in Eschdorf u.a. einen vierten Gesamtrang 2015, Platz 5 in 2011 und Platz 6 in 2013 aufweist und nun endlich an den Gesamtsieg seines älteren Bruders Fabien aus dem Jahre 2011 anknüpfen möchte. Nach zwei Jahren Rennpause kehrt der vierfache belgische Bergmeister (2011-2014) Jelle De Coninck nun am Lenkrad seines nagelneuen Norma-Honda M20 FC […]

Erstes Bergmonstertreffen des Jahres in Eschdorf

27. April 2017

Am ersten Mai-Wochenende (05./06.05.) wird das „European Hill Race“ bereits zum 29. Mal in Eschdorf im Herzen Luxemburgs ausgetragen. Und auch wenn es zwischenzeitlich im Organisationsteam einige Veränderungen gab, dem motorsportlichen Highlight des Luxemburger Sports steht auch diesmal nichts im Weg. In unserer ersten Vorschau auf das Rennwochenende vom 05. bis 07. Mai wollen wird das imposante Tourenwagen-Starterfeld näher beleuchten. Seit 2004, also nunmehr 13 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken dp Porsche 935 II die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem Schweizer Romeo Nüssli, Vierter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2016 und Gesamtsieger im letzten Oktober beim legendären ADAC Bergrennen Mickhausen auf der Hut sein müssen, der erstmals in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth an den Start bringt. Genau wie man auch den deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), 2015 Gesamtsechster im Eschdorfer Regenrennen, nicht unterschätzen darf. Genau wie den bulligen und spektakulären Opel Kadett V8 5.7L von Holger Hovemann (D) oder noch die drei Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, des Schweizer Vize-Bergmeisters Fréderic Neff und des Franzosen Anthony Dubois. Eine Porsche-Meute, zu der sich auch noch die neue Einsatzwaffe des sechsfachen französischen Bergmeisters 2010, 2012-2016 Nicolas Werver gesellen dürfte, unter der Bedingung dass die seit einiger Zeit mit Ungeduld erwarteten Teile für die Fertigstellung des Porsche 997 GT2 endlich noch rechtzeitig eintreffen werden. Ein „Bergmonster“-Feld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Oder dem Ferrari 458 GT, den Eschdorf-Stammgast René Ruch erstmals mit aus der Schweiz bringt. Und auch die Subaru Impreza des Luxemburger Bergmeisters 2015 Nico Schilling und des Luxemburger Vize-Bergmeisters 2016 Charel Valentiny, den Mitsubishi Lancer des Belgiers Martin Bach (ex-Hans Schori-ex-Toni Büeler), des jungen Luxemburgers Cédric Schilling und des Tourenwagen-Europabergmeisters 2010 Roland Wanek (D), dem Audi 80 Quattro des Briten Keith Murray, dem Lotus Esprit V8 von Andrä Schrörs (D) oder noch die originellen Lamera Cup (mit 5-Zylindermotor aus dem Ford Focus RS) des ETCC-Super1600-Europameisters 2014 Gilles Bruckner  und Renault Mégane II Trophy des vom Genfer See anreisenden Franzosen Fred Waroquier. Zu besonderen Publikumslieblingen dürften sich aber auch die beiden […]

Robi Simon und das Fliewatüüt – Faustinis F3000 Debüt

23. April 2017

Das Eschdorfer Hill Race hat im Herzen des jungen Schweizers Robin Faustini schon jetzt einen Ehrenplatz. Im Vorjahr feierte er hier mit gerade mal 18 Jahren seinen Einstand im Bergrennsport am Steuer seines Tatuus-Renault FR 2.0 und belegte am Ende einen mehr als ehrenhaften 26. Gesamtrang mit bereits sehr überzeugenden Laufzeiten. Wobei das Nachwuchstalent nur wenige Minuten vor seinem letzten Rennlauf aus der Schweiz die Hiobsbotschaft erreichte, dass sein Grossvater seinen Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit verloren hat. Seine erste Bergsaison schloss der Sohn des Schweizer F3000-Berg-Piloten Simon Hugentobler am Ende als guter 15. der heimischen Bergmeisterschaft ab. Dieses Jahr nun wird Robin in Eschdorf in Erinnerung und zu Ehren seines Großvaters sein Debüt in der Königsklasse des Bergrennsports geben und erstmals den Reynard 92D Cosworth F3000 an den Start bringen. Beim Luxemburger Bergklassiker wird Robin Faustini natürlich von Papa Simon betreut, der selbst in einem Reynard 97D Judd F3000 einer seiner „Gegner“ sein wird. Nennschluss für das Hill Race in den Ardennen ist der Sonntag, 23. April 2017 – 24 Uhr! von Patrick Weber / Thomas Bubel

