Racing Experience zieht es in die LMP3

4. März 2017

Nach reiflichen Überlegungen bezüglich der anstehenden Rennsaison 2017 hat sich der Luxemburger Team Rennstall Racing Experience letztendlich für den Kauf eines Ligier JS P3 entschieden, ein Fahrzeug, das dem internationalen Reglement der LMP3-Klasse entspricht, die insbesondere in der European Le Mans Series zum Einsatz kommt. Der von den Ingenieuren von Onroak Automotive entwickelte, Anfang 2016 gebaute geschlossene Sportprototyp wird von einem 5-Liter-V8-Nissan-Motor mit 420 PS angetrieben. „Für uns bedeutet dies eine komplett neue Herausforderung und bietet uns zugleich die Möglichkeit, uns ein zweites Standbein neben unserem bestehenden Fuhrpark mit den beiden Dallara GP2 zu schaffen, die wir während der Winterpause hinsichtlich möglicher Einsätze bei dem einen oder anderen Rennen der BOSS GP-Serie oder bei Testtagen für Kundenfahrer/-teams von Grund auf überholt haben.“, erklärt Teamchef Christian Hauser. „Um es uns zu erlauben, erste Erfahrungen mit dieser Art von Rennfahrzeug zu sammeln, haben wir uns entschieden, die niederländische Rennserie „GT & Prototype Challenge“ zu bestreiten, welche sechs Rennwochenenden vorsieht mit jeweils zwei Rennen über eine Stunde plus eine Runde mit Fahrerwechsel, jeweils eines am Samstag und eines am Sonntag. Dies wird es gegebenenfalls meinen beiden Söhnen David und Gary erlauben, sich am Lenkrad abzuwechseln, aber auch das Team durch Kundenfahrer zu verstärken. Da sämtliche Rennen in den Niederlanden (Assen, Zandvoort) und Belgien (Spa-Francorchamps, Zolder) auf sehr schönen Rennstrecken stattfinden, die wir bestens kennen, werden auch die Anreisewege wesentlich kürzer sein, als wir das die vergangenen Jahre gewohnt waren. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass wir von Fall zu Fall und je nach Interesse unserer Kunden sporadische Einsätze in ähnlichen Rennserien in unseren Rennkalender aufnehmen werden, all dies mit Blick auf ein mittelfristiges Engagement in der European Le Mans Series (ELMS).“ ährend für den jüngeren der beiden Hauser-Brüder Gary, der Anfang April 25 wird, die Umstellung nach seinen 14 Rennsiegen in den vergangenen fünf Jahren mit dem Dallara GP2 in der BOSS GP-Serie (mit dem Meistertitel 2013 und der Vize-Meisterschaft 2014, sowie immer noch dem offiziellen Rundenrekord der italienischen Mugello-Rennstrecke) die Umstellung weniger tiefgreifend sein wird, findet David (27) nach 7 Rennsaisons im Bergrennsport (mit u.a. zwei Luxemburger Meistertiteln 2013 und 2016, Gesamtsiegen in Eschdorf (3x), Homburg (2x) und Wolsfeld, vor allem aber einem 5; Gesamtrang in der Berg-Europameisterschaft 2015 mit mehreren Gruppensiegen und zahlreichen Podestplätzen) den Weg zurück auf die Rundstrecke: „Ich wäre sehr gerne wie 2015 erneut eine komplette Berg-EM-Saison gefahren, doch leider erlauben es mir meine neuen beruflichen Verpflichtungen im Augenblick […]

