Merli-Sieg mit neuem Rekord beim EM-Auftakt

15. April 2019

Bei der 47. Auflage des Col Saint Pierre-Bergrennens im südfranzösischen St. Jean du Gard, erster von zwölf Veranstaltung der diesjährigen Berg-Europameisterschaft, setzte Titelverteidiger Christian Merli genau dort wieder an, wo er im vergangen Oktober aufgehört hatte. Der Fahrer des Blue City Motorsport Teams, am Steuer des Osella FA30 Zytek LRM, stand sofort wieder auf der obersten Stufe des Podiums, nachdem er das ganze Wochenende immer einen Ticken schneller war als sein Dauerrivale und Landsmann Simone Faggioli im Norma M20 V8.  Für die Piloten aus der EBM gab es am Sonntag  zwei Rennenläufe mit einer Länge von 5.080 Kilometern, die addiert wurden.  Die Teilnehmer des Französischen Championats waren drei Mal gefordert, aber nur die besten zwei Auffahrten wurden gewertet. Daher hat die Tagesgesamtwertung eher einen inoffiziellen Charakter. In den Trainingsfahrten gesellte sich der Franzose Geoffrey Schatz, als Gesamtsieger des ersten Französischen Rennes der Saison von Bagnols-Sabran, zu den beiden Italienischen Top-Piloten. Mit seinem krachneuen Norma M20 FC mit Oreca-Turbo Motor konnte der jüngere Schatz-Bruder mit Merli und Faggioli auf Anhieb mithalten. Die erste Aufklärungsfahrt auf der französischen Strecke mit viel Sonne aber frischen 12 Grad, beendete Merli in 2’18“985 als Schnellster.  Dann folgte Geoffrey Schatz mit einem Rückstand von 0,252 und Faggioli auf Rang drei mit 2”450.  Im zweiten Qualifying fuhr Merli erneut an der Spitze in 2’16 “176.  Schatz ist wieder Zweiter bei 1 „074, Faggioli Dritter bei 1″496. Doch aus dem mit Spannung erwarten Dreikampf am Renntag wurde es nichts. Schatz musste am Sonntag, genauso wie der Vorarlberger Christoph Lampert (Osella FA 30 Zytek LRM) mit technischen Problemen passen. Zum Erstaunen der vielen Zuschauer vor Ort und Zuhause vor den Livezeiten war es für Merli, getrieben von Faggioli, erneut möglich den Streckenrekord bei einem EM-Lauf zu verbessern – diesmal sogar gesteigert in beiden Durchgängen. Bei der erste Besteigung des Cols  blieben die Uhren für Merli bei 2’14“069 stehen.  Der Trentiner baute seinen Streckenrekord somit um 0,058 Tausendstel aus.  Faggioli folgt mit einem Wimpernschlag von 0″461, während der französische Champion Sebastien Petit mit einem Rückstand von 2, 768 Sekunden Dritter ist. Anschließend triumphiert der Osella-Werksfahrer erneut und verbesserte den Streckenrekord in einer hemmungslosen Fahrt erneut, auf die mindestens bis 2020 gültige Marke von 2’13”634 min. Aber auch Faggioli unterbot zum Schluss noch den noch am Morgen gültigen Rekord. Im Finalresultat reichte es jedoch für Merli mit einem dünnen Polster von 0,7 Sekunden zum Tagessieg. „Der EM-Auftakt lief für mich gut, […]