Werkstatt-Report #26: Formel 3000-light mit Schweden-Power

14. April 2017

Franz Seitz und sein Sohn Florian Hartmann gehen gern ungewöhnliche Weg und verfolgen nicht alltägliche Ideen. Die Auslobung der neuen „Race and Fun Challenge“, wo bekanntlich der jeweilige Zweitplatzierte der Rennwagenklasse bis 2-Liter Hubraum, Pokal und Preisgeld abstaubt, ist nur ein Beispiel. Bezahlbarer Motorsport, bei maximalem Spaßfaktor war schon immer die Maxime des Familien-Teams aus dem Schwabenländle. So reifte nach und nach die Idee in einem Formel 3000-Chassis einen unkomplizierten und kostengünstigen, aber dennoch PS-starkes Triebwerk zu verbauen. Lange suchten die Beiden nach dem idealen Motor für ihr Vorhaben. Schlussendlich wurde man in Schweden fündig. Ein, im Rallyecross-Sport häufig verwendeter Volvo-Motor, der dank seines massiven Blocks mühelos auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wird, fiel dem Team Seitz bei Internetrecherchen auf. Der Reihen-4-Zylinder mit Vierventilkopf wurde in Skandinavien geordert und quasi als Weihnachtsüberraschung kurz vor den Festtagen 2016 geliefert. Aus Kostengründen verzichtete man bewusst auf ein V8-Aggregat und hat dennoch 390 PS bei 360 Newtonmeter zur Verfügung. „Das Drehzahlband wollen wir vorerst nur bis 8.000 Umdrehungen nutzen, es geht aber mehr“, erläutert Franz Seitz. Während der Wartezeit auf den Motor widmete man sich in Rutesheim-Perouse dem Reynard-Chassis vom Typ 88D. Der Formel 3000 stammte ursprünglich vom Paul Stewart Team aus England und wurde anschließend, zwischen 1992 und 1999 vom Grazer Norbert Binder in der Berg ÖM gefahren, jedoch auch nicht mit dem etatmäßigen V8-Motor, sonder mit einem BMW. 1998 fanden Fahrer und Fahrzeug sogar den langen Weg zum Osnabrücker Bergrennen, das damals zum Österreichischen Mobil-Berg-Cup zählte. Das allererste Rollout vor einer Woche beim Testtag auf dem Flugfeld in Lahr verlief zufriedenstellend. „Die Stromversorgung via Batterie war zu knapp bemessen, wir werden eine Lichtmaschine einbauen, dann wird die Zündung rund laufen. Unser Reynard 88D Volvo 16V ist sehr gutmütig fahrbar, das können wir auf jeden Fall schon sagen“. Aus beruflichen Gründen musste die anvisierte Premiere beim Hillrace in Eschdorf verworfen werden. Somit arbeitet man nun auf die Jungfernfahrt am 24./25. Juni am Iberg in Heiligenstadt hin. Weiter möchte das Vater-Sohn-Gespann noch nicht denken. Klappt der erste Renneinsatz, sind weitere Läufe im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft geplant.