Vorerst keine Bergrennen mehr für David Hauser

23. Februar 2017

Wie Racing Experience, das Team der rennsportbegeisterten Luxemburger Familie Hauser am Fetten Donnerstag bekannt gab, wird zukünftig ein Ligier JS P3-Sportwagen der LMP 3-Klasse zur Fahrzeugflotte der Wormeldinger gehören. „Wir werden in diesem Jahr mit dem Ligier vor allem in der niederländischen GT & Prototype Challenge auf der Rundstrecke an den Start gehen“, gab Teamchef Christian Hauser bekannt. „Die genaue Fahrerkombination für jedes Rennen steht aber noch nicht fest. Allerdings können wir bestätigen, dass sowohl David als auch Gary Hauser Teil dieses Projekts als Fahrer sein werden. Ein mittelfristiges Ziel für uns ist eine mögliche Teilnahme in der European Le Mans Series“. Den amtierenden Luxemburger Bergmeister David Hauser wird man also in der Saison 2017 definitiv nicht mit seinem spektakulären Dallara GP2-Rennwagen bei Bergrennen bewundern können, statt dessen bildet der Student ein Team mit seinem jüngeren Bruder Gary. Der Ligier wird übrigens von einem 420 PS starken Nissan 5-Liter V8-Triebwerk befeuert. „Mein Engagement im Bergrennsport ist im Moment unterbrochen“, teilt David Hauser mit, „aber es ist definitiv kein Abschied!“

News von der Luxemburger Meister-Gala

29. Januar 2017

Das mondäne Casino 2000 in Bad Mondorf beherbergte am Samstagabend des 21. Januar, ein weiteres Mal das große „Klassentreffen“ des Luxemburger Autosports anlässlich der Soirée du Sport Automobil 2016. Der Automobilclub des Großherzogtum, genauer gesagt die Sportkommission des ACL, bescherte den rund 300 Gästen einen glanzvollen und flotten Abend mit einer Mischung von kulinarischen Raffinessen und den Ehrungen der erfolgreichsten Motorsportler aus den Bereichen Kart, Slalom, Rallye, Rundstrecke und Bergrennen, moderiert von Paul Christ. Als Landesmeister in der Bergmeisterschaft wurde bei den Rennwagen David Hauser gefeiert, der jedoch verhindert war und durch Papa Christian, selbst ehemaliger Berg-Champion, würdig vertreten wurde. Die Formel 3-Piloten Roland Braquet und Leon Linden komplettierten das Podium. Bei den Tourenwagen blieb erstmals Canio Marchione, mit seinem ehemaligen Berg-Cup VW Scirocco, siegreich, knapp vor den beiden Schilling Performance Team-Piloten Charel Valentiny und Team-Oberhaupt Nico Schilling. In der Wahl zum „Autosportler vum Joer 2016“ landete Marcione, der zudem noch den Vize-Titel in der Kart-Meisterschaft „KZ2-Master“ einfuhr, auf Rang drei. Der „Coupe des Dames“, das war schon vor der Verkündung klar, würde diesmal an eine Frau namens Becker gehen. Ivana Becker-Huber, nicht verwandt oder verschwägert mit ihrer Konkurrentin Sandra Becker, ist die neue Titelträgerin. Interessante Gespräche am Rande der Veranstaltung förderten einige Neuigkeiten im Vorfeld der Bergsport-Saison 2017 zu Tage. Das Trio vom Schilling-Performance-Team wird mit weiter verbesserten Tourenwagen in der Vorjahresbesetzung Nico Schilling, Cedric Schilling und Charel Valentiny um das Luxemburger Championat fahren, wobei Letzter mittlerweile den PS-stärkste Wagen des Teams pilotiert. Wo die Reise für David Hauser hin geht, ist indes noch nicht klar. Im Hause Hauser hält man sich noch bedeckt, nachdem die Sondergenehmigung für den 4-Liter Dallara GP2-Rennwagen in der Luxemburger Meisterschaft zwischenzeitlich abgelaufen ist. Nach wie vor befindet sich David im Renningenieursstudium, wo weiter Praktika anstehen. Einer ist dafür auf jeden Fall wieder dabei. Auch mit 78 Jahren plant der rüstige Formel 3-Pilot Leon Linden eine weitere Saison in der Bergmeisterschaft. An Ehrgeiz wird es dem Petinger auch in seinem 55. Motorsportjahr nicht fehlen. Auch der Bergmeister von 2014 Tommy Rollinger, der sich in letzter Zeit mit einem Peugeot S2000 mehr dem Rallyesport zuwandte, weilte unter den Gästen der Gala. Nachdem der Wagenpass seines Osella FA 30 Zytek zwischenzeitlich abgelaufen war, musste der Bauunternehmer sicherheitsrelevante Teile nachrüsten lassen. Wieder mehr Bergrennen mit dem Italienischen „Dampfhammer“ sind eingeplant.

