Vorerst keine Bergrennen mehr für David Hauser

23. Februar 2017

Wie Racing Experience, das Team der rennsportbegeisterten Luxemburger Familie Hauser am Fetten Donnerstag bekannt gab, wird zukünftig ein Ligier JS P3-Sportwagen der LMP 3-Klasse zur Fahrzeugflotte der Wormeldinger gehören. „Wir werden in diesem Jahr mit dem Ligier vor allem in der niederländischen GT & Prototype Challenge auf der Rundstrecke an den Start gehen“, gab Teamchef Christian Hauser bekannt. „Die genaue Fahrerkombination für jedes Rennen steht aber noch nicht fest. Allerdings können wir bestätigen, dass sowohl David als auch Gary Hauser Teil dieses Projekts als Fahrer sein werden. Ein mittelfristiges Ziel für uns ist eine mögliche Teilnahme in der European Le Mans Series“. Den amtierenden Luxemburger Bergmeister David Hauser wird man also in der Saison 2017 definitiv nicht mit seinem spektakulären Dallara GP2-Rennwagen bei Bergrennen bewundern können, statt dessen bildet der Student ein Team mit seinem jüngeren Bruder Gary. Der Ligier wird übrigens von einem 420 PS starken Nissan 5-Liter V8-Triebwerk befeuert. „Mein Engagement im Bergrennsport ist im Moment unterbrochen“, teilt David Hauser mit, „aber es ist definitiv kein Abschied!“

News von der Luxemburger Meister-Gala

29. Januar 2017

Das mondäne Casino 2000 in Bad Mondorf beherbergte am Samstagabend des 21. Januar, ein weiteres Mal das große „Klassentreffen“ des Luxemburger Autosports anlässlich der Soirée du Sport Automobil 2016. Der Automobilclub des Großherzogtum, genauer gesagt die Sportkommission des ACL, bescherte den rund 300 Gästen einen glanzvollen und flotten Abend mit einer Mischung von kulinarischen Raffinessen und den Ehrungen der erfolgreichsten Motorsportler aus den Bereichen Kart, Slalom, Rallye, Rundstrecke und Bergrennen, moderiert von Paul Christ. Als Landesmeister in der Bergmeisterschaft wurde bei den Rennwagen David Hauser gefeiert, der jedoch verhindert war und durch Papa Christian, selbst ehemaliger Berg-Champion, würdig vertreten wurde. Die Formel 3-Piloten Roland Braquet und Leon Linden komplettierten das Podium. Bei den Tourenwagen blieb erstmals Canio Marchione, mit seinem ehemaligen Berg-Cup VW Scirocco, siegreich, knapp vor den beiden Schilling Performance Team-Piloten Charel Valentiny und Team-Oberhaupt Nico Schilling. In der Wahl zum „Autosportler vum Joer 2016“ landete Marcione, der zudem noch den Vize-Titel in der Kart-Meisterschaft „KZ2-Master“ einfuhr, auf Rang drei. Der „Coupe des Dames“, das war schon vor der Verkündung klar, würde diesmal an eine Frau namens Becker gehen. Ivana Becker-Huber, nicht verwandt oder verschwägert mit ihrer Konkurrentin Sandra Becker, ist die neue Titelträgerin. Interessante Gespräche am Rande der Veranstaltung förderten einige Neuigkeiten im Vorfeld der Bergsport-Saison 2017 zu Tage. Das Trio vom Schilling-Performance-Team wird mit weiter verbesserten Tourenwagen in der Vorjahresbesetzung Nico Schilling, Cedric Schilling und Charel Valentiny um das Luxemburger Championat fahren, wobei Letzter mittlerweile den PS-stärkste Wagen des Teams pilotiert. Wo die Reise für David Hauser hin geht, ist indes noch nicht klar. Im Hause Hauser hält man sich noch bedeckt, nachdem die Sondergenehmigung für den 4-Liter Dallara GP2-Rennwagen in der Luxemburger Meisterschaft zwischenzeitlich abgelaufen ist. Nach wie vor befindet sich David im Renningenieursstudium, wo weiter Praktika anstehen. Einer ist dafür auf jeden Fall wieder dabei. Auch mit 78 Jahren plant der rüstige Formel 3-Pilot Leon Linden eine weitere Saison in der Bergmeisterschaft. An Ehrgeiz wird es dem Petinger auch in seinem 55. Motorsportjahr nicht fehlen. Auch der Bergmeister von 2014 Tommy Rollinger, der sich in letzter Zeit mit einem Peugeot S2000 mehr dem Rallyesport zuwandte, weilte unter den Gästen der Gala. Nachdem der Wagenpass seines Osella FA 30 Zytek zwischenzeitlich abgelaufen war, musste der Bauunternehmer sicherheitsrelevante Teile nachrüsten lassen. Wieder mehr Bergrennen mit dem Italienischen „Dampfhammer“ sind eingeplant.

