Thomas Amweg in den F3000-Fußstapfen seines Vaters

19. Mai 2017

Lange musste Thomas Amweg warten, um die Zukunftsweichen für sein Rennsportprogramm nach eigenem Wunsch stellen zu können. Doch jetzt ist alles in trockenen Tüchern. Der Sohn des fast vor 20 Jahren zurück getretenen „König der Schweizer Berge“ Fredy Amweg wird einen Lola Cosworth Formel 3000 in der Schweizer Bergmeisterschaft pilotieren. Der Viert platzierte in der Endabrechnung der Berg SM 2016 hatte in den letzten Jahren viele Erfahrungen im ex-Sebastian Vettel Dallara Mercedes Formel 3 sammeln können. Der 32-jährige betätigte sich sowohl auf der Rundstrecke, im REMUS Formel-Pokal, als auch im Bergrennsport. Zudem sicherte sich Amweg mehrere Siege in einem PRC-Honda von Walter Pedrazza, in dessen Sports Car Challenge. Das mit finanzieller Unterstützung von Hans Peter, Inhaber der Phimmo Immobilien AG und Besitzer jenes historischen Ralt BMW Formel 2 mit dem Amweg im vergangen Jahren den Tagessieg bei der Arosa Classic Car gewann, neu angeschaffte F3000-Fahrzeug mit der Typenbezeichnung B99/50 stammt aus den Beständen des zurückgetretenen dreifachen Berg-Europameisters Franz Tschager aus Südtirol und wurde auch schon von den späteren Formel 1-Größen Mark Webber und Juan-Pablo Montoya gefahren. „Nach der Formel Renault und der Formel 3 ist dies nun mein nächster logischer Schritt“, freut sich Thomas Amweg in einem Gespräch mit Peter Wyss von motorsport.com. „Es ist sensationell, dass mir nun Hans Peter dies ermöglicht. Das Auto befindet sich in einem exzellenten Zustand und ist von Franz Tschager schon gut für den Berg eingestellt. Wir bereiten den Wagen derzeit sauber vor und ergänzen einige Updates des Modells B02, die im Gesamtpaket enthalten waren“. In den nächsten Wochen plant der Aargauer Testfahrten in Hockenheim. Läuft alles in gewünschten Bahnen ist schon ein Start beim Heimrennen am 2. Juli in Reitnau anvisiert, bevor es nach Anzère und Oberhallau gegen soll. Ab der Saison 2018 ist dann die komplette Schweizer Bergmeisterschaft geplant. Mit seinem Sohn Thomas fiebern wird Fredy Amweg auf alle Fälle. Der mittlerweile 67jährige ist unbestritten eine Legende in der Schweiz. Auf Formel 2 und Formel 3000 gewann Amweg Senior zwischen 1971 und 1998 mehrmals jedes Bergrennen in der Schweiz und auch zahlreiche im Ausland – insgesamt rund 200 Tagessiege! Genau 15x gewann Amweg den „Coupe der Schweizer Berge“, aus dem später die Schweizer Bergmeisterschaft erwuchs.

