Gelungener Start in ein neues Zeitalter in Homburg

9. Juli 2018

Einen Weltstar des Motorsports aus nächster Nähe erleben, dass kann man bei einem Bergrennen höchst selten. Der Homburger Automobilclub mit seinem Homburger ADAC Bergrennen und dem prominenten Clubmitglied Timo Bernhard bildet da ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Bergrennsport. Für den aktuellen Weltmeister und zweimalige Gewinner der 24 Stunden von Le Mans ist es eine Freude und Selbstverständlichkeit bei seinem Heimatrennen das Zugpferd zu spielen, wenn es sein gut gefüllter Terminkalender erlaubt. Der Porsche-Werksfahrer und Teambesitzer nahm sich zwischen den Trainings- und Rennläufen ausgiebig Zeit für die Rennbesucher und man sah den Westpfälzer oft beim Autogrammeschreiben. Stets stand Timo bereit für ein gemeinsames Foto und hatte für jeden ein nettes Wort übrig. Die Rennsportfans strömten in diesem Jahr in Massen an die Käshofer Straße, zur ältesten Motorsportveranstaltung des Saarlandes. Dies lag wohl in erster Linie an der Rennteilnahme des WEC-Weltmeisters, aber auch am neuen Marketingkonzept des Homburger AC, welches vom Team 75 Bernhard begleitet wurde. Das hochsommerliche Wetter war eine Komponente für ein klasse Rennwochenende in der Saarpfalz. Motivierend war dies alles auch für das neue Organisationsteam mit seinem neuen Kopf Sascha Ressmann. Schon im Vorfeld hatte man einiges im Organisationsbereich geändert und modernisiert, jedoch moderat. Feuertaufe bestanden! Das war am Sonntagabend die Quintessenz aus einem Rennwochenende das in die Clubgeschichte eingehen wird. Sascha Ressmann kündigte bereits an, „viele Ideen und Gedanken liegen bereits in der Schublade. Unser Team wird sich bis zum Rennen 2019 weitere den Hintern aufreißen, Punkte überarbeiten und eingefahrene Abläufe überdenken und einfach mit der Zeit gehen.“ Zum erwarteten Fünfkampf um den Gesamtsieg, den die Starterliste versprach, kam es nach Absagen und frühen Ausfällen leider nicht. Zudem wurde der bis nach dem zweiten Rennlauf führende junge Schweizer Robin Faustini im Reynard Mugen V8 von den Sportkommissaren vorzeitig aus dem Rennen genommen, da sein Fahrzeug zwar dem Schweizer jedoch nicht dem nationalen DMSB-Reglement entsprach. Dies wurde erst bei einer technischen Nachkontrolle festgestellt. Der Aargauer war zwar lediglich als Gastfahrer angereist um seinen neuen Boliden und Rennbedingungen weiter zu entwickeln, seine aller ersten Gesamtsieg hätte Robin jedoch gerne mitgenommen. Für die Zukunft kann man nur auf das von der FiA angekündigte revolutionäre Performance-Reglement hoffen, das die europäische Bergrennszene vereinheitlichen soll. So kam der 34jährige Franzose Anthony Loeuilleux in seinem Tatuus Formula Master mit 2-Liter Honda-Triebwerk zu seinem ersten Gesamtsieg in Deutschland, nachdem er in den beiden Vorjahren am Karlsberg jeweils unglücklich ausgeschieden war. Mit den aktuell beiden besten Deutschen Bergrennfahrern […]

