Grundsolider Berg-DM Einstand von Patrick Rahn

13. Mai 2019

Beim Bergrennen „European Hill Race“ im luxemburgischen Ardennen-Dorf Eschdorf (04./05. Mai 2019) wurde Neueinsteiger Patrick Rahn, im wahrsten Sinne des Wortes, gleich ins kalte Wasser geworfen. Bei seiner ersten Rennteilnahme, mit dem über den Winter neu angeschafften Formel 3-Rennwagen vom Typ Dallara F306 Opel-Spiess, waren die Gegebenheiten alles andere als optimal und sonst üblich. Durch die Staatstrauer im Großherzogtum war ein geregelter Trainingstag, mit gewohnt drei Läufen, nicht möglich. Erst nach 18 Uhr durften am Samstag die Motoren angelassen werden. Nach einigen Unterbrechungen war dann nicht einmal eine Besichtigungsfahrt bei anbrechender Dunkelheit für Patrick möglich. Zudem herrschten über das gesamte Wochenende das nass-kaltes Wetter nur knapp über dem Gefrierpunkt, was die Abstimm- und Wartungsarbeiten im Fahrerlager nicht gerade zu einem Vergnügen machten. Die Truppe aus Detmold fand sich schnell im Fahrerlager in Mitten von Eschdorf zurecht und konzentrierte sich dann voll auf den Sonntag, der mit einem Trainingslauf am Morgen und drei Rennläufen bis kurz nach 18 Uhr, optimal über die Bühne gehen sollte. Die rund 2.500 Zuschauer entlang der 1,85 km langen Strecke, erlebten einen zugleich heißen und eisigen Renntag. Patrick Rahn hatte sich vorgenommen ruhig und konzentriert seinen ersten Auffahrten in der Deutschen Bergmeisterschaft und in einem stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld anzugehen. Das für eine Bergrennstrecke unüblich breite Asphaltband mit zwei langen Geraden, ließ hohe Geschwindigkeiten zu. Im ersten Durchgang blieben die Uhren bei 1:03,326 min stehen, was schon gleich Rang 6 und 14 Akteuren der Klasse der Formel-Rennwagen E2-SS bis 2000 ccm bedeutete. Im Tagesverlauf konnte sich der in der LKW-Entwicklung tätige Ostwestfale weiter steigern und verpasste die magische Minutengrenze nur hauchdünn in 1:00,296 min im zweiten Lauf. Potential ist also vorhanden! An diesem Tag machte sich die große Motorsporterfahrung von Patrick Rahn bemerkbar, denn schon in frühster Kindheit betätigte er sich im Kartsport und auch seine Erfahrungen, beispielsweise in der ADAC Pro-Car-Serie auf der Rundstrecken, machten sich bezahlt. Rang sieben in der Klasse und Rang 36 (bei 150 Startern) in der Gesamtwertung kann sich wahrlich für den „Berg-Neuling“ sehen lassen, zumal Eschdorf alljährlich eines der bestbesetzten Bergrennen in ganz Europa ist. Die nächsten Veranstaltungen in der Deutschen Berg-Meisterschaft und im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge stehen erst im Juni an. Das Team um Patrick Rahn plant im kommenden Monat zwei Starts. Vom 14.-16. Juni steht der Berg-Europameisterschaftslauf „Glasbachrennen“ in Thüringen auf dem Programm, das mit einer Streckenlänge von 5,5 km und zwei Wochen später das Ibergrennen in […]

Nach beständiger Weiterentwicklung soll 2019 ein Titel her

19. Dezember 2018

Gleich in seiner ersten vollen Saison in der Formelklasse der Deutschen Bergmeisterschaft, krönte sich Christian Triebstein, der KFZ-Technikermeister im eigener KFZ –Betrieb mit Namen „Autotechnik Triebstein“ in Habichtswald-Dörnberg, auf Anhieb zum deutschen Vizemeister im DMSB-Automobil-Berg-Cup 2018 für Sportwagen und belegt in der Gesamtwertung der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft den 9. Platz. Christian Triebstein aus dem Habichtswalder Ortsteil Ehlen vor den Toren Kassels gelegen, ist schon früh dem Motorsport verfallen. Schuld daran war sein Opa Günther, der seinen Enkel oft auch zu den Rennwochenenden begleitet. Bereits im Alter von fünf Jahren war Christian auf sämtlichen Rennpisten in ganz Deutschland mit dabei. Seine Karriere startete er mit dem Kartsport, dann ging es weiter über den Automobilslalom und letztendlich zum Bergrennen. Dort startete er zu Beginn mit einem VW Polo in der Gruppe H und stieg dann auf einen leistungsstärkeren Cup Alfa Romeo in die Diesel-Klasse um. Nach mehreren Meistertiteln in der 2 Liter Diesel Klasse des KW Berg-Cup, stieg er gegen Ende der Saison 2017 auf einen Formel 3 Dallara-Opel F302 um. Mit diesem Wagen, aus dem Jahr 2002 startet er in der Klasse der Formelfahrzeuge bis 2000ccm. Mit Spitzengeschwindigkeiten von knapp 275 km/h geht es dann, abgesperrte und  aufwendig gesicherte Bergstraßen hinauf. Die Highlights in diesem Jahr waren für den Nordhessen Platz 10 von 137 Teilnehmern aus ganz Europa, das als bester Deutscher Fahrer beim 51. Internationalen Osnabrücker ADAC Bergrennen. Dann die beiden zweiten Plätze in der Gesamtwertung der Bergrennen in Heiligenstadt und am Hauenstein in der Rhön, aber auch die Sieg in der Formel-Klasse bis 2 Liter in Eichenbühl. Beim Hauenstein Bergrennen zeigte Christian in einer wahren Hitzeschlacht, was in ihm steckt. Als Trainingsschnellster, verpasste er nach insgesamt 12,6 Wertungskilometern nur um eine halbe Sekunde seinen ersten Tagessieg. Für die Saison 2019 ist das klare Ziel der erste Gesamtsieg, weitere, vordere Platzierungen und letztlich den Meistertitel der Sportwagen zu erreichen. Um diese Ziele zu realisieren bekommt der Formel 3 Wagen einen neuaufgebauten Motor sowie ein paar kleine Extras, die aber noch nicht verraten werden können, da die Konkurrenz bekanntlich nie schläft. Text: MSC Emstal / Thomas Bubel

