Stromer im Motorsport auf dem Vormarsch

3. August 2020

Motorsport macht Spaß, das können vor allem diejenigen bestätigen, die den Sport selbst ausüben. Ohne laute Motorgeräusche, quietschende Reifen und Menschengegröle können wir gar nicht von Motorsport sprechen. Allerdings scheint es, dass diese Art von Motorsport schon bald von einer anderen, neuen Form abgelöst wird – der Formel-E. Anstatt Benzingeruch stehen nun Volt an der Tagesordnung und der Motorensound wird von einem leisen Surren abgelöst. Aber was hat es eigentlich genau mit dieser neuen Sportart auf sich? Was ist die Formel-E? Bei der Formel-E handelt es sich im groben Sinne um eine Rennserie für Formelwagen, die über einen Elektromotor verfügen. Das Wort Formel stammt vom Formelsport, einer Kategorie des Motorsports, die die Leistungsfähigkeit der einzelnen Fahrzeuge mithilfe von technischen Regeln festlegt. Derzeit gibt es zwölf Formel-E-Teams die mit insgesamt 24 Fahrern in diversen Großstädten der Welt antreten. Anders als bei einer normalen Formel-1 finden die Rennen nicht auf herkömmlichen Strecken statt, sondern auf abgesteckten Routen, die sich mitten in der Großstadt befinden. Rennwagen mit Elektromotor Zwar sehen Rennwagen im E-Sport den herkömmlichen Flitzern sehr ähnlich, sind jedoch weitaus futuristischer designt. Auch der Sound, den die Fahrzeuge von sich geben, ist nicht mit lautem Motorgeheul vergleichbar. Ganz im Gegenteil: Der laute Motor wird hierbei durch ein elektronisches Surren ersetzt. Formel E-Rennwagen schaffen mittlerweile eine Leistung von bis zu 250 kW, das sind in etwa 335 PS. In nur 2,8 Sekunden beschleunigen sie von 0 auf 100 km/h. Anschließend sind Geschwindigkeiten von bis zu 280 km/h möglich. Ähnlich wie im normalen Straßenverkehr ist natürlich auch die Reichweite der Elektroautos im Rennsport ein großes Thema. Die Akkus halten mittlerweile deutlich länger als noch in den ersten Jahren der Formel-E. Während zu Beginn die Autos noch mitten im Rennen gewechselt werden mussten, ist heutzutage eine weitaus längere Renndistanz möglich. So sollte auch angemerkt werden, dass regelmäßig umfangreiche Tests durchgeführt werden, damit auch wirklich sichergestellt werden kann, dass alle Komponenten des E-Autos miteinander kompatibel sind. Auch beim anspruchsvollen Pikes Peak Bergrennen wurden diverse Tests auf die Anforderungen des Lebenszyklus durchgeführt, die sogar alle Erwartungen übertroffen. Formel-E birgt größere Risiken Allerdings ist nun besonders der sicherheitstechnische Aspekt ein vollkommen anderer und muss nach wie vor noch weiter ausgebaut werden. Neben den Risiken eines Unfalls bei einem Formel-1-Rennen birgt die Formel-E weitaus größere Gefahren. So ist nicht nur die Stromschlag-Gefahr nach einem Fahrzeugbrand weitaus höher, sondern auch die Selbstzündung des Fahrzeuges. Abgesehen davon können im schlimmsten Fall sogar Giftgase austreten, die […]

E-Berg Cup Routinier und Bergrennen-Urgestein Peter Schaar

26. August 2019

Seit 1970 ist Peter Schaar Mitglied im MSC Osnabrück, und fast genauso lange fährt er beim Bergrennen mit, ob im Fiat 124 Coupé, im Ferrari F40 Replica oder in den 1980er und 90er Jahren im Behnke-Condor-Sportwagen der Gruppe C (Foto Mitte) im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft. Seine Bestzeit von 1:01.68 am Uphöfener Berg war lange die Messlatte für seine Vereinskollegen. Stolz ist er außerdem auf seinen dritten Platz beim Flugplatzrennen in Diepholz mit einem BMW 2002. Der gelernte Kfz-Mechaniker hat all seine Autos selbst vorbereitet. Beruflich war er als Kraftfahrer in ganz Deutschland unterwegs. Kam er nachts nach Hause, machte er oft genug noch einen Abstecher in die Garage, um an seinem Rennwagen zu basteln. Inzwischen ist er längst Rentner, und schrauben muss er auch nicht mehr: Seit 2013 der E-Mobil-Berg-Cup ins Leben gerufen wurde, ist er mit einem Opel Ampera (Foto unten) der Stadtwerke Osnabrück dabei. „Das ist ein normales Straßenauto. Da muss ich nur laden, und dann steige ich ein. Wie ein Gentleman Driver.“ Mit dem Opel-Hybriden kam er unerwartet schnell zurecht: „Ich dachte zuerst, beim Fahren fehlt einem die Rückmeldung des Motors. Es ist aber sogar einfacher. Man muss nur Gas geben und bremsen, man braucht nicht zu überlegen, ob sich das Hochschalten vor einer Kurve noch lohnt.“ Der Motorensound fehlt ihm nicht? Augenzwinkernd sagt er: „Nein, dafür hört man ja jetzt in der Kurve die Reifen quietschen!“ Die Elektro- und Hybridautos messen sich nicht im Geschwindigkeitsrennen, sondern in einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Dabei muss jeder Fahrer in allen Läufen möglichst die gleiche Zeit erreichen. Am besten schneidet ab, wer in der Summe die geringsten Abweichungen von der Sollzeit aufweist. Auch diese Art des sportlichen Wettkampfs weckte bald Peter Schaars Ehrgeiz: „Komischerweise klappt das ganz gut. Wenn man die Strecke kennt und sich darauf eingeschossen hat, kann man auf die Zehntelsekunde genau fahren, das hat man ziemlich gut im Gefühl. Auf den letzten Metern kann man notfalls noch ein bisschen ausgleichen.“ Inzwischen hat er auch im Hybridauto etliche Erfolge erzielt. 2016 etwa holte er am Uphöfener Berg, damals noch ohne Sollzeit, den Gesamtsieg unter den Elektro- und Hybridfahrzeugen. „In den drei Läufen hatte ich eine Abweichung von insgesamt gerade mal 3 Zehntelsekunden.“ Er gewann außerdem die erste Auflage des Deutschen E-Berg-Cups, gewissermaßen die deutsche Meisterschaft für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Danach sicherte sich zweimal sein Osnabrücker Konkurrent Michael Starke, mit dem ihn eine freundschaftliche Rivalität verbindet, den Cup. In diesem […]