Werkstatt-Report # 25: Der Dicke ist wieder unter den Lebenden

11. April 2017

Mit dem haarigen Crash auf regennasser Piste beim Berg-Saisonfinale 2016 von Mickhausen, hatte sich Holger Hovemann und sein Team ihre zeitraubende Winterbeschäftigung gesichert. Der siebenfache Berg-Cup Gesamtsieger war nach der Antoniusbuche mit hoher Geschwindigkeit von Piste abgekommen und krachte am Waldeingang in die aufgestellten Reifenstapel und Bäume. Die Wucht des Aufpralls hinterließ mehr als deutliche Spuren. Nach dem ersten Schock und einer Schadensaufnahme entschloss man sich den gelben Opel Kadett C V8 GT-R wieder aufzubauen und bereits fünf Tage nach dem tragischen Zwischenfall traf das waidwunde „Berg-Monster“  bei Norbert Vornholt und seinem Team, in den geheiligten Hallen der Firma Veritruck in Henstedt-Uulzburg bei Hamburg ein. Seit Mitte Oktober letzten Jahres wurden hier rund 250 Arbeitsstunden, wohlgemerkt nach Feierabend von Norbert Vornholt, Markus Saß, Markus Stirnberg, Marco Kläre, Kay Hofrichter, Sven Werner, Marco von Appen und Werner Kahle geleistet. An vier Wochenenden machte sich auch Holger Holvemann auf die 650 km lange Reise vom Odenwald in den Norden Deutschlands um beim Wiederaufbau des „Dicken“ mit Hand anzulegen. Als erstes wurde eine gebrauchte Chevrolet Corvette, als Teilespender für die „Wiederauferstehung“ des populären Konzepts einer C-Kadett Silhouette mit einem 5,7-Liter Lotus Triebwerk, gekauft. Glücklicherweise bekamen Motor,  Getriebe und die Hinterachse beim Unfall recht wenig ab, sodass sich die ersten Arbeiten im vergangenen Herbst um den Wiederherstellung der Karosse drehten. Rahmenteile des Vorderbaus mussten gefertigt und angepasst werden. Danach fanden nach und nach die gesamte Technik und der potente Lotus-Motor wieder seinen angestammten Platz im Bug des E2-SH Boliden. Die dezimierten Karbonteile entstanden zwischenzeitlich neu und ein paar Neuerungen am Fahrwerk und der Aerodynamik werden unter „Weiterentwicklung“ verbucht. Seit Ende März 2017 seht der „Dicke“ wieder auf eigenen Beinen, sprich auf seinen vier Rädern. In der ersten April-Woche wurden alle Anbauteile angepasst und für die Lackierung vorbereitet. Aktuell befindet sich das „Yellow-Berg-Monster“  beim Lackierer. Ob es gelingt den Opel Kadett C V8 GT-R bis zum Saisonstart beim Bergpreis Schotten am letzten April-Wochenende fertig zu stellen, ist jedoch fraglich. Eine Menge an vermeintlichen Kleinigkeiten ist noch zu erledigen. Auch für das Luxemburger Hill Race in Eschdorf, nur eine Woche später, wird es eng. Zudem ist der Renner nach all den Arbeiten noch keinen Meter gelaufen. „Bevor es zum ersten Bergrennen geht, werde ich auf alle Fälle noch einen Testtag auf der BOSCH-Teststrecke Boxberg absolvieren. Ohne ein gescheites Roll-Out macht es keinen Sinn wieder ins Renngeschehen einzugreifen. Da brauche ich zuerst Vertrauen in mich und ins […]

Mini-Comeback powered by Motorsport Lang

17. März 2017

Als sich vor ein paar Tagen der Luxemburger Frank Maas mit einer Suchanfrage an die Redaktion von Bergrennen in Deutschland wendete, legten wir uns sogleich ins Zeug. Der Luxemburger Bergmeister von 2008 verspürte wieder einmal Lust einen schnellen Rennwagen beim einzig verbliebenen Bergrennen im Großherzogtum, dem Hill Race von Eschdorf am 06. und 07. Mai dieses Jahr zu steuern. Einen eigenen Rennwagen besitzt der ACL-Mitarbeiter derzeit nicht. Nach ein paar Telefonaten und einem Aufruf über Facebook konnte BiD dem ehemaligen Formel 3000-Pilot eine stattliche Auswahl von Mietobjekten präsentieren. In die engere Wahl kamen schlussendlich ein Formel 3 aus dem Fundus des Heiligenstädters Sascha Herz und der potente Osella PA20 BMW 3-Liter Sportwagen von Uwe Lang. Da der vierfache Deutsche Bergmeister in der Saison 2017 aus Zeitgründen eh nicht das volle Programm fahren möchte, um sich vermehrt dem Bau einer Halle widmen zu können, stand diesem Deal nichts im Wege. „Der Osella war gleich mein Favorit. Wir waren uns schnell einig und ich freue mich total“, gibt Maas ein positives Feedback an die BiD-Redaktion. „Nach meinen beiden Teilnahmen am Pikes Peak International Hill Climb in den USA werde ich erstmals wieder einen Rennwagen steuern können. Weitere Rennen sind nicht geplant“.

