Alexander Hin vor der Titelverteidigung in Eichenbühl

3. September 2019

Der Motorsportclub Erftal hat angerichtet für das 52. Bergrennen in Eichenbühl und über 200 Starter aus dem In- und Ausland wetteifern um Zeiten und Platzierungen. Eine Frage schient schon vorab geklärt, die nach dem Gesamtsieger. Denn das haushohe Favorit Alexander Hin kann sich nur selbst schlagen oder ein technisches Problem bremst ihn aus wie beim Osnabrücker Bergrennen. Das durchgescheuerte Kabel ist als Ursache identifiziert und der Schweinfurter Uwe Lang hat mit seinem Rennteam Alexander Hin seinen Osella PA 30 perfekt vorbereitet. Alexander Hin hatte im Vorjahr seinen zweiten Gesamtsieg nach dem Jahr 2004 in Eichenbühl gefeiert, damals jeweils in einem Reynard-Formel 3000-Renner. Schon 2018 fuhr er bis auf eine halbe Sekunde an den Streckenrekord heran, den Patrick Zajelsnik seit dem Jahr 2014 mit 1:11,52 Minuten hält. Da der Osella PA 30 ziemlich das Beste ist, was heutzutage im Bergrennsport zu haben ist, „will ich natürlich den Streckenrekord angreifen“, sagt Alexander Hin, der solche Ankündigungen heuer schon mehrmals in die tat umgesetzt hat. Hinter ihm streitet sich die Armada der Formel 3-Piloten um die zwei weiteren Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest. Das Quartett Christian Triebstein, Mathieu Wolpert, Robert Meiers und der Schweinfurter Georg Lang macht sich berechtigte Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen, eine ähnliche Kragenweite haben der CRS-Pilot Thomas Conrad und Klaus Hoffmann vom AMC Kitzingen in seinem Opel Astra V8, der einst in der DTM seinen Dienst tat. Auf der 3,05 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu 250 Km/h in der Spitze fallen Vorentscheidungen in der Deutschen Meisterschaft und den Berg-Cups des DMSB und dem KW-Berg-Cup. Im Tourenwagen-Segment kommen die Fahrer zweier PS-Monster für die Spitzenposition in Betracht, der Österreicher Herbert Stolz im Porsche 935 DPII mit geschätzten 800 PS und Odenwälder Lokalmatador Holger Hovemann im Opel Kadett GT/V8 mit 700 PS. In der Deutschen Bergmeisterschaft führt Scirocco-Pilot Hans-Peter Eller mit 162 Punkten, ihm können auf dem Weg zum Titel nur theoretisch noch Rüdiger Zahn, Christian Triebstein und Kai Neu gefährlich werden. Im DMSB-Sportwagen-Berg-Cup liegt Christian Triebstein mit 116 Punkten an der Spitze, vor Georg Lang und Alexander Hin. Derweil dürfte bei Patrick Orth nichts mehr anbrennen auf dem Weg zum Triumph im DMSB-Tourenwagen-Berg-Cup, hier liegt der BMW-Pilot fast uneinholbar vorne. Aus Sicht der heimischen Fans stehen die Eichenbühler Nils Abb (VW Schneider-Polo), Sophia Faulhaber (Honda Civic Typ R) und Christof Hörnig (Renault Clio) sowie weitere Fahrer des MSC Erftal im Blickpunkt. Gleiches gilt auch für den Mainbernheimer Christian Handa im Lancia Delta […]

