Kevin Ferner von der FIA zum Observer der Berg-Europameisterschaft berufen

6. März 2019

Der Thüringer Kevin Ferner wurde, im Rahmen der Hill Climb Kommissionssitzung am 06. Februar in Paris, offiziell zum FIA Observer für die Berg Europameisterschaft berufen. Für den Heiligenstädter eine große und sehr positive Überraschung, denn damit hatte er nicht gerechnet. Kevin Ferner, der seit über 15 Jahren an den deutschen Bergrennstrecken als Rennleiter, Aktiver  und auch Insider unterwegs ist, schafft damit den Sprung in die internationale Bergrennszene. Neben seinem Heimrennen, dem ADAC-Ibergrennen, leitete er bereits das Glasbachrennen, das Bergrennen Osnabrück, das Rennsteig-Bergrennen, das Bergrennen Mickhausen und in diesem Jahr erstmalig den Bergpreis am Schottenring. Auch beim Kyffhäuser Bergrennen war er seiner Zeit in der Rennleitung tätig. Aber auch abseits der Bergrennen ist Kevin Ferner nicht müde. Neben seiner Aufgabe als Referent für die DMSB-Academy zur Aus- und Weiterbildung der Leiter der Streckensicherung und der Rennleiter für die Disziplin Bergrennen, wurde Ferner im Jahr 2014 vom DMSB in den Kreis der Streckenabnahmekommissare für Bergrennstrecken berufen. Seine umfangreichen Aktivitäten blieben der Weltmotorsporthoheit, der FIA, in Paris und Genf nicht verborgen und brachten ihm nun die Goldene FIA Lizenz ein. Was allerdings nicht heißt, dass er damit seinen Lebensunterhalt bestreitet. Diesen verdient Kevin Ferner als Projektmanager für internationale Projekte bei einem der weltweit führenden Wechselrichterhersteller in Kassel. „Der Motorsportclub Heilbad Heiligenstadt e.V. im ADAC ist stolz ein so aktives und emsiges Mitglied in seinen Reihen zu haben. Er verdient unseren größten Respekt und wir wünschen ihm für seine neue Aufgabe alles Gute “, so der Vereinsvorsitzende Hermann Ludolph. Text: MC Heilbad Heiligenstadt

