Merli führt nach Rechberg erstmals die EM an

23. April 2018

Die diesjährige Saison in der Berg-Europameisterschaft verspricht hochinteressant und spannend zu werden – dass mit Sicherheit mehr als in den Vorjahren. So lautet die Erkenntnis nach dem zweiten von zwölf Rennen der EBM vom vergangenen Wochenende am österreichischen Rechberg. Das traumhafte Frühlingswetter lockte die Fans in großen Schaaren ins steirische Almenland. Und auf den Wiesen und Almen entlang der rund 5 km langen klassischen Bergrennstrecke verlebten die Zuschauer einen herrlichen Renntag. Nur wenigen Unverbesserlichen stiegen die Unvernunft und der Alkohol zu Kopf, die dann von der Polizei aus den Sperrzonen entlang der Rechberg-Bundesstraße geholt werden mussten. Diese war im Vorfeld, von Posten 3 bis Posten 16 neu asphaltiert worden. Dass noch ein recht frischer Belag zuweilen rutschig sein kann, mussten einige Piloten am eigenen Leib erfahren, darunter auch der Tscheche Dan Michel (Lotus Elise) und der Schwarzwälder Alexander Hin. Beiden drehte es bei Highspeed den „Hintern weg“ und sie krachten in die Betonelemente. „Leider kein Glück am Rechberg für uns“, resümierte Hins Team-Chef und Konstrukteur Emanuel Pedrazza. „Alex verlor unseren PRC S4 ITC beim anbremsen der Puntigammer Kurve mit über 225 km/h. Obwohl das Fahrzeug eine 14 Jahre alte Konstruktion ist hat der PRC S4 mit Alex Hin zuvor gezeigt, dass wir mit Ausnahme von Merli und Faggioli mithalten können. Wir werden reparieren und schnellstmöglich zur nächsten Attacke blasen“. Die bereits angesprochenen „Italo-Stars“ Christian Merli im Werks-Osella FA 30 und Simone Faggioli im Werks Norma M20 FC bestimmten die beiden Rennläufe am Sonntag in gewohnter Art und Weise. Wie schon ein Wochenende zuvor am französischen Col St. Pierre musste Faggioli seinen Landsmann überraschender Weise ziehen lassen. Vor Wochenfrist gab ein seltener Fahrfehler den Ausschlag zu Gunsten Merlis. Diesmal war es aber unverkennbar Merlis blendende Form, die schlussendlich zum deutlichen und dritten Rechberg-Gesamtsieg in Folge des Südtirolers führte. Ganze 6,5 Sekunden Poster sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem ebenfalls überraschenden Tagessieg am Col St. Pierre des französischen Meisters Sebastien Petit im Norma M20 FC, war man auch am Rechberg auf dessen Abschneiden gespannt. Das Team Petit Autosport plant insgesamt an acht Läufen der aktuellen Berg EM teilzunehmen und kann so zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden, zumal Faggioli wegen seines Starts am Pikes Peak in den USA mindestens einen EM-Laufen auslassen muss und sich somit keine weiteren Patzer mehr leisten kann. Christian Merli muss am 22. Mai nochmals in Slowenien vor Gericht erscheinen, wo weiter die Geschehnisse um den letztjährigen EM-Lauf […]

Boxengeflüster 04/2018: Wussten Sie schon dass…?

