Marcel Steiner Kolumne: Drei Mugen auf dem Podest von Osnabrück

8. August 2018

In der Woche nach dem Bergrennen von Anzère setzten wir den Mugen Motor wieder zusammen und bauten diesen in den LobArt ein. Am Samstag vom dem Osnabrück-Wochenende konnte ich das Triebwerk zum ersten Mal wieder zünden. Und am Dienstag war der LobArt inklusive Mugen verladebereit. Bereits am Mittwoch machten wir uns mit dem Teambus auf den Weg in den hohen Norden. Wir nutzten den 1. August, um in Anneau du Rhin die neuen Kolben und den Motor einzufahren und deren Funktion zu testen. Abgesehen von einer leeren Batterie im zweiten Stint funktionierte alles wie am Schnürchen. Der Motor verrichtete wieder seine guten Dienste. Somit konnten wir kurz nach sieben Uhr die Weiterreise Richtung Osnabrück antreten. Um drei Uhr morgens erreichten wir das Fahrerlager. Einigermaßen ausgeschlafen bezogen wir am Donnerstag früh unseren perfekten Platz hinter dem Rennbüro, in nächster Nähe zum Start. Sogleich machten wir uns ans Ausladen der Autos und Aufstellen des Zeltes. Am Rennwagen standen noch einige Kontrollarbeiten an, die immer mal wieder durch lockere Gespräche unterbrochen wurden. Abends lud der Veranstalter die Teams zu einem netten Grillabend am Borgloher See. Am Freitag genossen wir einen freien Tag auf Shoppingtour durch Osnabrück… Wie in den letzten Wochen üblich, begrüßte uns der Samstag wolkenlos und warm. Und über Tag sollte es noch richtig heiß werden. Beim 1. Trainingslauf entschied ich mich für alte Reifen, um ein erstes Mal die Strecke zu besichtigen. Direkt vor meinem Start wurde der Trainingsbetrieb unterbrochen und ich musste von der Startlinie zurückgeschoben werden. Guy Demuth (Norma/Zytek) verabschiedete sich nach einem „Touchierer“ am Reifenstapel bereits aus dem Favoritenkreis. LobArt und ich fühlten uns aber bereits sehr wohl auf der Strecke und in 52.815 Sekunden konnte ich gleich eine Bestzeit setzen, die um eine Sekunde schneller war als meine beste Rennzeit aus 2017. Hinter mir reihten sich Christoph Lampert (Osella FA30, 53.848), Sebastien Petit (Norma/Mugen, 54.528), Milos Benes (Osella FA30, 55.033) und Patrik Zajelsnik (Norma/Mugen, 55.048) ein. Mit anderen alten Reifen versuchte ich es im 2. Probelauf. Bereits in der ersten Kurvenkombination merkte ich, dass das Griplevel nicht wie vorher und wie gewünscht war. Im Ziel war ich somit wenig erstaunt über meine Zeit von 54.136 Sekunden. Sebastien (52.164), Patrik (53.267) und Christoph hatten mich überholt. Milos verabschiedete sich durch einen Reifenstapel-Kontakt nach dem Ziel in der Schikane – mit einem ähnlich defekten Auto wie Guy schied er aus dem Rennen. Wir bauten sofort wieder auf die anderen Reifen zurück, um […]

