Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Hauenstein: Eifelwetter in der Rhön

22. August 2016

Ausgerechnet zum 47. ADAC / MSC-Rhön Hauenstein Bergrennen zeigte sich die sonst so wunderschöne Rhön von ihrer rauen und unbarmherzigen Seite. Bis Samstag 15 Uhr hatte noch der Sommer die Oberhand rund um die Rhönhofstraße zwischen der 700 Seelengemeinde Hausen und dem Schwarzen Moor, einer der vielen Touristenattraktionen im Biosphärenreservat Rhön. Doch dann erreichten die Vorboten des Herbsts, mit Regen und Nebel das Renngelände mit dem Ziel auf rund 780 m Meereshöhe. Der Renntag begann mit einer 90 minütigen Verspätung. Dichte Nebelschwaden hatten im unteren Streckenbereich den für 8 Uhr 30 geplanten Rennbeginn unmöglich gemacht. Drei kurze, aber heftige Regenschauer, gleichmäßig über den Tag verteilt, prüften die flinken Hände der Teamhelfer und Mechaniker beim Reifenroulette. Rennleiter Klaus Höhn und Bernd Seyd, der den Posten des Organisationsleiters von Christian Leutheuser übernommen hatte, der mit seinem Team bei der VLN auf dem Nürburgring im Einsatz war, haderten über das dritte Hausenstein-Rennen i n Folge, das von den Wetterunbilden beeinflusst wurde. Auch diesmal wurde das Klassement etwas durcheinandergewirbelt und eine Auffahrt musste nach dem verspäteten Beginn und einigen Zwischenfällen gekürzt werden. Nachdem der überlegene Gesamtleader des ersten Durchgangs Uwe Lang im zweiten und letzten Lauf in seinem slikbereiften Osella BMW geduscht wurde und auf Rang 19 abrutschte, wiederholte Norbert Brenner im Opel Vectra V8 DTM (Foto oben) seinen Vorjahressieg, vor einem stark aufkommenden Holger Hovemann im Opel Kadett GT/R V8. Der Odenwälder und sein Team arbeiteten lange auf diesen Moment hin, sich mit den ehemaligen DTM-Boliden messen zu können. Da die 4,2 km lange Strecke in der Rhön Hovemanns Fahrzeugkonzept entgegen kam, reichte es um Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM hauchdünn zu schlagen. Somit standen drei Fahrer aus der Gruppe E2-SH auf dem Gesamtsiegerpodium. Thomas Conrad im CRS-Renault Eigenbau-Sportwagen rettete sich bei aufkommendem Regen noch ins Ziel auf Rang vier und gewann zudem die 2-Liter Sportwagenklasse vor Bernd Letmade (Norma). Als die vier bis dahin schnellsten Fahrer im Ziel waren, entschied sich die Rennleitung für einen weiteren Reifenwechsel. Somit war für Formel 3-Pilot Frank Debruyne nicht mehr zu holen als Gesamtrang 5. In Sachen Berg-Meisterschaft und DMSB Berg-Cup für Rennwagen war dies für den Badener jedoch kein Beinbruch. Die 2-Liter Formelklasse gewann Debruyne dennoch vor den im Regen überraschend starken Youngstern Georg Lang (Formel Renault) und Mathieu Wolpert (BSR Formel 3). Mit Rang 7, rund vier Sekunden hinter dem aus Österreich angereisten Tourenwagen-Gesamtsieger Herbert Pregartner (Porsche 911 GT2) behauptete André Wiebe […]