Mitte Juni brüllen die Motoren am Heiligenstädter Iberg

11. Mai 2018

„Der Berg ruft“, ein Film aus den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts zur Erstbesteigung des Matterhorns. Auch südlich der Stadt Heilbad Heiligenstadt ruft ein bewaldeter Höhenrücken aus knapp 470 Meter allen Motorsportbegeisterten zu. Dass auch in diesem Jahr ein Bergrennen am Heiligenstädter Iberg stattfindet, ist -obwohl schon eine Tradition der letzten Jahre- keine Selbstläufer. Die kräftezehrenden Wochen vorm Wettstreit um Meter und Sekunden hinterließen in den vergangen Jahren ihre Spuren. Hermann Ludolph ist nicht nur Vorsitzender des Motorsportsclubs Heilbad Heiligenstadt e. V., er war zugleich bis vergangenes Jahr Organisationsleiter des Ibergrennens. Beides gebündelt in einer Person und der Herausforderung allen Rennteams und den Zuschauern ein eindrucksvolles Wochenende im Eichsfeld zu bieten, war kaum noch zu stemmen. Hermann Ludolph stellte die Funktion des Organisationsleiters der bisher alljährlichen Rennveranstaltung im Sommer 2017 zur Verfügung. Manche nennen es „Krisensitzung“, wir vom MC Heilbad Heiligenstadt nannten es „Neuorientierung“. In einem waren sich Rennleitung und Vorstand bald einig – das Ibergrennen im Stadtwald darf nicht sterben. Noch am gleichen Abend im Juli wurde im Forsthaus Kellner ein neues Orga-Team unter der Leitung des Heiligenstädters Sascha Herz aus der Taufe gehoben. Eine Herausforderung, dass sich das junge vierköpfige Team nun stellen muss. Begleitet von der Rennleitung, dem Vorstand und vielen Mitgliedern des Heiligenstädter Motorsportsclubs bleiben sie auf diesem Weg nicht allein. Einem bekannten deutschen Soulsänger folgend: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.Die heiße Phase in Vorbereitung des Events am Berg läuft. „Klein Monaco“, wie die Rennveranstaltung in Motorsportkreisen mancherorts genannt wird, rüstet sich der Herausforderung. Der Vergleich mit dem Fürstentum an der Côte d’Azur ist ehrenwert, aber auch Ansporn diesen schmeichelnden Ruf nicht zu verspielen. Kommenden Monat ist es soweit. Am 16. und 17. Juni 2018 zieht Benzingeruch den Iberg hinauf. Bei einer Steigung bis zu 10 Prozent und einer Streckenlänge von 2050 Meter geht es durch die Kurven. 195 km/h bis zur ersten Kurve, die mancher Bolide nahe der 250 km/h steigert, faszinierten in den letzten Jahren tausende Zuschauer. Stellvertretend für die Fahrerinnen und Fahrer sei der Österreicher Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg genannt. Sein Porsche 911 GT2 R ziert das diesjährige Motiv zum 23. Ibergrennen. Mehrere hundert Pferdestärken zaubert sein 6 Zylinder Boxermotor auf die Straße und verhalf Pregartner im vergangen Jahr den Iberg in weniger als einer Minute hinaufzueilen. von Jörg Hübsch

Wagenpasstag vor Ort(h) in Wittlich

10. März 2018

Viele Aktive im Rallyesport sind bereits vor wenigen Tagen bei ersten Veranstaltungen in die neue Saison 2018 gestartete. Für die Protagonisten im Bergrennsport sind es zwar noch rund sieben Wochen bis zum Saisonstart am 28./29. April beim Bergpreis Schottenring, aber die Zeit „rennt“ wie man so schon sagt und so langsam sollten Fahrer, Fahrzeuge und Papiere fit sein, für das „Frühlingserwachen“ im Motorsport. Am Samstag, den 24. März 2018 findet in diesem Zusammenhang bei der Firma Reifen Orth, Röntgenstraße 6, 54516 Wittlich (40 km nordöstlich von Trier) wieder ein Wagenpass-, KFP- und Eintragungstag statt. Ebenfalls wird eine Radlastwaage vor Ort sein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Organisiert wird der „Wagenpasstag“ von Ralf und Patrick Orth, bekannt aus dem KW Berg-Cup. Das Vater-Sohn-Gespann bittet um eine frühestmögliche Anmeldung unter der Telefonnummer 0151 44532360 oder 06571 20437.