Großer Sport in der Borgloher Schweiz

6. August 2018

Beim 51. Osnabrücker Bergrennen stand in diesem Jahr der Sport klar im Vordergrund und das war der größte Pluspunkt von vielen, bei einem heißen Wochenende beim nördlichsten internationalen Bergrennen in Europa. Die Mannen des MSC Osnabrück ließen sich nicht aus dem Konzept bringen und zogen souverän eine klasse Veranstaltung auf und durch. Dann kam auch das Glück des Tüchtigen hinzu und am Renntag, der nicht ganz so von der Hitze dominierte war wie die Tage zuvor, brachte man vier Rennläufe problemlos durch, von denen die schnellsten beiden Chronos gewertet wurden. Mit dem FiA Hillclimb Cup, dem KW Berg-Cup und den drei DMSB-Bergmeisterschaften hatte man wertvolle Prädikate bekommen, machte daraus eines der schillerndsten Bergrennen der bisherigen europäischen Bergsaison. Im Fahrerlager ging es international zu. Von Bulgarien bis Norwegen reisten Teilnehmer an und besonders die drei skandinavischen Teams waren eine bisweilen positiv verrückter Farbtupfer. Die Zuschauerzahlen blieben am extrem heißen Trainingstag etwas hinter den Erwartungen zurück, aber am Sonntag strömte das rennsportbegeisterte Volk wieder in Massen an der Uphöfer Berg. Was eigentlich keiner so richtig auf dem Schirm hatte, trat dann bereits am Trainingstag ein. Der Streckenrekord (51,024 Sek.) des aktuellen EM-Überfliegers Christian Merli aus dem Vorjahr, wurde bereits im letzten freien Trainingslauf kurz nach 18 Uhr vom Franzosen Sebastien Petit in 51,008 inoffiziell unterboten. Die weiteren Favoriten im halben Duzend hielten ihren Ehrgeiz derweil im Zaum. Auf Petit folgten Geheimfavorit Christoph Lampert (Osella FA 30) aus Vorarlberg, der Schweizer Marcel Steiner mit dem LobArt und wieder frischem Kolben im Mugen V8-Motor und Patric Zajelsnik im Norma M20 V8 sowie dem Tschechen-Doppelpack Vaclav Janik und Milos Benes. Nach einer lauen Sommernacht bleib der amtierende und wohl auch kommende französische Meister Petit cool und stürmte in 50,350 Sekunden die knapp zwei Kilometer zum neuen Streckenrekord nach oben. Auch in allen weiteren Durchgängen blieb „Seb“ unter der alten Bestmarke Merlis. Im zweiten Lauf trug er in 50,145 Sek. vorerst seine Rekordmarke in die Ergebnisliste ein. „Eine 49er Zeit ist sicher möglich“, meinte Petit im Siegerinterview. „Ich komme nächste Jahr zurück um den Rekord weiter zu drücken, dann voraussichtlich mit einem Mitsubishi-Turbo Motor im Heck meines Norma“. Schier über sich hinaus wuchs der Freiburger Patric Zajeslsnik. Auch er blieb zwei Mal unter dem Vorjahresrekord von Merli und strahlte nach der letzten Rückführung, die in der Borgloher Schweiz wieder mit viel Spektakel und heißen Girls zelebriert wurde, bis über beide Ohren. Nach den Entbehrungen der letzten […]

Erstmals Video-Live-Stream aus Osnabrück

2. August 2018

An diesem Wochenende findet das 51. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, das beliebte und größte Automobilsport-Event in Nord- und Westdeutschland statt. Es werden wieder viele tausende Besucher erwartet. Der MSC Osnabrück präsentiert ein sportlich hochkarätiges und internationales Teilnehmerfeld mit Piloten aus 14 Nationen. Dabei werden unter anderem Wertungsläufe zu der europäischen Meisterschaft FIA Int. Hill Climb Cup ausgetragen Für alle Motorsportfans im In- und Ausland gibt es in diesem Jahr erstmals einen kostenlosen Live-Stream, produziert von der Firma Ü-tec Fernsehproduktion, der rasante Bilder und aktuelle Informationen zum Bergrennen live in das Internet überträgt. Die Fans vor Ort können die Live-Bilder ebenfalls auf einer großen LED-Wand an der Rennstrecke verfolgen. Wer nicht die Gelegenheit hat, am 4. und/oder 5. August am „Uphöfener Berg“ vor Ort dabei zu sein, kann das Bergrennen am Samstag und Sonntag, jeweils ab 9:00 Uhr über folgende Links miterleben: Training: (Start um 9:00 Uhr) Rennen: (Start um 9:00 Uhr)

