Boxengeflüster 06/2016: Wussten Sie schon dass…?

5. Mai 2016

DASS der 25jährige Sauerländer Fabian Rath derzeit Besitzer zweier Opel Kadett C-Renntourenwagen ist. Das über den Winter erworbene ex-Michael Wensorra 16V-CQP ist momentan noch in Lauerstellung und soll ab dem Ibergrennen Ende Juni das gelb-blauen 8V-CQP ersetzten. An die Performance des ehemaligen, sozusagen RISSE-Werksautos, das zuletzt Henning Göbel gehörte und zeitweise Holger Hovemann während der Bauphase seines V8-Kadetts fuhr um in Form zu bleiben, will sich der junge KW Berg-Cup Pilot behutsam herantasten. Bis zum Ibergrennen sind die letzten Anpassungen, wie die Modernisierung von Gurten und Sitz, sowie die vorerste Rücknahme der Motordrehzahlen fertiggestellt. DASS der junge Belgier Andy Heindrichs beim Saisonauftakt beim Bergpreis Schottenring schon am Freitag im Rahmen der Test- und Einstellfahrten ein „Big Moment“ hatte, und dass noch nicht einmal auf der Rennpiste. Dem Sieger der KW Berg-Cup Youngster-Wertung 2015 wurde es auf der Zufahrt in den Startbereich plötzlich trotz der spätwinterlichen Kälte doch recht heiß, als sein Opel Corsa 16V Feuer fing. Schnelle Hilfe war jedoch nicht weit. Die GLP-Teams von Manfred Pape und Daniel Null sowie Jan-Philip Rinne aus der Mannschaft von Herbert Stolz, waren sofort zur Stelle und konnten einen größeren Schaden verhindern. DASS die lebende Luxemburger Motorsport-Legende Leon Linden auch 2016 in seinem Dallara Formel 3 um die heimische Bergmeisterschaft fahren wird. An diesem Wochenende beim Hill Race Eschdorf, wird der 77-jährige sein genau 679. Rennen absolvieren. Der Pesionist der Luxemburger Eisenbahn befindet sich nun im 55 Jahr seiner Motorsportkarriere. DASS am 11. April 2016 der langjährige Bergrennteilnehmer Josef Wölfl nach langer schwerer Parkinson-Krankheit verstorben ist. Josef Wölfl war 62 Jahre alt. Der Pilot des MSC Wiesau war in den 1980ern und Anfang der 90ern zuerst in einem Formel Ford 1600, später mit einem Formel Ford 2000 am Berg sehr erfolgreich.

Stolz und Bratschi kämpfen um die Eschdorfer Tourenwagenkrone

28. April 2016

Seit 2004, also nunmehr 12 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in Eschdorf den Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & Gran-Turismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 die Messlatte hochlegen. Doch der Deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem hochmotivierten jungen Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) auf der Hut sein müssen, der im Vorjahr mit seinem Sieg im Internationalen FIA-Berg-Pokal seinen definitiven Durchbruch schaffte. Genau wie man auch den Deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), im Vorjahr Gesamtsechster im Regen, direkt hinter dem Porsche 935 II von Herbert Stolz, nie unterschätzen darf. Genau wie die beiden Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, und des Schweizers Fréderic Neff (Porsche 996 Cup). Ein Tourenwagenfeld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Und auch einigen Exoten und Kuriositäten, wie dem Ford Puma Turbo des Briten Mike Manning, dem Lotus Elise mit Audi-Turbo-Motor des Belgiers Olivier Dubois oder auch dem süßen VRC Fiat 500 mit Suzuki-Motorradmotor von Bart de Saedeleer (ebenfalls Belgien). Ohne die beiden rassigen Ferrari (Foto unten) des Franzosen Vincent Lagache (458 Challenge), der erstmals in Eschdorf antritt, sowie Stammgast René Ruch (355 GT mit 4-Liter-Zytek-Motor) zu vergessen, genau wie den Nissan 350Z des Luxemburger Rallye-Spezialisten Ralph Schroeder, den Audi 80 Quattro Turbo des Briten Keith Murray oder den Subaru Impreza von dessen Landsmann John Davies. Oder noch den spektakulären Renault Mégane Trophy des Franzosen Jean-Jacques Jobert, den BMW M3 des belgischen Tourenwagen-Bergmeisters 2014 Stéphane Emond und die Allrad-Turbo-Armada des Schilling Performance Teams mit dem Subaru Impreza von Papa Nico, Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister 2015, dem Mitsubishi Lancer von Sohnemann Cédric und dem zweiten Subaru Impreza von Charel Valentiny. Und auch der Tourenwagen-Europabergmeister 2010 Roland Wanek (D) im Mitsubishi Lancer Evo 8 ist natürlich wieder mit von der Partie. Doch selbstverständlich wird auch die Meute des «KW Berg-Cup», die dem Eschdorfer Bergrennen bereits seit 1989 die Treue hält, erneut mit ihren zahlreichen hochgezüchteten VW Golf, Polo, Corrado und Scirocco, Opel Kadett, Corsa und Ascona, Fiat 127, 128 und X1/9, Citroën AX Kitcar, BMW 2002, 320 (davon gleich zwei ex-WTCC), Renault Laguna BTCC, Clio und Mégane oder noch den zehn NSU die Herzen ihrer […]