Online-Nennung kommt 2018 an den Berg

14. Februar 2018

Es ist ein Schritt in die Zukunft! Ab dem ersten Bergrennen der Saison 2018 soll es bei allen Läufen der Deutschen Bergmeisterschaft ein Online-Nennverfahren geben. Diese wurde im Rahmen der DMSB-Tagung der deutschen Bergveranstalter beschlossen. Das entsprechende Software-System von TW-Sportsoft aus Rückersdorf bei Nürnberg wurde dabei vorgestellt, für gut befunden und wird von allen DM-Veranstaltern in diesem Jahr eingesetzt. Für die Fahrerinnen und Fahrer aller Gruppen und Klassen wird es für die Einreichung ihrer Nennung jeweils eine entsprechende Verlinkung auf den Webseiten der Veranstalter geben oder die Nennung kann über die Webseite www.tw-sportsoft.de abgegeben werden. Ist man dann erst einmal registriert, ist eine Schnell-Nennung möglich, das heißt alle bereits einmal verwendete Daten zu Fahrer und Fahrzeug sind sofort wiederverwendbar. Zusätzlich können optional Bilddateien als Porträt und eine Fahrzeugaufnahme mit hochgeladen werden. Wie auch im bisherigen Nennverfahren in Papierform gibt es Felder zum eintragen des Bewerbers, Sponsors, von Gruppen, Klassen und von Fahrer- und Fahrzeugdaten, jedoch mit automatischer Pflichtfeldprüfung. So können keine Daten verloren gehen oder müssen vom Veranstalter nachgefordert werden. Das Nennen bei einer Bergrenn-Veranstaltung wird für die Aktiven in Zukunft einfacher! Aber auch die Organisatoren profitieren von diesem System. Das Software-System von TW-SportSoft mit den Modulen Organisation, Online-Nennung und Auswertung wird dabei zeit- und kostensparend unterstützen und das Image der Bergmeisterschaft und den einzelnen Veranstaltungen steigern. Es wird von einer Entlastung der Rennleitung im Rennbüro ausgegangen, denn das zeitintensive sichten und eingeben der Nennformulare entfällt. Ein entziffern von Hieroglyphen braucht es auch nicht mehr. Weiter bietet das Tool die Verwaltung des Nenngelds, die Versendung von Nennungsbestätigungen und auch der Export von Teilnehmerlisten für den DMSB, das Rennprogramm, die Zeitnahme und dergleichen. Wichtig für die Veranstalter ist zudem das Thema Cyber-Sicherheit. Hier punktet das neue Online-Nenntool mit einem getrennten Backup-System in einem zweiten Rechenzentrum. Eine automatische Synchronisierung der Datenbanken erfolgt alle 45 Minuten, sodass bei einem Ausfall des Hauptsystems direkt auf ein Nebensystem gewechselt werden kann. Eine Bearbeitung der Nenneingänge ist standortunabhängig und auch mobil kann auf das System zugegriffen werden. Das preisgünstige Tool wird bereits seit geraumer Zeit im Rallyesport genutzt. Ein erster Test am Berg beim Saisonfinale 2017 in Mickhausen verlief erfolgreich. Aktuell verwendet der KW Berg-Cup die Software von Timo Weigert erstmals für seine Jahreseinschreibung 2018. Der aktuelle Stand der eingegangen Nennungen, inklusive Statistik ist übrigens über den Link https://www.tw-sportsoft.de/KW_Berg_Cup_NSU_Bergpokal_Einschreibung_2018/ für jedermann einsehbar. Hier vermittelt sich ein erster Eindruck für Aktive, Veranstalter und Fans über das neue Instrument […]

