Ein neues Kapitel im virtuellen Bergrennsport beginnt

17. Juni 2019

virtual racing e.V. ist aktuell die Größte deutschsprachige Gemeinschaft von Simracingbegeisterten. In vier Simulationen werden in rund 20 Liegen regelmäßig Rennen organisiert, an denen in Summe rund 500 Fahrer teilnehmen. Ab diesem Sommer beginnen die Aktivitäten im virtuellen Bergrennsport, um auch dieser traditionsreichen motorsportlichen Disziplin ein adäquates virtuelles Abbild zu geben. Dazu bieten virtual racing e.V. aktuell Zeitfahrevents an. Das Glasbachrennen machte dabei den Anfang der neuen Zeitfahrmeisterschaft. In der vergangenen Woche vor dem realen Event, konnte jeder versuchen in einem von sechs Bergmonstern eine bestmögliche Zeit zu setzen. Über 50 Fahrer haben sich der Herausgorderung gestellt und an der Spitze entwickelte sich schnell ein Dreikampf, bei dem sich die Fahrer immer wieder gegenseitig unterboten. Am Ende konnte sich in einem deutsch-schweizerischen Duell Florian aus Thüringen mit 0,2 Sekunden durchsetzen und durfte sich über zwei Freikarten und ein Fanpaket vom Glasbachrennen freuen. So konnte er dann zwei Tage Bergrennsport erleben und sah mit dem Tribute-Plasa-BMW E36 Judd das Fahrzeug Live, mit dem er virtuell gefahren ist. Ein großes Danbkeschön richtete virtual racing e.V. anschließend an die RSG Altensteiner Oberland, die Oragnisatoren des Glasbachrennens, für die Bereitstellung des Preises für den Sieger. Das virtuale Event soll jedoch nicht etwas einmaliges gewesen sein, sondern ist der Beginn einer Meisterschaft, die in den folgenden Wochen und Monaten die realen Rennen von Berg DM, KW Berg-Cup und der Berg EM begleiten, sodass es immer in der Woche vor den „echten“ Verantaltungen ein Zeifahren im Internet geben wird. Folgende Termine stehen dieses Jahr an: 07.06.2019          Glasbachrennen 28.06.2019          Trento Bondone 05.07.2019          Homburger Bergrennen 19.07.2019          Hauenstein Bergrennen 26.07.2019          Osnabrücker Bergrennen 02.08.2019          Le Mont Dore 09.08.2019          St. Ursanne 16.08.2019          Bergrennen Oberhallau 30.08.2019          Bergrennen Eichenbühl 05.09.2019          Buzetski dani 27.09.2019          Bergrennen Mickhausen 11.10.2019           Arona-La Escalona Bei den Events stehen virtual racing e.V. im Kontakt mit den realen Veranstaltern, um diesen die Möglichkeit zu bieten ihre aktuellen Sponsoren und Partner auch auf der virtuellen Strecke zu platzieren, sodass für sie eine weitere Präsentationsmöglichkeit entsteht und es noch realer abgebildet werden kann. Teilnehmen kann jeder, der einen passenden Computer und die Simulation Assetto Corsa besitzt. Zusätzlich empfiehlt sich ein Lenkrad um präzise genug fahren zu können. Bei Fragen können sich Interessierte im Forum vom virtuel racing e.V. melden. Informationen zur Meisterschaft: https://forum.virtualracing.org/showthread.php/115147-VR-BC-Zeitfahrmeisterschaft-Ank%C3%BCndigung „Uns ist aber bewusst, dass ein Zeitfahren mit unendlich vielen Versuchen nicht so ganz zum Bergrennsport […]