Osnabrück: Grandiose Berg-Show

8. August 2016

Der Macher des Osnabrücker Bergrennens, Bernd Stegmann, versammelte erneut ein internationales Spitzenfeld an Renn- und Tourenwagen in der Borgloher Schweiz, und vermochte das schon exzellente Starterfeld des Vorjahres erneut zu toppen. An die Rekordbesucherzahlen aus dem Vorjahr kam der MSC Osnabrück zwar nicht ganz heran, aber der Zuschauerzuspruch aus dem gesamten norddeutschen Raum, dem Ruhrgebiet und aus den Niederlanden war großartig und sorgte für eine wundervolle Atmosphäre entlang der 2,03 km langen „Hügelstrecke“. Die glänzende Organisation und ein souveräner Rennleiter, der bekannte VLN und 24h-Pilot Michael Schrey, begeisterten gerade die ausländischen Gastfahrer, die sich dann auch bei der letzten Rückführung per „Abklatscher“ aus dem Rennkockpit heraus, bei den MSC-Organisatoren bedankten. Zum ersten Mal gelang es Stegmann und Co den aktuellen EM-Zweiten Christian Merli in den deutschen Norden zu holen. Mit seiner Teilnahme in Osnabrück und dem gleichzeitigen Verzicht auf des italienische Bergrennen Reventino, wo Erzrivale Simone Faggioli siegte, ist nun klar das sich der Südtiroler für den Rest der Saison auf die Berg-Europameisterschaft konzentriert und die heimische Meisterschaft wohl abgeschrieben hat. Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30 mit einem englischen PRE-Motor, der aus zwei Motorradmotoren zu einem V8-Triebwerk zusammengesetzt ist, wurde seiner Favoritenrolle gerecht, wenn auch auf den letzten Drücker – aber mit neuen Streckenrekord von 51,232 Sekunden. Der Schweizer Vorjahressieger Joel Volluz (Osella FA 30) bot dem Star aus Italien erstaunlich gut Paroli. Im zweiten Lauf war der junge Walliser sogar, mit der bis dahin zweitschnellsten je am Uphöfer Berg gefahren Zeit,  schneller als Merli. Der Start zum dritten und letzen Lauf verlief für Volluz nicht optimal und damit war der Käse in Sachen Gesamtsieg und Titelverteidigung endgültig gegessen. Einen herausragenden dritten Platz in der Tageswertung erkämpfte sich der Tscheche Vaclav Janik im Norma M20 FC V8, der den Schweizer Champion Eric Berguerand (Lola Cosworth) niederrang. Sich äußerst achtbar aus der Affäre zog sich auf Gesamtrang vier, als bester Deutscher und noch vor dem V8-Vertreter Patrik Zajelsnik (Norma Mugen), der Schweinfurter Uwe Lang im betagten Osella PA 20 S Evo mit dem 6-Zylinder BMW-Triebwerk. Immerhin Platz 7 stellte den Schweizer Routinier Marcel Steiner im neuen LobArt LA01 Mugen V8 nicht zufrieden. Seine Ansprüche liegen doch etwas höher in der Resultatsliste. Geduld und Spucke ist bei Steiner Motorsport weiterhin gefragt. Bemerkenswert ist auch das Comeback des Luxemburgers Guy Demuth mit seinem überarbeiteten G-Force Formula Nippon, den er zuletzt 2010 einsetzte. Den Osella FA 30 aus dem Rollinger-Team pilotierte er […]