Die europäische Elite beim Osnabrücker Bergrennen

26. Juli 2018

Am 4. und 5. August ist es wieder soweit: Bei der 51. Auflage des Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens in Hilter-Borgloh im Osnabrücker Land treffen sich die besten Rennfahrer aus der europäischen Bergszene mit ihren PS-Boliden. Das äußerst starke Starterfeld mit 189 Fahrerinnen und Fahrern aus 14 Nationen,  kämpft in ihren Kategorien um wichtige Punkte beim 6. (von insgesamt 8) Läufen zum FIA Int. Hill Climb Cup 2018. Die Fans werden wieder zu Tausenden an den Berg mit Kultcharakter strömen, denn dort findet jeder seinen persönlichen Favoriten, egal ob bei den historischen Fahrzeugen und Youngtimern, den Tourenwagen-Boliden oder bei den ganz schnellen offenen Sport- und Rennwagen. Hier ist man als Liebhaber des Automobilsports hautnah dabei, schließlich gibt es nicht nur attraktive Besucherplätze in den entscheidenden Passagen an der Strecke, das gesamte Fahrerlager bietet den Gästen ein El Dorado an einmaligen und außergewöhnlichen Rennfahrzeugen, welche in dieser Vielfalt wohl bei keiner anderen Motorsportart zu finden sind. Neu und damit ein weiteres besonderes zusätzliches Angebot bietet der MSC Osnabrück als Veranstalter mit der Übertragung des Rennens auf einer großen LED-Wand, die an der Strecke im Bereich der Besucherterrasse bei dem Posten 5 die Gelegenheit bietet, die Läufe der Bergelite fast komplett „live“ zu verfolgen. Genau 37 Formelfahrzeuge und offenen Rennsportwagen fighten um den Gesamtsieg. Dabei schielen die Top-Favoriten natürlich auch auf den aktuellen Streckenrekord von 51,024 sec. Der atemberaubende Sound und die rasante Beschleunigung, schon auf der Startgeraden des „Uphöfener Berges“ versetzen die Besucher in die besondere Atmosphäre des Events.Dabei gibt es in diesem Jahr gleich zwei neue absolute Top-Favoriten auf den Gesamtsieg: Milos Benes aus der Tschechischen Republik hat in Osnabrück Premiere. Nachdem er viele Jahre in der Europa-Berg-Meisterschaft unterwegs war, konzentriert er sich in diesem Jahr auf das nationale Championat, bestehend aus Rundstrecken- und Bergrennen. Er startet ebenso mit einem brachial klingenden Osella FA 30 wie der Österreicher Christoph Lampert, der in diesem Jahr bereits große internationale Erfolge erzielt hat, zuletzt mit einem Gesamtsieg und Streckenrekord beim Bergrennen St. Anton im der Heimat. Dritter Top-Favorit ist der vielfache Französische Berg-Meister Sebastien Petit, der in der Kategorie der offenen Sportwagen mit dem Norma M 20 FC startet. Im vergangenen Jahr wurde er bereits Gesamtzweiter am „Uphöfener Berg“. Der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, der amtierende FIA Hill Climb-Champion Vaclav Janik, Tschechische Republik, der Gesamtsieger in Osnabrück 2011 und 2012, Guy Demuth mit einem neuen Norma Judd V8 – Sportwagen und der Belgier Jelle de […]

