Vorarlberger Christoph Lampert kehrt zurück in die Gruppe ES-SC

22. März 2023

Der sympathische Österreicher Christoph Lampert, der in den vergangenen Jahren, immer wieder mit beachtlichen Erfolgen im Bergrennsport aufhorchen ließ und zuletzt eine Rennpause einlegte, ist quasi wieder im Geschäft. Abgesehen von der letztjährigen Team-Einschreibung im KW Berg-Cup zusammen mit Mario Ruwe, auf seinem ehemaligen VW Golf 16V und dem Wolsfelder Bergrennen, war es recht ruhig um den Berg EM-Dritten 2019. Vor wenigen Tagen konnte das Team Lampert zuschlagen und wird wieder die Gruppe E2-SC zurückkommen. Mit dem Nova Proto NP01-2 Hartley 1170cc Turbo (ex Corentin Starck) konnte ein sehr potentes und wettbewerbsfähiges Fahrzeug erworben werden. Über einzelne Terminplanung von Christoph Lampert ist noch nichts bekannt, aber Ende April 2023 am Rechberg in der Steiermark, soll der erste Renneinsatz erfolgen.

Bäumchen wechsel dich beim Team Voss

11. März 2023

Bastian Voss ist unbestritten einer der Newcomer des „Nach-Corona-Jahres“ 2022, bei den Bergrennen in Deutschland. Mit seinem Tatuus Formel Renault 2.0, sorge der junge Mann aus Delbrück-Westenholz unweit von Paderborn, bei einigen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft für hochgezogene Augenbrauen bei den eingefleischten Rennsportfans und seinen Gegner in der 2-Literklasse der Formelfahrzeuge. Er ließ sein Können, mit unterlegenem Material aufblitzen und zeigte sich bereits von einer sehr professionellen Seite. Nun, über den Winter haben sich die Vorzeichen im Vater-Sohn-Team Voss  geändert. Eines ist sicher, der Formel Renault wird eingemottet und dient für den Notfall aus T-Car und Ersatzfahrzeug. Da, Vater Andreas Voss Ende letzten Jahres den potenten Osella PA 2000-Rennsportwagen vom Vorarlberger Christoph Lambert abluchsen konnte, ist das Cockpit des zweiten Tatuus-Rennwagens im Bestand der Geflügelzüchter-Familie frei geworden. Der Rennwagen vom Typ Formula Master Honda, gehört ebenfalls in die Klasse E2-SS bis 2000 ccm Hubraum, ist aber eher als moderner Formel 2- oder GP3-Renner anzusehen. In der Zwischenzeit konnte Bastian den Master Probe fahren. Das Kohlefaser-Monocoque mit der Seriennummer 39 besitzt einen 2-Liter 4-Zylinder Motorblock aus Vollaluminium, der 250 PS entwickelt. Zur Saison 2019 setzte diesen Wagen Andreas Voss bei ausgesuchten Bergrennen ein. Nun steht also ein Umbruch im ostwestfälischen Team bevor. Der Sportwagen vom Typ Osella ist für Andreas Voss, ebenfalls Neuland. Der „Mittfünziger“ gehört damit bald zum erlesenen Kreis der Bergrennfahrer die alle drei Fahrzeug-Kategorien pilotierten. Bis 2016 wurden mehrere VW Golf Gruppe H mit Hilfe von Tuner Misczyk eingesetzt. Ab 2017 hießt es dann Formel-Rennsport im Team Voss, mit Unterstützung und in Partnerschaft mit den Schwaben vom CRS-Team Conrad, die den technischen Support beisteuerten. So wird es auch in diesem Jahr sein. Die beiden Renner weilen derzeit bereits im „Schwabenländle“ zur Überholung. Außerdem soll der blütenweiße PA 2000 ebenfalls das „Lionel-Regal-Memorial-Designe“ bekommen. Den erste Renneinsatz am Berg wird es für das Voss-Gespann am 29./30. April 2023 beim grenznahen französischen Bergrennen „Course de Côte Abreschviller“ in Lothringen geben, auch wenn dieser Lauf zur Französischen Bergmeisterschaft, nach aktuellen Informationen, nun doch noch nicht zum DMSB-Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge 2023 zählen kann. Danach sind mehr oder weniger alle DBM-Läufe eingeplant. Man darf also gespannt sein wie sich der U25- und der Ü50-Pilot schlägt. Druck wollen wir hier keinen aufbauen. Wenn die Beiden ihr „Ding“ machen und einen Schritt nach dem Anderen gehen, wird es eine interessante Meisterschaftsrunde bei den Rennsportfahrzeugen in Deutschland sicher geben.

