KW Berg-Cup Kalender 2020 fix – alle Deutschen Veranstalter an Bord

18. Januar 2020

Die Misere zwischen dem Berg-Cup e.V, als Serienbetreiber des KW Berg-Cup und einigen Veranstaltern aus der Deutschen Bergszene, ist vorerst beigelegt. Quasi auf den letzten Drücker sind nun auch die beiden letzten noch ausstehenden Unterschriften, von den Vertretern des MSC Heilbad Heiligenstadt (Ibergrennen) und der RSG Altensteiner-Oberland (Glasbachrennen) unter die Verträge gesetzt worden. Somit sind alle deutschen Veranstalter an Bord und bilden das Grundgerüst für den Terminkalender mit erstmals 14 Rennen. Neben den neun Bergrennen in Deutschland, trifft man sich einmal in Luxemburg und je zweimal in Österreich und der Schweiz. Überraschender Neuzugang, ebenfalls in letzter Minute, ist das Bergrennen St. Urban – Simonhöhe in Kärnten, gelegen 240 km von der Deutschen Grenze bei Salzburg. In allerletzter Minute, quasi um fünf vor zwölf, haben sich der KW Berg-Cup und der MC Heilbad Heiligenstadt für die Saison 2020 einigen können. Unter anderem durch die großzügige Unterstützung eines Sponsors konnte das Organisationsteam rund um Sascha Herz den Vertrag unterzeichnen. „Im Jubiläumsjahr 2020 sind am Iberg wieder alle Rennserien mit an Bord und versprechen ein brillantes Teilnehmerfeld“, bestätigt der sonst in der Berg DM aktive Formel 3-Pilot. Auch die Mannen vom Rennsteig haben nun eingelenkt und somit ist der KW Berg-Cup auch beim einzigen deutschen Lauf zur Berg-Europameisterschaft, beim ADAC Glasbachrennen vom 12.-14. Juli präsent. Im Rahmen von weiteren Gesprächen zwischen allen Veranstaltern und dem Berg-Cup e.V., die im Anschluss an die DMSB-Veranstaltertagung am 8. Februar in Frankfurt anberaumt sind, wird an einem tragfähigen Konzept gearbeitet um die weitere Zusammenarbeit sicherzustellen. Unterdessen wurde das neue, von Thomas Hoffmann konzipierte Online-Einschreibeportal für alle drei Rennserien des Berg-Cup e.V. geöffnet. Zu finden ist dies auf der Webseite www.berg-cup.de über den Menüpunkt „Einschreibung“. „Wir sind auf den Praxistest schon sehr gespannt“, freut sich Berg-Cup Vorstand Uli Kohl. „Und natürlich darauf, wer in der Internationalen Serie (IS) KW Berg-Cup, im KW Berg-National und im NSU-Bergpokal 2020 dabei sein wird“. Bis 31. Januar 2020, also unter einem sportlichen Zeitplan, bleibt das Portal geöffnet. „Danach geht es mit Vollgas an die Produktion des Berg-Cup Magazins, das bereits bis Ende Februar fertig sein soll“, so Kohl weiter. Da das anvisierte Datum Mitte Januar nun vorbei ist, hier das endgültige Meisterschaftsprogramm: 25./26. April 2020 – 17. ADAC Bergpreis Schottenring (D) 02./03. Mai 2020 – European Hill Race Eschdorf (L) 16./17. Mai 2020 – Bergrennen St. Urban-Simonhöhe (A) 31./01. Mai / Juni 2020 – 58. Wolsfelder ADAC Bergrennen (D) 13./14. Juni 2020 […]