Tribute to Georg Plasa beim Goodwood Festival of Speed 2018

21. Juli 2018

Beim 25. Goodwood Festival of Speed feierte der legendäre BMW 320 Judd V8 des 2011 bei einem Bergrennen in Italien verstorbenen Ausnahmebergrennfahrers Georg Plasa sein Comeback. KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfarth und Georg Plasa verband eine enge Freundschaft. Als Andenken an den Oberbayer baute ein Team von KW-Angestellten den BMW 320 Judd V8 wieder auf. Zur Jubiläumsausgabe des Goodwood Festival of Speed wurde das Team samt des Rennwagens vom Veranstalter, Charles Gordon-Lennox, 11. Duke of Richmond, eingeladen. Bei der britischen Motorsportveranstaltung startete der BMW nicht etwa als Showprogramm, sondern nahm ganz im Sinne von Georg Plasa am Wettbewerb teil. In Großbritannien sorgte der BMW für eine Überraschung. Mit einer Zeit von 46,43 Sekunden war der alte Dreier BMW das schnellste Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrennungsmotor und musste sich nur den Elektro-Rennwagen Volkswagen I.D. R Pikes Peak (43,86 Sekunden) und dem Elektro-Sportwagen NIO EP9 (44,32 Sekunden) im „Shootout-Finale“ geschlagen geben. Für die europäische Bergrennsport-Community ist Georg Plasas BMW der Sieger der Herzen. Ein absolutes Ausnahmetalent im europäischen Bergrennsport war Georg Plasa. Wie kaum ein anderer hat er die internationale Bergrennsport-Gemeinde geprägt und das nicht nur durch seine zahlreichen Streckenrekorde. Der stille Mann aus Warngau war einer der ersten der in seinem Tourenwagen Ende der 1990er Jahre und Anfang der 2000er Jahre Formel-1-Technik einsetzte. Noch heute sind viele seiner Streckenrekorde gültig. Georg Plasa verunglückte bei einem Bergrennen mit seinem BMW 134 Judd tödlich. Als Andenken an den beliebten Sportler und bodenständigen Menschen übernahm KW-Geschäftsführer Klaus Wohlfarth, den mit dem Oberbayern eine enge und lange Freundschaft verband, den alten BMW 320 Judd V8. Zwar wurde der Rennwagen regelmäßig gepflegt, um an Georg Plasa zu erinnern, aber der Wagen war nicht rennfertig. Es fehlten viele Komponenten wie etwa Aufhängungs- und Anbauteile sowie zahlreiche Kleinteile. Schwierig gestaltete sich der Wiederaufbau in den Wintermonaten 2017 / 2018, da es sich dabei größtenteils um Einzelanfertigungen handelte die man nirgends kaufen konnte. Beispielsweise nutzte Georg Plasa beim BMW 320 Judd Reifen mit einer einzigartigen Mischung auf Felgen in einer Größe, die davor und danach nie wiederhergestellt wurden. Auf Anfrage fertigte der Reifenhersteller Avon für den BMW mit den alten Formen neue Reifen. Aber auch andere Partner wie etwa Recaro stellte einen neuen Schalensitz zur Verfügung, da die Zulassung des bis 2009 von Georg Plasa eingesetzten Rennwagen abgelaufen war. Den Wiederaufbau übernahmen KW-Angestellte und Diplomanden in ihrer Freizeit und auch ehemalige Teamkollegen von Georg Plasa unterstützten den Fahrwerkhersteller. Den Auftritt des BMW 320 Judd […]