St. Ursanne: David Hauser Zweiter beim EM-Lauf in der Schweiz und somit Luxemburger Meister

23. August 2016

Mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem achtfachen Europa-Bergmeister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und vor dessen italienischen Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo) beim Berg-EM-Lauf in St Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz sicherte sich David Hauser im Dallara GP2-Mecachrome V8 4L an diesem Wochenende nach 2013 seinen zweiten Titel als Luxemburger Bergmeister. Beim letzten Meisterschaftslauf am Wochenende des 3./4. September in Turckheim/Trois Epis nahe Colmar im Elsass (Frankreich) kann der 26-jährige Wormeldinger rein rechnerisch nicht mehr in der Punktetabelle eingeholt werden. “Ich bin somit also definitiv für die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters qualifiziert, die am 8./9. Oktober im tschechischen Sternberk stattfinden werden. Mit dem Ergebnis dieses Wochenendes bin ich natürlich sehr zufrieden, obschon ich bedaure, dass Christian Merli im ersten Rennlauf von einer kurzen Regenschauer im unteren Streckenbereich eingebremst wurde, im Gegensatz zu Simone und mir, die unseren ersten Lauf bereits auf komplett trockener Strecke hinter uns hatten. Vor allem aber bin ich erleichtert, dass Joël Volluz bei seinem schlimmen Abflug im zweiten Lauf unverletzt blieb. Nun freue ich mich darauf, mich in Turckheim wieder mit den französischen Topfahrern messen zu können und mich danach bestmöglich auf das Masters vorzubereiten, das nach wie vor mein Hauptsaisonobjektiv darstellt.” Text: Patrick Weber

Hauser und der Dallara GP2 zurück in St Ursanne-Les Rangiers

16. August 2016

Das Onboard-Video seines dritten Rennlaufs in St Ursanne-Les Rangiers 2013 ging um die Welt : fast 1,15 Millionen Motorsportfans haben es sich auf youtube angeschaut, hunderte von auf Motorsport spezialisierte Internetseiten in Europa, Südamerika, ja sogar Australien haben das Video veröffentlicht, kurzum: David Hauser, der Dallara GP2 und der Schweizer Berg-EM-Lauf sind auf ewig eng miteinander verknüpft. Ein 4. Platz beim ersten Start 2012, dann der 3. Platz 2013 dank insbesondere dieses herausragenden Laufs in 1.45,7 Minuten auf einer noch rutschigen Piste, nachdem ein Teilnehmer nach einem leichten Ausrutscher auf zwei Dritteln der Strecke Öl vergossen hatte, sind die äuβerst positive Bilanz der beiden Teilnahmen des Luxemburgers im GP2, Ergebnisse, die Hauser anschlieβend im Wolf GB08F1 mit Platz 3 im Jahr 2014 zuerst bestätigte, dann sogar im Vorjahr noch mit dem 2. Gesamtrang toppen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 180 km/h trotz stehenden Starts und drei engen Haarnadelkurven im oberen Streckenbereich ist St Ursanne das schnellste Bergrennen im Terminkalender. Ein Rennen, vor dem wir alle einen Höllenrespekt haben, das uns aber gleichzeitig enorme Adrenalinschübe beschert, ein echtes Glücksgefühl.” Dieses Wochenende nun kehren David Hauser und sein Dallara GP2 – inzwischen vom Original-Mecachrome 4L V8-Motor mit etwas mehr als 600 PS angetrieben – also ins Schweizer Jura zurück, zählt das Rennen auf der 5,180 km langen Strecke mit einer Durchschnittssteigung von 10,8 % doch nicht nur zur Europabergmeisterschaft und zur Schweizer Bergmeisterschaft, sondern auch jener des GroβHerzogtum Luxemburgs. Für den Racing Experience-Fahrer gibt es somite in Wiedersehen mit den Stars der Berg-EM, welchen er während seiner EM-Saison 2015 regelmäβig begegnet war, allen voran der achtfache Europameister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und dessen italienischer Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo), welche sich dieses Jahr einen extrem spannenden Kampf um die EM-Krone in der Kategorie der Rennfahrzeuge liefern, aber auch der junge Schweizer Joël Volluz (Osella-Judd Fa30), den Hauser vergangenen Mai in Eschdorf/Lux knapp bezwungen hatte. Unter den Anwärtern auf die vorderen Gesamtränge gilt es auch den jungen Italiener Paride Macario (Osella-Zytek Fa30), dessen Landsmann Fausto Bormolini (Reynard K02 F3000), die Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd F3000), Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50 F3000) oder noch Marcel Steiner (LobArt-Mugen LA01) zu beachten. Es versteht sich von selbst, dass es David Hauser nach seinen drei Gesamtsiegen in Folge in Eschdorf (Luxemburg), Wolsfeld und Homburg (D) diesmal ungleich schwerer haben wird, einen weiteren Sieg zu erkämpfen, wobei ein Podestplatz ohnehin hier bereits die bisherigen Saisonsiege in den Schatten stellen würde: “Ziel […]

