Racing Experience zieht es in die LMP3

4. März 2017

Nach reiflichen Überlegungen bezüglich der anstehenden Rennsaison 2017 hat sich der Luxemburger Team Rennstall Racing Experience letztendlich für den Kauf eines Ligier JS P3 entschieden, ein Fahrzeug, das dem internationalen Reglement der LMP3-Klasse entspricht, die insbesondere in der European Le Mans Series zum Einsatz kommt. Der von den Ingenieuren von Onroak Automotive entwickelte, Anfang 2016 gebaute geschlossene Sportprototyp wird von einem 5-Liter-V8-Nissan-Motor mit 420 PS angetrieben. „Für uns bedeutet dies eine komplett neue Herausforderung und bietet uns zugleich die Möglichkeit, uns ein zweites Standbein neben unserem bestehenden Fuhrpark mit den beiden Dallara GP2 zu schaffen, die wir während der Winterpause hinsichtlich möglicher Einsätze bei dem einen oder anderen Rennen der BOSS GP-Serie oder bei Testtagen für Kundenfahrer/-teams von Grund auf überholt haben.“, erklärt Teamchef Christian Hauser. „Um es uns zu erlauben, erste Erfahrungen mit dieser Art von Rennfahrzeug zu sammeln, haben wir uns entschieden, die niederländische Rennserie „GT & Prototype Challenge“ zu bestreiten, welche sechs Rennwochenenden vorsieht mit jeweils zwei Rennen über eine Stunde plus eine Runde mit Fahrerwechsel, jeweils eines am Samstag und eines am Sonntag. Dies wird es gegebenenfalls meinen beiden Söhnen David und Gary erlauben, sich am Lenkrad abzuwechseln, aber auch das Team durch Kundenfahrer zu verstärken. Da sämtliche Rennen in den Niederlanden (Assen, Zandvoort) und Belgien (Spa-Francorchamps, Zolder) auf sehr schönen Rennstrecken stattfinden, die wir bestens kennen, werden auch die Anreisewege wesentlich kürzer sein, als wir das die vergangenen Jahre gewohnt waren. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass wir von Fall zu Fall und je nach Interesse unserer Kunden sporadische Einsätze in ähnlichen Rennserien in unseren Rennkalender aufnehmen werden, all dies mit Blick auf ein mittelfristiges Engagement in der European Le Mans Series (ELMS).“ ährend für den jüngeren der beiden Hauser-Brüder Gary, der Anfang April 25 wird, die Umstellung nach seinen 14 Rennsiegen in den vergangenen fünf Jahren mit dem Dallara GP2 in der BOSS GP-Serie (mit dem Meistertitel 2013 und der Vize-Meisterschaft 2014, sowie immer noch dem offiziellen Rundenrekord der italienischen Mugello-Rennstrecke) die Umstellung weniger tiefgreifend sein wird, findet David (27) nach 7 Rennsaisons im Bergrennsport (mit u.a. zwei Luxemburger Meistertiteln 2013 und 2016, Gesamtsiegen in Eschdorf (3x), Homburg (2x) und Wolsfeld, vor allem aber einem 5; Gesamtrang in der Berg-Europameisterschaft 2015 mit mehreren Gruppensiegen und zahlreichen Podestplätzen) den Weg zurück auf die Rundstrecke: „Ich wäre sehr gerne wie 2015 erneut eine komplette Berg-EM-Saison gefahren, doch leider erlauben es mir meine neuen beruflichen Verpflichtungen im Augenblick […]