Vorschau zum Berg-EM Auftakt am Col St. Pierre

10. April 2019

Das Warten hat ein Ende, am kommenden Wochenende geht es im südfranzösischen St. Jean-du-Gard erstmals um Punkte für die Berg Europameisterschaft 2019. Über den Winter gab es in den einzelnen Kategorien sehr spannende Neuerungen und es werden in dieser Saison neue Teams die Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen. Dabei dürfte es beim Auftakt am Col St. Pierre zu einem Nationenduell zwischen Italien und Frankreich kommen. Im Zuge der Berg Europameisterschaft hat sich der Italiener Simone Faggioli dazu entschlossen, sich in diesem Jahr wieder voll und ganz auf diese Meisterschaft zu konzentrieren. Beim ersten Start mit dem komplett überarbeiteten Norma M20FC Zytek letztes Wochenende in Italien, konnte der mehrfache Berg Europameister gleich den Gesamtsieg einfahren. Man darf gespannt sein, ob er die im Vorjahr entstandene Lücke zu Christian Merli schließen kann. Dieser vertraut auch 2019 auf seinen bewährten Osella FA30 Zytek LRM, wobei man auch hier über die Wintermonate einige Updates am Boliden durchführte. Der amtierende Berg-Europameister hat natürlich die erfolgreiche Titelverteidigung im Blickfeld, womit man schon mit Spannung dem ersten Kräftemessen entgegenblicken darf. Ein weiterer ganz heißer Favorit auf den Gesamt- und Tagessieg kommt aus Frankreich und war im Vorjahr am Col St. Pierre der große Gewinner. Sebastien Petit wird mit seinem Norma M20FC Mugen auch in diesem Jahr sicherlich nicht zu unterschätzen sein und ein ganz heißer Anwärter auf den vollen Erfolg beim Berg Europameisterschaftsauftakt sein. Und dann wäre da noch sein Landsmann Geoffrey Schatz. Dieser wechselte für die Saison 2019 auf einen neuen Norma M20FC, welcher von einem Oreca Turbomotor angetrieben wird. Mit diesem spektakulären Boliden konnte er den Auftakt zur französischen Bergmeisterschaft in Bagnols klar für sich entscheiden und zudem einen überlegenen Streckenrekord fixieren. Damit ist ihm wohl auch in St. Jean-du-Gard einiges zum zuzutrauen. Nicht außer Acht gelassen werden sollte der bereits im Vorjahr exzellent agierende Vorarlberger Christoph Lampert, der mit seinem Osella FA30 Zytek heuer eine komplette Saison in der Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen wird und dabei vom Team Merli betreut wird. Mit diesem Boliden wird er sicherlich für Abwechslung in der Gruppe D, E2-SS sorgen. Aber auch der Südtiroler Tankstellenbetreiber Diego de Gasperi geht in seine zweite Saison in der Berg-EM, wobei er ebenfalls auf einen Osella FA30 Zytek vertraut. Er wird dabei vom Faggioli Team betreut, womit auch er in dieser Klasse sicherlich nicht unterschätzt werden sollte. In der E2-SC Klasse wird der Luxemburger Guy Demuth erstmals in St. Jean-du-Gard mit seinem […]

Französische Revolution im Sportwagenbau

29. Dezember 2018

Am ersten Weihnachtstag gab Fabien Bourgeon, der Erbauer der kleinen TracKing-Renngeräte, einen ersten Eindruck seines aktuellen Projekts, quasi als ein schönes Geschenk für seine Fans und Kunden. Der 28-jährige Konstrukteur aus der Nähe von Lyon, präsentierte die ersten Bilder des neuen E2-SC Sportwagens namens REVOLT, der in der Werkstatt von Bourgeon Competition zurzeit hergestellt wird. Dieses Prototyp wird mit einem V8 3L Cosworth-Motor ausgestattet und in der nächsten Saison von “Fab“ bei Bergrennen, vorwiegend in Frankreich eingesetzt und weiterentwickelt. Eine CN2-Version, also für die Klasse bis 2 Liter Hubraum, wird später ebenfalls verfügbar sein.

Boxengeflüster 11/2018: Wussten Sie schon dass…?