Ein Faible für historische Rennwagen: Stephan Collisi

15. August 2022

Der bayerische Unternehmer Stephan Collisi hat sich den historischen Rennwagen verschrieben. „Ich liebe diese alten Autos, und ich fände es schade, sie nur im Museum zu sehen. Denn dafür sind sie nicht gebaut worden.“ Als er sich mit 17, 18 Jahren ernsthaft für Autos zu interessieren beginnt, sitzt er bald im ersten eigenen Rennwagen. Mit der Zeit werden die Autos größer: „Auf der Rundstrecke bin ich u.a. Formel 5000 gefahren. Das sind Formel-1-Chassis aus den 1960er Jahren mit einem Chevy-Motor. Ich hatte auch Can-Am-Autos, großvolumige zweisitzige Rennsportwagen mit bis zu 9,5 l Hubraum und um die 1000 PS.“ Jetzt fährt er mit seinem weißen Behnke Condor mit dem BMW-M10-Vierzylinder und rund 200 PS jedes Jahr ein Dutzend Bergrennen im In- und Ausland. Als Präsident der Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge e.V. setzt er sich für die Belange seiner Fahrerkollegen ein. Aktuell baut er zudem einen weiteren Condor auf, mit dem er auf der Rundstrecke fahren will. Der Behnke Condor ist ein legendärer offener zweisitziger Rennwagen, dem Lotus aus England nachempfunden. Der Münchner Lotus-Importeur Peter Behnke baute davon bis 1974 insgesamt 17 Exemplare. Seine beiden Söhne firmieren heute als „Team Behnke Motorsport“, auf das auch Stephan Collisi vertraut: „Mit der Familie Behnke bin ich gut befreundet, und bei ihren Fahrzeugen habe ich meine motorsportliche Heimat gefunden. Ein besonderer Dank geht an Peter Behnke senior. Er unterstützt mich immer noch regelmäßig, und ich glaube, er freut sich sehr, dass jemand die Fahrzeuge, die er damals gebaut hat, noch so hochhält.“ Collisi legt auch selbst Hand an: „Ich habe bei mir zu Hause eine eigene Werkstatt.“ Bei Rennen ist er sein eigener Mechaniker. „Auch wenn ich mit den Behnkes zusammen bin, schraube ich an dem Auto eigentlich alles allein. Und egal wie gut man es vorbereitet, es bleibt eine Herausforderung, ein Auto mit einer so filigranen und schon älteren Technik über ein Wochenende am Laufen zu halten.“ Seine Familie begleitet ihn selten, doch das könnte sich bald ändern: „Meine Söhne sind jetzt 14 und 11 und haben den Spaß am Schrauben entdeckt. In diesem Sommer kommen sie zu ein paar Rennen mit.“ Abseits der Rennstrecke ist Collisi leidenschaftlicher Klavierspieler, und um seine Mitte zu bewahren, praktiziert er Tai Chi. Das gibt ihm wiederum Energie für seine Ziele im Rennsport: Seine Vorjahreszeiten stetig zu verbessern und in der deutschen Bergmeisterschaft möglichst weit vorn zu sein. Neben Gesamtsiegen in der historischen Berg-Europameisterschaft und der historischen Wertung der österreichischen Bergmeisterschaft hat er viele […]