Termindilemma der Berg DM 2018

12. September 2017

Am vergangenen Sonntagmorgen, während das Bergrennen Unterfranken auf vollen Touren lief, trafen sich einige Vertreter der Veranstaltervereine die 2018 einen Lauf zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft ausrichten wollen, zu einem Meeting im Feuerwehrgerätehaus von Eichenbühl. Die Veranstalter konferierten hauptsächlich über ihre Renntermine 2018, die aktuell noch einen vorläufigen Charakter haben. Heraus kam dabei eine massive Ballung der Bergrennen im Monat Juli bis Anfang August, was sicherlich nicht im Sinne der Aktiven, Zuschauern und Medienvertretern sein dürfte. Für eine Überraschung sorgte der MSC Rhön mit der Anmeldung seines ADAC Hauentein-Bergrennens auf den 21./22. Juli. Eine Woche später, also auf dem üblichen Termin 28./29. Juli wird das ADAC Glasbachrennen, aus Lauf zur Berg-Europameisterschaft, zurückkehren. Erneut ein Wochenende darauf folgt das 51. Osnabrücker ADAC Bergrennen, das wie das Glasbachrennen als FiA-Lauf kaum Möglichkeiten hat, Flexibilität in der Terminauswahl an den Tag zu legen. Nicht zu vergessen der Homburger Automobilclub, mit seinem Bergrennen hat er natürlich die Absicht auf seinem Mitte-Juli-Termin (14./15. Juli) zu verbleiben. Somit ergäbe sich die wohl einmalige Konstellation, vier Bergrennen an vier aufeinander folgenden Wochenenden ablaufen zu lassen – ein absolutes Unding! Selbst drei Rennveranstaltungen in Folge sind eine Tortur. Nach einer kurzen internen Beratung haben sich die Homburger nun dazu durchgerungen ihr 45. Homburger ADAC Bergrennen auf den 07./08. Juli beim DMSB anzumelden, mit dem 14./15. Juli in der Hinterhand als Ersatztermin. Das wirft jedoch weitere Probleme auf, denn am 07./08. Juli wird wohl auch das Bergrennen St. Anton in Österreich stattfinden, das die letzten Jahre fest im Kalender des KW Berg-Cup verankert war. Zudem müssen die Homburger auch die Termine der Luxemburger Bergmeisterschaft im Auge behalten, denn in der Zeit Ende Juni bis Anfang Juli gastieren die Luxemburger Bergspezialisten auch beim Bergrennen La Broque im nahen Elsass, dessen nächstjähriger Termin BiD zur Zeit noch nicht bekannt ist. Als Gründe für den plötzlichen Sprung in den Juli geben die Mannen vom MSC Rhön, Fristen und Zeitpunkt der Mäharbeiten der Wiesen, entlang der Rennstrecke „Rhönhofstraße“ an. Zudem kollidiert der übliche Termin über das dritte Augustwochenende mit der ADAC Rallye Deutschland (wie im Jahr 2016), wo das komplette Safety-Car-Team der Funkrettungswacht Motorsport, um Roman Häseler, im Einsatz sein soll. Verständlich ist in diesem Dilemma auch der Wunsch der Rhöner wieder auf den traditionellen Ende-Juli-Termin zurückkehren zu wollen, der nach dem Aufstieg des Glasbachrennens zum EM-Lauf vergeben war. Die „Flucht nach vorne“ angetreten hat der MC Heilbad Heiligenstadt. Die Truppe um den neuen […]

