Terminverlegung in der Luxemburger Bergmeisterschaft

25. April 2017

Das Bergrennen La Broque-Schrimeck in den elsässischen Vogesen, Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft und Rennen im Coupe de France und der Elsass-Lothringen-Liga, wurde vom Veranstalter ASACAR vom 24./25. Juni auf das letzte Juli-Wochenende, 29./30.07. 2017, verschoben. 28. – 30.04.2017 Course de Côte d’Abreschviller – St Quirin (F) 06. – 07.05.2017 European Hill Race Eschdorf (L) 04. – 05.06.2017 Wolsfelder AvD/EMSC Bergrennen (D) 15. – 16.07.2017 Homburger ADAC Bergrennen (D) 29. – 30.07.2017 Course de Côte de La Broque (F) 05. – 06.08.2017 Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen (D) 19. – 20.08.2017 Course de Côte St-Ursanne – Les Rangiers (CH) 08. – 10.09.2017 Course de Côte de Turckheim – 3 Epis (F)

Schatz geht neuen Weg in die ELMS

31. März 2017

Es mag  vielen Enthusiasten des Bergrennsports vorkommen wie ein verfrühter April-Scherz, doch die Neuigkeiten aus Frankreich sprechen eine andere Sprache. Am Tag vor dem 1. April verkündete Nicolas Schatz, der siebenfache Bergmeister Frankreichs seinen Wechsel auf die Rundstrecke. Der 31-jährige Rennprofi aus der Bourgogne wird in der European Le Mans Series 2017 an den Start gehen und in einem Ligier JS P3 LMP3, innerhalb des Team Alésien und Duqueine Engineering, Platz  nehmen. Somit wird Schatz der Französischen Bergmeisterschaft den Rücken kehren und sich voll und ganz auf sein Abenteuer „Rundstrecke“ konzentrieren. Schatz wird zudem weitere Rennen auf einem Norma M20 FC in der französischen VdeV-Endurance Serie bestreiten, dass im DB Autosport-Team des ehemaligen Bergrennfahrers Daniel Bassora. Bei den Bergrennen in Frankreich wird Nico nur ab und an in den Fahrerlagern auftauchen um als Team-Chef und Coach für seine Kunden da zu sein. Nicos Bruder Geoffrey Schatz wird jedoch die Flagge von Schatz Competition in der CFM weiter hoch halten. Er plant, nach aktuellem Stand, weiter in der Formel 3000-Klasse zu starten, jedoch im Reynard 01KL Mugen den Alban Thomas bislang pilotierte.

Boxengeflüster 12/2016: Wussten Sie schon dass…?