Hitzeschlacht am Iberg schweißt Rahn-Team weiter zusammen

6. Juli 2019

Nach dem eisigen Berg-Saisonstart beim Eschdorfer Hillrace Anfang Mai, ist die Deutsche Bergmeisterschaft beim ADAC Ibergrennen in Heilbad Heiligenstadt, einstweilen auf dem Siedepunkt angelangt. Die am Renntag erreichte Temperatur von knapp 39 Grad stellte besondere Anforderungen an alle, die an diesem letzten Juni-Wochenende dem Bergrennsport in Thüringen frönten. Am angenehmsten hatten es da noch die Zuschauer, die sich entlang der bewaldeten 2,050 km langen Strecke, ein schattiges Plätzchen suchen konnten. Für die Akteure in ihren Rennfahrzeugen, samt den Teammitgliedern, hieß es schwitzen und nochmal schwitzen im Fahrerlager in der Innenstadt des kleinen Kur-Städtchens und am Vorstart. Patrick Rahn und seinem Team erhielten vom Veranstalter ihren Platz direkt an der Kreuzung mitten im Paddock.  Der noch von den Hitzegraden her erträgliche Trainingstag verlief für Patrick sehr zufriedenstellend. Erneut hatte der Lipper eine für ihn unbekannte Streckenführung vor der Brust, schoss sich aber sehr schnell ein. Am Renntag hieß die Losung, gleich im ersten Lauf die noch einigermaßen kühlen Bedingungen in der Früh zu nutzen, was Patrick auch mit der sechst schnellsten Zeit des über 120 Fahrer starken Feldes gelang. Was danach abzusehen war, trat ein. „Mit den steigenden Temperaturen war eine weitere zeitliche Steigerung nicht möglich“, kommentierte Patrick Rahn. „Das Steuergerät des Opel-Spiess Motors reduziert bei derart hohen Temperaturen die Zündung, was zu Leistungsverlusten führt. So waren in den Läufen zwei und drei keine Zeitverbesserung mehr möglich. Ein weiterer Punkt sind die Reifen, die nicht das gewohnte Grippniveau halten. Mit diesen Begleiterscheinungen hatte aber auch meine Mitstreiter zu kämpfen“. Am Ende bleib es bei einem hervorragenden sechsten Platz in der Gesamtwertung und Rang vier in der Klasse der Formel-Rennwagen bis 2000 ccm Hubraum. Im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge rangiert das Team Rahn F3 auf dem sechsten Platz in der Zwischenwertung. A apropos Team – Der Pilot des Dallara F306 möchte sich bei seiner Helfermannschaft diesmal besonders für die hervorragende Betreuung, gerade unter den erschwerten Bedingungen bedanken. Nach der bereits angesprochenen familiären Pause, soll es erst Anfang August für Patrick in die nächste Runde gehen. Das Osnabrücker Bergrennen lockt und auch am Teutoburger Wald wird es sicherlich wieder heiß hergehen.