Veranstalter auf den Barrikaden – KW Berg-Cup Kalender 2020 weiter vorläufig

11. Januar 2020

Mit der Veröffentlichung des noch vorläufigen Terminkalenders des KW Berg Cup 2020, kommt ans Tageslicht, was schon lange im Untergrund brodelte. Einige Rennveranstalter, meist aus der Deutschen Szene, aber auch ein Österreichischer Veranstalterverein, sind mit den Konditionen des Berg-Cup e.V. zur Vergabe eines Cup-Laufs nicht mehr einverstanden. Lange Zeit spielte man schon mit dem Gedanken die Verträge des Berg-Cup e.V. zu den gegebenen Konditionen nicht mehr zu unterzeichnen. Noch im alten Jahr brachte der MC Heilbad Heiligenstadt den Stein ins Rollen und unterbreitete dem Berg-Cup e.V. ein Gegenangebot. Parallel dazu reagierten drei weitere Orga Teams ähnlich und verweigerten vorerst die Unterschriften unter den Verträgen mit dem Berg-Cup e.V. „So kann es nicht mehr weitergehen“, sagte Christoph Schackmann vom Bitburger Eifel-Motorsportclub, „die Relationen stimmen nicht mehr“. Thomas Bubel vom saarländischen Homburger AC gibt zu bedenken, „dass alle Veranstalter ihre Rennen ehrenamtlich in ihrer Freizeit auf die Beine stellen und es immer schwieriger wird Sponsoren und vor allem Helfer zu akquirieren. Vor allem freiwilligen Helfer zu gewinnen wird mehr und mehr zum Problem, was somit auch zum finanziellen Negativpunkt wird. Denn fehlen die Helfer, muss beispielsweise Personal (Security) teuer eingekauft werden, um behördliche Auflagen sicher zu erfüllen“. Kevin Ferner vom Iberg bringt es auf den Punkt. „Es möchte niemand dem KW Berg-Cup schaden oder ihn kaputt machen, ganz im Gegenteil. Nur die Konditionen für die Veranstalter, die die unternehmerischen Risiken ganz allein tragen, müssen stimmen“. Stein des Anstoßes ist der an den KW Berg-Cup zu entrichtende Poolbeitrag, der in seiner Höhe vielen Rennveranstaltern mittlerweile schmerzlich in der Vereinskasse und dem Budget der Veranstaltung zu Buche schlägt. Ein weiterer Kritikpunkt war und ist das Berg-Cup Magazin, welches von den Veranstaltern über den Multimediabeitrag mitfinanziert wird. Nach Meinung vieler Organisatoren sollte das Magazin, das es seit 1998 in nahezu unveränderter Form gibt, zeitgemäßer in elektronischer und somit kostengünstigerer Form herausgeben oder die Papierausgabe einem völligen Neudesign unterwerfen werden. Im Dezember nahmen die Vertreter der Clubs MC Heilbad Heiligenstadt (Ibergrennen), RSG Altensteiner-Oberland (Glasbachrennen), EMSC Bitburg (Wolsfelder Bergrennen) und des Homburger Automobilclubs (Homburger Bergrennen) eigenständige, mitunter langwierige Verhandlungen mit dem Berg-Cup e.V. auf. Nach zähen Ringen und Zugeständnissen des Rennserienbetreibers haben der EMSB Bitburg und der Homburger AC zwischenzeitlich ihre Unterschriften unter das Vertragswerk gesetzt und haben die Konditionen zumindest für die Saison 2020 akzeptiert. Die beiden Thüringischen Rennen am Iberg und Glasbach konnten sich aktuell noch nicht dazu durchringen. „Wir haben dem Berg-Cup unserer Angebot […]