23. Dezember 2016

DASS der Tiroler Herbert Stolz ein Comeback in der Deutschen Bergmeisterschaft für die Saison 2017 plant. Der Innsbrucker Routinier mit der DMSB-Fahrerlizenz, hat sein Geschäft für Hi-Fi und Unterhaltungselektronik in der Tiroler Landeshauptstadt kürzlich verkauft. Nach gesundheitlichen Problemen musste Stolz die Saison 2016 frühzeitig abbrechen, doch mit fortschreitender Genesung visiert der zweifache Deutsche Bergmeister eine volle Saison in der Berg DM an. Untersatz bleibt der babyblaue dp Porsche 935 II in der Gruppe E1. DASS der TracKing TT01 nun auch die Zulassung des Sports-Car-Club of America (SCCA) zur Rennteilnahme in den USA erhalten hat. Das Fahrzeug mit der Chassisnummer 01 überstand kürzlich die 8000 km lange Reise von Saint Benigne in Frankreich nach Reno in Nevada. Hier finden derzeit auch Testläufe auf der Rundstrecke statt. In der Rennserie des SCCA findet man typischerweise Rennsportwagen mit offenen Cockpits. TracKing hat somit den Sprung über den großen Teich geschafft und wird die Vielfalt und das Rennspektakel in der SCCA erhöhen. DASS das vor vier Jahren von der DMSB-Executive beschlossene Ende der Gruppe H im Rallyesport zum Jahresende 2016 unterlaufen werden könnte. Im Hintergrund werden Anstrengungen unternommen die Gruppe H im Rallyesport weiter am Leben zu halten. Zwischenzeitlich wurde der RSC-Rallye-Cup gegründet, der fristgemäß seinen Genehmigungsantrag beim DMSB einreichte, die aber im August zum erliegen kam. Jetzt haben die Gruppe H-Befürworter um den Coburger Patrick Mohr gegen den DMSB geklagt. Vor wenigen Tagen wurde die Klage in erster Instanz vom  Amtsgericht Frankfurt am Main abgelehnt. Nach Aussage der Kläger geht der Kampf „David gegen Goliath“ auf jeden Fall weiter. DASS die britische Bergrenn-Amazone Charlie Martin nach den Jahren 2015 und 2016 im Tatuus Formel Renault 2-Liter, erneut in der kommenden Saison in der französischen Bergmeisterschaft an den Start gehen wird. Nach der Einladung vom Team Faggioli in St. Ursanne und beim Bergrennen Gurnigel in diesem Jahr einen Norma Honda 2l-Sportwagen zu pilotieren, hat die charmante Britin Gefallen an den Sportprototypen gefunden. In der kommenden Saison 2017 wird Charlie etatmäßig eine Norma M20 Honda in der 2-Liter Klasse pilotieren, der vom Team Schatz Competition, der französischen Meistermannschaft um Nicolas Schatz, vorbereitet und eingesetzt wird.

Termine 2017 – FiA Europa Bergmeisterschaft

5. November 2016

Nach fünfjähriger Pause steht das ÖAMTC Rechbergrennen, als Großer Bergpreis von Österreich vom 21.-23. April 2017, wieder als Eröffnungsveranstaltung der Berg-Europameisterschaftssaison im Terminkalender der FiA, der an diesem Wochenende im Rahmen  der EBM-Siegerehrung im spanischen Oviedo offiziell ratifiziert wird. Seit 2011 kam diese Ehre dem südfranzösischen Bergrennen am Col St. Pierre zu, das zumindest im kommenden Jahr, nach eben so langer Auszeit, vom zentralfranzösischen Rennen auf den Mont Dore (18-20. August) abgelöst wird. In St. Jean du Gard wird jedoch das Rennen als Opening zum FiA International Hill Climb Cup 2017 stattfinden. An Hand des Rotationsprinzips der Italienischen Veranstalter ist am Wochenende des Juni-Juliwechsel 2017 der Klassiker von Trento-Bondone wieder in den Kalender des höchsten Bergprädikats gerutscht. Im Zuge der Feierlichkeiten „500 Jahre Luther-Reformation“ musste der das ADAC Glasbach-Bergrennen, als deutscher EM-Part von seinem angestammten Termin weichen und findet voraussichtlich einmalig vom 9. – 11. Juni, also auf dem alten Trier-Termin statt. Hier die komplette Auflistung: 21.-23. April 2017 – ÖAMTC Rechbergrennen (AUT) 05.-07. Mai 2017 – Rampa Int. Da Falperra (PRT) 12.-14. Mai 2017 – Subida Al Fito (ESP) 02.-04. Juni 2017 – Sternberk Ecce Homo (CZE) 09.-11. Juni 2017 – ADAC Glasbachrennen (DEU) 30.06.-02. Juli 2017 – Trento Bondone (ITA) 14.-16. Juli 2017 – Hill Climb Limanowa (POL) 21.-23. Juli 2017 – Dobsinsky Kopec (SVK) 11.-13. August 2017 – Course de Cote Mont Dore (FRA) 18.-20. August 2017 – Course de Cote St. Ursanne-Les Rangiers (CHE) 01.-03. September 2017 – GHD Ilirska Bistrica (SVN) 15.-17. September 2017 – Buzetski Dani (HRV)