Wetterkapriolen forderten Patrick Rahn und sein Team beim Glasbachrennen

24. Juni 2019

Für Berg-Neueinsteiger Patrick Rahn stand am mittleren Juni-Wochenenden der erst zweite Einsatz mit dem neu erworbenen Dallara F306 Formel 3 auf dem Plan. Der Mann aus der Region Lippe hatte beim 24. Internationalen ADAC Glasbachrennen genannt, dem einzigen Lauf der Berg-Europameisterschaft auf deutschem Boden. Zugleich wurde das Rennen am Rennsteig in Thüringen zur Deutschen Bergmeisterschaft gewertet. Die 5,5 km lange Bergpiste bei Bad Liebenstein, ist sehr anspruchsvoll und auf Grund der Länge und des Höhenunterschieds eine Herausforderung für jeden Rennfahrer, besonders aber für Neulinge an diesem „längsten Berg“ Deutschlands. In den drei Trainingsläufen am Samstag und dem Warm-Up am Sonntag in der Früh, herrschten sommerliche und trockene Bedingungen. Patrick schaffte es sich von Lauf zu Lauf im Kurvenlabyrinth der Glasbachstraße, die sich die ersten zwei Kilometer oberhalb des Örtchens Steinbach entlang schlängelt, besser und besser zu Recht zu finden. Doch pünktlich zu den beiden entscheidenden Rennläufen zur sonntäglichen Mittagszeit, drehte das Wetter und kurze Schauer überquerten mehrfach das Renngelände. So wurde die Reifenwahl zum Lotteriespiel, da zwischendurch der Asphalt immer wieder am Abtrocknen war. Im Gegensatz zur einigen Tourenwagenklassen hatten die Starter in den Klassen und Gruppen der Rennsportfahrzeuge zwei Mal das Los „feuchte Strecke“ gezogen, was es für unseren Formel 3-Newcomer besonders schwer machte. Die im Training gesammelten Eindrücke waren somit dahin und die Fahrzeiten purzelten nicht mehr, sondern wuchsen an. Zudem summieren sich die Abstände auf einer so langen Strecke deutlich heraus. Die Chancen auf eine vordere Platzierung in der Gesamtwertung „schwammen“ für Patrick Rahn mit dem Regenwasser förmlich davon. Am Ende stand ein 52. Platz in der Gesamtwertung von knapp 140 Teilnehmern zu Buche. In der Klasse E2-SS bis 2000 ccm der Formel-Rennwagen belegte er Platz vier, hinter seinen Konkurrenten, die die Strecke und ihre Tücken bereits aus den Vorjahren kannten. Am letzten Wochenende in Juni folgt für das Team von und mit Patrick Rahn das nächste Neuland, mit dem ADAC Ibergrennen in Heiligenstadt, dann auf dem nur rund zwei Kilometer kurzen, sogenannten Holzweg. Zuvor wird das Team ihr „Schmuckstück“ auf einer lokalen Ausstellung zeigen den zahlreichen Besuchern und im Lokalradio dabei Rede und Antwort stehen. Da Patrick und seine Frau bald Nachwuchs erwarten, ist für den Hochsommer eine „Babypause“ ohne Renneinsätze eine Selbstverständlichkeit für den werdenden Vater. Frühestens Anfang August zur seinem Heimspiel beim Osnabrücker Bergrennen möchte sich Patrick wieder hinter das Lenkrad seines weiß-grünen Renners klemmen.

Glasbacher Gruppen und Klassen-Highlights

20. Juni 2019

Bei wechselndem Wetter zeigten die internationalen Rennfahrer des 24. Internationalen Glasbachrennens am Wochenende ihr Können. 139 Fahrer starteten am Samstag zum 24. Internationalen Glasbachrennen 2019 bei sonnigem Wetter in die Trainingsfahrten. Bereits in diesen Läufen schien es spannend zu werden, hatten doch Jörg Weidinger im Tribute-Plasa BMW E36 Judd V8 und Porsche-Profi Timo Bernhard im Porsche GT3-R den Streckenrekord für Tourenwagen inoffiziell gebrochen. Wieder einmal konnte die Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. ihre organisatorische Leistungsfähigkeit für diesen internationalen Lauf unter Beweis stellen. Viel Lob gab es von den Fahrern, Zuschauern und auch den FIA-Kommissionsmitgliedern für eine rundum gelungene Veranstaltung. Beginnen wir mit einem Blick in die Gruppe N/CTC bis 1400 ccm. Hier verzeichnete der Klassensieger von Wolsfeld Boris Schmidt bereits im Training einen Schaden an der Zylinderkopfdichtung seines Citroen AX GTi, der vor Ort nicht in den Griff zu bekommen war. Markenkollege Rüdiger Zahn, vergriff sich wohl bei er Reifenwahl, siegte jedoch dennoch vor seinem Neffen Daniel Zahn und Publikumsliebling Holger Stracke im Wartburg 312/1. Die Gruppe F bot zwei gut gefüllte Klassen, die bis 1600 ccm und natürlich die bis zwei Liter. In ersterer machte Markus Fink im Citroen C2 VTS das Rennen vor seinem fränkischen Fahrerkollege Florian Hildner im ex-DTC Procar Ford Fiesta. Eine Etage höher bremsten die wechselhaften Bedingungen den Homburger Kai Neu ein, der Ford Focus-Pilot gewann dennoch, aber nur um 1/10 Sekunde vor Kevin Veit im Wiebe-Megane Leihwagen und 3/10 Sekunden vor Markus Goldbach in einem weiteren Wiebe-Megane. Die schnellste Dame am Berg kam mit Sophia Faulhaber im Honda Civic Type R, ebenfalls aus dieser Klasse. Der Gruppensieg ging an Lars Bröker im Mitsubishi Lancer. Kommen wir in den Bereich des KW Berg-Cup. Die NSU-Meute führte am Ende Jörg Davidovic an, vor Uwe Schindler und Thomas Krystofiak. Mit 16V-Schneider-Power hatte Dominik Schlott im VW  Polo (Foto oben) diesmal leichtes Spiel gegen die 8V´ler Jürgen Hessberger und Tobias Stegmann in der E1-1150 ccm. Eine Stufe höher gibt weiter Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco den Ton an. Der aktuell auf Rang zwei der Deutschen Bergmeisterschaft rangierende Allgäuer, dominierte über Franz Weissdorn im VW Polo und dem 8V-Besten Nils Abb. Bis 1600 ccm war der Klassensieg diesmal Nebensache für Stefan Faulhaber im Opel Kadett C 16V. Der Badener hatte doppeltes Wetterglück und landete mit Fortüne sogar auf dem dritten Platz der Gesamtwertung. Ohne Wenn und Aber gelang Thomas Strasser in der E1-Klasse bis 2000 ccm der Sieg, vor […]