24. November 2018

DASS der mittlerweile 67-jährige Andrés Vilariño kürzlich seine Karriere als aktiver Rennfahrer beendete. Der Spanier gewann in den 1980er und 90er Jahren vier Mal den Titel in der Berg- Europameisterschaft und auch vier Mal die Spanische Bergmeisterschaft und war die letzten Jahre mit einem Norma M20 V8 bei Bergrennen auf der Iberischen Halbinsel unterwegs. Nach 50 Jahren erfolgreicher Rennkarriere hat sich Andrés Vilariño entschieden, in den Ruhestand zu gehen. Nun wird er seinen Tochter Ángela Vilariño bei Bergrennen und Sohn Ander Vilariño, der 2007 den EBM-Titel gewann und heute in europäischen NASCAR-Meisterschaft aktiv ist, in der Welt des Motorsports zur Seite stehen. DASS kürzlich der Klapperstorch der Vorstandschaft des Homburger Automobilclubs einen Besuch abstattete und den neue Organisationsleiter des Homburger ADAC Bergrennens, Sascha Ressmann zum Vater machte. Mit Partnerin Carina Hemmer, die als Schatzmeisterin des Clubs und Kassiererin beim Bergrennen bekannt ist, sind die beiden nun stolze Eltern des kleinen Nick, der am 15. November 2018 um 20 Uhr 52 das Licht der Welt erblickte. Der Stammhalter wog bei der Geburt 3570 Gramm und maß 52 cm. Herzlichen Glückwunsch! DASS das Team Racing Experience der Luxemburger Familie Hauser vor kurzem auch den letzte, von ursprünglich drei Dallara GP2-Rennwagen verkauft hat.  Der Rennwagen ging zwischenzeitlich  per Containerschiff in die USA, in die Gegend von Las Vegas. Der Bolide bescherte David Hauser am Berg und Gary Hauser auf der Rundstrecke sehr viele unvergessliche Momente. DASS die Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge im Deutschen Bergrennsport zuletzt einen neuen Vorsitzenden wählte. Der Mann an der Spitze heißt nun Stephan Collisi. Der Sportwagenpilot aus Bayern, löst somit Uwe Kaufel ab, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben musste. DASS der junge Franzose Fabien Bourgeon in dieser Saison in der CM-Gruppe mit seiner TracKing-Eigenkonstruktion ungeschlagen blieb und alle Rekorde der Kategorie brach. Neben seinen Einsätzen in der Französischen Bergmeisterschaft und ein paar Rennen im Ausland, lief parallel die Weichenstellung für die Zukunft. Aktuell befindet sich Bourgeon in der Entwicklungsphase für einen  neuen Open-Sportwagen für die Gruppen E2-SC und CN. Dies ist ein neues Kapitel, in der Firmengeschichte. In diesen Tagen endet die fünfjährige Entwicklung der TracKing CM-Modelle und die gesamte Manpower wird nun in den neuen E2-SC Sportwagen gesteckt, der zu 100% von Bourgeon konzipiert und konstruiert wird. „Ziel ist es, ein innovatives, modernes und aggressives Auto zu bauen, das einen Cosworth V8-Motor für mich bietet „, sagt Fabien. Der Prototyp soll zum Saisonstart 2019 einsatzbereit sein.

Boxengeflüster 09/2018: Wussten Sie schon dass…?

3. Oktober 2018

DASS am 6. und 7. Oktober der KW Berg-Cup Pilot Thomas Ostermann bei den,  vom ADAC Saarland veranstalteten 9. Oldtimertage „Rund um den Linslerhof“ (nähe Saarlouis),  zwei ehemalige Peugeot Werkswagen bei Demofahrten bewegen wird. Die Klassiker aus der Sammlung von Ludwig Biewen sind Einzelstücke und werden selten gezeigt und noch weniger bewegt. Es kommen zum Einsatz der Peugeot 505, das Siegerauto der Tour de Europe 1981, damals gefahren von Holger Bohne und Peter Diekmann. Außerdem ein seltener Talbot Samba Gruppe B von Gilbert Casanova. Weitere Einsätze mit Thomas Ostermann sind in Planung. Außerdem wird der frühere NSU-Bergpokal-Fahrer Carsten Daube mit seinem NSU TT VIP-Gäste chauffieren. DASS die FiA in Paris die Wild Card-Anträge von den Berg-Cup’ lern Erwin Buck (VW Scirocco) und Thomas Ostermann (BMW E30 Hartge), der bereits 2014 in Eschdorf und 2016 in Ecce Homo zum Deutschen Team gehörte, beim diesjährigen Hillclimb Masters in Gubbio, negativ beschieden haben. Ostermann wird sich aber dennoch auf über 1.100 km lange Reise machen, um wenigstens als Zuschauer dabei zu sein. DASS der Col de la Faucille im französischen Jura-Gebirge unweit der Schweizer Grenze bei Genf am 23. September Schauplatz des „Montée des Legendes“ war. Vor einer gewaltigen Zuschauermenge fanden Showfahrten auf einer 6,4 km langen Bergstrecke statt, auf der vor 46 Jahren letztmals ein Bergrennen stattfand. Weltbekannte Größen des Renn- und Rallyesports sowie einige Asse des Bergrennens in legendären Fahrzeugen, folgten der Einladung. Aus dem erlesenen Starterfeld ragten Romain Dumas, Nicolas Prost, Ari Vatanen, Guy Frequelin, Romain Grosjean und Sebastien Loeb heraus. Aber auch die Creme de la Creme des Bergrennsport zeigte sich bei herrlichem Spätsommerwetter auf einer schönsten Bergstraßen Europas, mit Sebastien Petit, Reto Meisel, Bruno Ianniello (der Grosjean einen seiner Lancia Delta S4 unter den Hintern klemmte), Jean-Marie Almeras, Simone Faggioli, Diego De Gasperi, Fabien Bouduban, Pierre Courroye und, und, und. 41 extravagante Autos, wie die Pikes Peak-Fahrzeuge Peugeot 208 T16 und Norma M20 SF und, und, und waren zu sehen. DASS der Schweizer Reto Meisel, inspiriert durch den großartigen Auftritt des Plasa BMW 320 Judd V8, mit Jörg Weidinger beim diesjährigen Goodwood Festival of Speed und den anvisierten Start beim FIA Hillclimb Masters in Gubbio, seinen Mercedes 190 Evo II Judd V8 über den kommenden Winter restaurieren und für Showevents reaktivieren möchte. Dies kündigte der Aargauer in einem Interview beim „Montée des Legendes“ an. Der schon legendäre Rennwagen wurde von Meisel zwischen 2006 und 2013 pilotiert und schenkte […]