IG Rennsportfahrzeuge mit 29 Startern – permanente Startnummern geplant

25. März 2022

Die Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge e.V. entstand aus dem ehemaligen AvD Sportwagen-Berg-Cup und bildet den Zusammenschluss der Formel- und Sportwagenpiloten in der Deutschen Bergmeisterschaft und dem DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge. In einer Initiative der Vereinsführung wurde zwischenzeitlich ein Vorschlag für permanente Startnummern für Formelfahrzeuge und Sportwagen erarbeitet. „Damit würden wir in der kommenden Saison das Umkleben von Startnummern und damit unnötige Kosten für alle Beteiligten vermeiden. Zudem ergibt sich ein kleiner Nachhaltigkeitseffekt. Außerdem stellt sich eine feste Startreihenfolge ein“, sagt Stephan Collisi von der IG. Nachdem fast alle Teilnehmer an der Deutschen Bergmeisterschaft im Verein Mitglied sind, werden damit die meisten Fahrer zumindest bei den rein deutschen Rennen erfasst. Bei den in der Regel beiden deutschen FiA-Läufen könnte es Anhand ausländischer Starter zu geringfügigen Änderungen kommen. Zurzeit laufen Gespräche mit allen DBM-Veranstaltern punkto Startnummer für die Saison 2022, die den Vorschlag prüfen und im Idealfall übernehmen. Noch bleibt Zeit zur Endscheidungsfindung, denn erst Anfang Juni beim Wolsfelder ADAC Bergrennen können die Rennsportfahrzeuge am deutschen Berg in die Saison 2022 starten, da das Hillrace Eschdorf erneut nicht stattfinden kann. Dafür freuen sich einige IG-Piloten vom 30. April – 01. Mai beim französischen und Luxemburger Meisterschaftslauf in Abreschviller in den Vogesen, gelegen zwischen Saarbrücken und Strasbourg, auf ihre erste Auf- und Ausfahrt seit Langem. Weitere Infos unter www.rennsportfahrzeuge.de Fotos: Andreas Landis, Thomas Bubel E2 SS- 3000 ccm St.Nr. 1 – 15 5 Robert Meiers 6 Franz Seitz 7 Gerd Kauf E2 SS – 2000 ccm St.Nr. 16 – 40 20 Frank Debruyne 21 Mathieu Wolpert 22 Georg Lang 23 Robert Meiers 24 Andreas Voss 25 Thomas Löscher 26 Benjamin Noll 27 Sascha Herz 28 Patrick Rahn 29 Bastian Voss 30 Marco Lorig 31 Daniel Null E2 SS – 1600 ccm St.Nr. 41 – 50 47 Kai Felix Lanig E2 SC – 3000 ccm St.Nr. 51 – 65 51 Alexander Hin 52 Philipp Eiermann 53 Uwe Lang 54 Bernd Simon E2 SC – 2000 ccm St.Nr. 66 – 84 66 Peter Amann 67 Uwe Wolpert 68 Nikolas / Hendrik Uenzen 69 Dino Gebhard 70 Bernd Letmade 77 Thomas Conrad 78 Gerhard Siebert 79 Stephan Collisi 80 Uwe Kaufel E2 SC – 1600 ccm St.Nr. 85 – 95

Angleich der Lizenzvoraussetzungen an das FIA-Reglement

17. Januar 2022

Als ob es nicht ohnehin schon schwer genug ist mit den neuen FIA-Lizenzbestimmungen, setzte die FiA in Paris nun ein weiteres Detail um, das potentiell neue und langjährige Teilnehmer an der Deutschen Bergmeisterschaft in der Division II (Formel- und Sportwagen) betrifft und die nationale Sonderregelung für Formel-Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum aushebelt. Die Lizenzvoraussetzungen für die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft 2022 und den DMSB-Automobil-Berg-Cup 2022 mussten „leider“ an die neuen FIA-Lizenzbestimmungen angepasst werden. Leider, weil so der Zugang zu den Gruppen CN, D und E2 der Kategorie II erschwert wird und generell eine ITC-R Lizenz benötigt wird und nicht wie bislang eine ITD-R für Fahrzeuge der Kategorie II bis 2.000 ccm Hubraum. Fahrer benötigen ab dieser Saison für die Teilnahme in der Division II (Rennsportfahrzeuge) in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft und im DMSB Automobil-Berg-Cup eine Internationale Lizenz Stufe C Road (ITC-R). Damit entfällt die bisherige Regelung, bei der eine Internationale D-Lizenz für die Teilnahme in der Division 2 bis 2.000 ccm möglich war. Für historische Fahrzeuge gemäß FIA Anhang K des ISG ist die Internationale Lizenz Stufe D Road (ITD-R) in der Division 2 ausreichend. Bei Problemen mit dem notwendigen Lizenzupgrade, wird gebeten den zuständigen DMSB-Koordinator Alexander Geier per E-Mail unter ageierdmsb.de oder telefonisch unter 069/63300717 zu kontaktieren. Die Änderungen können in den Prädikatsbestimmungen zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft 2022 und dem DMSB-Automobil-Berg-Cup 2022 nachgelesen werden. Fotos: Tibor Szabosi, Henri Schwirtz

