FIA ​​ordnet Begrenzung der Motoren an

24. Juni 2020

Die Berg-Europameisterschaft stand mit der Einführung des Performance-Faktors zur Saison 2020 vor einer Art Neubeginn, aber das neuartige Coronavirus hat diese Bestrebungen erst einmal mangels Rennen auf Eis gelegt. Die Meisterschaft und die FiA Hillclimb Masters in Portugal wurden abgesagt. Die FIA ​​arbeitet jedoch weiter auf 2021 hin. Zahlreiche Entscheidungen wurden vom FIA-Weltrat am vergangenen Freitag getroffen, auch die Berg-Kommission brachte Neureglungen auf den Weg. Die Grundsätze zur Kontrolle der Motorenentwicklung und Leistungsbeschränkungen, gerade in den großen Hubraumklassen Gruppen E2-SS und E2-SC, wurden für die EBM und den International Hillclimb Cup bekannt gegeben. Diese Einschränkungen gelten insbesondere für Fahrzeuge der Kategorie 2 (Ein- und Zweisitzer-Rennsportfahrzeuge). Es wird ein technischer Berater ernannt, der in Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung der FIA die am besten geeigneten Maßnahmen (leicht anwendbar und überprüfbar) bewerten wird, um die Leistung der Motoren zu begrenzen. Diese neuen Bestimmungen werden ab 2021 in die technischen Vorschriften für Fahrzeuge der Kategorie 2 aufgenommen. Die Änderungen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen und zielen auf die teilweise extreme Performance der Fahrzeuge von Simone Faggioli, Christian Merli und Co. Es geht dabei um die Sicherheit, Kostenkontrolle und gleicher Wettbewerbsbedingungen.

Porträt Robin Faustini: «Mein Moped ist nie 30 km/h gefahren»

29. März 2020

Robin Faustini (22) ist der Aufsteiger der Schweizer Berg-Meisterschaft. Sein Motto hat er von Rennfahrer-Legende Mario Andretti abgekupfert: «If everything is under control, you’re just not going fast enough!» Robin Faustini gilt als das Talent im Schweizer Bergrennsport. Unerschrocken, draufgängerisch und doch mit der nötigen Portion Respekt rückt der Aargauer der Schweizer Berg-Elite immer mehr auf die Pelle. Noch fehlen dem gelernten Sanitärinstallateur mit italienischen Wurzeln ein paar Sekunden, doch für den mehrfachen und amtierenden Schweizer Meister Eric Berguerand steht jetzt schon fest: «Robin ist der Mann, der uns eines Tages beerben wird.» Mehr als 18 Jahre Altersunterschied haben die beiden. Das sind im Bergrennsport Welten. Marcel Steiner, im Vorjahr Gesamtzweiter, ist gar doppelt so alt. Doch Faustini lässt sich deshalb nicht von seiner Mission abbringen: «Ich will Schweizer Meister werden», sagt der Mann, der mit 520 PS den Berg hochjagt, selbstbewusst. Vor ihm liegt ein hartes Stück Arbeit. Fahrerisch ist er Berguerand und Steiner, die den Titel in den letzten zehn Jahren unter sich ausgemacht haben, ein großes Stück näher gekommen. Das Problem ist das Auto. «Mein Formel 3000 ist im Vergleich zu Berguerands Lola ein Serienfahrzeug. Eric hat mit seiner Erfahrung das Auto so umgebaut, dass es am Berg perfekt harmoniert. Daran muss ich nun arbeiten.» Im Kart zu faul – Das Einmaleins des Motorsports hat Faustini nicht wie viele andere im Kartsport gelernt. Zwar ist auch er Kart gefahren, aber nur sporadisch. Eine Teilnahme an der Schweizer Meisterschaft hat ihn nie interessiert. «Ich bin meinem Vater sehr dankbar, dass er mir das Kartfahren ermöglicht hat, aber ich war damals als Teenager zu faul, um diesen Sport ernsthaft zu betreiben.» Viel mehr Freude hatte Robin am Hobby seines Vaters. «Ich bin mit ihm zu jedem Bergrennen mitgegangen und habe ihm geholfen, sein Auto zu präparieren.» Bergrennen wurden so bald zur gemeinsamen Leidenschaft. Nur der Nachname blieb unterschiedlich. «Meine Eltern haben nie geheiratet», sagt Robin, der stolz den Namen seiner Mutter trägt. «Als es eines Tages darum ging, dass ich den Namen meines Vaters annehmen sollte, habe ich meinen Eltern gesagt: Wenn ich zu einem ‹Hugentobler› werde, bin ich hier weg!» Mit 17 Jahren klemmte sich Faustini erstmals selber hinters Lenkrad eines Monopostos. «Ich weiss noch», erzählt er, «dass mich Roland Bossy, bei dem auch mein Vater gefahren ist, an einem Montag angerufen hat. Ich war damals noch in der Ausbildung und er fragte mich, ob ich am Mittwoch zu […]