Vorläufige Termine 2017 – Deutsche Bergmeisterschaft

4. September 2016

Die hier aufgelisteten Termine der Bergrennen in Deutschland 2017 sind ausdrücklich als vorläufig zu betrachten und teilweise noch nicht bestätigt. Wegen des Deutschen Wandertags zum Anlass der Feierlichkeiten „500 Jahre Reformation“ musste das ADAC Glasbachrennen, als Lauf zur Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft, verlegt werden und wird im kommenden Jahr einmalig, auf dem alten „Trier-Termin“ im Juni stattfinden. Unter Vorbehalt zu sehen ist vor allem das Homburger ADAC Bergrennen. Wegen einem großen Mangel an freiwilligen Helfern und Funktionären steht das traditionsreiche Bergrennen in der Saarpfalz auf der Kippe. Wie es nach dem Rücktritt im vergangenen Juli von Organisationsleiter Nico Scheier mit dem Eschdorfer Hill Race weitergeht, ist derzeit nicht konkret. Laut des Veranstaltervereins Union des Pilotes soll das nurmehr einzige verbliebene Bergrennen in Luxemburg jedoch weiter bestehen bleiben. Für den MSC Rhön und sein Hauenstein-Bergrennen eröffnen sich nach der Verlegung des Rennsteigrennens einige Möglichkeiten, wenigstens für ein Jahr, vom ungeliebten „Mitte-August-Termin“ abzuweichen. Genaueres wird man nach dem Veranstaltertreffen am kommenden Wochenende im Rahmen des Bergrennen Unterfranken in Eichenbühl in Erfahrung bringen können. 29./30. April 2017 – ADAC Bergpreis Schottenring 06./07. Mai 2017 – Hill Race Eschdorf (L) 04./05. Juni 2017 – Wolsfelder AvD Bergrennen 10./11. Juni 2017 – ADAC Glasbachrennen 24./25. Juni 2017 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 15./16. Juli 2017 – Homburger ADAC Bergrennen 05./06. August 2017 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 19./20. August 2017 – ADAC Hauenstein Bergrennen (Update: 29./30. Juli 2017) 09./10. September 2017 – AvD Bergrennen Unterfranken 30.09./01. Oktober 2017 – ADAC Bergrennen Mickhausen

Kostenlose Nennung für das FiA Hillclimb Masters ab sofort möglich

29. August 2016

Am Wochenende des 8. und 9. Oktober 2016, also eine Woche nach dem DM und FiA Hillclimb Cup-Finale von Mickhausen,  kommt es zur zweiten Auflage des FIA Hillclimb Masters. Nach der überaus gelungenen Erstlingsveranstaltung im Jahr 2014 im luxemburgischen Eschdorf, wird nun die tschechische Region Ölmütz, mit der Stadt  Šternberk und die aus der Berg-Europameisterschaft bekannten Bergrennstrecke von Ecce Homo, der zweie Austragungsort dieses „Race of Champions der Berge“ sein. Um den Teilnehmern entgegen zu kommen, die aus Ländern anreisen, wo relativ kurze Bergrennstrecken vorherrschen, wurde die Strecke von Ecce Home auf eine Distanz von 3,3 km verkürzt. Seit dem vorletzten Augustwochenende ist die Registrierung der Teilnehmer, für diesen außergewöhnlichen Event offen.  Bis zum 21. September 2016 um Mitternacht, ist die Einschreibung für Fahrerinnen und Fahrer möglich, die sich nach den Kriterien der FiA qualifiziert haben oder von ihrem nationalen Verband eine sogenannte Wildcard erhalten haben. Die letztendliche Entscheidung wer per Wilde Card dazu stoßen darf obliegt jedoch der FiA Berg Kommission. Neben dem klassischen Einzelzeitfahren, wo an die Gewinner und Platzierten Gold, Silber oder Bronze-Medaillen in drei Kategorien vergeben werden, gibt es erneut den Nationen Cup. Um allen National-Mannschaften eine faire Chance zu geben, erfolgt die Vergabe eines kompletten Medaillensatzes nach der Gleichmäßigkeit der gefahrenen Zeiten. Vier Aktive bilden ein Team, wobei die drei gleichmäßigsten Fahrer gewertet werden. Zudem erfolgt eine eigene Wertung für Junioren-Fahrer (U25) und eine für die schnellsten Damen. Für Letztere werden zusätzliche Startplätze reserviert. Grundsätzlich beim Masters Startberechtigt ist, wer folgende Kriterien der Platzierung (Stand: 19. September) erfüllt: – unter den Top 12 beider Kategorien der FIA Europa-Bergmeisterschaft 2016 – unter den Top 12 der drei Kategorien des FiA International Hill Climb Cup 2016 – unter den Top 3 einer FiA Zonen Meisterschaft 2016 – unter den Top 5 einer nationalen Meisterschaft 2016 oder Top 3 gruppeneingestuften nationalen Meisterschaft – Wilde Card über den nationalen Verband Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Deutsche Vertreter den Weg zu diesem einmaligen Happening in der Tschechischen Republik finden werden, um den Deutschen Bergrennsport würdig zu vertreten. Vor zwei Jahren in Eschdorf gingen 19 Fahrerinnen und Fahrer für die Bundesrepublik an den Start. Auf ein ähnlich großes deutsches Feld hofft Christoph Schackmann, das DMSB Fachausschussmitglied aus den Reihen des EMSC Bitburg, der wie in 2014 wieder als Team-Captain fungiert. Quasi als Delegationsleiter ist Schackmann im Vorfeld und am Masters-Wochenende selbst der Ansprechpartner. „Jede Fahreranfrage für eine Wild Card werden […]