Wetterkrimi am Glasbach – Favorit Lampert siegt dennoch

17. Juni 2019

Manchmal ist das Leben ungerecht. Das 24. Internationale Glasbachrennen, einziger Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschen Boden, litt diesmal pünktlich zu den beiden Rennläufen unter den Wetterkapriolen, wie schon lange kein Bergrennen hierzulande mehr. Kurze Schauer zogen mehrfach über das Renngelände am Fuße des Rennsteigs. Die Reifenwahl wurde zum Lotteriespiel, zumal die Verhältnisse auf der 5,5 km langen Glasbachstraße aus dem Fahrerlager heraus, schlecht einzuschätzen waren. Die WhatsApp-Drähte glühten, und man war über jeden noch so kleinen Hinweis von der Strecke dankbar. Nach einem vierten Trainingslauf am Sonntagmorgen, der sich durch einen Zwischenfall im Rahmenprogramm verzögerte, stieg man kurz nach der Mittagsstunde in die für die EM-Wertung geforderten zwei Rennenläufe, zur Erzielung der Mindestdistanz von 10 Renn-Kilometern, ein. Die meist gestellte Frage am Wochenende betraf das Fernbleiben der italienischen Superstars der Bergszene, Simone Faggiloli und Christian Merli. Dies ist dem Wertungsmodus der Berg EM geschuldet, der pro Saisonhälfte (2x sechs Rennen) ein Streichresultat vorsieht. Da beide EM-Favoriten, in ihre Gruppen (E2-SC und  E2-SS) in den ersten fünf Veranstaltungen jeweils bereits die Maximalpunktzahl erreicht hatten, zogen es beide Piloten vor sich an diesem Wochenende in der Italienischen Meisterschaft zu duellieren. Der Spannung tat dies aber eher gut, denn so war der Kreis der Favoriten auf den Gesamtsieg auf einmal erheblich größer als sonst. Doch der Regengott sollte das Drehbuch noch einige Male umschreiben. Gleich zwei Mal Wetter-Glück hatten nur wenige. Diese Piloten kamen aus Teilen der Tourenwagenklassen E1-1400 und 1600 ccm. Dies machte erst eine etwas längere Unterbrechung durch den Motorschaden am Opel Kadett C 16V von Edi Bodenmüller im ersten Lauf und ein Wolkenbruch in Lauf zwei möglich. Die Top-Rennsportpiloten fanden eine langsam abtrocknende Piste vor, sodass sich nach dem ersten Durchgang der amtierende KW Berg-Cup Gesamtsieger Thomas „Tom“ Strasser (VW Scirocco 16V) von seinem österreichischen Landsmann Christoph Lampert  im Osella FA 30 Zytek (Foto oben) und der Luxemburger Guy Demuth (Norma M20F Judd), eingerahmt sah. Diego Degasperi in einem Osella des Faggioli-Teams folgte auf Rang vier, vor den glücklichen Berg-Cup´lern Stefan Faulhaber, Hansi Eller und Roland Christall. Der zweite Lauf brachte dann einen mächtigen Regenguss, sodass sich wenigsten die Frage der Reifenwahl nicht mehr stellte. Um Regenreifen kam nun niemand mehr herum. Bis zur E1-Klasse bis 1600 ccm hatte es aber gehalten, sodass vor dem Start der großen Tourenwagen, GT3 und den Rennsportfahrzeuge der Name Stefan Faulhaber im Opel Kadett C mit Minichberger-Triebwerk (Foto Mitte) ganz oben auf den Zwischenresultaten […]

Boxengeflüster 05/2019: Wussten Sie schon dass…?