David Hauser wird beim Osnabrücker Bergrennen fehlen

4. August 2016

Nach einem 3. und einem 4. Platz sowie zwei Klassensiegen in den zwei Rennen im April am Hockenheimring (Deutschland) findet Gary Hauser am kommenden Wochenende zurück ins Cockpit seines Dallara GP2 im Rahmen der BOSS GP-Rennserie. Die Veranstalter des “Gamma Racing Day” in Assen (rund 30 km von Groningen) rechnen mit knapp 100.000 Zuschauern entlang der 4,555 km langen Strecke, welche vor allem durch den alljährlichen Auftritt der Moto GP bekannt ist. Ein gemischtes Programm aus Auto-, Motorrad- und sogar Superkart-Rennen sowie freier Eintritt sind die Garanten dieses Publikumserfolgs, wobei die BOSS GP mit ihren “fetten”, aus der Formel 1, der GP2 oder auch den World Series by Nissan bzw. Renault stammenden Monoposti zu den absoluten Höhepunkten im Programm zählen. “Da unser britischer Kunde Stuart Wiltshire das Rennmeeting in Assen ohehin fest eingeplant hatte und wir aus logistischen Gründen am gleichen Wochenende nicht zwei Autos an zwei verschiedenen Orten einsetzen konnten, zumal die GP2-Fahrzeuge recht kompliziert zu betreuen sind, mussten wir schweren Herzens auf Davids Teilnahme beim Bergrennen Osnabrück verzichten, das ebenfalls dieses Wochenende stattfinden wird”, erklärt Teamchef Christian Hauser. “Nachdem die Rennen der BOSS GP am Nürburgring, bei denen Gary ursprünglich starten sollte, kurzfristig abgesagt werden mussten, profitieren wir so nun in Assen von der Gelegenheit, Gary nach Hockenheim doch noch einen zweiten Saisonstart zu ermöglichen.” Vor eigenem Publikum schlüpfen die Niederländer Klaas Zwart (Jaguar RS Cosworth V10 3L) und Frits Van Eerd (Minardi Cosworth V10 3L) in die Favoritenrolle, wobei sich zu diesen beiden ehemaligen Formel 1-Fahrzeugen noch jene des Österreichers Ingo Gerstl (Toro Rosso Cosworth V10 3L) und des Deutschen Hand Laub (Forti Judd V10 4L) gesellen, während der Österreicher Peter Milavec einmal mehr auf seinen nicht minder spektakulären Panos ChampCar mit 4,2L-V10-Judd-Motor vertraut. Doch auf diesem recht kniffligen Kurs mit seinen 17 Kurven können auch die Fahrer der PS-schwächeren « Formula »-Klasse ein Wörtchen mitreden. Gary Hauser und sein Dallara GP2 V8 4L treffen hier auf nicht weniger als 11 weitere GP2-Fahrzeuge, die beiden Panoz 4.2 V12 aus der ehemaligen « Superleage Formula » der beiden Franzosen Gilles und Christopher Brenier, drei Lola 3.4 V8 aus der « Auto GP »-Rennserie, zwei Dallara 3.5 V6 « World Series », sowie ein F300-Fahrzeug. Das Qualifying findet am Samstag um 13.35 Uhr statt, gefolgt vom ersten Rennen um 18.15 Uhr. Das zweite Rennen der BOSS GP steht dann am Sonntag ab 13.50 Uhr auf dem Programm.