Nach Scheier-Rücktritt – Eschdorfer Hillrace soll weiterleben

15. Juli 2016

Ja, Vereinspäsident Nico Scheier ist von seinem Amt zurückgetreten. Es ist richtig, dass Nico Scheier, Gründungsmitglied der Union des Pilotes im Jahre 1981 und seither eine der treibenden Kräfte des Vereins, aus in erster Linie persönlichen Gründen von seinem Posten als Präsident zurückgetreten ist, Funktion, zu der er seit 2013 zurückgekehrt war, nachdem er bereits während des ersten 2000er-Jahrzehnts kürzer getreten war, um dann im Jahr 2010 nach dem tragischen Unfalltod seines Sohnes David, der sich inzwischen als Orgaleiter um das Eschdorfer Bergrennen verdient gemacht hatte, wieder verstärkt in Szene zu treten. Der Vorstand der Union des Pilotes sowie die gesamten Mitglieder des Vereins bedanken sich hiermit wärmstens bei ihrem scheidenden Präsidenten für seinen vorbildhaften und unerschöpflichen Einsatz, sowohl im Dienste des Clubs, des Eschdorfer Bergrennens, als auch im Interesse des Luxemburger Automobilsports ganz allgemein. Dennoch unterstreicht die Union des Pilotes, dass selbst wenn im Vereinsleben und Bereich des Ehrenamts der Rückzug eines verdienstvollen Mitglieds stets ein harter Schlag ist und sein wird, solche Rücktritte zwangsläufig in allen erdenklichen Bereichen, sei es in Vereinen oder auf beruflicher Ebene, nie ausbleiben werden und es dann gilt, die Herausforderung anzunehmen, die Lücke zu schlieβen, Aufgaben neu zu verteilen und gegebenenfalls, im Rahmen der Möglichkeiten, neue Energien und Kräfte zu mobilisieren. Eine Herausforderung, die der Vereinsvorstand der Union des Pilotes, dessen Vize-Präsident Alain Pier bis zur nächsten jährlichen Vollversammlung den Interim-Vorsitz übernehmen wird, sowie die Clubmitglieder mehr denn je bereit und motiviert sind, im Interesse des Fortbestands des Eschdorfer Bergrennens und des Luxemburger Automobilsports anzunehmen. Organisationsarbeit des Eschdorfer Bergrennen war nie eine «One-ManShow». Obschon es stimmt, dass der scheidende Präsident durch sein Temperament und seinen Perfektionsdrang einen erheblichen Teil der Verantwortungen selbst schulterte, wäre die Organisation eines Groβereignisses eines solchen Ausmaβes niemals ohne den aufopferungsvollen Einsatz und Arbeitsaufwand einer groβen Vielzahl von im Rahmen ihrer persönlichen Möglichkeiten und Verfügbarkeit in den verschiedensten organisationellen Aufgabenbereichen beteiligten Personen denkbar, sei es auf rein sportlichem Plan in der Rennleitung, dem Sekretariat, im promotionellen Bereich, in punkto Kontakte und Kontaktpflege zu den internationalen Gastfahrern, der Vorbereitung des Veranstaltungsgeländes und der Strecke, inklusive des arbeitsintensiven Aufbaus der imposanten VIP-Struktur, im Logistikbereich oder noch dem Veranstaltungsablauf selbst. Insgesamt sind alljährlich rund fünfzig Mitglieder, zu denen sich unzählige freiwillige Helfer, befreundete sowie lokale Eschdorfer Vereine, deutsche und luxemburgische Streckenposten, Zeitnehmer, Techniker usw… gesellen, vor, während und nach der Veranstaltung am Werkeln, um das erfolgreiche Gelingen und den internationalen Ruf des […]