9. Mai 2019

DASS Porsche-Werksfahrer und ADAC GT-Masters Team-Eigner Timo Bernhard Mitte Juni zum zweiten Mal nach 2016 beim einzigen deutschen Berg-Europameisterschaftslauf, zum ADAC Glasbachrennen an den Start gehen wird. Die Nennungen des Langstrecken-Weltmeisters und von Vater Rüdiger Bernhard liegen der RSG Altensteiner-Oberland bereits vor. Möglicherweise wird Timo das mächtige Vorjahresmodell des GT-Masters Porsche in GT3-Version mit eigens angefertigtem Design pilotieren. Leider wird dies wohl der einzige Bergeinsatz für Timo in diesem Jahr bleiben. Selbst bei seiner Heimveranstaltung, dem Homburger ADAC Bergrennen, ist der Miesauer terminlich in den USA gebunden und kann seinem Homburger Automobilclub nicht zur Verfügung stehen. Übrigens, vor genau 20 Jahren wurde Timo Bernhard in das Porsche Junior Team aufgenommen und zählt seit dem zur Riege der Zuffenhausener Werksfahrer. Teamchef Rüdiger Bernhard wird sich hier und da die Zeit nehmen und plant bei mehreren Berg-DM Läufen, natürlich auf Porsche, „just for fun“ teilzunehmen. DASS der Rennsekretär und Streckensprecher des MSC Rund um Schotten, Timo Neumann, eine neue große Aufgabe bevor steht. Der Rudingshainer wird vom 05.-07. Juli beim Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring, erstmals einer der Streckensprecher sein. Neumann freut sich unglaublich auf diese Aufgabe und auf das fachkundige Publikum. An 16 Wochenenden im Jahr 2019 wird Timo Neumann als Streckensprecher und Kommentator bei Motorradrennen, Oldtimer-Veranstaltungen, SuperMoto und Bergrennen über die Lautsprecher zu hören sein. Neben seinem heimischen Bergpreis Schotten kommentiert der 34jährige in diesem Jahr erstmals die Bergrennen Wolsfeld im Juni und Hauenstein am letzten Juli-Wochenende. DASS sich der „Posten 5“ an der Rennstrecke des Osnabrücker Bergrennens immer mehr zum beliebtesten Zuschauerplatz entlang der 2, 030 km langen Rennstrecke entwickelt. Auch in diesem Jahr bietet die NOZ-Terrasse einen einmaligen Überblick über weite Teile des Veranstaltungsgeländes und den selektiven Rennkurs. In diesem Bereich erwartet die Besucher erneut eine große LED-Wand. Hier wird das gesamte Veranstaltungswochenende über die Rennen live übertragen, und das in allerbester TV-Qualität, produziert von Ü-tec Fernsehproduktion. Somit haben die Gäste, die sich im Bereich des „Posten 5“ aufhalten, nicht nur die Gelegenheit, die Rennfahrzeuge in Action in einer attraktiven Kurvenpassage zusehen, sondern über die vom SEAT Autohaus Pietsch präsentierte LED-Live-Übertragung auch die spannenden Wettbewerbe über große Teile der Strecke zu verfolgen. DASS es still und heimlich beim European Hill Race in Eschdorf eine DRS-Prämiere in der Deutschen Bergmeisterschaft, wenn nicht sogar im europäischen Bergrennsport gegeben hat. Über den Winter entwickelten Christian Triebstein und sein Großvater Günter Triebstein ein DRS-System für ihren Dallara Formel 3-Rennwagen, […]

Erst VW Scirocco R-Debüt dann als Streckensprecher am Iberg

4. April 2019

Wesentlich schneller als gedacht, steht nun wieder ein Rennfahrzeug in der kurzzeitig verwaisten Halle von Günter Miethke. Der Fahrlehrer aus Helmstedt, gelegen an der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze, hatte ja zwischenzeitlich seinen Norma M20 Honda 2-Liter E2-SC Sportwagen verkauft. Der reinrassige Rennsportwagen soll, laut Miethke der Deutschen Berg-Szene erhalten bleiben. Wer nun der neue Besitzer ist, bleibt weiter im Dunklen. Doch wie man hört soll der Wagen ins Osnabrücker Land gegangen sein. Günter Miethke wird mit einem VW Scirocco R, der dritten und vorerst letzten Generation ein modernes Fahrzeug an den Start bringen, was so im Deutschen Bergrennsport viel zu selten eingesetzt wird. Nur hier und da findet ein fast noch aktuelles Modell, wie der VW Scirocco III, der noch bis 2017 vom Band lief, den Weg in den Deutschen Bergrennsport. Da ist die Quote in fast allen anderen europäischen Landesmeisterschaften wesentlich höher. Ab der Saisonmitte, pünktlich zum ADAC Glasbachrennen, wird sich der wortgewandte Niedersachse wieder dem Tourenwagensport widmen und anschließend sein Debüt als einer der Streckensprecher des ADAC Ibergrennens in Heiligenstadt geben. „Da ich es eh nicht mehr verheimlichen kann, möchte ich meinen Plänen nicht weiter unter der Decke halten“, so Miethke. „Vor kurzem habe ich mir einen ehemaligen Werk VW Scirocco R zugelegt. Dieser wird gerade an die Gruppe H/E1 angeglichen, um die Möglichkeit der Verwendung am Berg, vielleicht auch mal in Oschersleben beim NATC bzw. Slaloms zu verwirklichen. Der Bergsport wird aber vorläufig das Haupteinsatzgebiet bleiben. Der Wagen bekam einen neuen Motor, der zurzeit noch mit relativer Serienleistung glänzt, aber sicher noch mehr Kraft erhalten wird. Das Auto fühlt sich gut an und hinterließ bei ersten Probefahrten einen sehr guten Eindruck. Frontantrieb ist erst einmal wieder ungewohnt für mich, aber ich kenne diese Antriebsart ja schon aus den 1990er Jahren. Das wird schon wieder werden. Erster Start ist beim Glasbachrennen Mitte Juni geplant, genau ein Jahr nach meiner letzten Rennteilnahme mit dem Norma.