Novum eines DMSB-Lizenzlehrgangs Bergrennen bis Rennsportfahrzeuge

20. Februar 2019

Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) bietet zum Start in die neue Saison, zum ersten Mal einen Lizenzlehrgang für die Internationale DMSB-Lizenz Stufe D für Bergrennen an. Besagte Lizenz ist Grundvoraussetzung für Neueinsteiger die in der Bergmeisterschaft mit einem Rennsport-Fahrzeug (Formel E2-SS, Sportwagen E2-SC, Silhouette E2-SH) an den Start gehen möchten. Die Stufe „Int. D“ berechtigt das Führen von Rennsportfahrzeugen bis 2000 ccm Hubraum (z.B. bis Formel 3). Für die Teilnahme, beispielsweise am KW Berg-Cup National oder am NSU-Bergpokal, ist der Besitz einer gültigen Fahrerlizenz des DMSB oder eines anderen der FIA angeschlossenen nationalen Verbandes mindestens der Stufe National A ebenfalls erforderlich, das Mitmachen in der Internationalen Serie KW Berg-Cup setzt jedoch eine Internationale Lizenz der Stufe D oder höher voraus. Diesem Umstand geschuldet wird vom DMSB-Fachausschuss Bergrennen erstmals ein Lehrgang organisiert. Dieser findet am Freitag, den 26. April 2019 im Vorfeld des Auftaktes der Berg-Saison bei Bergpreis Schottenring statt. Diese Idee wird nun umgesetzt um den teilweise schweren Hürden für alle Berg-Neueinsteiger zu begegnen. Angesprochen sind Leute die sich zuvor noch nicht in einer anderen lizenzierten Motorsport-Spielart bewährt haben. In den Schulungsräumen des MSC Schotten bilden Lehrgangsleiter Kevin Ferner (zugleich Rennleiter am Schottenring) sowie die Referenten Christoph Schackmann und Rüdiger Kleinschmidt die Teilnehmer zunächst in der Theorie aus, bevor zum Abschluss eine 30-minütige schriftliche Prüfung abgelegt wird. Wer nach bestandener Prüfung das Erlernte sofort in die Praxis umsetzen möchte, sprich an der Rennveranstaltung teilnehmen möchte, kann dies gleich im Rahmen des „16. ADAC Bergpreis Schottenring“ am 27./28. April tun. In diesem Fall, leider nur Tourenwagen und E2-SH-Gruppen. Das geht allerdings nur dann, wenn der Betreffende seinen Lizenzantrag mit allem was dazu gehört im Vorfeld rechtzeitig an den DMSB gesendet hat. Interessenten an dieser tollen Möglichkeit können sich jederzeit gerne an den zuständigen DMSB-Koordinator Alexander Geier, der selbst bereits sporadisch bei Bergrennen teilgenommen hat, wenden (E-Mail ageier@dmsb.de oder Telefon 069 633 007 17) und für den Lehrgang anmelden. Zugelassen sind nur deutsche Teilnehmer bzw. Teilnehmer mit einem Wohnsitz in Deutschland. Wichtig: Teilnahmevoraussetzung für den Lizenzlehrgang ist der Nachweis eines mindestens eintägigen Fahrerlehrgangs oder Fahrsicherheitstrainings, der zu Beginn der Schulung vorgelegt werden muss. Anmeldeschluss für den DMSB-Lizenzlehrgang für eine Internationale Lizenz Stufe D für Bergrennen ist der 19. April 2019. Teilnehmer können sich ab sofort und mit der Anmeldung bis 1. April zum Frühbucherpreis von 150,– Euro (inkl. MwSt.) anmelden, danach ist der Standardpreis von 180,– Euro fällig. Download: Lizenzlehrgang Int. D Berg […]

Stand der Dinge bei den DMSB-Berg-Prädikaten 2019

3. Dezember 2018

Die Bergrenn-Saison 2018 war geprägt von besten Wetterbedingungen. Regentropfen störten nur ganz, ganz selten die Veranstaltungen der Deutschen Bergmeisterschaft 2018. Die DBM-Veranstalter haben in diesem Jahr erstmals ein Online-Nennsystem von TW-Sportsoft verwendet und waren alle damit zufrieden. Laut DMSB-Fachausschuss Berg möchten alle Renn-Organisatoren dieses Online-Tool auch in der kommenden Saison 2019 verwenden. Von Seiten des DMSB ist geplant, den Veranstaltern in Zukunft ebenfalls ein Online Nenn- und Verwaltungssystem anzubieten. In der Pipeline sind auch neue Logos für die DMSB-Berg-Prädikate, die zur Saison 2019 eingeführt werden sollen. Wie der FA Bergrennen in einem Kommunikee feststellte, hat Sascha Ressmann der neu eingesetzte Organisationsleiter beim Homburger Bergrennen seine Aufgaben sehr gut bewältigt und auch das Bergrennen Eichenbühl, als gelungene Debütveranstaltung des MSC Erftal bezeichnet. Lob gab es auch für die Organisatoren des Osnabrücker Bergrennens, die die Kritik aus dem Vorjahr angenommen hatten und eine ebenfalls glänzende Veranstaltung auf sportlich hohem Niveau ablieferten. Die DMSB-Berg-Prädikatesbestimmungen für 2019 wurden in geringem Umfang überarbeitet. Insbesondere wurde drauf geachtet, das Reglement zu vereinfachen und zu verschlanken. So wurden die Gruppe GT und jeweils die Hubraumklassen bis einschließlich 1600 ccm der Sportwagen- und Formelfahrzeuggruppen für die Punktvergabe in der Berg DM und im DMSB Berg-Cup gestrichen. Diese waren in den letzten Jahren eh verwaist. Diese Fahrzeuge sind aber weiter teilnahmeberechtigt, werden dann aber hochgestuft. Nachdem der DMSB Berg-Team-Cup in dieser Saison mangels Einschreibungen nicht durchgeführt werden konnte und auch im Vorjahr gerade so mit fünf Teams zustande kam, sieht es wohl um eine erneute Ausschreibung für 2019 düster aus. Die FA Bergrennen hat der DMSB-Geschäftsstelle geraten, das Team-Prädikat vorerst nicht mehr auszuschreiben. Apropos Gruppen und Klassen. Das Thema Performance-Klassen steht bei der FIA weiterhin auf der Agenda und befindet sich offensichtlich in den finalen Zügen. Aktuell sind fünf Klassen für die Fahrzeuge der EM-Division 1 vorgesehen sowie eine dazugehörige App zur Fahrzeugklassifizierung. Die Einführung in der Berg-Europameisterschaft soll spätestens in der Saison 2020 erfolgen. Auch der FA Bergrennen ist an einer Einführung der Performance-Klassen in Deutschland interessiert und wird die Entwicklungen verfolgen und gegebenenfalls nach einer ausreichenden Übergangszeit zur Anwendung bringen. Für das kommende Jahr planen die Organisatoren des AVON  GLPberg Cup ein engeres Zusammenrücken mit der Deutschen Bergmeisterschaft. Hierzu gab es bereits ein Meeting des Serienausschreibers mit dem DMSB. Die Verantwortlichen des AVON GLPberg Cups, darunter auch der ehemalige Wolsfeld-Rennleiter Günter Hoor, streben aktuell eine DMSB Serien-Genehmigung (Status National A) an, womit alle für den Bergrennsport zutreffenden […]