Termine 2020: Berg-EM – Aufwertung für Glasbach

29. Dezember 2019

Das FIA World Motor Sport Council Meeting in Paris brachte unter andrem den Rennkalender der kommenden Europa-Bergmeisterschaft (EBM) hervor. Nach den Planungen und Vorbereitungen in den beiden Vorjahren führt die FIA Berg Kommission zur Saison 2020 den Performance Factor in der Kategorie 1 ein, welcher allen Tourenwagen erlauben wird, an der Berg Europameisterschaft teilzunehmen. Weiter werden in der Kategorie 2 der Rennsportwagen, nur mehr zwei Klassen ausgeschrieben, die Gruppe CN & E2-SC (Sportprototypen) sowie die Gruppe D, E2-SS (Formelboliden). Dazu wurden die Regularien der Wertung in der Meisterschaft geändert und somit das leidige Thema des 6. und 12. Rennens gerecht gelöst. Streichresultate kommen nur zur Anwendung, bei Rennen die auch absolviert wurden. Wer an sieben oder mehr Rennen teilnimmt bekommt die beiden schlechtesten Rennresultate gestrichen. Bei bis zu sieben eingefahrenen Ergebnissen fällt für den Piloten kein Streichresultat an. Somit wird es beim Glasbachrennen und auch beim Finale in Kroatien,  kein Fehlen einiger Spitzenfahrer mehr geben.  In der Liste der Rennen wurde wie üblich in Italien ein Wechsel vollzogen, womit 2020 wieder das Hihgspeedrennen in Ascoli auf dem Programm steht und Trento-Bondone zum FiA Hillclimb Cup zählt. In Frankreich wird erneut der Auftakt mit dem Bergrennen am Col St. Pierre über die Bühne gehen. Eine komplett neue Strecke wird hingegen in Portugal befahren, wo aufgrund des Hillclimb Masters im Oktober in Falperra, das Rennen in Boticas in den Berg-EM Kalender rückt. 18.-19. April 2020 – Col St. Pierre (Frankreich) 25.-26. April 2020 – Rechberg (Österreich) 09.-10. Mai 2020 – Rampa de Boticas (Portugal) 16.-17. Mai 2020 – Subida al Fito (Spanien) 06.-07. Juni 2020 – Ecce Homo Sternberk (Tschechien) 13.-14. Juni 2020 – ADAC Glasbachrennen (Deutschland) 27.-28. Juni 2020 – Ascoli Piceno (Italien) 18.-19. Juli 2020 – Dobsinsky kopec (Slowakei) 25.-26. Juli 2020 – Limanowa 2020 (Polen) 15.-16. August 2020 – CdC St. Ursanne – Les Rangiers (Schweiz) 29.-30. August 2020 – Ilirska Bistrica (Slowenien) 19.-20. September 2020 – Buzetski dani (Kroatien)

Unter dem wachsamen Auge der FIA

27. Oktober 2019

Bergrennen mit FIA-Prädikat, die über den nationalen Landesmeisterschaften stehen, gibt es in Deutschland aktuell nur zwei. Das ADAC Glasbachrennen, als sechster Lauf zur Berg-Europameisterschaft nimmt hier die Vorreiterrolle ein. Als einer von sieben Läufen des FIA International Hill Climb Cup gehört das Osnabrücker Bergrennen sozusagen zur Europa League am Berg ebenfalls dazu. Damit gilt ihnen nicht nur die besondere Aufmerksamkeit der Fahrer aus ganz Europa, die weite Anreisen Jahr für Jahr gern auf sich nehmen, sondern auch die des Internationalen Automobilverbandes FIA in Genf und Paris. Um sich zu vergewissern, dass Rennen die Voraussetzungen für das begehrte FIA-Prädikat erfüllen, entsendet die FIA alljährlich jeweils einen Beobachter nach Bad Liebenstein und an den Uphöfener Berg, genau wie zu allen weiteren Terminen der EBM und des Hillclimb Cups. Die sehr erfahrenen Männer und Frauen schauen den Organisatoren das ganze Wochenende lang über die Schulter, hören hin und fragt nach. Die Liste der Kriterien für den anschließendes Observerbericht ist lang: Entsprechen Strecke und Rennorganisation den Sicherheitsanforderungen? Erfolgt die Wertung ordnungsgemäß? Wird gut für die Fahrer und die Zuschauer gesorgt? Welchen Bekanntheitsgrad hat das Event? Die FIA-Beobachter sind international erfahrene Funktionäre. Mit Augenmaß und unbestechlicher Regelkenntnis sorgt der FIA-Observer für Sicherheit und einen fairen Wettbewerb. In diesem Jahr hat Marc Joseph, der Präsident der Sportkommission des luxemburgischen Automobilsportverbandes ACL, das Osnabrücker Bergrennen unter die Lupe genommen. Er ist u.a. auch Vorsitzender der Sportkommissare beim Europameisterschaftsrennen am Glasbach in Thüringen und Mitglied der FIA Bergkommission. Zum Glasbachrennen wurde David Grace entsandt, er war in der Vergangenheit selbst aktiver Bergrennfahrer und zwischen 1993 und 2000 insgesamt fünf Mal britischer Berg-Meister. Seit Beginn der Saison 2019 ist der Heiligenstädter Kevin Ferner im erlauchten Kreis der FIA Observer dabei und absolvierte sogleich einige Einsätze bei den Berg-EM Läufen in Frankreich, Polen, Portugal (2x), Großbritannien und Slowenien. Trotz seinen vergleichsweise jungen Jahren, bringt Ferner eine Menge an Erfahrungen als ehemaliger Pilot, Rennleiter, Streckenabnahmekommissar im Bereich des DMSB, als langjähriges Vorstandsmitglied des KW Berg-Cup und  Referent für die DMSB-Academy mit. Das Osnabrücker Team rund um Organisationsleiter Bernd Stegmann und auch die Truppe vom Rennsteig mit ihrem Organisator Marcus Malsch (Mitglied der FIA Kommission), bekam von den Beobachtern bisher in der Regel ein gutes bis sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Gelobt wurden etwa die Kompetenz der Rennleitung, die Effizienz des Streckenpersonals, die Diszipliniertheit der Zuschauer nicht zuletzt dank gut organisierter Parkplätze, Wege und Aufenthaltszonen und insbesondere der hohe Sicherheitsstandard. Dennoch gibt es […]