Wachablösung mit Meisterkrönung in Unterfranken

11. September 2017

Mit dem 50. Jubiläums-Bergrennen Unterfranken schließt sich der Kreis beim GAMSC Würzburg. Seit 1966 hatte der Deutsch-Amerikanische Motorsport Club alljährlich das Bergrennen in Eichenbühl bei Miltenberg veranstaltet. Nur im Jahr 1978 war die Strecke hinauf nach Umpfenbach nach einem Unwetter nicht befahrbar und das Rennen musste abgesagt werden. Fünf Jahre später übernahm Peter Thumbeck als bislang dritter Rennleiter das Regiment. Seit 2008 zusätzlich auch aus GAMSC-Präsident, führte der Nürnberger den Club und das Rennen in seiner konsequenten Art und Weise zu vielen Erfolgen. Jetzt soll also Schluss sein für die GAMSC´ler und mit dem Bergrennen vom vergangenen zweiten September-Wochenende ging eine Ära wie am Schnürchen zu Ende. Das Feuer der Begeisterung wird in den nächsten Wochen und Monaten an den vor gut einem Jahr neu gegründeten MSC Erftal übergeben. Noch gilt es einige letzte Hürden, wie die Übergabe des gesamten Aufbaumaterials aus dem Weg zu räumen, doch ab 2018 soll und wird MSC-Präsiden Steffen Hofer und die schon über 150 Mitglieder des MSC Erftal die Fäden der Organisation vollends in die Hände nehmen. Zahlreiche GAMSC´ler wollen ihren Nachfolgeclub dabei tatkräftig unterstützen und so dafür sorgen, dass ihr „Lebenswerk“ weiter besteht. Bodenständig wurde das 50er Jubiläum gefeiert und Zuschauer wie auch die Aktiven eine nahezu perfekte Rennveranstaltung geboten. Am Samstagabend präsentierten MSC-Pilot Nils Abb zusammen mit der örtlichen Feuerwehr eine stimmungsvolle Foto und  Video-Show aus den letzten Jahrzehnten im randvoll besetzten Festzelt. Die 51. Rennveranstaltung auf der Kreisstraße St 507 wird dann am 08. und 09. September 2018 unter dem neuen Namen „Bergrennen Eichenbühl“ laufen. Der Trainingstag begann ungemütlich bei herbstlich, kühlem Nieselregen. Ab dem Mittag trocknete es jedoch ab und der Renntag am Sonntag verlief sonnig aufgelockert und trocken. Packendem Bergrennsport stand somit nichts im Wege. Die Frage nach dem Gesamtsieger 2017 war wie erwartet schnell zu Gunsten von Uwe Lang geklärt. Der Mann vom MSC Sennfeld fuhr mit seinem Osella BMW vorne weg und siegte klar vor Frank Debruyne im AST-Dallara F303. Rang drei hatte der Vorarlberger Peter Amann in seinem ex-Merli Osella PA 2000 Honda im Visier. Der Kaffee-Importeur rangierte nach Lauf 1 an der Spitze der 2-Liter Klasse und zugleich auf Gesamtrang drei, bevor anschließen 200 Meter vor dem Ziel, wegen einer Kleinigkeit das technische Aus kam. Seine Position übernahm Thomas Conrad, dessen Renault-Motor im CRS-Eigenbau-Sportwagen nach Motorschaden nun wieder lief. Der Schwabe kappelte sich lange mit dem Badener Dino Gebhard (Osella BMW), mit dem besseren Ende […]