Prototypenmarke Funyo expandiert in die Französische Bergmeisterschaft

4. Dezember 2021

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung auf der Rundstrecke wird der französische Prototypenhersteller Funyo Racing in Partnerschaft mit dem Reifenhersteller Michelin Motorsport im Jahr 2022 neues Terrain betreten. Tatsächlich wird Funyo in den Bergrennsport einsteigen um sich ab der nächsten Saison im Rahmen der Französischen Bergmeisterschaft zu etablieren. Erst einmal möchte man sich bei den  vier großen „Flaggschiff-Events“ der ersten Liga, Vuillafans, Mont Dore, Chamrousse und Turckheim, in einer eigens geschaffenen „Mountain Challenge by Funyo“ präsentieren. Funyo steht dabei indirekt in Konkurrenz mit so erfolgreichen Marken wie Norma, Osella oder Revolt. Funyo baut seit 20 Jahren Prototypen zu sehr geringen Kosten (€ 53.000 zzgl. MwSt. ready to run), angetrieben von einem Peugeot 308 GTI 1,6L Turbo-Motor mit 270 PS und einem Gesamtgewicht von 670kg, kommt der Typ SP05 EVO daher. Diese Prototypen haben sich in Bezug auf Zuverlässigkeit und Leistung weitgehend bewährt. Mit seiner einfachen Handhabung wird der SP05 EVO sowohl Einsteiger als auch erfahrene Piloten begeistern, insbesondere dank einfacher Wartung und sehr günstigen Wartungskosten. Während der „Mountain Challenge by Funyo“ wird der Hersteller aus Allonnes, einem Vorort von Le Mans, die anwesenden Teams technisch unterstützen. Änderungen am bewerten Chassis werden nicht erwartet, der SP05 Evo wird mit der gleichen Konfiguration am Berg wie auf der Rundstrecke gefahren. In 2021 nahm Funyo bereits  an den Bergrennen von Mont-Dore und Turckheim in der Kategorie CN3 teil. Ihre Piloten (Amateure und ohne Bergerfahrung) stiegen zweimal auf das Podest. „Es ist uns eine große Freude, den Funyo-Rennsportwagen in die Welt des Bergrennsports einzuführen “, erklärt Romain Angebeau, Manager von Funyo.

Bernd Simon setzt ab sofort auf Norma M20 FC V8

14. November 2021

Wie bereits vergangene Woche von BiD angekündigt, wird in der kommenden Saison 2022 ein weiterer Top-Bolide aus der 3-Liter V8-Rennsportwagen-Kategorie die Bergszene Deutschlands aufwerten. Die Marke Norma und der europaweit gebräuchliche Typ M20 FC fehlte hierzulande bislang noch. Nun hat der Dillenburger Bernd Simon die Katze aus dem Sack gelassen. Der Transportunternehmer und Classic-Car Händler aus Mittelhessen hat am vergangen Samstag den Wagen aus den Händen des Vorbesitzers Bernhard Gradschnig aus Österreich in Empfang genommen und konnte seinen Ex-Hin und Allais Reynard F3000 in Zahlung geben. Der Kärntner, der nach einem Motorradunfall in 1990er Jahren mit einer Prothese am linken Bein in den Rennsport eingestiegen war, kaufte den Norma erst Anfang 2020 vom vierfachen Berg-Europameister Andres Vilarino aus Spanien und erreichte im Frühherbst diesen Jahres beim Bergrennen St. Agtaha einen viel beachteten dritten Platz in der Tageswertung hinter Christian Merli und Alexander Hin. Durch Corona konnte das Fahrzeug in letzter Zeit nur wenig eingesetzt werden. Simon, der sich schon viele Jahre mit Kraftsport fit hält, sich mit seiner gestandenen Körpergröße im engen Cockpit des Formel 3000 nicht so recht wohl fühlte, setzt nun große Hoffnungen auf den potenten französischen Sportwagen, der von einem 3 Liter Synergy V8-Motor befeuert wird. Jedenfalls verfügt Bernd Simon nun über ein hervorragendes Fahrzeug auf einem sehr guten technischen Stand. Knapp über 500 PS gilt es nun zu bändigen. Aber wer Bernd Simon kennt, der weiß dass zukünftig mit dem früheren Formel 3 und CN-Piloten zu rechnen ist. „Ich bin noch keinen Meter damit gefahren“, verrät Simon. „Sobald es die Möglichkeit gibt, werde ich ein Rollout fahren. Zuvor muss ich jedoch eine neue Auspuffanlage mit Kat einbauen und mich auf jeden Fall um die Sitzposition kümmern. Zwischendurch wird sich Uwe Lang der Fahrwerksabstimmung annehmen. Dann bleibt nur zu hoffen, dass im kommenden Jahr so viele Bergrennen wie möglich regulär stattfinden können“.