Gegen starke internationale Gegner behauptet

20. Juli 2016

Ein imposantes Formelwagenfeld konnte die Homburger Automobilclub an die Käshofer Straße zum 43. Homburger ADAC Bergrennen locken. David Hauser aus Luxemburg pulverisierte am Morgen des Renntags den Streckenrekord der 2,6 km langen, anspruchsvolle Strecke, um ganze 1,5 Sekunden und blieb auch in beiden weiteren Läufen unter der alten Bestmarke seine Landsmanns Guy Demuth aus dem Jahr 2013. Aber dennoch behaupteten sich die Deutschen Top-Piloten Uwe Lang (Osella BMW) und Frank Debruyne (Foto oben) im CR-Racingteam Dallara Formel 3, gegen die starke ausländische Konkurrenz mit den Formel 3000-Piloten Daniel Allais aus Frankreich, Simon Hugentobler aus der Schweiz und Anthony Loeuilleux, ebenfalls aus Frankreich, im Formel Tatuus Master Honda, die knapp das Podium verfehlten. Frank Debruyne hatte am Trainingstag einen kleinen Schreckmoment zu verdauen. Kurz vor der haarigen Brückenpassage erwischte der Badener eine Bodenwelle und der Franks Gasfuß rutsche vom Pedal, aber die Zeiten reichten für Gesamtrang drei, vor der Übernachtungspause. Die knappen Abstände bei den Trainingszeiten und die Gewissheit dass die Konkurrenz nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hat, versprachen einen extrem spannenden und hoch interessanten Renntag. Dass Hauser im rund 600 PS starken Dallara GP2-Boliden dann davon ziehen würde und auch Uwe Lang die Vorteile seines Osella-Sportwagen ausspielt, war Frank Debruyne von vorne herein klar. Aber mit Gesamtrang drei, vor allen anwesenden Formel 3000, Formel 3 und 2-Liter Formelfahrzeugen, hat der CR-Pilot das erreicht was möglich, aber keines Wegs einfach. Am engsten rückte der Brite Paul Buckingham im Dallara F305 Mercedes Formel 3 (Foto unten) auf Franks Pelle. Mit dem Mann von der Kanal Insel Guernsey lieferte sich Debruyne ein packendes Duell auf Augenhohe. Doch im letzten Lauf, nicht einmal 100 Meter vor der Ziellinie kreiselte Buckingham von Bergstrecke in die Wiese und hatte Glück ohne nennenswerten Schaden davon gekommen zu sein. Somit war die Entscheidung gefallen.