Masters: Goldmedaillen gehen an Faggioli, Moran und Peruggini

10. Oktober 2016

Nachdem sie bereits im Training die besten Zeiten erreicht hatten, bestätigten der Italiener Simone Faggioli (Norma M20 FC Zytek V8, Kategorie 2), der Brite Scott Moran (Gould GR61X, Kategorie 3) und der Italiener Lucio Peruggini (Ferrari 458 Italia GT3, Kategorie 1) auch im sonntäglichen Rennen ihre Überlegenheit. Sie holten damit die drei beim Hillclimb Masters vorgesehenen Goldmedaillen. Bei der sehr gelungenen zweiten Auflage im tschechischen Šternberk ging die Slowakei als Gewinner des Nationencups hervor, überdies siegte der Italiener Andrea Bormolini (Osella) bei den Junioren (U25), und die Französin Martine Hubert (Norma M20 BMW 3.0) schwang in der Damenwertung obenaus. Am Ende der zweiten Auflage des FIA Hillclimb Masters ist Simone Faggioli überglücklich: «Diesen Sieg wollte ich mir nicht entgehen lassen!». Obwohl neunfacher Europameister und eine lebende Legende im Bergrennsport, ist es ihm erst jetzt gelungen, seine erste Goldmedaille in diesem Wettbewerb zu erobern. «Vor zwei Jahren in Eschdorf musste ich mich mit Silber begnügen. Für diese Niederlage wollte ich mich unbedingt revanchieren, und dieser Sieg war mein erklärtes Ziel. Der Kampf gegen Christian Merli war toll, musste ich doch meine letzten Reserven mobilisieren. Dieses Rennen ist einzigartig, sowohl durch seinen Status als auch durch seine Aura. Alles entscheidet sich an einem einzigen Tag und auf einem relativ kurzen Parcours, wo man jeden Fehler auf der Uhr teuer bezahlt. Der Druck war also groß, aber alles hat bestens geklappt, und ich bin überglücklich, dass ich die Tagesbestzeit aller Kategorien erzielen konnte. Europameister, italienischer Meister und nun noch die Goldmedaille beim Masters, besser hätte meine Saison 2016 nicht verlaufen können!» Einmal mehr musste sich Christian Merli mit dem zweiten Platz begnügen. Dabei hatte er sich mit seinem Osella FA30 Evo-Fortech bis zuletzt nach Kräften gewehrt. Nach dem zweiten Lauf nur knapp eine halbe Sekunde hinter seinem ewigen Rivalen, wollte er im dritten Versuch nochmals alles auf eine Karte setzen, doch kurz vor dem letzten Lauf begann es leicht zu regnen, sodass die letzten Kurven vor dem Ziel feucht waren. So fuhr Merli absichtlich langsam die Strecke hoch, um auf Faggioli zu warten, und die beiden überquerten nebeneinander das Ziel. Ein sympathisches Bild und Ausdruck der kollegialen Atmosphäre, die beim Masters 2016 geherrscht hat. Diese wenigen Regentropfen verhinderten aber eine Top-Platzierung der Italiener im Nationen Cup. Hinter den beiden Aushängeschildern der Europameisterschaft holte schließlich Sébastien Petit (Norma M20FC-Mugen V8) die Bronzemedaille, was den Franzosen umso mehr freute, weil er am Samstag nach technischen Problemen (Ölpumpe) am […]

Boxengeflüster 09/2016: Wussten Sie schon dass…?