Warum David Hauser nicht beim FIA Hill Climb Masters starten wird

30. September 2016

Am Wochenende des 8./9. Oktober findet im tschechischen Sternberk die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters statt, das grobe Stelldichein der besten Fahrer aus der Bergeuropameisterschaft und den nationalen Landesmeisterschaften Europas. Nachdem er vor zwei Jahren bei der Erstauflage im luxemburgischen Eschdorf hinter dem Schweizer Eric Berguerand und dem Italiener Simone Faggioli die Bronzemedaille der Kategorie 2 (FIA-Rennsportfahrzeuge) sowie den Sieg in der U25-Wertung davongetragen hatte, war es David Hausers erklärtes Saisonziel 2016, sich für das Masters zu qualifizieren und dort erneut zu zeigen, dass er zu den besten europäischen Fahrern dieser Motorsportdisziplin zählt. «Dieses Jahr hatten wir uns für eine Übergangssaison entschieden, indem wir an der Luxemburger Bergmeisterschaft teilnahmen, dem einzigen Championnat, wo wir mit unserem GP2 und seinem Original-4-Liter-Motor fahren konnten. In Erwartung der zukünftigen Ausrichtung der FIA-Reglements für die Berg-Europameisterschaft wollten wir dem Publikum und uns selber eine Freude bereiten indem wir mit dem GP2 ein spektakuläres und absolut fabelhaftes Fahrzeug an den Start brachten. Die Wahl unserer nationalen Bergmeisterschaft hatte zum Hauptziel die Qualifikation für das FIA Masters in Sternberk / Ecce Homo im Oktober: da der 4-Liter-Motor weder in der Europameisterschaft noch im FIA-Bergpokal zugelassen ist, war die einzige Möglichkeit, sich über eine nationale Landesmeisterschaft zu qualifizieren», erklärt der Fahrer von Racing Experience. Stellte die Qualifikation mit dem Gewinn seines zweiten Luxemburger Bergmeistertitel nach 2013 kein Problem dar, so musste der Fahrer des Dallara GP2 sich dennoch schlussendlich schweren Herzens dazu durchringen, auf die Anreise nach Tschechien zu verzichten, da er dort keine Möglichkeit gehabt hätte, unter mehr oder weniger gerechten Voraussetzungen gegen seine Gegner aus der Kategorie 3 «Open» zu kämpfen, die den Fahrzeugen vorbehalten ist, welche einem nationalen Reglement entsprechen. Verlangt doch das Luxemburger Reglement vom Dallara GP2 ein Mindestgewicht von 700 kg (ohne Fahrer an Bord), während beispielsweise das französische Reglement ein Mindestgewicht von 685 kg (mit Fahrer an Bord) für die Fahrzeuge der französischen «CNplus 4 Liter»-Sportwagen vorsieht, vor allem aber das britische Reglement absolut KEIN Mindestgewicht bei gleichzeitig freiem Hubraum vorschreibt, was es den Formelwagen der besten britischen Fahrer erlaubt, weniger als 500 kg bei zum Teil mehr PS als der GP2 auf die Waage zu bringen. Konkret wurde dem roten GP2 statt seines Standardgewichts von 620 kg (688 kg mit dem Fahrer, wie es das Reglement der GP2series auf der Rundstrecke vorschreibt, wo Davids Fahrzeug herstammt) also 80 kg Zusatzballast vorgeschrieben, um an der Luxemburger Bergmeisterschaft teilnehmen zu können, […]