Wetterkapriolen forderten Patrick Rahn und sein Team beim Glasbachrennen

24. Juni 2019

Für Berg-Neueinsteiger Patrick Rahn stand am mittleren Juni-Wochenenden der erst zweite Einsatz mit dem neu erworbenen Dallara F306 Formel 3 auf dem Plan. Der Mann aus der Region Lippe hatte beim 24. Internationalen ADAC Glasbachrennen genannt, dem einzigen Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschem Boden. Zugleich wurde das Rennen am Rennsteig in Thüringen zur Deutschen Bergmeisterschaft gewertet. Die 5,5 km lange Bergpiste bei Bad Liebenstein, ist sehr anspruchsvoll und auf Grund der Länge und des Höhenunterschieds eine Herausforderung für jeden Rennfahrer, besonders aber für Neulinge an diesem „längsten Berg“ Deutschlands. In den drei Trainingsläufen am Samstag und dem Warm-Up am Sonntag in der Früh, herrschten sommerliche und trockene Bedingungen. Patrick schaffte es sich von Lauf zu Lauf im Kurvenlabyrinth der Glasbachstraße, die sich die ersten zwei Kilometer oberhalb des Örtchens Steinbach entlang schlängelt, besser und besser zu Recht zu finden. Doch pünktlich zu den beiden entscheidenden Rennläufen zur sonntäglichen Mittagszeit, drehte das Wetter und kurze Schauer überquerten mehrfach das Renngelände. So wurde die Reifenwahl zum Lotteriespiel, da zwischendurch der Asphalt immer wieder am Abtrocknen war. Im Gegensatz zur einigen Tourenwagenklassen hatten die Starter in den Klassen und Gruppen der Rennsportfahrzeuge zwei Mal das Los „feuchte Strecke“ gezogen, was es für unseren Formel 3-Newcomer besonders schwer machte. Die im Training gesammelten Eindrücke waren somit dahin und die Fahrzeiten purzelten nicht mehr, sondern wuchsen an. Zudem summieren sich die Abstände auf einer so langen Strecke deutlich heraus. Die Chancen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung „schwammen“ für Patrick Rahn mit dem Regenwasser förmlich davon. Am Ende stand ein 52. Platz in der Gesamtwertung von knapp 140 Teilnehmern zu Buche. In der Klasse E2-SS bis 2000 ccm der Formel-Rennwagen belegte er Platz vier, hinter seinen Konkurrenten, die die Strecke und ihre Tücken bereits aus den Vorjahren kannten. Am letzten Wochenende in Juni folgt für das Team von und mit Patrick Rahn das nächste Neuland, mit dem ADAC Ibergrennen in Heiligenstadt, dann auf dem nur rund zwei Kilometer kurzen, sogenannten Holzweg. Zuvor wird das Team ihr „Schmuckstück“ auf einer lokalen Ausstellung zeigen den zahlreichen Besuchern und im Lokalradio dabei Rede und Antwort stehen. Da Patrick und seine Frau bald Nachwuchs erwarten, ist für den Hochsommer eine „Babypause“ ohne Renneinsätze eine Selbstverständlichkeit für den werdenden Vater. Frühestens Anfang August zur seinem Heimspiel beim Osnabrücker Bergrennen möchte sich Patrick wieder hinter das Lenkrad seines weiß-grünen Renners klemmen.