Abreschviller: Hervorragender 2. Platz für Hauser

25. April 2016

Mit dem zweiten Platz hinter dem sechsfachen französischen Bergmeister Nicolas Schatz und vor Vize-Meister Sébastien Petit gelang David Hauser eine gelungene Rückkehr ins Cockpit des Dallara GP2. Das Bergrennen Abreschviller, Lauf zur Luxemburger und französischen Bergmeisterschaft, wurde von zwei Comebacks gekennzeichnet: jenem des von David Hauser pilotierten Dallara GP2 und jenem des Winters, der mit sehr niedrigen Temperaturen und sogar dem einen oder anderen Schneegestöber den Ablauf der 2016er Ausgabe des Rennens arg beeinträchtigte und schließlich sogar zum vorzeitigen Rennabbruch mitten im 3. Rennlauf führte. Sonntagvormittag machten einige Schneeflocken, die kurz vor dem ersten Rennlauf der zweisitzigen Sportwagen fielen, die Reifenwahl zum Rätselraten für die Fahrer, die sich dann jedoch mehrheitlich doch für profillose Slickreifen entschieden. David Hauser seinerseits pokerte und entschied sich für Regenreifen, deren Gummi sich schneller aufheizt, die sich jedoch als die schlechtere Wahl erweisen sollten: während der französische Bergmeister 2010 bis 2015 Nicolas Schatz und Vize-Meister Sébastien Petit ihre Norma-BMW 4L V8 in trotz der Kälte ausgezeichneten 48,280 bzw. 49,825 Sekunden den Berg hochjagen, findet der Luxemburger sich in 54,496 auf jenem 5. Platz wieder, den er bereits im samstäglichen Training bei anhaltendem Nieselregen belegt hatte. Theatercoup dann im 2. Rennlauf: gerade in dem Augenblick, wo David die Ziellinie in 49,697 Sekunden überfährt, kommt der direkt nach ihm gestartete Cyrille Frantz recht spektakulär gleich nach der Haarnadelkurve im ersten Drittel von der Strecke ab, ohne dass dabei jedoch sein Norma V8 allzu großen Schaden nahm. Bevor das Auto jedoch abgeschleppt werden konnte, geht erneut eine Mischung aus Schnee und Regen auf die Strecke nieder, sehr zum Frust der noch an der Startlinie ausharrenden Schatz und Petit. Während Schatz den Sieg damit bereits, ohne es zu wissen, sicher hat, sieht Petit seine Hoffnung, den Luxemburger wieder vom 2. Podiumsplatz zu verdrängen, machtlos dahinschwimmen. Bei seiner vom trotz der ungemütlichen Temperaturen recht zahlreichen Publikum begeistert aufgenommenen Rückkehr in den Dallara GP2 feiert David Hauser also einen schönen 2. Gesamtrang: “Es war aufgrund der stetig wechselnden Temperaturen und Bedingungen ein mental extrem anstrengendes Rennen, aber auf jeden Fall dürfen wir sehr zufrieden sein, das Auto funktionierte perfekt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich noch weiter an die Kraft des 4 Liter-V8-Motors auf einer Bergrennstrecke gewöhnen muss. Natürlich tut es mir leid für Seb, aber leider gehören die Zufälligkeiten des Wetters zum Bergrennsport hinzu. Und nun freu ich mich auf mein Heimspiel in zwei Wochen in Eschdorf!” von […]

David Hausers GP2-Comeback in Abreschviller

20. April 2016

Am Wochenende des 23./24. April beginnt für David Hauser mit dem ersten Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft im französischen Abreschviller (rund 15 km von Sarrebourg zwischen Metz und Strasbourg) am Fuβe der Vogesen die neue Saison. Die 2,1 km lange, sehr schnelle, jedoch von einer engen Haarnadelkurve unterbrochene Strecke ist zugleich bereits das dritte diesjährige Stelldichein der französischen Bergelite im Kampf um ihre Landesmeisterschaft und sieht mit mehr als 150 Fahrern und Fahrzeugen ein hervorragendes Starterfeld, welches sich spannende Kämpfe um den Sieg in den einzelnen Klassen, Gruppen und Kategorien leisten wird. Die zahlreichen Fans des jungen Luxemburgers erwarten nach zwei Saisons am Lenkrad des Wolf GB08F1 mit Ungeduld die Rückkehr des Dallara GP2 in den Bergrennsport, die nun also dieses Wochenende erfolgen wird: “Nach zwei Testsitzungen auf dem kleinen Rundkurs in Chambley nahe Metz liegt mein Hauptaugenmerk nun darauf, mich wieder an das Fahren im GP2 auf den zumeist viel schmaleren Straβen, die wir bei Bergrennen begegnen, zu gewöhnen. Zudem melden die Wettervorhersagen eher kühle und wechselhafte Bedingungen, sodass mit recht schwierigen Straβenhaftung zu rechnen ist. Auch wenn das Ergebnis eher zweitrangig sein wird, so kann ich es kaum erwarten, dass es wieder los geht und zu sehen, wo wir uns mit unseren Zeiten im Vergleich zu den besten französischen Spezialisten wie Nicolas Schatz, Sébastien Petit, Cyrille Frantz oder auch dem Schweizer Bergmeister Eric Berguerand situieren werden. Aber ich werde nichts forcieren, zuerst gilt es, mich wieder an den GP2 zu gewöhnen, den ich seit September 2013 nicht mehr bei einem Bergrennen gefahren bin.” Die drei Franzosen in ihren Norma-BMW 4L sind auf jeden Fall die großen Favoriten im Kampf um die Tagesbestzeit, wobei Schatz und Petit am vergangenen Wochenende auf der 5 km langen Strecke am Col St Pierre in den Cevennen nur durch winzige 139 Tausendstel (!) getrennt waren, während Cyrille Frantz wegen Elektronikproblemen zum Zuschauen verdammt war. Doch auch Eric Berguerand, Schweizer Bergmeister der vergangenen drei Jahre, der die Wintermonate nutzte, um seinen Lola-Cosworth F99-ex-F3000 nochmal, insbesondere in Sachen Gewicht und Aerodynamik, zu verbessern, darf man nie unterschätzen. Ohne die Franzosen Geoffrey Schatz und Alban Thomas in ihren Reynard-Mugen F3000 oder auch den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik im Norma-Mugen Honda V8 zu vergessen. Ein Abstecher nach Lothringen lohnt sich auf jeden Fall für alle Motorsportfans, sind doch neben zahlreichen Formel- und Sportwagen sowie mehr als 30 historischen Rennwagen vor allem auch viele schnelle und spektakuläre GT- und Tourenwagen […]