Canio Marchione Luxemburger Bergmeister 2016 bei den Tourenwagen

17. September 2016

Gleich in der ersten vollen Saison mit dem ex-Paulitsch VW Scirocco 16V aus dem Deutschen KW Berg-Cup gelang Canio Marchione das Kunststück die Tourenwagen-Berg-Meisterschaft des Großherzogtums einzufahren. Der Garagist und KfZ-Meister mit italienischen Wurzeln, machte beim letzten Lauf der Luxemburger Bergmeisterschaft 2016, am ersten September-Wochenende im elsässischen Turckheim alles klar und sicherte sich mit 432,1 Punkten seinen ersten nationalen Titel. Kollege David Hauser, der sich mit seinem Dallara GP2 nach dem ersten Rennlauf von Turckheim zurück gezogen hatte, stand bereits zuvor als neuer Luxemburger Champion bei den Rennwagen fest. Das Schilling Performance Team, dass mit Nico Schilling noch im Vorjahr den Meister stellte, wurde in diesem Jahr häufig von Defektteufel heimgesucht, so wie auch beim Finalrennen in Frankreich.  Vater und Sohn, Nico und Cedric Schilling mussten ihre Fahrzeuge nach den Trainingssitzungen mit technischen Problemen abstellen. Mit einem Rückstand von 14,8 Punkten konnte Charel Valentiny im Subaru Impreza WRX noch die Ehre des Schilling Performance Teams mit der Vize-Meisterschaft retten, vor Team-Chef Nico Schilling mit 381 Zählern. Das geschlagenen Feld führt Alfa-Pilotin Sandra Becker mit 337,7 Punkten an, vor Mitsubishi-Treter Cedric Schilling (266,8 Punkte) und Ivana Becker, die wegen ihrer weiteren Einsätze als Rallye-Co-Pilotin an der Seite ihres Ehemanns Pascal Becker, nicht an allen Bergläufen teilnehmen konnte.

St. Ursanne: David Hauser Zweiter beim EM-Lauf in der Schweiz und somit Luxemburger Meister

23. August 2016

Mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem achtfachen Europa-Bergmeister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und vor dessen italienischen Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo) beim Berg-EM-Lauf in St Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz sicherte sich David Hauser im Dallara GP2-Mecachrome V8 4L an diesem Wochenende nach 2013 seinen zweiten Titel als Luxemburger Bergmeister. Beim letzten Meisterschaftslauf am Wochenende des 3./4. September in Turckheim/Trois Epis nahe Colmar im Elsass (Frankreich) kann der 26-jährige Wormeldinger rein rechnerisch nicht mehr in der Punktetabelle eingeholt werden. “Ich bin somit also definitiv für die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters qualifiziert, die am 8./9. Oktober im tschechischen Sternberk stattfinden werden. Mit dem Ergebnis dieses Wochenendes bin ich natürlich sehr zufrieden, obschon ich bedaure, dass Christian Merli im ersten Rennlauf von einer kurzen Regenschauer im unteren Streckenbereich eingebremst wurde, im Gegensatz zu Simone und mir, die unseren ersten Lauf bereits auf komplett trockener Strecke hinter uns hatten. Vor allem aber bin ich erleichtert, dass Joël Volluz bei seinem schlimmen Abflug im zweiten Lauf unverletzt blieb. Nun freue ich mich darauf, mich in Turckheim wieder mit den französischen Topfahrern messen zu können und mich danach bestmöglich auf das Masters vorzubereiten, das nach wie vor mein Hauptsaisonobjektiv darstellt.” Text: Patrick Weber

