Marcel Steiner Kolumne: Mein dritter Platz in Ecce Homo

11. Juni 2018

Nach fünf Jahren Pause vom tschechischen Berg EM-Lauf in Ecce Homo (CZ) konnte ich bei wechselhafter Witterung am 3. Juni 2018 den 6. Gesamtrang erkämpft  und mir den dritten Platz der eigenen Kategorie sicheren. Hie meine Erlebnisse, „geng wie geng“ im persönlichen Rennbericht. Wegen der Anreise von über 1.100 Kilometern machten wir uns bereits am Mittwoch nach Arbeitsschluss auf die Reise nach Tschechien. Zum ersten Mal seit geraumer Zeit fährt „Housi“ wieder mit, der schon früher meinen Vater auf die Rennstrecken begleitet hatte. Das freut mich sehr, denn nach den technischen Problemen in Eschdorf war ich mir nicht mehr sicher, ob ich in Ecce Homo überhaupt starten soll. Die zahlreichen Zusprüche und Begleitung meiner treuen Fans haben mich aber sehr motiviert, doch hinzufahren. Auf der Fahrt wechseln wir uns am Steuer ab. So erreichen wir am Donnerstag um 10 Uhr mit dem Teambus das Fahrerlager. Dort werden wir bereits vom Veranstalter erwartet und zu unserem Platz geleitet. Bei schon recht warmen Temperaturen richten wir unsere Basis für die nächsten Tage ein. Ansonsten verläuft dieser Tag noch locker und ich habe Zeit, mir die 7.8 Kilometer lange Strecke nochmals einzuprägen. Am Freitag stehen noch einige kleine Arbeiten am LobArt, eine weitere Streckenbesichtigung und die Wagenabnahme an. Samstagfrüh um halb sieben checke ich mein Handy und ein großer Schreck durchfährt meine Glieder. Ich sehe das Bild eines fürchterlichen Unfalls auf der Rennstrecke. Wie wir später erfahren werden, ist ein illegales „Rennauto“ bei einer unerlaubten Trainingsfahrt frontal mit dem privaten PKW einem Rennfahrer kollidiert. Der Fahrer des illegalen Fahrzeugs ist noch auf der Stelle verstorben. Wegen der Bergungsarbeiten verschiebt sich der Trainingsbeginn um eine Stunde auf 9 Uhr. Nach fünf Jahren Pause nehme ich endlich die Bergstrecke von Ecce Homo wieder unter die Räder! Es herrschen sommerliche Temperaturen und das 1. Training harzt: Das Set-Up des LobArt passt noch überhaupt nicht auf die zum Teil holprige Piste. Das Auto setzt zum Teil heftig auf. Ich realisiere eine Zeit von knapp unter drei Minuten; auf Christian Merli (Osella FA30) fehlen mir 13 Sekunden, auf Simone Faggioli (Norma-Zytek) und Milos Benes (Osella FA30) 8 Sekunden. Für den 2. Trainingslauf stellen wir die Federrate und Fahrzeughöhe des Rennwagens rigoros um. Das Fahrverhalten ist besser und ich finde mehr Vertrauen in Auto und Strecke. Ich steigere mich um 5.5 Sekunden auf 2.54.23, verkürze den Rückstand auf 12 Sekunden und fahre damit auf Platz fünf. Bei der Streckenbesichtigung am Sonntagmorgen […]

Tschechisches Jungtalent hoffnungsvoller EM-Aufsteiger

27. März 2017

Der erst 23-jährige Tscheche Petr Trnka, wird als amtierender Vize-Meister der Kategorie II des FiA Hillclimb Cup, ab der bald beginnenden Saison in die Berg-Europameisterschaft aufsteigen. Das Talent aus der mährischen Kleinstadt Sternberk, bekannt Masters-Austragungsort 2016 und EM-Lauf Gastgeber, wird einen Ligier JS53 Evo mit 2-Liter Honda-Motorisierung pilotieren. Außer den beiden „Ausreißern“ im EM-Kalender, den Rennen in Spanien und Portugal, plant Trnka an allen weiteren EBM-Veranstaltungen teil zu nehmen, also auch beim ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni 2017.