Homburger Kultberg lockt die Fans

8. Juli 2016

Einmal im Jahr wird das westpfälzische Dörfchen Käshofen anders geweckt als sonst. Bereits morgens ab 8 Uhr dröhnen am 16. und 17. Juli die ersten Rennmotoren, wenn es zum 43. Mal heißt, das Homburger ADAC Bergrennen wird wieder ausgetragen. Was 1974 klein begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, mit nationaler und internationaler Beachtung gemausert. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der Automobilsport nicht nur Freunde hat. Dennoch scheute der Homburger Automobilclub den enormen Aufwand abermals nicht und wurde, wie in der Vergangenheit, dazu berufen Wertungsläufe zur Deutschen und Luxemburger Meisterschaft sowie zum KW Berg-Cup auszurichten. An der Käshofer Straße und bei Bergrennen im Allgemeinen, herrscht eine unglaubliche Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. Besucher dürfen im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus und im Vorstartbereich so nah an die Rennboliden, wie kaum wo anders. Und auch entlang der aufwendig abgesicherten Kultstrecke hinauf auf die Sickinger Höhe sind die Zuschauer mittendrin, statt nur dabei. 131 Fahrerinnen und Fahrer aus 6 Nationen stellen sich am dritten Juli-Wochenende dem Starter und den 14 Kurven – darunter mischen sich allein 13 Aktive aus den Reihen des Veranstalters Homburger Automobilclub. Die Piloten werden der Konkurrenz auch in diesem Jahr keine Hundertstelsekunde schenken und versuchen ihre persönliche Bestzeit oder gar den Streckenrekord zu unterbieten. Die kleine Formel 1 der Saarpfalz-Region Diesmal ist das Feld der PS-starken und pfeilschnellen Formel-Rennwagen so groß wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Monoposto im Outfit der Grand-Prix Wagen verströmen mit ihren V8-Triebwerken den Geruch und Sound der guten alten Formel 1. Diese Königsklasse der Berge wird auch auf der Käshofer Chaussee den Gesamtsieger unter sich ausmachen. Anwärter sind hier der junge Luxemburger David Hauser, im  620 PS starken Dallara GP2, der sich sicherlich auch den drei Jahre alten Streckenrekord (1:06, 914 min, Guy Demuth, Luxemburg) wieder zurückerobern möchte. Ebenfalls mit einem PS pro Kilogramm Fahrzeuggewicht kommen die drei 500 PS starken Formel 3000-Boliden daher. Zu den Top-Fahrern in der Schweizer Meisterschaft zählen Simon Hugentober (Reynard 97D Mugen) und Philippe Guélat (Lola T94/50 Cosworth) die erstmals in der Saarpfalz am Start sind sowie der Franzose Daniel Allais, der mit seinem bewährten Reynard 97D Judd bereits mehrfach auf dem Podium des Homburger Bergrennens stand. Über eine der besten Streckenkenntnisse und  längste Erfahrung auf der Käshofer Straße verfügt der vierfache Deutsche Meister und zweifache Gesamtsieger Uwe Lang in seinem Osella BMW-Sportwagen. Der Schweinfurter startet seit Mitte der 1980er Jahre regelmäßig in […]

Nennungsschluss in Homburg am 5. Juli – 24 Uhr

3. Juli 2016

Darauf haben viele Motorsport-Fans aus der Saar-Pfalz-Region und Interessierte aus ganz Deutschland und Luxemburg gewartet: Die Starterliste zum 43. Homburger ADAC Bergrennen am 16./17. Juli verspricht bereits vor dem offiziellen Nennungsschluss am Dienstag, den 5. Juli 2016 – 24 Uhr (Poststempel) einiges. Fünf Tage vor dem Anmeldschluss liegen dem Homburger Automobilclub bereits knapp unter 100 Nennungen vor. Der Veranstalter rechnet mit einem Teilnehmerfeld zwischen 140 und 150 Teilnehmern. Gerade bei den Formel-Fahrzeugen der Formel 3000, GP2 und Formel 3 bahnt sich ein hochklassiges Plateau an. Rennfahrzeuge von über 20 Marken und Teilnehmer aus 6 Nationen sind schon sicher. Ab Mitte der Kalenderwoche 27 wird dann die erste, noch vorläufige Starterliste auf der Webseite www.homburger-bergrennen.de erwartet.