Bratschi räumt auf der geilen Meile von Wolsfeld ab

11. Juni 2019

Das Wetter hat diesmal gehalten, nicht wie schon so manches Mal beim Wolsfelder ADAC Bergrennen, als Petrus die Sieger in der Regenlotterie auswürfelte. Knapp war´s aber dennoch, denn pünktlich zum Ende der Gesamtsiegerehrung im Startbereich, fing es zu regnen an. Doch dies konnte auf eine makellose Rennveranstaltung, organisiert vom Eifel-Motor-Sport-Club Bitburg, keinen Schatten werfen. Ein Rekordstarterfeld wirbelte durch den slalomähnlichen Parcours hinauf auf den Wolsfelderberg und zeigte einmal mehr, das Alleinstellungsmerkmal dieser Bergrennpiste auf, wo weniger am Ende oft mehr ist. Gemeint sind weniger PS und Verbissenheit dafür aber mehr Drehmoment und Bodenfreiheit. Es musste also an vielen Rädchen gedreht werden um sich selbst und sein Rennfahrzeug optimal auf die besonderen Belastungen diese „Achterbahn“ einzustellen. Dies bewerkstelligte am langen Pfingstwochenende am besten der Schweizer Gaststarter Ronnie Bratschi (Foto oben) mit seinem schon extremen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO. Bereits in den Trainingsläufen drehte der Urner an der PS-Schraube, aber nicht hoch sondern runter. Mit „nur“ 600 PS konnte sich der zweifache FiA Hillclimb Cup-Gewinner gut einschießen, um am Renntag noch ein paar Schippen drauf zu legen. Doch das Höchstmaß von rund 750 PS ließ er unangetastet, dafür nutzte Bratschi mehr das Drehmoment des EGMO-Triebwerks (ehemals Eggenberger). Somit war er nicht zu schlagen – als Tagessieger wohlgemerkt, vor sämtlichen Sport- und Rennwagen. Für ihn der erste Gesamtsieg unter regulären Bedingungen, nachdem er 2016 in Verzegnis (I) als Führender der Tourenwagenwertung vom Abbruch infolge eines Unwetters profitiert hatte. „Die Strecke in Wolsfeld ist ähnlich wie jene bei uns in Massongex, also sehr wellig und schmal“, sagte Bratschi. „Als ich nach dem ersten Rennlauf nur knapp vorne lag, habe ich die vier Rennen alten Reifen gegen neue ausgetauscht. So klappte es dann auch mit einem neuen Tourenwagenrekord in 1.01,550 Minuten“. Somit bleibt der Rekord in Schweizer Hand, den Bruno Ianniello im Jahr 2011 aufstellte und jetzt um rund 1/10 Sekunde gedrückt wurde. „Raketen Bruno“, der hier mit seinem Lancia Delta S4 in seinen besten Jahren ebenfalls schon den Tagessieg errungen hatte, kam mit 16,7 Sekunden Rückstand zu Gesamtrang 17. In der Addition der drei Zeiten (3’06,058) auf der nur 1,64 Kilometer kurzen Strecke verwies der Schweizer den schnellsten Deutschen Christian Triebstein in einem Dallara F302 Opel F3 (Foto Mitte) um 2,7 und den Franzosen Anthony Loeuilleux in einem Tatuus-Honda FM um 4,1 Sekunden auf die verbleibenden Podiumsränge. Triebstein gewann somit auch die heißumkämpfte Rennwagenklasse bis 2 Liter und widmete seinen Erfolg seiner Großmutter, […]