Werkstatt-Report #19: Premiere des Neuen am heimischen Iberg

5. April 2016

In einer neuen Symbiose wurden über den Winter die Gegner von der Bergrennstrecke zu Technikpartner und Freunden in der Werkstatt. Seit Ende 2015 besitzt der Heiligenstädter Sascha Herz einen zweiten Dallara Formel 3, jetzt ein Modell F302 mit Opel-Triebwerk. Mit dem zweifachen Deutschen Bergmeister und Formel 3-Experten Frank Debruyne, hat Herz zwischenzeitlich Hilfe beim Auf- und Umbau seines neuen Renngeräts bekommen. Beide wollen voneinander profitieren und so Zeit und Geld sparen. Wie der nebenbei passionierte Feuerwehrmann erläutert, ist sein neues Rennfahrzeug ganz ähnlich dem Renner von Frank Debruyne, der ein F303-Modell fährt. „Mein Fahrzeug ist ein Modell aus 2002 mit Ausbaustufe des Jahres 2004. Allerdings stammen die Aerodynamik vom 2005er Auto und das Getriebe sowie die Doppel-Dämpfer-Vorderachse vom 2008er Typ. Größter Unterschied zu einem normalen Formel 3, ist die in Zusammenarbeit mit der Firma Comfort Electronic Raulf entstandene Motorelektronik, welche über Features wie Traktionskontrolle, Launchcontrol und Powershift verfügt. Einige dieser Details werden sich ab diesem Jahr auch bei Frank Debruynes Formel 3 wiederfinden. Ich hoffe dass wir dieses Jahr noch viel zusammenarbeiten werden. Geplant ist die Fertigstellung des Fahrzeugs in den nächsten zwei Wochen. Nach erfolgreichem Abstimmen auf dem Prüfstand und einigen Testfahrten auf der Rundstrecke ist der erste geplante Einsatz bei meinem Heim-Grand-Prix Ende Juni am Iberg. Mein verwaister Formel 3, vom Typ Dallara F393 wird sobald der neue Opel-Spiess-Motor fertig ist an meinen Heiligenstädter Motorsportkameraden Gerhard Dietrich vermietet“. In einer Ecke der Herz´schen Werkstatt finden sich zudem weitere Projekte. „Ansonsten ist bei mir über den Winter ein VW Golf 2 Rallye mit Kompressor und ein Alfa Romeo 155 Integrale STW, mit Motor und Allrad-Technik von Lancia, entstanden. Das in 2015 mit meinen Rennmechaniker begonnen VW Golf Diesel Projekt hat die Tage zum ersten mal wieder Tageslicht gesehen und wird, wenn auch mit Verzögerung weiter geführt. Den Rallye-Golf G60  würde ich gerne verkaufen“.

Werkstatt-Report #18: Übeltäter ausgemacht

3. April 2016

Nach den massiven Performanceproblemen gerade bei feuchten und nassen Bedingungen, die Frank Debruyne wohl den Deutschen Bergmeistertitel 2015 kosteten, machte sich der Badener Formel 3-Pilot über den Winter an die Fehlersuche. Die Arbeiten am Dallara F303 Opel konnten erst vor kurzem anlaufen, da der Neurieder zuletzt beruflich viel zu tun hatte. Zwischendurch unterstütze er mit seinem Fachwissen und Manpower vor Ort, auch das neue Formel 3-Projekt des Heiligenstädters Sascha Herz (Werkstatt-Report dazu folgt!), sodass es nun für den Lokführerausbilder höchste Eisenbahn wird, seinen eigenen Formel 3 wieder zusammenzusetzen um spätestens beim Division 2-Saisonstart am 7. und 8. Mai in Eschdorf (L) dabei sein zu können. Als Übeltäter wurden zwischenzeitlich die Stoßdämpfer ausgemacht. Frank Debruyne wird erneut unter der Flagge des Pirmasenser CR-Racingteams die Bergsaison 2016 in Angriff nehmen und beim Homburger Bergrennen Mitte Juli seinen Teamchef und Fahrerkollegen von der Rundstrecke, Andreas Germann mit seinem Dallara F309/11 VW Formel 3, an seiner Seite haben. Debruyns Betätigungsfeld in diesem Jahr ist laut Planung, die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft und der neue DMSB Berg-Cup. „Wobei ich in der Meisterschaft gegen die Besten der reichlich gefüllten Tourenwagenklassen mit ihren 0,2 Zusatzpunkten pro besiegten Gegner am Ende wohl keine Chancen habe“, befürchtet Frank Debruyne.

Motors & Classics ein voller Erfolg

29. Februar 2016

Die stilvolle Eventhalle Lokschuppen in Dillingen im Saarland war am vergangenen, letzten Februar-Wochenende Schauplatz der Erstauflage der „Motor & Classics“, einer neuen Messe und Ausstellung für Old- und Youngtimer, Renn- und Rallyefahrzeuge sowie Veranstalter aus den jeweiligen Szenen. Der Homburger Automobilclub (HAC) erhielt von Organisator Wolfgang Heinz von den „Oldtimer-Freunden untere Saar“ die Möglichkeit, sich und sein Homburger ADAC Bergrennen im edlen Ambiente des Lokschuppens zu präsentieren. Mit dem Dallara F309/11 Formel 3 von HAC-Mitglied Andreas Germann und dem Hartge BMW E30 von Berg-Cup Pilot Thomas Ostermann, steuerte der Homburger ADAC Ortsclub zwei vielbeachtete Exponate bei. Die Erstlingsveranstaltung der „Motors & Classics“ war ein voller Erfolg. Das Besucheraufkommen war durchweg enorm und übertraf die Erwartungen des Veranstalters. Die HAC´ler brachten an ihrem Messestand so einiges an Flyern, Aufklebern, Autogrammkarten und Plakaten unters Volk und standen Rede und Antwort in Sachen Bergrennsport.

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