Ecce Homo: Merli gewinnt Vorspiel

6. Juni 2016

Der 5. Lauf der Berg EM im tschechischen Sternberk Ecce-Homo war zugleich die Generalprobe für das zweite FiA Hill Climb Masters Anfang Oktober an gleicher Stelle. Einige Fahrer aus dem Ausland, wie der Schweizer Joel Volluz nutzten das Rennen zum auffrischen der Streckenkenntnisse, um für das „Race of Champions der Berge“ gerüstet zu sein. Der Schweizer Vize-Meister im Osella FA 30 (Foto oben) erreichte mit Gesamtrang drei am Ende mehr als er erwartet hatte. Das Italo-Dauerduell zwischen Europameister Simone Faggioli und Herausforderer Christian Merli, war bereits im ersten Lauf nach Motorproblemen an Faggiolis Norma Zytek V8 entschieden. Der Dominator der letzten Jahre, kletterte von Rang 7 noch auf die vier und rettete mit der Tagesbestzeit im zweiten Lauf und dem Gruppensieg noch die maximale Punkteausbeute in der EM, sodass die beiden Ausnahmefahrer nun weiter Punktgleich die EM-Kategorie II anführen. Ausrutscher von Lokalmatador Milos Benes (Osella FA 30) und EM-Haudegen Fausto Bormolini (Reynard F3000) begünstigten Faggiolis aufholjagt. Bei den beiden Unfällen machten die Leitplanken keine gute Figur. Bei Bormolinis recht spitzem Einschlag durchbohrte sein Reynard die Doppelleitplanke bis zum Cockpit, wie ein Wunder blieb der Norditaliener unverletzt. Der Gesamtsieg ging somit deutlich an Osella-Werksfahrer Merli vor seinem jungen Landsmann und Markenkollege Paride Macario. Bei besten äußeren Bedingungen folgten der tschechische Dreierpack Janik, Komarek und Neveril (alle Norma) auf den Plätzen fünf bis sieben. Kategorie I Leader Nikola Miljkovic (Mitsubishi) gewann erneut die Gruppe N und baute seine führende Position in der EM-Zwischenwertung aus. Miljkovics Hauptkonkurrent, der Österreicher Christian Schweiger (Mitsubishi) verlor mit Rang zwei in der Gruppe A, hinter dem Einheimischen Jaromir Maly, weiter an Boden. Punkte zur Berg ÖM standen ebenfalls zur Disposition. Karl Schagerl pulverisierte im E1-VW Golf Rallye zu Beginn den Tourenwagenrekord um 2 Sekunden und war am Ende umgeben von der F3000 und Prototypenmeute bester Österreicher. Und dennoch wäre für den amtierenden Österreichischen Meister mehr drin gewesen, denn Karl lief im zweiten Lauf, kurz vor dem Ziel auf einen Konkurrenten auf und musste Gas heraus nehmen.