Björn Wiebe streckt Hand auch nach DM-Titel aus

5. September 2017

Unsere keine Serie zum aktuellen Stand in den DMSB Berg-Prädikaten wollen wir mit der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft abschließen. Vor den beiden letzten Bergrennen in Unterfranken und Mickhausen vermochten sich Tourenwagenpilot Björn Wiebe und Formelfahrer Frank Debruyne vom übrigen Feld abzusetzen. Wiebe liegt derzeit mit 164,8 Punkten an der Tabellenspitze, vor Debruyne mit 151,6 Zählern. Zum jetzigen Zeitpunkt streichen beide, mit 21 beziehungsweise 19,8 Punkten, nahezu das Gleiche. Nach verschiedenen Rechenexempeln ist klar, dass Björn Wiebe beim Bergrennen Unterfranken den nationalen Meistertitel noch nicht unter Dach und Fach bringen kann, auch nicht im Falle eines Ausfalls von Frank Debruyne, denn dann würde das Unterfranken-Rennen zum Streicher und die 19,8 Punkte vom Iberg müssten wieder mit eingerechnet werden. Auf jeden Fall täte ein Klassensieg am Umpfenbacher Berg und somit rund 23 Punkte mehr auf dem Konto, dem Badener Formel 3-Pilot vom CR Racingteam richtig gut. Dem im Wege steht jedoch Peter Behnke, der mit seinem Tatuus Formula Master auf dieser ultraschnellen Strecke in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm leicht favorisiert ist, aber auch schon so manchen technischen Ausfall mit diesem Fahrzeug hinnehmen musste. Gänzlich unkompliziert ist die Situation im Augenblick für Björn Wiebe aber auch nicht. Beim KW Berg-Cup Lauf im schweizerischen Oberhallau demolierte der Hunsrücker seinen Renault Laguna BTCC, bei einem Ausritt. Die Frontpartie wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Wiebes einige Werkstattstunden in die Reparatur des letztjährigen Meisterfahrzeugs unter André Wiebe investieren mussten. An Ersatzteilen und gleichwertigem Fahrzeugersatz mangelt es beim Familienteam nicht, falls in der Vorbereitung des blauen Laguna etwas schief gehen sollte. Eine gewisse Unsicherheit, ob denn auch alles wieder einwandfrei funktioniert, muss Björn Wiebe aber schon aushalten, was für eine gewisse Extraspannung sorgt. Geht alles seinen gewohnten Gang, sollte sich Björn Wiebe in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber auch hier gilt, abgerechnet wird zum Schluss! Eher theoretischer Natur sind die Titelchancen für VW-Pilot Hans-Peter Eller, mit aktuell 139,8 Punkten auf dem Konto und für ex-Europameister Roland Wanek, der mit seinem Mitsubishi Lancer bislang 133,3 Punkte sammelte. Außen vor, sind sicherlich Georg Lang (Formel Renault), der mit 124,2 Punkten auf Rang fünf liegt, gefolgt von Berg-Cup Urgestein Franz Weissdorn im VW Polo mit 120,4 Punkten. Nach seinen zwei Ausfällen infolge eines Getriebeschadens vom Glasbach und Osnabrück, ist der Homburger Kai Neu im Ford Fokus ST aus der Gruppe F bis 2 Liter, aus dem Titelrennen definitiv ausgeschieden.