Grundsolider Berg-DM Einstand von Patrick Rahn

13. Mai 2019

Beim Bergrennen „European Hill Race“ im luxemburgischen Ardennen-Dorf Eschdorf (04./05. Mai 2019) wurde Neueinsteiger Patrick Rahn, im wahrsten Sinne des Wortes, gleich ins kalte Wasser geworfen. Bei seiner ersten Rennteilnahme, mit dem über den Winter neu angeschafften Formel 3-Rennwagen vom Typ Dallara F306 Opel-Spiess, waren die Gegebenheiten alles andere als optimal und sonst üblich. Durch die Staatstrauer im Großherzogtum war ein geregelter Trainingstag, mit gewohnt drei Läufen, nicht möglich. Erst nach 18 Uhr durften am Samstag die Motoren angelassen werden. Nach einigen Unterbrechungen war dann nicht einmal eine Besichtigungsfahrt bei anbrechender Dunkelheit für Patrick möglich. Zudem herrschten über das gesamte Wochenende das nass-kaltes Wetter nur knapp über dem Gefrierpunkt, was die Abstimm- und Wartungsarbeiten im Fahrerlager nicht gerade zu einem Vergnügen machten. Die Truppe aus Detmold fand sich schnell im Fahrerlager in Mitten von Eschdorf zurecht und konzentrierte sich dann voll auf den Sonntag, der mit einem Trainingslauf am Morgen und drei Rennläufen bis kurz nach 18 Uhr, optimal über die Bühne gehen sollte. Die rund 2.500 Zuschauer entlang der 1,85 km langen Strecke, erlebten einen zugleich heißen und eisigen Renntag. Patrick Rahn hatte sich vorgenommen ruhig und konzentriert seinen ersten Auffahrten in der Deutschen Bergmeisterschaft und in einem stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld anzugehen. Das für eine Bergrennstrecke unüblich breite Asphaltband mit zwei langen Geraden, ließ hohe Geschwindigkeiten zu. Im ersten Durchgang blieben die Uhren bei 1:03,326 min stehen, was schon gleich Rang 6 und 14 Akteuren der Klasse der Formel-Rennwagen E2-SS bis 2000 ccm bedeutete. Im Tagesverlauf konnte sich der in der LKW-Entwicklung tätige Ostwestfale weiter steigern und verpasste die magische Minutengrenze nur hauchdünn in 1:00,296 min im zweiten Lauf. Potential ist also vorhanden! An diesem Tag machte sich die große Motorsporterfahrung von Patrick Rahn bemerkbar, denn schon in frühster Kindheit betätigte er sich im Kartsport und auch seine Erfahrungen, beispielsweise in der ADAC Pro-Car-Serie auf der Rundstrecken, machten sich bezahlt. Rang sieben in der Klasse und Rang 36 (bei 150 Startern) in der Gesamtwertung kann sich wahrlich für den „Berg-Neuling“ sehen lassen, zumal Eschdorf alljährlich eines der bestbesetzten Bergrennen in ganz Europa ist. Die nächsten Veranstaltungen in der Deutschen Berg-Meisterschaft und im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge stehen erst im Juni an. Das Team um Patrick Rahn plant im kommenden Monat zwei Starts. Vom 14.-16. Juni steht der Berg-Europameisterschaftslauf „Glasbachrennen“ in Thüringen auf dem Programm, das mit einer Streckenlänge von 5,5 km und zwei Wochen später das Ibergrennen in […]