Attraktionen zum Jubiläum wachsen weiter an

1. Mai 2017

Die Organisatoren des 50. Int. Osnabrücker Bergrennens am verlängerten Wochenende vom 4. – 6. August haben in den vergangenen Monaten alles daran gesetzt, zu dem besonderen Jubiläum für alle Besucher, Teilnehmer, Funktionäre und Medienvertreter ganz außergewöhnliche Akzente zu setzen. Dazu gehört auch eine große Fahrerparade, präsentiert von SD Automotive, am Sonntagmittag (6.August). Als Vorbild nahm man sich die Paraden im Rahmen früherer Formel 1-Rennen, bei der ein großer umgebauter Truck als Plattform diente und die Fahrer dem Publikum vorgestellt wurden. Am „Uphöfener Berg“ wird der Truck darüber hinaus mit Musik und den Moderatoren an den interessanten Streckenabschnitten Station machen und die Fahrer dem Publikum auf besondere Weise vorstellen. Überraschungen sind natürlich inbegriffen! Seit einigen Jahren ist Titus nicht nur ein mehr als gerngesehener Gast beim Int. Osnabrücker Bergrennen; der Münsteraner Skater-Pionier und erfolgreicher Unternehmer engagiert sich auch beim nördlichsten deutschen Bergrennen für seine bekannte Stiftung „skate-aid“. Nachdem Titus Dittmann in der Vergangenheit dabei mit der Dodge Viper und dem historischen Ford Mustang bereits sehr interessante Fahrzeuge einsetzte, hat er für das 50. Bergrennen ein ganz besonderes Exemplar aus seiner Fahrzeugsammlung am Start. Sein originaler Ford GT 40 gehört zu den ganz seltenen Fahrzeugen dieser Art und gilt als erfolgreichstes Fahrzeug im Motorsport der 60er Jahre. Als größter Erfolg gilt der Sieg der 24 Stunden von Le Mans in den Jahren von 1966 bis 1969. Insgesamt wurden lediglich 124 Fahrzeuge des GT 40 zwischen 1964 und 1968 gebaut. Einer davon ist am ersten Augustwochenende dabei! Für die zahlreichen Stammzuschauer des TV-Automobil-Magazins „GRIP – Das Motormagazin“ des Senders RTL 2 ist er eine feste Institution und gilt als beliebter und ausgemachter Fachmann der Automobilszene: Niki Schelle ist bei „GRIP“ unter anderem für rasante Tests und deren fachkundige Moderation zuständig. Bereits als Jugendlicher nahm er auf dem Sitz des Beifahrers bei Rallyes Platz und nach Erwerb des Führerscheins nahm er fortan das Lenkrad bei unzähligen Rallyes in die Hand. Ein großer sportlicher Erfolg des Rallye-Profis war der 3. Platz bei der Deutschland-Rallye 2006. Am Sonntag, den 6. August wird Niki Schelle in Hilter-Borgloh für seine „Hausmarke“ Suzuki“ wieder aktiv auf der Rennstrecke dabei sein und gerne im Fahrerlager mit die zahlreichen Fans für Fachsimpeleien zur Verfügung stehen. Zum Jubiläumsrennen wird es am „Uphöfener Berg“ in den Königsklassen der offenen Sport- und Rennwagen zu einem ganz großen Fight kommen. In der Zwischenzeit haben erneut weitere europäische Formel 3000-Piloten und Sportwagen-Piloten ihre Zusage gegeben. So haben bisher drei Schweizer bereits […]

Robi Simon und das Fliewatüüt – Faustinis F3000 Debüt

23. April 2017

Das Eschdorfer Hill Race hat im Herzen des jungen Schweizers Robin Faustini schon jetzt einen Ehrenplatz. Im Vorjahr feierte er hier mit gerade mal 18 Jahren seinen Einstand im Bergrennsport am Steuer seines Tatuus-Renault FR 2.0 und belegte am Ende einen mehr als ehrenhaften 26. Gesamtrang mit bereits sehr überzeugenden Laufzeiten. Wobei das Nachwuchstalent nur wenige Minuten vor seinem letzten Rennlauf aus der Schweiz die Hiobsbotschaft erreichte, dass sein Grossvater seinen Kampf gegen seine lange, schwere Krankheit verloren hat. Seine erste Bergsaison schloss der Sohn des Schweizer F3000-Berg-Piloten Simon Hugentobler am Ende als guter 15. der heimischen Bergmeisterschaft ab. Dieses Jahr nun wird Robin in Eschdorf in Erinnerung und zu Ehren seines Großvaters sein Debüt in der Königsklasse des Bergrennsports geben und erstmals den Reynard 92D Cosworth F3000 an den Start bringen. Beim Luxemburger Bergklassiker wird Robin Faustini natürlich von Papa Simon betreut, der selbst in einem Reynard 97D Judd F3000 einer seiner „Gegner“ sein wird. Nennschluss für das Hill Race in den Ardennen ist der Sonntag, 23. April 2017 – 24 Uhr! von Patrick Weber / Thomas Bubel