Bergrennen in Deutschland 2016 – Ein Zwischenbericht

29. Juni 2016

Die Pflanze Bergrennsport gedeiht nach wie vor üppig. Zuwendung und Pflege von Seiten der Veranstaltervereine, Medien, Aktiven und nicht zuletzt des DMSB Fachausschuss Bergrennen tragen Früchte. Die Gattung Tourenwagen blüht in allen Farben und Formen vor allem in den sechs Hubraumklassen der Gruppe E1 und der Gruppe A/F, hier besonders in der 2-Liter-Klasse. Bei den Rennsportfahrzeugen, mit ihren Formelrennwagen und Sportprototypen  ist der „grüne Daumen“ seit Jahren nicht so ausgeprägt. Gerade im internationalen Vergleich sind die Top-Fahrer und Fahrzeuge dieser Spezies hierzulande dünn gesät. Im Hinblick auf das zweite FiA Hillclimb Masters am 8./9. Oktober 2016 im tschechischen Sternberk Ecce-Homo fallen die Medaillenchancen somit äußerst gering aus. Als zusätzlichen Dünger wurde zur Saison 2016 von Seiten des Fachausschuss Berg der neue DMSB Berg-Cup untergemischt. Erstmals werden in dieser Meisterschaft Titelträger in den Gattungen Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge separat gesucht. Die Punktezuteilung erfolgt, wie einst in der Berg-Meisterschaft nach dem Veranstaltungs-Gesamtergebnis der beiden Divisionen. Dafür wurde die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft etwas zurück geschnitten. Ab sofort wird es nach den zehn Veranstaltungswochenende nur noch einen nationalen Meister des Bergrennsports geben. Wertvolle Zähler werden hierzu in den jeweiligen Hubraumklassen zugeteilt. Die neu gestaltete Meisterschaft ist somit ein „Chancengeber“ für alle die, die in ihrer Klasse regelmäßig um den Sieg mitfahren, ganz egal ob in der Gruppe N, A, E1 oder in den E2-Rennwagen-Kategorien. Spannung und Action steigen und der Titelkampf wird somit auf wesentlich mehr Schultern verteilt, als in der Vergangenheit. Das zarte Pflänzchen DMSB Berg-Team-Cup ist nach einigen Anfangsschwierigkeiten mittlerweile zu einem bunten Strauß herangewachsen. Im dritten Jahr seiner Durchführung kann mit acht Teams und 32 Fahrerinnen und Fahrern ein Rekord-Einschreibeergebnis vermeldet werden. Beispielhaft voran ging hier der MSC Osnabrück, der als Veranstalter des Osnabrücker ADAC Bergrennens am ersten August-Wochenende, die Initiative ergriff und gleich zwei Mannschaften, sortiert nach Sportwagen und Tourenwagen, zusammenstellte und ins Rennen schickt. Hier sind die Möglichkeiten der Teambildung für die Zukunft mannigfaltig und lässt noch einiges erwarten. Dass es in Deutschland interessante und sichere Bergrennstrecken gibt und viele Veranstalter von Läufen der Deutschen Berg-Meisterschaft für eine tolle Atmosphäre und das gewisse Flair bei ihrem Event sorgen, dass gestemmt ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften, hat sich mittlerweile bis auf die britischen Inseln herum gesprochen. Immer wieder kommen einige Bergspezialiten, wie zum Beispiel Keith Edwards mit seinem spektakulären Audi Sport Quattro S1 in Pikes Peak-Ausführung (Foto mitte),  über den Ärmelkanal und bereichern hierzulande die Teilnehmerfelder. In der laufenden Bergsaison stehen zehn Meisterschaftsläufe […]

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