Comeback mit Herz nach 28 Jahren

15. März 2019

Im Lager der Rennsport-Fahrzeuge tut sich was! Die Vorzeichen in dieser Kategorie zur bevorstehenden Bergrennsaison in deutschen Landen, waren lange nicht mehr so hoffnungsvoll wie in diesen Vorfrühlingstagen. Einsteiger, Umsteiger und Rückkehrer haben sich angekündigt. So avisiert der Lipper Patrick Rahn den Einstieg in den Bergrennsport mit einem Formel 3-Renner (BiD berichtete im Januar). Seit wenigen Tagen ist Andreas Voss stolzer Besitzer eines Formula Tatuus Master Honda, der gerade bei Thomas Conrad für den Berg präpariert wird. Bei Formel 3-Primus Frank Debruyne wird es ebenfalls eine Veränderung geben, die aber noch der Geheimhaltung unterliegt. Weiter arbeitet Sascha Herz an seinem neuen Dallara F316 Formel 3. Dazu strickt der Dillenburger Bernd Simon an einem Comeback und für Kurzentschlossene bietet Lang Motorsport einen ihrer Formel Renault-Rennwagen als Mietobjekt an. Sich bereits für die komplette Saison 2019 eingemietet hat sich der Alzeyer Gerd Kauff, den langjährige Szenekenner noch aus seiner Zeit mit dem schwarzen Ralt RT 3 Formel 3 in Erinnerung haben. „Ich glaube es ja selbst kaum“ so Gerd Kauff über sein Comeback am Berg im Team des Heiligenstädters Sascha Herz. Der Alzeyer fuhr von Mitte der achtziger bis in die 90er am Berg. Von 1987 bis 1991 erfolgreich in der Formel 3, zu einer Zeit, wo bis zu 27 Fahrzeuge in der Klasse am Start standen. Hannes Martin nannte Ihn damals den schwarzen Blitz aus Alzey, wegen der Farbe des Wagens. Danach wechselte er auf die Rundstrecke, fuhr mehrmals das 24h Rennen am Ring und im Langstreckenpokal, vermietete hier zusammen mit seinem Team bis zu 4 Fahrzeuge an andere Fahrer gleichzeitig. Am Berg war er dann nur noch an seinem Hausberg dem Teufelsrutsch Bergrennen zu sehen. Ende 1996 war für Ihn nach über 100 Starts selbst Schluss, der Beruf und private Dinge gingen vor. Bis 1999 betreute er noch einen Nachwuchs Kartfahrer, dann war Motorsport über Jahre hinweg kein Thema mehr. Wie kam es zum Comeback: Der Sohn eines ehemaligen Mechanikers wollte letztes Jahr mal nach Eschdorf zum Rennen. „Dort sah ich dann Sascha Herz mit seinem Dallara Nissan V6. Solch ein Fahrzeug wollte ich schon mal vor ein paar Jahren kaufen, aber die Vernunft siegte, denn ich kriege einfach die Vorbereitung eines Fahrzeugs und Fahren zeitlich nicht mehr hin, der Job lässt es nicht zu“. Ein weiterer Besuch beim Bergrennen in Homburg machte mich dann schon sehr nachdenklich, wie ich es doch wieder bewerkstelligen könnte zu fahren“. Letztendlich in Eichenbühl […]

Saisonvorbereitungen bei Lang Motorsport – Renate oder Black Daisy?