25. August 2016

DASS der DMSB-Sportkommissar und DSK-Vize Präsident Karl-Heinz Stümpert im Rahmen des ADAC Hauenstein-Bergrennens den Begründer der Funkrettungswacht Motorsport e.V. Roman Häseler mit dem im Jahr 2015 erstmals verliehenen DSK-Bodo-Grafenhorst-Orden ausgezeichnet. Orden und Urkunde wurden Roman Häseler und seinem Safety Car Team für das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement im Motorsport persönlich überreicht. Um beim diesjährigen Hauenstein-Bergrennen für die Rennteilnehmer einen von zwei Safety Cars zu besetzen hat Roman extra seinen Sommerurlaub in Ungarn unterbrochen und ist am Sonntagabend wieder zu seinen Lieben zurück geflogen. DASS Berg-Cup Pilot Thomas Ostermann eigens auf das ADAC Hauenstein-Bergrennen verzichtete um das Rallye-Team Eric Freichels / Arno Bauschert, seine Freunde und Clubkameraden vom MSC Konz, bei ihrer lang ersehnten ersten Teilnahme bei der ADAC Rallye Deutschland zu unterstützen. Dazu kam es aber nicht, denn bereits bevor die WM-Rallye vor der Haustür begann, schaffte es der Renault Clio der Lokalmatadore nicht durch die Technische Abnahme. DASS der frühere Macher des seit fünf Jahren nicht mehr existierenden Trierer ADAC Bergrennen, Manfred Kronenburg , die letzten Jahre als Orga-Chef der Rallye Deutschland im Bereich Trier tätig, mit dem für 2017 feststehenden Umzug des WRC-Tross ins Saarland, sich aus dem aktiven Geschäft des ADAC Mittelrhein zurückzieht. Eventuell stellt sich Kronenburg noch einmal seiner Heimatstadt Trier zur Verfügung, wenn es möglicherweise darum geht eine Etappe der Tour de France 2017zu organisieren. DASS sich zum bekannten Oldtimer-Bergrennen „Arosa Classic Car“, das vom 1.-4. September in Arosa im Schweizer Kanton Graubünden stattfindet, insgesamt 158 attraktive Rennfahrzeuge in den Kategorien GPL, Competition und Demo angesagt haben. Partner Audi lässt dabei einige Renntaxis den Berg hinauf stürmen. An den Lenkrädern drehen die Audi-Stars Marco Werner, Rahel Frey, Nico Müller, Frank Biela, Harald Demuth, Stig Blomqvist sowie der zweifache DTM-Champion Timo Scheider. DASS die charmante britische Bergrenn-Amazone Charly Martin, die seit knapp zwei Jahren in der Französischen Bergmeisterschaft mit einem Tatuus Formel Renault an den Start geht und auch kürzlich beim Deutschen EM-Lauf am Glasbach für staunende Blicke sorgte, beim schweizerischen Bergrennen von St. Ursanne – Les Rangiers vom italienischen Faggioli-Team die Möglichkeit erhielt einen Norma M20 2-Liter Sportwagen zu probieren und dabei in ihrer Klasse Dritter wurde.

