André Wiebe einmal durch – DMSB Berg-Prädikate vor der Entscheidung

28. August 2016

Nur noch zwei Veranstaltungen, dann ist die Saison 2016 der Bergrennen in Deutschland schon wieder Geschichte. Auf dem Terminkalender der vier DMSB-Prädikate sind nur noch das Bergrennen Unterfranken am 10./11. September und das Bergrennen Mickhausen Anfang Oktober abzuarbeiten. Bereits jetzt, zeichnet sich ein klares Bild ab, wer am Ende seine Nase in den jeweiligen Championaten vorne haben wird, und mit Andé Wiebe steht seit dem Rennwochenende in der bayrischen Rhön bereits der Gewinner des erstmals ausgeschriebenen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen fest. Deutsche Bergmeisterschaft – Wertung in den einzelnen Klassen: Auch hier ist André Wiebe in seinem Renault Laguna Williams derjenige, der die absolut besten Karten in den Händen hält. Mit vom Streichresultat bereinigten 135,8 Punkten muss der junge Hunsrücker zweimal in seiner Klasse E1 bis 2000 ccm im Vorderfeld ankommen und sein ärgster Verfolger, Formel 3-Pilot Frank Debruyne, kann machen was er will und dennoch die erstmalige Meisterschaft des André Wiebe nicht zu verhindern. Rechnet man das Streichresultat mit ein, rangiert Frank Debruyne derzeit gar mit 123,3 Punkten auf Rang drei, hinter Hans-Peter Eller im 1400er VW Scirocco mit bereinigten 128,6 Zählern. Wenig Chancen noch in die Top 3 vorzudringen haben die beiden Gruppe F-Kontrahenten Kai Neu (Ford Focus ST) und Kevin (BMW 320), die nach Abzug des Streichers Punktgleich mit 112,3 Punkten auf der vier liegen, dicht gefolgt von Sportwagen-Ass Uwe Lang mit bereinigten 111,3 Zählern. Die Top 5 der Meisterschaft sind übrigens, neben weiteren, startberechtigt beim FiA Hill Climb Masters am 8. und 9. Oktober auf der Strecke von Ecce-Homo in der Tschechischen Republik. DMSB Berg-Cup für Tourenwagen – Wertung in der Division: Hier liegt André Wiebe mit 142 (-3) Punkten uneinholbar an der Spitze, gefolgt von Patrick Orth, der es mit seinem BMW 320 is nach Ausfällen und Nichtrennteilnahmen auf 85 Punkte gebracht hat. Mit ähnlichen Saisongeschichten liegen Norbert Handa (Lancia Delta) und Hans-Peter Eller punktgleich mit 77 Zählern auf Rang 3. Michael Rauch (Opel Kadett C 8V) lauert mit 66 (-1) Punkten auf Rang fünf. Nach seinem Tourenwagengesamtsieg vom Glasbach rangiert WEC-Weltmeister Timo Bernhard (Porsche) mit 23 Punkten derzeit auf Platz 12. DMSB Berg-Cup für Sportwagen – Wertung in der Division: Wie erwartet reduziert sich diese Meisterschaft auf den Zweikampf zwischen den beiden Ex-Bergmeistern Uwe Lang (Osella PA 20S BMW) und Frank Debruyne, dem Dallara F303 Opel-Piloten vom CR-Racingteam. Zwei Wertungen vor Schluss liegt Lang mit 121 (-5) Punkten vor Debruyne, der von seinen 115 Punkten aber […]