Vorstellung Deutsches Masters-Team 2018

30. September 2018

Armin Ebenhöh: Der zweifache Deutsche Bergmeister nimmt erstmals am FiA Hillclimb Masters teil und pilotierte seinen VW Scirocco 16V mit dem 1400 ccm Motor von Minichberger in der Kategorie E1. Der Niederbayer ist seit 2004 im Bergrennsport aktiv und ist als Geschäftsführer des Skoda Autohaus Weissdorn in Aufhausen bei Regensburg tätig. Der zweifache Sieger der Division I des KW Berg-Cup wurde als einer von vier Fahrern in die deutsche Mannschaft berufen, die um den Nations Cup konkurriert. Hans-Peter Eller: Ebenfalls vor seiner Premiere beim FiA Hillclimb Masters steht der Allgäuer „Hansi“ Eller. Mit dem immer noch in der Entwicklung steckenden VW Corrado 16V aus der 2 Liter-Klasse der Gruppe E1, konnte der Mitarbeiter bei Tuner Minichberger bereits auf Anhieb beste Platzierungen im KW Berg-Cup einfahren. Der Familienvater geht ebenfalls im Nations Cup an den Start. Markus Fink: Bein Berg DM-Finale in Eichenbühl konnte der erst 22-jährige Franke mit einem Klassensieg nach einmal einen großen Sprung in der Tabelle der Deutschen Bergmeisterschaft vollführen. Am Ende landet der „Schlacks“ sogar auf dem dritten Platz in der Deutschen Bergmeisterschaft und Rang zwei im KW Berg-Cup National Division I. Markus ist ebenfalls Neuling beim Masters im Citroen C2 VTS bis 1600 ccm. Alexander Hin: Seit über 25 Jahren in der „Schwarzwälder Häusle-Bauer“ aktiv im Bergrennensport und pilotierte vom Tourenwagen, über Sportwagen, bis zum Formel 3000 so ziemlich Fahrzeugtypen die am Berg zugelassen sind. Der Elzacher bekam eine Wild Card zugesprochen und wird erstmals beim Masters-Event dabei sein. Mit seinem ex-Allais Reynard 97D Judd Formel 3000 bildet er die Speerspitze der Deutschen Abordnung. Egidio Pisano: Der Italo-Schwabe aus Herrenberg bei Stuttgart war neben Manfred Schulte, bislang bei allen Masters-Veranstaltungen dabei und ist auch für die dritte Ausgabe in Gubbio nominiert. Ebenfalls von einem Minichberger VW-Triebwerk wird der rote VW Golf 16V befeuert. In der E1-Klasse bis 2000 ccm geht der KfZ-Spezialist an den Start. Als „Muttersprachler“ wird Pisano in Italien auch eine große Stütze für das deutsche Team sein. Auch er startet im Nations Cup. Manfred Schulte: Der Citroen-Manager ist ein Fan des Masters und plant für das zweite Oktober-Wochenende seine dritten Teilnahme beim „Race of Champions der Berge“. Mit seinem Citroen AX Kit Car, motorisiert von 1600 ccm Nemeth-Triebwerk, wird der Mann aus Werl in Nordrhein-Westfalen zur vierköpfigen Auswahl gehören, die für den Nations Cup gewertet werden. Vor zwei Jahren beim Masters in Ecce Homo (CZ) war Schulte sogar Klassensieger. Jörg Weidinger: Meistertitel im Deutschen Bergpokal, der Bergmeisterschaft, im […]