Erinnerungen an «Conny», Roman und all die Andern

24. Mai 2016

Die Motorsportwelt und ganz besonders die groβe Familie des Bergrennsports stand unter Schock, als Mitte Februar die Nachricht sich wie ein Lauffeuer ausbreitete: Marco Conrardy, besser bekannt unter seinem Pseudonym “Conny”, hat uns im Alter von 61 Jahren verlassen. Einer der bekanntesten und erfolgreichsten Rennsportler des Groβherzogtums hatte den Start zu seinem allerletzten Rennlauf genommen. Nachdem “Conny” die Anfangsjahre des Eschdorfer Bergrennens mit seinen spannenden und siegreichen Kämpfen gegen die damaligen deutschen Messlatten wie Klaus Koch, Frank Taubert oder Werner Eckert in der Formel 3-Klasse geprägt hatte, drückte der Moutforter Krauskopf besonders ab 1994 dem “European Hill Race” seinen Stempel auf, nachdem er sich über Winter einen Ralt Rt23 F3000 mit Ford-Cosworth-Motor (Foto unten) zugelegt hatte, einen der ersten Formel 3000 überhaupt im Bergrennsport. Bereits am 1. Mai des gleichen Jahres konnte sich “Conny”, nach einem nervenraubenden Zweikampf-Krimi gegen den Schweizer Heinz Steiner im Martini-BMW Mk69 Formel 2, wobei mehrfach die Führung und der Streckenrekord den Besitzer wechselten, erstmals den Eschdorf-Gesamtsieg sichern und war damit nach Christian Hauser 1991 erst der zweite Luxemburger, der seinen Namen in die Siegerliste eintragen durfte. Konnte sich Heinz Steiner, der Papa von Marcel, anschlieβend 1995 und 1996 durchsetzen, gefolgt von Christian Hauser 1997, so fand “Conny” 1998 zum Ende seiner Karriere zurück auf das oberste Podiumstreppchen unseres Bergrennen, erneut nach einem knappen Kampf um Hundertstelsekunden mit dem Franzosen Christian Debias im Martini-BMW Mk74 Formel 2. Mit drei internationalen Luxemburger Bergmeistertiteln 1994, 96 und 97, dem belgischen Bergmeistertitel 1997, aber auch 12 (!) Luxemburger Slalommeistertiteln und mehreren Siegen in der “Trophée Honoré Wagner”, damals inoffizielle nationale Luxemburger Bergmeisterschaft, sowie natürlich unzähligen Gesamtsiegen und Podiumsplätzen in Luxemburg (Holtz, Nommern, Lorentzweiler…) und im Ausland stellt das Palmarès von “Conny” eines der besten sämtlicher Luxemburger Rennfahrer aller Zeiten dar. Bereits knapp drei Monate zuvor, und fatalerweise unter ähnlich dramatischen Umständen, war Roman Sonderbauer zu seinem letzten Rennen aufgebrochen. Im bildschönen weiβen Opel Kadett (Foto oben) zählte der Niederbayer seit einigen Jahren zu den Pfeilern im Startfeld des “KW-Berg-Cups”, das seit 1989 bereits in Eschdorf gastiert. In den Jahren 2012 und 2013 konnte Roman sich in Eschdorf den Sieg in der stark besetzten und stets hart umkämpften 2 Liter-Klasse der (damaligen) Gruppe H sichern. Insgesamt gingen seit seinem Debüt im “Berg-Cup” 2009 5 Klassensiege, 22 Podiumsplätze und 54 Top10-Ränge auf Romans Konto, was ihm zwei dritte Gesamtränge in der Endwertung des “KW-Berg-Cups” 2013 und 2015, sowie den Vize-Meistertitel seiner […]

Abreschviller: Hervorragender 2. Platz für Hauser

25. April 2016

Mit dem zweiten Platz hinter dem sechsfachen französischen Bergmeister Nicolas Schatz und vor Vize-Meister Sébastien Petit gelang David Hauser eine gelungene Rückkehr ins Cockpit des Dallara GP2. Das Bergrennen Abreschviller, Lauf zur Luxemburger und französischen Bergmeisterschaft, wurde von zwei Comebacks gekennzeichnet: jenem des von David Hauser pilotierten Dallara GP2 und jenem des Winters, der mit sehr niedrigen Temperaturen und sogar dem einen oder anderen Schneegestöber den Ablauf der 2016er Ausgabe des Rennens arg beeinträchtigte und schließlich sogar zum vorzeitigen Rennabbruch mitten im 3. Rennlauf führte. Sonntagvormittag machten einige Schneeflocken, die kurz vor dem ersten Rennlauf der zweisitzigen Sportwagen fielen, die Reifenwahl zum Rätselraten für die Fahrer, die sich dann jedoch mehrheitlich doch für profillose Slickreifen entschieden. David Hauser seinerseits pokerte und entschied sich für Regenreifen, deren Gummi sich schneller aufheizt, die sich jedoch als die schlechtere Wahl erweisen sollten: während der französische Bergmeister 2010 bis 2015 Nicolas Schatz und Vize-Meister Sébastien Petit ihre Norma-BMW 4L V8 in trotz der Kälte ausgezeichneten 48,280 bzw. 49,825 Sekunden den Berg hochjagen, findet der Luxemburger sich in 54,496 auf jenem 5. Platz wieder, den er bereits im samstäglichen Training bei anhaltendem Nieselregen belegt hatte. Theatercoup dann im 2. Rennlauf: gerade in dem Augenblick, wo David die Ziellinie in 49,697 Sekunden überfährt, kommt der direkt nach ihm gestartete Cyrille Frantz recht spektakulär gleich nach der Haarnadelkurve im ersten Drittel von der Strecke ab, ohne dass dabei jedoch sein Norma V8 allzu großen Schaden nahm. Bevor das Auto jedoch abgeschleppt werden konnte, geht erneut eine Mischung aus Schnee und Regen auf die Strecke nieder, sehr zum Frust der noch an der Startlinie ausharrenden Schatz und Petit. Während Schatz den Sieg damit bereits, ohne es zu wissen, sicher hat, sieht Petit seine Hoffnung, den Luxemburger wieder vom 2. Podiumsplatz zu verdrängen, machtlos dahinschwimmen. Bei seiner vom trotz der ungemütlichen Temperaturen recht zahlreichen Publikum begeistert aufgenommenen Rückkehr in den Dallara GP2 feiert David Hauser also einen schönen 2. Gesamtrang: “Es war aufgrund der stetig wechselnden Temperaturen und Bedingungen ein mental extrem anstrengendes Rennen, aber auf jeden Fall dürfen wir sehr zufrieden sein, das Auto funktionierte perfekt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich noch weiter an die Kraft des 4 Liter-V8-Motors auf einer Bergrennstrecke gewöhnen muss. Natürlich tut es mir leid für Seb, aber leider gehören die Zufälligkeiten des Wetters zum Bergrennsport hinzu. Und nun freu ich mich auf mein Heimspiel in zwei Wochen in Eschdorf!” von […]