Homburg: Die Untertreibung des David Hauser

18. Juli 2016

David Hauser, Simon Hugentobler und Uwe Lang: Das waren die Namen, die während des Trainings zum 43. Homburger Bergrennen von den Fahrern in gegenseitiger Anerkennung als Favoriten auf den Gesamtsieg genannt wurden. Am schnellsten war im Rennen wieder Hauser: Gleich dreimal unterbot der Luxemburger den alten Streckenrekord. Für das Homburger Bergrennen könnte die Ausgabe 2016 ein Durchbruch sein. Einige international startende Rennfahrer, die bisher noch nie den Weg zum Käshofer Berg gefunden hatten, waren von der Strecke angetan. Der Schweizer Simon Hugentobler kann sich vorstellen, 2017 wieder zurückzukommen: „Hier ist es relativ schwierig, wenn man das erste Mal fährt. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll. Sie ist schmal. Neben dem Asphalt kommen gleich die Straßengräben. Man braucht eine gewisse Zeit, um sich alles einzuprägen. Die Piloten sagen: Hier sind nur die schnell, die schon zwei- oder dreimal gefahren sind.“ Das gilt nicht für den Luxemburger David Hauser. Mit seinem feuerroten GP2-Dallara hatte er beim Homburger Debüt 2012 nicht nur den Gesamtsieg geholt. Er unterbot damals auch den zwölf Jahre alten Rekord seines Vaters Christian. Darüber aufgeklärt, war Hugentobler, der einen Formel 3000 Reynard 97D Mugen fährt, baff. David Hauser gab sich während des Trainings indes bescheiden. Seine Chancen schätzte er vorsichtig ein. „Ich habe schon noch ein Gefühl für die Rennstrecke. Ich muss aber sagen, es ist ein paar Jahre her. Das Problem ist, dass ich in der Zwischenzeit viele andere Rennen gefahren bin. Wenn man dann wieder nach Homburg zurückkommt, ist das ein bisschen wie ein Neuanfang.“ Langsam tastete sich Hauser im Training ans Limit der Strecke. Am Samstagabend lag Uwe Lang im Osella Sportwagen noch auf gleicher Höhe mit dem Favoriten. Bei 1:09 Minuten hatten sich beide eingependelt. Sollte sich etwa eine Siegchance für den Schweinfurter eröffnen? „Ich versuche zumindest, aufs Podium zu kommen. Die Chancen für David sind natürlich viel besser.“ Ein zusätzliches Spannungselement bot die teilweise neue Asphaltierung der Käshofer Straße. Rüdiger Bernhard aus Bruchmühlbach-Miesau ist Vater des Sportwagen-Weltmeisters Timo Bernhard. Er vertrat in Homburg seinen Sohn im Carrera Cup-Porsche. Papa Bernhard kennt die Strecke wie seine Westentasche. Für die neuen Bedingungen gab es Lob: „Der Belag ist gut und glatt. Am Brückchen sind ein paar Flicken drin. Aber das ist nicht zu ändern.“ Gerne hätte der veranstaltende Homburger Automobilclub (HAC) im vergangenen Winter erlebt, dass bei der Neuasphaltierung die komplette Rennstrecke erneuert worden wäre. Doch dazu sei wohl ein Staatsvertrag zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland notwendig, […]

David Hauser Favorit beim Homburger Bergrennen an diesem Wochenende

14. Juli 2016

Im Titelkampf um die Luxemburger Bergmeisterkrone und somit auf dem Weg zur Qualifikation zum “FIA Hill Climb Masters” Anfang Oktober in Tschechien geht David Hauser dieses Wochenende an den Start des 5. Meisterschaftslaufs in Homburg (D)auf der “Käshofer Strasse”, ein Rennen, das ebenfalls zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum bekannten “KW Berg-Cup” gewertet wird: “In Gedanken werde ich dieses Wochenende vor allem bei meinem Groβvater Jean sein, der selbst in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends im Autosport aktiv war und sozusagen das Rennvirus in die Familie gebracht hat.” Nachdem er dieses Rennen 2012 in seiner ersten Saison im Dallara GP2 gewinnen konnte, wobei seine schnellste Laufzeit bei 1.07,344 min. für die 2,6 km lag und so damals seinen erst zweiten Gesamtsieg zwei Monate nach jenem in Eschdorf feiern konnte, darf David Hauser bei seiner erst zweiten Teilnahme auf dieser eher atypischen Strecke mit vor allem dem im Bergrennsport ungewohnten Bergabstart recht zuversichtlich ins Rennen gehen, zumal er bei seinen beiden letzten Rennstarts in Eschdorf und Wolsfeld (D) jeweils den Gesamtsieger stellte, was ihm zugleich derzeit die klare Meisterschaftsführung mit 246,4 Punkten vor Léon Linden (179,5) und Titelverteidiger Roland Braquet (126,3) einbringt. Doch das eigenwillige deutsche Wertungssystem mit der Addition aller Rennläufe (deren 3 am Sonntag ab 8.30 Uhr vorgesehen sind) ist immer wieder für Überraschungen gut, insbesondere bei eventuell wechselshaften Witterungsbedingungen oder gar technischen Problemen oder einem Fahrfehler in einem der Rennläufe. Eine zusätzliche Herausforderung für David Hauser wird es sein, den seit drei Jahren von seinem Landsmann Guy Demuth (Osella-Zytek Fa30) in 1.06,914 gehaltenen Streckenrekord zu unterbieten. Die wichtigsten Gegner von David Hauser und dessen Dallara-Mécachrome GP2 V8) im Kampf um den Gesamtsieg werden die beiden Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd 97D) und Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50-ex-Nicolas Schatz), sowie der Franzose Daniel Allais (Reynard-Judd 97D) sein, doch neben diesen drei F3000-Fahrern muss man vor allem auch den vierfachen deutschen Meister Uwe Lang (Osella-BMW Pa20 3L), den Franzosen Anthony Loeuilleux (Tatuus-Honda Formula Master), sowie die Formel 3-Meute beachten, die vom Briten Paul Buckingham (Dallara-Mercedes F305-ex-Gary Hauser) und dem zweifachen deutschen Meister Frank Debruyne (Dallara-Opel Spiess F303) angeführt wird. Bei den Touren- und GT-Wagen seien vor allem Holger Hovemann (D) im bulligen Opel Kadett C GT/R mit V8-Motor, die Schweizer René Ruch (Ferrrai 355 GT) und Herbert Schmid (Porsche 996 GT3), die Deutschen Norbert Handa (Lancia Delta Integrale), Rüdiger Bernhard (Vater von 24h Le Mans 2010-Gesamtsieger und Porsche-Werkspilot Timo) im […]