David Hauser zurück im Dallara GP2

13. April 2016

Gute Nachricht für seine europaweit zahlreichen Fans: David Hauser wird seinerseits nach zwei Saisons im Wolf GB08F1 dieses Jahr zurück ins Cockpit des Dallara GP2 wechseln: “Nachdem wir mein Vorjahresauto über Winter verkaufen konnten, haben wir lange überlegt, auf welches Einsatzfahrzeug wir setzen sollten. Da jedoch für 2018 möglicherweise einschneidende Regeländerungen im internationalen Bergrennsport anstehen, erschien es uns nicht der richtige Zeitpunkt, viel Geld in den Kauf eines neuen Fahrzeugs zu investieren, ohne zu wissen, ob es mittel- bis langfristig konkurrenzfähig bleiben würde. Und andererseits haben uns die Fans immer wieder zu verstehen gegeben, wir sollten doch unbedingt den GP2 zurück an den Berg bringen.” Racing Experience hat sich also schlussendlich für letztere Option entschieden, allerdings in der Originalversion mit dem V8-Mécachrome-4-Liter-Triebwerk, das die GP2-Rennfahrzeuge auch auf der Rundstrecke antreibt: “Unser ehemaliger 3-LiterMotor, den wir in den Saisons 2012 und 2013 im GP2 verbaut hatten, steht nicht mehr zur Verfügung und aufgrund der Komplexität der Fahrzeugkonzeption ist es extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, einen Fremdmotor, wie zum Beispiel einen F3000-Antrieb, in den GP2 zu verpflanzen. Dies ist auch der Grund, weshalb wir diese Saison leider nicht die Berg-Europameisterschaft bestreiten können, da dort der Hubraum für Monoposti auf 3 Liter begrenzt ist.”, erklärt Teamchef Christian Hauser. “Aber wir werden verschiedene Läufe zur Luxemburger Bergmeisterschaft bestreiten und so versuchen, uns für die 2. Ausgabe der FIA Masters zu qualifizieren, die dieses Jahr am Saisonende im tschechischen Sternberk/Ecce Homo ausgetragen werden und wo David den GP2 in der Kategorie 3 “Open” einsetzen kann, ähnlich wie die britischen Fahrer ihre sehr spezifischen Formelfahrzeuge oder die französischen Toppiloten ihre 4-Liter-Sportwagen der Gruppe CNplus.” Was die Bergrennfans natürlich freuen wird, deren inzwischen über eine Million das Onboard-Video von David Hausers Rennlauf im GP2 beim Bergrennen St Ursanne/Les Rangiers (Schweiz) 2013 auf youtube angeschaut haben. Nach einem Sabbatjahr wird auch Davids jüngerer Bruder Gary Hauser am Wochenende des 15. bis 17. April beim “Hockenheim Historic – Jim Clark Revival” im Rahmen der BOSS GP-Serie zurück ans Lenkrad eines der zwei Dallara GP2 von Racing Experience finden. Mit seinen neun Siegen hatte der gerade 24 Jahre junge Wormeldinger der Saison 2014 dieser internationalen Rennserie deutlich seinen Stempel aufgedrückt und halt seither auch den offiziellen Rundenrekord der bekannten italienischen Rennstrecke von Mugello. ”Ich freue mich riesig, endlich wieder im Cockpit eines Rennwagens sitzen zu dürfen. Nach anderthalb Jahren Abstinenz war mir ein wenig bange vor den ersten Testfahrten, […]