Hauser und der Dallara GP2 zurück in St Ursanne-Les Rangiers

16. August 2016

Das Onboard-Video seines dritten Rennlaufs in St Ursanne-Les Rangiers 2013 ging um die Welt : fast 1,15 Millionen Motorsportfans haben es sich auf youtube angeschaut, hunderte von auf Motorsport spezialisierte Internetseiten in Europa, Südamerika, ja sogar Australien haben das Video veröffentlicht, kurzum: David Hauser, der Dallara GP2 und der Schweizer Berg-EM-Lauf sind auf ewig eng miteinander verknüpft. Ein 4. Platz beim ersten Start 2012, dann der 3. Platz 2013 dank insbesondere dieses herausragenden Laufs in 1.45,7 Minuten auf einer noch rutschigen Piste, nachdem ein Teilnehmer nach einem leichten Ausrutscher auf zwei Dritteln der Strecke Öl vergossen hatte, sind die äuβerst positive Bilanz der beiden Teilnahmen des Luxemburgers im GP2, Ergebnisse, die Hauser anschlieβend im Wolf GB08F1 mit Platz 3 im Jahr 2014 zuerst bestätigte, dann sogar im Vorjahr noch mit dem 2. Gesamtrang toppen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 180 km/h trotz stehenden Starts und drei engen Haarnadelkurven im oberen Streckenbereich ist St Ursanne das schnellste Bergrennen im Terminkalender. Ein Rennen, vor dem wir alle einen Höllenrespekt haben, das uns aber gleichzeitig enorme Adrenalinschübe beschert, ein echtes Glücksgefühl.” Dieses Wochenende nun kehren David Hauser und sein Dallara GP2 – inzwischen vom Original-Mecachrome 4L V8-Motor mit etwas mehr als 600 PS angetrieben – also ins Schweizer Jura zurück, zählt das Rennen auf der 5,180 km langen Strecke mit einer Durchschnittssteigung von 10,8 % doch nicht nur zur Europabergmeisterschaft und zur Schweizer Bergmeisterschaft, sondern auch jener des GroβHerzogtum Luxemburgs. Für den Racing Experience-Fahrer gibt es somite in Wiedersehen mit den Stars der Berg-EM, welchen er während seiner EM-Saison 2015 regelmäβig begegnet war, allen voran der achtfache Europameister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und dessen italienischer Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo), welche sich dieses Jahr einen extrem spannenden Kampf um die EM-Krone in der Kategorie der Rennfahrzeuge liefern, aber auch der junge Schweizer Joël Volluz (Osella-Judd Fa30), den Hauser vergangenen Mai in Eschdorf/Lux knapp bezwungen hatte. Unter den Anwärtern auf die vorderen Gesamtränge gilt es auch den jungen Italiener Paride Macario (Osella-Zytek Fa30), dessen Landsmann Fausto Bormolini (Reynard K02 F3000), die Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd F3000), Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50 F3000) oder noch Marcel Steiner (LobArt-Mugen LA01) zu beachten. Es versteht sich von selbst, dass es David Hauser nach seinen drei Gesamtsiegen in Folge in Eschdorf (Luxemburg), Wolsfeld und Homburg (D) diesmal ungleich schwerer haben wird, einen weiteren Sieg zu erkämpfen, wobei ein Podestplatz ohnehin hier bereits die bisherigen Saisonsiege in den Schatten stellen würde: “Ziel […]

David Hauser wird beim Osnabrücker Bergrennen fehlen

4. August 2016

Nach einem 3. und einem 4. Platz sowie zwei Klassensiegen in den zwei Rennen im April am Hockenheimring (Deutschland) findet Gary Hauser am kommenden Wochenende zurück ins Cockpit seines Dallara GP2 im Rahmen der BOSS GP-Rennserie. Die Veranstalter des “Gamma Racing Day” in Assen (rund 30 km von Groningen) rechnen mit knapp 100.000 Zuschauern entlang der 4,555 km langen Strecke, welche vor allem durch den alljährlichen Auftritt der Moto GP bekannt ist. Ein gemischtes Programm aus Auto-, Motorrad- und sogar Superkart-Rennen sowie freier Eintritt sind die Garanten dieses Publikumserfolgs, wobei die BOSS GP mit ihren “fetten”, aus der Formel 1, der GP2 oder auch den World Series by Nissan bzw. Renault stammenden Monoposti zu den absoluten Höhepunkten im Programm zählen. “Da unser britischer Kunde Stuart Wiltshire das Rennmeeting in Assen ohehin fest eingeplant hatte und wir aus logistischen Gründen am gleichen Wochenende nicht zwei Autos an zwei verschiedenen Orten einsetzen konnten, zumal die GP2-Fahrzeuge recht kompliziert zu betreuen sind, mussten wir schweren Herzens auf Davids Teilnahme beim Bergrennen Osnabrück verzichten, das ebenfalls dieses Wochenende stattfinden wird”, erklärt Teamchef Christian Hauser. “Nachdem die Rennen der BOSS GP am Nürburgring, bei denen Gary ursprünglich starten sollte, kurzfristig abgesagt werden mussten, profitieren wir so nun in Assen von der Gelegenheit, Gary nach Hockenheim doch noch einen zweiten Saisonstart zu ermöglichen.” Vor eigenem Publikum schlüpfen die Niederländer Klaas Zwart (Jaguar RS Cosworth V10 3L) und Frits Van Eerd (Minardi Cosworth V10 3L) in die Favoritenrolle, wobei sich zu diesen beiden ehemaligen Formel 1-Fahrzeugen noch jene des Österreichers Ingo Gerstl (Toro Rosso Cosworth V10 3L) und des Deutschen Hand Laub (Forti Judd V10 4L) gesellen, während der Österreicher Peter Milavec einmal mehr auf seinen nicht minder spektakulären Panos ChampCar mit 4,2L-V10-Judd-Motor vertraut. Doch auf diesem recht kniffligen Kurs mit seinen 17 Kurven können auch die Fahrer der PS-schwächeren « Formula »-Klasse ein Wörtchen mitreden. Gary Hauser und sein Dallara GP2 V8 4L treffen hier auf nicht weniger als 11 weitere GP2-Fahrzeuge, die beiden Panoz 4.2 V12 aus der ehemaligen « Superleage Formula » der beiden Franzosen Gilles und Christopher Brenier, drei Lola 3.4 V8 aus der « Auto GP »-Rennserie, zwei Dallara 3.5 V6 « World Series », sowie ein F300-Fahrzeug. Das Qualifying findet am Samstag um 13.35 Uhr statt, gefolgt vom ersten Rennen um 18.15 Uhr. Das zweite Rennen der BOSS GP steht dann am Sonntag ab 13.50 Uhr auf dem Programm.