Homburger Kultberg lockt die Fans

8. Juli 2016

Einmal im Jahr wird das westpfälzische Dörfchen Käshofen anders geweckt als sonst. Bereits morgens ab 8 Uhr dröhnen am 16. und 17. Juli die ersten Rennmotoren, wenn es zum 43. Mal heißt, das Homburger ADAC Bergrennen wird wieder ausgetragen. Was 1974 klein begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, mit nationaler und internationaler Beachtung gemausert. Nicht selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass der Automobilsport nicht nur Freunde hat. Dennoch scheute der Homburger Automobilclub den enormen Aufwand abermals nicht und wurde, wie in der Vergangenheit, dazu berufen Wertungsläufe zur Deutschen und Luxemburger Meisterschaft sowie zum KW Berg-Cup auszurichten. An der Käshofer Straße und bei Bergrennen im Allgemeinen, herrscht eine unglaubliche Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. Besucher dürfen im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus und im Vorstartbereich so nah an die Rennboliden, wie kaum wo anders. Und auch entlang der aufwendig abgesicherten Kultstrecke hinauf auf die Sickinger Höhe sind die Zuschauer mittendrin, statt nur dabei. 131 Fahrerinnen und Fahrer aus 6 Nationen stellen sich am dritten Juli-Wochenende dem Starter und den 14 Kurven – darunter mischen sich allein 13 Aktive aus den Reihen des Veranstalters Homburger Automobilclub. Die Piloten werden der Konkurrenz auch in diesem Jahr keine Hundertstelsekunde schenken und versuchen ihre persönliche Bestzeit oder gar den Streckenrekord zu unterbieten. Die kleine Formel 1 der Saarpfalz-Region Diesmal ist das Feld der PS-starken und pfeilschnellen Formel-Rennwagen so groß wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Monoposto im Outfit der Grand-Prix Wagen verströmen mit ihren V8-Triebwerken den Geruch und Sound der guten alten Formel 1. Diese Königsklasse der Berge wird auch auf der Käshofer Chaussee den Gesamtsieger unter sich ausmachen. Anwärter sind hier der junge Luxemburger David Hauser, im  620 PS starken Dallara GP2, der sich sicherlich auch den drei Jahre alten Streckenrekord (1:06, 914 min, Guy Demuth, Luxemburg) wieder zurückerobern möchte. Ebenfalls mit einem PS pro Kilogramm Fahrzeuggewicht kommen die drei 500 PS starken Formel 3000-Boliden daher. Zu den Top-Fahrern in der Schweizer Meisterschaft zählen Simon Hugentober (Reynard 97D Mugen) und Philippe Guélat (Lola T94/50 Cosworth) die erstmals in der Saarpfalz am Start sind sowie der Franzose Daniel Allais, der mit seinem bewährten Reynard 97D Judd bereits mehrfach auf dem Podium des Homburger Bergrennens stand. Über eine der besten Streckenkenntnisse und  längste Erfahrung auf der Käshofer Straße verfügt der vierfache Deutsche Meister und zweifache Gesamtsieger Uwe Lang in seinem Osella BMW-Sportwagen. Der Schweinfurter startet seit Mitte der 1980er Jahre regelmäßig in […]