Auch das Saisonfinale war von Erfolg gekrönt

12. Oktober 2017

Die Bergrennsaison 2017 ist Geschichte und das CR-Racingteam hat diese, wie erwartet sehr erfolgreich mit einem Klassensieg und einem sechsten Gesamtrang beim ADAC Bergrennen Mickhausen beendet. In der Stauden-Region im Augsburger Umland fand am Wochenende vor dem Tag der Deutschen Einheit, die Finalveranstaltung der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft und des internationalen FiA Hillclimb Cups statt. Diese hochrangigen Meisterschaften sorgten erneut für ein erstklassiges Teilnehmerfeld. Frank Debruyne, die Galionsfigur des Pirmasenser CR-Racingteams in Sachen Bergrennsport, stand bereits vor dem Rennwochenende als zweifacher Vize-Champion in der Deutschen Meisterschaft und dem DMSB Berg-Cup für Sportwagen fest. Der schwarz-weiße Dallara F303 Formel 3-Rennwagen mit dem Werbeschriftzug von AST – Abwasser-Sanierungs-Technik lief über die gesamte Saison wie ein Schweizer Uhrwerk. Dem entsprechend konnte es der 46jährige Badener ruhig angehen lassen, denn nicht nur die beiden Vize-Titel hatte er auf dem Habenkonto sondern auch zahlreiche persönliche Bestzeiten und Formel 3 b.z.w. 2-Liter-Formel-Streckenrekorde eingefahren. Beim Bergrennen Unterfranken Anfang September und beim Homburger Bergrennen Mitte Juli fuhr Frank Zeiten, die vor ein paar Jahren noch sehr nahe am damaligen absoluten Streckenrekord gelegen hätten. In den Tageswertungen der DM-Rennen konnte er insgesamt vier Mal auf Platz zwei das Podium erklimmen, wobei beim Wolsfelder Bergrennen an Pfingsten der Gesamtsieg nur hauchdünn verpasst wurde. Auch der Deutschen Berg-Europameisterschaftslauf am Glasbach in Thüringen im Juni war ein Highlight vom Ergebnis her und auch von den gefahrenen Zeiten. Bei diesem Höhepunkt der Deutschen Bergsaison war auch CR-Teamchef Andreas Germann mit seinem Dallara F305/11 in Brawoliner-Farben am Start. Aus beruflichen Gründen blieb dies leider die einzige Teilnahme in der diesjährigen Bergmeisterschaft für den Pirmasenser Unternehmer. Da bleibt nur die Hoffnung auf mehr Starts für Andreas im Jahr 2018. Doch zurück zum furiosen Finalwochenende in Mickhausen. Wunderbares „Altweibersommerwetter“ prägte den Trainingstag und Frank Debruyne beherrschte die Formel-Klasse bis 2-Liter Hubraum ohne Mühe vor bereits großer Zuschauerkulisse, vor dem jungen Nordschwarzwälder Mathieu Wolpert, der im Laufe der Saison auf einen mit Franks baugleichen Dallara F303 umgestiegen war. In der Nacht zum Sonntag kam der vorhergesagte Regen und machte die rund zwei Kilometer lange Sprintstrecke Richtung Birkach zur Rutschbahn. Die Grippverhältnisse sind bei diesen Bedingungen stets extrem schwierig, zumal der Regen alsbald nachließ und der Asphalt allmählich abtrocknete. „Ich wollte ich nichts mehr riskieren, doch nachdem ich nach dem zweiten Durchgang 1,3 Sekunden hinter Mathieu war, musste ich im letzten Lauf doch noch mal alles geben“, resümierte Frank. Auf der trockengefahrenen Ideallinie machte er mit seiner Tagesbestzeit von 55,318 […]