Gegen starke internationale Gegner behauptet

20. Juli 2016

Ein imposantes Formelwagenfeld konnte die Homburger Automobilclub an die Käshofer Straße zum 43. Homburger ADAC Bergrennen locken. David Hauser aus Luxemburg pulverisierte am Morgen des Renntags den Streckenrekord der 2,6 km langen, anspruchsvolle Strecke, um ganze 1,5 Sekunden und blieb auch in beiden weiteren Läufen unter der alten Bestmarke seine Landsmanns Guy Demuth aus dem Jahr 2013. Aber dennoch behaupteten sich die Deutschen Top-Piloten Uwe Lang (Osella BMW) und Frank Debruyne (Foto oben) im CR-Racingteam Dallara Formel 3, gegen die starke ausländische Konkurrenz mit den Formel 3000-Piloten Daniel Allais aus Frankreich, Simon Hugentobler aus der Schweiz und Anthony Loeuilleux, ebenfalls aus Frankreich, im Formel Tatuus Master Honda, die knapp das Podium verfehlten. Frank Debruyne hatte am Trainingstag einen kleinen Schreckmoment zu verdauen. Kurz vor der haarigen Brückenpassage erwischte der Badener eine Bodenwelle und der Franks Gasfuß rutsche vom Pedal, aber die Zeiten reichten für Gesamtrang drei, vor der Übernachtungspause. Die knappen Abstände bei den Trainingszeiten und die Gewissheit dass die Konkurrenz nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat, versprachen einen extrem spannenden und hoch interessanten Renntag. Dass Hauser im rund 600 PS starken Dallara GP2-Boliden dann davon ziehen würde und auch Uwe Lang die Vorteile seines Osella-Sportwagen ausspielt, war Frank Debruyne von vorne herein klar. Aber mit Gesamtrang drei, vor allen anwesenden Formel 3000, Formel 3 und 2-Liter Formelfahrzeugen, hat der CR-Pilot das erreicht was möglich, aber keines Wegs einfach. Am engsten rückte der Brite Paul Buckingham im Dallara F305 Mercedes Formel 3 (Foto unten) auf Franks Pelle. Mit dem Mann von der Kanal Insel Guernsey lieferte sich Debruyne ein packendes Duell auf Augenhohe. Doch im letzten Lauf, nicht einmal 100 Meter vor der Ziellinie kreiselte Buckingham von Bergstrecke in die Wiese und hatte Glück ohne nennenswerten Schaden davon gekommen zu sein. Somit war die Entscheidung gefallen.

St. Anton: Stollnbergers Knoten geplatzt

10. Juli 2016

Dallara Formel 3-Pilot Andreas Stollnberger holte sich im niederösterreichischen St. Anton den ersten Gesamtsieg seiner Karriere und übernimmt damit die Berg-ÖM Führung in der Kategorie 3+4 von F3000-Fahrer Herrmann Waldy, der nur siebter wurde. Auf Rang zwei hatte Karl Schagerl etwas Pech. Erst hatte ein Mechaniker sein Handy im VW Golf Rallye verloren, das dann wehrend der Fahrt im ersten Durchgang wieder auftauchte und im Fußraum die schnelle Fahrt des Niederösterreichers störte. Im zweiten Durchgang lief es aber auch nicht nach Plan. Hier machte sich der Turboladerschlauch selbstständig und die Leistung des TFSI-R Motors viel ab. Erst zur dritten und letzten Auffahrt passte bei Schagerl alles mit einer tiefen 1:17ner Zeit, doch da war Stollnberger bereits enteilt. Rang drei ging an Ferdinand Madrian im Norma M20 V8-Sportwagen, vor Porsche-Pilot Herbert Pregartner, als schnellster Vertreter aus der Einschreibeliste des KW Berg-Cup, der Gesamtrang vier belegte. Holger Hovemann schied vorzeitig mit dem Opel Kadett C GT/R V8 aus.