Werkstatt-Report #26: Formel 3000-light mit Schweden-Power

14. April 2017

Franz Seitz und sein Sohn Florian Hartmann gehen gern ungewöhnliche Weg und verfolgen nicht alltägliche Ideen. Die Auslobung der neuen „Race and Fun Challenge“, wo bekanntlich der jeweilige Zweitplatzierte der Rennwagenklasse bis 2-Liter Hubraum, Pokal und Preisgeld abstaubt, ist nur ein Beispiel. Bezahlbarer Motorsport, bei maximalem Spaßfaktor war schon immer die Maxime des Familien-Teams aus dem Schwabenländle. So reifte nach und nach die Idee in einem Formel 3000-Chassis einen unkomplizierten und kostengünstigen, aber dennoch PS-starkes Triebwerk zu verbauen. Lange suchten die Beiden nach dem idealen Motor für ihr Vorhaben. Schlussendlich wurde man in Schweden fündig. Ein, im Rallyecross-Sport häufig verwendeter Volvo-Motor, der dank seines massiven Blocks mühelos auf drei Liter Hubraum aufgebohrt wird, fiel dem Team Seitz bei Internetrecherchen auf. Der Reihen-4-Zylinder mit Vierventilkopf wurde in Skandinavien geordert und quasi als Weihnachtsüberraschung kurz vor den Festtagen 2016 geliefert. Aus Kostengründen verzichtete man bewusst auf ein V8-Aggregat und hat dennoch 390 PS bei 360 Newtonmeter zur Verfügung. „Das Drehzahlband wollen wir vorerst nur bis 8.000 Umdrehungen nutzen, es geht aber mehr“, erläutert Franz Seitz. Während der Wartezeit auf den Motor widmete man sich in Rutesheim-Perouse dem Reynard-Chassis vom Typ 88D. Der Formel 3000 stammte ursprünglich vom Paul Stewart Team aus England und wurde anschließend, zwischen 1992 und 1999 vom Grazer Norbert Binder in der Berg ÖM gefahren, jedoch auch nicht mit dem etatmäßigen V8-Motor, sonder mit einem BMW. 1998 fanden Fahrer und Fahrzeug sogar den langen Weg zum Osnabrücker Bergrennen, das damals zum Österreichischen Mobil-Berg-Cup zählte. Das allererste Rollout vor einer Woche beim Testtag auf dem Flugfeld in Lahr verlief zufriedenstellend. „Die Stromversorgung via Batterie war zu knapp bemessen, wir werden eine Lichtmaschine einbauen, dann wird die Zündung rund laufen. Unser Reynard 88D Volvo 16V ist sehr gutmütig fahrbar, das können wir auf jeden Fall schon sagen“. Aus beruflichen Gründen musste die anvisierte Premiere beim Hillrace in Eschdorf verworfen werden. Somit arbeitet man nun auf die Jungfernfahrt am 24./25. Juni am Iberg in Heiligenstadt hin. Weiter möchte das Vater-Sohn-Gespann noch nicht denken. Klappt der erste Renneinsatz, sind weitere Läufe im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft geplant.

Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Osnabrück: Grandiose Berg-Show

8. August 2016

Der Macher des Osnabrücker Bergrennens, Bernd Stegmann, versammelte erneut ein internationales Spitzenfeld an Renn- und Tourenwagen in der Borgloher Schweiz, und vermochte das schon exzellente Starterfeld des Vorjahres erneut zu toppen. An die Rekordbesucherzahlen aus dem Vorjahr kam der MSC Osnabrück zwar nicht ganz heran, aber der Zuschauerzuspruch aus dem gesamten norddeutschen Raum, dem Ruhrgebiet und aus den Niederlanden war großartig und sorgte für eine wundervolle Atmosphäre entlang der 2,03 km langen „Hügelstrecke“. Die glänzende Organisation und ein souveräner Rennleiter, der bekannte VLN und 24h-Pilot Michael Schrey, begeisterten gerade die ausländischen Gastfahrer, die sich dann auch bei der letzten Rückführung per „Abklatscher“ aus dem Rennkockpit heraus, bei den MSC-Organisatoren bedankten. Zum ersten Mal gelang es Stegmann und Co den aktuellen EM-Zweiten Christian Merli in den deutschen Norden zu holen. Mit seiner Teilnahme in Osnabrück und dem gleichzeitigen Verzicht auf des italienische Bergrennen Reventino, wo Erzrivale Simone Faggioli siegte, ist nun klar das sich der Südtiroler für den Rest der Saison auf die Berg-Europameisterschaft konzentriert und die heimische Meisterschaft wohl abgeschrieben hat. Christian Merli im werksunterstützten Osella FA 30 mit einem englischen PRE-Motor, der aus zwei Motorradmotoren zu einem V8-Triebwerk zusammengesetzt ist, wurde seiner Favoritenrolle gerecht, wenn auch auf den letzten Drücker – aber mit neuen Streckenrekord von 51,232 Sekunden. Der Schweizer Vorjahressieger Joel Volluz (Osella FA 30) bot dem Star aus Italien erstaunlich gut Paroli. Im zweiten Lauf war der junge Walliser sogar, mit der bis dahin zweitschnellsten je am Uphöfer Berg gefahren Zeit,  schneller als Merli. Der Start zum dritten und letzen Lauf verlief für Volluz nicht optimal und damit war der Käse in Sachen Gesamtsieg und Titelverteidigung endgültig gegessen. Einen herausragenden dritten Platz in der Tageswertung erkämpfte sich der Tscheche Vaclav Janik im Norma M20 FC V8, der den Schweizer Champion Eric Berguerand (Lola Cosworth) niederrang. Sich äußerst achtbar aus der Affäre zog sich auf Gesamtrang vier, als bester Deutscher und noch vor dem V8-Vertreter Patrik Zajelsnik (Norma Mugen), der Schweinfurter Uwe Lang im betagten Osella PA 20 S Evo mit dem 6-Zylinder BMW-Triebwerk. Immerhin Platz 7 stellte den Schweizer Routinier Marcel Steiner im neuen LobArt LA01 Mugen V8 nicht zufrieden. Seine Ansprüche liegen doch etwas höher in der Resultatsliste. Geduld und Spucke ist bei Steiner Motorsport weiterhin gefragt. Bemerkenswert ist auch das Comeback des Luxemburgers Guy Demuth mit seinem überarbeiteten G-Force Formula Nippon, den er zuletzt 2010 einsetzte. Den Osella FA 30 aus dem Rollinger-Team pilotierte er […]