Termine 2019: Deutsche Bergmeisterschaft

27. September 2018

Relativ gefestigt, aber dennoch als vorläufig zu betrachten, sind die Termine der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2019, die zwischenzeitlich vom Deutschen Motorsport Bund (DMSB) über den Fachausschuss Berg bestätigt wurden. Durch das Pfingstwochenende, mit dem Traditionsdatum des Wolsfelder Bergrennens,  im kommenden Jahr drei Wochen später ist als in diesem, waren in diesem Korridor einige Absprachen unter den DM-Veranstaltern nötig. In der Summe, konnte die RSG Altensteiner-Oberland trotz den Gegebenheiten der Berg EM auf den Termin des Ibergrennens ausweichen, welches im Gegenzug wieder auf das angestammten Datum Ende Juni springen konnte. Alle anderen Termine verbleiben an gewohnter Stelle. Zusätzlich taucht das Bergrennen Mickhausen unter neuer Organisationsleitung wieder auf, sodass im DM-Kalender wieder 10 Veranstaltungen aufgeführt sind und der Bergpreis von Schotten aber als reines Tourenwagen-Bergrennen keinen vollen DM-Status besitzt. 26. – 28. April 2019 – Bergpreis Schottenring 04. – 05. Mai 2019 – Hill Race Eschdorf (Lux) 09. – 10. Juni 2019 – Wolsfelder ADAC Bergrennen 15. – 16. Juni 2019 – ADAC Glasbachrennen 29. – 30. Juni 2019 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 13. – 14. Juli 2019 – Hombuger ADAC Bergrennen 27. – 28. Juli 2019 – ADAC Hauenstein-Bergrennen 03. – 04. August 2019 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 07. – 08. September 2019 – AvD Bergrennen Eichenbühl 05. – 06. Oktober 2019 – ADAC Bergrennen Mickhausen