Stolz und Bratschi kämpfen um die Eschdorfer Tourenwagenkrone

28. April 2016

Seit 2004, also nunmehr 12 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in Eschdorf den Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & Gran-Turismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 die Messlatte hochlegen. Doch der Deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem hochmotivierten jungen Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO (Foto oben) auf der Hut sein müssen, der im Vorjahr mit seinem Sieg im Internationalen FIA-Berg-Pokal seinen definitiven Durchbruch schaffte. Genau wie man auch den Deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), im Vorjahr Gesamtsechster im Regen, direkt hinter dem Porsche 935 II von Herbert Stolz, nie unterschätzen darf. Genau wie die beiden Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, und des Schweizers Fréderic Neff (Porsche 996 Cup). Ein Tourenwagenfeld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Und auch einigen Exoten und Kuriositäten, wie dem Ford Puma Turbo des Briten Mike Manning, dem Lotus Elise mit Audi-Turbo-Motor des Belgiers Olivier Dubois oder auch dem süßen VRC Fiat 500 mit Suzuki-Motorradmotor von Bart de Saedeleer (ebenfalls Belgien). Ohne die beiden rassigen Ferrari (Foto unten) des Franzosen Vincent Lagache (458 Challenge), der erstmals in Eschdorf antritt, sowie Stammgast René Ruch (355 GT mit 4-Liter-Zytek-Motor) zu vergessen, genau wie den Nissan 350Z des Luxemburger Rallye-Spezialisten Ralph Schroeder, den Audi 80 Quattro Turbo des Briten Keith Murray oder den Subaru Impreza von dessen Landsmann John Davies. Oder noch den spektakulären Renault Mégane Trophy des Franzosen Jean-Jacques Jobert, den BMW M3 des belgischen Tourenwagen-Bergmeisters 2014 Stéphane Emond und die Allrad-Turbo-Armada des Schilling Performance Teams mit dem Subaru Impreza von Papa Nico, Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister 2015, dem Mitsubishi Lancer von Sohnemann Cédric und dem zweiten Subaru Impreza von Charel Valentiny. Und auch der Tourenwagen-Europabergmeister 2010 Roland Wanek (D) im Mitsubishi Lancer Evo 8 ist natürlich wieder mit von der Partie. Doch selbstverständlich wird auch die Meute des «KW Berg-Cup», die dem Eschdorfer Bergrennen bereits seit 1989 die Treue hält, erneut mit ihren zahlreichen hochgezüchteten VW Golf, Polo, Corrado und Scirocco, Opel Kadett, Corsa und Ascona, Fiat 127, 128 und X1/9, Citroën AX Kitcar, BMW 2002, 320 (davon gleich zwei ex-WTCC), Renault Laguna BTCC, Clio und Mégane oder noch den zehn NSU die Herzen ihrer […]

Svoboda auf Lola F3000 in der CIVM

2. März 2016

Der Tschechische Bergrennfahrer Milan Svoboda wird in der kommenden Saison in die italienische Bergmeisterschaft (CIVM), auf einem vom Team CMS vorbereiteten Lola Judd F3000, zurückkehren. Der Vertrag zwischen dem Toskanischen Team CMS Racing Cars und dem erfahrenen Tschechischen Fahrer Milan Svoboda, der in Deutschland im Jahr 2011 als Gesamtsieger des Glasbachrennens bekannt wurde, ist fix. Als „Gastarbeiter“ wird sich Svoboda  wieder hinter das Steuer des 540 PS starken Lola Judd bei den Rennen der italienischen Bergmeisterschaft 2016 klemmen. Nach zwei Jahren Pause steigt Svoboda wieder in den Königsklasse ein, wo er sich 2013 schon einmal bei CMS einkaufte, mit dem Lola F3000 einige gute Resultate einfuhr und mit dem dritten Platz in der Gesamtwertung beim Rennen von Trento-Bondone überraschte. CMS-Team-Manager Enrico Cavallini sagte: „Für uns ist die Rückkehr von Milan eine gute Nachricht, sein Programm besteht im Augenblick aus fünf  italienischen Meisterschaftsläufen, und den Berg EM-Lauf von Ecce Homo, seinem Heimrennen. Nach der hervorragenden Leistungsbilanz aus dem Jahr 2013 ist es unser Ziel, ähnlich gute Resultate zu erzielen. Milan Svoboda kommentierte: „Die Rückkehr nach Italien macht mich sehr glücklich, auf die schönen Strecken, die exzellente italienische Küche und das familiäre CMS-Team freue ich mich schon sehr. Für mich ist das Rennen von Trento-Bondone Teil meines Lebens. Ich möchte endlich an diesem klassischen Berg die 1o Minuten Schallmauer knacken und werde es in diesem Jahr erneut versuchen.“