Patrik Zajelsnik mit Podiumsplatz in Frankreich

30. April 2018

Nach den ersten beiden Läufen zur Französischen Bergmeisterschaft ganz im Süden Frankreichs, gastierte das Championnat de la Montage in Abeschviller im Osten der Republik und damit in der Nähe der grünen Grenze zu Deutschland und Luxemburg. Mit dabei waren, neben wenigen Deutschen Startern auch die Fahrerinnen und Fahrer der Luxemburger Berg-Meisterschaft, die in ihrer eigenen Wertung unterwegs waren. Die drei Durchgänge, von denen wie in Frankreich üblich, nur der schnellste Lauf für die Endplatzierung ausschlaggebend ist, stand im Zeichen der beiden Rivalen Geoffrey Schatz und Sebastien Petit. Mit zwar relativ gleichen Fahrzeugen aus dem Hause Norma, aber unterschiedlichen Motorkonzepten, lieferten sich die Beiden einen exzellenten Zweikampf, im Verlaufe dessen der Streckenrekord von beiden Piloten unterboten wurde und schlussendlich Schatz die Nase seines Norma BMW 4-Liter V8 vorne hatte. Nur um 31/1000 Sekunden verpasste Petit, der auf 3-Liter V8-Power von Zytek vertraut und so auch in der Berg EM starten kann, die Wiederholung seines Vorjahressieges. Bereits bestens in Frühform zeigte sich der Freiburger Patrik Zajelsnik in seinem V8-Norma. Für seine  schnellen Fahrten, die am Ende Gesamtrang 3 bedeuteten, erntet der junge Tankstellenunternehmer Lob und Anerkennung von der Französischen Elite. Alexander Zajelsnik steuerte das von Bruder Patrik übernommen Norma Vorgängermodell, jetzt ebenfalls mit V8-Pover, auf Gesamtrang 12. Auch der Badener Dino Gebhard, kam mit seinem neu angeschafften Norma M20 Honda 2-Liter den kurzen Weg herüber um den weißen Sportwagen erstmals unter Rennbedingungen zu bewegen. Unter allen fast 50 Rennsportfahrzeugen die das Ziel sahen wurde Dino 37. Bei den Tourenwagen und GT siegte der junge Pierre Courroye im Mc Laren MP4 12C unangefochten vor Nicolas Werver (Porsche 997 GT2) und Philippe Schmitter im Renault RS 01. Der schnellste Tourenwagenpilot des Tages kam jedoch aus der Schweiz und startete in der Luxemburger Extrawertung. Ronnie Bratschi debütierte im neu aufgebauten E1-Mitsubishi Lancer Evo 8 (BiD berichtete bereits) und kann sicherlich für den Anfang mit dem aktuellen Stand seines spektakulären Fahrzeuges zufrieden sein und mit Optimismus im Gepäck am kommenden Wochenende nach Eschdorf reisen. Als „rollout in den Frühling“ nahm Frank Debruyne im bewährten Dallara F303 Formel 3, den ebenfalls kurzen Sprung von Baden herüber. Ohne großartig zu puschen langte es für den 47jährigen zweifachen Deutschen Bergmeister, der auch in dieser Saison wieder für das pfälzische CR-Racingteam in AST-Farben fahren wird, zu Gesamtrang 2 vor dem besten Luxemburger Daniel Donkels im Tatuus Formel Renault. Aus rein Deutscher Sichtweise gelang Manfred Schulte im Luxemburger Feld der Sieg […]