Anmeldung für das FiA Hillclimb Masters angelaufen

17. August 2018

Für die Piloten, die bei den diesjährigen FIA Hillclimb Masters im italienischen Gubbio vom 12. bis 14. Oktober 2018 teilnahmeberechtigt sind, beginnt am Freitag, den 17. August als erste konkrete Phase die Anmeldefrist. Wie bei den Auflagen von 2014 und 2016 ist die Einschreibung für sämtliche selektionierten Fahrer kostenlos. Für die Piloten besteht der erste Schritt zur Teilnahme am Masters-Rennen darin, ihre Anmeldung einzureichen. Die Anmeldefrist beginnt am Freitag, den 17. August und dauert bis am 19. September 2018 um Mitternacht. Weil die «Masters» eine Gelegenheit sind, diejenigen Fahrer zu feiern, welche in dieser Saison die Meisterschaft ihres Landes oder der FIA geprägt haben, ist die Einschreibung für alle kostenlos! Bereits anlässlich der beiden ersten Auflagen dieses Anlasses mussten die Teilnehmer kein Nenngeld bezahlen. Dies als Belohnung der Fahrer für ihre Qualifikation, ist doch die Zulassung zu den «Masters» von ihren Ergebnissen im Verlauf der Saison abhängig: Für eine «Eintrittskarte» muss man nämlich unter den 12 Ersten in der Europameisterschaft oder im Hillclimb Cup der FIA, unter den 5 Ersten einer Kategorie bzw. unter den 3 Ersten einer Gruppe in einer nationalen Meisterschaft oder unter den 3 Ersten einer Zonen-Meisterschaft klassiert sein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnte die komplette Liste aller Fahrer, die mit einem Ticket für die «Masters» rechnen können, noch nicht erstellt werden. Die kommenden vier Wochen dürften für alle, die davon träumen, in Gubbio an den Start zu gehen, entscheidend sein, geht es doch als erste Hürde darum, ein dem Reglement der Hillclimb Masters der FIA entsprechendes Resultat für die Qualifikation zu erreichen. In gewisser Weise finden die «Masters» also bereits jetzt statt, manchmal gleichzeitig in mehreren europäischen Gegenden. Um einen flüssigen Ablauf der Veranstaltung sicherzustellen, wurde die maximale Anzahl Teilnehmer auf 160 beschränkt. Am Sonntag, den 14. Oktober sind drei Wertungsläufe vorgesehen, und das Rennen wird durch Livestreaming übertragen. Zwei Monate vor der dritten Austragung der FIA Hillclimb Masters kommt zwar noch keine Spannung auf, aber die Konkurrenten beginnen sich allmählich auf die Veranstaltung vorzubereiten. So wird der Hotelsektor des Austragungsorts Gubbio durch die Reservationsanfragen für die Teams bereits erheblich beansprucht. Es ist heute schon schwierig, im näheren Umkreis des Rennens für das Wochenende vom 12. bis 14. Oktober eine Unterkunft zu finden. Erfahrungsgemäß werden aber auch gebuchte Zimmer zurück gegeben, sodass man kurzfristig wieder Erfolg bei der Quartiersuche haben kann. Wer als DMSB-Lizenznehmer und Bergrennfahrer für Deutschland in Gubbio an den Start gehen möchte, sollte sich […]