Rekordverdächtig – 216 Fahrerinnen und Fahrer aus 16 Nationen kommen nach Osnabrück

4. August 2016

Was der 2, 030 km lange „Uphöfener Berg“ am 6./7. August anlässlich des 49. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens zu bieten hat, verdient uneingeschränkt das Prädikat „absolute Spitze“. Egal, in welchen Fahrzeuggruppen man sich die Starterlisten ansieht, überall präsentieren sich grandiose internationale und nationale PS-Boliden mit ihren Sportfahrern. So ist es wohl ein wenig ein Zufall, dass sich im Jahr 2016 insgesamt 216 Fahrerinnen und Fahrer aus 16 Nationen für den 6. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup 2016 und Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft 2016 eingeschrieben haben. Endlich kommt er auch nach Deutschland: So wird sich eine große Fanschaar auf den Weg machen, um das derzeit wohl in Europa mit am meisten bewunderte Fahrzeug am Berg erstmals in Deutschland zu erleben. Der Schweizer Automobilhändler Reto Meisel kommt mit dem phantastischen Mercedes Benz Carlsson SLK 340 Judd V 8 in das Osnabrücker Land und eins ist schon jetzt sicher: das Fahrzeug wird das gesamte Wochenende von den Fans und den Medienvertretern dicht umlagert sein. Mehr als zwei Jahre hat das Team Meisel an dem Aufbau gearbeitet und in diesem Jahr werden erstmals mehrere Einsätze, vorrangig in der Schweizer Meisterschaft gefahren und jetzt präsentiert der ehrgeizige Rennfahrer ein mit einem unglaublichen Sound ausgestattetes supermodernes Rennfahrzeug, das immer besser in Fahrt kommt. Bisher schien den absolut schnellsten europäischen Bergfahrern jenseits der Alpen der Weg zum nördlichsten Bergrennen zu weit zu sein, doch in diesem Jahr wird einer der besten Profis in der Europa-Bergmeisterschaft die Strecke am „Uphöfener Berg“ in Angriff nehmen und dabei sicher auch den im Jahre 2013 aufgestellten Streckenrekord von 51,434 sec. bei günstigen Bedingungen im Visier haben: Christian Merli, Werksfahrer bei Osella, startet auf seinem in dieser Saison äußerst erfolgreichen Osella FA 30, mit dem er bis heute bei 6 von 7 Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft 2016 in seiner Gruppe volle Punkte einfahren konnte und aktuell auf dem 2. Platz immer noch in Lauerstellung zum Titel steht. Sein großer Widersacher in Osnabrück dürfte der junge Schweizer Joel Volluz werden (ebenfalls Osella FA 30), der in 2015 einen glanzvollen Sieg in Osnabrück errang und dem die Strecke bestens vertraut ist. Und dann ist da noch sein Landsmann Eric Berguerand, Osnabrück-Gewinner 2014, der seinem nochmals optimierten Lola FA 99 Formel 3000 immer für eine Überraschung gut ist und somit mit zu den engsten Favoriten zählt. Weitere sechs Formel 3000-Piloten sorgen nicht nur für einen begeisternden Sound, sondern werden allesamt mit ihren rund 500 PS starken […]