Glasbacher Gruppen und Klassen-Highlights

20. Juni 2019

Bei wechselndem Wetter zeigten die internationalen Rennfahrer des 24. Internationalen Glasbachrennens am Wochenende ihr Können. 139 Fahrer starteten am Samstag zum 24. Internationalen Glasbachrennen 2019 bei sonnigem Wetter in die Trainingsfahrten. Bereits in diesen Läufen schien es spannend zu werden, hatten doch Jörg Weidinger im Tribute-Plasa BMW E36 Judd V8 und Porsche-Profi Timo Bernhard im Porsche GT3-R den Streckenrekord für Tourenwagen inoffiziell gebrochen. Wieder einmal konnte die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. ihre organisatorische Leistungsfähigkeit für diesen internationalen Lauf unter Beweis stellen. Viel Lob gab es von den Fahrern, Zuschauern und auch den FIA-Kommissionsmitgliedern für eine rundum gelungene Veranstaltung. Beginnen wir mit einem Blick in die Gruppe N/CTC bis 1400 ccm. Hier verzeichnete der Klassensieger von Wolsfeld Boris Schmidt bereits im Training einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung seines Citroen AX GTi, der vor Ort nicht in den Griff zu bekommen war. Markenkollege Rüdiger Zahn, vergriff sich wohl bei er Reifenwahl, siegte jedoch dennoch vor seinem Neffen Daniel Zahn und Publikumsliebling Holger Stracke im Wartburg 312/1. Die Gruppe F bot zwei gut gefüllte Klassen, die bis 1600 ccm und natürlich die bis zwei Liter. In ersterer machte Markus Fink im Citroen C2 VTS das Rennen vor seinem fränkischen Fahrerkollege Florian Hildner im ex-DTC Procar Ford Fiesta. Eine Etage höher bremsten die wechselhaften Bedingungen den Homburger Kai Neu ein, der Ford Focus-Pilot gewann dennoch, aber nur um 1/10 Sekunde vor Kevin Veit im Wiebe-Megane Leihwagen und 3/10 Sekunden vor Markus Goldbach in einem weiteren Wiebe-Megane. Die schnellste Dame am Berg kam mit Sophia Faulhaber im Honda Civic Type R, ebenfalls aus dieser Klasse. Der Gruppensieg ging an Lars Bröker im Mitsubishi Lancer. Kommen wir in den Bereich des KW Berg-Cup. Die NSU-Meute führte am Ende Jörg Davidovic an, vor Uwe Schindler und Thomas Krystofiak. Mit 16V-Schneider-Power hatte Dominik Schlott im VW  Polo (Foto oben) diesmal leichtes Spiel gegen die 8V´ler Jürgen Hessberger und Tobias Stegmann in der E1-1150 ccm. Eine Stufe höher gibt weiter Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco den Ton an. Der aktuell auf Rang zwei der Deutschen Bergmeisterschaft rangierende Allgäuer, dominierte über Franz Weissdorn im VW Polo und dem 8V-Besten Nils Abb. Bis 1600 ccm war der Klassensieg diesmal Nebensache für Stefan Faulhaber im Opel Kadett C 16V. Der Badener hatte doppeltes Wetterglück und landete mit Fortüne sogar auf dem dritten Platz der Gesamtwertung. Ohne Wenn und Aber gelang Thomas Strasser in der E1-Klasse bis 2000 ccm der Sieg, vor […]

