Ausgabe 2021 des Eschdorfer European Hill Race findet nicht statt

8. Februar 2021

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung treffen musste, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 30. April bis 2. Mai 2021 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise auch dieses Jahr nicht auszutragen. Können wir sicher sein, dass die Entwicklung der sanitären Lage es Anfang Mai erlauben würde, das Rennen überhaupt stattfinden zu lassen? Wäre es wirklich denkbar, unter bestmöglichen gesundheitlichen Sicherheitsbedingungen ein internationales Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu mehr als 4.000 Zuschauern zu empfangen, davon rund die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, England oder der Schweiz anreisend? Wäre es auch nur irgendwie vorstellbar, bei einer solchen Veranstaltung im Freien gegebenenfalls den Zutritt für Zuschauer zu begrenzen oder gar ganz zu verbieten, umso mehr die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern in normalen Jahren etwa die Hälfte der Veranstaltungskosten decken? Ist es unseren treuen, von der Pandemie ohnehin wirtschaftlich gebeutelten Sponsoren zumutbar, finanziell und/oder logistisch in eine Veranstaltung zu investieren, deren Durchführbarkeit derzeit niemand garantieren könnte und auch nicht, welchen Werbefallout sie sich je nach Anfang Mai eventuell geltenden Beschränkungen erwarten könnten? Eine Vielzahl an Fragen, welche die Verantwortlichen der Union de Pilotes rund um ihren Präsidenten Alain Pier bereits seit Wochen beschäftigten, Fragen, die es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist zu beantworten, auf die es aber auch in einem, in zwei Monaten wohl keine definitiven Antworten geben wird. Doch um eine Veranstaltung solchen Ausmaßes auf die Beine zu stellen ist eine gewisse Planungssicherheit nötig, um den Arbeits- und Zeitaufwand eines eher kleinen Kreises von Ehrenamtlichen sowie die finanziellen Einsätze zu rechtfertigen, wobei derzeit die Durchführbarkeit ohnehin eher einer Lotterie mit höchst unwahrscheinlichem Treffer gleicht. Zumal die örtlichen Begebenheiten mit einem Teil des Fahrerlagers inmitten des Dorfes in direkter Nähe zu den Anrainern beim derzeitigen Stand der Pandemie eine zusätzliche Schwierigkeit darstellen. Genau wie im Vorjahr sieht sich die Union des Pilotes somit gezwungen, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen bevor sie blindlings die ersten Veranstaltungskosten eingeht: „Unsere finanziellen Reserven erlauben uns nicht, das Risiko einer Ausgabe unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar einer kurzfristigen Absage eingehen zu können. Zudem stehen verschiedene unserer ohnehin raren freiwilligen Helfer uns aufgrund der sanitären Lage derzeit weniger zur Verfügung, was die Organisationsarbeit nicht vereinfachen würde. So haben wir nun also schweren Herzens innerhalb des Veranstalterstabs die einstimmige Entscheidung treffen müssen, die für das erste Mai-Wochenende geplante 2021er Ausgabe […]

Erste Absage 2021 – Auch dieses Jahr kein Rechbergrennen

7. Februar 2021

Die erste Hiobsbotschaft für alle Motorsportbegeisterten rund um den Bergrennsport kommt aus Österreich. Da aufgrund der „Corona-Situation“ nach wie vor keine Planungssicherheit gegeben ist, sieht sich der MSC Mürztal mit seinem Organisationsteam um Jakob Schrittwieser dazu gezwungen, das legendäre Rechbergrennen, das für den 24./25.04. vorgesehen war, vorzeitig abzusagen. Die Vorbereitungen für eines der alljährlich größten Highlights im internationalen Bergrennkalender hätten bereits jetzt beginnen müssen. Der für Ende April geplante 2. Lauf zur Berg-Europameisterschaft 2021, wird somit nach 2020 erneut nicht zur Austragung kommen. Allgemein sieht es derzeit nicht gerade rosig für Motorsportevents mit Zuschauern aus, es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann uns die nächsten Absagen ins Haus flattert. Offiziell muss die Absage des Rechbergrennens noch von der FIA bestätigt werden, was aber eine Formalität sein dürfte. Mit seinem Motorradbergrennen von Landshaag, welches ebenfalls für April geplant war, wird der MSC Rottenegg (auch Veranstalter des Auto-Bergrennen St. Agatha), auf den vorsorglich eingerichteten Ersatztermin ausweichen. Dieses Event soll nun am 05.-06. Juni 2021 über die Bühne gehen.