8. April 2018

DASS der neunt platzierte des letztjährigen DMSB Berg-Cup für Tourenwagen Patrick Orth, nach seinem Rallyejahr im Opel Adam Cup 2015, am vergangenen Ostersamstag bei der ADAC Osterrallye Zerf „rückfällig“ geworden ist. Im von Dr. Sascha Berstein zur Verfügung gestellten BMW 323i E36 gelang dem 28jährigen jungen Mann aus Bergweiler bei Wittlich zusammen mit Co Otmar Hoff ein vierter Platz in der Gruppe F über 2000 ccm (2WD) und Rang 34 in der Gesamtwertung von 84 gestarteten Teams. Da der neue 2 Liter Gerent-Motor für seinen weiß-blauen „Berg-BMW E30“ noch auf sich warten lässt, hofft Patrick spätestens bis zu seinem Heimspiel in Wolsfeld an Pfingsten parat zu sein. Bis dahin sind weitere Rallyeeinsätze in Zusammenarbeit mit der bekannten „Sonnenthaler Quertreibertruppe“ geplant. DASS der Ende Februar im Alter von 62 Jahren überraschend verstorbene „Mister Superbike“ Peter Rubatto in den frühen 1980er Jahren auch einige Bergrennen fuhr, dass nicht etwa auf einem Motorrad, sondern in einem Formel Ford. Das vor allem bei Bergrennen im Süddeutschen Raum. DASS der Porsche-Werksfahrer und Eigner des Team 75 Motorsport Timo Bernhard vor kurzem eine teameigene Werbeagentur, namens „Team Bernhard Design“ gründete. Mit diesem neuen Geschäftszweig unterstützen Timo und sein Vater Rüdiger Bernhard zukünftig auch ihren Heimatverein Homburger Automobilclub. Schicke neue Plakate, Flyer, Werbebanner und auch die Umsetzung der neuen Aufkleber „Freie Durchfahrt“, für das 45. Homburger ADAC Bergrennen Anfang Juli,  gehen auf das Konto des Westricher Teams, das sich in 2018 hautsächlich auf die Läufe im ADAC GT Masters und das 24h Rennen auf dem Nürburgring konzentriert. DASS es nach den personellen Umbesetzungen an der Spitze des Organisationsteams beim Homburger Bergrennen, nun Stück für Stück neue Ideen und Verbesserungen in den Veranstaltungsablauf des saarpfälzischen Traditionsrennens einziehen. Zum einen wird es eine Veränderung im Bereich der Bewirtung des Festzeltes im Fahrerlager geben. Nach 16 Jahren, in der sich das „Zeltteam“ um Ralf und Ingrid Sigwart einen ausgezeichneten Namen in der Bergrennszene  machten, trat das Homburger Ehepaar zurück. Gespräche über eine Neuausrichtung des Festzeltbetriebs laufen aktuell. Eine Verbesserung der Sicherheit wird es zudem im Startbereich geben. Die Rennleitung wird zukünftig den Zuschauerbereich rechts, gleich nach der Startline auf einer Länge von ca. 30 Metern mit Betonelementen schützen, sodass in Folge eines technischen Defekts an einem Rennfahrzeug keine Zuschauer gefährdet sind. DASS am Dienstag nach Ostern der erste Verhandlungstag vor einem Gericht in Ilirska Bistrica in der Sache der vermeintlichen Tätlichkeit von Vize-Europameister Christian Merli gegen den Rennleiter des slowenischen […]

FIA erwägt revolutionär neue Fahrzeugeinteilung in Performance-Klassen

1. April 2018

Eine ambitionierte Reform der zahllosen Klassen- und Gruppeneinteilungen der Rennfahrzeuge bei nationalen und internationalen Bergrennen auf Basis des „Performance Factor Konzepts“ wird in der Saison 2018 von der FIA erprobt. In aller Bescheidenheit ist der Bergrennsport eine von wenigen Motorsportarten, die sich noch rühmen kann, zu den Menschen vor Ort zu kommen und offen zugänglich zu sein. Das durchschnittliche Niveau der Teilnehmerzahlen am Berg ist hoch. Ungewöhnlich ist es nicht, dass mehr als 150 Teilnehmer, oder sogar an die 200 Autos, an die Startlinie der gleichen Veranstaltung rollen. Die Magie dieser traditionellen Disziplin verzaubert weiterhin. Für die Fahrerinnen und Fahrer ist die Herausforderung zwar meist kurz, aber dafür intensiv und anspruchsvoll, und für das Publikum ist das hautnahe Spektakel einzigartig, aber auch die Vielfalt der konkurrierenden Autos ist ansprechend. Im Bergrennsport ist daher eine Standardisierung und Einteilung  von Rennfahrzeugen nicht so einfach, wie in vielen anderen Disziplinen. Das heißt, die Stärke dieser Motorsportspielart kann manchmal auch eine Schwäche sein. Die Vielfalt der Autos, die bei Bergrennen antreten, machen die Regularien für alle Beteiligten, ob Fahrer, Organisatoren, Sport- und Technikkommissare, Medien oder Zuschauer, sehr komplex. Gerade für letztere ist es schwierig da den Durchblick zu behalten. Zum einen leiden Bergrennserien und Meisterschaften, die ausschließlich auf den FIA-Homologationsgruppen N, A, R, GT usw. basieren, wie beispielweise die FIA​​-Europameisterschaft, unter einem großen Mangel an zugelassenen Fahrzeugen, weil die Hersteller derzeit nur selten ihre Modelle in den FIA-Gruppen homologieren lassen. Auf der anderen Seite hat die große Offenheit und die zahlreichen nationalen Reglements der jeweiligen ASN immer ein großes Fahrerfeld garantiert. Aus diesem Grund kombinieren viele Veranstalter mehrere Wettbewerbe – zum Beispiel sind alle Veranstaltungen der Europameisterschaft mit einer oder mehreren nationalen oder regionalen Meisterschaften verbunden – und jeder dieser Wettbewerbe hat seine eigenen Ergebnisse. Das ein und dasselbe Auto kann sich in verschiedenen Kategorien und Klassen einer Meisterschaft wieder finden. Eine Reform ist überfällig! Um dieser Situation zu begegnen, hat die FIA ​​Bergrenn Kommission mit Unterstützung der technischen Abteilung eine eingehende Überprüfung vorgenommen, deren Hauptziel die Entwicklung von Regeln ist, die so umfassend und praktisch wie möglich sind. So entstand das Projekt „Performance Factor“ – kurz „Pf“.  Die Schaffung eines gemeinsamen technischen Rahmens, der die Einbeziehung einer maximalen Anzahl von Fahrzeugen ermöglicht, ist das Ziel. Mit Ausnahme von Hybrid- und Elektroautos sind alle Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor von weniger als 6.500 ccm Hubraum zulässig, sofern sie den Mindestsicherheitsstandards gemäß dem aktuellen FIA-Anhang J entsprechen. Dies ist der Fall, wenn die Fahrzeuge homologiert […]