David Hausers GP2-Comeback in Abreschviller

20. April 2016

Am Wochenende des 23./24. April beginnt für David Hauser mit dem ersten Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft im französischen Abreschviller (rund 15 km von Sarrebourg zwischen Metz und Strasbourg) am Fuβe der Vogesen die neue Saison. Die 2,1 km lange, sehr schnelle, jedoch von einer engen Haarnadelkurve unterbrochene Strecke ist zugleich bereits das dritte diesjährige Stelldichein der französischen Bergelite im Kampf um ihre Landesmeisterschaft und sieht mit mehr als 150 Fahrern und Fahrzeugen ein hervorragendes Starterfeld, welches sich spannende Kämpfe um den Sieg in den einzelnen Klassen, Gruppen und Kategorien leisten wird. Die zahlreichen Fans des jungen Luxemburgers erwarten nach zwei Saisons am Lenkrad des Wolf GB08F1 mit Ungeduld die Rückkehr des Dallara GP2 in den Bergrennsport, die nun also dieses Wochenende erfolgen wird: “Nach zwei Testsitzungen auf dem kleinen Rundkurs in Chambley nahe Metz liegt mein Hauptaugenmerk nun darauf, mich wieder an das Fahren im GP2 auf den zumeist viel schmaleren Straβen, die wir bei Bergrennen begegnen, zu gewöhnen. Zudem melden die Wettervorhersagen eher kühle und wechselhafte Bedingungen, sodass mit recht schwierigen Straβenhaftung zu rechnen ist. Auch wenn das Ergebnis eher zweitrangig sein wird, so kann ich es kaum erwarten, dass es wieder los geht und zu sehen, wo wir uns mit unseren Zeiten im Vergleich zu den besten französischen Spezialisten wie Nicolas Schatz, Sébastien Petit, Cyrille Frantz oder auch dem Schweizer Bergmeister Eric Berguerand situieren werden. Aber ich werde nichts forcieren, zuerst gilt es, mich wieder an den GP2 zu gewöhnen, den ich seit September 2013 nicht mehr bei einem Bergrennen gefahren bin.” Die drei Franzosen in ihren Norma-BMW 4L sind auf jeden Fall die großen Favoriten im Kampf um die Tagesbestzeit, wobei Schatz und Petit am vergangenen Wochenende auf der 5 km langen Strecke am Col St Pierre in den Cevennen nur durch winzige 139 Tausendstel (!) getrennt waren, während Cyrille Frantz wegen Elektronikproblemen zum Zuschauen verdammt war. Doch auch Eric Berguerand, Schweizer Bergmeister der vergangenen drei Jahre, der die Wintermonate nutzte, um seinen Lola-Cosworth F99-ex-F3000 nochmal, insbesondere in Sachen Gewicht und Aerodynamik, zu verbessern, darf man nie unterschätzen. Ohne die Franzosen Geoffrey Schatz und Alban Thomas in ihren Reynard-Mugen F3000 oder auch den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik im Norma-Mugen Honda V8 zu vergessen. Ein Abstecher nach Lothringen lohnt sich auf jeden Fall für alle Motorsportfans, sind doch neben zahlreichen Formel- und Sportwagen sowie mehr als 30 historischen Rennwagen vor allem auch viele schnelle und spektakuläre GT- und Tourenwagen […]