race and fun Challenge kann  Preisgeldtopf aufstocken

14. Februar 2017

Wie „Bergrennen in Deutschland“ schon im vergangenen Dezember berichtete, hat die Firma Seitz KG Pumpentechnik aus Rutesheim zur Belebung der 2-Liter Formelklasse am Deutschen Berg, für die kommende Saison 2017 die „race and fun Challenge“ aus der Taufe gehoben, mit der Besonderheit dass hier die jeweilige Zweitplatzierten unter dem Motto „first fun – second win“ ein Preisgeld abstauben. Zwischenzeitlich gibt es sehr erfreuliche Neuigkeiten. Es konnte für die total neue und ungewöhnliche zweite Platz Wertung in der 2 Liter Formelklasse der Berg DM ein zusätzlicher Sponsor gewonnen werden. Die Firma BAT-motorsport.de aus Leutkirch im Allgäu, einigen Motorsport Insidern schon länger bekannt als leistungsstarker Fachlieferant für die weit verbreiteten blau und weinrot eloxierten DASH Anschlüsse für Stahlflexschläuche, steigt als Co-Sponsor mit einem beachtlichen Betrag in die Race ans Fun Challenge ein. „Wir können somit jedes der geplanten 9 Rennen im Rahmen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, nun mit einem Preisgeld von 333,–€  für den zweiten Platz ausstatten“, freut sich Ideengeber Franz Seitz. „Der Inhaber von BAT-Motorsport.de, Eugen Weber ist überzeugt und fasziniert vom Potential dieser Sache. Eugen Weber selbst, ist ein erfolgreicher Fahrer im Slalom Sport und ähnlich wie Frank Debruyne oft ohne echten Gegner in seiner Klasse, schätzt die Vorteile dieser 2. Platz-Wertung für den Sport und den Aufmerksamkeitswert hoch ein“. Weiter konnte Bernd Grell für das „managen“ einer geplanten  Facebook-Gruppe „race and fun Challenge“ gewonnen werden. Grell, ein junger rühriger Fan des Formel Bergrennsportes, ist Besitzer eines sehr schön restaurierten Reynard Opel Lotus MK1. Er führt schon seit einiger Zeit erfolgreich eine von ihm gegründete Opel-Lotus Gruppe in Facebook (siehe Bernd Grell). Er stellt unermüdlich Kontakte zu früheren Fahrern, ehemaligen Rennstallbesitzern, Mechanikern etc. der Opel Lotus Szene her und sammelt alle Infos über diese Formel-Fahrzeuge. Wie ihn, gibt es noch manchen jungen Fahrer und auch älteren potentiellen Wiedereinsteiger, die sehr gerne Formel Rennsport am Berg betreiben würden. Leider sind die Zugangsvoraussetzungen (int. C-Lizenz) für diesen Interessenten zurzeit zu hoch. Möglicherweise der Hauptgrund warum die Division 2 der „Formel und Rennsportfahrzeuge“ am deutschen Berg kaum neue Teilnehmer verzeichnen kann. Aber fahrbereite und bezahlbare, jedoch leider stillgelegte Fahrzeuge dieser Division gibt es viele. „Dies ist eine anstehende Aufgabe für die Verantwortlichen des Bergrennsportes beim DMSB und des Fachausschuss“, beteuert Franz Seitz. „Gerne in Zusammenarbeit mit uns. Denn einen vertretbaren und einfacheren Lizenz-Zugang zur früher am Berg so teilnehmerstarken Formel- und Rennsportfahrzeuge Klassen zu schaffen, wäre unser ein großes Anliegen“.