Francesco D‘ Acri: „Italo-Hesse“ wandelt erfolgreich zwischen zwei Welten

7. Februar 2021

Luzzi ist eine kleine süditalienische Gemeinde in der Provinz Cosenza in der Region Kalabrien mit rund 9000 Einwohnern, die den Motorsport lieben. Ausdruck dessen ist das bekannte Bergrennen von Luzzi – Sambucina, das regelmäßig zur Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) zählt. Ein Kind dieses Dorfes ist Francesco D‘ Acri, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt. In Erzhausen zwischen Darmstadt und Frankfurt betreibt D´Acri eine Firma für Baudienstleistungen. Wir kennen den sympathischen Italiener vor allem von seinen sporadischen Rennen mit seinem Elia Avrio-Sportwagen in der Deutschen Bergmeisterschaft. Seit 2011 hat der Gründer und Team-Chef des Tintillo Racing Teams den von einem Suzuki GSXR 1000-Motorradmotor angetrieben Gruppe E2-SC Rennwagen „Made in Kalabrien“ ins Hessische exportiert. Der kleine, flinke Sportwagen mit Kettenantrieb von Konstrukteur Leonardo Elia, hat hierzulande zwischenzeitlich viel Aufmerksamkeit bekommen, zuletzt beim seinem deutschen „Home GP“ in Eichenbühl im Jahr 2019. Nicht nur wegen der anhaltenden Pandemie hat Francesco D‘ Acri den realen Rennsport auf den deutschen und italienischen Bergpisten etwas vernachlässigt. Auch aus Zeitgründen ist der Luzzese mehr und mehr im virtuellen Bereich unterwegs. Via Internet von Deutschland aus, gehört D´Acri zu den regelmäßigen Startern in der SimRacing-Meisterschaften von Modders Team Corse, quasi der virtuellen CIVM und Berg EM. Bei der auf Assetto Corsa basieren Simulations-Plattform pilotiert er sogar das virtuelle und detailgetreue Gegenstück seines Elia-Avrio Rennwagens. Es freut D‘ Acri das er seinen kleinen Prototy praktisch 1:1 für die Teilnahme an der virtuellen Meisterschaft zur Verfügung hat. „Für mich bedeutet Bergrennen eine Mischung aus Emotionen wie Glück, Adrenali, Leidenschaft und manchmal auch Traurigkeit. In meiner Heimat Luzzi geht es ziemlich leise und beschaulich zu, bis jemand einen Rennwagen startet, dann sind alle hellauf begeistert“. Zum Sim-Rennsport sagt D´Acri weiter: „Der virtuelle Rennsport existiert schon lange, aber es war nie interessant für mich, weil ich mit dem realen Racing aufgewachsen bin. Mit der virtuellen Welt bin ich dank Modders Squadra Corse und ihrer Meisterschaften näher gekommen, die mir das Gegenteil bewiesen haben. Ich habe es ausprobiert und war wirklich überrascht. Ich denke, dass dieses Team etwas Großes auf virtueller Ebene veranstaltet, indem es eSport-Meisterschaften auf ausgezeichnetem Niveau und wachsenden Interesse veranstaltet. Ich bin stolz, denn das Gute ist, dass es sich um eine italienische Gruppe und Leuten handelt, die bestrebt sind auch internationale einen hohen Level zu erreichen.“ Über sich und seine große Familie erzählt D´Acri weiter: „Ich lebe in Deutschland, habe aber sehr tiefe Wurzeln in Italien. Es kommt nicht […]

