Wolsfeld: Überraschungssieg für David Hauser

17. Mai 2016

Nach dem Training hatten Fahrer in sechs grundverschieden Fahrzeugkonzepten auf der engen und winkeligen Piste in der Eifel reelle Siegeschancen, was so nur in Wolsfeld möglich ist. Sowohl Platz sechs der Trainingsläufe am Sonntag als auch Rang sechs nach dem ersten Rennlauf am Montagvormittag, nichts deutete darauf hin, dass sich David Hauser beim 54. Wolsfelder EMSC Bergrennen am Ende als Gesamtsieger würde feiern lassen können. “Mit dem Dallara GP2 auf dieser recht engen und kurvenreichen Strecke zu fahren ist wie mit einem Renntruck einen Slalom zu fahren”, zog der junge Wormeldinger nach den drei Trainingsläufen am Pfingstsonntag ein eher skeptisches Fazit. In 1.06,22 lag er auf Platz 6 hinter dem unantastbaren Bruno Ianniello (CH), dessen allradgetriebener Lancia Delta S4 wie maβgeschneidert zu dieser Strecke passt, auf der der Italo-Schweizer in der Vergangenheit schon so manchen Tagessieg feiern durfte. In 1.04,63 lag Ianniello vor dem überraschenden Francesco D’Acri auf dem kleinen Elia ST 09-Sportwagen mit 1,3-Liter-Suzuki-Motorradmotor (1.04,76), dem zweifachen deutschen Bergmeister Frank Debruyne (Dallara-Opel F303) in 1.05,03, dem vierfachen deutschen Meister Uwe Lang im Osella-BMW PA 20 3 Liter (1.05,42) und dem Österreicher Christoph Lampert im TracKing (1.06,02). Wissend, dass das etwas eigenwillige deutsche Regelwerk zur Wertung die Addition aller drei Rennläufe heranzieht und somit keinen Joker gewährt, kündigte sich demnach ein heiβer Kampf um die ersten Plätze an. Sonntagvormittag war die Strecke gerademal nach einer Regenschauer zu Beginn des Rennens abgetrocknet, als Ianniello in 1.03,59 die Führung übernahm, mit recht deutlichem Vorsprung auf Debruyne (1.04,36), D’Acri (1.04,51), Lampert (1.04,58) und Lang (1.04,88), während David Hauser bereits 1,37 Sekunden hinter dem Leader zurücklag. Doch bereits im zweiten Rennlauf konnte sich der Adoptiv-Pariser in der Addition auf den 3. Platz vorkämpfen, indem er in 1.02,70 die schnellste Laufzeit für die 1,64 km  hinlegte und sich somit um über 2 Sekunden verbessern konnte. Fuhren Ianniello und Debruyne in 1.02,94 die exakt gleiche Zeit und belegten so in der Addition die Ränge 1 und 2, so konnten weder D’Acri noch Lang die 1.04-Schallmauer durchbrechen, während Lampert, wie am Trainingstag mit einer defekten Sicherung der Benzinpumpe mit dem TracKing ausrollte und vorzeitig aufladen musste. Dritter Lauf, erste Überraschung: Ianniello muss sich nach einem leichten Fehler in der Bit-Kurve mit 1.04,19 zufrieden geben. Doch weder D’Acri (1.04,04), noch Lang (1.03,37) schaffen es, den Delta S4 in der Addition von der Führungsposition zu stoβen, im Gegensatz zu Frank Debruyne, der in 1.02,64 die Spitze übernimmt und bereits voreilig […]