60 Jahre MC Heilbad Heiligenstadt

28. März 2018

In diesem Jahr häufen sich die runden Jubiläen der Veranstaltervereine der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Der MSC Rhön, als Ausrichter des Hauenstein-Bergrennens kann in diesem Jahr genauso seinen 50. Geburtstag feiern, wie der Homburger Automobilclub als Veranstalter des Homburger Bergrennens. Ganze 60 Jahre jung wird in diesen Tagen der MC Heilbad Heiligenstadt. Der Veranstalter des Ibergrennens kann auf eine bewegte Geschichte zurück blicken. Am vergangenen zweiten Samstagabend im März öffneten sich die Türen des Eichsfelder Kulturhaus zu einem Festakt mit zahlreichen geladenen Gästen. In diesem festlichen Rahmen gab es mehr zu feiern, als den 60. Geburtstag des Motorsportclubs Heilbad Heiligenstadt im ADAC, denn im Eichsfeld wird bereits seit 1923 Motorsport betrieben. „Damals“, erläuterte  Hermann Ludolph, war das Automobil noch jung. Auch Motorräder gaben es noch nicht lange, gaben es bereits die ersten Fans der knatternden Zweiräder in der Stadt, die gemeinsam nach Höherem strebten. „Das Ergebnis ihrer Arbeit war die Ausrichtung von insgesamt vier Bergrennen, die in den Jahren 1925 bis 1929 stattfanden und ausschließlich den Motorrädern vorbehalten waren“, berichtete der Vorsitzende des MC aus den Analen. Doch das Bergrennen schlief wieder ein, als die Rezession kam. Noch heute tauchen vereinzelt alte Programmhefte der Veranstaltungen, quasi als Zeitzeugen auf. Die werden im Club wie ein Schatz gehütet. Darauf folgten die NS-Zeit und der Wiederaufbau nach dem Kriege. „Das waren schwere Zeiten und an Rennsport war da nicht mehr zu denken.“ Doch bereits Ende der 1940er-Jahre keimte leise ein neues zartes Pflänzchen. Wieder war es eine Hand voll Motorradfahrer. Willi Degenhardt, Karl Weber, Klaus Kanngießer, Hans Althoff und Josef König waren bald bei den ersten großen Rennen erfolgreich, die damals in der sowjetischen Besatzungszone gefahren wurden. „Eigentlich waren es Aloys König und Werner Poppe, die als treibende Kräfte hinter dem organisierten Motorsport standen“, blickt Hermann Ludolph voller Respekt auf die Gründungsväter zurück, die die Sektion Motorrennsport ins Leben riefen. In den Abendstunden des 28. März 1958, als genau heute von 60 Jahren, geschah es im Saal des Hotels „Eichsfelder Hof“ in der Heiligenstädter Wilhelmstraße, dass die Sektion Motorrennsport dem ADMV, also dem Allgemeinen Deutschen Motorsportverband, beitrat und damit den „Motorsportclub Heiligenstadt im ADMV der DDR“ aus der Taufe hob. Erster Vorsitzende wurde – man musste sich den politischen Gepflogenheiten beugen, denn die Nominierung für diesen Posten hatten die Bezirksleitung des ADMV und die SED festgelegt – Erwin Retzlaff vom Rat des Kreises. Den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden bekam Walter Müller auf Vorschlag von […]

Boxengeflüster 03/2018: Wussten Sie schon dass…?