Hauenstein: Reifenwechsel am laufenden Band

24. August 2016

Das Rhönwetter zeigte sich einmal mehr unbeständig und echt launisch, drückte dem „47. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ seinen Stempel auf. Dabei hatte der Trainingssamstag noch freundlich begonnen. Mit zwei trockenen Auffahrten, aber in der dritten kam dann der vorhergesagte Regen, setzte nach den ersten drei Klassen ein, hielt die 4,2 Kilometer-Highspeedpiste von Hausen hinauf zur Hochrhönstraße durchgehend nass. Am Sonntagmorgen präsentiert sich diese zwar weitestgehend trocken, nur in den Waldpassagen lauern noch feuchte Flecken. Aber dichter Nebel verurteilt das 106 Rennteilnehmer umfassende Feld zu 75 Minuten Untätigkeit, erst um 9:45 Uhr erlauben die Verhältnisse einen sicheren Start. Kurz darauf regnet es stark, die Reifenwechsel-Rochade beginnt, sie wiederholt sich während des Tages mehrmals. Die bewundernswert geduldig ausharrenden Fans entlang der Strecke üben Schirme auf- und zuklappen, während die Aktiven und ihre Helfer fleißig Räder wechseln. Denn der Regen kommt und geht ganz nach Belieben, aber da es relativ warm und auch windig ist, trocknet die Fahrbahn immer wieder sehr schnell auf, macht sich sozusagen „Slick-fähig“, nur um danach erneut kräftig abgebraust zu werden. Wer wann und warum auf welchen Reifen unterwegs ist, das lässt sich irgendwann nicht mehr schlüssig nachvollziehen, trotzdem werden wir versuchen dieses Thema in den Berichten über die Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung aufzuarbeiten. Der zwangsweise verschobene Startzeitpunkt verbunden mit einigen Vorfällen sowie häufig nötiger Straßenreinigung sorgt in Summe dafür, dass nur zwei der drei geplanten Rennläufe durchgezogen werden können. Kurz nach 17 Uhr ist das sportliche Geschehen auf der Strecke beendet, das wir uns jetzt zusammen anschauen wollen. Der Übungssamstag des NSU-Bergpokals endet mit einer klaren Bestzeit von Steffen Hofmann, der am Hauenstein den Team-TT mit der Startnummer 519 pilotiert. 4,513 Sekunden dahinter beginnt eine Vierer-Verfolgergruppe, die in einem Zeitfenster von 2,563 Sekunden zusammenliegt. Diese setzt sich zusammen aus Jörg Höber (TP2), Uwe Schindler auf der Drei, Frank Kleineberg (TP4) und Thomas Krystofiak in seiner 1200 C „Reiselimousine“ als Fünftem. Zum Rennauftakt legt Steffen Hofmann noch einen Zahn zu, stürmt in 2:12,899 über die 4,2 Kilometer, distanziert seinen nächsten Verfolger um fast 6 Sekunden. Der heißt aktuell Thomas Krystofiak (P2), er führt jetzt die schon aus dem Training bekannte, aber nun neu sortierte Verfolger-Viererbande an, die nach Lauf eins innerhalb von 2,05 Sekunden zusammenklebt. Jörg Höber ist Dritter, Uwe Schindler lauert 4 Tausendstel dahinter auf der Vier, Fünfter ist Frank Kleineberg. Kurz vor dem Beginn des zweiten Runs der NSUs beginnt es wieder einmal stark zu regnen. Eine Gelegenheit […]

Foto-Galerie Osnabrück und Hauenstein online!

23. August 2016

Mit etwas Verzögerung, auf Grund eines Computertotalausfalls in der BiD-Redaktion, ist nun die Fotogalerie vom motivreichen Osnabrücker ADAC Bergrennen online, gleich in Verbindung mit den Bildern vom Wochenende in der Rhön, beim ADAC Hauenstein-Bergrennen. Hauenstein 2016: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=6446 Osnabrück 2016: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=6445

Hauenstein: Eifelwetter in der Rhön

22. August 2016

Ausgerechnet zum 47. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen zeigte sich die sonst so wunderschöne Rhön von ihrer rauen und unbarmherzigen Seite. Bis Samstag 15 Uhr hatte noch der Sommer die Oberhand rund um die Rhönhofstraße zwischen der 700 Seelengemeinde Hausen und dem Schwarzen Moor, einer der vielen Touristenattraktionen im Biosphärenreservat Rhön. Doch dann erreichten die Vorboten des Herbsts, mit Regen und Nebel das Renngelände mit dem Ziel auf rund 780 m Meereshöhe. Der Renntag begann mit einer 90 minütigen Verspätung. Dichte Nebelschwaden hatten im unteren Streckenbereich den für 8 Uhr 30 geplanten Rennbeginn unmöglich gemacht. Drei kurze, aber heftige Regenschauer, gleichmäßig über den Tag verteilt, prüften die flinken Hände der Teamhelfer und Mechaniker beim Reifenroulette. Rennleiter Klaus Höhn und Bernd Seyd, der den Posten des Organisationsleiters von Christian Leutheuser übernommen hatte, der mit seinem Team bei der VLN auf dem Nürburgring im Einsatz war, haderten über das dritte Hausenstein-Rennen i n Folge, das von den Wetterunbilden beeinflusst wurde. Auch diesmal wurde das Klassement etwas durcheinandergewirbelt und eine Auffahrt musste nach dem verspäteten Beginn und einigen Zwischenfällen gekürzt werden. Nachdem der überlegene Gesamtleader des ersten Durchgangs Uwe Lang im zweiten und letzten Lauf in seinem slikbereiften Osella BMW geduscht wurde und auf Rang 19 abrutschte, wiederholte Norbert Brenner im Opel Vectra V8 DTM (Foto oben) seinen Vorjahressieg, vor einem stark aufkommenden Holger Hovemann im Opel Kadett GT/R V8. Der Odenwälder und sein Team arbeiteten lange auf diesen Moment hin, sich mit den ehemaligen DTM-Boliden messen zu können. Da die 4,2 km lange Strecke in der Rhön Hovemanns Fahrzeugkonzept entgegen kam, reichte es um Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM hauchdünn zu schlagen. Somit standen drei Fahrer aus der Gruppe E2-SH auf dem Gesamtsiegerpodium. Thomas Conrad im CRS-Renault Eigenbau-Sportwagen rettete sich bei aufkommendem Regen noch ins Ziel auf Rang vier und gewann zudem die 2-Liter Sportwagenklasse vor Bernd Letmade (Norma). Als die vier bis dahin schnellsten Fahrer im Ziel waren, entschied sich die Rennleitung für einen weiteren Reifenwechsel. Somit war für Formel 3-Pilot Frank Debruyne nicht mehr zu holen als Gesamtrang 5. In Sachen Berg-Meisterschaft und DMSB Berg-Cup für Rennwagen war dies für den Badener jedoch kein Beinbruch. Die 2-Liter Formelklasse gewann Debruyne dennoch vor den im Regen überraschend starken Youngstern Georg Lang (Formel Renault) und Mathieu Wolpert (BSR Formel 3). Mit Rang 7, rund vier Sekunden hinter dem aus Österreich angereisten Tourenwagen-Gesamtsieger Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2) behauptete André Wiebe […]