FIA ​​ordnet Begrenzung der Motoren an

24. Juni 2020

Die Berg-Europameisterschaft stand mit der Einführung des Performance-Faktors zur Saison 2020 vor einer Art Neubeginn, aber das neuartige Coronavirus hat diese Bestrebungen erst einmal mangels Rennen auf Eis gelegt. Die Meisterschaft und die FiA Hillclimb Masters in Portugal wurden abgesagt. Die FIA ​​arbeitet jedoch weiter auf 2021 hin. Zahlreiche Entscheidungen wurden vom FIA-Weltrat am vergangenen Freitag getroffen, auch die Berg-Kommission brachte Neureglungen auf den Weg. Die Grundsätze zur Kontrolle der Motorenentwicklung und Leistungsbeschränkungen, gerade in den großen Hubraumklassen Gruppen E2-SS und E2-SC, wurden für die EBM und den International Hillclimb Cup bekannt gegeben. Diese Einschränkungen gelten insbesondere für Fahrzeuge der Kategorie 2 (Ein- und Zweisitzer-Rennsportfahrzeuge). Es wird ein technischer Berater ernannt, der in Zusammenarbeit mit der technischen Abteilung der FIA die am besten geeigneten Maßnahmen (leicht anwendbar und überprüfbar) bewerten wird, um die Leistung der Motoren zu begrenzen. Diese neuen Bestimmungen werden ab 2021 in die technischen Vorschriften für Fahrzeuge der Kategorie 2 aufgenommen. Die Änderungen sind auf mehrere Faktoren zurückzuführen und zielen auf die teilweise extreme Performance der Fahrzeuge von Simone Faggioli, Christian Merli und Co. Es geht dabei um die Sicherheit, Kostenkontrolle und gleicher Wettbewerbsbedingungen.

Werkstatt-Report #38: Ein 3-Liter PRC für Christian Triebstein

15. März 2020

Es gibt auch noch hoffnungsvolle und erfreuliche Nachrichten aus der hiesigen Bergrennszene. Der Nordhesse Christian Triebstein wird zukünftig in der 3-Liter Klasse der Sportwagen-Gruppe E2-SC antreten, und somit zum Kontrahent von Alexander Hin in seinem Osella mutieren. Nachdem der Besitzer einer KfZ-Werkstatt in Habichtswald seinen Dallara F302 Opel Formel 3, der ihn zur Vize-Meisterschaft im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge 2019 trug, im vergangen November an den Lipper Daniel Null verkaufte, konnte sich Triebstein seinem lang ersehnten Umstieg in ein 3-Liter Fahrzeug widmen. Als Grundstock für dieses Projekt diente ein PRC FPR 12-Modell, wie es Alexander Hin im ersten Drittel der Saison 2019 fuhr und später beim Bergrennen St. Ursanne in der Schweiz, bei einem Highspeed-Crash schwer beschädigte. Damals schlug in diesen „Flyweigth-Chassis“ ein 2-Liter Honda-Herz  von Minichberger. Zukünftig wird an dessen Stelle ein knapp unter 500 PS starker Nissan-V6-Motor aus der Worldseries seinen Dienst tun. Am Fuße des Ibergs, bei Sascha Herz in Heilbad Heiligenstadt wurde in den vergangenen Wochen eifrig an Aufbau eines PRC-Chassis gearbeitet. Angeliefert wurde lediglich das Chassis samt Vorderachse. Mit seiner neuen Firma Drive Solutions GmbH wird der Organisationsleiter des Ibergrennens erneut mindestens drei Rennsportfahrzeuge in der Deutschen Bergmeisterschaft einsetzten – wenn dies wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht möglich sein sollte, dann eben wieder im Jahr 2021. Vor wenigen Tagen stand der Sportprototyp aus Vorarlberg erstmals auf allen vier Rädern. Das Soundstarke V6-Aggregart fand zwischenzeitlich seinen Platz, neben den vielen neuen Einzelteilen, am und im Auto. „Die Hardware ist somit fertiggestellt und der Motor ist bereits im Stand gelaufen“, berichtet Sascha Herz. „Ich hoffe dass die Grenzen nach Österreich offen bleiben und wir den Wagen in der kommenden Woche zu Pedrazza-Racing-Cars nach Hard bringen können, wo das Bodywork neu angefertigt wird. Wir versprechen uns einiges mit der neuen Chassis-Motor-Kombination, zumal der PRC FPR 12 aktuell das leichteste E2-SC Chassis auf dem Markt ist. Nach der kompletten Fertigstellung wird der Rennsportwagen an den neuen Besitzer Christian Triebstein übergeben.“ Herz Motorsport, respektive Drive Solution verfolgte über den Winter weitere Kundenprojekte, die aber noch ein Geheimnis bleiben sollen. Zusätzlich wurde ein Dallara F316 Formel 3 angekauft. Ob und ab wann die Rennen in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2020 laufen, kann in der aktuellen Pandemie-Lage niemand sagen, doch wenn es los geht bringt Sascha Herz dem Rheinhessen Gerd Kauff im großen Dallara T12 Worldseries und den erst 23jährigen Kai Felix Lanig im kleinen Formel BMW mit an den […]

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