Andreas Voss im Tatuus Master – Rollout in Lahr

25. März 2019

Die Katze lange nicht aus dem Sack gelassen, hat Andreas Voss. Seit letzten Oktober ist der Westfale stolzer Besitzer eines Tatuus Formula Master Honda, praktisch einem Formel 2-Rennwagen. Der Landwirt und Geflügelzüchter aus dem Delbrücker Ortsteil Westenholz, der schon seit seinem Umstieg vom E1-Tourenwagen in den Formel Renault in der Saison 2015, auf die Unterstützung von Thomas und Manuel Conrad zählen kann, hat den schnittigen und modernen Rennwagen in der Schweiz, beim bekannten Team Jenzer Motorsport erstanden. Insgesamt 50 Exemplare dieses Rennwagens wurden gebaut und zwischen 2007 und 2009 internationale bei Rundstreckenrennen im Rahmen der WTCC eingesetzt. Im Kohlefaser-Monocoque mit der Nummer 39 ist ein 2-Liter 4-Zylinder Motor aus Vollaluminium verbaut, der 250 PS entwickelt. Aktuell befindet sich der Rennwagen im schwäbischen Dettenhausen bei Conrad Racing Sport und wird auf die Ansprüche des Bergrennsports angepasst. Seinen Formel Renault 2-Liter Rennwagen wird Andreas Voss vorerst behalten, denn Sohn Bastian ist ebenfalls „heiß“ aufs Formelfahren. Noch muss Bastian Voss sich aber gedulden, bis zu seinem 18. Geburtstag im kommenden Oktober. Eine geplante erste Testfahrt in Lahr scheiterte am noch nicht vorhandenen Führerschein. Dafür wird Papa Andreas zu seinem ersten Rollout mit dem Tatuus Master beim Testevent am nächsten Wochenende auf dem Flugplatz im badischen Lahr ausrücken. Läuft am Samstag alles nach Wunsch und der Rennwagen macht keine Mucken, geht es am Abend nach Hause. Optional steht der Sonntag auf dem Programm. Bis zum Start der Berg-Saison erhält der Master-Rennwagen, wie schon der Renault, das Design der Formel 3000-Boliden des unvergessenen Lionel Regal, den Andreas Voss verehrt. Aus beruflichen Gründen kann Andreas nicht an allen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft teilnehmen, denn die Ernte muss eingefahren werden. Geplant sind die DM-Bergrennen Eschdorf, Glasbach, Iberg, Osnabrück und Eichenbühl. Dazu möchte sich Voss Anfang im Juni, mit der Teilnahme beim tschechischen Berg EM-Lauf von Ecce Homo, einen Wunsch erfüllen.

Boxengeflüster 12/2018: Wussten Sie schon dass…?