Weißer Riese jetzt rot am Hauenstein

9. August 2016

Mit Unterstützung der BFG Bau-Finanz-Gruppe aus Fulda, übrigens auch einer der tatkräftigen Unterstützer von „Bergrennen in Deutschland“, wird der Schwarzwälder Alexander Hin erstmals am deutschen Berg mit seinem neu erworbenen Reynard Formel 3000 zu sehen sein, dass beim ADAC Hauenstein-Bergrennen in der Rhön am 20./21. August. Der bekannte „weiße Riese“, das ex-Fahrzeug des mehrfachen Österreichischen Bergmeisters Hermann Waldy, ist nun rot und mit einem 3,3 Liter Judd-Motor, 580 PS, bei 11000 U/min, ausgestattet. Aktiv in Renngeschehen kann der Hausbau-Unternehmer damit aber leider nicht, da im Deutschen Berg-Reglement bei den Formel-Rennwagen eine Hubraumgrenze von 3 Litern gilt. Show und Testfahrten wurden aber bereits genehmigt, sodass die Fans entlang der Rhönhofstraße bei Hausen in den Genuß eines großartigen Boliden kommen können.

Boxengeflüster #12/2015: Wussten Sie schon dass..?

24. Januar 2016

DASS  beim 100. Pikes Peak Bergrennen am letzten Juni-Wochenende kommendes Jahres mit Mikko Kataja erstmals wieder ein Finne, nach dem Gesamtsieg von Ari Vatanen im Jahr 1988, beim Race to the Clouds in den USA dabei sein könnte. Kataja, der als amtierender Rookie-Gewinner 2014 des KW Berg-Cup aus beruflichen Gründen in die Vereinigten Staaten übersiedelte, hat jetzt eine Antrag auf Einladung an die PPIHC-Organisatoren gestellt. Man darf also gespannt sein ob Kataja und sein Toyota Starlet in der offiziellen Teilnehmerliste auftaucht, die am 16. Februar 2016 veröffentlicht wird. DASS es im kommenden Jahr wieder ein Bergrennen am Schleizer Dreieck geben wird. Nachdem 2010 letztmals ein Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und zum KW Berg-Cup im Vogtland stattfand, wird es wohl am 20. und 21. August 2016 eine Gleichmäßigkeitsveranstaltung (GLP) sein. An diesem Wochenende läuft übrigens zeitgleich das ADAC Hauenstein-Bergrennen in Rhön als Berg-DM Lauf. DASS René Mandel, der Enkel der verstorbenen Berglegende Herbert Stenger, an diesem Wochenende beim hochkarätigen „Race of Champions“ in London, hinter den Kulissen tätig war. Der Autocross-Europameister von 2014 zählte zur Mechaniker-Crew des Holländischen Fast & Speed-Teams, wo René auch Werksfahrer ist und von denen die spektakulären ROC-Buggys kommen. Der 24-jährige Wahl-Schweizer war mit für die Vorbereitung der Buggys zuständig und betreute beim Nations-Cup am Freitag und beim Champions-Race am Samstag Motorsportgrößen wie Felipe Massa, Jenson Button, Niko Hülkenberg, Jason Plato, Tom Kristensen und nicht zuletzt den späteren Sieger Sebastian Vettel. Für 2016 plant Mandel den Umstieg in den Opel Adam, um beim ADAC Opel Rallye Cup an den Start zu gehen. Der Rallyesport hat dann klare Priorität vor den Autocross EM-Läufen im 1600er Buggy. DASS es der Britische Bergmeister Scott Moran in der ROC-Factor-Abstimmung leider nicht geschafft hat den begehrten Gastfahrerplatz beim Race of Champions im Londoner Olympiastadion zu ergattern. Bei der Abstimmung von rund 33.000 ROC-Fans auf Facebook, lag der Formel-Pilot lang auf Rang zwei, was für das Ausscheidungsrennen am Donnerstag gereicht hätte. Am Ende rutschte Moran mit 12,7% der Stimmen auf Rang vier ab. Immerhin gewann mit dem ehemaligen BMW-Werksfahrer Andy Priaulx, der Britische Bergmeister von 1995 den ROC-Nations-Cup!