7. März 2018

DASS die Siegerehrung und Meisterschaftsfeier der drei DMSB Berg-Prädikate (Deutsche Bergmeisterschaft, DMSB Berg-Cup und Berg-Team-Cup) in diesem Jahr am 7. Dezember im Rahmen der Jubiläumsfeier des MSC Rhön stattfindet. Der Fachausschluss Berg erhält hierfür seit Neustem ein Budget vom DMSB zur Verfügung gestellt um die Feier in Eigenregie durchzuführen. Die Pokale werden ebenfalls vom DMSB zur Verfügung gestellt. Dadurch konnte der Zuschuss der DM-Veranstalter von 200€ auf 100€ reduziert werden. Diese neue Regelung gilt rückwirkend auch für die Saison 2017. DASS sich die Bergrennen Gurnigel AG und der Verein Bergrennen Gurnigel darauf geeinigt haben, die Zusammenarbeit im Bereich Vermarktung und Marketing bei ihrem Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft per sofort aufzulösen. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre hat gezeigt, dass sich die gemeinsam definierten Vorstellungen betreffend der Umsetzung nicht mit denjenigen des Vereins Bergrennen Gurnigel decken. Entsprechend liessen sich die definierten Ziele mittel- und langfristig nicht realisieren. Durch diese Auflösung der Zusammenarbeit verliert das Bergrennen Gurnigel u.a. den Hauptsponsor GRAHAM und weitere Partner, die sich aus den bestehenden Partnerschaften zurückziehen. Der Verein Bergrennen Gurnigel kümmert sich wiederum selbst um die Vermarktung, das Marketing und selbstverständlich um die Organisation des traditionellen Bergrennens Gurnigel vom 08.-09. September 2018. DASS der Berg DM-Dritte und FiA Masters-Teilnehmer der Saison 2014, Jochen Stoll nach einer dreijährigen Pause, durchsetzt mit einige Rallyeteilnahmen, in der kommenden Saison 2018 sein Comeback in der Deutschen Bergmeisterschaft geben wird. Der Pfälzer vom Homburger Automobilclub, dessen erfolgreicher Peugeot 306 S16 derzeit zum Verkauf steht, besitzt seit kurzem einen neuen Rennuntersatz, passend für Gruppe E1. Mehr dürfen wir noch nicht preisgeben. Ein erster Test ist für den 25. März beim „Printemps des Montagnards“ auf der ostfranzösischen Rundstrecke von Chambley geplant. DASS der Berg-EM-Lauf im slowenischen Ilirska Bistrica vom 3. September 2017 ein gerichtliches Nachspiel hat. Zum letzten Rennlauf, der die vorzeitige EM-Titelentscheidung zu Gunsten von Simone Faggioli brachte, wurde damals Vize-Europameister Christian Merli nach technischen Problemen am Osella FA 30 an der Startlinie von der Rennleitung nicht mehr zum Start zugelassen, worauf es leider wohl zu unschönen Szenen gekommen sein muss. Am Dienstag nach dem Osterwochenende findet hierzu der zweite Gerichtstermin in Ilirska Bistrica statt. Wie die lokale Presse schreibt, wird verhandelt in der Strafsache gegen Christian Merli (Italien) wegen Körperverletzung, zum Schaden von Ferdo Poberznik, Rennleiter der Veranstaltung. Der erste Gerichtstermin Ende Februar wurde von Christian Merli wegen Krankheit nicht wahrgenommen. Welche Folgen dieses Verfahren auf Merlis Rennsaison 2018 hat, ist derzeit […]