E-Mobil-Berg-Cup jetzt auch in Mickhausen

9. Februar 2019

Im Rahmen des 38. ADAC Bergrennen Mickhausen am 5./6. Oktober 2019 gibt es die Premiere des 1. E-Mobil-Berg-Cups, beim aktuell südlichsten Bergrennens Deutschlands. Für Fans des ADAC-Rennens eine ganz neue Form des Automobilsports . Bis zu 15 elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden zu diesem Ereignis in Mickhausen zum Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft für Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge erwartet. Für den 1. E-Mobil-Berg-Cup gilt natürlich eine sportrechtliche Ausschreibung. Die Vorgaben dabei sollen so einfach wie möglich gehalten werden, um auch „normalen“ Fahrern die Teilnahme zu ermöglichen. Zugelassen sind vierrädrige Automobile aller Fabrikate mit reinem Elektroantrieb oder Hybridantrieb und den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (StVO) entsprechen. Außerdem sind Automobile zur Teilnahme berechtigt, die mit einem Elektro- bzw. Hybridantrieb für den Rennsport konzipiert sind. Dabei geht die Sicherheit ganz klar vor. Darum wird es auch nicht darum gehen, welches Stromauto am schnellsten den Gipfelsturm hinter sich bringt, sondern darum, in jedem Wertungslauf die annähernd gleiche Zeit als Gleichmäßigkeitsprüfung zu fahren. Allerdings nicht im Schneckentempo, schließlich soll ja gezeigt werden, was die Stromer können. Neben den regelkonformen Fahrzeugen ist für Fahrer eine Sicherheitsausrüstung vorgeschrieben. Es ist immer der Sicherheitsgurt anzulegen, sowie ein Schutzhelm gemäß gültiger DMSB-Norm zu tragen. Auch ist allen Teilnehmern das Tragen von feuerfester Kleidung (inkl. Gesichtsschutz und Handschuhen) gemäß gültiger DMSB-Norm vorgeschrieben. In den Rennpausen ist es dann selbstverständlich im Fahrerlager möglich, die Fahrzeuge genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Lechwerke AG (LEW) wird zudem im Ausstellungsbereich über das Thema E-Mobility ausführlich informieren und gerne Fragen beantworten. Denn auch beim E-Mobil-Berg-Cup gilt wie für das gesamte Feld: Motorsport zum Anfassen. Sobald die Ausschreibung und Nennung möglich ist, wird auf der Homepage der Veranstaltung  www.bergrennen-mickhausen.com darüber informiert.

7.E-Mobil-Berg-Cup – Top Speed mit PS-starken Neuheiten

30. Januar 2019

Die Weiterentwicklung der Elektromobilität mit immer mehr neuen Modellen der namhaften Automobilhersteller wird sich auch im Starterfeld des 7. E-Mobil-Berg-Cups um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück widerspiegeln. Dabei gehen brandneue Fahrzeuge im Rahmen des 52. Osnabrücker ADAC Bergrennens an den Start, die nicht selten eine Leistung von deutlich über 500 PS aufweisen. Was die Besucher des Int. Osnabrücker Bergrennens bisher zum Teil nur erahnen konnten, wird in diesem Jahr im Vergleich durch die Zeitnahme ermittelt. Die Startgeraden und der mittlere Abschnitt der Strecke am „Uphöfener Berg“ sind prädestiniert, die Beschleunigungswerte der Elektroboliden zu messen und dabei einen unmittelbaren Vergleich mit den Rennfahrzeugen, angetrieben von Verbrennungsmotoren, anzustellen. Dabei darf man schon heute sehr gespannt, wie sich zum Beispiel ein Tesla Model S auf den ersten 400 m der Strecke gegenüber einem Formel 3000-Rennwagen oder den anderen schnellen Rennsportfahrzeugen schlagen wird. Um den Anreiz für die Teilnehmer zu erhöhen, gibt es für den besten Top Speed innerhalb der Elektro-Klassen erstmals eine Sonderwertung.