26. Januar 2019

Auch im Jahr 2019 wird die Marke Xetto Georg Lang als Hauptsponsor bei seinen Starts bei Bergrennen begleiten. Georg Lang, der Junior des vierfachen Deutschen Bergmeisters Uwe Lang wird dabei erneut von einem Filmteam sowie Promotionständen vor Ort begleitet. Zwischenzeitlich wurde der 2-Liter Renault Motor der aus dem Clio II RS stammt und denn Georg im vergangenen Jahr im Tatuus Formel Renault fuhr, revidiert. Über den Jahreswechsel wurde das Triebwerk wieder in „Renate“, so der Kosename des Tatuus, eingebaut und anschließende der Ansaugtrakt überarbeitet, um mehr Leistung aus dem Rennwagen auszuholen. Hierbei wurde eine neue Ansaugbrücke mit vier Einzeldrosseln im 3D-Druck von einem Spezialisten eigens angefertigt. Dieses neu Entwickelte Teil  ersetzt die reguläre Einzeldrossel, sodass der Motos nun freier atmen kann und mehr Leitung generiert wird. Mit welchem Fahrzeug Lang Junior letztendlich zum Saisonstart 2019 an der Linie stehen wird, lässt der junge Schweinfurter noch offen. Der MSW HS Formel, aufgrund seiner charakteristischen Nase „Black Daisy“ genannte „Formel 3-Testträger“, der bereits bei den beiden letzten Rennen des Jahres 2018 in Eichenbühl und St. Agatha zu Einsatz kam, wäre natürlich eine echte Alternative zum betagten Formel Renault. Wie es sich für einen ambitionierten jungen Motorsportler gehört, verfügt Georg Lang auch über einen eigenen Blog, wo man sich die vom Filmteam gedrehten Videos der einzelnen Rennwochenenden 2018 und den Besuch vor kurzem in der Werkstatt von Lang Motorsport ansehen kann. Via www.xettorama.com ist man in Zukunft also immer bestens über Georg informiert.

Erfreulicher Formel-Zuwachs in der Berg DM

2. Januar 2019

Der in Detmold lebende Patrick Rahn wird zusammen mit seinem Team in der Saison 2019 seinen Einstieg in die deutsche Bergmeisterschaft mit einem Dallara F306 vollziehen. Seit dem 6. Lebensjahr war der Ostwestfahle im Kartrennsport aktiv und bereits im 8. Lebensjahr stellten sich die ersten Erfolge ein. Der Kartrennsport wurde dabei bis zum 18. Lebensjahr sehr erfolgreich betrieben, wobei einige Siege und Podestplatzierungen gefeiert werden konnten. Darunter auch Erfolge im Zuge der Langstreckenmeisterschaft sowie in der Norddeutschen ADAC Kart Challenge. Als Patrick Rahn seinen Führerschein erfolgreich bestand folgte jedoch der Umstieg auf einen Trabant 601, mit dem man erfolgreich an Automobil Club Slalom´s teilnahm. Damit ebnete man sich den Weg, um im Motorsport weiter Fuß zu fassen. Und so erfolgte mit dem 21. Lebensjahr der Einstieg auf die Rundstrecke. Dort nahm Patrick Rahn erfolgreich am ADAC Dacia Logan Cup und am ADAC Chevrolet Cruze Cup teil. Zudem war man in der ADAC Procar Serie im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters aktiv, ehe sich der Detmolder nach 3 Jahren eine Auszeit nahm um sich mehr der Familie zu widmen. Dem Motorsport blieb Patrick Rahn aber weiterhin verbunden, zwar nicht als aktiver Teilnehmer sondern als interessierter Fan. Dadurch kam man auch mit dem Bergrennsport in Verbindung, wo die „Sehnsucht“ so sehr wieder auflebte, dass im Jahr 2018 der Entschluss gefasst wurde im Bereich des Berg-Rennsports einzusteigen. Die tolle und absolut einzigartig, beeindruckende Nähe zum Publikum ging Patrick und seinen Freunden nicht mehr aus dem Kopf. Zudem sorgte die große Bandbreite im Bergrennsport für großes Aufsehen und Interesse. Doch warum ausgerechnet ein Formel? Die Antwort: Da Patrick Rahn bereits zuvor im Rennkart und auch in einem Sportprototypen sich immer besser und sicherer gefühlt hatte als in einem Tourenwagen, kam eben nur ein Formelbolide in Frage. Hier ist das vom Kartsport sensibilisierte „Popometer“ am besten und feinfühligsten anzuwenden um ganz vorne mit fahren zu können. Das Feedback vom Fahrzeug kann man damit sofort einschätzen und entsprechend anwenden. Man ist eins mit der Technik. Des Weiteren muss man nicht jedes Jahr bis ans äußerste gehen um Motor oder das Getriebe weiter zu entwickeln um vorne mitfahren zu können. Bei einem Dallara kauft man ein von absoluten Profis entwickeltes und in Serie aufgebautes High End Renngerät, das keine versteckten Überraschungen mit sich bringt. Alles an diesem Fahrzeug ist exakt aufeinander abgestimmt und für den entsprechenden Einsatz entwickelt worden. Genau das begeistert Patrick Rahn bis ins kleinste […]