Weiterhin dünne Informationslage zum Masters

24. Februar 2018

Wir schreiben jetzt bereits Ende Februar und es herrscht immer noch Funkstille von Seiten der FiA zum Thema Hillclimb Masters 2018. Die bereits für Anfang Dezember 2017 von der FiA Berg-Kommission angekündigten Informationen zum Austragungsort und Veranstalters der dritten Auflage des „Race of Champions der Berge“ blieben bislang aus. Auch der vollzogene personelle Umbruch in der FiA Berg-Kommission dürfte nicht mehr Grund der Zurückhaltung sein. Wie das bekannte, französische Motorsport-Printmagazin Echappement aktuell in einer kurzen Meldung schreibt, muss es wohl zu einem überraschenden Rückzug des vorgesehenen Veranstalters gekommen sein. Wer besagter Veranstalter ist, lässt die Echappement-Redaktion offen. Aktuell sei die FiA auf der Suche nach einer Ausweichlösung. Somit bleibt nur für Fahrer, Fans und Medienvertreter sich weiter in Geduld zu üben, womöglich sogar bis zum nächsten FiA World Council das Mitte März stattfinden soll.

Berg EM 2018 mit Diego Degasperi auf Osella FA 30

16. Februar 2018

Aus Italien erreichte uns zum Wochenende die Pressemeldung von der Teilnahme des Piloten Diego Degasperi an der kommenden Berg-Europameisterschaft. Der 50jährige Tankstellenunternehmer aus Trento kaufte sich beim renommierten Team von Simone Faggioli ein und wird den Osella FA 30 Zytek V8 pilotieren, der in der Vergangenheit häufig auch von Paride Macario gesteuert wurde . Geplant sind insgesamt sechs Läufe in der EBM und dazwischen auch Bergrennen die zur italienischen Meisterschaft (CIVM) zählen. Mit dem 3 Liter-Osella des Faggioli-Rennstalls hatte Diego Degasperi 2017 bereits den zweiten Platz beim Bergrennen dello Spino und beim Bergrennen Alghero Scala Piccada gewonnen sowie den jeweils dritten Gesamtplatz bei den heimischen Rennen am Monte Bondone und Pedavena Croce d’Aune. Jetzt ist er bereit, die Messlatte höher zu legen! „Ich bin wirklich glücklich, diese Vereinbarung geschlossen zu haben, dass aus vielen Gründe“, sagt Degasperi. „Ich werde ein Teil des Teams von Simone Faggioli sein und eine volle Saison hinter dem Steuer des Osella FA 30 verbringen, das macht mich euphorisch. Neue Eindrücke und Erfahrung in der Europameisterschaft zu sammeln, war schon seit Jahren mein Wunsch. Also wird es ein Jahr 2018 voller hoffentlich positiver Nachrichten von mir sein. Ich kann es kaum erwarten in die neue Saison zu starten. Wir haben eine Reihe von Tests und die Teilnahme an einem der ersten diesjährigen italienischen Rennen, vor dem EBM-Debüt in Frankreich am Col Saint Pierre geplant“.

50. Int. Osnabrücker Bergrennen zum „Event des Jahres“ ausgezeichnet

11. Februar 2018

In bester Stimmung nahm eine Gruppe aus dem Organisations-Team des Int. Osnabrücker Bergrennen am 27. Januar an der diesjährigen „Nacht des Sports“ im Alando Palais in Osnabrück teil. Über 650 Gäste waren erwartungsfroh gekommen und gespannt, welche Sportlerinnen und Sportler in diesem Jahr in den unterschiedlichsten Kategorien geehrt werden sollten. Die Spannung stieg als das Moderatorenteam die Kategorie „Event des Jahres“ aufrief. Insgesamt fünf hochkarätige Veranstaltungen und Sportturniere waren nominiert und mehrere Wochen lang konnten die Sportinteressierten via Internet ihre Stimme abgeben. Nach der Vorstellung der Events in kurzen Videoclips kam der spannende Moment: Das 50. Int. Osnabrücker Bergrennen wurde als Sieger ausgerufen und Organisationsleiter Bernd Stegmann und Holger Maes nahmen den begehrten Preis, den „Leo Award“ in Empfang. Bis tief in die Nacht wurde die Preisverleihung von den Anwesenden des Bergrennen-Teams gebührend gefeiert.