Zweikampf um den DMSB Team-Cup Titel

2. September 2017

Vor den beiden Abschlussrennen der Bergsaison 2017, wollen wir kurz auf die aktuelle Situation im DMSB Berg-Team-Cup eingehen. Nur fünf Mannschaften, bestehend aus jeweils vier Teammitgliedern hatten sich vor dem Saisonstart gefunden und fristgerecht beim DMSB in Frankfurt eingeschrieben, was zur Durchführung dieser Meisterschaft gerade so reichte. Mindestens drei Teammitglieder müssen bei einem jedem Berg DM-Lauf antreten um Punkte zu erhalten. Bei vier gestarteten Piloten, werden die Punkte (nach dem Schlüssel der Deutschen Bergmeisterschaft) der drei besten Fahrer dem Team gutgeschrieben. Bei den neun Bergrennen des Jahres gilt ein Streichresultat. Dies sind die Eckpunkte dieser noch jungen Cup-Wertung. In der Zwischentabelle nach sieben Veranstaltungen, rangiert das Team „Powered by Wiebe“ weiter auf dem Platz an der Sonne. Mit 359,2 Punkten liegen Björn Wiebe, Markus Goldbach, Kai Neu und Thomas Conrad aber fast gleichauf mit den „Bergfreunden“. Knappe 10,6 Punkte Rückstand, sind für Alexander Bärtl, Stefan Faulhaber, Michael Rauch und Alexander Wolk eigentlich nur ein Pappenstiel, zumal die vier ex-Slalom-Freunde beim Osnabrücker Bergrennen stattliche 19,8 Zähler aufholten und vor den Bergrennen Unterfranken und Mickhausen nun wieder in Schlagdistanz sind. Bereits ohne Titelchancen, aber wacker schlägt sich die Truppe des MSC Erftal. Vor ihrem Heimspiel in Eichenbühl sammelten Nils Abb, Holger Hovemann, Dominik Schlott und Stefan Winkler 191,5 Punkte – diese sind aber real nach der „Nullnummer“ von Eschdorf. Nach dem die „Meisterjäger“, in der Besetzung Armin Ebenhöh, Silvia Ebenhöh, Frank Duscher und André Stelberg in den Vorjahren immer ganz oben vertreten waren, läuft es in diesem Jahr nicht rund. Mit technischen Ausfällen und Ausrutschern ging die Truppe bereits drei Mal punktemäßig leer aus. Irgendwie fast nie komplett, aber wenn glücklos, steht die Mannschaft des MSC Osnabrück, mit Markus Hülsmann, Frank Lohmann, Mario Ruwe und Tobias Stegmann derzeit ohne Punkte da. Hoffen wir dass der Riege aus dem Norden Deutschlands wenigstens noch der „Ehrentreffer“ gelingt. Wer schlussendlich am ersten Oktobersonntag den Sieg im DMSB Berg-Team-Cup 2017 davonträgt ist offen und es wird auf jeden Fall bis zum letzten Wertungslauf spannend bleiben. Eine Hochrechnung ist anhand der vielen Parameter im Punktevergabesystem der Deutschen Bergmeisterschaft, dass noch bei vier Fahrern pro Team, ein Lotteriespiel. Die Wiebe-Truppe ist zwar leicht favorisiert, darf sich aber keinen Schnitzer leisten, denn ob Thomas Conrad nach seinem zweiten Motorschaden dieses Jahr noch einmal auftauchen wird ist fraglich. Ähnlich ist die Situation bei „Die Bergfreunde“. Seit drei Rennen fehlt Alexander Bärtl im Aufgebot. Steht auch der Nordbadener seinem Team heuer […]

Uwe Lang steht vor der Titelverteidigung

31. August 2017

In gut einer Woche steht der Deutschen „Berggemeinde“ wieder Großes bevor. Beim 50. AvD Bergrennen Unterfranken wird nicht nur das eindrucksvolle Jubiläum gefeiert, sondern auch der spannende Endspurt in Sachen DMSB Berg-Prädikate eingeläutet. Zum zweiten Mal in der Geschichte wird der Titelgewinner des DMSB Berg-Cup für Sportwagen gesucht und zum zweiten Mal  könnte der Champion Uwe Lang heißen. Über den nahezu kompletten Saisonverlauf belauerten sich die beiden früheren Deutschen Bergmeister Uwe Lang im Dreiliter Osella BMW und Frank Debruyne im Dallara Formel 3 an der Tabellenspitze. Die Verfolgerrolle übernahm mit Ehrgeiz Georg Lang, der Junior aus dem Hause Lang Motorsport im Tatuus Formel Renault. Eine markellose Bilanz kann bis zu jetzigen Zeitpunkt der Schweinfurter Osella-Pilot vorweisen. Außer beim Saisonstart in Eschdorf, wo er seinen weißen Sportwagen an den Luxemburger Frank Maas vermietet hatte und die Veranstaltung aus Streichresltat in Kauf nahm, sackte Uwe Lang anschließend die maximal mögliche Punktzahl von je 20 ein. Jeweils drei Zusatzpunkte für die schnellste Laufzeit am Renntag wurden dazu gutgeschrieben, sodass Lang Senior im Augenblick 138 Zähler auf seinem Konto vorweisen kann. Frank Debruyne im AST-Dallara F303 Opel gab alles um den Titelkampf so lange wie möglich spannend zu halten, doch beim Ibergrennen Ende Juni war auch er Machtlos. Als einziger der Spitzenleute kam der Badener in den Regen und verlor viele wertvolle Zähler mit Rang vier. Rechnet man dieses Resultat als Streicher ab, kommt der Mann vom CR-Racingteam auf 108 Zähler. Echte 20 Zähler zurück rangiert Georg Lang auf Position drei. Aussichtslos liegen derweil E2-SH Vertreter Holger Hovemann auf der Vier, vor Sportwagen-Pilot Dino Gebhard und Debruynes Formel 3-Kumpel Sascha Herz zurück. Vor den beiden Abschlussrennen in Eichenbühl und Mickhausen ergibt sich folgendes Szenario: Uwe Lang kann bereits am zweiten Septemberwochenende den Sack zumachen und seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Dem Industriemeister bei SACHS genügt ein zweiter Platz in der Rennwagen-Division und er kann sich in Mickhausen sogar eine Nullnummer leisten. Frank Debruyne könnte dennoch bei beiden Rennen die Divisionswertung für sich entscheiden und würde am Ende einen Punkt hinter Lang liegen. Einen Doppelsieg für die Langs ist zwar noch nicht ausgeschlossen, doch da müsse Georg Lang schon auf ein Missgeschick von Debruyne hoffen. Aller Voraussicht nach werden sich die aktuellen Meisterschaftspositionen auf dem DMSB Berg-Cup-Podium nicht mehr ändern.