Mit Karacho den Rennsteig hinauf – Luxemburger Bilanz

17. Juli 2018

Erstmals wurde das Glasbachrennen in Bad Liebenstein für die Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet, und zur Premiere waren viele Piloten aus dem Großherzogtum angereist, die sich allesamt mehr als zufrieden gaben. Am 8. September 1974, noch zu seligen DDR-Zeiten, wurde vor 6.000 begeisterten Zuschauern das 1. Glasbachrennen ausgetragen. Heute verkörpert die mit 35 Kurven bespickte Strecke vom Ortsteil Steinbach hinauf zum Glasbachstein die längste und modernste Bergrennstrecke Europas, die daher zurecht den EBM-Status (Europa Bergmeisterschaft) trägt und 2018 erstmals auch zur Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet wurde. ACL-Sport hatte ein gutes Näschen bewiesen, um dieses Rennen in unseren Kalender einzufügen und schon zum 2. Mal durfte der ACL-Sportpräsident Marc Joseph ebenfalls das Ehrenamt als FIA-Observer (Präsident) für diese Veranstaltung bekleiden. 15 Luxemburger Piloten hatten sich zu dieser Premiere angemeldet und 13 reisten schlussendlich in den Thüringer Wald, um das überaus spektakuläre Rennen in Angriff zu nehmen. Sie sollten ihr Kommen nicht bedauern, denn zum einen glänzt dieses Bergrennen durch seine perfekte Organisation, dann sind die Menschen dieser Region überaus freundlich und schließlich verlangt die endlose Fahrt hinauf von Mensch und Maschine alles ab, und nur wer richtig gut im Bergrennsport ist, hat eine Chance einigermaßen fehlerfrei diesen kniffligen Parcours zu bewältigen. Allen voran glänzte der amtierende europäische Champion Christian Merli (Osella FA30 Zytek) bei diesem Rennen und holte sich unangefochten den Gesamtsieg. Gegen den Italiener war kein Kraut gewachsen und das mussten die Sébastien Petit, Jelle De Coninck, Patrick Zajelsnik (alle Norma M20FC) und Konsorten allesamt einsehen. Zum einen, weil sie an die Zeiten des Christian Merli nicht annähernd herankamen und zum anderen, weil sie sich überschätzten und ihre Sportwagen gegen die auf 5,5 km errichteten doppelten Leitplanken setzten. Das wusste Guy Demuth zu vermeiden, und an seinem 49. Geburtstag brachte er das Kunststück fertig, nach dem guten EM-Rennen im portugiesischen Braga (Falperra) einen weiteren  grandiosen Parforceritt am Rennsteig hinzulegen. Mit Rang 4 und nach 2 Läufen insgesamt 14,8 Sekunden Rückstand hinter Merli wurde er für seinen Einsatz und sein Können am Lenkrad seines neuen Norma M20FC (Foto oben) belohnt. In Windeseile hat er sich an sein schwarzes „Ungeheuer“ gewöhnt und ihm wird in Zukunft noch viel mit seinem fahrbaren Untersatz zuzutrauen sein. Kein Wunder, dass abends die Korken beim Team Demuth knallten und sie gemeinsam mit ihren überaus liebenswerten Gastgebern, vor deren Haus sie ihre Zelte und den Lkw abgestellt hatten, feierten. Aber auch bei Daniel Donkels (Tatuus Renault) und Tania Flammang im […]

Europas Topfahrer fasziniert vom Glasbachrennen

11. Juni 2018

Herrlicher Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begleiteten das diesjährige 23. Internationale ADAC Glasbachrennen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald bei Bad Liebenstein. Mit einer spektakulären Zeit von 1:58:395 min unterbot der Italiener Christian Merli seinen eigenen Streckenrekord vom Vorjahr um einen Wimpernschlag und erreichte dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 245 km/h auf der mit 35 Kurven bestückten und 5,5 km langen Naturrennstrecke zwischen Bad Liebenstein und dem Rennsteig. Über 12.000 Fans begleiteten den einzigen Europabergmeisterschaftslauf in Deutschland über das gesamte Wochenende. Bei zunächst unsicheren Wetterprognosen für das Rennwochenende mussten sich die 151 Fahrer aus 12 Nationen auf ein Wetterlotteriespiel einstellen, so schlimm kam es aber nicht. Nur ein kleiner Schauer im Verlauf des zweiten Durchgangs erwischte das Renngelände. Danke der Wertung zwei aus drei, hatte die Nässe kaum Folgen und am Ende ging Christian Merli mit einer unglaublichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h als Sieger hervor. Es war ein sehr spannendes Wochenende für den Italiener, denn seine Konkurrenten Sebastien Petit (FRA) und Christoph Lampert (AUT) waren ihm dicht auf den Fersen. Am Ende siegte Christian Merli mit einem Vorsprung von 7,288 sec in der Gesamtwertung vor seinen Konkurrenten. Bei den Meisterschaftsläufen zur Deutschen Bergmeisterschaft setzte sich Thomas Conrad gegen die internationale Konkurrenz durch. Erstmals waren auch 15 Fahrer aus Luxemburg zum Glasbachrennen am Start. Guy Demuth konnte mit einer Zeit von 2:06.949 min nicht nur gegen seinen Luxemburger Konkurrenten durchsetzen, sondern erlangte auch im Gesamtklassement einen hervorragenden 4.Platz. Rund 360 Helfer in der Organisation sorgten über das gesamte Wochenende bei Fahrern, Zuschauern und Medien für ein rundum gelungenes Wohlfühlwochenende. Die große Gastfreundschaft im Örtchen Steinbach ist wohl auch einer Schlüssel zum Erfolg diese Events. Die große Akzeptanz der Rennveranstaltung in und um Steinbach, lässt sich gut an der Anzahl der mit Stolz getragenen „Glasbach-T-Shirts“ fest machen. Bei den gemütlichen Rennparty-Abenden auf dem kleinen Steinbacher Markplatz war man steht’s von T-Shirtträgerinnen und Trägern mit dem Glasbachlogo umringt. So manche Neuigkeiten und Verbesserungen auf dem Veranstaltungsareal wären noch Erwähnenswert, doch kommen wir nun zum sportlichen Report. Das Christian Merli mit seinem Osella FA 30 Zytek LMR als einziger die 2-Minuten-Schallmauer knacken und kein weiterer Fahrer den Südtiroler ernsthalft gefährden kann, war spätestens nach dem Training klar. Die schwierigen 5,5 Kilometer auf den Sattel des Rennsteig ließen sich in allen Klassen und Gruppen die Zeitabstände deutlicher herausbilden als sonst wo. In der Gesamtwertung entbrannte so ein Kampf um Rang zwei, […]