Schon Zwanzig Nationen für den Hillclimb Masters Nations Cup gemeldet

11. August 2018

Nach einem langen hin und her und einigen Unwägbarkeiten, hatte die FiA-Bergkommission in quasi letzter Minute einen Austragungsort für das 3. FiA Hillclimb Masters, mit der Stadt Gubbio in der italienischen Region Umbrien gefunden. Eine Notlösung ist dies keines Falls, denn die Lokation mit der herrlichen Altstadt und einer anspruchsvollen Strecke, verspricht einiges. Derzeit ist eine Einschreibung für das FIA Hillclimb Masters noch nicht möglich. Jedoch gibt es bereits eine Rekordeinschreibung für das Masterswochenende (12. bis 14. Oktober) hinsichtlich der Ländermannschaften, welche am FIA Nationen Cup teilnehmen werden. Das im Zweijahresrhythmus stattfindende FIA Hillclimb Masters ist nicht bloß ein Einzelwettkampf, bei welchem die Piloten im Jahr 2018 erstmals in vier Kategorien um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen kämpfen. Seit seiner Einführung im Jahr 2014 beinhaltet das Masters auch einen Nationen-Cup. Bergrennen sind zwar eine typische Disziplin für Einzelsportler, ist doch der Pilot mit seinem Boliden allein auf der Strecke und kämpft nur gegen die Stoppuhr. Dank diesem Nationen-Cup kommt jedoch beim Masters auch der Mannschaftssport zum Tragen. Jeder ASN (Landesverband) kann ein Team von vier Fahrern einschreiben, und ausgezeichnet wird die regelmäßigste Equipe, quasi als GLP-Wertung. Damit jedes Land ungeachtet des Materials, dass je nach Herkunft der Teilnehmer extrem unterschiedlich sein kann, die gleichen Chancen aufweist, geht es in der Nationenwertung nicht um die reine Schnelligkeit, sondern belohnt wird die Regelmäßigkeit (möglichst geringe Zeitdifferenz zwischen zwei Rennläufen jedes Piloten). Eine Nation, die ausschließlich Tourenwagen einsetzt, kann also genauso gut gewinnen wie ein Land mit Fahrern und Fahrzeugen, die für den Gesamtsieg in den Einzelwertungen in Frage kommen. 2014 in Eschdorf nahmen 12 Nationalmannschaften teil, 2016 in Ecce Homo waren es 14, und nun haben sich für das am 12.-14. Oktoberstattfindende Rennen in Gubbio nicht weniger als 20 Länderteams angemeldet. Die sind im Einzelnen: Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Irland, Kosovo, Luxemburg, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Schweiz und Großbritannien. Trotz des Fehlens einer Mannschaft aus Österreich, ist dies ein neuer Rekord in der Geschichte des Masters. Rückblickend gewann 2014 Italien, 2016 war es die Slowakei, und in beiden Jahren landete die Schweiz jeweils auf dem zweiten Rang. Von allen Ländern, die an den zwei bisherigen Auflagen präsent waren, fehlt nur Österreich. Und das obwohl man sich zweimal den dritten Rang sichern konnte. Vielleicht ist dies dem Berg-ÖM Finale am gleichen Wochenende in Cividale (I) geschuldet. Trotzdem ist es schade, dass die österreichische nationale Sportbehörde (AMF) 2018 beim 3. FIA Hillclimb […]

Hitzeschlacht in der Rhön

30. Juli 2018

Auch auf den Höhen der Rhön, mit dem höchsten Punkt der Wasserkuppe von 950 Metern ist die aktuelle Hitzewelle angekommen. Ein üblicher Temperaturunterschied zum Rhein-Main-Gebiet, der sonst immer vorherrscht, gab es diesmal nicht. Das ist selten in der beschaulichen Rhön, weitab von den Metropolen Deutschlands, mit seinen unvergleichlichen Landschaften und dem Status eines Biosphärenreservats. Bereits zum 49. Mal organisierte der MSC Rhön das ADAC Hausenstein-Bergrennen und präsentierte erneut eines der sportlichen Highlights in der Region im ganzen Jahr. Nach dem traditionsreichen „Rhöner-Dröner“, spitz sich die Lage in der Deutschen Bergmeisterschaft, vor den beiden abschließenden Läufen am kommenden Wochenende bei Osnabrück und dem Finale Anfang September im unterfränkischen Eichenbühl zu. Der Finallauf der letzten Jahre, das Bergrennen von Mickhausen findet wie bekannt wegen eines Umbruchs im Organisationsteam in diesem Jahr nicht statt. Aber, wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, wurde vor kurzem für die Saison 2019 wieder ein Termin beim Deutschen Motorsport Bund in Frankfurt eingereicht. Im ersten von drei Endspurts um die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft 2018 blieben von den Top-5 Platzierten die noch Meisterschaftsambitionen hegen dürfen, diesmal nur Armin Ebenhöh (VW Scirocco 16 – E1-bis 1400 ccm) siegreich. Trotz seines zweiten Platzes in der Klasse bis 2000 ccm der Gruppe E1, hinter Mario Minichberger im VW Scirocco 16V, bleibt der Schwabe Dirk Preißer im Opel Kadett C 16V an der Tabellenspitze, gefolgt von Ebenhöh, der in der Rhön Formel 3-Pilot Frank Debruyne überflügelte. Debruyne seinerseits, gehandikapt durch einem Hexenschuss, schaffte nur Rang in der Formel 3-Klasse. Der bislang zweifache Bergmeister Norbert Handa (Lancia Delta – E1 über 3000 ccm) musste sich in der Klassen E1-über 3000 ccm dem mit DMSB-Lizenz fahrenden Tiroler Herbert Stolz (Porsche 935 II) beugen, der sich nach dem Rennen als Tourenwagen-Gesamtsieger feiern lassen durfte. Schlimm erwischte es den Saarländer Kai Neu, dessen Ford Focus ST nach einem ansehnlichen Zeitpolster und der Führung in der 2-Literklasse der Gruppe F, am Start zum dritten Durchgang keinen Mucks mehr von sich gab und nicht mehr in Gang bringen ließ. Ein Streichresultat muss jeder in seine Berechnungen einbeziehen. Günter Göser hat sich hier bereits bedient und kann mit seinem Opel Kadett C 16V aus der Klasse E1 über 2000 ccm jeweils noch voll punkten, was ihn nach seinem Klassensieg vom Wochenende noch weit nach vorne bringen kann. Auch Markus Fink aus der Gruppe F bis 1600 ccm kann noch auf einen Spitzenplatz am Ende der DM-Wertung hoffen. Der junge Franke […]