Homburger Kultberg lockt die Fans

8. Juli 2016

Einmal im Jahr wird das westpfälzische Dörfchen Käshofen anders geweckt als sonst. Bereits morgens ab 8 Uhr dröhnen am 16. und 17. Juli die ersten Rennmotoren, wenn es zum 43. Mal heißt, das Homburger ADAC Bergrennen wird wieder ausgetragen. Was 1974 klein begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, mit nationaler und internationaler Beachtung gemausert. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der Automobilsport nicht nur Freunde hat. Dennoch scheute der Homburger Automobilclub den enormen Aufwand abermals nicht und wurde, wie in der Vergangenheit, dazu berufen Wertungsläufe zur Deutschen und Luxemburger Meisterschaft sowie zum KW Berg-Cup auszurichten. An der Käshofer Straße und bei Bergrennen im Allgemeinen, herrscht eine unglaubliche Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. Besucher dürfen im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus und im Vorstartbereich so nah an die Rennboliden, wie kaum wo anders. Und auch entlang der aufwendig abgesicherten Kultstrecke hinauf auf die Sickinger Höhe sind die Zuschauer mittendrin, statt nur dabei. 131 Fahrerinnen und Fahrer aus 6 Nationen stellen sich am dritten Juli-Wochenende dem Starter und den 14 Kurven – darunter mischen sich allein 13 Aktive aus den Reihen des Veranstalters Homburger Automobilclub. Die Piloten werden der Konkurrenz auch in diesem Jahr keine Hundertstelsekunde schenken und versuchen ihre persönliche Bestzeit oder gar den Streckenrekord zu unterbieten. Die kleine Formel 1 der Saarpfalz-Region Diesmal ist das Feld der PS-starken und pfeilschnellen Formel-Rennwagen so groß wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Monoposto im Outfit der Grand-Prix Wagen verströmen mit ihren V8-Triebwerken den Geruch und Sound der guten alten Formel 1. Diese Königsklasse der Berge wird auch auf der Käshofer Chaussee den Gesamtsieger unter sich ausmachen. Anwärter sind hier der junge Luxemburger David Hauser, im  620 PS starken Dallara GP2, der sich sicherlich auch den drei Jahre alten Streckenrekord (1:06, 914 min, Guy Demuth, Luxemburg) wieder zurückerobern möchte. Ebenfalls mit einem PS pro Kilogramm Fahrzeuggewicht kommen die drei 500 PS starken Formel 3000-Boliden daher. Zu den Top-Fahrern in der Schweizer Meisterschaft zählen Simon Hugentober (Reynard 97D Mugen) und Philippe Guélat (Lola T94/50 Cosworth) die erstmals in der Saarpfalz am Start sind sowie der Franzose Daniel Allais, der mit seinem bewährten Reynard 97D Judd bereits mehrfach auf dem Podium des Homburger Bergrennens stand. Über eine der besten Streckenkenntnisse und  längste Erfahrung auf der Käshofer Straße verfügt der vierfache Deutsche Meister und zweifache Gesamtsieger Uwe Lang in seinem Osella BMW-Sportwagen. Der Schweinfurter startet seit Mitte der 1980er Jahre regelmäßig in […]

Nennungsschluss in Homburg am 5. Juli – 24 Uhr

3. Juli 2016

Darauf haben viele Motorsport-Fans aus der Saar-Pfalz-Region und Interessierte aus ganz Deutschland und Luxemburg gewartet: Die Starterliste zum 43. Homburger ADAC Bergrennen am 16./17. Juli verspricht bereits vor dem offiziellen Nennungsschluss am Dienstag, den 5. Juli 2016 – 24 Uhr (Poststempel) einiges. Fünf Tage vor dem Anmeldschluss liegen dem Homburger Automobilclub bereits knapp unter 100 Nennungen vor. Der Veranstalter rechnet mit einem Teilnehmerfeld zwischen 140 und 150 Teilnehmern. Gerade bei den Formel-Fahrzeugen der Formel 3000, GP2 und Formel 3 bahnt sich ein hochklassiges Plateau an. Rennfahrzeuge von über 20 Marken und Teilnehmer aus 6 Nationen sind schon sicher. Ab Mitte der Kalenderwoche 27 wird dann die erste, noch vorläufige Starterliste auf der Webseite www.homburger-bergrennen.de erwartet.

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