Volles Haus am Glasbach – 151 Teams aus 12 Nationen

3. Juni 2018

Am kommenden zweiten Juni-Wochenende findet vom 08.-10.06.2018 das 23. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein in Thüringen statt. Mit 151 internationalen Teams aus 12 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europa-Bergmeisterschaft, der Deutschen- und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie im KW Berg-Cup. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welches das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt auf der mit 34 Kurven bestückten Naturbergrennstrecke aktuell bei 1:58:440 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h (bei stehendem Start) und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 245 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen dem Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer „permanenten“ Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser lag im Tausendstel- Sekundenbereich. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld viele der aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter bei den offenen Sportwagen der Gruppe E2-SS, Christian Merli  (ITA) haben auch starke Konkurrenten, wie der spanische Bergmeister Javier Villa auf seinem superschnellen BRC BR 53 sowie der ehemalige luxemburgische Bergmeister Guy Demuth im brandneuen Norma M20 FC Zytek (Foto Mitte) und der aktuelle französische Berg-Champion Sebastien Petit in seinem Norma M 20 FC Mugen genannt. Mehr als nur Außenseiterchancen besitzen zudem der letztjähre Viert platziere an gleicher Stelle, der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, der ebenfalls einen Norma M20 FC Mugen pilotiert. Nach seinem ausgezeichneten fünften Gesamtrang im Vorjahr, brennt der Belgier Jelle de Coninck im turbobefeuerten Norma-Sportwagen, bei seinem zweiten Start am Glasbach, mit besserer Streckenkenntnis im Gepäck auf mehr. Noch in der Testphase befinden sich Cyrille Frantz aus Frankreich im Osella PA 30 Cosworth und bei seiner Deutschlandpremier mit dem PRC S4 mit ehemaligem V6-Opel-Werkstriebwerk aus ITC-Serie, Alexander Hin. Simone Faggioli hingegen, werden die fachkundigen Fans aber vergeblich auf der offiziellen Starterliste suchen. Der EM-Titelverteidiger hatte in der ersten Halbsaison bereits zwei Niederlagen in seiner Gruppe E2-SC einstrecken müssen und wird wohl dieses Jahr seinen Titel nicht verteidigen können. Außerdem konzentriert sich Faggioli auf seinen ersten Anlauf beim legendären Pikes Peak Bergrennen in den USA, das am 24. Juni stattfindet. […]