Gelungener Start in ein neues Zeitalter in Homburg

9. Juli 2018

Einen Weltstar des Motorsports aus nächster Nähe erleben, dass kann man bei einem Bergrennen höchst selten. Der Homburger Automobilclub mit seinem Homburger ADAC Bergrennen und dem prominenten Clubmitglied Timo Bernhard bildet da ein Alleinstellungsmerkmal im internationalen Bergrennsport. Für den aktuellen Weltmeister und zweimalige Gewinner der 24 Stunden von Le Mans ist es eine Freude und Selbstverständlichkeit bei seinem Heimatrennen das Zugpferd zu spielen, wenn es sein gut gefüllter Terminkalender erlaubt. Der Porsche-Werksfahrer und Teambesitzer nahm sich zwischen den Trainings- und Rennläufen ausgiebig Zeit für die Rennbesucher und man sah den Westpfälzer oft beim Autogrammeschreiben. Stets stand Timo bereit für ein gemeinsames Foto und hatte für jeden ein nettes Wort übrig. Die Rennsportfans strömten in diesem Jahr in Massen an die Käshofer Straße, zur ältesten Motorsportveranstaltung des Saarlandes. Dies lag wohl in erster Linie an der Rennteilnahme des WEC-Weltmeisters, aber auch am neuen Marketingkonzept des Homburger AC, welches vom Team 75 Bernhard begleitet wurde. Das hochsommerliche Wetter war eine Komponente für ein klasse Rennwochenende in der Saarpfalz. Motivierend war dies alles auch für das neue Organisationsteam mit seinem neuen Kopf Sascha Ressmann. Schon im Vorfeld hatte man einiges im Organisationsbereich geändert und modernisiert, jedoch moderat. Feuertaufe bestanden! Das war am Sonntagabend die Quintessenz aus einem Rennwochenende das in die Clubgeschichte eingehen wird. Sascha Ressmann kündigte bereits an, „viele Ideen und Gedanken liegen bereits in der Schublade. Unser Team wird sich bis zum Rennen 2019 weitere den Hintern aufreißen, Punkte überarbeiten und eingefahrene Abläufe überdenken und einfach mit der Zeit gehen.“ Zum erwarteten Fünfkampf um den Gesamtsieg, den die Starterliste versprach, kam es nach Absagen und frühen Ausfällen leider nicht. Zudem wurde der bis nach dem zweiten Rennlauf führende junge Schweizer Robin Faustini im Reynard Mugen V8 von den Sportkommissaren vorzeitig aus dem Rennen genommen, da sein Fahrzeug zwar dem Schweizer jedoch nicht dem nationalen DMSB-Reglement entsprach. Dies wurde erst bei einer technischen Nachkontrolle festgestellt. Der Aargauer war zwar lediglich als Gastfahrer angereist um seinen neuen Boliden und Rennbedingungen weiter zu entwickeln, seine aller ersten Gesamtsieg hätte Robin jedoch gerne mitgenommen. Für die Zukunft kann man nur auf das von der FiA angekündigte revolutionäre Performance-Reglement hoffen, das die europäische Bergrennszene vereinheitlichen soll. So kam der 34jährige Franzose Anthony Loeuilleux in seinem Tatuus Formula Master mit 2-Liter Honda-Triebwerk zu seinem ersten Gesamtsieg in Deutschland, nachdem er in den beiden Vorjahren am Karlsberg jeweils unglücklich ausgeschieden war. Mit den aktuell beiden besten Deutschen Bergrennfahrern […]