Ein Schatz am französischen Berg

23. März 2018

In gut zwei Wochen beginnt die Französische Bergmeistermeisterschaft 2018 mit dem Auftaktrennen am 7. und 8. April im südfranzösischen Bognols-Sabran. Aber wie im Vorjahr wird der siebenfache Französische Meister Nicolas Schatz nicht mit dabei sein. Der 32-jährige aus der Bourgogne hat sich entschieden, sein Rundstrecken-Abenteuer fortzusetzen und wird in der bald anlaufenden Saison hinter dem Steuer eines Norma M30 sitzen. „Ich habe das Vergnügen, an der internationalen Meisterschaft des Michelin Le Mans Cup teilzunehmen. Ich fahre mit meinem Teamkollegen Jacques Wolff eine LMP3 Norma im DB Autosport Team, der Mannschaft des früheren Bergspezialisten Daniel Bassora“, bestätigt Schatz. „Ehrensache ist unsere Präsenz in Le Mans am 16. Juni, dann im Rahmenprogramm des 24 Stundenrennens.“ Nicos jüngeren Bruder Geoffrey verbleibt in der Bergmeisterschaft und wird unter den  Farben des Team Schatz Compétition antreten. „Geoffrey wird sich zu 100% auf das Titelrennen in der Bergmeisterschaft von Frankreich mit unserem Norma M20 FC BMW V8 4 Liter konzentrieren“, bestätigt Nicolas. „Das Team von Schatz Competition wird zudem weitere Fahrer und auch Neulinge bei den Bergrennen betreuen. Ich werde dem Team vor Ort zur Seite stehen, bei so vielen Meetings wie es mir möglich ist.“ Foto: Mark Scheidecker

Bergrenntesttag auf dem Rennkurs von Chambley

13. März 2018

Bereits zum neunten Mal in Folge findet am Wochenende vor Ostern, auf dem ehemaligen Flugfeld mit der Teststrecke im ostfranzösischen Chambley  das „Printemps des Montagnards“, also das „Frühlingserwachen der Bergrennfahrer“ statt. Auf dem 3,3 km langen Rundkurs in der Nähe von Metz (rund 100 km westlich von Saarbrücken) treffen sich am Sonntag, den 25. März 2018  viele Teams aus der Französischen Bergmeisterschaft zu ersten Test- und Einstellfahrten vor der bald bevorstehenden Saison 2018. Einige Deutsche Fahrer werden ebenfalls vor Ort sein – das ist bereits sicher. Der Veranstalter Francis MAILLET Competition hält auf und neben dem Circuit de Chambley einige Annehmlichkeiten bereit. Es gibt befestigte Stellplätze für Sattelauflieger, Parkplätze für Wohnmobile und Anhänger, Duschen und Toiletten im riesigen Hangar. Dazu Arbeitsräume und die Rezeption. Die Begrüßung steht bereits am Samstagnachmittag ab 17 Uhr auf dem Programm. Um 20 Uhr wird ein Abendessen mit Aperitif gereicht, dass für die Teilnehmer inklusive ist (20€ für jede weitere Person). Die ersten Sitzungen auf der Rennstrecke beginnen am Sonntagmorgen um 10 Uhr, bis zur Mittagspause um 12 Uhr. Der zweite Block startet zwischen 14 und 17 Uhr. Unterteilt sind die Blöcke jeweils in 30 minütige Stints, abwechselnd für Touren- und Rennsportfahrzeuge. Das Nenngeld beträgt 200€. Anmeldung sind bis 22. März möglich unter eMail: asa-chambley@orange.fr, oder telefonisch unter +33 (0)6.72.32.60.97 oder +33 (0)6.79.05.36.47. Anmeldeformulare und weitere Infos unter www.asachambley.com/events.php Ein weiterer Testtag in der Region „Saar-Lor-Lux“ findet am Samstag, den 24. März 2018 auf dem Circuit Goodyear im Herzen Luxemburgs statt. Veranstalter ist der High Speed Racing Club Luxembourg. Startberechtigt sind ebenfalls Touren- und Rennsportfahrzeuge. Infos und Anmeldung bei Tessy Wahl eMail: tessy.wahl@hsrcl.lu