Nach beständiger Weiterentwicklung soll 2019 ein Titel her

19. Dezember 2018

Gleich in seiner ersten vollen Saison in der Formelklasse der Deutschen Bergmeisterschaft, krönte sich Christian Triebstein, der KFZ-Technikermeister im eigener KFZ –Betrieb mit Namen „Autotechnik Triebstein“ in Habichtswald-Dörnberg, auf Anhieb zum deutschen Vizemeister im DMSB-Automobil-Berg-Cup 2018 für Sportwagen und belegt in der Gesamtwertung der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft den 9. Platz. Christian Triebstein aus dem Habichtswalder Ortsteil Ehlen vor den Toren Kassels gelegen, ist schon früh dem Motorsport verfallen. Schuld daran war sein Opa Günther, der seinen Enkel oft auch zu den Rennwochenenden begleitet. Bereits im Alter von fünf Jahren war Christian auf sämtlichen Rennpisten in ganz Deutschland mit dabei. Seine Karriere startete er mit dem Kartsport, dann ging es weiter über den Automobilslalom und letztendlich zum Bergrennen. Dort startete er zu Beginn mit einem VW Polo in der Gruppe H und stieg dann auf einen leistungsstärkeren Cup Alfa Romeo in die Diesel-Klasse um. Nach mehreren Meistertiteln in der 2 Liter Diesel Klasse des KW Berg-Cup, stieg er gegen Ende der Saison 2017 auf einen Formel 3 Dallara-Opel F302 um. Mit diesem Wagen, aus dem Jahr 2002 startet er in der Klasse der Formelfahrzeuge bis 2000ccm. Mit Spitzengeschwindigkeiten von knapp 275 km/h geht es dann, abgesperrte und  aufwendig gesicherte Bergstraßen hinauf. Die Highlights in diesem Jahr waren für den Nordhessen Platz 10 von 137 Teilnehmern aus ganz Europa, das als bester Deutscher Fahrer beim 51. Internationalen Osnabrücker ADAC Bergrennen. Dann die beiden zweiten Plätze in der Gesamtwertung der Bergrennen in Heiligenstadt und am Hauenstein in der Rhön, aber auch die Sieg in der Formel-Klasse bis 2 Liter in Eichenbühl. Beim Hauenstein Bergrennen zeigte Christian in einer wahren Hitzeschlacht, was in ihm steckt. Als Trainingsschnellster, verpasste er nach insgesamt 12,6 Wertungskilometern nur um eine halbe Sekunde seinen ersten Tagessieg. Für die Saison 2019 ist das klare Ziel der erste Gesamtsieg, weitere, vordere Platzierungen und letztlich den Meistertitel der Sportwagen zu erreichen. Um diese Ziele zu realisieren bekommt der Formel 3 Wagen einen neuaufgebauten Motor sowie ein paar kleine Extras, die aber noch nicht verraten werden können, da die Konkurrenz bekanntlich nie schläft. Text: MSC Emstal / Thomas Bubel

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