30. Dezember 2018

DASS der deutsche „CM-Pionier“ Ralf Kroll, seit 2017 offizieller Importeur des spanischen Rennwagenbauers SilverCar, kürzlich seinen Händlerbereich für die flinken Renngeräte mit Motorradmotoren vergrößerte. Ab sofort ist der Odenwälder auch SilverCar-Händler für die Schweiz und Belgien. Somit ist Kroll nun in 5 Länder (Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schweiz und Belgien), Ansprechpartner und Händler für SilverCar Produkte. DASS im Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach, dem Ausgangspunkt des ADAC Glasbachrennens, seit wenigen Tagen ein Wasserrad Strom für die Straßenlaternen produziert. Initiator des Projekts ist der  Steinbacher Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des DMSB-Fachbereichs Bergrennen Marcus Malsch (CDU). Als sogenanntes „Leader-Projekt“ hat Bad Liebenstein für das Wasserrad rund 78.000 Euro Fördergelder vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung erhalten. Die Stromkosten für die rund 250 Straßenleuchten im Ortsteil beziffert der Bürgermeister Michael Brodführer (CDU) auf 25.000 Euro im Jahr. Mit den derzeitigen Wassermengen der Grumbach reiche die Energie für etwa 80 Laternen. Das Wasserrad mit einer Leistung von 2,5 bis 4,5 kW treibt einen Generator an. Nachts fließt der erzeugte Strom direkt in die Straßenbeleuchtung, unterstützt von den 30 kW-Stromspeichern. Diese werden tagsüber aufgefüllt, der restliche Strom wird ins Netz eingespeist. Die Anlage befindet sich in der Alten Bahnhofstraße gegenüber dem NSU-Fahrerlager. DASS Timo Bernhard ab sofort zum Stiftungsrat der ADAC Stiftung Sport gehört. Der zweifache Langstreckenweltmeister und zweimalige Le Mans-Sieger wurde durch das ADAC Präsidium zum neuen Ratsmitglied ernannt. Mit dem Mann vom Homburger Automobilclub gewinnt der Stiftungsrat ein absolutes Multitalent des deutschen Rennsports. Neben den großen Erfolgen im GT- und Langstreckensport sammelte der Saarpfälzer in seiner Karriere auch Erfahrung im Formel-Fahrzeug und siegte bei Rallye-Veranstaltungen und Bergrennen. Bernhard wird im Stiftungsrat zusammen mit ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk, der den Vorsitz inne hat, dessen Stellvertreter Dieter Seibert sowie der zweifachen Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck zusammen arbeiten. Er übernimmt den Platz des ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten Ralf Schumacher (43), der sich in den vergangenen vier Jahren in der Stiftung engagierte und auf eigenen Wunsch ausscheidet. Des Weiteren stehen die Chancen nicht schlecht, dass Bernhard erneut als Lokalmatador beim Homburger Bergrennen Mitte Juli 2019 an den Start geht, denn das ADAC GT Masters ist da in der Sommerpause. DASS der memotec-Gründer Ulli Mesch sich zum Beginn des neuen Jahres aus dem aktiven Berufsleben zurück zieht und die Geschäfte an seinen Sohn Thomas Mesch übergibt. Ulrich Mesch blicke auf 46 ausgefüllte Jahre voller Engagement und Leidenschaft in verschiedenen Berufen rund um das Kraftfahrzeug und den Motorsport zurück […]

Termine 2019: FiA Berg-Europameisterschaft

7. Dezember 2018

Vor wenigen Tagen beim FiA World Motor Sport Council Meeting in St. Petersburg wurde der Rennkalender der kommenden Europa-Bergmeisterschaft bestätigt. Eine der jüngsten Entscheidungen der FiA Berg Kommission, kam doch etwas überraschend, denn die Fahrzeuge der Gruppe A und N dürfen ab dem Ende ihrer Homologation für weitere fünf Jahre an der Berg EM und dem FiA International Hill Climb Cup teilnehmen. Leider befindet sich das Glasbachrennen, als Deutscher EM-Beitrag, erneut auf der sechsten Position und damit ist dies der letzte Lauf der ersten Halbzeit. Da es pro Halbzeit ein Streichresultat gibt, treten die Piloten die zuvor fünf Mal voll Punkten konnten, oftmals nicht zu diesem Lauf an. 12.-14. April 2019 – St Jean du Gard – Col St Pierre (FRA) 26.-28. April 2019 – Rechbergrennen (AUT) 10.-12. Mai 2019 – Rampa Internacional da Falperra (PRT) 17.-19. Mai 2019 – Subida Internacional al Fito (ESP) 31.05.-02. Juni 2019 – Ecce Homo Sternberk (CZE) 14.-16. Juni 2019 – Glasbachrennen (DEU) 05.-07. Juli 2019 – Trento Bondone (ITA) 19.-21. Juli 2019 – Dobšinský Kopec (SVK) 26.-28. Juli 2019 – Limanowa (POL) 16.-18. August 2019 – St. Ursanne – Les Rangiers (CHE) 30.08-01. September 2019 – GHD Petrol Ilirska Bistrica (SVN) 13.-15. September 2019 – Buzetski Dani (HRV)