Ein neues Kapitel im virtuellen Bergrennsport beginnt

17. Juni 2019

virtual racing e.V. ist aktuell die Größte deutschsprachige Gemeinschaft von Simracingbegeisterten. In vier Simulationen werden in rund 20 Liegen regelmäßig Rennen organisiert, an denen in Summe rund 500 Fahrer teilnehmen. Ab diesem Sommer beginnen die Aktivitäten im virtuellen Bergrennsport, um auch dieser traditionsreichen motorsportlichen Disziplin ein adäquates virtuelles Abbild zu geben. Dazu bieten virtual racing e.V. aktuell Zeitfahrevents an. Das Glasbachrennen machte dabei den Anfang der neuen Zeitfahrmeisterschaft. In der vergangenen Woche vor dem realen Event, konnte jeder versuchen in einem von sechs Bergmonstern eine bestmögliche Zeit zu setzen. Über 50 Fahrer haben sich der Herausgorderung gestellt und an der Spitze entwickelte sich schnell ein Dreikampf, bei dem sich die Fahrer immer wieder gegenseitig unterboten. Am Ende konnte sich in einem deutsch-schweizerischen Duell Florian aus Thüringen mit 0,2 Sekunden durchsetzen und durfte sich über zwei Freikarten und ein Fanpaket vom Glasbachrennen freuen. So konnte er dann zwei Tage Bergrennsport erleben und sah mit dem Tribute-Plasa-BMW E36 Judd das Fahrzeug Live, mit dem er virtuell gefahren ist. Ein großes Danbkeschön richtete virtual racing e.V. anschließend an die RSG Altensteiner Oberland, die Oragnisatoren des Glasbachrennens, für die Bereitstellung des Preises für den Sieger. Das virtuale Event soll jedoch nicht etwas einmaliges gewesen sein, sondern ist der Beginn einer Meisterschaft, die in den folgenden Wochen und Monaten die realen Rennen von Berg DM, KW Berg-Cup und der Berg EM begleiten, sodass es immer in der Woche vor den „echten“ Verantaltungen ein Zeifahren im Internet geben wird. Folgende Termine stehen dieses Jahr an: 07.06.2019          Glasbachrennen 28.06.2019          Trento Bondone 05.07.2019          Homburger Bergrennen 19.07.2019          Hauenstein Bergrennen 26.07.2019          Osnabrücker Bergrennen 02.08.2019          Le Mont Dore 09.08.2019          St. Ursanne 16.08.2019          Bergrennen Oberhallau 30.08.2019          Bergrennen Eichenbühl 05.09.2019          Buzetski dani 27.09.2019          Bergrennen Mickhausen 11.10.2019           Arona-La Escalona Bei den Events stehen virtual racing e.V. im Kontakt mit den realen Veranstaltern, um diesen die Möglichkeit zu bieten ihre aktuellen Sponsoren und Partner auch auf der virtuellen Strecke zu platzieren, sodass für sie eine weitere Präsentationsmöglichkeit entsteht und es noch realer abgebildet werden kann. Teilnehmen kann jeder, der einen passenden Computer und die Simulation Assetto Corsa besitzt. Zusätzlich empfiehlt sich ein Lenkrad um präzise genug fahren zu können. Bei Fragen können sich Interessierte im Forum vom virtuel racing e.V. melden. Informationen zur Meisterschaft: https://forum.virtualracing.org/showthread.php/115147-VR-BC-Zeitfahrmeisterschaft-Ank%C3%BCndigung „Uns ist aber bewusst, dass ein Zeitfahren mit unendlich vielen Versuchen nicht so ganz zum Bergrennsport […]