Homburger Kultberg lockt die Fans

8. Juli 2016

Einmal im Jahr wird das westpfälzische Dörfchen Käshofen anders geweckt als sonst. Bereits morgens ab 8 Uhr dröhnen am 16. und 17. Juli die ersten Rennmotoren, wenn es zum 43. Mal heißt, das Homburger ADAC Bergrennen wird wieder ausgetragen. Was 1974 klein begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, mit nationaler und internationaler Beachtung gemausert. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der Automobilsport nicht nur Freunde hat. Dennoch scheute der Homburger Automobilclub den enormen Aufwand abermals nicht und wurde, wie in der Vergangenheit, dazu berufen Wertungsläufe zur Deutschen und Luxemburger Meisterschaft sowie zum KW Berg-Cup auszurichten. An der Käshofer Straße und bei Bergrennen im Allgemeinen, herrscht eine unglaubliche Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. Besucher dürfen im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus und im Vorstartbereich so nah an die Rennboliden, wie kaum wo anders. Und auch entlang der aufwendig abgesicherten Kultstrecke hinauf auf die Sickinger Höhe sind die Zuschauer mittendrin, statt nur dabei. 131 Fahrerinnen und Fahrer aus 6 Nationen stellen sich am dritten Juli-Wochenende dem Starter und den 14 Kurven – darunter mischen sich allein 13 Aktive aus den Reihen des Veranstalters Homburger Automobilclub. Die Piloten werden der Konkurrenz auch in diesem Jahr keine Hundertstelsekunde schenken und versuchen ihre persönliche Bestzeit oder gar den Streckenrekord zu unterbieten. Die kleine Formel 1 der Saarpfalz-Region Diesmal ist das Feld der PS-starken und pfeilschnellen Formel-Rennwagen so groß wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Monoposto im Outfit der Grand-Prix Wagen verströmen mit ihren V8-Triebwerken den Geruch und Sound der guten alten Formel 1. Diese Königsklasse der Berge wird auch auf der Käshofer Chaussee den Gesamtsieger unter sich ausmachen. Anwärter sind hier der junge Luxemburger David Hauser, im  620 PS starken Dallara GP2, der sich sicherlich auch den drei Jahre alten Streckenrekord (1:06, 914 min, Guy Demuth, Luxemburg) wieder zurückerobern möchte. Ebenfalls mit einem PS pro Kilogramm Fahrzeuggewicht kommen die drei 500 PS starken Formel 3000-Boliden daher. Zu den Top-Fahrern in der Schweizer Meisterschaft zählen Simon Hugentober (Reynard 97D Mugen) und Philippe Guélat (Lola T94/50 Cosworth) die erstmals in der Saarpfalz am Start sind sowie der Franzose Daniel Allais, der mit seinem bewährten Reynard 97D Judd bereits mehrfach auf dem Podium des Homburger Bergrennens stand. Über eine der besten Streckenkenntnisse und  längste Erfahrung auf der Käshofer Straße verfügt der vierfache Deutsche Meister und zweifache Gesamtsieger Uwe Lang in seinem Osella BMW-Sportwagen. Der Schweinfurter startet seit Mitte der 1980er Jahre regelmäßig in […]

Nennungsschluss in Homburg am 5. Juli – 24 Uhr

3. Juli 2016

Darauf haben viele Motorsport-Fans aus der Saar-Pfalz-Region und Interessierte aus ganz Deutschland und Luxemburg gewartet: Die Starterliste zum 43. Homburger ADAC Bergrennen am 16./17. Juli verspricht bereits vor dem offiziellen Nennungsschluss am Dienstag, den 5. Juli 2016 – 24 Uhr (Poststempel) einiges. Fünf Tage vor dem Anmeldschluss liegen dem Homburger Automobilclub bereits knapp unter 100 Nennungen vor. Der Veranstalter rechnet mit einem Teilnehmerfeld zwischen 140 und 150 Teilnehmern. Gerade bei den Formel-Fahrzeugen der Formel 3000, GP2 und Formel 3 bahnt sich ein hochklassiges Plateau an. Rennfahrzeuge von über 20 Marken und Teilnehmer aus 6 Nationen sind schon sicher. Ab Mitte der Kalenderwoche 27 wird dann die erste, noch vorläufige Starterliste auf der Webseite www.homburger-bergrennen.de erwartet.