Homburg: Die Untertreibung des David Hauser

18. Juli 2016

David Hauser, Simon Hugentobler und Uwe Lang: Das waren die Namen, die während des Trainings zum 43. Homburger Bergrennen von den Fahrern in gegenseitiger Anerkennung als Favoriten auf den Gesamtsieg genannt wurden. Am schnellsten war im Rennen wieder Hauser: Gleich dreimal unterbot der Luxemburger den alten Streckenrekord. Für das Homburger Bergrennen könnte die Ausgabe 2016 ein Durchbruch sein. Einige international startende Rennfahrer, die bisher noch nie den Weg zum Käshofer Berg gefunden hatten, waren von der Strecke angetan. Der Schweizer Simon Hugentobler kann sich vorstellen, 2017 wieder zurückzukommen: „Hier ist es relativ schwierig, wenn man das erste Mal fährt. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist schmal. Neben dem Asphalt kommen gleich die Straßengräben. Man braucht eine gewisse Zeit, um sich alles einzuprägen. Die Piloten sagen: Hier sind nur die schnell, die schon zwei- oder dreimal gefahren sind.“ Das gilt nicht für den Luxemburger David Hauser. Mit seinem feuerroten GP2-Dallara hatte er beim Homburger Debüt 2012 nicht nur den Gesamtsieg geholt. Er unterbot damals auch den zwölf Jahre alten Rekord seines Vaters Christian. Darüber aufgeklärt, war Hugentobler, der einen Formel 3000 Reynard 97D Mugen fährt, baff. David Hauser gab sich während des Trainings indes bescheiden. Seine Chancen schätzte er vorsichtig ein. „Ich habe schon noch ein Gefühl für die Rennstrecke. Ich muss aber sagen, es ist ein paar Jahre her. Das Problem ist, dass ich in der Zwischenzeit viele andere Rennen gefahren bin. Wenn man dann wieder nach Homburg zurückkommt, ist das ein bisschen wie ein Neuanfang.“ Langsam tastete sich Hauser im Training ans Limit der Strecke. Am Samstagabend lag Uwe Lang im Osella Sportwagen noch auf gleicher Höhe mit dem Favoriten. Bei 1:09 Minuten hatten sich beide eingependelt. Sollte sich etwa eine Siegchance für den Schweinfurter eröffnen? „Ich versuche zumindest, aufs Podium zu kommen. Die Chancen für David sind natürlich viel besser.“ Ein zusätzliches Spannungselement bot die teilweise neue Asphaltierung der Käshofer Straße. Rüdiger Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau ist Vater des Sportwagen-Weltmeisters Timo Bernhard. Er vertrat in Homburg seinen Sohn im Carrera Cup-Porsche. Papa Bernhard kennt die Strecke wie seine Westentasche. Für die neuen Bedingungen gab es Lob: „Der Belag ist gut und glatt. Am Brückchen sind ein paar Flicken drin. Aber das ist nicht zu ändern.“ Gerne hätte der veranstaltende Homburger Automobilclub (HAC) im vergangenen Winter erlebt, dass bei der Neuasphaltierung die komplette Rennstrecke erneuert worden wäre. Doch dazu sei wohl ein Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland notwendig, […]