Rang drei gegen übermächtige Konkurrenz

12. Mai 2016

Beim Auftakt zur Deutschen Bergmeisterschaft am Wochenende des 6./7. Mai im luxemburgischen Eschdorf schlugen alle Parameter voll ins Positive aus. Mit einem nahezu wolkenloser Himmel und angenehm warme Temperaturen verwöhnte der Wettergott die zahlreichen Zuschauer und die mehr als 150 Teilnehmer des „European Hill Race“, der größten Motorsportveranstaltung des Großherzogtums. Nach der langen Winterpause hatte auch die „Berg-Abteilung“ des Pirmasenser CR Racingteams, in Form von Frank Debruyne, seinen ersten Auftritt des Jahres. Der Dallara Opel Formel 3, der auch in der neuen Saison 2016 mit dem AST – Abwasser-Sanierungs-Technik Logo auf den Seitenkästen die Bergrennstrecken in Deutschland und Luxemburg hochschießen wird, war noch rechtzeitig zum ersten von neun Berg DM-Läufen des Jahres 2016 fertig geworden. Der Dallara F 303 Opel-Spiess wurde über die Wintermonate komplett zerlegt, überprüft, instand gesetzt und wieder rennfertig auf die profillosen Slik-Reifen gestellt. Den Trainingstag auf der 1.850 Meter kurzen Sprintstrecke in den Ardennen nutze Frank Debruyne als Funktionstest und erzielte eine Marke von 56,316 Sekunden, was die zweitschnellste Zeit in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm Hubraum bedeutete. Mit Hilfe des extra aus Heiligenstadt angereisten Formel 3-Kollegen Sascha Herz wurde am Abend der Wagen auf den Renntag vorbereitet, an dem nur der schnellte von drei Durchgängen für die Wertungen um den Tagessieg und der Klasse herangezogen wurde. Dies ist etwas ungewöhnlich, da bei den Bergrennen in Deutschland immer die Summe alle Rennläufe den Ausschlag gibt. Am Rennsonntag kletterten die Temperaturen bereits in der Früh auf knapp unter 20 Grad, was natürlich bei der „Atemluft“ des Motors seine Auswirkungen hat. Bevor die Temperaturen weiter anstiegen, legte Frank Debruyne gleich am Morgen seine Tagesbestzeit auf die Bahn, der noch im letzten Herbst einen neuen Belag verpasst wurde und  somit noch nicht das Gripp-Niveau der letzten Jahre aufwies. Schlussendlich waren die beiden französischen Piloten Anthony Loeuilleux und Damien Berney in ihren, einem Formel 3 überlegenen Tatuus Formula Master Honda, vor den Badener gefahren. Über den Saisonstart, mit Rang drei in der Klasse und Platz 15 in der Gesamtwertung, war die Freunde zwar nicht riesengroß, aber ein gewisse Zufriedenheit stand dem Team ins Gesicht geschrieben. Bereits am kommenden langen Pfingstwochenende startet Frank Debruyne bei der nächsten Berg DM-Veranstaltung, dem Wolsfelder ADAC Bergrennen, vor den Toren Bitburgs. Bei trockenen Wetterbedingungen zählt zweifache Deutsche Bergmeister zu den drei bis vier Top-Favoriten auf den Gesamtsieg, auf der wohl engsten Bergrennstrecken Deutschlands. Wer sich das Spektakel in der Südeifel anschauen möchte, dem sei […]

David Hausers GP2-Comeback in Abreschviller

20. April 2016

Am Wochenende des 23./24. April beginnt für David Hauser mit dem ersten Lauf zur Luxemburger Bergmeisterschaft im französischen Abreschviller (rund 15 km von Sarrebourg zwischen Metz und Strasbourg) am Fuβe der Vogesen die neue Saison. Die 2,1 km lange, sehr schnelle, jedoch von einer engen Haarnadelkurve unterbrochene Strecke ist zugleich bereits das dritte diesjährige Stelldichein der französischen Bergelite im Kampf um ihre Landesmeisterschaft und sieht mit mehr als 150 Fahrern und Fahrzeugen ein hervorragendes Starterfeld, welches sich spannende Kämpfe um den Sieg in den einzelnen Klassen, Gruppen und Kategorien leisten wird. Die zahlreichen Fans des jungen Luxemburgers erwarten nach zwei Saisons am Lenkrad des Wolf GB08F1 mit Ungeduld die Rückkehr des Dallara GP2 in den Bergrennsport, die nun also dieses Wochenende erfolgen wird: “Nach zwei Testsitzungen auf dem kleinen Rundkurs in Chambley nahe Metz liegt mein Hauptaugenmerk nun darauf, mich wieder an das Fahren im GP2 auf den zumeist viel schmaleren Straβen, die wir bei Bergrennen begegnen, zu gewöhnen. Zudem melden die Wettervorhersagen eher kühle und wechselhafte Bedingungen, sodass mit recht schwierigen Straβenhaftung zu rechnen ist. Auch wenn das Ergebnis eher zweitrangig sein wird, so kann ich es kaum erwarten, dass es wieder los geht und zu sehen, wo wir uns mit unseren Zeiten im Vergleich zu den besten französischen Spezialisten wie Nicolas Schatz, Sébastien Petit, Cyrille Frantz oder auch dem Schweizer Bergmeister Eric Berguerand situieren werden. Aber ich werde nichts forcieren, zuerst gilt es, mich wieder an den GP2 zu gewöhnen, den ich seit September 2013 nicht mehr bei einem Bergrennen gefahren bin.” Die drei Franzosen in ihren Norma-BMW 4L sind auf jeden Fall die großen Favoriten im Kampf um die Tagesbestzeit, wobei Schatz und Petit am vergangenen Wochenende auf der 5 km langen Strecke am Col St Pierre in den Cevennen nur durch winzige 139 Tausendstel (!) getrennt waren, während Cyrille Frantz wegen Elektronikproblemen zum Zuschauen verdammt war. Doch auch Eric Berguerand, Schweizer Bergmeister der vergangenen drei Jahre, der die Wintermonate nutzte, um seinen Lola-Cosworth F99-ex-F3000 nochmal, insbesondere in Sachen Gewicht und Aerodynamik, zu verbessern, darf man nie unterschätzen. Ohne die Franzosen Geoffrey Schatz und Alban Thomas in ihren Reynard-Mugen F3000 oder auch den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik im Norma-Mugen Honda V8 zu vergessen. Ein Abstecher nach Lothringen lohnt sich auf jeden Fall für alle Motorsportfans, sind doch neben zahlreichen Formel- und Sportwagen sowie mehr als 30 historischen Rennwagen vor allem auch viele schnelle und spektakuläre GT- und Tourenwagen […]