Col St. Pierre: Ein trockener Lauf brachte die Entscheidung

18. April 2016

Die erste Runde in der Berg Europameisterschaft 2016 liegt hinter uns und es wurde äußerst spannender Bergrennsport im Süden Frankreichs geboten. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und machte das Rennen zu einem Reifenroulett, wobei sich schlussendlich doch die Favoriten durchsetzten. Jedoch zögerte sich der Renntag dadurch leider in die Länge und der 3. Rennlauf ging recht spät, erst gegen 18 Uhr 45 zu Ende. So startete der amtierende Berg-Europameister Simone Faggioli aus Italien mit einem vollen Erfolg in die neue Saison. Mit einer herausragenden Leistung am Steuer seines Norma M20 FC Zytek konnte er sich gegen die starke internationale und nationale Konkurrenz durchsetzen und sich zum Gesamtsieger am Col St. Pierre küren. Dabei konnte er sowohl die EBM-Wertung als auch die Tageswertung, wo nur der schnellste Lauf in die Wertung kam für sich entscheiden. In der Berg Europameisterschaft ging der zweite Platz an seinen italienischen Landsmann Christian Merli, der mit seinem weiter verbesserten Osella FA30 RPE Evo noch ein paar Probleme zu meistern hatte, jedoch trotzdem volle Punkte für die Berg-EM Endwertung mit dem Sieg in der Gruppe D, E2-SS einfahren konnte. Das Podium komplettierte der junge Italiener Paride Macario mit einem weiteren Osella FA30 Zytek (Foto oben), der sich bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft hervorragend in Szene setzen konnte und dabei eine fantastische Leistung ablieferte, was auch mit dem zweiten Rang in der Gruppe D, E2-SS belohnt wurde. Dahinter folgte der Franzose David Guillaumard mit einem 2l Dallara F307 Mercedes, der sich bei schwierigen Bedingungen beeindruckend in Szene setzen konnte und großartige Zeiten ablieferte, womit er sich auch gegen seinen französischen Landsmann Billy Ritchen im neuen Dallara Mercedes F311 durchsetzen konnte und diesen auf den sechsten Gesamtrang im Zuge der Berg-EM Wertung verdrängen konnte. Die Top 6 komplettierte der junge Italiener Andrea Bormolini, der mit seinem Osella PA 21 mit 2l Honda Motor ebenfalls fabelhafte Zeiten ablieferte und zudem die Gruppe CN für sich entscheiden konnte. Der Blick in die Gruppe E2-SH der Berg-EM Kategorie 2 brachte in Frankreich eine kleine Überraschung. Der bislang fast nur in Italien aktive Fulvio Giuliani konnte mit einer beeindruckenden Performance, bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft für Furore sorgen, was schlussendlich mit dem Klassensieg in der Gruppe E2-SH mit dem brachialen Lancia Delta Evo (Foto) belohnt wurde. Auf dem zweiten Platz folgte der Tscheche Vladimir Vitver mit seinem einmalig klingenden Audi WTTR-DTM mit einer ebenfalls starken […]

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