David Hauser Favorit beim Homburger Bergrennen an diesem Wochenende

14. Juli 2016

Im Titelkampf um die Luxemburger Bergmeisterkrone und somit auf dem Weg zur Qualifikation zum “FIA Hill Climb Masters” Anfang Oktober in Tschechien geht David Hauser dieses Wochenende an den Start des 5. Meisterschaftslaufs in Homburg (D)auf der “Käshofer Strasse”, ein Rennen, das ebenfalls zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum bekannten “KW Berg-Cup” gewertet wird: “In Gedanken werde ich dieses Wochenende vor allem bei meinem Groβvater Jean sein, der selbst in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends im Autosport aktiv war und sozusagen das Rennvirus in die Familie gebracht hat.” Nachdem er dieses Rennen 2012 in seiner ersten Saison im Dallara GP2 gewinnen konnte, wobei seine schnellste Laufzeit bei 1.07,344 min. für die 2,6 km lag und so damals seinen erst zweiten Gesamtsieg zwei Monate nach jenem in Eschdorf feiern konnte, darf David Hauser bei seiner erst zweiten Teilnahme auf dieser eher atypischen Strecke mit vor allem dem im Bergrennsport ungewohnten Bergabstart recht zuversichtlich ins Rennen gehen, zumal er bei seinen beiden letzten Rennstarts in Eschdorf und Wolsfeld (D) jeweils den Gesamtsieger stellte, was ihm zugleich derzeit die klare Meisterschaftsführung mit 246,4 Punkten vor Léon Linden (179,5) und Titelverteidiger Roland Braquet (126,3) einbringt. Doch das eigenwillige deutsche Wertungssystem mit der Addition aller Rennläufe (deren 3 am Sonntag ab 8.30 Uhr vorgesehen sind) ist immer wieder für Überraschungen gut, insbesondere bei eventuell wechselshaften Witterungsbedingungen oder gar technischen Problemen oder einem Fahrfehler in einem der Rennläufe. Eine zusätzliche Herausforderung für David Hauser wird es sein, den seit drei Jahren von seinem Landsmann Guy Demuth (Osella-Zytek Fa30) in 1.06,914 gehaltenen Streckenrekord zu unterbieten. Die wichtigsten Gegner von David Hauser und dessen Dallara-Mécachrome GP2 V8) im Kampf um den Gesamtsieg werden die beiden Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd 97D) und Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50-ex-Nicolas Schatz), sowie der Franzose Daniel Allais (Reynard-Judd 97D) sein, doch neben diesen drei F3000-Fahrern muss man vor allem auch den vierfachen deutschen Meister Uwe Lang (Osella-BMW Pa20 3L), den Franzosen Anthony Loeuilleux (Tatuus-Honda Formula Master), sowie die Formel 3-Meute beachten, die vom Briten Paul Buckingham (Dallara-Mercedes F305-ex-Gary Hauser) und dem zweifachen deutschen Meister Frank Debruyne (Dallara-Opel Spiess F303) angeführt wird. Bei den Touren- und GT-Wagen seien vor allem Holger Hovemann (D) im bulligen Opel Kadett C GT/R mit V8-Motor, die Schweizer René Ruch (Ferrrai 355 GT) und Herbert Schmid (Porsche 996 GT3), die Deutschen Norbert Handa (Lancia Delta Integrale), Rüdiger Bernhard (Vater von 24h Le Mans 2010-Gesamtsieger und Porsche-Werkspilot Timo) im […]

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