Stoll-Peugeot geht nach Ostwestfalen-Lippe

22. August 2018

Der Peugeot 306 S16, das Top-Gruppe F Auto von Jochen Stoll, wird an den Berg zurückkommen. Der Detmolder Daniel Null hat das Fahrzeug in der vergangenen Woche übernommen und wird es nach einigen Weiterentwicklungen und mit neuem Design ab der Saison 2019 in der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup einsetzen. Einige Zeit stand das ehemalige „Überfliegerauto“ der Gruppe F zum Verkauf, nach dem sein bisheriger Besitzer Jochen Stoll mit zahlreichen Erfolgen, wie Platz 3 in der Berg DM 2014 und einem Vize-Titel im DMSB Berg-Pokal, eine familiäre Pause einlegte und erst in diesem Jahr wieder mit einem Cup-Porsche sein Comeback gab. Zwischendurch bewegte Jochens Vater Volker Stoll ab und an den Peugeot bei Bergrennen im Ausland. Nun hat der erfolgreiche 306er in Ostwestfalen-Lippe eine neue Heimat gefunden, doch ein bisschen Wehmut kam bei den Stolls dann doch auf, als der Peugeot seinen „Stall“ in der Westpfalz verließ. „Ja, es war ein ganz tolles Treffen am Wochenende und der Kontakt im Vorfeld schon super“, berichtet Daniel Null. Die gesamte Familie Stoll war vor Ort und besonders Volker fiel es sichtlich schwer als wir dann mit dem Peugeot bei Auto Stoll in Gehrweiler vom Hof gefahren sind. Es hat einfach alles gepasst und die beiden werden ihr ehemaliges Auto ja auch weiterhin am Berg sehen. Das macht die Sache umso schöner…“ „Mein BMW E36 wird demnächst zum Verkauf stehen“, verrät der junge Familienvater. „Ich habe den historischen BMW 2002 ja auch noch zuhause stehen, mit dem ich die letzten 10 Jahre die Berg-Meisterschaften im historischen Bereich durchgefahren bin. Daher muss der E36 weg,  sonst wird es zu viel für mich. Ich plane für 2019 so viele Läufe wie möglich zu fahren, meine Familie ist ja auch immer mit dabei. Die Meisterschaft durchfahren werde ich erst in der darauf folgenden Saison 2020“. Jetzt heißt es für Daniel Null erst einmal sich auf das ungewohnte Auto mit Frontantrieb umstellen.

Werkstatt-Report #32: Der Kühlergrill wird besonders liebevoll wieder eingesetzt

25. März 2018

Nach seinem Ausrutscher beim Bergrennen Mickhausen im letzten Oktober hat sich Alexander Marx entschlossen seinen BMW M3 E36 der Gruppe F neu aufzubauen. Dies geschieht aktuell im Saarbrücker Stadtteil Klarenthal. Dabei wird die komplette Technik in eine neue Karosse übernommen. Der 27 jährige Metallbaumeister im Familienbetrieb spielte sowieso bereits mit dem Gedanken eine jüngere Karosse zu fahren. „Der Unfall von Mickhausen hat uns die Entscheidung leicht gemacht mit dem Um- und Neuaufbau zu beginnen“, stellt Alexander klar. „Die alte Karosserie wäre noch zu retten gewesen, doch die Zeichen der Zeit waren daran sichtbar geworden. Außerdem gab es im alten Blechkleid nur einen geschraubten Überrollkäfig. Im neuen Auto wird dieser eingeschweißt sein. Ich plane den ersten Renneinsatz fürs Wolsfelder Bergrennen an Pfingsten, das müsste ich schaffen. Es sieht aktuell noch nach mehr Arbeit aus, als es in Wirklichkeit ist“. Bald soll das Chassis, für den 3 Liter Motorblock mit überarbeiteter Nockenwelle, in die Lackierkabine geschoben werden. Danach kann es mit dem Zusammenbau dann richtig los gehen. Zusammen mit Vater Klaus, der im Team mit seinen Grillspezialitäten exzellent für das leibliche Wohl sorgt, wurde nach Wolsfeld das Glasbachrennen geplant, bevor man Anfang Juli beim Heimrennen in Homburg antritt. Danach sollen Osnabrück und Eichenbühl die Saison beschließen. Vater und Sohn Marx sind auch abseits des Motorsports im ganzen Saarland bekannt. Mit Eisen Marx produzieren und vertreiben die Beiden das saarländische Kult-Produkt überhaupt, den „Schwenker“. Zur Erklärung für alle Nicht-Saarländer, dabei handelt es sich um einen Dreibeingrill mit hängendem Rost für offene Feuerstellen, ganz nach der Tradition im Saarland. Heut zu Tage natürlich aus Edelstahl. Aber nicht nur dass! Alles was die Herzen der Grillfreunde höher schlagen lässt, halten die Marx in ihrem Ladenlokal in Saarbrücken-Klarenthal und im Online-Shop vor, wie zum Beispiel Outdoor-Küchen, Gasgrills, Pizzaöfen, Smoker und Räucheröfen samt Zubehör und Ersatzteilen. Denn nicht nur im Saarland gehören Rennsport und Grillen auf jeden Fall zusammen, da kann nur sagen „sau gudd“.