Vorerst keine Bergrennen mehr für David Hauser

23. Februar 2017

Wie Racing Experience, das Team der rennsportbegeisterten Luxemburger Familie Hauser am Fetten Donnerstag bekannt gab, wird zukünftig ein Ligier JS P3-Sportwagen der LMP 3-Klasse zur Fahrzeugflotte der Wormeldinger gehören. „Wir werden in diesem Jahr mit dem Ligier vor allem in der niederländischen GT & Prototype Challenge auf der Rundstrecke an den Start gehen“, gab Teamchef Christian Hauser bekannt. „Die genaue Fahrerkombination für jedes Rennen steht aber noch nicht fest. Allerdings können wir bestätigen, dass sowohl David als auch Gary Hauser Teil dieses Projekts als Fahrer sein werden. Ein mittelfristiges Ziel für uns ist eine mögliche Teilnahme in der European Le Mans Series“. Den amtierenden Luxemburger Bergmeister David Hauser wird man also in der Saison 2017 definitiv nicht mit seinem spektakulären Dallara GP2-Rennwagen bei Bergrennen bewundern können, statt dessen bildet der Student ein Team mit seinem jüngeren Bruder Gary. Der Ligier wird übrigens von einem 420 PS starken Nissan 5-Liter V8-Triebwerk befeuert. „Mein Engagement im Bergrennsport ist im Moment unterbrochen“, teilt David Hauser mit, „aber es ist definitiv kein Abschied!“

News von der Luxemburger Meister-Gala

29. Januar 2017

Das mondäne Casino 2000 in Bad Mondorf beherbergte am Samstagabend des 21. Januar, ein weiteres Mal das große „Klassentreffen“ des Luxemburger Autosports anlässlich der Soirée du Sport Automobil 2016. Der Automobilclub des Großherzogtum, genauer gesagt die Sportkommission des ACL, bescherte den rund 300 Gästen einen glanzvollen und flotten Abend mit einer Mischung von kulinarischen Raffinessen und den Ehrungen der erfolgreichsten Motorsportler aus den Bereichen Kart, Slalom, Rallye, Rundstrecke und Bergrennen, moderiert von Paul Christ. Als Landesmeister in der Bergmeisterschaft wurde bei den Rennwagen David Hauser gefeiert, der jedoch verhindert war und durch Papa Christian, selbst ehemaliger Berg-Champion, würdig vertreten wurde. Die Formel 3-Piloten Roland Braquet und Leon Linden komplettierten das Podium. Bei den Tourenwagen blieb erstmals Canio Marchione, mit seinem ehemaligen Berg-Cup VW Scirocco, siegreich, knapp vor den beiden Schilling Performance Team-Piloten Charel Valentiny und Team-Oberhaupt Nico Schilling. In der Wahl zum „Autosportler vum Joer 2016“ landete Marcione, der zudem noch den Vize-Titel in der Kart-Meisterschaft „KZ2-Master“ einfuhr, auf Rang drei. Der „Coupe des Dames“, das war schon vor der Verkündung klar, würde diesmal an eine Frau namens Becker gehen. Ivana Becker-Huber, nicht verwandt oder verschwägert mit ihrer Konkurrentin Sandra Becker, ist die neue Titelträgerin. Interessante Gespräche am Rande der Veranstaltung förderten einige Neuigkeiten im Vorfeld der Bergsport-Saison 2017 zu Tage. Das Trio vom Schilling-Performance-Team wird mit weiter verbesserten Tourenwagen in der Vorjahresbesetzung Nico Schilling, Cedric Schilling und Charel Valentiny um das Luxemburger Championat fahren, wobei Letzter mittlerweile den PS-stärkste Wagen des Teams pilotiert. Wo die Reise für David Hauser hin geht, ist indes noch nicht klar. Im Hause Hauser hält man sich noch bedeckt, nachdem die Sondergenehmigung für den 4-Liter Dallara GP2-Rennwagen in der Luxemburger Meisterschaft zwischenzeitlich abgelaufen ist. Nach wie vor befindet sich David im Renningenieursstudium, wo weiter Praktika anstehen. Einer ist dafür auf jeden Fall wieder dabei. Auch mit 78 Jahren plant der rüstige Formel 3-Pilot Leon Linden eine weitere Saison in der Bergmeisterschaft. An Ehrgeiz wird es dem Petinger auch in seinem 55. Motorsportjahr nicht fehlen. Auch der Bergmeister von 2014 Tommy Rollinger, der sich in letzter Zeit mit einem Peugeot S2000 mehr dem Rallyesport zuwandte, weilte unter den Gästen der Gala. Nachdem der Wagenpass seines Osella FA 30 Zytek zwischenzeitlich abgelaufen war, musste der Bauunternehmer sicherheitsrelevante Teile nachrüsten lassen. Wieder mehr Bergrennen mit dem Italienischen „Dampfhammer“ sind eingeplant.