Äddi Conny

15. Februar 2016

Heute, am Montag den 15. Februar 2016 erreichte uns die erschütternde und traurige Nachricht vom Tod von Marco Conrady, in der Bergrennszene besser bekannt unter seinem Pseudonym „Conny“. Der insgesamt 18-fache Luxemburger Meister in den Motorsportdisziplinen Slalom und Bergrennen wurde erst am 6. Januar diesen Jahres 61 Jahre alt. Seine Motorsportkarriere umfasste die 1980er und 90er Jahre. Sein letztes Bergrennen fuhr er 1997. In den letzten Jahren traf man den langjährigen Formel 3 und Formel 3000-Piloten immer mal wieder beim Hill Race in Eschdorf als Zuschauer und Gast im ViP-Bereich. „Conny“ war während seiner gesamten Laufbahn als spektakulärer und dennoch schneller Pilot bekannt und beliebt. Seine Powerslides im Ralt RT3 Formel 3 und ab 1993 im Ralt RT23 Cosworth Formel 3000 sind noch heute legendär. Marco Conrady war auch einer der ersten Piloten die an Europas Bergrennen einen Formel 3000-Rennwagen pilotierten. Unvergessen ist auch seine Aussage in einem TV-Interview von RTL aus dieser Zeit. „So ein Formel 3000 am Berg ist schon etwas Barbarisches“. „Conny“ zählt ohne Zweifel zu den besten Motorsportler Luxemburgs aller Zeiten. Gegen starke nationale und internationale Konkurrenz gelangen ihm 1994 und 1998 insgesamt zwei Gesamtsiege beim Bergrennen in Eschdorf. Neben beachtlichen 12 nationalen Titel im Slalomsport, auch auf Formel 3, gewann der später passionierten Motorradfahrer die nationalen Bergmeistertitel in den Jahren 1990, ´91, ´92, ´94, ´96 und 1997, meist in den Sponsor-Farben von LuxbaZar, einem Blatt für Kleinanzeigen. Machs gut und äddi Conny!

Neues Sicherheitskonzept am Rechberg

14. Februar 2016

Das neue Jahr ist bereits knapp sieben Wochen alt und es sind nur mehr neun Wochen bis zum Rechbergrennen, dem Großen Bergpreis von Österreich – Runde 2 für die Berg Europameisterschaft 2016 sowie der Auftakt für die österreichische und slowakische Bergmeisterschaft und der FIA Historic Berg Europameisterschaft. Seit Oktober wird die Sicherheitsthematik, nach dem tödlichen Unfall des erfahrenen Tschechischen Formel 3000-Piloten Otakar Kramsky beim Rechbergrennen 2015, bearbeitet um die Vorgaben der FIA und des nationalen Österreichischen Verbands OSK zu erfüllen. Dabei wurden die Vorstellungen zur Verbesserung der Sicherheit für Fahrer, Publikum und auch die der Streckenposten aufgearbeitet und in einen völlig neuen Streckensicherheitsplan integriert. Zurzeit werden mit Hochdruck neue und zusätzliche Betonleitelemente hergestellt, um entlang der 5.050 Meter langen Strecke in der Steiermark für mehr Sicherheit zu sorgen. Des Weiteren wird die bestehende Schikane optimiert und der neuen FIA Richtlinie angepasst. Ebenfalls wird an der Neuinstallation einer zusätzlichen Schikane gearbeitet. Der neue Streckensicherungsplan wurde bereits bei der FiA-Worldcouncilsitzung im Januar begutachte und für gut befunden. Wo die zusätzliche Bremsschikane letztendlich positioniert wird, ist momentan noch nicht bekannt.

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