Mitte Juni brüllen die Motoren am Heiligenstädter Iberg

11. Mai 2018

„Der Berg ruft“, ein Film aus den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts zur Erstbesteigung des Matterhorns. Auch südlich der Stadt Heilbad Heiligenstadt ruft ein bewaldeter Höhenrücken aus knapp 470 Meter allen Motorsportbegeisterten zu. Dass auch in diesem Jahr ein Bergrennen am Heiligenstädter Iberg stattfindet, ist -obwohl schon eine Tradition der letzten Jahre- keine Selbstläufer. Die kräftezehrenden Wochen vorm Wettstreit um Meter und Sekunden hinterließen in den vergangen Jahren ihre Spuren. Hermann Ludolph ist nicht nur Vorsitzender des Motorsportsclubs Heilbad Heiligenstadt e. V., er war zugleich bis vergangenes Jahr Organisationsleiter des Ibergrennens. Beides gebündelt in einer Person und der Herausforderung allen Rennteams und den Zuschauern ein eindrucksvolles Wochenende im Eichsfeld zu bieten, war kaum noch zu stemmen. Hermann Ludolph stellte die Funktion des Organisationsleiters der bisher alljährlichen Rennveranstaltung im Sommer 2017 zur Verfügung. Manche nennen es „Krisensitzung“, wir vom MC Heilbad Heiligenstadt nannten es „Neuorientierung“. In einem waren sich Rennleitung und Vorstand bald einig – das Ibergrennen im Stadtwald darf nicht sterben. Noch am gleichen Abend im Juli wurde im Forsthaus Kellner ein neues Orga-Team unter der Leitung des Heiligenstädters Sascha Herz aus der Taufe gehoben. Eine Herausforderung, dass sich das junge vierköpfige Team nun stellen muss. Begleitet von der Rennleitung, dem Vorstand und vielen Mitgliedern des Heiligenstädter Motorsportsclubs bleiben sie auf diesem Weg nicht allein. Einem bekannten deutschen Soulsänger folgend: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.Die heiße Phase in Vorbereitung des Events am Berg läuft. „Klein Monaco“, wie die Rennveranstaltung in Motorsportkreisen mancherorts genannt wird, rüstet sich der Herausforderung. Der Vergleich mit dem Fürstentum an der Côte d’Azur ist ehrenwert, aber auch Ansporn diesen schmeichelnden Ruf nicht zu verspielen. Kommenden Monat ist es soweit. Am 16. und 17. Juni 2018 zieht Benzingeruch den Iberg hinauf. Bei einer Steigung bis zu 10 Prozent und einer Streckenlänge von 2050 Meter geht es durch die Kurven. 195 km/h bis zur ersten Kurve, die mancher Bolide nahe der 250 km/h steigert, faszinierten in den letzten Jahren tausende Zuschauer. Stellvertretend für die Fahrerinnen und Fahrer sei der Österreicher Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg genannt. Sein Porsche 911 GT2 R ziert das diesjährige Motiv zum 23. Ibergrennen. Mehrere hundert Pferdestärken zaubert sein 6 Zylinder Boxermotor auf die Straße und verhalf Pregartner im vergangen Jahr den Iberg in weniger als einer Minute hinaufzueilen. von Jörg Hübsch

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