Viva Italia – Gubbio Austragunsort des Hillclimb Masters 2018

1. Juni 2018

Nun ist endlich alles in trockenen Tüchern und mit einem halben Jahr Verspätung wurden jetzt Ross und Reiter, sprich Veranstalter, Austragungsort und Datum für das dritte FiA Hillclimb Masters genannt. Dank der Zusammenarbeit zwischen den italienischen Organisatoren der Trofeo Fagioli im mittelitalienischen Gubbio, der FIA-Bergkommission ​​und der italienischen Motorsport-Organisation ACI Sport, wird das derzeit größte internationale Ereignis im Bergrennsport, zum ersten Mal in Umbrien statt finden. Hingegen der ursprünglichen Termingebung der FiA, findet das dritte Masters der Geschichte, jetzt eine Woche später vom 12. bis 14. Oktober 2018 statt. Das Bergrennen von Gubbio, rund 40 km nördlich der Stadt Perugia gilt im Kalender der Italienischen Bergmeisterschaft wegen seiner nahen Altstadt als das „Monte Carlo der Bergrennen“. Vom 17. bis 19. August ist man an gleicher Stelle auch Gastgeber der 53° Trofeo Luigi Fagioli, achter Lauf der italienischen Meisterschaft (CIVM). Die Strecke für das FiA Hillclimb Masters im Oktober wird jedoch um 840 Meter verkürzt und misst nur 3,31 km. Der Start erfolgt dann außerhalb der umbrischen Stadtmauern. Die Strecke führt durch die geologisch bekannte Schlucht Bottaccione zum Ziel in Madonna della Cima. Weiter Infos: Strecke auf Google Maps www.trofeofagioli.it

Boxengeflüster 05/2018: Wussten Sie schon dass…?

27. Mai 2018

DASS das letzte April-Wochenende beim Bergpreis Schottenring für das Flik-Familienteam erst im positiven, dann leider auch im negativen ein besonderes Rennwochenende war. Erstmals stellte sich das Team aus Papa Thomas und Tochter Bea Flik mit einer einheitlichen Fahrzeugfarbgebung an beiden Renntourenwagen in den Stammfarben Schwarz-Orange dem Starter. Den Aufzeichnungen des Teams aus dem nördlichen Schwarzwald nach, fuhr Thomas Flik in Hessen sein genau 300. Bergrennen seiner Karriere, denn seit Mitte der 1980er Jahre ließen die Fliks kaum ein Bergrennen in Deutschland aus. Doch einheitliche Outfit von Renault Clio und Megane sollte lediglich den Trainingstag überstehen. Am Renntag verunfallte Bea im Megane an der gleichen Stelle wo Thomas vor ein paar Jahren seinen ersten Clio zerstört hatte, mit dem gleichen Resultat – Totalschaden. Eine Woche später in Eschdorf sah man Bea noch mit Halskrause im Fahrerlager. Aktuell muss die Bankangestellte noch einige Termine bei den Physiotherapeuten absolvieren und ist danach wieder fit. Vom Renault Megane ist so gut wie nichts mehr zu gebrauchen und Bea wird in der restlichen Saison erst einmal pausieren. Ende September, nach dem letzten Rennen von Thomas Flik, will man sich entscheiden wie es weiter geht. DASS Norbert Heisterkamp in diesem Jahr sein 10-Jähriges am „Uphöfener Berg“ feiern darf. Er gehört längst zum festen Inventar des Int. Osnabrücker Bergrennens und seine Beliebtheit bei den zahlreichen Fans ist von Jahr zu Jahr weiter gestiegen: Der Schauspieler, Comedian und ehemalige Stuntman, bekannt aus vielen TV- und Kinoproduktionen Norbert Heisterkamp feiert in diesem Jahr seinen 10. Auftritt am Berg. Mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen war er in den vergangenen Jahren dabei. Seit dem vergangenen Jahr ist er für das Haus Beresa mit einem AMG Mercedes Benz GT unterwegs. Einige Fans werden wieder das besondere Vergnügen haben, mit dem sehr sympathischen Fernsehstar eine Taxifahrt auf dem Beifahrersitz auf der Rennstrecke am 4./5. August im Rahmen des 51. Int. Osnabrücker Bergrennens erleben zu dürfen. Für einen guten Zweck werden ein paar Mitfahrten vor Ort am Pressestand vergeben und jeder der bisher in den Genuss einer Mitfahrt mit Norbert kommen konnte, wollte vor Begeisterung gar nicht mehr aussteigen. Für alle großen und kleinen Fans wird Norbert wieder für Foto- und Autogrammwünsche gerne zur Verfügung stehen und für beste Stimmung im Fahrerlager sorgen. DASS der DMSB auf seiner Webseite und in der App sein Angebot zum Saisonstart erweiterte und in den News nun aktuell Renn- und Zwischenberichte von allen Motorsportarten aus dem DMSB-Bereich den Usern, gleich […]

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