Termine 2019: Deutsche Bergmeisterschaft

27. September 2018

Relativ gefestigt, aber dennoch als vorläufig zu betrachten, sind die Termine der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2019, die zwischenzeitlich vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) über den Fachausschuss Berg bestätigt wurden. Durch das Pfingstwochenende, mit dem Traditionsdatum des Wolsfelder Bergrennens,  im kommenden Jahr drei Wochen später ist als in diesem, waren in diesem Korridor einige Absprachen unter den DM-Veranstaltern nötig. In der Summe, konnte die RSG Altensteiner-Oberland trotz den Gegebenheiten der Berg EM auf den Termin des Ibergrennens ausweichen, welches im Gegenzug wieder auf das angestammten Datum Ende Juni springen konnte. Alle anderen Termine verbleiben an gewohnter Stelle. Zusätzlich taucht das Bergrennen Mickhausen unter neuer Organisationsleitung wieder auf, sodass im DM-Kalender wieder 10 Veranstaltungen aufgeführt sind und der Bergpreis von Schotten aber als reines Tourenwagen-Bergrennen keinen vollen DM-Status besitzt. 26. – 28. April 2019 – Bergpreis Schottenring 04. – 05. Mai 2019 – Hill Race Eschdorf (Lux) 09. – 10. Juni 2019 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 15. – 16. Juni 2019 – ADAC Glasbachrennen 29. – 30. Juni 2019 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 13. – 14. Juli 2019 – Hombuger ADAC Bergrennen 27. – 28. Juli 2019 – ADAC Hauenstein-Bergrennen 03. – 04. August 2019 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 07. – 08. September 2019 – AvD Bergrennen Eichenbühl 05. – 06. Oktober 2019 – ADAC Bergrennen Mickhausen

Mit Karacho den Rennsteig hinauf – Luxemburger Bilanz

17. Juli 2018

Erstmals wurde das Glasbachrennen in Bad Liebenstein für die Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet, und zur Premiere waren viele Piloten aus dem Großherzogtum angereist, die sich allesamt mehr als zufrieden gaben. Am 8. September 1974, noch zu seligen DDR-Zeiten, wurde vor 6.000 begeisterten Zuschauern das 1. Glasbachrennen ausgetragen. Heute verkörpert die mit 35 Kurven bespickte Strecke vom Ortsteil Steinbach hinauf zum Glasbachstein die längste und modernste Bergrennstrecke Europas, die daher zurecht den EBM-Status (Europa Bergmeisterschaft) trägt und 2018 erstmals auch zur Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet wurde. ACL-Sport hatte ein gutes Näschen bewiesen, um dieses Rennen in unseren Kalender einzufügen und schon zum 2. Mal durfte der ACL-Sportpräsident Marc Joseph ebenfalls das Ehrenamt als FIA-Observer (Präsident) für diese Veranstaltung bekleiden. 15 Luxemburger Piloten hatten sich zu dieser Premiere angemeldet und 13 reisten schlussendlich in den Thüringer Wald, um das überaus spektakuläre Rennen in Angriff zu nehmen. Sie sollten ihr Kommen nicht bedauern, denn zum einen glänzt dieses Bergrennen durch seine perfekte Organisation, dann sind die Menschen dieser Region überaus freundlich und schließlich verlangt die endlose Fahrt hinauf von Mensch und Maschine alles ab, und nur wer richtig gut im Bergrennsport ist, hat eine Chance einigermaßen fehlerfrei diesen kniffligen Parcours zu bewältigen. Allen voran glänzte der amtierende europäische Champion Christian Merli (Osella FA30 Zytek) bei diesem Rennen und holte sich unangefochten den Gesamtsieg. Gegen den Italiener war kein Kraut gewachsen und das mussten die Sébastien Petit, Jelle De Coninck, Patrick Zajelsnik (alle Norma M20FC) und Konsorten allesamt einsehen. Zum einen, weil sie an die Zeiten des Christian Merli nicht annähernd herankamen und zum anderen, weil sie sich überschätzten und ihre Sportwagen gegen die auf 5,5 km errichteten doppelten Leitplanken setzten. Das wusste Guy Demuth zu vermeiden, und an seinem 49. Geburtstag brachte er das Kunststück fertig, nach dem guten EM-Rennen im portugiesischen Braga (Falperra) einen weiteren  grandiosen Parforceritt am Rennsteig hinzulegen. Mit Rang 4 und nach 2 Läufen insgesamt 14,8 Sekunden Rückstand hinter Merli wurde er für seinen Einsatz und sein Können am Lenkrad seines neuen Norma M20FC (Foto oben) belohnt. In Windeseile hat er sich an sein schwarzes „Ungeheuer“ gewöhnt und ihm wird in Zukunft noch viel mit seinem fahrbaren Untersatz zuzutrauen sein. Kein Wunder, dass abends die Korken beim Team Demuth knallten und sie gemeinsam mit ihren überaus liebenswerten Gastgebern, vor deren Haus sie ihre Zelte und den Lkw abgestellt hatten, feierten. Aber auch bei Daniel Donkels (Tatuus Renault) und Tania Flammang im […]