Umbruch in der FiA Bergkommission – wenig Neues zum Masters

16. Dezember 2017

Ein gewaltiger personeller Umbruch brachte das Motorsport World Council der FiA vom 6. und 7.Dezember in Paris, im Bereich Bergrennen zu Tage. Bekannte Persönlichkeiten verließen die Bergrenn-Kommission des Welt-Automobil-Verbandes, dafür stießen junge Hoffnungsträger in den Rat. Das 18-köpfige Expertengremium ist für sämtliche Belange des internationalen Bergrennsports zuständig. Im Rahmen der Wahlen wurde der scheidende, langjährige Präsident der FIA Hillclimb Commisson, Paul Gutjahr zum Ehrenpräsidenten ernannt. Auf den vakanten Spitzenposten wurde anschließend erstmals ein Funktionär aus dem Mittleren Osten gewählt. Für Viele überraschend heißt der neue Präsident der FiA Bergkommission jetzt Imad Lahoud und kommt aus dem Libanon. Dem Mann aus Beirut steht der Brite David Grace als Vize-Präsident zur Seite. Grace war lange Jahre selbst aktiver Fahrer in der Britischen Berg-Meisterschaft und gewann diese zwischen 1993 und 2000 insgesamt fünf Mal. Eine weitere Überraschung ist, das Wolfgang Sauer aus Österreich, der Schweizer Patrick Falk und der Tscheche Stan Minarik nicht mehr in der Liste der Kommissionsmitglieder auftauchen. Die Tschechische Republik, die traditionell zahlreiche Aktive in der Berg EM und dem Hillclimb Cup ins Rennen schickt, ist nun nicht mehr mit einem eigenen Funktionär vertreten. Den Sitz Österreichs übernimmt der 39-jährige Markus Altenstrasser, bekannt als OK-Chef beim Bergrennen St. Agatha und Präsident des MSC Rottenegg. Filippo Lura vertritt ab sofort die Eidgenossenschaft. Weiter an Bord sind dagegen der Deutsche Marcus Malsch von der RSG Altensteiner Oberland und der Luxemburger Marc Joseph. Unter den weiteren Vertretern aus Italien, Spanien, Slowenien, Slowakei, Frankreich, Polen, Portugal, Kroatien, Saudi Arabien und Indien befinden sich sogar mit Gaby Kreiker, ein zweiter Vertreter aus dem Libanon. Dazu gesellt sich der Abgesandte in Sachen Technik, der Brite Gordon Forbes. Unterdessen halten sind die Kommissionsmitglieder und die FiA selbst weiterhin bedeckt in Sachen FiA Hillclimb Masters 2018. Informationen zu Austragungsort und Veranstalter, die eigentlich für die 50. Kalenderwoche angesagt waren, sind längst überfällig. Die aktuellen personellen Umbesetzungen in der Kommission dürften hier des Rätsels Lösung sein. Gut informierte Kreise sprechen als Termin über das Wochenende des 5.,6. und 7. Oktober 2018. Von der FiA veröffentlicht wurde zwischenzeitlich auch das Reglement für das Hillclimb Masters 2018. Die wichtigste Neuerung betrifft die Piloten der E1-Tourenwagen, denn diese erhalten zukünftig eine eigene Kategorie samt Medaillensatz!

Hillclimb Masters wird fortgesetzt

13. Oktober 2017

Das FiA Hillclimb Masters wird im Jahr 2018 seine dritte Auflage erleben, so ist es bereits auf der Internetseite der Federation Internationale de l´Automobile nachzulesen. Auf Anfrage von „Bergrennen in Deutschland“ gab David Moretto, der FiA Sporting Coordinator für die Bereiche Historischer Motorsport, Bergrennen und Off-Road, noch keine konkreten Informationen Preis, doch für die nächsten Wochen sind die ersten Pressemeldungen angekündigt. Mit Spannung wird erwartet welche Location nach Eschdorf 2014 und Ecce Homo 2016 das Race of Champions der Berge sehen wird. Natürlich kursieren in Fachkreisen bereits die ersten Gerüchte und Spekulationen über den Austragungsort der Edition 2018 des FiA Hillclimb Masters. Diesmal könnte die Schweiz das Gastgeberland sein. Eine der möglichen Bergrennstrecken die für Anfang Oktober 2018 zur Debatte stehen sollen, ist die EM-Piste von St. Ursanne – Les Rangiers im Jura, freilich auf einer verkürzten Streckenvariante. Das sind bislang alles nur Spekulationen, aber Bergrennen in Deutschland lag ja schon öfters nicht so ganz daneben. Aber, Warten wir´s ab. Wir bleiben auf jeden Fall an diesem interessanten Thema dran.

1 2 3