Ticketsystem und Kontaktnachverfolgung für den Berg in der Pipeline

2. Januar 2021

Wie der vorläufige Terminkalender der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2021 in die Tat umgesetzt werden kann, steht nach dem Jahreswechsel weiterhin in den Sternen. Viele Veranstalter können sich aktuell beim besten Willen nicht vorstellen, dass speziell in der ersten Jahreshälfte 2021 alle angemeldeten Bergrennen durchführbar sein werden. Viele Unwägbarkeiten und Herausforderungen kommen auf die jeweiligen Organisationsteams schon jetzt zu. In einem Punkt gibt es einen positiven Fortschritt zu vermelden. Aktuell entwickelt die Fa. TW Sportsoft in Zusammenarbeit mit dem DMSB ein Ticketsystem worüber u.a. eine lückenlose Kontaktnachverfolgung von allen bei einem Bergrennen anwesenden Personen möglich ist. Wenige Tage vor Weihnachten schalteten sich Kevin Ferner (MC Heilbad Heiligenstadt) und Michael Lippke (MSC Osnabrück) zu einem Webmeeting mit dem DMSB und Timo Weigert (TW Sportsoft) zusammen. Ziel dieses Onlinemeetings war es, den von der Veranstaltergemeinschaft bestimmten Verstretern das Konzept kurz vorzustellen und die Anforderungen der Bergrenn-Veranstalter an solch einem System aufzunehmen. Dieses vom DMSB unterstütze System wird keine Vorgabe des Verbandes werden. Das heißt, jeder Veranstalter kann auch sein eigenes System, oder beispielsweise die Onlineplattform Ticketpay.de benutzen. Bei einer Bergrennveranstaltung gibt es zahlreiche Personengruppen, wie Fahrer, Helfer und Mechaniker, Organisatoren, Funktionspersonal, Zuschauer oder Medienvertreter. Um ein Event coronakonform durchzuführen ist eine Ticket- und Nachverfolgungssystem wesentlicher Bestandteil des Hygienekonzepts. Hier einige Details zur Entwicklung von TW Sportsoft, das bereits in der vergangenen Saison im Kartsport zum Einsatz kam und derzeit für den Berg angepasst wird. Unterteilt in Gruppen erfolgt die Anmeldung über das Nennportal oder auch über die jeweilige Webseite der Veranstaltung. Eine Verbindung der Fahrerhelfer-Daten mit den Fahrern ist ebenfalls möglich. Via QR Code müssen sich registrierte Personen beim Betreten und Verlassen des Geländes an bzw. abmelden. Zuschauer können sich vorab ihr Ticket online sichern, optional sind hier Zusatzartikel wie Programmheft und Merchandising. Bezahlt wird per E-Payment – also ausschließlich online z.B. via PayPal. Der Zuschauer bekommt sein personalisiertes Ticket per Mail zugesandt. Darauf ist der QR Code, den er beim Betreten der Veranstaltung scannen muss um die Zugangskontrollen zu passieren. In ähnlicher Form erfolgt das Besuchermanagement bereits seit Jahren in anderen Sportarten und Konzerten. Gedruckte Eintrittskarten gibt es vielerorts schon lange nicht mehr. So könnte die Corona-Krise für den Bergrennsport auch zu einer Chance werden. „Mich hat das Konzept überzeugt“ sagt Kevin Ferner. „Aus meiner Sicht wurde alles berücksichtigt, was auf Grund der Corona Bestimmungen notwendig ist und was die Veranstalter benötigen. Das System wird aller Vorrausicht nach Ende Januar fertig sein. […]

F1 zuversichtlich unter COVID-Spielregeln das Jahr nach Plan zu beenden

10. November 2020

Die Formel-1-Teams sind zuversichtlich, dass sie sich an die neuen COVID-19-Beschränkungen anpassen können, die diese Woche in ganz Europa angekündigt wurden. Die von der deutschen Regierung ergriffenen Maßnahmen als Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie sind hart aber notwendig. Auf der anderen Seite bietet der Lockdown oder die Quarantäne auch neue Möglichkeiten. Zum Beispiel können Fans der Formel 1 und anderer Sportarten ihr Glück versuchen und viel Geld gewinnen, wetten Sie hier. Die Isolierung Großbritanniens, wo viele F1-Teams ihren Sitz haben, begann im März, und bis Juli blieben strenge Maßnahmen in Kraft, um die Übertragung von COVID-19 zu reduzieren, was positive Fälle zur Folge hatte. Doch die Rekordzahlen an Fällen und die Prognosen über viele weitere Todesfälle in Großbritannien haben die Wiedereinführung vieler Maßnahmen veranlasst, die von Donnerstag bis zum 2. Dezember 2020 in Kraft treten sollen. Die Industrie wird ermutigt, weiterzumachen, und obwohl von internationalen Reisen abgeraten wird, sollte es ihr erlaubt sein, zu arbeiten. Im Frühjahr entließen eine Reihe von britischen F1-Teams Mitarbeiter und schlossen ihre Fabriken, um Kosten zu sparen, bevor die Saison Anfang Juli endlich begann. Es ist klar, dass die F1-Offiziellen dank der Ausnahmeregelungen für diejenigen, die im Fahrerlager arbeiten, nach wie vor zuversichtlich sind, dass die Serie trotz der ergriffenen Maßnahmen weiter normal funktionieren wird. Auf die Frage von Motorsport.com nach den Problemen, die der zweite Lockdown mit sich bringen wird, meinte Mercedes-Teammanager Toto Wolff, dass die Formel 1 dieses Problem lösen könnte. „Der aktuelle Lockdown, den wir jetzt in Europa sehen, unterscheiden sich sehr von der im Frühjahr“, sagte Wolf. „Damals im Frühling wurden alle Aktivitäten vollständig eingestellt. Ich denke, dass diesmal, zumindest nach dem, was wir aus Frankreich und Deutschland sehen, nur der Zugang zu Kneipen, Restaurants und Freizeiteinrichtungen geschlossen wurde, aber es ist den Berufstätigen immer noch erlaubt, zur Arbeit zu gehen“. „Dies wird unser Leben auf jeden Fall beeinflussen. Es wird große Auswirkungen auf einige Branchen haben. Aber ich denke, wir können einen Weg für die Formel 1finden“. Der Formel 1-Kalender für 2020 sieht noch vier weitere Stationen in der Türkei, Bahrain (x 2) und Abu Dhabi vor, die alle hinter verschlossenen Türen, also ohne Zuschauer vor Ort stattfinden werden. Wolf sagte, dass die einzelnen Gesundheitsbehörden in diesen Ländern über Maßnahmen entscheiden müssen, war aber zuversichtlich, dass die F1 dank ihrer strengen Covid-Testprotokolle nur ein kleines Risiko bei Rennen darstellt. „Es liegt in den Händen der Gesundheitsbehörden in den Ländern, die wir […]