Wetterkrimi am Glasbach – Favorit Lampert siegt dennoch

17. Juni 2019

Manchmal ist das Leben ungerecht. Das 24. Internationale Glasbachrennen, einziger Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschen Boden, litt diesmal pünktlich zu den beiden Rennläufen unter den Wetterkapriolen, wie schon lange kein Bergrennen hierzulande mehr. Kurze Schauer zogen mehrfach über das Renngelände am Fuße des Rennsteigs. Die Reifenwahl wurde zum Lotteriespiel, zumal die Verhältnisse auf der 5,5 km langen Glasbachstraße aus dem Fahrerlager heraus, schlecht einzuschätzen waren. Die WhatsApp-Drähte glühten, und man war über jeden noch so kleinen Hinweis von der Strecke dankbar. Nach einem vierten Trainingslauf am Sonntagmorgen, der sich durch einen Zwischenfall im Rahmenprogramm verzögerte, stieg man kurz nach der Mittagsstunde in die für die EM-Wertung geforderten zwei Rennenläufe, zur Erzielung der Mindestdistanz von 10 Renn-Kilometern, ein. Die meist gestellte Frage am Wochenende betraf das Fernbleiben der italienischen Superstars der Bergszene, Simone Faggiloli und Christian Merli. Dies ist dem Wertungsmodus der Berg EM geschuldet, der pro Saisonhälfte (2x sechs Rennen) ein Streichresultat vorsieht. Da beide EM-Favoriten, in ihre Gruppen (E2-SC und  E2-SS) in den ersten fünf Veranstaltungen jeweils bereits die Maximalpunktzahl erreicht hatten, zogen es beide Piloten vor sich an diesem Wochenende in der Italienischen Meisterschaft zu duellieren. Der Spannung tat dies aber eher gut, denn so war der Kreis der Favoriten auf den Gesamtsieg auf einmal erheblich größer als sonst. Doch der Regengott sollte das Drehbuch noch einige Male umschreiben. Gleich zwei Mal Wetter-Glück hatten nur wenige. Diese Piloten kamen aus Teilen der Tourenwagenklassen E1-1400 und 1600 ccm. Dies machte erst eine etwas längere Unterbrechung durch den Motorschaden am Opel Kadett C 16V von Edi Bodenmüller im ersten Lauf und ein Wolkenbruch in Lauf zwei möglich. Die Top-Rennsportpiloten fanden eine langsam abtrocknende Piste vor, sodass sich nach dem ersten Durchgang der amtierende KW Berg-Cup Gesamtsieger Thomas „Tom“ Strasser (VW Scirocco 16V) von seinem österreichischen Landsmann Christoph Lampert  im Osella FA 30 Zytek (Foto oben) und der Luxemburger Guy Demuth (Norma M20F Judd), eingerahmt sah. Diego Degasperi in einem Osella des Faggioli-Teams folgte auf Rang vier, vor den glücklichen Berg-Cup´lern Stefan Faulhaber, Hansi Eller und Roland Christall. Der zweite Lauf brachte dann einen mächtigen Regenguss, sodass sich wenigsten die Frage der Reifenwahl nicht mehr stellte. Um Regenreifen kam nun niemand mehr herum. Bis zur E1-Klasse bis 1600 ccm hatte es aber gehalten, sodass vor dem Start der großen Tourenwagen, GT3 und den Rennsportfahrzeuge der Name Stefan Faulhaber im Opel Kadett C mit Minichberger-Triebwerk (Foto Mitte) ganz oben auf den Zwischenresultaten […]

Boxengeflüster 05/2019: Wussten Sie schon dass…?

9. Mai 2019

DASS Porsche-Werksfahrer und ADAC GT-Masters Team-Eigner Timo Bernhard Mitte Juni zum zweiten Mal nach 2016 beim einzigen deutschen Berg-Europameisterschaftslauf, zum ADAC Glasbachrennen an den Start gehen wird. Die Nennungen des Langstrecken-Weltmeisters und von Vater Rüdiger Bernhard liegen der RSG Altensteiner-Oberland bereits vor. Möglicherweise wird Timo das mächtige Vorjahresmodell des GT-Masters Porsche in GT3-Version mit eigens angefertigtem Design pilotieren. Leider wird dies wohl der einzige Bergeinsatz für Timo in diesem Jahr bleiben. Selbst bei seiner Heimveranstaltung, dem Homburger ADAC Bergrennen, ist der Miesauer terminlich in den USA gebunden und kann seinem Homburger Automobilclub nicht zur Verfügung stehen. Übrigens, vor genau 20 Jahren wurde Timo Bernhard in das Porsche Junior Team aufgenommen und zählt seit dem zur Riege der Zuffenhausener Werksfahrer. Teamchef Rüdiger Bernhard wird sich hier und da die Zeit nehmen und plant bei mehreren Berg-DM Läufen, natürlich auf Porsche, „just for fun“ teilzunehmen. DASS der Rennsekretär und Streckensprecher des MSC Rund um Schotten, Timo Neumann, eine neue große Aufgabe bevor steht. Der Rudingshainer wird vom 05.-07. Juli beim Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring, erstmals einer der Streckensprecher sein. Neumann freut sich unglaublich auf diese Aufgabe und auf das fachkundige Publikum. An 16 Wochenenden im Jahr 2019 wird Timo Neumann als Streckensprecher und Kommentator bei Motorradrennen, Oldtimer-Veranstaltungen, SuperMoto und Bergrennen über die Lautsprecher zu hören sein. Neben seinem heimischen Bergpreis Schotten kommentiert der 34jährige in diesem Jahr erstmals die Bergrennen Wolsfeld im Juni und Hauenstein am letzten Juli-Wochenende. DASS sich der „Posten 5“ an der Rennstrecke des Osnabrücker Bergrennens immer mehr zum beliebtesten Zuschauerplatz entlang der 2, 030 km langen Rennstrecke entwickelt. Auch in diesem Jahr bietet die NOZ-Terrasse einen einmaligen Überblick über weite Teile des Veranstaltungsgeländes und den selektiven Rennkurs. In diesem Bereich erwartet die Besucher erneut eine große LED-Wand. Hier wird das gesamte Veranstaltungswochenende über die Rennen live übertragen, und das in allerbester TV-Qualität, produziert von Ü-tec Fernsehproduktion. Somit haben die Gäste, die sich im Bereich des „Posten 5“ aufhalten, nicht nur die Gelegenheit, die Rennfahrzeuge in Action in einer attraktiven Kurvenpassage zusehen, sondern über die vom SEAT Autohaus Pietsch präsentierte LED-Live-Übertragung auch die spannenden Wettbewerbe über große Teile der Strecke zu verfolgen. DASS es still und heimlich beim European Hill Race in Eschdorf eine DRS-Prämiere in der Deutschen Bergmeisterschaft, wenn nicht sogar im europäischen Bergrennsport gegeben hat. Über den Winter entwickelten Christian Triebstein und sein Großvater Günter Triebstein ein DRS-System für ihren Dallara Formel 3-Rennwagen, […]