Iberg: Gewichtiger Gesamtsieg für Uwe Lang

27. Juni 2016

Das letzte Juni-Wochenende bot den am Bergrennsport Interessierten eine Fülle von hochkarätigen Veranstaltungen, quasi über den Globus verteilt. In den USA siegte beispielsweise Porsche Werksfahrer Romain Dumas im Norma-Sportwagen am weltbekannten Pikes Peak. In der Schweizer gewann Eric Berguerand den zweiten SM-Lauf von Reitnau. Dazu wurde in La Broque im Elsass um Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft gefahren und der Österreichische Bergrallye-Cup machte Station in Naas bei Weiz. Ebenfalls zur Spezies der Bergrennen kann man das einzigartige Festival of Speed im englischen Goodwood bezeichnen, das ebenfalls traditionell am vergangenen Wochenende stattfand. Last but not least versammelte sich am Iberg in Thüringen die Deutsche Bergelite und stellte sich am Ortsausgang von Heilbad Heiligenstadt dem Starter. Wie schon so oft in den vergangenen Jahren war der Ablauf des Rennens auf dem Holzweg beispielgebend für die Deutsche Bergmeisterschaft. Vier Läufe reibungslos durchzubringen und dann noch bereits um kurz nach 17 Uhr alle Pferde in den Stall getrieben zu haben, sprich das Rennen abzuschließen, kann als Idealzustand bezeichnet werden. Hier war klar die Handschrift von Kevin Ferner zu lesen, der jedoch als Vize-Rennleiter die Rennleiterpremiere von René Trautvetter von der RSG Altensteiner-Oberland aus dem Hintergrund begleitete. Dass es an beiden Tagen keine nennenswerten Ausritte ins üppige Grün gab, spielte der Rennleitung zusätzlich in die Karten und zwei unwetterartige Gewitterschauer trafen das Renngelände zu günstigen Zeitpunkten, wenn man das so sagen kann. Trotz Windböen und Sturzbächen im Fahrerlager blieben die Schäden gering. Wie so oft in den vergangenen Jahren nutzten die DMSB Kommissare die idealen Örtlichkeiten des Bauhofs direkt an der Startgerade um die entsprechenden Fahrzeuggewichte zu kontrollieren. Am Samstag stand die Waage den Teilnehmern zu freiwilligen Wiegung zur Verfügung. Am Sonntag baten die Offiziellen dann stichprobenartig zur Kontrolle. Dabei wurden drei Fahrzeuge mit, teilweise erheblichem Untergewicht festgestellt, die von der Werterung ausgeschlossen wurden. Hier werden wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit Sportstrafen die Folge sein. Uwe Lang ist weiter der schnellste Bergrennfahrer Deutschlands. Der Schweinfurter im Osella PA 20  BMW 3.0 gewann den 4. Berg DM Lauf. Ohne ausländische Konkurrenz dominierte Lang in allen vier Auffahrten das 118 Fahrer starkem Feld nach Belieben, orientierte sich aber am Streckenrekord von Patrik Zajelsnik (Norma Mugen V8) aus dem Jahr 2014, den er mehrfach knapp verfehlte. Peter Behnke, der die zweitschnellste Zeit des Trainings fuhr, kreiselte im Tatuus Master Honda gleich in der ersten Auffahrt von der Strecke und war aus dem Rennen. So übernahm F3-Mann Frank Debruyne kampflos Rang […]

Hemberg: Berguerand siegt beim Schweizer Saisonstart

13. Juni 2016

Der Saisonstart der Schweizer Bergmeisterschaft vom zweiten Juni-Wochenende am Hemberg im Kanton St. Gallen erinnerte von den Wetterkonditionen an die Zeit als das Rennen noch im September stattfand. Immer wieder einsetzender Regen und für die Jahreszeit zu kühle Temperaturen sorgten dafür, dass die Bedingungen für die über 150 Fahrer niemals gleich waren. Zahlreiche Verzögerungen im Zeitplan und eine fast unlösbare Aufgabe der Reifenwahl, prägten die 5. Neuauflage der Traditionsveranstaltung im Toggenburg. Fast wäre der amtierende FiA-Cup Gewinner Ronnie Bratschi mit seinem Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO erneut als Gesamtsieger, wie zuletzt in Verzegnis (I), vom Platz gegangen. Der Seedorfer duellierte sich in den beiden Renndurchgängen mit Lokalmatador und Markenkollegen Roger Schnellmann und war am Ende nur 28/100 eher im Ziel. Mit Glück und Können fuhr Eric Berguerand auf der 1758 Meter kurzen Strecke den Gesamtsieg im Lola Cosworth heraus. Seine Erfahrungen von der Rundstrecke kamen unter diesen Wetterumständen Thomas Amweg zugute. Im Dallara Mercedes F305/07 Formel 3 zeigte der Sohn des ehemaligen Schweizer Bergkönigs Fredy Amweg eine überragende Leistung im Regen und belegte Rang vier der Tageswertung. Deutlich verhalten agierte Joel Volluz im Osella FA 30 auf der feuchten Bahn und riskierte auf Rang sechs, im Hinblick auf die weiteren SM-Läufe nichts. Für Reto Meisel viel das erhoffte erste, zählbare Resultat im Mercedes SLK 340 V8 erneut ins Wasser. Mit seinem gut und gern 600 PS starken Boliden, mit dem 3,4 Liter Judd-LMP2-Triebwerk, sah der mehrfache Deutsche und Schweizer Bergmeister im ersten Lauf nicht das Ziel und trat zum zweiten Durchgang nicht mehr an. „Wunder sind mit dem neuen Auto nicht zu erwarten“, verlautete Meisel bereits vor dem Rennwochenende. „Da braucht es noch viel Zeit um mich mit dem 340er vertraut zu machen“. von Thomas Bubel / Peter Wyss