Wolsfeld: Überraschungssieg für David Hauser

17. Mai 2016

Nach dem Training hatten Fahrer in sechs grundverschieden Fahrzeugkonzepten auf der engen und winkeligen Piste in der Eifel reelle Siegeschancen, was so nur in Wolsfeld möglich ist. Sowohl Platz sechs der Trainingsläufe am Sonntag als auch Rang sechs nach dem ersten Rennlauf am Montagvormittag, nichts deutete darauf hin, dass sich David Hauser beim 54. Wolsfelder EMSC Bergrennen am Ende als Gesamtsieger würde feiern lassen können. “Mit dem Dallara GP2 auf dieser recht engen und kurvenreichen Strecke zu fahren ist wie mit einem Renntruck einen Slalom zu fahren”, zog der junge Wormeldinger nach den drei Trainingsläufen am Pfingstsonntag ein eher skeptisches Fazit. In 1.06,22 lag er auf Platz 6 hinter dem unantastbaren Bruno Ianniello (CH), dessen allradgetriebener Lancia Delta S4 wie maβgeschneidert zu dieser Strecke passt, auf der der Italo-Schweizer in der Vergangenheit schon so manchen Tagessieg feiern durfte. In 1.04,63 lag Ianniello vor dem überraschenden Francesco D’Acri auf dem kleinen Elia ST 09-Sportwagen mit 1,3-Liter-Suzuki-Motorradmotor (1.04,76), dem zweifachen deutschen Bergmeister Frank Debruyne (Dallara-Opel F303) in 1.05,03, dem vierfachen deutschen Meister Uwe Lang im Osella-BMW PA 20 3 Liter (1.05,42) und dem Österreicher Christoph Lampert im TracKing (1.06,02). Wissend, dass das etwas eigenwillige deutsche Regelwerk zur Wertung die Addition aller drei Rennläufe heranzieht und somit keinen Joker gewährt, kündigte sich demnach ein heiβer Kampf um die ersten Plätze an. Sonntagvormittag war die Strecke gerademal nach einer Regenschauer zu Beginn des Rennens abgetrocknet, als Ianniello in 1.03,59 die Führung übernahm, mit recht deutlichem Vorsprung auf Debruyne (1.04,36), D’Acri (1.04,51), Lampert (1.04,58) und Lang (1.04,88), während David Hauser bereits 1,37 Sekunden hinter dem Leader zurücklag. Doch bereits im zweiten Rennlauf konnte sich der Adoptiv-Pariser in der Addition auf den 3. Platz vorkämpfen, indem er in 1.02,70 die schnellste Laufzeit für die 1,64 km  hinlegte und sich somit um über 2 Sekunden verbessern konnte. Fuhren Ianniello und Debruyne in 1.02,94 die exakt gleiche Zeit und belegten so in der Addition die Ränge 1 und 2, so konnten weder D’Acri noch Lang die 1.04-Schallmauer durchbrechen, während Lampert, wie am Trainingstag mit einer defekten Sicherung der Benzinpumpe mit dem TracKing ausrollte und vorzeitig aufladen musste. Dritter Lauf, erste Überraschung: Ianniello muss sich nach einem leichten Fehler in der Bit-Kurve mit 1.04,19 zufrieden geben. Doch weder D’Acri (1.04,04), noch Lang (1.03,37) schaffen es, den Delta S4 in der Addition von der Führungsposition zu stoβen, im Gegensatz zu Frank Debruyne, der in 1.02,64 die Spitze übernimmt und bereits voreilig […]

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