Erst VW Scirocco R-Debüt dann als Streckensprecher am Iberg

4. April 2019

Wesentlich schneller als gedacht, steht nun wieder ein Rennfahrzeug in der kurzzeitig verwaisten Halle von Günter Miethke. Der Fahrlehrer aus Helmstedt, gelegen an der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze, hatte ja zwischenzeitlich seinen Norma M20 Honda 2-Liter E2-SC Sportwagen verkauft. Der reinrassige Rennsportwagen soll, laut Miethke der Deutschen Berg-Szene erhalten bleiben. Wer nun der neue Besitzer ist, bleibt weiter im Dunklen. Doch wie man hört soll der Wagen ins Osnabrücker Land gegangen sein. Günter Miethke wird mit einem VW Scirocco R, der dritten und vorerst letzten Generation ein modernes Fahrzeug an den Start bringen, was so im Deutschen Bergrennsport viel zu selten eingesetzt wird. Nur hier und da findet ein fast noch aktuelles Modell, wie der VW Scirocco III, der noch bis 2017 vom Band lief, den Weg in den Deutschen Bergrennsport. Da ist die Quote in fast allen anderen europäischen Landesmeisterschaften wesentlich höher. Ab der Saisonmitte, pünktlich zum ADAC Glasbachrennen, wird sich der wortgewandte Niedersachse wieder dem Tourenwagensport widmen und anschließend sein Debüt als einer der Streckensprecher des ADAC Ibergrennens in Heiligenstadt geben. „Da ich es eh nicht mehr verheimlichen kann, möchte ich meinen Plänen nicht weiter unter der Decke halten“, so Miethke. „Vor kurzem habe ich mir einen ehemaligen Werk VW Scirocco R zugelegt. Dieser wird gerade an die Gruppe H/E1 angeglichen, um die Möglichkeit der Verwendung am Berg, vielleicht auch mal in Oschersleben beim NATC bzw. Slaloms zu verwirklichen. Der Bergsport wird aber vorläufig das Haupteinsatzgebiet bleiben. Der Wagen bekam einen neuen Motor, der zurzeit noch mit relativer Serienleistung glänzt, aber sicher noch mehr Kraft erhalten wird. Das Auto fühlt sich gut an und hinterließ bei ersten Probefahrten einen sehr guten Eindruck. Frontantrieb ist erst einmal wieder ungewohnt für mich, aber ich kenne diese Antriebsart ja schon aus den 1990er Jahren. Das wird schon wieder werden. Erster Start ist beim Glasbachrennen Mitte Juni geplant, genau ein Jahr nach meiner letzten Rennteilnahme mit dem Norma.

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