Europas Topfahrer fasziniert vom Glasbachrennen

11. Juni 2018

Herrlicher Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begleiteten das diesjährige 23. Internationale ADAC Glasbachrennen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald bei Bad Liebenstein. Mit einer spektakulären Zeit von 1:58:395 min unterbot der Italiener Christian Merli seinen eigenen Streckenrekord vom Vorjahr um einen Wimpernschlag und erreichte dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 245 km/h auf der mit 35 Kurven bestückten und 5,5 km langen Naturrennstrecke zwischen Bad Liebenstein und dem Rennsteig. Über 12.000 Fans begleiteten den einzigen Europabergmeisterschaftslauf in Deutschland über das gesamte Wochenende. Bei zunächst unsicheren Wetterprognosen für das Rennwochenende mussten sich die 151 Fahrer aus 12 Nationen auf ein Wetterlotteriespiel einstellen, so schlimm kam es aber nicht. Nur ein kleiner Schauer im Verlauf des zweiten Durchgangs erwischte das Renngelände. Danke der Wertung zwei aus drei, hatte die Nässe kaum Folgen und am Ende ging Christian Merli mit einer unglaublichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h als Sieger hervor. Es war ein sehr spannendes Wochenende für den Italiener, denn seine Konkurrenten Sebastien Petit (FRA) und Christoph Lampert (AUT) waren ihm dicht auf den Fersen. Am Ende siegte Christian Merli mit einem Vorsprung von 7,288 sec in der Gesamtwertung vor seinen Konkurrenten. Bei den Meisterschaftsläufen zur Deutschen Bergmeisterschaft setzte sich Thomas Conrad gegen die internationale Konkurrenz durch. Erstmals waren auch 15 Fahrer aus Luxemburg zum Glasbachrennen am Start. Guy Demuth konnte mit einer Zeit von 2:06.949 min nicht nur gegen seinen Luxemburger Konkurrenten durchsetzen, sondern erlangte auch im Gesamtklassement einen hervorragenden 4.Platz. Rund 360 Helfer in der Organisation sorgten über das gesamte Wochenende bei Fahrern, Zuschauern und Medien für ein rundum gelungenes Wohlfühlwochenende. Die große Gastfreundschaft im Örtchen Steinbach ist wohl auch einer Schlüssel zum Erfolg diese Events. Die große Akzeptanz der Rennveranstaltung in und um Steinbach, lässt sich gut an der Anzahl der mit Stolz getragenen „Glasbach-T-Shirts“ fest machen. Bei den gemütlichen Rennparty-Abenden auf dem kleinen Steinbacher Markplatz war man steht’s von T-Shirtträgerinnen und Trägern mit dem Glasbachlogo umringt. So manche Neuigkeiten und Verbesserungen auf dem Veranstaltungsareal wären noch Erwähnenswert, doch kommen wir nun zum sportlichen Report. Das Christian Merli mit seinem Osella FA 30 Zytek LMR als einziger die 2-Minuten-Schallmauer knacken und kein weiterer Fahrer den Südtiroler ernsthalft gefährden kann, war spätestens nach dem Training klar. Die schwierigen 5,5 Kilometer auf den Sattel des Rennsteig ließen sich in allen Klassen und Gruppen die Zeitabstände deutlicher herausbilden als sonst wo. In der Gesamtwertung entbrannte so ein Kampf um Rang zwei, […]

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