Kai Neu – Als Spätstarter Deutscher Berg-Team-Meister

27. Oktober 2017

Homburger Rennfahrer Kai Neu wiederholt seine Spitzenplatzierung in der DMSB Bergmeisterschaft und kommt im Team erstmals zu Meisterehren. Die Rennfahrer des Homburger Automobilclubs befinden sich weiter auf der Erfolgsspur. Im Profibereich ist dies seit Jahren der Bruchmühlbacher Timo Bernhard, der sich aktuell anschickt, mit Porsche 919 Hybrid nach 2015 zum zweiten Mal den Fahrer- und Markenweltmeistertitel im WEC-Sportwagen-Langstreckenrennsport zu erringen. Aber auch im Amateur- und Breitenmotorsport tat sich in der Anfang Oktober zu Ende gegangenen Saison 2017 wieder erfreuliches. Traditionell sind die Bergrennen die Motorsport-Disziplin in der die aktuell 13 Aktiven des Homburger ADAC-Ortsclubs vorwiegend an den Start gehen. Der amtierende Clubmeister der Saarpfälzischen Motorenthusiasten Kai Neu, zählte wie im Vorjahr auch diesmal zum engen Favoritenkreis in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Nachdem der Serviceleiter im elterlichen Ford Autohaus Neu im Homburger Ortsteil Erbach, die Vorjahressaison mit einem hervorragenden vierten Gesamtrang in dieser höchstrangigen, nationalen Meisterschaft seinen bislang größten Erfolg verbuchen konnte, war die Motivation des Dreiunddreißigjährigen in diesem Jahr besonders hoch. Immer als Helfer und Mechaniker bei den zehn Rennwochenenden im Jahr dabei, ist Kais Vater Uwe Neu. Gleich von Anfang an ließ Neu Junior seinen stets zahlreichen Kontrahenten in der Klasse der Produktions-Tourenwagen Gruppe F bis 2000 Kubikzentimeter Hubraum  keine Chance. Beim ADAC Bergpreis Schotten am hessischen Vogelsberg, im luxemburgischen Eschdorf und an Pfingsten beim Wolsfelder ADAC Bergrennen in der Südeifel, kassierte Neu jeweils die maximale Punktausbeute. Doch ausgerechnet beim einzigen Lauf zur Berg-Europameisterschaft in Deutschland, am zweiten Juni-Wochenende in Bad Liebenstein am Rennsteig, schlug der „Defektteufel“ unbarmherzig zu. Der um die 240 PS starke Ford Fokus ST 170 hatte sozusagen Karies, das Getriebe machte eine schnelle Weiterfahrt ins Ziel unmöglich und ein Totalausfall war die Folge. Für das Sohn-Vater-Team war dies noch kein Beinbruch, denn das DM-Reglement sieht ein Streichresultat in der Jahresendwertung vor. Weitere technische Gebrechen oder Ausrutscher durfte sich Neu im weiteren Saisonverlauf nun aber nicht mehr leisten. Bei den Bergrennen am Iberg im Eichsfeld, beim Heimspiel Homburger ADAC Bergrennen und in der Rhön beim ADAC Hauensteinrennen lief es anschließend wieder optimal. Drei weitere Klassensieg machte der „Spätzünder“ in Sachen Motorsport klar. Die mehr als 500 km lange Anreise zum nördlichsten Bergrennen der Republik Anfang August in der Nähe von Osnabrück, war dann im nachhinein gesehen der Knackpunkt für Neus Titelambitionen. Schon am Trainingstag machte das Getriebe erneut mucken. Der dunkelblaue Fokus zog eine lange Ölspur hinter sich her und sorgte für eine längere Unterbrechung der Trainingsläufe. […]

Neue Technik-Regeln im Tourenwagenbereich

17. Januar 2017

Wie von der DMSB-Abteilung Technik Automobilsport bereits veröffentlicht, hat die FIA in den Gruppen N, A und R einen FT- Sicherheitstank ab 01.01.2017 zur Pflicht gemacht. Wegen der Kurzfristigkeit und teilweiser Lieferprobleme gilt im DMSB-Bereich für 2017 folgende Übergangsregelung: Bei allen DMSB-genehmigten Veranstaltungen in Deutschland gelten grundsätzlich die Regelungen zum Kraftstoffbehälter gemäß Anhang J 2016 bis zum 31.12.2017. Dies bedeutet, dass bis Ende 2017 weiterhin auch die serienmäßigen Kraftstoffbehälter zugelassen sind, falls in der betreffenden Serienausschreibung nichts anderes festlegt ist. Vorstehende DMSB-Regelung gilt grundsätzlich nicht für Serien mit dem Status International und nicht bei Wettbewerben mit FIA- Prädikat; hier gilt ab 01.01.2017 die Vorschrift aus dem Art. 253-14 bzw. 260-401-a1 im Anhang J 2017. Ab 2018 wird es in der Gruppe F nachfolgende Regelung hinsichtlich Heckspoiler im Art. 18 des Gruppe F Reglements geben: „Die Breite von nicht-serienmäßigen Heckspoilern darf maximal 80% der Karosseriebreite, gemessen an den hinteren Kotflügeln senkrecht über der Radmitte, betragen. Die Höhe des Heckspoilers darf den höchsten Punkt des Daches nicht überschreiten. Aerodynamische Hilfsmittel am Ende des Fahrzeugs dürfen nicht mehr als 40 cm nach hinten über den äußeren Rand der Karosserie hinausragen“.