David Hauser zurück im Dallara GP2

13. April 2016

Gute Nachricht für seine europaweit zahlreichen Fans: David Hauser wird seinerseits nach zwei Saisons im Wolf GB08F1 dieses Jahr zurück ins Cockpit des Dallara GP2 wechseln: “Nachdem wir mein Vorjahresauto über Winter verkaufen konnten, haben wir lange überlegt, auf welches Einsatzfahrzeug wir setzen sollten. Da jedoch für 2018 möglicherweise einschneidende Regeländerungen im internationalen Bergrennsport anstehen, erschien es uns nicht der richtige Zeitpunkt, viel Geld in den Kauf eines neuen Fahrzeugs zu investieren, ohne zu wissen, ob es mittel- bis langfristig konkurrenzfähig bleiben würde. Und andererseits haben uns die Fans immer wieder zu verstehen gegeben, wir sollten doch unbedingt den GP2 zurück an den Berg bringen.” Racing Experience hat sich also schlussendlich für letztere Option entschieden, allerdings in der Originalversion mit dem V8-Mécachrome-4-Liter-Triebwerk, das die GP2-Rennfahrzeuge auch auf der Rundstrecke antreibt: “Unser ehemaliger 3-LiterMotor, den wir in den Saisons 2012 und 2013 im GP2 verbaut hatten, steht nicht mehr zur Verfügung und aufgrund der Komplexität der Fahrzeugkonzeption ist es extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, einen Fremdmotor, wie zum Beispiel einen F3000-Antrieb, in den GP2 zu verpflanzen. Dies ist auch der Grund, weshalb wir diese Saison leider nicht die Berg-Europameisterschaft bestreiten können, da dort der Hubraum für Monoposti auf 3 Liter begrenzt ist.”, erklärt Teamchef Christian Hauser. “Aber wir werden verschiedene Läufe zur Luxemburger Bergmeisterschaft bestreiten und so versuchen, uns für die 2. Ausgabe der FIA Masters zu qualifizieren, die dieses Jahr am Saisonende im tschechischen Sternberk/Ecce Homo ausgetragen werden und wo David den GP2 in der Kategorie 3 “Open” einsetzen kann, ähnlich wie die britischen Fahrer ihre sehr spezifischen Formelfahrzeuge oder die französischen Toppiloten ihre 4-Liter-Sportwagen der Gruppe CNplus.” Was die Bergrennfans natürlich freuen wird, deren inzwischen über eine Million das Onboard-Video von David Hausers Rennlauf im GP2 beim Bergrennen St Ursanne/Les Rangiers (Schweiz) 2013 auf youtube angeschaut haben. Nach einem Sabbatjahr wird auch Davids jüngerer Bruder Gary Hauser am Wochenende des 15. bis 17. April beim “Hockenheim Historic – Jim Clark Revival” im Rahmen der BOSS GP-Serie zurück ans Lenkrad eines der zwei Dallara GP2 von Racing Experience finden. Mit seinen neun Siegen hatte der gerade 24 Jahre junge Wormeldinger der Saison 2014 dieser internationalen Rennserie deutlich seinen Stempel aufgedrückt und halt seither auch den offiziellen Rundenrekord der bekannten italienischen Rennstrecke von Mugello. ”Ich freue mich riesig, endlich wieder im Cockpit eines Rennwagens sitzen zu dürfen. Nach anderthalb Jahren Abstinenz war mir ein wenig bange vor den ersten Testfahrten, […]

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