Rang drei gegen übermächtige Konkurrenz

12. Mai 2016

Beim Auftakt zur Deutschen Bergmeisterschaft am Wochenende des 6./7. Mai im luxemburgischen Eschdorf schlugen alle Parameter voll ins Positive aus. Mit einem nahezu wolkenloser Himmel und angenehm warme Temperaturen verwöhnte der Wettergott die zahlreichen Zuschauer und die mehr als 150 Teilnehmer des „European Hill Race“, der größten Motorsportveranstaltung des Großherzogtums. Nach der langen Winterpause hatte auch die „Berg-Abteilung“ des Pirmasenser CR Racingteams, in Form von Frank Debruyne, seinen ersten Auftritt des Jahres. Der Dallara Opel Formel 3, der auch in der neuen Saison 2016 mit dem AST – Abwasser-Sanierungs-Technik Logo auf den Seitenkästen die Bergrennstrecken in Deutschland und Luxemburg hochschießen wird, war noch rechtzeitig zum ersten von neun Berg DM-Läufen des Jahres 2016 fertig geworden. Der Dallara F 303 Opel-Spiess wurde über die Wintermonate komplett zerlegt, überprüft, instand gesetzt und wieder rennfertig auf die profillosen Slik-Reifen gestellt. Den Trainingstag auf der 1.850 Meter kurzen Sprintstrecke in den Ardennen nutze Frank Debruyne als Funktionstest und erzielte eine Marke von 56,316 Sekunden, was die zweitschnellste Zeit in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm Hubraum bedeutete. Mit Hilfe des extra aus Heiligenstadt angereisten Formel 3-Kollegen Sascha Herz wurde am Abend der Wagen auf den Renntag vorbereitet, an dem nur der schnellte von drei Durchgängen für die Wertungen um den Tagessieg und der Klasse herangezogen wurde. Dies ist etwas ungewöhnlich, da bei den Bergrennen in Deutschland immer die Summe alle Rennläufe den Ausschlag gibt. Am Rennsonntag kletterten die Temperaturen bereits in der Früh auf knapp unter 20 Grad, was natürlich bei der „Atemluft“ des Motors seine Auswirkungen hat. Bevor die Temperaturen weiter anstiegen, legte Frank Debruyne gleich am Morgen seine Tagesbestzeit auf die Bahn, der noch im letzten Herbst einen neuen Belag verpasst wurde und  somit noch nicht das Gripp-Niveau der letzten Jahre aufwies. Schlussendlich waren die beiden französischen Piloten Anthony Loeuilleux und Damien Berney in ihren, einem Formel 3 überlegenen Tatuus Formula Master Honda, vor den Badener gefahren. Über den Saisonstart, mit Rang drei in der Klasse und Platz 15 in der Gesamtwertung, war die Freunde zwar nicht riesengroß, aber ein gewisse Zufriedenheit stand dem Team ins Gesicht geschrieben. Bereits am kommenden langen Pfingstwochenende startet Frank Debruyne bei der nächsten Berg DM-Veranstaltung, dem Wolsfelder ADAC Bergrennen, vor den Toren Bitburgs. Bei trockenen Wetterbedingungen zählt zweifache Deutsche Bergmeister zu den drei bis vier Top-Favoriten auf den Gesamtsieg, auf der wohl engsten Bergrennstrecken Deutschlands. Wer sich das Spektakel in der Südeifel anschauen möchte, dem sei […]

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