Björn Wiebe auf Titelkurs im DMSB Berg-Cup

26. August 2017

Die Bergrennsaison 2017 neigt sich schon wieder, langsam aber sicher, dem Ende zu. Nur noch zwei Wertungsläufe, nämlich das Bergrennen Unterfranken in zwei Wochen und das Bergrennen Mickhausen am September-Oktober Übergangswochenende,  stehen uns noch bevor. In den vier DMSB-Bergprädikaten, sprich Meisterschaften, hat sich im Saisonverlauf bereits die Spreu vom Weizen getrennt und nur noch wenige Piloten kommen für den jeweiligen Titel und die Podiumsplätze in Frage. In einer kleinen Serie wollen wir zuerst die aktuelle Situation im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen beleuchten. Punkte gibt es hier nach dem alten Bergmeisterschafts-Schema, also in der Gesamtwertung der Divison und nicht für Siege in den jeweiligen Hubraumklassen. Drei Zusatzpunkte erhält der Fahrer, der den schnellsten Wertungslauf zustande bringt. Ein Streichresultat wird pro Fahrer aus der Punktetabelle herausgenommen. Die weitaus besten Aussichten auf den Titel des Meisters im DMSB Automobil-Berg-Cup für Tourenwagen besitzt Björn Wiebe. Mit seinem Renault Laguna sammelte der Hunsrücker  bislang 131 Punkte. Da die Wiebe-Truppe Ende April beim Saisonauftakt in Schotten noch nicht antreten konnte, ist das Streichresultat bereits inbegriffen. Läuft alles in gewohnten Bahnen weiter, ist dem jungen Familienvater der Titel kaum mehr zu nehmen, denn Norbert Handa der im Lancia Delta HF Integrale 14 Punkte zurück rangiert, müsste schon auf einen Patzer oder Ausfall des älteren Wiebe-Bruders hoffen. Beide Kontrahenten sicherten sich bislang je drei Mal die Maximalpunktzahl 23. Die Titelentscheidung in diesem Zweikampf wird aller Voraussicht erst am Final-Wochenende von Mickhausen fallen. Falls jedoch Norbert Handa in Eichenbühl das Ziel nicht sehen sollte, würde Björn Wiebe ein 5. Platz in der Tourenwagen-Division zum Titel reichen. Mit aktuell 92 Zählern (bereinigt  85) ist der dritte Platz für Hans-Peter Eller im VW Golf 16V derzeit komfortabel. Die Opel-Kadett-Treter Dirk Preißer (62) und Michael Rauch (bereinigt 61), können unter normalen Umständen den Allgäuer nicht mehr vom Podium verdrängen. Auf Rang sechs liegt im Moment Patrick Orth (BMW 320), vor Günter Göser und Stefan Faulhaber (beide Opel Kadett C).

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