Gemischtes Programm für Pierre Courroye

26. Februar 2018

Seit dem vergangenen Wochenende ist es offiziell! Pierre Courroye, der amtierende Französische Bergmeister der Tourenwagen, den die Deutschen Fans im vergangenen Jahr mit seinem prachtvollen McLaren MP4-12C GT3 in Osnabrück und Mickhausen bewundern durften, wird mit seinem Super-Sportwagen auch in der kommenden Saison 2018 Bergrennen bestreiten, aber nicht nur. „Ich werde an der französischen FFSA GT Meisterschaft auf der Rundstrecke am Steuer eines Ginetta G55 GT4 aus der Garage des Titelverteidigerteams Speed Car teilnehmen. Mit dem McLaren MP4-12C GT3 sind dazu einige Veranstaltungen der französischen und der europäischen Bergmeisterschaft eingeplant“, verrät der erst 23-jährige Franzose. „Mein Ziel wird immer dasselbe sein; Gewinnen! Wir warten daher mit Ungeduld und Entschlossenheit auf den Beginn der Saison“.

Werkstatt-Report #31: Formel 1 Turbo-Power im Osella

20. Februar 2018

Nach der Öffnung der Französischen Bergmeisterschaft für Sportwagen mit Turbo-Motoren zeichnen sich hochinteressante Projekte ab. Mit dem gleichen Fahrgestell, jedoch einer neuen Motorisierung wird der Südostfranzose Benjamin Vielmi in der Gruppe E2SC der Bergmeisterschaft Frankreichs in die Saison 2018 starten. Der 31jährige Mechaniker aus der Apenstadt Annecy ist aktuell dabei den BMW 6-Zylinder Motor aus seinem Osella PA 27 heraus zu nehmen und durch ein Megatron-Triebwerk, das 1987 und 1988 in der Formel 1-Weltmeisterschaft von den damaligen Teams Arrows und Ligier verwendet wurde, zu ersetzen. Der 1.5 Liter 4-Zylinder-Turbo wurde damals wie heute vom Schweizer Tuner Heini Mader vorbereitet, mit dem Vielmi in enger Verbindung steht. Das spektakuläre Triebwerk sollte eine Leistung von etwa 480 bis 500 PS entwickeln, was mehr als genug ist, um Berge zu bezwingen. Der Turbolader der letzten Generation wird bei niedrigem Druck eingesetzt. Die elektronische Steuerung wird wiederum dem Cosworth-System anvertraut. Das Chassis muss nur leicht angepasst werden, denn der Magatron-Turbomotor wurde ursprünglich für die Saison 1982 werksseitig von BMW entwickelt. Nach dem Rückzug von BMW als Motorenlieferant in der Formel 1 im Jahr 1986, kaufe Arrows Eigner Jackie Olivier mit Hilfe eines Sponsors die Triebwerke auf und setzte diese unter dem Namen Megatron bis zum Verbot der Turbotreibwerke in der Formel 1 ein. Benjamin Vielmi gibt sich selbst eine komplette Saison, um die optimalen Einstellungen der neuen Fahrzeug-Motor-Kombination zu entwickeln, und um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Sein Programm 2018 bezieht sich auf das gesamte Französische Championat. Benjamin stellt auch einige weitere Bergrennen im Ausland in Aussicht. Die Fans können somit hoffen, dass Vielmi beispielsweise auch wieder einmal beim Eschdorfer Hillrace in Luxemburg auftauchen könnte.

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